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Bremerhaven-Columbusbahnhof zerstört

geschrieben von: Solarek

Datum: 02.04.21 20:53

Der traditionsreiche Bremerhavener Columbusbahnhof ist zerstört.

Die Hafengesellschaft bremenports, die u. a. für die Unterhaltung der Bremischen Hafeneisenbahn zuständig ist, hat die beiden verbliebenen Gleise im Bahnhof Bremerhaven-Columbusbahnhof mit Billigung der Häfensenatorin herausreißen und direkt an der Bahnsteigkante eine Spundwand errichten lassen.

Eine Wiederaufnahme von Anreisen per Bahn zum Kreuzfahrtterminal der Seestadt, das im Jahr 2019 rund 260.000 Reisende zählen konnte, ist damit unmöglich geworden.

Zu allem Überfluss hat, wie schon weiter unten berichtet, bremenports an der Zufahrt zum Columbusbahnhof, der größten Eisenbahndrehbrücke Deutschlands, angeblich einen Totalschaden ausgemacht.

[twitter.com]

[www.nord24.de]

Re: Bremerhaven-Columbusbahnhof rückgebaut

geschrieben von: NWK

Datum: 02.04.21 21:18

Hallo,

ich habe die Überschrift einmal korrigiert. Abgesehen davon siehe einen Beitrag tiefer, da steht schon einiges zu dem Thema.

Gruß

NWK

Re: Bremerhaven-Columbusbahnhof rückgebaut

geschrieben von: Tz 4683

Datum: 02.04.21 21:31

Hej,

Vielen Dank für das anpassen der Überschrift!

Ansonsten hat das hier was vom ehemaligen User, der über jede Sicherungstechnik aus Kaisers Zeit geheult hat, als ob man ihm sein Kind weggenommen hat...

Gruß
Tz 4683
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Vollkommen subjektives Geschreibsel, denn

geschrieben von: nordicocean

Datum: 02.04.21 22:22

...der Bhf "Columbusbahnhof" Pbf ist seit Jahren betriebstechnisch tot und die restlichen Gleise wurden, wenn überhaupt, sporadisch zur Abstellung von CT-Tragwagen genutzt

Die Drehbrücke, seit 1928 im Dienst hat, ob ihres Alters, ein Riss im Tragewerk und ist somit nicht mehr verkehrssicher und sollte ohnehin zeitnah ersetzt werden

Also bitte erst einmal die Fakten sichten, bewerten und dann gegebenenfalls etwas schreiben und nicht irgendetwas zusammen vermischen, was so nicht stimmt.

Und zu deinen Kreuzfahrt-Passagieren gilt hinsichtlich der Nutzung zu den An-/Abreisen:

1. PKW
2. Busse
3. Bahn...

...Bremerhaven hat ja sogar einen Hbf


Frohe Ostern!



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.04.21 12:26.

Und ***BINGO***

geschrieben von: ßänkjuhforträvvelingwißdeutschebahn

Datum: 02.04.21 23:03

Nach nur eineinhalb Stunden sind von vier Antworten schon mal zwei der Meinung, dass das alles sowieso Schrott war und sowieso niemand mehr Gleise braucht. Und das nicht im Autoforum, sondern ... naja. Wenn irgendetwas zuverlässig eintritt, dann das.

Aber CDU/CSU und Grüne werden ja bald die Verkehrswende in ihrem Regierungsprogramm verankern. Und dann wird das alles ganz anders.

http://www.bilder-hochladen.net/files/5eof-67-63dc.jpg

Re: Und ***BINGO***

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 02.04.21 23:17

ßänkjuhforträvvelingwißdeutschebahn schrieb:
Nach nur eineinhalb Stunden sind von vier Antworten schon mal zwei der Meinung, dass das alles sowieso Schrott war und sowieso niemand mehr Gleise braucht. Und das nicht im Autoforum, sondern ... naja. Wenn irgendetwas zuverlässig eintritt, dann das.

Aber CDU/CSU und Grüne werden ja bald die Verkehrswende in ihrem Regierungsprogramm verankern. Und dann wird das alles ganz anders.
Kreuzfahrtschiffe passen eh nicht wirklich zur Verkehrswende.

Re: Und ***DOPPELBINGO***

geschrieben von: Baubetriebliche Zugregelung

Datum: 03.04.21 07:58

ßänkjuhforträvvelingwißdeutschebahn schrieb:
Nach nur eineinhalb Stunden sind von vier Antworten schon mal zwei der Meinung, dass das alles sowieso Schrott war und sowieso niemand mehr Gleise braucht. Und das nicht im Autoforum, sondern ... naja. Wenn irgendetwas zuverlässig eintritt, dann das.

Aber CDU/CSU und Grüne werden ja bald die Verkehrswende in ihrem Regierungsprogramm verankern. Und dann wird das alles ganz anders.
DOPPELBINGO, der erste Nonsensbeitrag unter einem solchen Thema gehört wie immer: ßänkjuhforträvvelingwißdeutschebahn

Gruß Baubetriebliche Zugregelung

Re: Und ***DOPPELBINGO***

geschrieben von: LIW

Datum: 03.04.21 10:11

Bremerhaven hat auch schon seinen kleinen Flughafen zugemacht. Was kommt als nächstes? Sand in den Hafen kippen? Oder werden Gleise in den Hafen auf der neuen Mole wieder neu angelegt und es ist alles nur eine Frage der Zeit?

Re: Und ***DOPPELBINGO***

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 03.04.21 12:09

LIW schrieb:
Bremerhaven hat auch schon seinen kleinen Flughafen zugemacht. Was kommt als nächstes? Sand in den Hafen kippen? Oder werden Gleise in den Hafen auf der neuen Mole wieder neu angelegt und es ist alles nur eine Frage der Zeit?
Kannst du uns vielleicht den Zusammenhang zwischen einem Flugplatz (einen Flughafen gab es nämlich nie in Bremerhaven) mit kaum existentem Flugangebot, einem seit Jahren praktisch nicht genutzten Personenbahnhof und Deutschlands zweitgrößten Hafen (nach TEU immerhin noch Platz 4 in Europa und Platz 26 weltweit) erklären?
Sind beides wichtige Verkehrsanlagen. Die Feindseligkeit zeigt, dass sich manche sogar getroffen fühlen.
Wenn einem in einem Bahnforum die Bahn egal ist, dann gute Nacht.

Hier noch Infos zum früheren Regionalflugplatz oder Verkehrslandeplatz dort.(eben nicht nur ein Clubgelände)
[www.bremerhaven.de]



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.04.21 13:37.

Re: Und ***DOPPELBINGO***

geschrieben von: cargofuzzy

Datum: 03.04.21 13:38

MrEnglish schrieb:Zitat:
Kannst du uns vielleicht den Zusammenhang zwischen einem Flugplatz (einen Flughafen gab es nämlich nie in Bremerhaven) mit kaum existentem Flugangebot, einem seit Jahren praktisch nicht genutzten Personenbahnhof und Deutschlands zweitgrößten Hafen (nach TEU immerhin noch Platz 4 in Europa und Platz 26 weltweit) erklären?
Der Zusammenhang ist auch für mich, der keine Ortskunde hat, ziemlich offensichtlich:
Beides sind offenbar schwach bzw. kaum genutzte Verkehrsanlagen.

Verschwörungstheorie?

geschrieben von: cargofuzzy

Datum: 03.04.21 13:45

Solarek schrieb:
Zu allem Überfluss hat, wie schon weiter unten berichtet, bremenports an der Zufahrt zum Columbusbahnhof, der größten Eisenbahndrehbrücke Deutschlands, angeblich einen Totalschaden ausgemacht.
Hallo!

Wieso "angeblich"? Das klingt nach Verschwörungstheorie, für die du Beweise bzw. Indizien nennen solltest.
Das Foto auf
[www.weser-kurier.de]
spricht eigentlich mehr als 1000 Worte.

Gruß
Paul

Ich korrigiere mich.

geschrieben von: ßänkjuhforträvvelingwißdeutschebahn

Datum: 03.04.21 13:54

Es sind nicht zwei, sondern nur einer. Beziehungsweise drei Drittel.

http://www.bilder-hochladen.net/files/5eof-67-63dc.jpg
LIW schrieb:
Sind beides wichtige Verkehrsanlagen. Die Feindseligkeit zeigt, dass sich manche sogar getroffen fühlen.
Wenn einem in einem Bahnforum die Bahn egal ist, dann gute Nacht.

Hier noch Infos zum früheren Regionalflugplatz oder Verkehrslandeplatz dort.(eben nicht nur ein Clubgelände)
[www.bremerhaven.de]
Ich finde den Duktus in diesem Beitrag auch sehr befremdlich. Es ist Ostern - da sollte man vielleicht mal etwas freundlicher bleiben. Niemand hier sollte belehrend sein oder so tun, als sei er allwissend.

Das die Brücke nun Schrott ist tut mehr sehr leid. Wünschenswert wäre es ja gewesen, wenn das Columbus Cruise Center auch von Fernzügen (oder Saisonzügen) wieder bedient wird, denn die Eisenbahn ist das naturschonenste öffentliche Verkehrsmittel und in einem Bahnforum sollte der Wunsch nach BAHN da sein. Aber man fährt ja lieber von Bremerhaven Hbf tausende Gäste an den Hauptreisetagen zum Kreuzfahrtterminal mit dem Bus. Vielleicht eher was für [www.busscheibe-online.de] (Phantasieadresse). Frohe Ostern!
Es sollte aber in einem Bahnforum auch ein paar Leute geben, die über den Tellerrand hinausschsuen können.
Der Bahn als System ist nämlich nicht gedient, wenn man alles Mögliche aufhebt und alles so lässt, wie es mal war.

Wenn der Hobbybahner sein gesamtes Geld in die Bahn steckt, darf er das tun, auch wenn er dann pleite ist. Der Staat hat mehrere Aufgaben und die Bahn darf nicht beliebig teuer oder beliebig alt sein. Beides macht sie unattraktiv und schadet ihr damit um ein Vielfaches mehr, als zwei entfernte Gleise.

Wie mit den Stellwerken. Klar, man kann alles auf Mechabik belassen. Aber selbst wenn alle Stellwerker dann zu Bedingungen wie zu Kaisers Zeiten arbeiten würden (48 bis 60 Stunden die Woche als Rwgelarbeitszeit, keine 11 Stunden Ruhe zwischen Schichten und mehr fürs Wochenende und natürlich auch deutlich weniger Lohn und Rente, weniger oder keine Lohnfortzahlung bei Krankheit,...), dann muss das Gesamtsystem noch finanzierbar sein - niemand wird den doppelten Fahrpreis bezahlen, weil da irgendwo 10 Leute am Hebel ziehen anstatt dass einer einen Mausklick macht oder damit irgendwo Gleise liegen, die niemand braucht.

Wer etwas für die Bahn tun will, muss dort aktiv werden, wo sie durch die Masse des Transports einen Beitrag leisten kann. Dort, wo sie täglich tausende Menschen oder Tonnen Fracht transportieren kann. Da muss man sich vor Ort für Ausbauten und Reaktivierungen einsetzen, da muss man mit Politikern reden, dass es für das System Bahn in Deutschland vernünftige Rahmenbedingungen gibt.

Aber da erkennt man den Unterschied von Fuzzy und echtem Bahnfreund: letzterer setzt sich ein und versucht etwas zu erreichen. Der Fuzzy jammert zwar über jede entfernte Schwelle, scheut dann aber meist doch die Mühe, sich wirklich um Relevantes zu kümmern.

Also: auch in einem Bahnforum darf man sagen, dass ein Stück Infrastruktur an seinem jetzigen Ort nicht mehr gebraucht wird, auch als Eisenbahnfreund.

---
Die EU-Bildungsminister: Lesen gefährdet die Dummheit

Das stimmt so aber nicht.

geschrieben von: Nietenreko

Datum: 03.04.21 14:32

Daß auf einem Personenbahnhof, der nur für Fahrgäste von Kreuzfahrtschiffen nutzbar ist, nichts los ist, wenn keine Kreuzfahrtschiffe da sind, bedarf keiner Erklärung. Allerdings hätte die Stadt Bremerhaven durchaus Strategien entwickeln können, die es für Kreuzfahrtreedereien interessanter macht, an die Unterweser zu kommen, und damit das Fahrgastaufkommen dieses Bahnhofs zu erhöhen.

Es sind dort in der Nähe jedoch auch Unternehmen der verladenden Wirtschaft angesiedelt, die mit Sicherheit Schienenverkehrsangebote nutzen würden, wenn sie ihnen denn jemand machte. Früher, als alles noch besser war, muß es das ja gegeben haben, denn sonst lägen die Gleisse dort nicht. Die Gründe dafür, warum auch dort heute kein Schienengüterverkehr mehr stattfindet, dürften hier im Forum sattsam bekannt sein.

Anders ist es mit dem Flugplatz Luneort. Das war einer der "busiest" Plätze in Deutschland, beliebt vor allem für Flüge von und zu den Inseln, denn er war stadtnah gelegen, man konnte ohne großen Aufwand mit dem Bus in die Innenstadt oder zum Bahnhof gelangen (wichtig für die Insulaner). In den Neunzigern hat die Stadt noch sehr viel Geld in die Hand genommen, um ihn auszubauen und der großen Nachfrage anzupassen, und es ist für mich bis heute nicht erklärbar, warum es dann in 2011 diesen Schwenk im Rat gegeben hat, der zum Verlust des Platzes führte. Die avisierte Nachnutzung, die ja so viel Geld in die Kassen der Stadt spülen sollte, ist bis heute nicht erfolgt, man versucht ziemlich erfolglos, diese Fläche als Gewerbegebiet zu "entwickeln". Entstanden ist dagegen ein großes Loch in der Luftverkehrsinfrastruktur Norddeutschlands, das von den anderen Plätzen an der Küsten nicht mal ansatzweise geschlossen werden konnte, weder von Wilhelms- noch von Cuxhaven, von den kleinen Plätzen gar nicht zu reden.

Hinweis: Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten.

Re: Und ***DOPPELBINGO***

geschrieben von: Tz 4683

Datum: 03.04.21 15:55

Baubetriebliche Zugregelung schrieb:
DOPPELBINGO, der erste Nonsensbeitrag unter einem solchen Thema gehört wie immer: ßänkjuhforträvvelingwißdeutschebahn
Genau so ist es, wie immer eben...

Gruß
Tz 4683
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Hierzu meine Antworten / Fragen

geschrieben von: nordicocean

Datum: 03.04.21 15:55

Zum Verkehrslandeplatz.

Wie der Link es aussagt, seit 2016 nicht mehr in Betrieb.

Grund:

Lande- / Startbahn zu kurz. Kosten für eine Optimierung (Ausbau) zu hoch im Verhältnis zur Nutzung des Platzes, selbst nach einem Ausbau.


Bahnhof Bremerhaven Columbusbahnhof Pbf

Bremenports als Betreiber der Strecke (Hafenbahn) hat Gespräche unter Einbindung des Betreibers des Cruiseterminals mit verschiedenen Reedereien
geführt über die Möglichkeit der An- und Abreisen mit der Bahn zu den einzelnen Abfahrten / Ankünften von Kreuzfahrt-Schiffen.

Das Ergebnis war, dass eine Reaktivierung der Strecke, so kann man es nach der jahrelangen Nicht-Nutzung dieser Möglichkeit nennen, aus
verschiedenen Gründen nicht umgesetzt werden kann.

Kreuzfahrt-Gäste reisen in erster Linie mit dem PKW an, gefolgt von organisierten Busan-/Abreisen, (Reederei oder Gruppen-Wiederverkäufern), erst
dann folgt die Bahn.

Dieses immer wieder verbreitete Wunschdenken, dass ALLES geht/gehen muss ist leider wirtschaftlich nicht vertretbar, denn wer soll die Investitions-
und Folgekosten tragen? - Gerade in einem Segment, welches nicht ganzjährig, sondern in den Monaten von April bis Oktober durchgeführt wird?

Ach ja, der Steuerzahler! - Ich glaube, da gibt es sinnvollere Projekte, als die Aufrechterhaltung (Wiederinbetriebnahme) dieses Streckenasts, zumal
man diesem Klientel (Kreuzfahrtgästen) Alternativen ab Bremerhaven Hbf zum Terminal in Form von Bussen und, ganz individuell, Taxen anbietet.

Die Bahn zum Terminal für Bahnreisende ist sprichwörtlich abgefahren und die Kreuzfahrt-Branche sortiert sich auch neu, Dank oder Fluch der
"Greta-Kampagne"!

Und dann hat Bremerhaven, trotz des wirklich schönen Terminals, eine besondere Situation. Hamburg ist einfach interessanter für die Reedereien
als Start und Ziel-Metropole für / von Kreuzfahrten.

Frohe Ostern
nordicocean
Zitat:
dann muss das Gesamtsystem noch finanzierbar sein - niemand wird den doppelten Fahrpreis bezahlen, weil da irgendwo 10 Leute am Hebel ziehen

Erst mal müsste das Gesamtsystem als solches noch erkennbar sein. Das bedeutet, es müsste mindestens so gut wie vor den Einsparungen funktionieren. Wenn jede größere Reise zum Glücksspiel wird und niemand weiß, wo heute wieder sein Zug wegen "Signalstörung", wegen "Türstörung" oder wegen "Verzögerungen im Betriebsablauf" stehenbleiben wird, dann haben die Einsparungen ihr Ziel verfehlt.
Wir können uns gerne darauf einigen, dass alle alte Technik verschwindet, wenn die neue dafür nicht schlechter, sondern besser funktioniert. Im Gegenzug für das eingesparte Geld erwarte ich dann keinen Schlendrian, sondern erstklassige Arbeit, die mir wieder ermöglicht, mit meinem vorher erstellten Reiseplan 1:1, also ohne Improvisation, abends pünktlich am Ziel einzutreffen.

http://www.bilder-hochladen.net/files/5eof-67-63dc.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.04.21 17:10.
Huhu.


ßänkjuhforträvvelingwißdeutschebahn schrieb:
Wenn jede größere Reise zum Glücksspiel wird und niemand weiß, wo heute wieder sein Zug wegen "Signalstörung", wegen "Türstörung" oder wegen "Verzögerungen im Betriebsablauf" stehenbleiben wird, dann haben die Einsparungen ihr Ziel verfehlt.
Wir können uns gerne darauf einigen, dass alle alte Technik verschwindet, wenn die neue dafür nicht schlechter, sondern besser funktioniert. Im Gegenzug für das eingesparte Geld erwarte ich dann keinen Schlendrian, sondern erstklassige Arbeit, die mir wieder ermöglicht, mit meinem vorher erstellten Reiseplan 1:1, also ohne Improvisation, abends pünktlich am Ziel einzutreffen.
Wir weltfremd ist das denn? Zuverlässig ankommen ... Die Zeiten, wenn sie je existierten, sind unwiderbringlich vorbei. Und was heißt größere Reise? Regelmäßig reicht es nicht mal für 200 km von Osnabrück nach Bremen oder Hannover oder ähnlich. Aktuell hat sich die Fahrt nach Solingen wohl erübrigt. Und dazu braucht es nicht mal all die o.g. Störungen. Der Clou ist heutzutage PERSONEN IM GLEIS. Das kommt oft genug vor und reicht völlig aus, um die Dinge in die Unregelmäßigkeit zu treiben. Eine Lösung für das Problem hat niemand. In Deutschland darf man Autobahnen einzäunen und macht das auch, damit der Autofahrer nicht belästigt wird durch Tier oder Mensch. Eisenbahnen zäunt niemand ein - von der Lärmschutzwand abgesehen.

Komm also endlich in der Moderne an! Es gibt keine zuverlässige Bahnfahrt mehr. Heute nicht, morgen nicht und in Zukunft auch nicht. Wen das noch stört, der ist längst weg. Und die, die da sind, haben es längst akzeptiert und nehmen es als Begleiterscheinung hin. So wie man im Regen stehend naß wird. Ist halt so. Kaum ein Fahrgast klagt bei mir noch sein Leid, wenn mal wieder alles nicht klappt, wie geplant. Denn das kennen sie; das ist regelmäßig so - und dank Navigator und WLAN im Zug suchen sie sich ihre Verbindungen neu. Das Ausfüllen des FGR-Formulars ist Routine. Oder man läßt es gleich, weil die mickrigen Entschädigungen den Aufwand nicht lohnen.

Kurzum: alles geht seinen geregelten Gang!

Eine Verkehrswende gibt's so nicht. Im Gegenteil. Mit dem Deutschlandtakt werden noch viel mehr Anschlüsse verpasst und Verspätungen produziert. Aber eine echte Verkehrswende will auch niemand. Die Bahnfuzzys nicht. Der Bürger nicht. Die Autolobby nicht. Und die Politik dann auch nicht. Die Eisenbahn soll Überlaufventil sein. Damit hier und da noch freie Fahrt für freie Bürger herrscht. Und sie soll die Querulanten von der Straße holen. Damit der besserwisserische Lehrer nicht mit 105 die linke Spur blockiert und alles aufhält. Siehe oben.

So sieht das aus. Entweder lebst du damit und wirst alt und hast Lebensqualität. Oder du regst dich ständig auf, was auch nichts ändert und hast keine Lebensqualität und stirbst früher.

Ach ja, ICE 1021 jetzt nur noch plus 30. Vorhin standen mal plus 55 drin. Könnte Solingen klappen. Siehste. Immer gechillt bleiben.

Schöne Grüße von jörg



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.04.21 18:04.

Re: Geregelter Bahnbetrieb - wie weltfremd ist das denn???

geschrieben von: Henra

Datum: 03.04.21 18:39

bahnratefuchs schrieb:
Zitat:
Es gibt keine zuverlässige Bahnfahrt mehr. Heute nicht, morgen nicht und in Zukunft auch nicht. Wen das noch stört, der ist längst weg. Und die, die da sind, haben es längst akzeptiert und nehmen es als Begleiterscheinung hin. So wie man im Regen stehend naß wird. Ist halt so. Kaum ein Fahrgast klagt bei mir noch sein Leid, wenn mal wieder alles nicht klappt, wie geplant. Denn das kennen sie; das ist regelmäßig so - und dank Navigator und WLAN im Zug suchen sie sich ihre Verbindungen neu. Das Ausfüllen des FGR-Formulars ist Routine. Oder man läßt es gleich, weil die mickrigen Entschädigungen den Aufwand nicht lohnen.

Kurzum: alles geht seinen geregelten Gang!
Weißt Du, was das schlimme ist?

Du hast mit Deinen Beobachtungen 100% recht.
Es regt sich wirklich niemand mehr auf, wenn der ICE mal wieder +25 hat und damit ganz sicher alle Anschlüsse zum Deibel sind.
Wenn mal wieder Wagenreihungs- Lotto gespielt wurde und sich Horden von Menschen gegenseitig Body- Checks austeilen auf dem Weg zum reservierten Platz am anderen Ende des Zuges -um dann festzustellen dass das mit dem Reservieren heute leider nicht geklappt hat und schon jemand auf dem Platz sitzt.
Wenn der Anschluss mal wieder zu sportlichen Höchstleistungen animiert hat (Usain Bolt hätte im 200m Hürden- Trolley Sprint nicht den Hauch einer Chance gehabt). Und dann trotzdem einem fröhlich piepsend den Mittelfinger rausstreckt, kurz bevor die rettende Tür erreicht ist.
Wenn die einst vorhandene Bahnsteigüberdachung ersatzlos gestrichen wurde und das Empfangsgebäude nur noch auf alten Postkarten existiert. Und die Bahnhofs- Gastro vor Jahrzehnten geschlossen wurde.
Zitat
Bis auf das Foto eine tolle Wiedergabe von Wikipedia-Inhalt, soweit ich sehe illegal, da der Ursprung nicht benannt ist!

Der Ursprung ist die Webseite der Stadt Bremerhaven. Steht bei mir auch so. Warum unterschlägst Du das? Vermutlich hat sich eher auch Wiki dort bedient?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.04.21 19:41.
> Wenn jede größere Reise zum Glücksspiel wird und niemand weiß, wo heute wieder sein Zug wegen "Signalstörung", wegen "Türstörung" oder wegen "Verzögerungen im Betriebsablauf" stehenbleiben wird, dann haben die Einsparungen ihr Ziel verfehlt.

Aber das sind Punkte, wo man eben mal an die Politik gehen müßte, damit sämtliche(!) EVU und EIU verbindliche und einheitliche(!) Vorgaben bekommen. Aber das ist eben wieder das, was Arbeit macht.

Nichts davon ändert sich jedoch, wenn die hier genannten Gleise erhalten bleiben. Im Gegenteil: Das Geld, das man ausgeben würde, um die Brücke und die Gleise hier zu sanieren fehlt dann vielleicht eher an anderer Stelle, wo die Gleise wirklich genutzt werden.

Was hat außerdem eine Türstörung (bei welchem EVU?) mit dem Erhalt von Gleisen zu tun? Hinzu kommt sogar noch, daß die hier genannten Gleise nicht einmal der DB gehören, auf die Du ja vmtl. mit „Signalstörung“ und „Türstörung” hinaus willst.

---
Die EU-Bildungsminister: Lesen gefährdet die Dummheit
LIW schrieb:
Zitat
Bis auf das Foto eine tolle Wiedergabe von Wikipedia-Inhalt, soweit ich sehe illegal, da der Ursprung nicht benannt ist!
Der Ursprung ist die Webseite der Stadt Bremerhaven. Steht bei mir auch so. Warum unterschlägst Du das? Vermutlich hat sich eher auch Wiki dort bedient?
Ist für uns hier ja sowieso völlig irrelevant. Ist ja kein Anwälteforum.
LIW schrieb:
Zitat
Der Ursprung ist die Webseite der Stadt Bremerhaven. Steht bei mir auch so. Warum unterschlägst Du das?
Diese Frage ist gegenstandslos. Ich habe Deinen Link wiedergegeben und jetzt auch wieder in das Zitat eingefügt.

LIW schrieb:
Vermutlich hat sich eher auch Wiki dort bedient?
Das ist sehr unwahrscheinlich. Denn die Reihenfolge der Textstücke unterscheidet sich auf markante Weise: Die Anordnung im Wikipedia-Artikel ergibt Sinn und die auf der Bremerhaven-Website weit weniger.

Auf der Bremerhaven-Website springt vom dritten zum vierten Absatz ganz eigenartig die Betrachtungsebene. Das war es übrigens, was mich überhaupt erst dazu brachte, in die Wikipedia zu sehen; es klingt auf der Bremerhaven-Website eben wie aus einem anderen Zusammenhang genommen. Und tatsächlich entspricht das Ende des Artikels auf der Bremerhaven-Website der Einleitung des Wikipedia-Artikels.

Es ist auch eine irgendwie gegenseitig verquickte Entwicklung der beiden Texte denkbar. Aber dass der Beitrag auf der Bremerhaven-Website unabhängig vom Wikipedia-Artikel entstanden ist und der Wikipedia-Artikel darauf beruht, ist aufgrund der Textstruktur praktisch auszuschließen.

Nebenbei wäre die Übernahme Bremerhaven→Wikipedia noch problematischer als die Übernahme Wikipedia→Bremerhaven da die Texte der Bremerhaven-Website zwar auch nach Creative-Commons-Regularium weiterverwendet werden dürfen, dabei allerdings keine Bearbeitung gestattet ist.
9. Bauserie schrieb:
LIW schrieb:
Hannes Kuhnert schrieb:
Der Ursprung ist die Webseite der Stadt Bremerhaven. Steht bei mir auch so. Warum unterschlägst Du das? Vermutlich hat sich eher auch Wiki dort bedient?
Ist für uns hier ja sowieso völlig irrelevant. Ist ja kein Anwälteforum.
Wem hier was relevant ist, mag sich individuell unterscheiden.

Aber seit wann ist Urheberrecht schlechthin eine Sache von Anwälten?
LIW schrieb:
Sind beides wichtige Verkehrsanlagen. Die Feindseligkeit zeigt, dass sich manche sogar getroffen fühlen.
Wenn einem in einem Bahnforum die Bahn egal ist, dann gute Nacht.

Hier noch Infos zum früheren Regionalflugplatz oder Verkehrslandeplatz dort.(eben nicht nur ein Clubgelände)
[www.bremerhaven.de]
Nochmal, das eine ist einer der wichtigsten Häfen der Welt, das andere kaum bis gar nicht genutzte Infrastruktur. Wenn du da den Unterschied nicht erkennst, dann kämpfst du hoffentlich auch für den Erhalt jedes Feldwegs.

Re: Und ***DOPPELBINGO***

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 03.04.21 22:57

cargofuzzy schrieb:
Der Zusammenhang ist auch für mich, der keine Ortskunde hat, ziemlich offensichtlich:
Beides sind offenbar schwach bzw. kaum genutzte Verkehrsanlagen.
Und den Hafen bekommt man jetzt genau wie in die Reihe?
Crispin schrieb:
Das die Brücke nun Schrott ist tut mehr sehr leid. Wünschenswert wäre es ja gewesen, wenn das Columbus Cruise Center auch von Fernzügen (oder Saisonzügen) wieder bedient wird, denn die Eisenbahn ist das naturschonenste öffentliche Verkehrsmittel und in einem Bahnforum sollte der Wunsch nach BAHN da sein. Aber man fährt ja lieber von Bremerhaven Hbf tausende Gäste an den Hauptreisetagen zum Kreuzfahrtterminal mit dem Bus. Vielleicht eher was für [www.busscheibe-online.de] (Phantasieadresse). Frohe Ostern!
Weißt du wie man das nennt wenn man die Kreuzfahrtgäste mit der Bahn bis zum Terminal bringt? Greenwashing!

Re: Hierzu meine Antworten / Fragen

geschrieben von: Mueck

Datum: 03.04.21 23:05

nordicocean schrieb:
Grund:

Lande- / Startbahn zu kurz.
Eigentlich hatte man die die auf 1200 m verlängert, völlig ausreichend für das Inselhopping etc., dass man von dort jahrelang betrieben hat, mehr muss ja nicht sein.

nordicocean schrieb:
Bahnhof Bremerhaven Columbusbahnhof Pbf

Bremenports als Betreiber der Strecke (Hafenbahn) hat Gespräche unter Einbindung des Betreibers des Cruiseterminals mit verschiedenen Reedereien geführt über die Möglichkeit der An- und Abreisen mit der Bahn zu den einzelnen Abfahrten / Ankünften von Kreuzfahrt-Schiffen.

Das Ergebnis war, dass eine Reaktivierung der Strecke, so kann man es nach der jahrelangen Nicht-Nutzung dieser Möglichkeit nennen, aus
verschiedenen Gründen nicht umgesetzt werden kann.
Ein Punkt, der den Betrieb wohl höchst unwirtschaftlich machen würde, war ja der Haken, dass man für die letzten Meter auf Diesel umspannen musste. Mal eben einen Regelzug für "paar Euro" Grenzkosten verlängern geht nicht so einfach ...
Strippe hinhängen war wohl aus irgendeinem Grund nicht einfach? DAS könnte sich mit einer neuen Brücke ja nun ändern ...

Dass die Gleise im Colbf nun ganz weg sind, muss kein Hindernis sein. Die neue Spundwand scheint ja laut Twitterbid direkt an der Bahnsteigkante dran zu sein. Dort lagen zwei Gleise, vom Platz sollte der Platz östlich der Spundwand also für ein Gleis und einen neuen Bahnsteig reichen, Zugang dann von der Ostseite her. Das ganze wäre dann sogar sturmflutsicher im Gegensatz zu bisher.

Mal aus einem anderen Blickwinkel betrachtet:
Die Columbuskaje ist ja auch eine Stromkaje, die sich, wenn gerade kein Kreuzfahrer da ist, was womöglich in Zukunft auch wieder der Fall sein könnte, auch zum Verladen von sperrigem Stückgut eignet. Wurde ja wohl auch schon öfters praktiziert, zudem es die derzeit einzige Stromkaje Bremerhavens ist, an die ein Gleis direkt an die Kaje geht. Beim Containerterminal gibt es das nicht (mehr), im Hafen drin gibt es das wohl auch nur noch vereinzelt.
Schon aus Daseinsvorsorge sollte man dies nicht leichtfertig aufgeben. Dafür reicht ggfs. auch ein Gleis statt heute zwei und meinetwegen notfalls a la Kattwyk-alt in der Fahrbahn ...
Besser natürlich eigenständig.

nordicocean schrieb:
Die Bahn zum Terminal für Bahnreisende ist sprichwörtlich abgefahren und die Kreuzfahrt-Branche sortiert sich auch neu, Dank oder Fluch der
"Greta-Kampagne"!
Beim Neusortieren könnte die Branche grüner werden wollen.
Alleine zum Kreuzfahren könnte dazu nicht nur das Weglassen des Verfeuerns alter Socken, getränkt ins Schweröl etc. gehören, sondern auch eine ökologischere Anreise.
Da hätte BHV den Vorteil, dass "richtige" Züge bis ans Terminal kommen können, bei der Komkurrenz in HH sind nur U- und S-Bahnen mehr oder weniger nahe dran: Umsteigen, was man sich theoretisch in BHV sparen könnte ...
Und dann könnte es als Gretaeffekt auch eine Renaissance des Transatlantikverkehrs per Schiff statt Fluchzeugs geben ...
Und sollte beides nicht klappen, steht die Renaissance als Stückgutkaje o.ä. an, dazu braucht man erst recht ein Gleis auf die Columbusinsel, s.o. ...

http://heiko-jacobs.de/jacobs/bremerhaven/bilder/ende/zeiles.jpg

Re: Und ***DOPPELBINGO***

geschrieben von: Mueck

Datum: 03.04.21 23:13

MrEnglish schrieb:
Und den Hafen bekommt man jetzt genau wie in die Reihe?
Kommt auf den Hafenteil an ...
In den Alten Hafen wurde ja schon zur Hälfte Sand reingeschüttet ...
Stehen heute Columbusstraße und -center drauf ...
BHVs erste Schleuse ist auch zugesandet, genauso wie Geestemündes erste Schleuse und einige Hafenbecken ...

http://heiko-jacobs.de/jacobs/bremerhaven/bilder/ende/zeiles.jpg

Klingt interessant! - Ist es aber nicht!

geschrieben von: nordicocean

Datum: 04.04.21 09:33

Der Einfachheit halber setze ich mal meine Anmerkungen in deinen Text!



Mueck schrieb:
nordicocean schrieb:
Grund:

Lande- / Startbahn zu kurz.
Eigentlich hatte man die die auf 1200 m verlängert, völlig ausreichend für das Inselhopping etc., dass man von dort jahrelang betrieben hat, mehr muss ja nicht sein.

Der Flugplatz war in der Tat für den Insel-Verkehr (Helgoland, bedingt Ostfriesische Inseln) eine durchaus wichtige Position und das AWI hatte dort in der Tat eine Maschine stationiert. Das war es aber auch! - Und davon war der Platz nicht wirtschaftlich zu betreiben. Siehe dir mal die Geschäftsberichte der entsprechenden Jahre an.

nordicocean schrieb:
Bahnhof Bremerhaven Columbusbahnhof Pbf

Bremenports als Betreiber der Strecke (Hafenbahn) hat Gespräche unter Einbindung des Betreibers des Cruiseterminals mit verschiedenen Reedereien geführt über die Möglichkeit der An- und Abreisen mit der Bahn zu den einzelnen Abfahrten / Ankünften von Kreuzfahrt-Schiffen.

Das Ergebnis war, dass eine Reaktivierung der Strecke, so kann man es nach der jahrelangen Nicht-Nutzung dieser Möglichkeit nennen, aus
verschiedenen Gründen nicht umgesetzt werden kann.
Ein Punkt, der den Betrieb wohl höchst unwirtschaftlich machen würde, war ja der Haken, dass man für die letzten Meter auf Diesel umspannen musste. Mal eben einen Regelzug für "paar Euro" Grenzkosten verlängern geht nicht so einfach ...
Strippe hinhängen war wohl aus irgendeinem Grund nicht einfach? DAS könnte sich mit einer neuen Brücke ja nun ändern ...

Diese Kosten waren marginal und es wäre kein Umspannen nötig gewesen, sondern nur ein Vorspann auf den letzten zirka 1.000 Metern. Habe selber einen Sdz in 2010 gefahren und die Kosten für den Part an Bremenport (Hafenbahn) betrugen zirka 800€ für den Weg vom Kaiserbhf - zum Columbusbhf und zurück. Davon abgesehen wäre eine Elektrifizierung auf den letzten Metern aufgrund der Kosten, gerade wegen der Brücke, unsinnig gewesen und dieser Part über Jahre lediglich für Rangierfahrten von Einzelwagen, Wagengruppen genutzt wurde!

Dass die Gleise im Colbf nun ganz weg sind, muss kein Hindernis sein. Die neue Spundwand scheint ja laut Twitterbid direkt an der Bahnsteigkante dran zu sein. Dort lagen zwei Gleise, vom Platz sollte der Platz östlich der Spundwand also für ein Gleis und einen neuen Bahnsteig reichen, Zugang dann von der Ostseite her. Das ganze wäre dann sogar sturmflutsicher im Gegensatz zu bisher.

Mal aus einem anderen Blickwinkel betrachtet:
Die Columbuskaje ist ja auch eine Stromkaje, die sich, wenn gerade kein Kreuzfahrer da ist, was womöglich in Zukunft auch wieder der Fall sein könnte, auch zum Verladen von sperrigem Stückgut eignet. Wurde ja wohl auch schon öfters praktiziert, zudem es die derzeit einzige Stromkaje Bremerhavens ist, an die ein Gleis direkt an die Kaje geht. Beim Containerterminal gibt es das nicht (mehr), im Hafen drin gibt es das wohl auch nur noch vereinzelt.
Schon aus Daseinsvorsorge sollte man dies nicht leichtfertig aufgeben. Dafür reicht ggfs. auch ein Gleis statt heute zwei und meinetwegen notfalls a la Kattwyk-alt in der Fahrbahn ...
Besser natürlich eigenständig.

Für sperriges Stückgut/Schwergut hat Bremerhaven genügend Kaiflächen im "inneren" Hafen mit Gleisanschlüssen. Hier wird auch sichergestellt, dass beim Laden/Löschen keine Tiden einwirken.

nordicocean schrieb:
Die Bahn zum Terminal für Bahnreisende ist sprichwörtlich abgefahren und die Kreuzfahrt-Branche sortiert sich auch neu, Dank oder Fluch der
"Greta-Kampagne"!
Beim Neusortieren könnte die Branche grüner werden wollen.
Alleine zum Kreuzfahren könnte dazu nicht nur das Weglassen des Verfeuerns alter Socken, getränkt ins Schweröl etc. (Hier wird ja jetzt von dir á la Greta in die "Klamotten-Kiste" gegriffen! Wenn Du dich mit dem Thema Kreuzfahrt befasst hast, solltest Du wissen, dass hier tatsächlich ein Umdenken stattfindet und man immer mehr Marine-Diesel (das ist kein Schweröl!) und auf LNG / LPG umstellt. Zwar auch nicht unbedingt sauber, aber besser als Schweröl. Umwelttechnisch wäre Segeln natürlich die beste Variante, aber ich gehe mal davon aus, dass diese Variante nicht von dir in den Raum gestellt wird. gehören, sondern auch eine ökologischere Anreise.
Da hätte BHV den Vorteil, dass "richtige" Züge bis ans Terminal kommen können, bei der Komkurrenz in HH sind nur U- und S-Bahnen mehr oder weniger nahe dran: Umsteigen, was man sich theoretisch in BHV sparen könnte ...
Und dann könnte es als Gretaeffekt auch eine Renaissance des Transatlantikverkehrs per Schiff statt Fluchzeugs geben ...
Und sollte beides nicht klappen, steht die Renaissance als Stückgutkaje o.ä. an, dazu braucht man erst recht ein Gleis auf die Columbusinsel, s.o. ...

Stückgutkaje! - Ich fasse es nicht! Wo findet denn heute noch Stückgut-Verkehr statt? Ich denke mal, Du meinst Schwergut. Und Du weist bestimmt, dass Bremerhaven genügend Kais mit Gleisanschluss hat, die dafür in Frage kommen. Also ist der Vorschlag unsinnig!
Ganz genialer Vorschlag nur leider nicht durchdacht in Form des Trans-Atlantik Verkehrs! Denn eine Passage dauert mindesten bei 25sm/h zirka 6 Tage, ggbfs. 7 Tage. Somit benötigt man mindestens 2 Schiffe (Stückpreis bei einem 2.000 Betten Schiff zirka 250 - 300 Millionen). Und wer soll das nutzen? - Der gemeine Urlauber, der dann für seinen Urlaub in den USA mindestens, wenn die Abfahrten passend liegen mindesten 4-6 Urlaubstage zusätzliche Urlaubstage für die Passage von seinem Urlaubskonto abrechnen muss? Und er will ja auch nicht unbedingt nach New York, nein irgendwo anders hin. Also wie soll es dann ab New York weiter gehen? Auf den maroden Bahnstrecken in den USA, wenn es überhaupt dann welche zu seinem Ziel gibt? - Oder mit dem Bus, ja vielleicht doch mit dem Flugzeug?

Das ist kein Ansatz zum Umweltschutz!

Du versuchst hier Szenarien aufzubauen die schnell widerlegt werden können und keine Zukunftsvisionen bedienen, sondern Phantasien darstellen.

Trotz allem

Schöne Ostern!

nordic




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.04.21 11:52.

Re: bedeutende Hafenteile

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 04.04.21 10:25

MrEnglish schrieb:
Nochmal, das eine ist einer der wichtigsten Häfen der Welt, das andere kaum bis gar nicht genutzte Infrastruktur. Wenn du da den Unterschied nicht erkennst, dann kämpfst du hoffentlich auch für den Erhalt jedes Feldwegs.
Moin!

Die Columbuskaje hat in der internationalen Seefahrt jedoch nicht viel mehr Bedeutung als die ungenutzte Landebahn für die Luftfahrt. Bis auf ein paar Mehrtages-Butterfahrten in größerer Dimension läuft da nichts.
Der "bedeutende" Hafen beginnt etwas weiter die Weser runter.

Grüße aus dem Nordwesten
Sebastian




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.04.21 10:28.

Re: keine Bananenwagen mehr?

geschrieben von: G1600BB

Datum: 04.04.21 12:08

Moin,

bedeutet das, daß auch keine Bananen mehr umgeschlagen werden können? Oder sind diese Verkehre auch aufgeben worden?

20120421 BHV 005_Ausschnitt.jpg


Oder reden wir nur über diese beiden Gleise:

[www.openstreetmap.de]

und die wasserseitigen Gleise

[www.openstreetmap.de]

sind nicht betroffen?

Gruß aus dem Norden Bremens

"Ich besinne mich, dass es ihm in der Schule immer so schwer ward, die Commata und Puncta recht zu setzen. Sieht er,(...), wo der Verstand halb aus ist, setzt Er ein Comma; wo er ganz aus ist, ein Punctum, und wo gar keiner ist, kann er setzen was Er will." (Matthias Claudius - 1774)





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.04.21 12:17.

Re: Und ***BINGO***

geschrieben von: Rübezahl

Datum: 04.04.21 13:10

MrEnglish schrieb:
ßänkjuhforträvvelingwißdeutschebahn schrieb:
Nach nur eineinhalb Stunden sind von vier Antworten schon mal zwei der Meinung, dass das alles sowieso Schrott war und sowieso niemand mehr Gleise braucht. Und das nicht im Autoforum, sondern ... naja. Wenn irgendetwas zuverlässig eintritt, dann das.

Aber CDU/CSU und Grüne werden ja bald die Verkehrswende in ihrem Regierungsprogramm verankern. Und dann wird das alles ganz anders.
Kreuzfahrtschiffe passen eh nicht wirklich zur Verkehrswende.
Riesige schwimmende Containerstapel, die in Massen die Weltmeere mit Schwerölabgasen "beschiffen" auch nicht! Über sie spricht die Grünpartei aber nicht, weil sonst das schöne Globalisierungsspiel mit dem "billigsten Jakob" platzt.

Gruß

Rübezahl

Re: keine Bananenwagen mehr?

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 04.04.21 13:14

Da die Brücke hin ist und scheinbar nicht mehr instandgesetzt wird, werden alle Gleise nicht mehr nutzbar sein.

Re: Und ***BINGO***

geschrieben von: Mueck

Datum: 04.04.21 14:07

Rübezahl schrieb:
Riesige schwimmende Containerstapel, die in Massen die Weltmeere mit Schwerölabgasen "beschiffen" auch nicht! Über sie spricht die Grünpartei aber nicht, weil sonst das schöne Globalisierungsspiel mit dem "billigsten Jakob" platzt.
Wahlprogramm Grüne schrieb:
Zukunftsfähiger Güterverkehr
Jeden Tag werden durch Deutschland Millionen Tonnen an Gütern transportiert, heute zumeist
in Form endloser Lkw-Karawanen auf unseren Straßen. In einem klimaneutralen Deutschland
muss auch der Güterverkehr zukunftsfähig sein. Wir setzen auf regionale Wirtschaftskreisläufe,
die Chancen der Digitalisierung und Vernetzung bei der Organisation der Logistik und wollen
mehr Güter mit der Bahn transportieren. Dazu wollen wir die Kombination von Straße und
Schiene ertüchtigen und dafür sorgen, dass Industrie und Gewerbe wieder ans Bahnnetz angeschlossen
werden. In der Schifffahrt heißt es: weg vom Schweröl und stattdessen den Einsatz
alternativer Kraftstoffe und Antriebe forcieren.
Den ausufernden Lkw-Verkehr wollen wir durch
eine CO2-orientierte Maut regulieren. Zusammen mit ambitionierten CO2-Flottengrenzwerten
und der Förderung klimafreundlicher Antriebe werden auch Lkw absehbar emissionsfrei. Für
mehr Sicherheit im Lkw-Bereich braucht es eine bessere Durchsetzung von Arbeitszeitvorschriften.
Auch die Arbeitsbedingungen der Lkw-Fahrer*innen müssen erheblich verbessert
werden. In der städtischen Logistik wollen wir den Einsatz von Lastenrädern und neue Verteilkonzepte
wie Cityhubs oder Güterbeförderung auf Schienen fördern.
Wahlprogramme gibt's hier
Unterstreichungen von mir. Die erste heißt übersetzt: "Weniger globaler Schiffsverkehr" und genau entgegen Deiner Unterstellung.

Gestern hatte ich mal versucht, Vergleichszahlen für CO2/Personenkilometer Auto/Fluchzeugs/Schiff zu finden, irgendwie erfolglos.
Dabei nebenbei über CO2/Tonnenkilometer gestolpert, da stand das Schiff gar nicht sooo schlecht da im Vergleich zum Güterzug. Wenn man sich zum ABgasreinigen durchringen könnte etc. und anhand der ersten Unterstreichung die globalen Transporte deutlich reduziert ...

http://heiko-jacobs.de/jacobs/bremerhaven/bilder/ende/zeiles.jpg

Re: keine Bananenwagen mehr?

geschrieben von: Crispin

Datum: 04.04.21 14:10

MrEnglish schrieb:
Da die Brücke hin ist und scheinbar nicht mehr instandgesetzt wird, werden alle Gleise nicht mehr nutzbar sein.
Nun, das Land Bremen wird die Brücke nun in Kürze abreißen und dann schnell neubauen lassen müssen. Vielleicht legt man tatsächlich dann auch 1 Gleis mit drauf (entweder als Teil der Straße oder separat) und elektrifiziert das Ganze auch. Manchmal sind solche Totalschäden auch für Überraschungen gut. Für den Neubau einer "Seute Deern bzw. Ersatz" hat der Bund auch fast 50 Mio. Euro bereitgestellt, hier sind auch plötzliche Mittel aus Berlin möglich. Und dann kann auch zum Beispiel das angedachte IC2 Zugpaar hin und wieder auch zum Columbus Cruise Center fahren, da es ja eh in Bremerhaven übernachtet. Alles Gedankspiele, aber wieso darf man die nicht äußern?

Frage: Was sagen die Experten dieses Forums, wie lange wohl der Neubau dauert, wenn die Mittel sofort da wären? Mit welchen Kosten ist zu rechnen?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.04.21 14:15.

Re: keine Bananenwagen mehr?

geschrieben von: Mueck

Datum: 04.04.21 14:12

G1600BB schrieb:
Oder reden wir nur über diese beiden Gleise:

[www.openstreetmap.de]

und die wasserseitigen Gleise

[www.openstreetmap.de]

sind nicht betroffen?
Sagen wir mal so ...
Von der Maßnahme im Ausgangsbeitrag sind die wasserseitigen Gleise nicht betroffen, für die sollte es, wie für den Straßnverkehr, Öffnungen in der Spundwand geben, wenn ich ältere Meldungen zu dieser richtig in Erinnerung habe.
Aber inzwischen gibt es da ja noch ein anderes kleines, nahezu unbedeutendes Problemchen ... Ähm ... *flöt*

http://heiko-jacobs.de/jacobs/bremerhaven/bilder/ende/zeiles.jpg

Re: Klingt interessant! - Ist es aber nicht!

geschrieben von: Mueck

Datum: 04.04.21 14:23

nordicocean schrieb:
Der Einfachheit halber setze ich mal meine Anmerkungen in deinen Text!
Solche leserunfreundliche Faulheit unterstütze ich nicht ...

Zum einen auf erste Ansätze von Änderungen in der Branche verweisen, zum anderen weitere Änderungsnotwendigkeiten zum Jetztzustand und Potentiale nicht sehen wollen bzw. gar verbauen lassen, ist widersprüchlich und zeugt vor allem nicht gerade von umfassender Weitsicht ...

http://heiko-jacobs.de/jacobs/bremerhaven/bilder/ende/zeiles.jpg
Gefüllt nich länger nicht!

Die Gleise die Du zeigst, an der Stromkaje, sind übrigens nicht die Gleise, die zur Verlade-Anlage für die Banenen führten.

Gruss
Nordic

Gruss
Nordic

Gab es von dort eigentlich auch Sonderzüge?

geschrieben von: VT

Datum: 04.04.21 16:51

Von Rostock weiß ich ja, dass es zuweilen Sonderzüge der dort verweilenden Schiffe nach Berlin gibt oder gab.

Gab es sowas auch von Bremerhaven?

Die Infrastruktur wäre dagewesen aber vorstellen kann ich mir das nicht so recht. Nach Hamburg kann das Schiff selbst fahren und ob Bremen und Osnabrück das Topziel für ausländische Besucher sind sei Mal dahingestellt.

Re: Gab es von dort eigentlich auch Sonderzüge?

geschrieben von: LIW

Datum: 04.04.21 16:57

Zu Mauerzeiten gab es täglich sogar einen US-Militärschnellzug von und nach Berlin.
Berlin-Lichterfelde (West)-Bremerhaven (Kaiserhafen). Aber nur für US-Militärangehörige und deren Familien.

Re: Und ***BINGO***

geschrieben von: Rübezahl

Datum: 04.04.21 17:01

Mueck schrieb:
Rübezahl schrieb:
Riesige schwimmende Containerstapel, die in Massen die Weltmeere mit Schwerölabgasen "beschiffen" auch nicht! Über sie spricht die Grünpartei aber nicht, weil sonst das schöne Globalisierungsspiel mit dem "billigsten Jakob" platzt.
Wahlprogramm Grüne schrieb:
Zukunftsfähiger Güterverkehr
Jeden Tag werden durch Deutschland Millionen Tonnen an Gütern transportiert, heute zumeist
in Form endloser Lkw-Karawanen auf unseren Straßen. In einem klimaneutralen Deutschland
muss auch der Güterverkehr zukunftsfähig sein. Wir setzen auf regionale Wirtschaftskreisläufe,
die Chancen der Digitalisierung und Vernetzung bei der Organisation der Logistik und wollen
mehr Güter mit der Bahn transportieren. Dazu wollen wir die Kombination von Straße und
Schiene ertüchtigen und dafür sorgen, dass Industrie und Gewerbe wieder ans Bahnnetz angeschlossen
werden. In der Schifffahrt heißt es: weg vom Schweröl und stattdessen den Einsatz
alternativer Kraftstoffe und Antriebe forcieren.
Den ausufernden Lkw-Verkehr wollen wir durch
eine CO2-orientierte Maut regulieren. Zusammen mit ambitionierten CO2-Flottengrenzwerten
und der Förderung klimafreundlicher Antriebe werden auch Lkw absehbar emissionsfrei. Für
mehr Sicherheit im Lkw-Bereich braucht es eine bessere Durchsetzung von Arbeitszeitvorschriften.
Auch die Arbeitsbedingungen der Lkw-Fahrer*innen müssen erheblich verbessert
werden. In der städtischen Logistik wollen wir den Einsatz von Lastenrädern und neue Verteilkonzepte
wie Cityhubs oder Güterbeförderung auf Schienen fördern.
Wahlprogramme gibt's hier
Unterstreichungen von mir. Die erste heißt übersetzt: "Weniger globaler Schiffsverkehr" und genau entgegen Deiner Unterstellung.

Gestern hatte ich mal versucht, Vergleichszahlen für CO2/Personenkilometer Auto/Fluchzeugs/Schiff zu finden, irgendwie erfolglos.
Dabei nebenbei über CO2/Tonnenkilometer gestolpert, da stand das Schiff gar nicht sooo schlecht da im Vergleich zum Güterzug. Wenn man sich zum ABgasreinigen durchringen könnte etc. und anhand der ersten Unterstreichung die globalen Transporte deutlich reduziert ...
Ja, weg vom Schweröl. Vielleicht zu leichtem Heizöl oder Gas, aber nicht weg vom Massengüterverkehr über die Ozeane. Warum nicht einfach bei den Lkws: Neuzulassung Lkw nur bei Abmeldung eines alten, keine Vermehrung von Lkws auf dem Straßennetz. Co2-Steuer bringt außer Erhöhung der Transportkosten, die auf die Kunden umgelegt werden überhaupt nichts.
Und warum favorisieren die Grünen Koalitionspartner mit denen sie ihr Programm am wenigsten umsetzen können --> CDU und FDP?

Gruß

Rübezahl

Re: Gab es von dort eigentlich auch Sonderzüge?

geschrieben von: Rübezahl

Datum: 04.04.21 17:05

LIW schrieb:
Zu Mauerzeiten gab es täglich sogar einen US-Militärschnellzug von und nach Berlin.
Berlin-Lichterfelde (West)-Bremerhaven (Kaiserhafen). Aber nur für US-Militärangehörige und deren Familien.
Damals wurden die US-Truppen auch auf einem eigenen Hafenbereich in Bremerhaven angelandet und von dort in die Besatzungsgebiete entsandt.

Gruß

Rübezahl

Re: Vollkommen subjektives Geschreibsel, denn

geschrieben von: Stammstrecke

Datum: 04.04.21 17:29

Hallo!

nordicocean schrieb:
Und zu deinen Kreuzfahrt-Passagieren gilt hinsichtlich der Nutzung zu den An-/Abreisen:

1. PKW
2. Busse
3. Bahn...

...Bremerhaven hat ja sogar einen Hbf
Woher stammt diese Rangordnung? Ich frage, weil meine subjektive Erfahrung nicht ganz zu dieser Aussage passen will. Als ich mal vor 3-4 Jahren von München nach Hamburg gefahren bin, habe ich frühzeitig für Samstagvormittag einen Sparpreis mit der Linie 25 gekauft. In der Annahme, dass Samstagvormittag normalerweise nicht besonders voll ist und ich in München schon einen passenden Platz finde, habe ich auf eine Reservierung verzichtet. Beim routinemäßigen Check wenige Wochen vor der Fahrt musste ich dann feststellen, dass der 12-teilige ICE 4 auf einer Teilstrecke vollständig ausreserviert ist. Zum Glück konnte mir das Reisezentrum noch Plätze so reservieren, dass ich nur zwischen Göttingen und Hannover stehen musste (Übrigens top Service von der Mitarbeiterin im Reisezentrum, die es geschafft hat, wenigstens alle noch reservierbaren Abschnitte einen Platz zu buchen). Zwei weitere Fahrten der Linie 25 waren am gleichen Morgen ebenfalls ausreserviert (1 Stunde davor und 1 Stunde danach). Auf der Zugfahrt konnte ich dann feststellen, warum der Zug so voll war: Sicher über die Hälfte der Fahrgäste hatte an ihrem Koffer einen Anhänger von MSC oder Costa, die an dem Tag mit drei verschiedenen Kreuzfahrten in Kiel gestartet sind. Ab Kassel standen die Fahrgäste nicht nur in den Türbereichen, sondern auch in den Gängen. Ich würde überschlagsmäßig davon ausgehen, dass an dem Tag allein auf der Achse München-Hamburg rund 800-1000 Menschen zur Kreuzfahrt nach Kiel unterwegs waren. Aus Neugierde habe ich im Navigator dann auch mal die anderen Achsen nach Hamburg gecheckt. Auch aus Berlin, Frankfurt und dem Ruhrgebiet wurden die Züge als sehr voll angezeigt und zum Teil waren auch dort alle Sitzplätze reserviert. Insgesamt könnten an dem Tag gut 3000 Menschen zur Kreuzfahrt mit dem Fernzug zur Kreuzfahrt nach Kiel angereist sein.

Wenn dann noch einige Fluganreisen und Zugfahrten aus der näheren Umgebung dazukommen und die Kreuzfahrtschiffe nicht alle Passagiere austauschen (oft drehen die Schiffe in der Ostsee mehrere Runden und man kann von jedem der angelaufenen Häfen starten) passt die von dir angegebene Rangordnung nicht zu meinem konkreten Erleben.

Grundsätzlich halte ich den Fernzug innerhalb Deutschlands auch aus rationalen Gründen für das beste Verkehrsmittel zur Kreuzfahrtsanreise, wenn der Weg vom Bahnhof zum Schiff einfach realisiert werden kann. Preislich ist die Zugfahrt konkurrenzfähig, weil allein bei den Parkgebühren teilweise mehr als 120€ für 1 Woche fällig sind. Mit den Spritkosten lohnen sich dann für 2 Personen schon die rabattierten Kombiangebote der Kreuzfahrtanbieter für die Zugfahrt. Im Vergleich zu den Bussen bringt der Fernzug vor allem den Vorteil, dass eine kürzere Fahrzeit möglich ist. Gerade aus dem Süden bedeutet das einen deutlich entspannteren Start am Morgen. Diese Einordnung gilt vor allem für Starthäfen in Deutschland, die recht einfach mit der Bahn zu erreichen sind. Nach Italien sieht das schon ganz anders aus, weil auf diesen Fahrten entweder eine Zwischenübernachtung gemacht wird oder die Busse die Nacht durchfahren. Das lässt sich mit Bussen deutlich praktischer organisieren. Genauso, wenn der Starthafen in Deutschland nur recht umständlich mit der Bahn zu erreichen ist. In Kiel gibts den Vorteil, dass dieser Bahnhof aus den meisten deutschen Städten mit einem Umstieg in Hamburg oder sogar ohne Umstieg erreicht werden kann. Das heißt nicht, dass das ganze auf die Diskussion zu Bremerhaven übertragen werden kann. Da muss schon die konkrete Situation passen, dass die Zugfahrt für die Anreise am attraktivsten ist. Ob dafür eine Dieselstrecke in den Hafen mit einem zusätzlichen Umstieg geeignet ist, kann ich nicht sagen.

Grüße von der Stammstrecke

Re: Vollkommen subjektives Geschreibsel, denn

geschrieben von: VT

Datum: 04.04.21 18:04

Allerdings hast du bei Zugangsreise wieder das Problem, wie bei Zug zum Flug. Was passiert bei einer Verspätung?

Bei einer vom Veranstalter organisierter Busanreise ist das geregelt. Beim PKW fährt der normale Mensch mit reichlich Puffer los. Beim Zug sollte er das auch, tut's aber nicht, weil ihm ja gesagt wird dass er genau passend ankommen wird.

Warten wird das Schiff auf keinen Fall. Aida übernimmt bei Rail&Cruise keine Verantwortung für Verspätungen der Bahn. Die Reisenden werden gebeten so zu planen, dass sie bequem zum Schiff kommen. Wir als Stammkunden der Bahn würden einen oder zwei Takte vorher fahren, ein anderer denkt "Ich Lauf in ner halben Stunde bequem zum Schiff" und schaut bei nem verpassten Anschluss in die Röhre.

Re: Kiel oder Bremerhaven

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 04.04.21 18:56

Stammstrecke schrieb:
Hallo!

nordicocean schrieb:
Und zu deinen Kreuzfahrt-Passagieren gilt hinsichtlich der Nutzung zu den An-/Abreisen:

1. PKW
2. Busse
3. Bahn...

...Bremerhaven hat ja sogar einen Hbf
Woher stammt diese Rangordnung?
...
Auf der Zugfahrt konnte ich dann feststellen, warum der Zug so voll war: Sicher über die Hälfte der Fahrgäste hatte an ihrem Koffer einen Anhänger von MSC oder Costa, die an dem Tag mit drei verschiedenen Kreuzfahrten in Kiel gestartet sind.
...
Insgesamt könnten an dem Tag gut 3000 Menschen zur Kreuzfahrt mit dem Fernzug zur Kreuzfahrt nach Kiel angereist sein.
...

Grüße von der Stammstrecke
Moin!

Die Situation in Kiel ist aber eine andere Alain Bremerhaven. In Kiel verlässt du den Hauptbahnhof und bist fast schon am Schiff. In Bremerhaven müsste man Zugfahrten verlängern, um überhaupt in die Nähe der Kaje zu gelangen.

Grüße aus dem Nordwesten
Sebastian

Jein!

geschrieben von: nordicocean

Datum: 04.04.21 19:03

VT schrieb:
Von Rostock weiß ich ja, dass es zuweilen Sonderzüge der dort verweilenden Schiffe nach Berlin gibt oder gab.

Gab es sowas auch von Bremerhaven?

Die Infrastruktur wäre dagewesen aber vorstellen kann ich mir das nicht so recht. Nach Hamburg kann das Schiff selbst fahren und ob Bremen und Osnabrück das Topziel für ausländische Besucher sind sei Mal dahingestellt.
Wie einige Schreiber hier schon anmerkten wurden für die US-Truppen in Deutschland Sonderzüge gefahren, wenn Verlegungen anstanden.
Dann wurden die Züge ex Bremerhaven Columbusbhf eingesetzt. Galt auch in der Gegenrichtung.

Bis in die 90ziger Jahre gab es einen Regelbetrieb zwischen Bremerhaven Hbf nach Berlin-Lichterfelde nur für die US-Army.

In den end-vierziger Jahre verkehrte ein Regelzug von Bremerhaven nach Frankfurt (Main), ebenfalls nur für die US-Army und deren Soldaten / Angehörige,

Weiterhin gab es sogenannte Bäderzüge bis in die siebziger Jahre, wo Eilzüge aus Hannover an bestimmten Tagen zum Columbusbahnhof durchfuhren meistens Sa und So und an Feiertagen
und die Reisenden dort Anschluss an die Fähre nach Helgoland und zurück hatten.

Meines Wissen waren die letzten richtigen Sdz im Jahr 2010 anlässlich der Sail. Wir (ich war der Besteller) fuhren an dem Tag mit zwei Zügen den Bhf an.

1 Sdz aus Köln mit einem Wagenpark aus Schürzenwagen und TEE-Wagen der siebziger Jahre, Zuglok blaue E 10 xxx
1 Sdz aus Braunschweig mit dem VT 08

Zu Zug 1 erfolgte im Kaiserbahnhof das Vorspannen einer Rangier-Maschine der Baureihe 290/1/2 und ab ging es auf die Reststrecke . Die damit verbundene Zeitspanne betrug zirka 8 Minuten.

Man hat versucht in den letzten Jahren Bremerhaven als Zwischenziel für andere Reedereien mit Start/Ende der Kreuzfahrt in den Niederlanden oder Copenhagen anzubieten. Das Ergebnis war eher suboptimal, denn wohin sollten die Passagieren.

Bremen ist zwar interessant, aber eben nicht Hamburg oder Berlin und Bremerhaven ist nun auch nicht gerade der "Nabel der Welt".

Somit war ein Sdz-Verkehr für solche Schiffe nicht von Interesse.

Gruss
nordic
nordicocean schrieb:
Gefüllt nich länger nicht!

Die Gleise die Du zeigst, an der Stromkaje, sind übrigens nicht die Gleise, die zur Verlade-Anlage für die Banenen führten.

Gruss
Nordic

Gruss
Nordic
Moin,

der wöchentliche Dienst der Great White Fleet wurde von Chiquita Anfang 2018 eingestellt! Zuletzt landeten die Kühlschiffe die Ware überwiegend in Containern an der Columbuskaje an. Heuer Logistics hat deswegen Teile des Stückgutterminals entsprechend umgebaut. Deswegen wurden auch Kühlzüge auf die Kaje geschoben, um einen Teil der Ware ins Binnenland zu schaffen. Wie viele Kühlschiffe aktuell noch am F/G-Schuppen oder an der Colpier direkt anlanden, ist mir nicht bekannt. Früchte werden aber auch aus den Benelux-Ländern oder vom Container-Terminal per LKW zugeführt. Die 2.000 t Chiquita-Bananen, die man pro Woche eingelagert und weiterverteilt hat, fehlen aber wohl sehr in der Umschlagsbilanz.

Gruß
Ingo

Re: Jein!

geschrieben von: VT

Datum: 04.04.21 19:12

Danke dir.

Das ist in der Tat eine unglückliche Situation. An anderen Ort wäre so ein Bahnhof eine hervorragende Ausgangsituation. Das war mein erster Gedanke, dass es für ausländische Besucher eigentlich toll wäre ohne Transfer oder Fußweg vom Schiff direkt in den Sonderzug umzusteigen. Aber beim zweiten Blick haben mir dann auch die potentiellen Ziele gefehlt.

Ich finde es auch spannend, dass die Amis so lange ihre Leute noch mit dem Schiff verlegt haben.

Anfahrt zum Terminal

geschrieben von: Bremerhavener

Datum: 04.04.21 22:04

Moin,

die Ausführungen von "Stammstrecke" entsprechen tatsächlich auch eher dem, was ich aus Bremerhaven kenne. Prozentsätze kenne auch ich nicht, aber dass die Zugreisenden nur einen kleinen Bruchteil ausmachen, halte ich doch für eher unwahrscheinlich.
Es wird sicherlich auch seine Gründe haben, dass die örtliche Verkehrsgesellschaft extra für den Kreuzfahrerverkehr neun Gepäckanhänger und sogar einen LKW im Bestand hat. Und auch die Anzahl und Größe der Fahrzeuge, die bei größeren Schiffsanläufen eingesetzt werden, ist nicht zu verachten. Dazu mal ein Foto aus 2017:
https://abload.de/img/p1210048k3jxg.jpg
Leider weiß ich nicht mehr genau, wie viele Schiffe an dem Tag vor Ort fahren. Auf jeden Fall waren aber alle vier zu sehenden Busse zum Kreuzfahrt-Terminal unterwegs.
Übrigens steht dann auch bereits am Hauptbahnhof Personal des Kreuzfahrtterminals bzw. der Reedereien, um die Fahrgäste zu leiten. So unbedeutend kann dann die Anreise per Bahn gar nicht sein.

Nichtsdestotrotz ist es natürlich fraglich, ob sich die Herrichtung der Strecke für ein paar Großkampftage im Jahr wirklich lohnt. Man darf ja auch nicht vergessen, dass (jedenfalls vor Corona) nicht alle Schiffe in der Größenordnung von Tui, Costa und co waren. Außerdem ist ja quasi das komplette Winterhalbjahr Flaute. Da könnte es schon sein, dass der Busverkehr einfach lukrativer ist.

Viele Grüße aus Bremen




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.04.21 22:06.

Re: Bremerhaven-Columbusbahnhof rückgebaut

geschrieben von: Samson47877

Datum: 06.04.21 12:58

Bei aller Nostalgie...
Man betreibt dort eine Infrastruktur mit einem antiken, komplexen Ingenieurbauwerk für ein paar Abstellgleise an der Hafenmauer.
Das war genau so lange vertretbar, wie das Bauwerk erhaltbar war.
Jetzt ist es kaputt, ganz einfach so, ohne Zutun eines verwirrten Flussschifffahrtskapitäns.
Ich weiß nicht, ob man der Bahn einen Gefallen damit tut, wenn man jedes tote Ende auf Biegen und Brechen erhalten will.
Wenn dort Bedarf besteht, ein Kreuzfahrtterminal anzubinden, dann wird irgendjemand tolle Vrschläge einbringen. Vielleicht eine Seilbahn vom Bahnhof zum Hafen. Oder eine Straßenbahn über die Kaiserschleuse. Oder einen Tretbootkanal zum Bahnhof. Oder oder oder......
meint
Samson