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Zitat:
dann muss das Gesamtsystem noch finanzierbar sein - niemand wird den doppelten Fahrpreis bezahlen, weil da irgendwo 10 Leute am Hebel ziehen

Erst mal müsste das Gesamtsystem als solches noch erkennbar sein. Das bedeutet, es müsste mindestens so gut wie vor den Einsparungen funktionieren. Wenn jede größere Reise zum Glücksspiel wird und niemand weiß, wo heute wieder sein Zug wegen "Signalstörung", wegen "Türstörung" oder wegen "Verzögerungen im Betriebsablauf" stehenbleiben wird, dann haben die Einsparungen ihr Ziel verfehlt.
Wir können uns gerne darauf einigen, dass alle alte Technik verschwindet, wenn die neue dafür nicht schlechter, sondern besser funktioniert. Im Gegenzug für das eingesparte Geld erwarte ich dann keinen Schlendrian, sondern erstklassige Arbeit, die mir wieder ermöglicht, mit meinem vorher erstellten Reiseplan 1:1, also ohne Improvisation, abends pünktlich am Ziel einzutreffen.

http://www.bilder-hochladen.net/files/5eof-67-63dc.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.04.21 17:10.
Huhu.


ßänkjuhforträvvelingwißdeutschebahn schrieb:
Wenn jede größere Reise zum Glücksspiel wird und niemand weiß, wo heute wieder sein Zug wegen "Signalstörung", wegen "Türstörung" oder wegen "Verzögerungen im Betriebsablauf" stehenbleiben wird, dann haben die Einsparungen ihr Ziel verfehlt.
Wir können uns gerne darauf einigen, dass alle alte Technik verschwindet, wenn die neue dafür nicht schlechter, sondern besser funktioniert. Im Gegenzug für das eingesparte Geld erwarte ich dann keinen Schlendrian, sondern erstklassige Arbeit, die mir wieder ermöglicht, mit meinem vorher erstellten Reiseplan 1:1, also ohne Improvisation, abends pünktlich am Ziel einzutreffen.
Wir weltfremd ist das denn? Zuverlässig ankommen ... Die Zeiten, wenn sie je existierten, sind unwiderbringlich vorbei. Und was heißt größere Reise? Regelmäßig reicht es nicht mal für 200 km von Osnabrück nach Bremen oder Hannover oder ähnlich. Aktuell hat sich die Fahrt nach Solingen wohl erübrigt. Und dazu braucht es nicht mal all die o.g. Störungen. Der Clou ist heutzutage PERSONEN IM GLEIS. Das kommt oft genug vor und reicht völlig aus, um die Dinge in die Unregelmäßigkeit zu treiben. Eine Lösung für das Problem hat niemand. In Deutschland darf man Autobahnen einzäunen und macht das auch, damit der Autofahrer nicht belästigt wird durch Tier oder Mensch. Eisenbahnen zäunt niemand ein - von der Lärmschutzwand abgesehen.

Komm also endlich in der Moderne an! Es gibt keine zuverlässige Bahnfahrt mehr. Heute nicht, morgen nicht und in Zukunft auch nicht. Wen das noch stört, der ist längst weg. Und die, die da sind, haben es längst akzeptiert und nehmen es als Begleiterscheinung hin. So wie man im Regen stehend naß wird. Ist halt so. Kaum ein Fahrgast klagt bei mir noch sein Leid, wenn mal wieder alles nicht klappt, wie geplant. Denn das kennen sie; das ist regelmäßig so - und dank Navigator und WLAN im Zug suchen sie sich ihre Verbindungen neu. Das Ausfüllen des FGR-Formulars ist Routine. Oder man läßt es gleich, weil die mickrigen Entschädigungen den Aufwand nicht lohnen.

Kurzum: alles geht seinen geregelten Gang!

Eine Verkehrswende gibt's so nicht. Im Gegenteil. Mit dem Deutschlandtakt werden noch viel mehr Anschlüsse verpasst und Verspätungen produziert. Aber eine echte Verkehrswende will auch niemand. Die Bahnfuzzys nicht. Der Bürger nicht. Die Autolobby nicht. Und die Politik dann auch nicht. Die Eisenbahn soll Überlaufventil sein. Damit hier und da noch freie Fahrt für freie Bürger herrscht. Und sie soll die Querulanten von der Straße holen. Damit der besserwisserische Lehrer nicht mit 105 die linke Spur blockiert und alles aufhält. Siehe oben.

So sieht das aus. Entweder lebst du damit und wirst alt und hast Lebensqualität. Oder du regst dich ständig auf, was auch nichts ändert und hast keine Lebensqualität und stirbst früher.

Ach ja, ICE 1021 jetzt nur noch plus 30. Vorhin standen mal plus 55 drin. Könnte Solingen klappen. Siehste. Immer gechillt bleiben.

Schöne Grüße von jörg



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.04.21 18:04.

Re: Geregelter Bahnbetrieb - wie weltfremd ist das denn???

geschrieben von: Henra

Datum: 03.04.21 18:39

bahnratefuchs schrieb:
Zitat:
Es gibt keine zuverlässige Bahnfahrt mehr. Heute nicht, morgen nicht und in Zukunft auch nicht. Wen das noch stört, der ist längst weg. Und die, die da sind, haben es längst akzeptiert und nehmen es als Begleiterscheinung hin. So wie man im Regen stehend naß wird. Ist halt so. Kaum ein Fahrgast klagt bei mir noch sein Leid, wenn mal wieder alles nicht klappt, wie geplant. Denn das kennen sie; das ist regelmäßig so - und dank Navigator und WLAN im Zug suchen sie sich ihre Verbindungen neu. Das Ausfüllen des FGR-Formulars ist Routine. Oder man läßt es gleich, weil die mickrigen Entschädigungen den Aufwand nicht lohnen.

Kurzum: alles geht seinen geregelten Gang!
Weißt Du, was das schlimme ist?

Du hast mit Deinen Beobachtungen 100% recht.
Es regt sich wirklich niemand mehr auf, wenn der ICE mal wieder +25 hat und damit ganz sicher alle Anschlüsse zum Deibel sind.
Wenn mal wieder Wagenreihungs- Lotto gespielt wurde und sich Horden von Menschen gegenseitig Body- Checks austeilen auf dem Weg zum reservierten Platz am anderen Ende des Zuges -um dann festzustellen dass das mit dem Reservieren heute leider nicht geklappt hat und schon jemand auf dem Platz sitzt.
Wenn der Anschluss mal wieder zu sportlichen Höchstleistungen animiert hat (Usain Bolt hätte im 200m Hürden- Trolley Sprint nicht den Hauch einer Chance gehabt). Und dann trotzdem einem fröhlich piepsend den Mittelfinger rausstreckt, kurz bevor die rettende Tür erreicht ist.
Wenn die einst vorhandene Bahnsteigüberdachung ersatzlos gestrichen wurde und das Empfangsgebäude nur noch auf alten Postkarten existiert. Und die Bahnhofs- Gastro vor Jahrzehnten geschlossen wurde.
Zitat
Bis auf das Foto eine tolle Wiedergabe von Wikipedia-Inhalt, soweit ich sehe illegal, da der Ursprung nicht benannt ist!

Der Ursprung ist die Webseite der Stadt Bremerhaven. Steht bei mir auch so. Warum unterschlägst Du das? Vermutlich hat sich eher auch Wiki dort bedient?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.04.21 19:41.
> Wenn jede größere Reise zum Glücksspiel wird und niemand weiß, wo heute wieder sein Zug wegen "Signalstörung", wegen "Türstörung" oder wegen "Verzögerungen im Betriebsablauf" stehenbleiben wird, dann haben die Einsparungen ihr Ziel verfehlt.

Aber das sind Punkte, wo man eben mal an die Politik gehen müßte, damit sämtliche(!) EVU und EIU verbindliche und einheitliche(!) Vorgaben bekommen. Aber das ist eben wieder das, was Arbeit macht.

Nichts davon ändert sich jedoch, wenn die hier genannten Gleise erhalten bleiben. Im Gegenteil: Das Geld, das man ausgeben würde, um die Brücke und die Gleise hier zu sanieren fehlt dann vielleicht eher an anderer Stelle, wo die Gleise wirklich genutzt werden.

Was hat außerdem eine Türstörung (bei welchem EVU?) mit dem Erhalt von Gleisen zu tun? Hinzu kommt sogar noch, daß die hier genannten Gleise nicht einmal der DB gehören, auf die Du ja vmtl. mit „Signalstörung“ und „Türstörung” hinaus willst.

---
Die EU-Bildungsminister: Lesen gefährdet die Dummheit
LIW schrieb:
Zitat
Bis auf das Foto eine tolle Wiedergabe von Wikipedia-Inhalt, soweit ich sehe illegal, da der Ursprung nicht benannt ist!
Der Ursprung ist die Webseite der Stadt Bremerhaven. Steht bei mir auch so. Warum unterschlägst Du das? Vermutlich hat sich eher auch Wiki dort bedient?
Ist für uns hier ja sowieso völlig irrelevant. Ist ja kein Anwälteforum.
LIW schrieb:
Zitat
Der Ursprung ist die Webseite der Stadt Bremerhaven. Steht bei mir auch so. Warum unterschlägst Du das?
Diese Frage ist gegenstandslos. Ich habe Deinen Link wiedergegeben und jetzt auch wieder in das Zitat eingefügt.

LIW schrieb:
Vermutlich hat sich eher auch Wiki dort bedient?
Das ist sehr unwahrscheinlich. Denn die Reihenfolge der Textstücke unterscheidet sich auf markante Weise: Die Anordnung im Wikipedia-Artikel ergibt Sinn und die auf der Bremerhaven-Website weit weniger.

Auf der Bremerhaven-Website springt vom dritten zum vierten Absatz ganz eigenartig die Betrachtungsebene. Das war es übrigens, was mich überhaupt erst dazu brachte, in die Wikipedia zu sehen; es klingt auf der Bremerhaven-Website eben wie aus einem anderen Zusammenhang genommen. Und tatsächlich entspricht das Ende des Artikels auf der Bremerhaven-Website der Einleitung des Wikipedia-Artikels.

Es ist auch eine irgendwie gegenseitig verquickte Entwicklung der beiden Texte denkbar. Aber dass der Beitrag auf der Bremerhaven-Website unabhängig vom Wikipedia-Artikel entstanden ist und der Wikipedia-Artikel darauf beruht, ist aufgrund der Textstruktur praktisch auszuschließen.

Nebenbei wäre die Übernahme Bremerhaven→Wikipedia noch problematischer als die Übernahme Wikipedia→Bremerhaven da die Texte der Bremerhaven-Website zwar auch nach Creative-Commons-Regularium weiterverwendet werden dürfen, dabei allerdings keine Bearbeitung gestattet ist.
9. Bauserie schrieb:
LIW schrieb:
Hannes Kuhnert schrieb:
Der Ursprung ist die Webseite der Stadt Bremerhaven. Steht bei mir auch so. Warum unterschlägst Du das? Vermutlich hat sich eher auch Wiki dort bedient?
Ist für uns hier ja sowieso völlig irrelevant. Ist ja kein Anwälteforum.
Wem hier was relevant ist, mag sich individuell unterscheiden.

Aber seit wann ist Urheberrecht schlechthin eine Sache von Anwälten?
LIW schrieb:
Sind beides wichtige Verkehrsanlagen. Die Feindseligkeit zeigt, dass sich manche sogar getroffen fühlen.
Wenn einem in einem Bahnforum die Bahn egal ist, dann gute Nacht.

Hier noch Infos zum früheren Regionalflugplatz oder Verkehrslandeplatz dort.(eben nicht nur ein Clubgelände)
[www.bremerhaven.de]
Nochmal, das eine ist einer der wichtigsten Häfen der Welt, das andere kaum bis gar nicht genutzte Infrastruktur. Wenn du da den Unterschied nicht erkennst, dann kämpfst du hoffentlich auch für den Erhalt jedes Feldwegs.

Re: Und ***DOPPELBINGO***

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 03.04.21 22:57

cargofuzzy schrieb:
Der Zusammenhang ist auch für mich, der keine Ortskunde hat, ziemlich offensichtlich:
Beides sind offenbar schwach bzw. kaum genutzte Verkehrsanlagen.
Und den Hafen bekommt man jetzt genau wie in die Reihe?
Crispin schrieb:
Das die Brücke nun Schrott ist tut mehr sehr leid. Wünschenswert wäre es ja gewesen, wenn das Columbus Cruise Center auch von Fernzügen (oder Saisonzügen) wieder bedient wird, denn die Eisenbahn ist das naturschonenste öffentliche Verkehrsmittel und in einem Bahnforum sollte der Wunsch nach BAHN da sein. Aber man fährt ja lieber von Bremerhaven Hbf tausende Gäste an den Hauptreisetagen zum Kreuzfahrtterminal mit dem Bus. Vielleicht eher was für [www.busscheibe-online.de] (Phantasieadresse). Frohe Ostern!
Weißt du wie man das nennt wenn man die Kreuzfahrtgäste mit der Bahn bis zum Terminal bringt? Greenwashing!

Re: Hierzu meine Antworten / Fragen

geschrieben von: Mueck

Datum: 03.04.21 23:05

nordicocean schrieb:
Grund:

Lande- / Startbahn zu kurz.
Eigentlich hatte man die die auf 1200 m verlängert, völlig ausreichend für das Inselhopping etc., dass man von dort jahrelang betrieben hat, mehr muss ja nicht sein.

nordicocean schrieb:
Bahnhof Bremerhaven Columbusbahnhof Pbf

Bremenports als Betreiber der Strecke (Hafenbahn) hat Gespräche unter Einbindung des Betreibers des Cruiseterminals mit verschiedenen Reedereien geführt über die Möglichkeit der An- und Abreisen mit der Bahn zu den einzelnen Abfahrten / Ankünften von Kreuzfahrt-Schiffen.

Das Ergebnis war, dass eine Reaktivierung der Strecke, so kann man es nach der jahrelangen Nicht-Nutzung dieser Möglichkeit nennen, aus
verschiedenen Gründen nicht umgesetzt werden kann.
Ein Punkt, der den Betrieb wohl höchst unwirtschaftlich machen würde, war ja der Haken, dass man für die letzten Meter auf Diesel umspannen musste. Mal eben einen Regelzug für "paar Euro" Grenzkosten verlängern geht nicht so einfach ...
Strippe hinhängen war wohl aus irgendeinem Grund nicht einfach? DAS könnte sich mit einer neuen Brücke ja nun ändern ...

Dass die Gleise im Colbf nun ganz weg sind, muss kein Hindernis sein. Die neue Spundwand scheint ja laut Twitterbid direkt an der Bahnsteigkante dran zu sein. Dort lagen zwei Gleise, vom Platz sollte der Platz östlich der Spundwand also für ein Gleis und einen neuen Bahnsteig reichen, Zugang dann von der Ostseite her. Das ganze wäre dann sogar sturmflutsicher im Gegensatz zu bisher.

Mal aus einem anderen Blickwinkel betrachtet:
Die Columbuskaje ist ja auch eine Stromkaje, die sich, wenn gerade kein Kreuzfahrer da ist, was womöglich in Zukunft auch wieder der Fall sein könnte, auch zum Verladen von sperrigem Stückgut eignet. Wurde ja wohl auch schon öfters praktiziert, zudem es die derzeit einzige Stromkaje Bremerhavens ist, an die ein Gleis direkt an die Kaje geht. Beim Containerterminal gibt es das nicht (mehr), im Hafen drin gibt es das wohl auch nur noch vereinzelt.
Schon aus Daseinsvorsorge sollte man dies nicht leichtfertig aufgeben. Dafür reicht ggfs. auch ein Gleis statt heute zwei und meinetwegen notfalls a la Kattwyk-alt in der Fahrbahn ...
Besser natürlich eigenständig.

nordicocean schrieb:
Die Bahn zum Terminal für Bahnreisende ist sprichwörtlich abgefahren und die Kreuzfahrt-Branche sortiert sich auch neu, Dank oder Fluch der
"Greta-Kampagne"!
Beim Neusortieren könnte die Branche grüner werden wollen.
Alleine zum Kreuzfahren könnte dazu nicht nur das Weglassen des Verfeuerns alter Socken, getränkt ins Schweröl etc. gehören, sondern auch eine ökologischere Anreise.
Da hätte BHV den Vorteil, dass "richtige" Züge bis ans Terminal kommen können, bei der Komkurrenz in HH sind nur U- und S-Bahnen mehr oder weniger nahe dran: Umsteigen, was man sich theoretisch in BHV sparen könnte ...
Und dann könnte es als Gretaeffekt auch eine Renaissance des Transatlantikverkehrs per Schiff statt Fluchzeugs geben ...
Und sollte beides nicht klappen, steht die Renaissance als Stückgutkaje o.ä. an, dazu braucht man erst recht ein Gleis auf die Columbusinsel, s.o. ...

http://heiko-jacobs.de/jacobs/bremerhaven/bilder/ende/zeiles.jpg

Re: Und ***DOPPELBINGO***

geschrieben von: Mueck

Datum: 03.04.21 23:13

MrEnglish schrieb:
Und den Hafen bekommt man jetzt genau wie in die Reihe?
Kommt auf den Hafenteil an ...
In den Alten Hafen wurde ja schon zur Hälfte Sand reingeschüttet ...
Stehen heute Columbusstraße und -center drauf ...
BHVs erste Schleuse ist auch zugesandet, genauso wie Geestemündes erste Schleuse und einige Hafenbecken ...

http://heiko-jacobs.de/jacobs/bremerhaven/bilder/ende/zeiles.jpg

Klingt interessant! - Ist es aber nicht!

geschrieben von: nordicocean

Datum: 04.04.21 09:33

Der Einfachheit halber setze ich mal meine Anmerkungen in deinen Text!



Mueck schrieb:
nordicocean schrieb:
Grund:

Lande- / Startbahn zu kurz.
Eigentlich hatte man die die auf 1200 m verlängert, völlig ausreichend für das Inselhopping etc., dass man von dort jahrelang betrieben hat, mehr muss ja nicht sein.

Der Flugplatz war in der Tat für den Insel-Verkehr (Helgoland, bedingt Ostfriesische Inseln) eine durchaus wichtige Position und das AWI hatte dort in der Tat eine Maschine stationiert. Das war es aber auch! - Und davon war der Platz nicht wirtschaftlich zu betreiben. Siehe dir mal die Geschäftsberichte der entsprechenden Jahre an.

nordicocean schrieb:
Bahnhof Bremerhaven Columbusbahnhof Pbf

Bremenports als Betreiber der Strecke (Hafenbahn) hat Gespräche unter Einbindung des Betreibers des Cruiseterminals mit verschiedenen Reedereien geführt über die Möglichkeit der An- und Abreisen mit der Bahn zu den einzelnen Abfahrten / Ankünften von Kreuzfahrt-Schiffen.

Das Ergebnis war, dass eine Reaktivierung der Strecke, so kann man es nach der jahrelangen Nicht-Nutzung dieser Möglichkeit nennen, aus
verschiedenen Gründen nicht umgesetzt werden kann.
Ein Punkt, der den Betrieb wohl höchst unwirtschaftlich machen würde, war ja der Haken, dass man für die letzten Meter auf Diesel umspannen musste. Mal eben einen Regelzug für "paar Euro" Grenzkosten verlängern geht nicht so einfach ...
Strippe hinhängen war wohl aus irgendeinem Grund nicht einfach? DAS könnte sich mit einer neuen Brücke ja nun ändern ...

Diese Kosten waren marginal und es wäre kein Umspannen nötig gewesen, sondern nur ein Vorspann auf den letzten zirka 1.000 Metern. Habe selber einen Sdz in 2010 gefahren und die Kosten für den Part an Bremenport (Hafenbahn) betrugen zirka 800€ für den Weg vom Kaiserbhf - zum Columbusbhf und zurück. Davon abgesehen wäre eine Elektrifizierung auf den letzten Metern aufgrund der Kosten, gerade wegen der Brücke, unsinnig gewesen und dieser Part über Jahre lediglich für Rangierfahrten von Einzelwagen, Wagengruppen genutzt wurde!

Dass die Gleise im Colbf nun ganz weg sind, muss kein Hindernis sein. Die neue Spundwand scheint ja laut Twitterbid direkt an der Bahnsteigkante dran zu sein. Dort lagen zwei Gleise, vom Platz sollte der Platz östlich der Spundwand also für ein Gleis und einen neuen Bahnsteig reichen, Zugang dann von der Ostseite her. Das ganze wäre dann sogar sturmflutsicher im Gegensatz zu bisher.

Mal aus einem anderen Blickwinkel betrachtet:
Die Columbuskaje ist ja auch eine Stromkaje, die sich, wenn gerade kein Kreuzfahrer da ist, was womöglich in Zukunft auch wieder der Fall sein könnte, auch zum Verladen von sperrigem Stückgut eignet. Wurde ja wohl auch schon öfters praktiziert, zudem es die derzeit einzige Stromkaje Bremerhavens ist, an die ein Gleis direkt an die Kaje geht. Beim Containerterminal gibt es das nicht (mehr), im Hafen drin gibt es das wohl auch nur noch vereinzelt.
Schon aus Daseinsvorsorge sollte man dies nicht leichtfertig aufgeben. Dafür reicht ggfs. auch ein Gleis statt heute zwei und meinetwegen notfalls a la Kattwyk-alt in der Fahrbahn ...
Besser natürlich eigenständig.

Für sperriges Stückgut/Schwergut hat Bremerhaven genügend Kaiflächen im "inneren" Hafen mit Gleisanschlüssen. Hier wird auch sichergestellt, dass beim Laden/Löschen keine Tiden einwirken.

nordicocean schrieb:
Die Bahn zum Terminal für Bahnreisende ist sprichwörtlich abgefahren und die Kreuzfahrt-Branche sortiert sich auch neu, Dank oder Fluch der
"Greta-Kampagne"!
Beim Neusortieren könnte die Branche grüner werden wollen.
Alleine zum Kreuzfahren könnte dazu nicht nur das Weglassen des Verfeuerns alter Socken, getränkt ins Schweröl etc. (Hier wird ja jetzt von dir á la Greta in die "Klamotten-Kiste" gegriffen! Wenn Du dich mit dem Thema Kreuzfahrt befasst hast, solltest Du wissen, dass hier tatsächlich ein Umdenken stattfindet und man immer mehr Marine-Diesel (das ist kein Schweröl!) und auf LNG / LPG umstellt. Zwar auch nicht unbedingt sauber, aber besser als Schweröl. Umwelttechnisch wäre Segeln natürlich die beste Variante, aber ich gehe mal davon aus, dass diese Variante nicht von dir in den Raum gestellt wird. gehören, sondern auch eine ökologischere Anreise.
Da hätte BHV den Vorteil, dass "richtige" Züge bis ans Terminal kommen können, bei der Komkurrenz in HH sind nur U- und S-Bahnen mehr oder weniger nahe dran: Umsteigen, was man sich theoretisch in BHV sparen könnte ...
Und dann könnte es als Gretaeffekt auch eine Renaissance des Transatlantikverkehrs per Schiff statt Fluchzeugs geben ...
Und sollte beides nicht klappen, steht die Renaissance als Stückgutkaje o.ä. an, dazu braucht man erst recht ein Gleis auf die Columbusinsel, s.o. ...

Stückgutkaje! - Ich fasse es nicht! Wo findet denn heute noch Stückgut-Verkehr statt? Ich denke mal, Du meinst Schwergut. Und Du weist bestimmt, dass Bremerhaven genügend Kais mit Gleisanschluss hat, die dafür in Frage kommen. Also ist der Vorschlag unsinnig!
Ganz genialer Vorschlag nur leider nicht durchdacht in Form des Trans-Atlantik Verkehrs! Denn eine Passage dauert mindesten bei 25sm/h zirka 6 Tage, ggbfs. 7 Tage. Somit benötigt man mindestens 2 Schiffe (Stückpreis bei einem 2.000 Betten Schiff zirka 250 - 300 Millionen). Und wer soll das nutzen? - Der gemeine Urlauber, der dann für seinen Urlaub in den USA mindestens, wenn die Abfahrten passend liegen mindesten 4-6 Urlaubstage zusätzliche Urlaubstage für die Passage von seinem Urlaubskonto abrechnen muss? Und er will ja auch nicht unbedingt nach New York, nein irgendwo anders hin. Also wie soll es dann ab New York weiter gehen? Auf den maroden Bahnstrecken in den USA, wenn es überhaupt dann welche zu seinem Ziel gibt? - Oder mit dem Bus, ja vielleicht doch mit dem Flugzeug?

Das ist kein Ansatz zum Umweltschutz!

Du versuchst hier Szenarien aufzubauen die schnell widerlegt werden können und keine Zukunftsvisionen bedienen, sondern Phantasien darstellen.

Trotz allem

Schöne Ostern!

nordic




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.04.21 11:52.

Re: bedeutende Hafenteile

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 04.04.21 10:25

MrEnglish schrieb:
Nochmal, das eine ist einer der wichtigsten Häfen der Welt, das andere kaum bis gar nicht genutzte Infrastruktur. Wenn du da den Unterschied nicht erkennst, dann kämpfst du hoffentlich auch für den Erhalt jedes Feldwegs.
Moin!

Die Columbuskaje hat in der internationalen Seefahrt jedoch nicht viel mehr Bedeutung als die ungenutzte Landebahn für die Luftfahrt. Bis auf ein paar Mehrtages-Butterfahrten in größerer Dimension läuft da nichts.
Der "bedeutende" Hafen beginnt etwas weiter die Weser runter.

Grüße aus dem Nordwesten
Sebastian




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.04.21 10:28.

Re: keine Bananenwagen mehr?

geschrieben von: G1600BB

Datum: 04.04.21 12:08

Moin,

bedeutet das, daß auch keine Bananen mehr umgeschlagen werden können? Oder sind diese Verkehre auch aufgeben worden?

20120421 BHV 005_Ausschnitt.jpg


Oder reden wir nur über diese beiden Gleise:

[www.openstreetmap.de]

und die wasserseitigen Gleise

[www.openstreetmap.de]

sind nicht betroffen?

Gruß aus dem Norden Bremens

"Ich besinne mich, dass es ihm in der Schule immer so schwer ward, die Commata und Puncta recht zu setzen. Sieht er,(...), wo der Verstand halb aus ist, setzt Er ein Comma; wo er ganz aus ist, ein Punctum, und wo gar keiner ist, kann er setzen was Er will." (Matthias Claudius - 1774)





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.04.21 12:17.

Re: Und ***BINGO***

geschrieben von: Rübezahl

Datum: 04.04.21 13:10

MrEnglish schrieb:
ßänkjuhforträvvelingwißdeutschebahn schrieb:
Nach nur eineinhalb Stunden sind von vier Antworten schon mal zwei der Meinung, dass das alles sowieso Schrott war und sowieso niemand mehr Gleise braucht. Und das nicht im Autoforum, sondern ... naja. Wenn irgendetwas zuverlässig eintritt, dann das.

Aber CDU/CSU und Grüne werden ja bald die Verkehrswende in ihrem Regierungsprogramm verankern. Und dann wird das alles ganz anders.
Kreuzfahrtschiffe passen eh nicht wirklich zur Verkehrswende.
Riesige schwimmende Containerstapel, die in Massen die Weltmeere mit Schwerölabgasen "beschiffen" auch nicht! Über sie spricht die Grünpartei aber nicht, weil sonst das schöne Globalisierungsspiel mit dem "billigsten Jakob" platzt.

Gruß

Rübezahl

Re: keine Bananenwagen mehr?

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 04.04.21 13:14

Da die Brücke hin ist und scheinbar nicht mehr instandgesetzt wird, werden alle Gleise nicht mehr nutzbar sein.

Re: Und ***BINGO***

geschrieben von: Mueck

Datum: 04.04.21 14:07

Rübezahl schrieb:
Riesige schwimmende Containerstapel, die in Massen die Weltmeere mit Schwerölabgasen "beschiffen" auch nicht! Über sie spricht die Grünpartei aber nicht, weil sonst das schöne Globalisierungsspiel mit dem "billigsten Jakob" platzt.
Wahlprogramm Grüne schrieb:
Zukunftsfähiger Güterverkehr
Jeden Tag werden durch Deutschland Millionen Tonnen an Gütern transportiert, heute zumeist
in Form endloser Lkw-Karawanen auf unseren Straßen. In einem klimaneutralen Deutschland
muss auch der Güterverkehr zukunftsfähig sein. Wir setzen auf regionale Wirtschaftskreisläufe,
die Chancen der Digitalisierung und Vernetzung bei der Organisation der Logistik und wollen
mehr Güter mit der Bahn transportieren. Dazu wollen wir die Kombination von Straße und
Schiene ertüchtigen und dafür sorgen, dass Industrie und Gewerbe wieder ans Bahnnetz angeschlossen
werden. In der Schifffahrt heißt es: weg vom Schweröl und stattdessen den Einsatz
alternativer Kraftstoffe und Antriebe forcieren.
Den ausufernden Lkw-Verkehr wollen wir durch
eine CO2-orientierte Maut regulieren. Zusammen mit ambitionierten CO2-Flottengrenzwerten
und der Förderung klimafreundlicher Antriebe werden auch Lkw absehbar emissionsfrei. Für
mehr Sicherheit im Lkw-Bereich braucht es eine bessere Durchsetzung von Arbeitszeitvorschriften.
Auch die Arbeitsbedingungen der Lkw-Fahrer*innen müssen erheblich verbessert
werden. In der städtischen Logistik wollen wir den Einsatz von Lastenrädern und neue Verteilkonzepte
wie Cityhubs oder Güterbeförderung auf Schienen fördern.
Wahlprogramme gibt's hier
Unterstreichungen von mir. Die erste heißt übersetzt: "Weniger globaler Schiffsverkehr" und genau entgegen Deiner Unterstellung.

Gestern hatte ich mal versucht, Vergleichszahlen für CO2/Personenkilometer Auto/Fluchzeugs/Schiff zu finden, irgendwie erfolglos.
Dabei nebenbei über CO2/Tonnenkilometer gestolpert, da stand das Schiff gar nicht sooo schlecht da im Vergleich zum Güterzug. Wenn man sich zum ABgasreinigen durchringen könnte etc. und anhand der ersten Unterstreichung die globalen Transporte deutlich reduziert ...

http://heiko-jacobs.de/jacobs/bremerhaven/bilder/ende/zeiles.jpg
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