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Die Studie für die Verlängerung der Siemensbahn nach Hakenfelde ist abgeschlossen. Eine Entscheidung soll aber erst Ende 2022 fallen.

Berliner Morgenpost

[www.morgenpost.de]
Hakenfelde heißt in diesem Falle bis auf die andere Seite der Havel?

Das das möglich ist sollt auch nicht verwundern. Im Prinzip ist alles möglich, die Frage ist eher ob es sinnvoll und kosteneffektiv ist. Gibt es dazu auch Hinweise im Artikel?

Welche Halte sieht man vor? Einmal in der Wasserstadt und dann in Hakenfelde an der Streitstraße?
Wenn man zukünftig in Berlin nur noch am Dienstag nach Vollmond ein Verbrennerauto nutzen darf, stellt sich Frage nach Verlängerung kaum außer man muß ein extrem teures Kunstbauwerke (300 Meter Brücker über Wasser) bauen.
Moin,

vor zwei Wochen bin ich erstmals in den Nordwesten gekommen, um mir die neue „Wasserstadt“ anzuschauen. Die Wohneinheiten mit Wasserblick sind sicherlich ganz hübsch, ansonsten sah es aber wie ein typisches modernes, enges und z.T. dunkles Investoren-Projekt aus. Wikipedia spricht von 12.000 geplanten Einwohnern, auch weiter in Richtung Streitstraße ist die Bebauungsdichte hoch. Die gute Anbindung dieser Menschenmassen (ohne Umweg über Spandau-Altstadt) macht sicherlich Sinn, um einen Tunnel unter der Spree wird man dabei aber wohl nicht umherkommen?

Viele Grüße,
Patrck
Es gibt für die Verlängerung auch eine alternative Straßenbahnplanung, die es ermöglichen wird umsteigefrei in die Spandauer Altstadt zu gelangen aber auch mit kurzer Fahrzeit die S-Bahn am Bahnhof Gartenfeld (oder Gartenfeld-Insel) sowie die U-Bahn am U-Bahnhof Paulsternstr. zu erreichen.

Eine unterirdische S-Bahn würde zwar eine Direktverbindung von Hakenfelde und der Wasserstadt in die Innenstadt führen aber man hätte dann zwangsweise keine Direktverbindung mehr auf das Tegelgelände und in die Spandauer Altstadt.

Das ist zwar auch verkraftbar, allerdings wird diese Strecke wegen der dreifachen Querung von Gewässern inkl. der breiten Havel baulich sehr aufwändig werden. Der angedachte 10min-Takt läßt aber kaum eine Auslastung der Strecke erwarten. Für die Straßenbahn existiert die Havelquerung übrigens bereits.


Kurz: Mit dieser Strecke wird man sicherlich nicht in den Bereich der Wirtschaftlichkeit kommen.

---
Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn.
Moin,

natürlich wäre auch eine Straßenbahn eine Möglichkeit, und natürlich wird sie besser finanzierbar sein. Aber hat sie sonst Vorteile? Alleine in Bezug auf die Reisezeit:

Nehmen wir an, wir wollen vom östlichen Havelufer an der Wasserstadtbrücke in die Innenstadt (= zur Ringbahn). Die Straßenbahn wird vermutlich weitgehend nicht auf eigener Trasse sich im Straßenverkehr mitquälen, stockend an diversen Ampeln und im Spandauer Stau. D.h. ich warte erst auf die Straßenbahn, fahre 10 oder 15 Minuten Tram und muss dann vermutlich nochmals auf die S-Bahn warten, die mich dann zum Ring bringt. Wie lange brauche ich also bis zum Ring, 30, 40 Minuten gesamt? Mit der S-Bahn über die Siemenststadt wäre ich sicher in zehn, maximal 15 Minuten an der Jungfernheide.
Sehr viele Menschen, die es sich leisten können, würde da sofort das Auto nehmen. Weil Pendelzeit Lebenszeit ist, uns Lebenszeit vergeudet man ungerne. Selbst ein Express-Bus oder ein Radschnellweh wäre m.E. noch sinnvoller als der Umweg über die Altstadt.

Viele Grüße,
Patrick
Josef-Schwejk schrieb:
Moin,

vor zwei Wochen bin ich erstmals in den Nordwesten gekommen, um mir die neue „Wasserstadt“ anzuschauen. Die Wohneinheiten mit Wasserblick sind sicherlich ganz hübsch, ansonsten sah es aber wie ein typisches modernes, enges und z.T. dunkles Investoren-Projekt aus. Wikipedia spricht von 12.000 geplanten Einwohnern, auch weiter in Richtung Streitstraße ist die Bebauungsdichte hoch. Die gute Anbindung dieser Menschenmassen (ohne Umweg über Spandau-Altstadt) macht sicherlich Sinn, um einen Tunnel unter der Spree wird man dabei aber wohl nicht umherkommen?

Viele Grüße,
Patrck
Oder anders gesagt: Ghetto-Feeling am Wasser zu extrem überteuerten Mieten. Da würde ich nicht geschenkt hinziehen.

MfG die Nordsüd S-Bahn
Josef-Schwejk schrieb:
Moin,

natürlich wäre auch eine Straßenbahn eine Möglichkeit, und natürlich wird sie besser finanzierbar sein. Aber hat sie sonst Vorteile? Alleine in Bezug auf die Reisezeit:

Nehmen wir an, wir wollen vom östlichen Havelufer an der Wasserstadtbrücke in die Innenstadt (= zur Ringbahn). Die Straßenbahn wird vermutlich weitgehend nicht auf eigener Trasse sich im Straßenverkehr mitquälen, stockend an diversen Ampeln und im Spandauer Stau. D.h. ich warte erst auf die Straßenbahn, fahre 10 oder 15 Minuten Tram und muss dann vermutlich nochmals auf die S-Bahn warten, die mich dann zum Ring bringt. Wie lange brauche ich also bis zum Ring, 30, 40 Minuten gesamt? Mit der S-Bahn über die Siemenststadt wäre ich sicher in zehn, maximal 15 Minuten an der Jungfernheide.
Wer spricht denn von der Fahrt über Spandau zur Ringbahn? Die Straßenbahn soll auch den S-Bahnhof Gartenfeld und die U7 (auf stadtwärtiger Seite) anbinden, und die Trasse ist seit den 90er Jahren teilweise vorbereitet. Realistischerweise wäre die Alternative zur Straßenbahn keine S-Bahn (bei der ein positives Kosten-Nutzen-Verhältnis wegen der Havelquerung eben sehr unwahrscheinlich ist), sondern schlicht und einfach Busverkehr.

Bitte nicht missverstehen: ich bin durchaus für eine Kosten-Nutzen-Untersuchung, nur skeptisch, dass sie positiv ausgeht, eben wegen der verdammt aufwändigen Havelquerung. Und eine Lösung Richtung Spandauer Zentrum bräuchte es dann trotzdem. Man sollte nicht vergessen: allein Spandau ist eine eigene Großstadt, doppelt so groß wie Potsdam als größte brandenburgische Stadt. Da gibt es auch viele "interne" Verkehrsströme. Vielliecht läuft's ja am Ende auch auf irgendwelche Mischlösungen hinaus, mit verlängerter S-Bahn (aber nicht über die Havel) und Straßenbahn.

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.04.21 13:25.
"Wer spricht denn von der Fahrt über Spandau zur Ringbahn? Die Straßenbahn soll auch den S-Bahnhof Gartenfeld und die U7 (auf stadtwärtiger Seite) anbinden, und die Trasse ist seit den 90er Jahren teilweise vorbereitet. "

Hallo,

danke für die Klarstellung, das war mir so nicht bekannt!


„Man sollte nicht vergessen: allein Spandau ist eine eigene Großstadt
[…] Vielliecht läuft's ja am Ende auch auf irgendwelche Mischlösungen hinaus, mit verlängerter S-Bahn (aber nicht über die Havel) und Straßenbahn.“

Zustimmung, auch Staaken (edit: Und natürlich Falkensee...) hätte endlich wieder einen besseren Anschluss verdient - gerade auch für die Verkehrsströme (nur) nach Spandau.


Viele Grüße,
Patrick



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.04.21 13:46.
Nord_süd_bahn schrieb:
Oder anders gesagt: Ghetto-Feeling am Wasser zu extrem überteuerten Mieten. Da würde ich nicht geschenkt hinziehen.
Was für eine Wohnform erwartest du? Berlin ist Millionenstadt mit entsprechender Bebauungsdichte. Wenn die ÖV-Anbindung stimmt, ist das noch ein attraktiver Ort zum Wohnen.
Nord_süd_bahn schrieb:
Oder anders gesagt: Ghetto-Feeling am Wasser zu extrem überteuerten Mieten. Da würde ich nicht geschenkt hinziehen.
Wetten, dass da trotzdem alles vermietet/verkuf wird?
Eibacher schrieb:
Nord_süd_bahn schrieb:
Oder anders gesagt: Ghetto-Feeling am Wasser zu extrem überteuerten Mieten. Da würde ich nicht geschenkt hinziehen.
Wetten, dass da trotzdem alles vermietet/verkuf wird?
Leider. In Berlin wirst Du alles los zu jedem Preis.

MfG die Nordsüd S-Bahn
Josef-Schwejk schrieb:
"Wer spricht denn von der Fahrt über Spandau zur Ringbahn? Die Straßenbahn soll auch den S-Bahnhof Gartenfeld und die U7 (auf stadtwärtiger Seite) anbinden, und die Trasse ist seit den 90er Jahren teilweise vorbereitet. "

Hallo,

danke für die Klarstellung, das war mir so nicht bekannt!
[...]

Und ergänzend sei noch gesagt: Zwischen Wasserstadt und S Gartenfeld ist durchgehend Eigentrasse vorgesehen. Für die Insel Gartenfeld läuft aktuell das Bebauungsplanverfahren, das auch die Trasse mit absichert.

Ich bin da, wie def auch, ziemlich skeptisch, was die Verlängerung der Siemensbahn über Gartenfeld hinaus angeht. Zudem ist es auch nicht wirklich sinnvoll die extrem teure Gewässerquerung zu bauen und dann direkt dahinter zu enden. Da einen NKF von 1,0 oder besser hinzubekommen, dürfte schwer werden. Die notwendigen Umbauten in Gartenfeld selbst kommen da ja auch noch hinzu. Wenn die angeleierte Reaktivierung bis Gartenfeld klappt und dort ein Umsteigeknoten, zunächst zum Bus, später zur Straßenbahn, eingerichtet wird, dann wäre das schon ein großer Schritt vorwärts. Mit der S6 wäre man relativ schnell am Hbf und hätte somit die Stadtbahn und die U5 erreicht. Irgendwann geht es dann hoffentlich auch noch weiter zum Potsdamer Platz und Gleisdreieck.
Jay schrieb:
Josef-Schwejk schrieb:
"Wer spricht denn von der Fahrt über Spandau zur Ringbahn? Die Straßenbahn soll auch den S-Bahnhof Gartenfeld und die U7 (auf stadtwärtiger Seite) anbinden, und die Trasse ist seit den 90er Jahren teilweise vorbereitet. "

Hallo,

danke für die Klarstellung, das war mir so nicht bekannt!
[...]
Und ergänzend sei noch gesagt: Zwischen Wasserstadt und S Gartenfeld ist durchgehend Eigentrasse vorgesehen. Für die Insel Gartenfeld läuft aktuell das Bebauungsplanverfahren, das auch die Trasse mit absichert.

Ich bin da, wie def auch, ziemlich skeptisch, was die Verlängerung der Siemensbahn über Gartenfeld hinaus angeht. Zudem ist es auch nicht wirklich sinnvoll die extrem teure Gewässerquerung zu bauen und dann direkt dahinter zu enden. Da einen NKF von 1,0 oder besser hinzubekommen, dürfte schwer werden. Die notwendigen Umbauten in Gartenfeld selbst kommen da ja auch noch hinzu. Wenn die angeleierte Reaktivierung bis Gartenfeld klappt und dort ein Umsteigeknoten, zunächst zum Bus, später zur Straßenbahn, eingerichtet wird, dann wäre das schon ein großer Schritt vorwärts. Mit der S6 wäre man relativ schnell am Hbf und hätte somit die Stadtbahn und die U5 erreicht. Irgendwann geht es dann hoffentlich auch noch weiter zum Potsdamer Platz und Gleisdreieck.
Hinzu kommt, dass sich in der Achse Gartenfeld - Hakenfelde nach meiner Kenntnis auch beträchtliche Altlasten im Boden befinden, weil die Gegend in der Vergangenheit stark von der Industrie genutzt wurde. Beim Bau einer S-Bahn in Tunnellage wäre also auch auf die Entsorgung bzw. Abkapselung toxischer Substanzen zu achten, was die Kosten zusätzlich in die Höhe treiben dürfte.

Weil jedoch die Verkehrsströme von der Wasserstadt Spandau bzw. von Hakenfelde aus ohnehin stark Richtung Rathaus Spandau (S-Bahn, U-Bahn, Busse, Regional- und Fernverkehre, Altstadt) orientiert sind und künftig zusätzlich die Verkehre Richtung Kurt-Schumacher-Platz eine größere Rolle spielen werden, müsste hier die Straßenbahn die beste Lösung sein - zumal die Wasserstadt durch zwei Straßenbahnstrecken auch von der Fläche her besser erschlossen werden könnte als mit einer einzelnen S-Bahnstrecke. Am S-Bahnhof Gartenfeld wäre dann der Schnittpunkt zwischen Straßenbahn und S-Bahn in östlicher Richtung, wo dann auch barrierefrei umgestiegen werden könnte.
Eibacher schrieb:
Wetten, dass da trotzdem alles vermietet/verkuf wird?
Oft verkauft, um dann als Spekulationsobjekt leer zu stehen. Ist mittlerweile ein verbreitetes Problem/Phänomen. Die stehen mit Phantom Mieten in den Büchern, sind für das Geld aber nicht zu vermieten. Kennen mittlerweile weltweit alle Metropolen. Dank Nullzins- Politik sucht das Geld verzweifelt Anlageobjekte.