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Danke eines Hinweis beim Lok-Report "nebenan" habe ich im TED folgende Ausschreibung gefunden:
[ted.europa.eu]

Die NVBW (Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg mbH) hat ein Gutachten zu Alternativen Antrieben in Baden-Württemberg ausgeschrieben, im Wert von 260.000 Euro.

In der Beschreibung heißt es:
Zitat
Aufgrund des Elektrifizierungskonzepts von zahlreichen Bahnstrecken in Baden-Württemberg sollen keine Neufahrzeuge mit Dieselantrieb mehr beschafft werden. Dennoch besteht mittelfristig der Bedarf, neue Fahrzeuge mit alternativen Antrieben auf den nicht elektrifizierten Stecken einzusetzen.

Es ist derzeit offen, ob der Einsatz von elektrischen Zügen mit Oberleitungselektrifizierung, der Einsatz von Wasserstoff-Hybrid- (H2MU), von Oberleitungs-/Batterie-Hybridzügen (BEMU) oder von Dieselhybridzügen wirtschaftlich tragfähig ist. Je nach Option sind an den Strecken spezifische zusätzliche Infrastrukturmaßnahmen erforderlich.

Vor diesem Hintergrund sollen in dieser Untersuchung Erkenntnisse über die technische Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit von Maßnahmen zur Erreichung eines lokal emissionsfreien SPNV auf nicht elektrifizierten Strecken erarbeitet werden. Die Ergebnisse der Studie sollen die Basis für eine integrierte Planung von Fahrzeugeinsatz, Vergabenetzen und Infrastruktur mit den genannten Zielen bilden und den zeitlichen Gesamtrahmen aufzeigen.

Die ausgeschriebene Untersuchung soll, anknüpfend an diese und ggf. weitere geeignete Studien, die spezifische Situation auf den unten genannten Strecken in Baden-Württemberg betrachten und hieraus Empfehlungen für das weitere strategische Vorgehen herausarbeiten. Dort angenommene Kennwerte und Kenngrößen sind auf die spezifischen Verhältnisse der Strecken in Baden-Württemberg zu beziehen.

Interessanter wird es, wenn man die gesamten Unterlagen aufruft:
[www.dtvp.de]
und dort die PDF "Anl 1 LB Ausschr. Alternative Antriebstechnologien v3"

Darin findet man im Teil B Leistungsbeschreibung in den Kapiteln 6 und 7 die interessanten Details.

Die Unterabschnitte lauten:

6 Ausgangslage
6.1 Einführung
6.2 Vorgaben
6.3 Geforderte Ergebnisse je Strecke

7 Aufgaben
AP 1: Grundlagenermittlung
AP 2: Entwicklung Excel-Tool
AP 3 Untersuchung Modellstrecke Pforzheim - Nagold
AP 4 Untersuchung weiterer Strecken in Baden-Württemberg gem. Streckenliste
AP 5: Strategische Empfehlungen
AP 6: Termine/Dokumentation
Option 1: Untersuchung weiterer Strecken
Option 2: Untersuchung der Strecken im Ortenau-Netz
Option 3: Fahrzeitenrechnung

Die Vergabe soll Ende Mai/ Anfang Juni erfolgen, die Ergebnisse sollen nach neun Monaten (also im Frühjahr 2022) abgeliefert werden.

Sollte die Ausschreibung in DSO schon Thema gewesen sein, bitte ich um Nachsicht und um Verschiebung meines Postings.

Nutzen?

geschrieben von: Der nachdenkliche Stromrichter

Datum: 07.04.21 10:27

Guten Tag,

eine weitere Studie, und dann? Was ist 2025 oder 2030 real erfahrbar umgesetzt? Nichts? Ist zwar "alles" studiert, gibt es Gigabyte an Daten was man hätte theoretisch alles machen können, aber real nicht gemacht hat? Wie tatbereit sind die Entscheider wirklich? An dieser Frage wird sich Wohl und Wehe entscheiden.

Freundliche Grüße
Tobias

"Ein Nichts zu sein, tragt es nicht länger - alles zu werden, strömt zuhauf!"
(aus "Die Internationale" | Deutscher Text durch Emil Luckhardt, 1910)

Re: Nutzen?

geschrieben von: junglok13

Datum: 07.04.21 11:01

Naja mittlerweile hat sich die Situation gerade am Fahrzeugmarkt doch bedeutend verändert, im Vergleich zum Stand vor 2 Jahren. Nahezu alle Hersteller bieten mittlerweile Akku, Wasserstoff, aber auch Dieselhybrid an. Da die Abgasrichtlichlinien strenger werden, nicht nur beim PKW, und es deshalb kaum mehr neue reine Diesel mehr geben wird. Ist es nicht verkehrt da mal genau zu untersuchen auf was für ein Pferd man setzt in der nahen Zukunft, Akku, Dieselhybrid oder Wasserstoff, ist es sinnvoll einheitlich, oder doch jede Strecke einzeln zu betrachten, Sonderlösungen in Kauf zu nehmen.
Wobei man natürlich auch sagen könnte, mit etwas selbst Hirn einschalten und die Situation betrachten, steht zumindest für mich der Sieger schon im Vorfeld fest.
Daher natürlich wieso, nochmals ne Studie, wenn man es eigentlich schon weiß. Vermutlich um auf Nummer sicher zu gehen, bzw. den letzten Zweifler zu überzeugen.
Gerade auch mit den Punkt, dass man ja die nächsten Jahre, viel Elektrifizieren wird, insbesondere die Langen, neuralgischen Strecken, bis auf Ausnahmen.
Wenn man dann Linien von den restlichen verbliebenen nichtelektrifizierten Strecken in die jeweiligen Zentren durchbindet, was ja auch wiederum die Wirtschaftlichkeit, den Erfolg der Linien selbst steigert, durch weniger Umstiege, dadurch mehr Fahrgäste, steht der Gewinner im Prinzip schon fest.

Re: Nutzen?

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 07.04.21 11:01

Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
Guten Tag,

eine weitere Studie, und dann? Was ist 2025 oder 2030 real erfahrbar umgesetzt? Nichts? Ist zwar "alles" studiert, gibt es Gigabyte an Daten was man hätte theoretisch alles machen können, aber real nicht gemacht hat? Wie tatbereit sind die Entscheider wirklich? An dieser Frage wird sich Wohl und Wehe entscheiden.

Freundliche Grüße
Tobias
Sehr tatbereit! Aber wenn man das ganze ohne ordentliche Vorbereitung angeht ist es auch nicht richtig.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Nutzen?

geschrieben von: ple

Datum: 07.04.21 11:01

Hallo Tobias,

was gefragt ist, ist eine objektive Bewertung der verschiedenen alternativen Antriebstechnologien unter Einbeziehung der Charakteristika der jeweiligen Strecke. Dazu wird im Rahmen der Studie ein Excel-Tool beauftragt mit dem man im Prinzip jede Strecke nach der ebenfalls zu entwickelnden Methodik bewerten kann um anschließend eine fundierte Entscheidung zu treffen. Bevor man Millionen an Steuergeld für ungeeignete Züge und Infrastruktur in den Sand setzt ist das allemal geboten und außerordentlich vernünftig. Da die Studie einen Zeithorizont von wenigen Monaten hat läuft Deine Kritik bzgl. der Dauer auch völlig ins Leere.

Grüße

Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
Guten Tag,

eine weitere Studie, und dann? Was ist 2025 oder 2030 real erfahrbar umgesetzt? Nichts? Ist zwar "alles" studiert, gibt es Gigabyte an Daten was man hätte theoretisch alles machen können, aber real nicht gemacht hat? Wie tatbereit sind die Entscheider wirklich? An dieser Frage wird sich Wohl und Wehe entscheiden.

Freundliche Grüße
Tobias
Steht eigentlich bei der Nagoldtalbahn Pforzheim – Nagold eine Ausschreibung der Verkehrsleistung an oder warum soll diese Strecke vorgezogen untersucht werden?

Darüber hinaus soll ja explizit auch die Elektrifizierung einer Strecke jeweils mit untersucht werden. Vermutlich vor allem als Vergleichswert für die alternativen Antriebsformen. Vielleicht zeigt die Untersuchung aber ja auch auf, dass eine Elektrifizierung für die ein oder andere Strecke doch vorteilhafter sein könnte. Da die NVBW natürlich nur auf den Nahverkehr schaut ist allerdings fraglich ob dabei auch Nutzen z.B. für Fern-/Güterverkehr oder die Netzresilienz betrachtet werden.

Grüße Mooswälder

Re: Nutzen?

geschrieben von: junglok13

Datum: 07.04.21 11:16

Link Dokumente Downloads
Dort die erste PDF "Anl 1 LB Ausschr. Alternative Antriebstechnologien v3.pdf"
Kann leider keinen Direktlink liefern.

Man muss sich leider wirklich die PDF runterladen und mal insbesondere Seite 13 bis 20 lesen. Dann weiß man erst um was es genau geht.
Eigentlich ziemlich sehr umfassend, was man da plant zu erarbeiten.
Mooswälder schrieb:
Da die NVBW natürlich nur auf den Nahverkehr schaut ist allerdings fraglich ob dabei auch Nutzen z.B. für Fern-/Güterverkehr oder die Netzresilienz betrachtet werden.
Aber die wird doch aktuell generell nicht beachtet. Der Bund hat keine Interresse an Elektrifizierungen, aktuell, auch wenn man es anders kommuniziert, die Gesetzeslage aktuell sagt klar etwas anderes. Da müssten diesbzgl. Vorgaben; Gesetze geändert werden, denn genau dies wird auch beim Bund nicht gemacht, da auf Alles zu schauen Güterverkehr, Fern- und Nahverkehr.

Aktuell lautet die Dioptrin des Bundes Fernverkehr, oder Güterverkehr, oder Nahverkehr, alles zusammen wird überhauptgarnicht betrachtet. Erst am Schluss in der Feinuntersuchung wenn es dann um die Wirtschaftlichkeit geht, wird alles 3 zusammen schön gerechnet. Aber am Anfang ist stets aktuell das ODER nicht das UND, weil dann wiederum unterschieldiche Finanztöpfe und Behörden Zuständig sind. Für Fernverkehr der Bund mit dem BVWP, beim Nahverkher das Land über das GEVG, und beim Güterverkehr über Scheuers Lastmile Elektrifizierungsprogramm.
PS: Ich hoff die Abkürzungen stimmen einigermaßen.
junglok13 schrieb:

PS: Ich hoff die Abkürzungen stimmen einigermaßen.

Fast. Es muss heißen Dioptrien.
Und davon habe ich am linken Brillenglas +5,5 und am rechten +2,0

Es grüßt Euch
Karl

Auf den Strecken sehe ich perspektivisch kaum Güterverkehr.

geschrieben von: VT

Datum: 07.04.21 12:04

Naja auf den Strecken der Untersuchung fällt es mir aber sehr schwer einen Bedarf an Güterverkehr selbst für potentielle Umleiter zu finden. Zumindest einen der so groß ist, dass man da elektrisch fahren muss.

Für die Hohenlohebahn müsste für Güterverkehr noch mehr gemacht werden als nur die Oberleitung aufgehängt.

Die Main-Tauber-Bahnen haben zwar eine hohe Streckenklasse, aber als Umleiter für die Strecke über Heigenbrücken doch eher ungeeignet. Eventuell und mit viel Phantasie, die ich zeitweise habe, für einen Güterzug von der Südbahn auf die Schnellfahrstrecke. Vielleicht auch von Heilbronn nach Norden um die Knoten in Mannheim und Würzburg zu entlasten. Realisieren sehe ich das aber nicht. Für die Schrozberger Rampe kann man eventuell von den Erfahrungen aus dem Betrieb Hausach -Freudenstadt profitieren.

Für Immendingen-Tuttlingen bin ich eigentlich auch von einer gesetzten Elektrifizierung ausgegangen um beim Ringzug einen einheitlichen Fuhrpark zu haben. Güterverkehr sehr ich dort aber auch keinen. Aktuell vielleicht wegen der Sperrung im Schwarzwald für den Schwenninger Tankzug. Aber mit der elektrischen Alemannenbahn hat sich das auch erledigt.

Horb-Tübingen als potentielle Umleitungsstrecke steht übrigens nicht drin. Ich gehe davon aus, dass man sich einige ist, dass dort eine Oberleitung am sinnvollsten ist.

Hausach-Freudenstadt war glaube ich auch was, dass man dort die Tunnel so saniert hat, dass man da kaum was anderes durchbekommen kann als das was da gerade fährt.

Die Hochrheinbahn wird elektrisch und sonst fallen mir gerade wenige Strecken ein die man für die Netzresilenz unbedingt elektrisch haben muss.
Schranke 17 schrieb:
junglok13 schrieb:
PS: Ich hoff die Abkürzungen stimmen einigermaßen.
Fast. Es muss heißen Dioptrien.
Und davon habe ich am linken Brillenglas +5,5 und am rechten +2,0
Ich denke es heißt sogar Doktrin
VT schrieb:
Für Immendingen-Tuttlingen bin ich eigentlich auch von einer gesetzten Elektrifizierung ausgegangen um beim Ringzug einen einheitlichen Fuhrpark zu haben.
Man kann den Ringzug ja auch in verschiedenste Netze aufteilen.

Im D-Takt Entwurf 3 ist der Ringzug zB auch auf viele einzellinien aufgebrochen:

1 RB Rottweil-Villingen als Verlängerung BSB
2 RB Vollingen - Bräunlingen
3 RB Trassingen
4 RB Rottweil - Tuttlingen
5 RB Friedingen - Blumberg (vermutlich keine E-Traktion).

2-4 kann man zu einen Netz (vielleicht mit den Seehas oder der BSB) zusammenschließen

5 könnte man zu den vielen anderen Ex-Dieselnetzen auf der Alb hinzuschlagen.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.04.21 12:47.

Re: Nutzen? Da würde einem sofort jede Menge einfallen

geschrieben von: bollisee

Datum: 07.04.21 18:13

Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:Zitat:
eine weitere Studie, und dann? Was ist 2025 oder 2030 real erfahrbar umgesetzt? Nichts? Ist zwar "alles" studiert, gibt es Gigabyte an Daten was man hätte theoretisch alles machen können, aber real nicht gemacht hat? Wie tatbereit sind die Entscheider wirklich? An dieser Frage wird sich Wohl und Wehe entscheiden.
Da fällt einem sofort die eine oder andere Anwendung ein. Zu erst wird ja in der Ortenau und nach Freudenstadt ohnehin damit gearbeitet werden.

Rekuperationsstrom selbst verwenden, statt sich miserabel vergüten lassen (brachte rund um Düren ja sogar einen ganz knappen Vorsprung gegenüber Fahrdraht, weil man Nullvergütung annahm). Wäre also ein netter Nebeneffekt.

Laden unter Fahrdraht ist natürlich ein Vorteil gegenüber dem rollenden Bleiakku 515.

Und dann gäbe es da einige Relationen, auf denen es sinnvoll wäre. Beispielsweise könntest Du bei einigen Strecken Dieseln unter Fahrdraht vermeiden, ohne dass der sofort verlängert wird. Gerade erst hat Stadler den eigenen Triebwagen auf 185 km Reichweite spezifiziert. Wahrscheinlich geht es nicht allzulange, da reden wir von der doppelten Strecke...

Also nur ganz kurz nachgedacht, was liegt in der Umgebung:

- Ulm-Tuttlingen sind 134 km, dort eine kurze Strominsel für Dürstende und zum Beschleunigen... dann 8 saftlose Kilometer und noch mal 17 km mit Saft bis Donaueschingen. Da kannst den Diesel schon mal aufs Altenteil schicken.
- Ringzug, der ist ein Flickwerk, Bräunlingen--3 km Diesel--Hüfingen--17 km Oberleitung--Villingen--27 km Diesel--Rottweil--27 km Oberleitung--Tuttlingen--8 km Diesel--Immendingen--4 km Oberleitung--Hintschingen--15 km Diesel--Blumberg-Zollhaus hier dieseln momentan 650er
- Aulendorf-Kisslegg an beiden Enden Fahrdraht
- Horb-Tübingen, Überbrückung bis zur Elektrifizierung
- Radolfzell-Friedrichshafen Regionalbahn, die 622er sind völlig überfordert, Laden an beiden Streckenenden
- Basel--75 km Diesel--Erzingen--55 km Oberleitung--Radolfzell--58 km Diesel--Friedrichshafen (alternativ Lindau oder Ulm mit Oberleitung) oder alternativ Basel--75 km Diesel--Erzingen--117 km Oberleitung--St.Gallen/Herisau

Nicht einmal bis zum Horizont musste ich schauen... und das, obwohl zwei komplett elektrifizierte Gegenden anschließen. Und dann wäre da noch Nordwürttemberg mit einigen Strecken. Dabei kann man an den wichtigen Stellen bereits jetzt anfangen mit kaufen und später bei Elektrifizierung die Fahrzeuge weitergeben...

Bitte auch auf Rechtschreibung achten😊

geschrieben von: fdl12

Datum: 07.04.21 18:41

glx schrieb:
VT schrieb:
Für Immendingen-Tuttlingen bin ich eigentlich auch von einer gesetzten Elektrifizierung ausgegangen um beim Ringzug einen einheitlichen Fuhrpark zu haben.
Man kann den Ringzug ja auch in verschiedenste Netze aufteilen.

Im D-Takt Entwurf 3 ist der Ringzug zB auch auf viele einzellinien aufgebrochen:

1 RB Rottweil-Villingen als Verlängerung BSB
2 RB Vollingen - Bräunlingen
3 RB Trassingen
4 RB Rottweil - Tuttlingen
5 RB Friedingen - Blumberg (vermutlich keine E-Traktion).

2-4 kann man zu einen Netz (vielleicht mit den Seehas oder der BSB) zusammenschließen

5 könnte man zu den vielen anderen Ex-Dieselnetzen auf der Alb hinzuschlagen.
Hallo glx,

jetzt hast du dreimal Edith zur Hilfe genommen, und immer noch nicht gemerkt dass es die Städte ( ja alle haben das Stadtrecht🧐) Vollingen, Trassingen und Friedingen in dieser Schreibweise nicht gibt.
Schau doch bitte beim editieren auch mal auf die Rechtschreibung, ist ja nicht so, dass du dich nicht mehr mit deinem Post beschäftigt hast. 😉

Grüßle Frank

Edit: wie war das mir Glashaus und Steinen?🤦‍♂️
Habe Titel angepasst 😊



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.04.21 19:00.
Guten Abend an den See,

da sind wir uns wohl beide einig, dass und wo es noch große Potentiale für Verbesserungen im SPNV in Baden-Württemberg gibt. Das war nicht die Fragestellung. Die Sorge muss dieser Tage, sei es bei Fahrzeug- und Betriebskonzepten wie auch bei möglichen Reaktivierungen von Strecken, lauten: Es wurde alles studiert, es gibt Gigabytes von Daten was alles machbar wäre, und auf welche Art und Weise. Nur, Haken an der Sache: das ist alles wertlos, wenn es keiner macht!

Und ob und was gemacht wird, das bleibt noch abzuwarten. Persönlich bin ich skeptisch - aber für Überraschungen offen.

Freundliche Grüße
Tobias

"Ein Nichts zu sein, tragt es nicht länger - alles zu werden, strömt zuhauf!"
(aus "Die Internationale" | Deutscher Text durch Emil Luckhardt, 1910)

Re: Dazu dürfte wohl die Studie entworfen worden sein

geschrieben von: bollisee

Datum: 07.04.21 19:33

Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
Guten Abend an den See,

da sind wir uns wohl beide einig, dass und wo es noch große Potentiale für Verbesserungen im SPNV in Baden-Württemberg gibt. Das war nicht die Fragestellung. Die Sorge muss dieser Tage, sei es bei Fahrzeug- und Betriebskonzepten wie auch bei möglichen Reaktivierungen von Strecken, lauten: Es wurde alles studiert, es gibt Gigabytes von Daten was alles machbar wäre, und auf welche Art und Weise. Nur, Haken an der Sache: das ist alles wertlos, wenn es keiner macht!

Und ob und was gemacht wird, das bleibt noch abzuwarten. Persönlich bin ich skeptisch - aber für Überraschungen offen.

Freundliche Grüße
Tobias
Was konkret draus gemacht wird, steht auf einem anderen Blatt. Ich sehe aber schon die Dringlichkeit, damit nicht immer mehr Diesel-Lint angeschafft werden müssen. Also schon so eine Art Notbremse. Insofern sehe ich auch die Stillegung oder den Verkauf der vielen 650er zum jetzigen Zeitpunkt als problematisch. So bindet man sich den Diesel noch viele Jahre ans Bein...

Re: Nutzen? Da würde einem sofort jede Menge einfallen

geschrieben von: 146 227

Datum: 07.04.21 19:35

bollisee schrieb:

Also nur ganz kurz nachgedacht, was liegt in der Umgebung:

- Ulm-Tuttlingen sind 134 km, dort eine kurze Strominsel für Dürstende und zum Beschleunigen... dann 8 saftlose Kilometer und noch mal 17 km mit Saft bis Donaueschingen. Da kannst den Diesel schon mal aufs Altenteil schicken.
- Ringzug, der ist ein Flickwerk, Bräunlingen--3 km Diesel--Hüfingen--17 km Oberleitung--Villingen--27 km Diesel--Rottweil--27 km Oberleitung--Tuttlingen--8 km Diesel--Immendingen--4 km Oberleitung--Hintschingen--15 km Diesel--Blumberg-Zollhaus hier dieseln momentan 650er
- Aulendorf-Kisslegg an beiden Enden Fahrdraht
- Horb-Tübingen, Überbrückung bis zur Elektrifizierung
- Radolfzell-Friedrichshafen Regionalbahn, die 622er sind völlig überfordert, Laden an beiden Streckenenden

- Basel--75 km Diesel--Erzingen--55 km Oberleitung--Radolfzell--58 km Diesel--Friedrichshafen (alternativ Lindau oder Ulm mit Oberleitung) oder alternativ Basel--75 km Diesel--Erzingen--117 km Oberleitung--St.Gallen/Herisau

Nicht einmal bis zum Horizont musste ich schauen... und das, obwohl zwei komplett elektrifizierte Gegenden anschließen. Und dann wäre da noch Nordwürttemberg mit einigen Strecken. Dabei kann man an den wichtigen Stellen bereits jetzt anfangen mit kaufen und später bei Elektrifizierung die Fahrzeuge weitergeben...
Grün = Elektrifizierung gemäß Landeskonzept und Sinnhaftigkeit, Brennstoffzellentechnologie scheidet einfach aus- Akku ist wenn überhaupt eine kurzzeitige Übergangslösung aber keine Dauerlösung.

Bleibt Aulendorf - Kißlegg und Ulm - Tuttlingen. Für Aulendorf - Kißlegg sehe ich ehrlichgesagt (Weiterführung bis Sigmaringen) je nach Entwicklung der Donautalbahn Akku-Betrieb als Sinnvoll an. Insgesamt ist das die Alternative für solche Strecken. Brennstoffzellen sind vllt. für Freizeitverkehre (Biber, Räuber, Moorbahn) oder wirklich große Strecken (Taubertal/Teile vom Westfrankenbahn-Netz) geeignet.
Ulm - Tuttlingen sehe ich auch Akku warum?

Ulm - Munderkingen (-Riedlingen) soll Teil der Regio S-Bahn Donau/Iller werden, wenn der Alb-Donau-Kreis mitmacht wird es in ca. 2 Jahren den 30-Takt bis Blaubeuren geben. Beim Ringzug wird ebenfalls elektrifiziert bis Fridingen so das Donaueschingen - Fridingen elektrisch wäre. In Sigmaringen kommt die Oberleitung aus Albstadt an (Großteil Kommunalzahler "man will ja den Direktzug nach Stuggi nicht verlieren") je nach Versorgungssituation muss die OL bis Herbertingen (Bahnstromversorgungsmöglichkeit) verlängert werden. Dann wäre die Strecke mit 2 Diesel-Inseln ausgestattet und wenn die RS D/I bis Riedlingen verkehrt kann man gleich bis Herbertingen elektrifizieren oder muss es sogar.. und Fridingen - Inzigkofen ist dann ja wohl Pflicht.. muss aber primär das Land blechen aber gut kostet ja auch nicht die Welt und soo viele Klagen wird es da nicht geben schließlich wohnt da ja keiner. (Aber Zeithorizont sind sicher 10 Jahre -> deshalb Akku)

So und nun weiß jeder was übrig bleibt wie oben erwähnt und das könnte durchaus mit Brennstoffzelle gefahren werden. Selbst Horb - Pforzheim ist sehr knapp, wenn man nach Nagold einen Zug schickt (aus ri. Gäubahn elektrisch) dann kann man da auch Akku umsetzten. Heißt zusammengefasst was keine Fahrleitung hat zukünftig -> 80% Akku 20% Brennstoffzelle.
Gruß

Next Stop Frankfurt Airport Long distance Trains
Grüßli Müsli

Bin mal gespannt, wer den Auftrag kriegt

geschrieben von: ThomasR

Datum: 07.04.21 19:43

Da kommt ja gerne der Berater zum Zuge, der das politisch wohlgelittenste Gutachten liefert.

Re: Nutzen? Da würde einem sofort jede Menge einfallen

geschrieben von: glx

Datum: 07.04.21 19:46

146 227 schrieb:
Ulm - Munderkingen (-Riedlingen) soll Teil der Regio S-Bahn Donau/Iller werden, wenn der Alb-Donau-Kreis mitmacht wird es in ca. 2 Jahren den 30-Takt bis Blaubeuren geben. Beim Ringzug wird ebenfalls elektrifiziert bis Fridingen so das Donaueschingen - Fridingen elektrisch wäre. In Sigmaringen kommt die Oberleitung aus Albstadt an (Großteil Kommunalzahler "man will ja den Direktzug nach Stuggi nicht verlieren") je nach Versorgungssituation muss die OL bis Herbertingen (Bahnstromversorgungsmöglichkeit) verlängert werden. Dann wäre die Strecke mit 2 Diesel-Inseln ausgestattet und wenn die RS D/I bis Riedlingen verkehrt kann man gleich bis Herbertingen elektrifizieren oder muss es sogar.. und Fridingen - Inzigkofen ist dann ja wohl Pflicht.. muss aber primär das Land blechen aber gut kostet ja auch nicht die Welt und soo viele Klagen wird es da nicht geben schließlich wohnt da ja keiner. (Aber Zeithorizont sind sicher 10 Jahre -> deshalb Akku)
Die Streckenabschnitte
Ulm – Munderkingen
Munderkingen – Herbertingen
Sigmaringen – Fridingen
Fridingen – Tuttlingen
Immendingen – Tuttlingen
Hintschingen – Geisingen-Leipferdingen und weiter nach Blumberg-Riedöschingen

sollen nun alle erst mal für alternative Antriebe untersucht werden, nach obrigen Link...

Re: Nutzen? Da würde einem sofort jede Menge einfallen

geschrieben von: VT

Datum: 07.04.21 20:25

146 227 schrieb:
Brennstoffzellen sind vllt. für Freizeitverkehre (Biber, Räuber, Moorbahn) oder wirklich große Strecken (Taubertal/Teile vom Westfrankenbahn-Netz) geeignet.

Bei mittlerweile über 100 km Reichweite und einer Ladedauer von sieben Minuten sehe ich da auch keine Brennstoffzelle. Da reicht notfalls Lauda-Königshofen zum Laden. Die Brennstoffzelle will man vor Ort auch nicht, haben die Kreisräte irgendwann in der Vergangenheit beschlossen.

Mehr verwundert mich, dass man jetzt auf einmal Recht teure Fahrzeuge will, während bei der letzten Ausschreibung sogar Gebrauchtfahrzeuge zulässig waren. Nicht dass ich mit dem Ergebnis unzufrieden wäre. Im Gegenteil ich finde die WFB-Desiro so ziemlich das Beste was im Bwegten Nahverkehr als Triebwagen unterwegs ist. Wundern tut es mich in dem Kontext aber schon.
Hallo,

mal abgesehen davon was heute mit Abgasreinigungstechologie so möglich ist, ist der Dieselmotor Leistungs- und Haltbarkeitserprobt.

Der Wasserstoff für Brennstoffzellenantriebe wird heute zu weit über 90% aus Erdgas gewonnen, nicht per Elektrolyse. Bei der Gewinnung aus Erdgas entsteht neben CO² vor allem Stickoxid ein sehr viel schädlicheres Umweltgift. Brennstoffzellen Antrieb ist nur dann wirklich Ökologisch sinnvoll, wenn der Wasserstoff als Abfallprodukt in der chemischen Industrie entstehet, bzw bei der Rohölverarbeitung.

Beim Akkuantrieb sieht es leider nicht viel besser aus, was die Ökobilanz angeht, wenn man die gesamte Wirkungskette betrachtet, für moderne haltbare Akkus werden die sogenannten "seltenen Erden" benötigt. Diese werden in Südamerika gewonnen, wo dafür unwiederbringlich Regenwald zerstört wird und die idigene Bevölkerung und die Tierwelt XXXXXXXXX (das Wort vertrieben ist eine unverhaltnismäßige Untertreibung für das was dort passiert) um an das Land zu kommen. Die giftigen Reststoffe werden in die Flüsse und das Meer gespült. In Afrika werden die dortigen seltenen Erden mit moderner Sklaverei gewonnen, die hoch giftigen Reststoffe werden auch hier in Flüsse bzw ins Meer entsorgt. Mal abgesehen davon, dass die Akkus wohl kaum einige Millionen Ladezyklen die so im Laufe eines Fahrzeuglebens entstehen überleben werden. Man wird die Akkus regelmäßig austauschen müssen, die billigste Art Akkus zu entsorgen ist die nach Afrika zu verschiffen, dort werden die von Jugendlichen unter Lebensgefahr mit Bezin übergossen und angezündet, das was nach dem verbrennen übrig bleibt ist Metall, was sich verkaufen lässt, dass die Jugendlichen dabei hoch giftige Säure- und Bleidämpfe einatmen zerstört ja deren Lungen, nicht unsere und das freigesetzte CO² zerstört nicht unserer Ökobilanz.

Nur weil dann bei uns kein Diesel mehr verbrannt wird, ist die Ökobilanz und die sozialen Folgen nicht zwingend harmloser, so traurig das ist. Transport bedingt immer eine Umweltbelastung und eine gewisse Umweltzerstörung, das ist auch so lange es einen Sinn hat und in begrenzten Mengen geschieht auch nicht verwerflich, nur wil etwas Ökologisch erscheint, ist es das nicht zwingend.

Übrigens ist auch Strom aus "erneuerbaren" Energien nicht zwingend besser für die Umwelt, wenn man für die Windräder nämlich die Wälder rodet um die Windräder auf zu stellen und um die Technik zu erstellen, ist das nicht zwingend besser wie Kohle zu verbrennen, weil die Bäume die dort mal standen können nie mehr CO² aus der Atmosphäre filtern. Zu glauben dass wir dauerhaft unseren immer größeren Strombedarf aus immer mehr erneuerbaren Energiequellen decken können ist eine reine Illusion, bzw sehr naiv.
"Die Sorge muss dieser Tage, sei es bei Fahrzeug- und Betriebskonzepten wie auch bei möglichen Reaktivierungen von Strecken, lauten: Es wurde alles studiert, es gibt Gigabytes von Daten was alles machbar wäre, und auf welche Art und Weise. Nur, Haken an der Sache: das ist alles wertlos, wenn es keiner macht!"

Also,

wenn ich mir alleine in diesem Thread anschaue, wie hingebungsvoll über die richtige Antriebstechnologie auf dieser oder jener Strecke diskutiert wird, scheint ein überstürztes Handeln oder die Festlegung auf eine Technologie tatsächlich nicht geboten.

Oder anderes: lieber ein, zwei Jahre eine fundierte Entscheidungsgrundlage erarbeiten als sich nachher für 25 Jahre vorwerfen lassen zu müssen, vorschnell auf´s falsche Pferd gesetzt zu haben. Denn das würde dem Land als allererstes von den Experten hier im Forum um die Ohren gehauen werden.

Gruß

Heiko

Urlaub nur im eigenen Bundesland?
Viele Grüße nach Bremen! Und die Hamburger fahren alle auf ihre Insel Neuwerk.
Wessex Trains schrieb:
Hallo,

mal abgesehen davon was heute mit Abgasreinigungstechologie so möglich ist, ist der Dieselmotor Leistungs- und Haltbarkeitserprobt.

Der Wasserstoff für Brennstoffzellenantriebe wird heute zu weit über 90% aus Erdgas gewonnen, nicht per Elektrolyse. Bei der Gewinnung aus Erdgas entsteht neben CO² vor allem Stickoxid ein sehr viel schädlicheres Umweltgift. Brennstoffzellen Antrieb ist nur dann wirklich Ökologisch sinnvoll, wenn der Wasserstoff als Abfallprodukt in der chemischen Industrie entstehet, bzw bei der Rohölverarbeitung.

Beim Akkuantrieb sieht es leider nicht viel besser aus, was die Ökobilanz angeht, wenn man die gesamte Wirkungskette betrachtet, für moderne haltbare Akkus werden die sogenannten "seltenen Erden" benötigt. Diese werden in Südamerika gewonnen, wo dafür unwiederbringlich Regenwald zerstört wird und die idigene Bevölkerung und die Tierwelt XXXXXXXXX (das Wort vertrieben ist eine unverhaltnismäßige Untertreibung für das was dort passiert) um an das Land zu kommen. Die giftigen Reststoffe werden in die Flüsse und das Meer gespült. In Afrika werden die dortigen seltenen Erden mit moderner Sklaverei gewonnen, die hoch giftigen Reststoffe werden auch hier in Flüsse bzw ins Meer entsorgt. Mal abgesehen davon, dass die Akkus wohl kaum einige Millionen Ladezyklen die so im Laufe eines Fahrzeuglebens entstehen überleben werden. Man wird die Akkus regelmäßig austauschen müssen, die billigste Art Akkus zu entsorgen ist die nach Afrika zu verschiffen, dort werden die von Jugendlichen unter Lebensgefahr mit Bezin übergossen und angezündet, das was nach dem verbrennen übrig bleibt ist Metall, was sich verkaufen lässt, dass die Jugendlichen dabei hoch giftige Säure- und Bleidämpfe einatmen zerstört ja deren Lungen, nicht unsere und das freigesetzte CO² zerstört nicht unserer Ökobilanz.
Wenn ich mir Nigeria oder die Zustände in der Golfregion oder Dubai so anschaue ist's da mit dem Erdöl auch nicht besser. Von dem her...

Derzeit entwickeln sich sich die Siedlungsstrukturen, zumindest in den Gegenden in denen sich die Menschen Mobilität leisten können, immer mehr zu dicht besiedelten Megacitys. Fahrzeuge mit lokalen Emissionen sind in diesen Agglomerationen immer weniger Marktfähig. Hier geht es tatsächlich um die lokale Luftreinhaltung und die Volksgesundheit. Da ist der Verbrenner irgendwann einfach raus. Bei VW gehen vier von neun Autos nach China. Die deutsche Sichtweise und erst Recht die deutsche Politik spielt da keine Rolle. Sich vom deutschen Markt leiten zu lassen ist der sichere Weg in die Bedeutungslosigkeit. Dazu ist der viel zu klein.
Berlin ist übrigens keine Großstadt sondern schon im Vergleich mit Istanbul ein besseres Dorf. Den Vergleich mit asiatischen Großstädten können wir uns gleich ganz schenken.
Der Zeuge Desiros schrieb:
wenn ich mir alleine in diesem Thread anschaue, wie hingebungsvoll über die richtige Antriebstechnologie auf dieser oder jener Strecke diskutiert wird, scheint ein überstürztes Handeln oder die Festlegung auf eine Technologie tatsächlich nicht geboten.

Oder anderes: lieber ein, zwei Jahre eine fundierte Entscheidungsgrundlage erarbeiten als sich nachher für 25 Jahre vorwerfen lassen zu müssen, vorschnell auf´s falsche Pferd gesetzt zu haben. Denn das würde dem Land als allererstes von den Experten hier im Forum um die Ohren gehauen werden.

Guten Abend Heiko,

mal von der (physikalischen) Binsenweisheit abgesehen, dass der E-Antrieb dem Diesel vom Wirkungsgrad her nicht nur ein bisschen überlegen ist, hast du ja Recht: es ist nicht von Nachteil, fundiertes Wissen und ausgearbeitete Konzepte zu haben. Das stelle ich gar nicht in Frage.

Meine Sorge ist tatsächlich alleine jene, dass man "hinterher" (= nach den Studien) zwar alles und noch was weiß, und somit die Beurteilung der erfolgversprechendsten Bindung überhaupt kein Problem mehr ist - und dann bleibt alles liegen. Weil gerade kein Geld, kein Interesse, beides, was auch immer sonst noch. Wir alle erleben doch wieder und wieder, wie lange selbst die sinnvollsten Ideen in Deutschland bis zur Umsetzung brauchen. Ich glaube nur nicht daran, dass wir (noch) Ewigkeiten an Zeit für alles haben.

Viele Grüße
Tobias

"Ein Nichts zu sein, tragt es nicht länger - alles zu werden, strömt zuhauf!"
(aus "Die Internationale" | Deutscher Text durch Emil Luckhardt, 1910)

Wessex Trains schrieb:
Zitat
Der Wasserstoff für Brennstoffzellenantriebe wird heute zu weit über 90% aus Erdgas gewonnen, nicht per Elektrolyse. Bei der Gewinnung aus Erdgas entsteht neben CO² vor allem Stickoxid ein sehr viel schädlicheres Umweltgift. Brennstoffzellen Antrieb ist nur dann wirklich Ökologisch sinnvoll, wenn der Wasserstoff als Abfallprodukt in der chemischen Industrie entstehet, bzw bei der Rohölverarbeitung.
Bis 2030 ist vorgesehen 5GW Erzeugungsleistung für Offshore Wasserstoffkapazitäten aufzubauen. Die ersten Ausschreibungen sollen nächstes Jahr abgeschlossen werden. Darüber hinaus ist Wasserstoff als Nebenprodukt der chemischen Industrie bereits heute verfügbar.

Zitat
Beim Akkuantrieb sieht es leider nicht viel besser aus, was die Ökobilanz angeht, wenn man die gesamte Wirkungskette betrachtet, für moderne haltbare Akkus werden die sogenannten "seltenen Erden" benötigt. Diese werden in Südamerika gewonnen, wo dafür unwiederbringlich Regenwald zerstört wird und die idigene Bevölkerung und die Tierwelt XXXXXXXXX (das Wort vertrieben ist eine unverhaltnismäßige Untertreibung für das was dort passiert) um an das Land zu kommen. Die giftigen Reststoffe werden in die Flüsse und das Meer gespült.
Die seltenen Erden werden weit überwiegend nicht in Südamerika abgebaut. Führend ist hier mit großem Abstand China. Aber auch Australien hat größere Vorkommen. Ggf. meinen Sie Lithium. Das aber wird neben Australien vor allem in der Atacama-Wüste in Chile und Argentinien gewonnen. Regenwald geht hierbei jedenfalls nicht verloren.

Zitat
Übrigens ist auch Strom aus "erneuerbaren" Energien nicht zwingend besser für die Umwelt, wenn man für die Windräder nämlich die Wälder rodet um die Windräder auf zu stellen und um die Technik zu erstellen, ist das nicht zwingend besser wie Kohle zu verbrennen, weil die Bäume die dort mal standen können nie mehr CO² aus der Atmosphäre filtern. Zu glauben dass wir dauerhaft unseren immer größeren Strombedarf aus immer mehr erneuerbaren Energiequellen decken können ist eine reine Illusion, bzw sehr naiv.
Vieles davon ist reiner Unsinn.
Jetzt wird es völlig abstrus. Die Abholzung von Waldflächen für Windkraftanlagen in Deutschland ist für das Klima völlig unbedeutend. Falls das Holz weiterverwendet wird und Ausgleichsflächen für die Wiederaufforstung geschaffen werden, kann es sogar CO²-neutral sein. Außerdem werden auch für Braunkohle Bäume gefällt (Stichwort Hambacher Forst).
Darüber hinaus stimmt es zwar, dass derzeit eine vollständige Deckung des Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen ohne nennenswerten Anteil von Wasserkraft, Atomkraft oder Geothermie praktisch nicht möglich ist. Entsprechende Lösungen z.B. Batteriespeicher, grüner Wasserstoff und der Ausbau der Versorgungsnetze sind aber ins Auge gefasst und werden z.T. bereits umgesetzt. Ich denke aber darauf wollen Sie gar nicht hinaus. Ihr Beitrag ist leider nur reine Polemik.
Den Kohlenstoff (Erdöl, -gas, Kohle) aus dem Boden einfach weiter in die Atmosphäre zu blasen kann langfristig jedenfalls keine Lösung sein.

Grüße Mooswälder

Re: Bin mal gespannt, wer den Auftrag kriegt

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 07.04.21 22:43

ThomasR schrieb:
Da kommt ja gerne der Berater zum Zuge, der das politisch wohlgelittenste Gutachten liefert.
Das wohlgelittenste Ergebnis ist das Optimum im Kosten-Nutzen für den ÖPNV rauszufinden.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
mal von der (physikalischen) Binsenweisheit abgesehen, dass der E-Antrieb dem Diesel vom Wirkungsgrad her nicht nur ein bisschen überlegen ist, hast du ja Recht: es ist nicht von Nachteil, fundiertes Wissen und ausgearbeitete Konzepte zu haben. Das stelle ich gar nicht in Frage.

Und warum trittst du die Sache trotzdem zum dritten Mal in diesem Thema breit, wenn du gar nichts gegen die Studie hast? Wenn davon tatsächlich in einigen Jahren nichts umgesetzt sein sollte, kannst du dich in Zukunft ja nochmal beschweren, aber welchen Nutzen hat nun das vorgezogene Lamentieren?

LG

http://www.bilder-hochladen.net/files/ii7i-e9-3cf1.jpg
Supercity schrieb:
Und warum trittst du die Sache trotzdem zum dritten Mal in diesem Thema breit, wenn du gar nichts gegen die Studie hast? Wenn davon tatsächlich in einigen Jahren nichts umgesetzt sein sollte, kannst du dich in Zukunft ja nochmal beschweren, aber welchen Nutzen hat nun das vorgezogene Lamentieren?

Guten Tag Supercity,

das klingt auf DSO jetzt komisch, ist aber so: ich gehöre weder zu der Fraktion, die mit dem Auto an der Strecke zum Fuzzen entlang rödelt noch zu den Epoche-III-Fans für die jegliche Neuerungen nur Unheil bringen. Nein, ich bin tatsächlich auf meinen beruflichen wie privaten Wegen auch 2021 immer per Bahn unterwegs. Und deswegen auch höchst interessiert daran, dass das Angebot auf Schienen so gut wie nur irgend möglich ist, heute und in Zu(g)kunft.

Natürlich steht es allen frei, den politischen Verlautbarungen zu vertrauen und fröhlich auf die Realisierung all der Studien und Gutachten zu warten. Ich persönlich habe leider da ein nur sehr geringes Vertrauen und hacke deshalb auch weiter darauf herum, dass von Studien allein noch kein einziger Zug real auf die Schiene kommt. Entscheidend ist aber auf der Schiene, und nur das Bessere kann letztlich darüber befinden, was wirklich gut ist. Es gab mal eine Zeit in Baden-Württemberg, da ist gerade aus der Ungeduld Dinge besser als andere machen zu wollen, dieses komische Dingens namens "Fortschritt" entstanden. Heute reicht "bisschen besser" und den Rest dann vielleicht später schon aus?

Mir offensichtlich (noch?) nicht, auch wenn das empfindsame Seelen ermüdend finden mögen.

Drei Takte Orgel, Amen.

Freundliche Grüße
Tobias

"Ein Nichts zu sein, tragt es nicht länger - alles zu werden, strömt zuhauf!"
(aus "Die Internationale" | Deutscher Text durch Emil Luckhardt, 1910)

Re: Nutzen?

geschrieben von: bauigel

Datum: 08.04.21 13:13

ple schrieb:
dazu wird im Rahmen der Studie ein Excel-Tool beauftragt mit dem man im Prinzip jede Strecke nach der ebenfalls zu entwickelnden Methodik bewerten kann um anschließend eine fundierte Entscheidung zu treffen.
Wäre nicht das erste Mal, dass dann aus einer rund 200-seitigen Studie ein fest verformeltes Excel-Tool mit 5 Eingabewerten wird, nach dem Motto "grober Klotz, grober Keil - und so weiter..."
Wessex Trains schrieb:
Hallo,

mal abgesehen davon was heute mit Abgasreinigungstechologie so möglich ist, ist der Dieselmotor Leistungs- und Haltbarkeitserprobt.

Der Wasserstoff für Brennstoffzellenantriebe wird heute zu weit über 90% aus Erdgas gewonnen, nicht per Elektrolyse. Bei der Gewinnung aus Erdgas entsteht neben CO² vor allem Stickoxid ein sehr viel schädlicheres Umweltgift. Brennstoffzellen Antrieb ist nur dann wirklich Ökologisch sinnvoll, wenn der Wasserstoff als Abfallprodukt in der chemischen Industrie entstehet, bzw bei der Rohölverarbeitung.

Beim Akkuantrieb sieht es leider nicht viel besser aus, was die Ökobilanz angeht, wenn man die gesamte Wirkungskette betrachtet, für moderne haltbare Akkus werden die sogenannten "seltenen Erden" benötigt. Diese werden in Südamerika gewonnen, wo dafür unwiederbringlich Regenwald zerstört wird und die idigene Bevölkerung und die Tierwelt XXXXXXXXX (das Wort vertrieben ist eine unverhaltnismäßige Untertreibung für das was dort passiert) um an das Land zu kommen. Die giftigen Reststoffe werden in die Flüsse und das Meer gespült. In Afrika werden die dortigen seltenen Erden mit moderner Sklaverei gewonnen, die hoch giftigen Reststoffe werden auch hier in Flüsse bzw ins Meer entsorgt. Mal abgesehen davon, dass die Akkus wohl kaum einige Millionen Ladezyklen die so im Laufe eines Fahrzeuglebens entstehen überleben werden. Man wird die Akkus regelmäßig austauschen müssen, die billigste Art Akkus zu entsorgen ist die nach Afrika zu verschiffen, dort werden die von Jugendlichen unter Lebensgefahr mit Bezin übergossen und angezündet, das was nach dem verbrennen übrig bleibt ist Metall, was sich verkaufen lässt, dass die Jugendlichen dabei hoch giftige Säure- und Bleidämpfe einatmen zerstört ja deren Lungen, nicht unsere und das freigesetzte CO² zerstört nicht unserer Ökobilanz.

Nur weil dann bei uns kein Diesel mehr verbrannt wird, ist die Ökobilanz und die sozialen Folgen nicht zwingend harmloser, so traurig das ist. Transport bedingt immer eine Umweltbelastung und eine gewisse Umweltzerstörung, das ist auch so lange es einen Sinn hat und in begrenzten Mengen geschieht auch nicht verwerflich, nur wil etwas Ökologisch erscheint, ist es das nicht zwingend.

Übrigens ist auch Strom aus "erneuerbaren" Energien nicht zwingend besser für die Umwelt, wenn man für die Windräder nämlich die Wälder rodet um die Windräder auf zu stellen und um die Technik zu erstellen, ist das nicht zwingend besser wie Kohle zu verbrennen, weil die Bäume die dort mal standen können nie mehr CO² aus der Atmosphäre filtern. Zu glauben dass wir dauerhaft unseren immer größeren Strombedarf aus immer mehr erneuerbaren Energiequellen decken können ist eine reine Illusion, bzw sehr naiv.
Ich weiß ja nicht, wessen Pamphlet Du für diese Information gelesen hast, aber vielleicht kann man ein wenig bei den Fakten bleiben. Beispielsweise werden in der Elektromobilität keine Bleiakkus verwendet. Das Lithium aus Litiumakkus kannst Du nicht durch Verbrennen der Plastikhülle gewinnen, die Bleiakkus kommen von Benzin und Dieselfahrzeugen. Ein hessisches Wasserstoffnetz macht beispielsweise Sinn, weil der Wasserstoff in der dortigen Industrie als Abfall anfällt. Der Stromverbrauch ist in Deutschland seit 2006 nicht gestiegen. Und so weiter und so fort. Vielleicht solltest Du mal einen echten Faktencheck machen, Flyer von FDP, lokalen Bürgerinitiativen oder gar AfD dürften nicht wirklich weiterhelfen, weil immer nur einzelne Punkte aus dem Zusammenhang gerissen werden.
Wessex Trains schrieb:
Hallo,

mal abgesehen davon was heute mit Abgasreinigungstechologie so möglich ist, ist der Dieselmotor Leistungs- und Haltbarkeitserprobt.
Was aber nicht viel hilft. Diese erprobten Motoren sind nicht mehr zugelassen. Die Zeit wo es völlig egal war wie viel Dreck ein Motor in Atmosphäre bläst sind definitiv vorbei. Moderne Motoren müssen ganz andere Anforderungen erfüllen an denen auch die Zuverlässigkeit leidet. Und da geht es nicht nr um die Abgasreinigung, sondern auch die Effizienz.

Zitat:
[...]

Beim Akkuantrieb sieht es leider nicht viel besser aus, was die Ökobilanz angeht, wenn man die gesamte Wirkungskette betrachtet, für moderne haltbare Akkus werden die sogenannten "seltenen Erden" benötigt.

Welche Seltenerdmetalle benötigt denn ein moderner Lithium-Eisenphosphat-Akku? Wenn es um Kobalt geht, dass zählt streng genommen nicht zu den "seltenen Erden". Und es wird für die Akkus, die bei der Eisenbahn benutzt werden gar nicht gebraucht.

Zitat:
[...]
Mal abgesehen davon, dass die Akkus wohl kaum einige Millionen Ladezyklen die so im Laufe eines Fahrzeuglebens entstehen überleben werden.

Rechnen wir mal nach. Das Stadler Fahrzeug schafft pro Zyklus 185 km. Damit einige Millionen Ladezyklen zusammenkommen, müsste die Haltbarkeit des Fahrzeugs irgendwo jenseits der Milliarde km liegen. Zuzüglich der km, die im Oberleitungsbetrieb zurückgelegt werden. Das halte ich für sehr sehr unwahrscheinlich.

Bei dem üblichen Betriebsprogramm auf den Strecken, die für diese Fahrzeuge in Frage kommen reden wir ja wohl eher von einer einstelligen Anzahl an Vollzyklen pro Tag. Eventuell mehr Teilzyklen, die den Akku aber auch deutlich weniger belasten. Im Fahrzeugleben wird wohl nur eine fünfstellige Anzahl an Zyklen zusammenkommen. Dies ist in der Größenordnung, was moderne LEP Akkus leisten können.

Zitat:
Man wird die Akkus regelmäßig austauschen müssen,

Vielleicht ein bis zweimal pro Fahrzeug. Vielleicht auch gar nicht. Die Akkus wären danach immer noch gut genug um eine ganze Weile als Puffer im Stromnetz eingesetzt zu werden.

Zitat:
die billigste Art Akkus zu entsorgen ist die nach Afrika zu verschiffen, dort werden die von Jugendlichen unter Lebensgefahr mit Bezin übergossen und angezündet, das was nach dem verbrennen übrig bleibt ist Metall, was sich verkaufen lässt, dass die Jugendlichen dabei hoch giftige Säure- und Bleidämpfe einatmen zerstört ja deren Lungen, nicht unsere und das freigesetzte CO² zerstört nicht unserer Ökobilanz.

Redest du von den Bleiakkus, die üblicherweise in fast allen Verbrennerfahrzeugen verwendet werden und die aufgrund der begrenzten Haltbarkeit tatsächlich regelmäßig getauscht werden? Ich wüsste nicht, wo sonst Bleidämpfe herkommen sollen. Das Problem würde sich erledigen, wenn diese Verbrennerfahrzeuge nicht mehr benutzt werden.

Ich bin natürlich absolut gegen solche Praktiken, aber die sind wohl kaum spezifisch für Akkufahrzeuge.

Zitat:
Nur weil dann bei uns kein Diesel mehr verbrannt wird, ist die Ökobilanz und die sozialen Folgen nicht zwingend harmloser, so traurig das ist. Transport bedingt immer eine Umweltbelastung und eine gewisse Umweltzerstörung, das ist auch so lange es einen Sinn hat und in begrenzten Mengen geschieht auch nicht verwerflich, nur weil etwas Ökologisch erscheint, ist es das nicht zwingend.

Natürlich haben auch neuere Konzepte ihre Probleme, aber die Probleme, insbesondere die ökologischen Probleme der fossilen Energieträger sind riesig.

Zitat:
Übrigens ist auch Strom aus "erneuerbaren" Energien nicht zwingend besser für die Umwelt, wenn man für die Windräder nämlich die Wälder rodet um die Windräder auf zu stellen und um die Technik zu erstellen, ist das nicht zwingend besser wie Kohle zu verbrennen, weil die Bäume die dort mal standen können nie mehr CO² aus der Atmosphäre filtern.

Die Ökobilanz von den Windrädern ist um ein Vielfaches besser, als Kohle zu verbrennen.

Zitat:
Zu glauben dass wir dauerhaft unseren immer größeren Strombedarf aus immer mehr erneuerbaren Energiequellen decken können ist eine reine Illusion, bzw sehr naiv.

Zu glauben, dass wir unseren Strombedarf dauerhaft mit fossilen Energieträgern decken können, ist eine Illusion und völlig naiv. Diese Energieträger sind offensichtlich endlich. Dazu kommt, dass lange bevor wir diese Energieträger aufgebraucht haben unser Planet unbewohnbar sein wird.