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In Bremerhaven hat sich die Drehbrücke über die Nordschleuse zerlegt. Tüv war vor 3 Monaten da und hat sie für 12 Monate Betrieb geprüft. Fahren da normalerweise eigentlich noch Güterzüge rüber [wenn es eher als Betriebsstörung klassifiziert wird, bitte in 999 verschieben]?
[www.weser-kurier.de]



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.04.21 18:45.
Schade um dieses imposante Bauwerk! Und schlecht für die Werft und die anderen Anlieger dort (Tanklager, Autoverladung etc.), wenn die bis auf weiteres nicht per Schiff erreicht werden können. Wenn da jetzt noch Schiffe eingesperrt sind, könnte es auch ziemlich teuer werden für Bremen, wir haben ja letztens erst aus Ägypten gehört, welche Summen da genannt werden, wenn es irgendwo dicht ist. Man könnte natürlich mit Hilfe eines Schwimmkrans versuchen, die Brücke zu öffnen, damit der Schiffsverkehr wieder laufen kann, aber falls da noch Waggons auf der Insel sind, kämen die nur mittels einer großen Aktion per Kran und Schiff wieder ins Netz. Denn m. W. wurden die Gleise an der Columbuskaje gelegentlich noch zum Abstellen von Tragwagen genutzt, und das Tanklager wurde wohl auch noch auf der Schiene bedient. Schaumerma.

Hinweis: Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten.

Nein, dass Tanklager wird nicht mit der...

geschrieben von: nordicocean

Datum: 02.04.21 22:30

.....Bahn bedient. Die vorhandenen Gleise wurden, wenn überhaupt, tatsächlich hin- und wieder zur Abstellung von Wagen genutzt.

Ich gehe davon aus dass derzeit keine Wagen auf diesen Gleisen stehen, somit muss die von dir skizzierte Gross-Aktion mit Kran und Schiff(?) auch nicht erfolgen.

Sollten dort jedoch CT-Tragwagen stehen, wird es sicherlich kein großes Problem geben diese dort
stehen zu lassen und später mit Tiefladern zu bergen und sie wieder auf der anderen Seite auf die Gleise zu bringen.

Frohe Ostern
Das mit den Schiffen ist schon geregelt. Es gibt ja noch einen zweiten Weg da raus. Nämlich die Kaiserschleuse. Die wird zwar eigentlich gerade überholt, geht aber zum ausschleusen der eingesperrten Schiffe erstmal in Notbetrieb.

Zu Kosten - Fall Ägypten

geschrieben von: Eurocity341

Datum: 02.04.21 23:17

Hallo!

Zu Ägypten gibt es derzeit die folgende Information: [www.n-tv.de]. Es geht um eine Milliarde Dollar (evtl. sogar noch mehr).

Ansonsten sind solche Störungen, wie jetzt in Bremerhaven sehr ärgerlich. Da, wie genannt, in BHV eine Ersatzstrecke für Notfälle zur Verfügung steht, ist das gegenüber den Fall Ägypten nicht ganz so tragisch. Ärgerlich bleibt es.

Kai-Uwe, der "Cottbuser"

Mit freundlichen Grüßen

Der Cottbuser
Nietenreko schrieb:
[...] aber falls da noch Waggons auf der Insel sind, kämen die nur mittels einer großen Aktion per Kran und Schiff wieder ins Netz.
Das sowieso - ich glaube kaum, dass man mit dem gerissenen Gutband die Brücke noch für den Verkehr offen lässt...
Hallo,

Damit hat sich ein neuer Bahnanschluss für das Kreuzfahrterminal für immer erledigt,
Der eigentliche Columbusbahnhof besteht nur noch als Reste ( ich hatte im DSO berichtet).
Das Tanklager glaube ich, wird per Schiff beladen. Kesselwagen habe ich dort nie mehr gesehen.
Früchte vom Fruchtzentrum werden auch nicht mehr per Bahn versendet. Großteile die hin und wieder mal auf der Columbuskaje verladen wurden, kann man auch gut
in den Kaiserhäfen verladen. Eine neue Brücke ist schon ab ca 2025 angedacht worden, da der Kaiserzapfen von der Brücke auch schon schwächelte.
Es ist auch wohl angedacht das die neue Brücke kein Gleis mehr bekommt. wer hat mehr Info?

Gruß Wilfried

Sorry! den späteren Beitrag hatte ich nicht gesehen



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.04.21 00:18.
internaut schrieb:
In Bremerhaven hat sich die Drehbrücke über die Nordschleuse zerlegt. Tüv war vor 3 Monaten da und hat sie für 12 Monate Betrieb geprüft. Fahren da normalerweise eigentlich noch Güterzüge rüber [wenn es eher als Betriebsstörung klassifiziert wird, bitte in 999 verschieben]?
[www.weser-kurier.de]
Herzlichen Glückwunsch. Die Brücke so lange gammeln lassen, bis sie sich von selbst zerlegt.

Irreparabel ist das aus technischen Gründen auch nicht. Nieten aufbohren, neuen Gurt einsetzen, Nieten wieder hinein. Doch wenn das niemand will, macht das natürlich auch niemand.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
Traumflug schrieb:
internaut schrieb:
In Bremerhaven hat sich die Drehbrücke über die Nordschleuse zerlegt. Tüv war vor 3 Monaten da und hat sie für 12 Monate Betrieb geprüft. Fahren da normalerweise eigentlich noch Güterzüge rüber [wenn es eher als Betriebsstörung klassifiziert wird, bitte in 999 verschieben]?
[www.weser-kurier.de]
Herzlichen Glückwunsch. Die Brücke so lange gammeln lassen, bis sie sich von selbst zerlegt.

Irreparabel ist das aus technischen Gründen auch nicht. Nieten aufbohren, neuen Gurt einsetzen, Nieten wieder hinein. Doch wenn das niemand will, macht das natürlich auch niemand.
Da ist aber mehr kaputt gegangen als der eine Gurt… durch den kaputten Gurt ist alles andere verzogen.

Erst lesen, bevor man solche Kommentare loslässt…

Gruss

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Alles korrekt:....

geschrieben von: nordicocean

Datum: 03.04.21 11:54

=

Neue Brücke ohne Gleis
Frichthof ohne Bahnbedienung
Tanklager ohne Bahnbedienung
Columbus-Bahnhof wurde seit Jahren nicht genutzt

Gleise in diesem Areal wurden fallweise als Abstellgleise genutzt.

Gruss
nordic

Wenn Du ein so versierter Fachmann bist,

geschrieben von: nordicocean

Datum: 03.04.21 11:57

...empfehle ich Dir mit der entsprechenden Senatstelle in Bremen Kontakt aufzunehmen.

Die werden sich sicherlich über deine Kompetenz freuen!

Nordic
Wühlfried schrieb:
Das Tanklager glaube ich, wird per Schiff beladen. Kesselwagen habe ich dort nie mehr gesehen.
Wird das Be- und entladen per Schiff oder wie geht das von da aus weiter?

Bitte keine abgebrochenen Sätze in der Betreffzeile!

geschrieben von: Hansawagen

Datum: 03.04.21 14:33

Moin,

bitte in der Betreffzeile keine abgebrochenen Sätze schreiben, die erst nach dem Namen des Autors, dem Datum und der Uhrzeit dann irgendwo im Textfeld fortgesetzt werden. Das ist eine Unsitte, die sich bei DSO leider immer weiter verbreitet.

Im vorliegenden Fall sieht das dann so aus:
Nein, das Tanklager wird nicht mit der... geschrieben von: nordicocean Datum: Gestern, 22:30:52 ....Bahn bedient.
Einfach grauenvoll! So etwas muss doch nicht sein.


Edit:
Den ersten Satz umgestellt.


Gruß aus Bremen
53° 4' 15" nördlicher Breite
8° 48' 15" östlicher Länge




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.04.21 14:35.

Ich war schon langen nicht mehr da,...

geschrieben von: Nietenreko

Datum: 03.04.21 14:53

...deswegen weiß ich nicht, wie es da aktuell aussieht. Ich denke nur, wenn da tatsächlich Waggons eingeschlossen sind, ließen die sich leichter auf ein Ponton o.ä. setzen und die paar Meter zum CT4 schippern, als sie Waggon für Waggon als begleiteter Schwertransport durch die nicht gerade verkehrsarmen Straßen im Hafen da hinzukarren.

Hinweis: Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten.

Auf der Insel stehen mindestens 2 mit Schnittholz beladene Rnoos von OnRail und einige Containertragwagen
eriksmail schrieb:
Traumflug schrieb:
internaut schrieb:
In Bremerhaven hat sich die Drehbrücke über die Nordschleuse zerlegt. Tüv war vor 3 Monaten da und hat sie für 12 Monate Betrieb geprüft. Fahren da normalerweise eigentlich noch Güterzüge rüber [wenn es eher als Betriebsstörung klassifiziert wird, bitte in 999 verschieben]?
[www.weser-kurier.de]
Herzlichen Glückwunsch. Die Brücke so lange gammeln lassen, bis sie sich von selbst zerlegt.

Irreparabel ist das aus technischen Gründen auch nicht. Nieten aufbohren, neuen Gurt einsetzen, Nieten wieder hinein. Doch wenn das niemand will, macht das natürlich auch niemand.
Da ist aber mehr kaputt gegangen als der eine Gurt… durch den kaputten Gurt ist alles andere verzogen.

Erst lesen, bevor man solche Kommentare loslässt…
Nun, hast Du denn gelesen? Insbesondere mal ein Buch über Stahlfachwerke? Oder willst Du uns glauben machen, dass dieser Zeitungsartikel ein Fachaufsatz oder gar ein Gutachten ist?

Gerade Eisenbahner sollten doch wissen, dass in der Zeitung meistens Halbgares steht. Ziemlich ungeschickt, damit Mitforisten anzugreifen.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
Ist ja aber nicht alles absolut spitz auf knopf ausgelegt. Ich hätte auch gesagt, man kann sie wieder zusammen ziehen und irgendwelche Verstärkungen drauf schweißen. Und dann eben weiter beobachten. Und ggf anderswo noch mehr Verstärkungen drauf schweißen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.04.21 06:03.
Wühlfried schrieb:
[...], da der Kaiserzapfen von der Brücke auch schon schwächelte.
Klar, der Kaiserhafen ist um die Ecke, und die größte Bahndrehbrücke in Deutschland ist sie auch, da liegt der Kaiser auf der Zunge. Gedreht wird sie aber trotzdem um den Königszapfen.

Schöne Ostern,

M.
Hallo,

wozu brauchen wir dann eigentlich noch Ingenieure? Wenn man sich den Mühen hergibt weitere Bilder zu diesem Schadensfall im Internet herauszusuchen, sieht man nicht nur den gerissenen Obergurt. Es sind (auch für den Laien augenscheinlich erkennbar) größere Verformungen in der Konstruktion der Brücke sichtbar. Ein „Stahlfachwerk“ ist in mannigfaltigen Ausführungen möglich. Entscheidend für die Einschätzung ist der konkrete Schaden am Bauwerk und dessen Einfluss auf die Kräfteverteilung des Tragwerks.

Bei diesem Bauwerk ist es eben nicht mit dem Austausch von „ein paar Stahlplatten“ getan. Aufgrund des Zustandes und diverser bekannter Ermüdungserscheinungen wurde die Regelinspektion schon auf ein jährliches Intervall verkürzt. Und die entstandenen Schäden lassen hier eben die Unwirtschaftlichkeit einer Instandsetzung vermuten. Einen gewissen Einblick in den Umgang mit der Bewertung von beweglichen Brücken mag dieses Handout eines VDEI-Vortrages geben. [dr-schippke.de] Und es entscheidet nicht die Zeitung über eine Reparatur oder den Neubau, das wird immer noch durch die zuständigen Fachdienste und den Eigentümer getätigt. Diese werden ihre Entscheidung auch entsprechend begründet haben.

Grüße,
Lalu

Ergänzung: Über einen Lesehinweis für ein Buch speziell zum Thema „Stahlfachwerke“ wäre ich dankbar. Ich kenne bisher nur Literatur zu Stahltragwerken.

Eingriff Moderation: Vollzitat entfernt, man kann auch Beitrag antworten anklicken.

Reparaturen

geschrieben von: Heizer Jupp

Datum: 04.04.21 12:08

Auch wenn ein Lebensmotto von mir ist "Es gibt nichts, was man nicht wieder reparieren kann", so habe ich doch ganz arge Bedenken, daß hier ein bißchen Flicken ausreicht.
Ich hatte im Studium u.a. auch ein Fach namens "Technische Mechanik". Dort habe ich u.a. gelernt, daß vereinfacht gesagt in solch einem noch dazu beweglichen Brückenträger alles irgendwie miteinander zusammen- und vor allem voneinander abhängt.
Auch wenn bei der Verteilung der Kräfte in einem derartigen Bauwerk insbesondere bei der Bemessung der Materialquerschnitte mit Sicherheitsreserven gerechnet und gearbeitet wird, so führt ein Versagen eines Hauptbauteiles dann doch i.d.R. zur Überlastung und bleibenden Verformung anderer Bauteile bzw. Verbindungsknoten.
Die Zugbelastung, die der Obergurt nun nicht mehr aufnehmen kann, verteilt sich dabei mitunter dergestalt, daß vormals ebenso nur auf Zug beanspruchte Bauteile nun plötzlich auf Druck und/oder Verdrehung beansprucht werden.

Schon allein von dem einen Bild mit der klaffenden Lücke im Obergurt kriegt man ziemliche Bauchschmerzen, was den Rest der Konstruktion anbelangt. Korrosion wäre ja noch an den Außenseiten der Bauteile vermeidbar. Aber man sieht, daß es sich hier um Korrosion an den Berührungsflächen einer Laschenverbindung und um den Bruch an einer durch Nietlöcher querschnittsgeschwächten Stelle handelt. In Verbindung mit alterungsbedingten Gefügeveränderungen im Material wird das endgültig zu einem Vabanque-Spiel. Denn an anderen, gleichartigen Verbindungsstellen ist mit ähnlichen Verfallserscheinungen zu rechnen. Und wenn nun schon mal so ein eklatantes Materialversagen, wie ein Bruch eines Hauptbauteiles an einer Brücke auftrat, dann dürfte es auch um den Rest ziemlich böse stehen.
Und das kann ich mir als relativer Laie schon an fünf Fingern abzählen...

Ist zwar schade um das einmalige, imposante Bauwerk; aber Brücken haben nun mal leider nur eine begrenzte Lebensdauer. Man kann das Ende zwar bis zu einem gewissen Grade u.a. durch sorgsamen Korrosionsschutz hinauszögern. Aber wenn das schon beim Bau nicht auf die Ewigkeit angelegt werden kann, kommt man später erst recht nicht mehr hinterher. Selbst bei heutigen Stählen wird man sich in Zukunft noch über die Veränderungen ihrer Eigenschaften wundern; umso mehr braucht man sich über die Gefügeveränderungen in 80 Jahre alten Stählen nicht zu wundern. Manche Stahlsorten aus dieser Zeit (z.B. St47K) alterten in Windeseile, manche sogar noch ältere Stähle stehen allerdings heute immer noch top da. Lotto mit vielen Unbekannten...



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.04.21 12:24.
Lalu schrieb:
Bei diesem Bauwerk ist es eben nicht mit dem Austausch von „ein paar Stahlplatten“ getan.
Beim Wiederaufbau kurz nach dem 2. Weltkrieg hätte man das evtl. noch in Erwägung gezogen, aber da ging es vmtl. um Brücken, wo man noch keinen Satz mit ...
Lalu schrieb:
Aufgrund des Zustandes und diverser bekannter Ermüdungserscheinungen
... anfangen musste. Die Brücke stand ja nicht umsonst auf der "Abchussliste" für in wenigen Jahren ...
Man könnte diskutieren, ob man die alte irgendwo an Land setzt und für museale Zwecke mit „ein paar Stahlplatten“ herrichtet, aber ich glaube, im Alltagsbetrieb will ich das Teil mit diesen Schäden wohl lieber nicht mehr sehen wollen ...

http://heiko-jacobs.de/jacobs/bremerhaven/bilder/ende/zeiles.jpg
Es reicht eigentlich der Hinweis auf zb das Thema „Thomasstahl“ [de.m.wikipedia.org] das vielen älteren Bauwerken Probleme macht.
Wegen der auf jährlich verkürzten Prüfintervalle dürfte auch hier der Fall gewesen sein.
Bei der Nietkonstruktion kann man aber die inneren Bleche kaum auf Anrisse prüfen.
Es ist aber halt kein Gewaltschaden sondern davon auszugehen das das Material an anderen Stellen auch nicht besser ist.
Genau wie man bei einem gerissenen Kettenglied auch den restlichen Kettengliedern aus nicht mehr vertrauen wird.

Köstlich. Nu besteht Handlungsbedarf ...

geschrieben von: bahnratefuchs

Datum: 04.04.21 15:44

Huhu.

Wenn ich das lese - in 4 oder 5 Jahre hätte und wollte man eh ...

Da hätte und wollte man sicher gar nichts. Sondern hätte sich immer munter weiter durchgewurschtelt. Hält ja noch ...

Und TÜV Rheinland - war das nicht der mit dem Staudamm da in Brasilien, der dann brach und wo alles verseucht ist?

Tja - und nun besteht Handlungsbedarf. Nu müssen sie. Herrlich.

Wie schnell man sein kann: ich las, dass Freitag schon das Ding Geschichte sein soll und auf der ABC-Insel liegen soll.


Schöne Grüße von jörg

Handlungsbedarf

geschrieben von: Heizer Jupp

Datum: 04.04.21 16:32

Bei dem nun auf eklatante Weise für jedermann augenfällig gewordenen Zustand glaube ich sogar, daß man in absehbarer Zeit handeln wollte.
Tja Jörg, nun müssen'se...
Aber die Frage ist, was sie müssen.
Ob bei einem Ersatzneubau die Eisenbahn noch eine Rolle spielen wird?
Ich wage, es zu bezweifeln.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.04.21 16:38.

Szenarien ...

geschrieben von: bahnratefuchs

Datum: 04.04.21 17:02

Hey.

Zitat
Bei dem nun auf eklatante Weise für jedermann augenfällig gewordenen Zustand glaube ich sogar, daß man in absehbarer Zeit handeln wollte.
Bestimmt vor 20 Jahren das erste Mal ...

Wie hier in Osnabrück die Brücke hinterm Hbf. Seit 10 oder 15 Jahren oder so will man abreißen und neu bauen. Mal fehlte Geld. Mal ein Plan. Mal Land für eine große Lösung. Dann war mal alles da - dann genehmigte die DB keine Sperrpausen, weil das EStW wichtiger ist.

Die Brücke steht noch immer. Wird mühselig am Leben gehalten. Kaum wer darf noch drüber.


Zitat
Tja Jörg, nun müssen'se... Aber die Frage ist, was sie müssen. Ob bei einem Ersatzneubau die Eisenbahn noch eine Rolle spielen wird? Ich wage, es zu bezweifeln.
Im Normalfall sicher nicht. Aber vllt gibt's da irgendwo Zuschüsse, die dran geknüpft sind, die Kapazität nicht zu verringern. Oder Bremenports verklagt erfolgreich den TÜV und verlangt einen 1:1-Neubau.

Dann bekommt die neue Brücke Gleise. Während man die drumherum abbaut! Und DS-O anno 2046 hat was zu berichten (neben dem Plan, die Fertigstellung der Rheintalstrecke bis 2084 zu strecken ...)


Schöne Grüße von jörg
Lalu schrieb:
wozu brauchen wir dann eigentlich noch Ingenieure?
Hier im Forum gibt's Ingenieure :-) An weiteren Schadensbildern kann ich übrigens nur noch das hier finden: [www.butenunbinnen.de], da wären Links nicht schlecht.


Bemerkenswert ist doch weniger die Frage, ob die Brücke nun reparabel ist oder nicht, mit genügend Aufwand geht das immer. Bemerkenswert ist vielmehr die unmittelbare Reaktion des Betreibers: sie reden nicht von "uh, kaputt, jetzt müssen wir mal schauen", sondern bringen das klare Statement "irreparabler Totalschaden" schon nach wenigen Stunden. Also ohne fachgerechte Begutachtung. So redet niemand, dem das Bauwerk am Herzen liegt oder ihm einen Wert zumisst, sondern jemand, der froh ist, dass das Ding endlich weg kann. Aus welchem Grund auch immer.

Eine bemerkenswerte Einstellung in Zeiten, in denen sich die Politik überall Nachhaltigkeit auf die Fahnen schreibt. Da wird es Zeit zu schauen, ob nicht irgendwo in der Nähe Luxuswohnungen gebaut werden sollen.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
Traumflug schrieb:
An weiteren Schadensbildern kann ich übrigens nur noch das hier finden: [www.butenunbinnen.de], da wären Links nicht schlecht.
B&B hat hier auch noch'n Video, in dem man noch mehr sieht und hört.
Es scheint demnach so, als wäre der Riss im "langen" Teil passiert und der kurze Teil ist dann über das Gelenk (vorm Drehen kippt die Brücke sich ja erst noch ein Stück aus den Verankerungen raus, habe erfolglos in meiner Bilderhalde versucht was dazu zu finden, in welche Richtung, vmtl. habe ich das aber nur als Video auf einer anderen Platte) nach hinten weggekippt (vermute daher, das ist die "vorgesehene" Richtung), weswegen man auf dem einen Bild die Höhendifferenz zwischen Brückenfahrbahn und landseitigem Anschluss gen Osten sieht), d.h. es hat dabei wohl massiv auch die unteren Träger etc. verbogen weit über die Spielräume hinaus, für die ausgelegt sind. Angesichts des Alters des Stahls ist da auch nix mehr bruchfrei gerade zu biegen ...

Traumflug schrieb:
Bemerkenswert ist doch weniger die Frage, ob die Brücke nun reparabel ist oder nicht, mit genügend Aufwand geht das immer. Bemerkenswert ist vielmehr die unmittelbare Reaktion des Betreibers: sie reden nicht von "uh, kaputt, jetzt müssen wir mal schauen", sondern bringen das klare Statement "irreparabler Totalschaden" schon nach wenigen Stunden. Also ohne fachgerechte Begutachtung. So redet niemand, dem das Bauwerk am Herzen liegt oder ihm einen Wert zumisst, sondern jemand, der froh ist, dass das Ding endlich weg kann. Aus welchem Grund auch immer.
Die Brücke igendwie komplett zu ersetzen ist ja wohl schon längst Beschlusslage, nur wie die neue aussehen soll, steht noch nicht fest laut diesem Video. Einer eh abgängigen Brücke eine Träne hinterherzuweinen ... Nun ja ... Irgendwo verständlich, dass man das nicht offen tut ...
Wichtiger wäre es, bei der nun anstehenden Neukonzeption schnell noch einen Fuß, äh, eine Schiene in die Tür zu stellen ...

http://heiko-jacobs.de/jacobs/bremerhaven/bilder/ende/zeiles.jpg
Da hat bestimmt ein Schweißer welcher die Gleise, vom Bahnhof, klein Schneiden sollte bestimmt etwas von Brücke verstanden. Gleise klein schneiden? Brücke klein schneiden? Ist doch fast das selbe! =-)))

Offensichtlich "Clown gefrühstückt"!

geschrieben von: nordicocean

Datum: 05.04.21 21:45

Mark-Oh schrieb:
Da hat bestimmt ein Schweißer welcher die Gleise, vom Bahnhof, klein Schneiden sollte bestimmt etwas von Brücke verstanden. Gleise klein schneiden? Brücke klein schneiden? Ist doch fast das selbe! =-)))
Mueck schrieb:
Die Brücke igendwie komplett zu ersetzen ist ja wohl schon längst Beschlusslage
Das löst das Rätsel. Es geht also um "schnell weg". Da arbeiten die Abrissunternehmer sogar am Karfreitag, alle freuen sich. Wegwerfgesellschaft eben :-)

Besten Dank auch für das Video.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
Traumflug schrieb:
Mueck schrieb:
Die Brücke igendwie komplett zu ersetzen ist ja wohl schon längst Beschlusslage
Das löst das Rätsel. Es geht also um "schnell weg". Da arbeiten die Abrissunternehmer sogar am Karfreitag, alle freuen sich. Wegwerfgesellschaft eben :-)

Besten Dank auch für das Video.
Dir scheint nicht ganz klar zu sein, dass die Brücke massiv narode ist und zwar allein schon wegen des Thomasstahls, der spröde ist. Die Frage ist allein, wie kriegt man einen Ersatzbau hin. Denkmalschutz und so weiter in allen Ehren, aber darüber rollt Verkehr. Ob es norwendig wäre, die Eisenbahn beim Neubau wegzulassen, darüber kann nan sich diskutieren, m. E. könnte man den Ersatzbau 1:1 erstellen.

Die Drehbrücke steht nicht unter Denkmalschutz

geschrieben von: Lalu

Datum: 06.04.21 09:38

Hallo,

diese Brücke steht nicht unter Denkmalschutz. Unter Denkmalschutz stehen die Maschinenhäuser.

Grüße,
Lalu

Re: Offensichtlich "Clown gefrühstückt"!

geschrieben von: wostei

Datum: 06.04.21 11:53

Na ja ganz auszuschließen nicht, hab ich auch schon gehabt: Dem Schlosser gesagt, schneid von den Regalstützen 20 cm ab, was hat der @#$%& gemacht? Die Stützen in 20 cm lange Stücke geschnitten! IQ?
Wolfgang
Traumflug schrieb:
Irreparabel ist das aus technischen Gründen auch nicht. Nieten aufbohren, neuen Gurt einsetzen, Nieten wieder hinein. Doch wenn das niemand will, macht das natürlich auch niemand.
Die Mehrzahl des Niet sind die Niete...

Und selbst ein technischer Laie sollte erkennen, dass Deine Lösung keine ist. Die Bruchstelle klafft deutlich auseinander, also ist entweder was verzogen oder die ganze Konstruktion war unter Spannung gebaut. Für eine Reperatur wie von Dir vorgschlagen müsste man also irgendwo genügend Kraft einleiten, dass sich die Bruchstellen erstmal wieder annähern, bevor man irgendwas neu verbindet...





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.04.21 14:44.
Acela schrieb:
Die Bruchstelle klafft deutlich auseinander, also ist entweder was verzogen ...
In meinem Beitrag von gestern 16:25 ist ein Video von B&B verlinkt, wo man bissele mehr sieht, wo die Schadstelle ist und zusammen mit den zuvor verlinkten Bildern ist meine dort aufgestellte These, dass über das Gelenk der kurze Arm durch den Riss oben im langen Arm abgesackt ist und somit die ganze Brücke kolossal verzogen sein müsste ... Bei dem alten spröden Stahl biegt da keiner mehr was zurecht ...

http://heiko-jacobs.de/jacobs/bremerhaven/bilder/ende/zeiles.jpg

Re: Offensichtlich "Clown gefrühstückt"!

geschrieben von: Mueck

Datum: 06.04.21 15:07

wostei schrieb:
Die Stützen in 20 cm lange Stücke geschnitten!
Dieser gute Mann wird ab Fr. in BHV gebraucht! ;)

http://heiko-jacobs.de/jacobs/bremerhaven/bilder/ende/zeiles.jpg

Re: Offensichtlich "Clown gefrühstückt"!

geschrieben von: ThomasR

Datum: 06.04.21 17:00

Mueck schrieb:
wostei schrieb:
Die Stützen in 20 cm lange Stücke geschnitten!
Dieser gute Mann wird ab Fr. in BHV gebraucht! ;)
Wenn der Stahl so spöde ist, reicht ein Presslufthammer

Das möcht' ich sehen!

geschrieben von: Nietenreko

Datum: 06.04.21 17:39

Sag Bescheid, wenn du loslegst, denn ich will das filmen, wie du mit 'nem Presslufthammer Stahl zerlegst!

Hinweis: Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten.

Hallo zusammen

Das ist eine böse Sache. Für mich erhebt sich nun
die Frage wie ich die letzte TÜV-Untersuchung
werten kann. Ist mir klar da waren auch nur
Menschen vor Ort und haben vermutlich durch
Augenschein die Nietverbindungen auf Anrisse und
etwaige Rostaustritte geprüft.
Reicht das zu einer Bewertung wirklich aus?

Nun bekomme ich ehrlich gesagt Bauchweh wenn ich
an so manche "alte Stahlbauwerke" denke....

Weiterhin einen schönen Abend vom Willi

Willi Ess - Der Lemgoer

Sehe ich völlig ent(s)pannt ..

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 07.04.21 08:21

Moin.

Dann rufen wir einfach Bob, den Baumeister mit Buddel, Heppo und Co ...

Grüsse, Krischan.

"Theoretisch müsste ich mich eigentlich aufregen - aber der Gesundheit zu liebe ist es mir völlig egal!"




Willi Ess schrieb:
Das ist eine böse Sache. Für mich erhebt sich nun die Frage wie ich die letzte TÜV-Untersuchung werten kann.
Ich weiß ja nicht, wie weit sich die Gutachter aus dem Fenster gelehnt haben.
Aber bei einem so besch...eidenen Bauwerkszustand, dass man jährliche Untersuchungen für notwendig erachtet, wird kaum ein Gutachter schriftlich geben, dass die noch 12 Monate hält. Da wird (bzw. sollte) man nur noch ein schlagartiges Bauwerksversagen mit Fremdschäden in den nächsten 12 Monaten ausschließen, z. B. durch Auflagen, dass
- beim Öffnen und Schließen der Drehbrücke ein ausreichender Sicherheitsabstand einzuhalten ist
- bei Anzeichen eines langsam auftretenden Versagens (Zwängungen beim Bewegen, wahrnehmbare Verformungen an angebrachten Markierungen) umgehend zu sperren ist

Bauwerksversagen ohne Fremdschäden (insbesondere langsames, sich ankündigendes Bauwerksversagen) würde ich persönlich nicht mehr schriftlich ausschließen - das wird ja teilweise auch vom aktuellen technischen Regelwerk nicht gemacht.
Moin Bauigel

Wenn ich die hier zu sehenden Fotos mit der doch
starken Absenkung des kurzen (?) Brückenstück sehe, so
frage ich mich warum dieses Brückenteil so weit runter"fallen"
kann. Das würde ja bedeuten, das jedes Fahrzeug (auch
schwere LKW) dieses schwebende Brückenteil unnötig beim auf-
fahren überbelastet (Hebelarm...). Das mag vielleicht 1930
mit den Fahrzeuggewichten möglich gewesen sein. Aber heute??
Ja ich weis - da sind ganze Güterzüge drübergefahren....

Ich kenne die Gegebenheiten und die Konstruktion dieser Brücke
nicht und bin weder Inschenör noch sonstiger Spezialist.

Da möchte ich nun nicht weiter rumspekulieren - nur man macht
sich ja halt doch so seine Gedanken.

Nun hoffe ich, dass bald für Ersatz gesorgt wird. Und ein Gleis
für später gleich mit einzuplanen dürfte ja auch kein Problem sein.

Viele Grüsse vom Willi

Willi Ess - Der Lemgoer
Willi Ess schrieb:
Wenn ich die hier zu sehenden Fotos mit der doch
starken Absenkung des kurzen (?) Brückenstück sehe, so
frage ich mich warum dieses Brückenteil so weit runter"fallen"
kann.
In meinem Beitrag vom 5.4. 16:25 habe ich ja schon eine Theorie dazu geäußert.
Hatte zwischenzeitig mal meine Platte mit alten Videos angestöpselt und auf die Schnelle zumindest ein Teilvideo eines Schließmanövers gefunden und kann insofern wenigstens bestätigen, dass die Absackung in die vorgesehene Kipprichtung erfolgte.
Vorm Drehen kippt(e) die Brücke zunächst ein wenig aus den Verankerungen heraus, das kurze Stück am Ostende runter, das lange Stück am Westende entsprechend rauf, damit die Brücke sich danach frei drehen kann ohne anzuecken.
Wie sich die Brücke im Endzustand in dieser Lage gehalten hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Zumindest am kurzen Arm erfolgte offensichtlich keine Verriegelung o.ä. direkt am Fahrbahnübergang, wenn das bei Oberträgerriss so absacken kann. Ob sie nur durch Aufliegen des längeren und so schwereren Arms auf der anderen Seite des Wassers gehalten hat???

Willi Ess schrieb:
Das würde ja bedeuten, das jedes Fahrzeug (auch
schwere LKW) dieses schwebende Brückenteil unnötig beim auf-
fahren überbelastet (Hebelarm...). Das mag vielleicht 1930
mit den Fahrzeuggewichten möglich gewesen sein. Aber heute??
Ja ich weis - da sind ganze Güterzüge drübergefahren....
ÜBERlastet im Originalzustand sicher nicht, das kann sich aber im Laufe der Zeit geändert haben, wenn sich durch Rost und Versprödung etc. die Belastungsgrenzen geändert haben.
Im von mir im genannten Beitrag verlinkten B&B-Video hieß es ja, dass sie während des Kaiserschleusenneubaus ungewöhnlich oft geöffnet wurde plus mehr Autoverkehr = mehr Lastfälle. Dafür in den letzten Jahren weniger Belastung durch Züge *seufz*

http://heiko-jacobs.de/jacobs/bremerhaven/bilder/ende/zeiles.jpg
Mit Fertigstellung im Jahr 1907 kann man nicht wirklich von Wegwerfgesellschaft sprechen. Wenn ich so manches Betonbauwerk sehe und wie fertig die nach nicht mal 40 Jahren sind...

Liebe Leute,

Bleibt gesund und wenn es geht daheim!
Danke für die Korrektur. Die größte Drehbrücke Deutschlands ist zwar 48m länger als die in Bremerhaven, hat aber nur Gummireifen gesehen. Für alle Fans von Drehbrücken gibt es Hoffnung. Die Bahn plant als Ersatz für die Brücke bei Weener eine Drehbrücke mit 142m Länge. Das wäre dann auch die größte Eisenbahndrehbrücke Europas.

Liebe Leute,

Bleibt gesund und wenn es geht daheim!
Ladehilfe schrieb:
Die Bahn plant als Ersatz für die Brücke bei Weener eine Drehbrücke mit 142m Länge. Das wäre dann auch die größte Eisenbahndrehbrücke Europas.
Mist, dann müssen wir unbedingt die Schiffsdurchfahrt verbreitern, damit wir eine 150 m lang Brücke brauchen! ;-)

http://heiko-jacobs.de/jacobs/bremerhaven/bilder/ende/zeiles.jpg
Im heutigen Sonntagsjournal (kostenlos) ein Update zur Demontage

1. Der Riss des Oberträgers erfolgte wohl bei einem planmäßigem Öffnungsmanöver, das könnte erklären, warum die Brücke landseitig auf einigen Bildern so "abgesackt" aussieht: Des g'hörte so ... Ist erster Schritt beim Öffnen. Nur ist sie wohl dann auf der anderen Seite ungeplant zurückgesackt ...

2. 28 Waggons sitzen in der Falle ... Man sucht Wege

3. Ausstattung der neuen Brücke mit Gleisen umstritten. FDP und CDU eher dagegen, SPD warnt vor schnellem Aufgeben der Schienen.
Zitat:
„Wir machen Hafenplanung nicht mit Blick auf den aktuellen Status, sondern mit Blick auf die zukünftige Entwicklung“, sagt Bruns. Die Frage laute, ob in den kommenden 50 bis 100 Jahren eine Schienenanbindung des Geländes Sinn ergebe.
Dazu hatte ich hier ja schon eine 50-100-Jahres-Meinung geäußert:
- Entweder die Kreuzfahrtbranche überlebt Corona und Klimawandel und wird wegen letzterer grüner, dann will sie eines Tages Züge bis vor die Tür des Terminals
- Oder sie überlebt das alles nicht und es wird eine "normale" Stromkaje bzw. Gewerbegebiet und braucht als solche(s), wie schon ihr eines Ende und die Rückseite, eine Option per Zug erreichbar zu sein, gerade aus Zukunftsgründen, Klimawandel und so ...

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.04.21 17:39.
Acela schrieb:
Traumflug schrieb:
Irreparabel ist das aus technischen Gründen auch nicht. Nieten aufbohren, neuen Gurt einsetzen, Nieten wieder hinein. Doch wenn das niemand will, macht das natürlich auch niemand.
Die Mehrzahl des Niet sind die Niete...

Und selbst ein technischer Laie sollte erkennen, dass Deine Lösung keine ist. Die Bruchstelle klafft deutlich auseinander, also ist entweder was verzogen oder die ganze Konstruktion war unter Spannung gebaut. Für eine Reperatur wie von Dir vorgschlagen müsste man also irgendwo genügend Kraft einleiten, dass sich die Bruchstellen erstmal wieder annähern, bevor man irgendwas neu verbindet...
Da erkennt der Laie was, eben weil es ein Laie ist. Eines der Bilder zeigt die Fahrbahn am entfernten Ende der Brücke, die etwa 20 cm abgesunken ist. Das ist quasi nichts. Hydraulikzylinder drunter, anheben, fertig. Ziemlich sicher schliesst sich dabei auch der Spalt im gerissenen Gurt.

Bestimmt orakelt gleich noch jemand was von "sprödem Stahl", ohne je eine Probe entnommen zu haben. Wäre dieser Stahl so spröde, wäre die Brücke gleich nach dem Riss ins Wasser gefallen.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker
Traumflug schrieb:
Da erkennt der Laie was, eben weil es ein Laie ist. Eines der Bilder zeigt die Fahrbahn am entfernten Ende der Brücke, die etwa 20 cm abgesunken ist. Das ist quasi nichts. Hydraulikzylinder drunter, anheben, fertig. Ziemlich sicher schliesst sich dabei auch der Spalt im gerissenen Gurt.

Bestimmt orakelt gleich noch jemand was von "sprödem Stahl", ohne je eine Probe entnommen zu haben. Wäre dieser Stahl so spröde, wäre die Brücke gleich nach dem Riss ins Wasser gefallen.

Deine Argumentationskette ist nicht logisch. Du bist selbst ein absoluter Laie, was die Begutachtung von Brückenschäden anbetrifft, wirfst aber anderen ihr Laientum vor.
Warum bricht (nur Laien schreiben "reißt"!) der Obergurt?
Da gibt es sooo viele Möglichkeiten nicht. Entweder er wurde falsch berechnet, was die Brücke per se ersetzenswürdig macht. Das glaube ich hier aber nicht.
Oder die Brücke wurde heftig überlastet und brach dabei. So war's hier aber auch nicht.
Oder an der Brücke hat sich im Laufe der Zeit etwas derart verändert, daß sie jetzt selbst den Belastungen nicht mehr standhielt, denen sie allein schon durch ihre eigene Bewegung unterzogen wurde.
Was für Veränderungen könnten das nun sein?
Mir fallen da nur zwei ein: Korrosion und innere Materialveränderungen, sprich Gefügeveränderungen im Stahl. Oder eine Kombination aus beidem.
Davon wäre dann bei logischer Überlegung nicht nur allein die Stelle betroffen, die nun versagt hat, sondern zumindestens andere konstruktiv ähnliche Brückenelemente auch!
Wenn sich so etwas bereits ein interessierter und mit einfachen Grundkenntnissen der Technischen Mechanik, der Metallurgie und der Metallographie ausgestatteter Laie, wie ich, an fünf Fingern abzählen kann - um wieviel mehr können es dann die wirklichen Fachleute, die diese Brücke seit Jahren nicht ohne Grund in ganz besonderer Beobachtung und Überwachung hatten?

Und jetzt kommst Du mit Deinen Hydraulikzylindern, hebst hier ein bißchen, hebst da ein bißchen, woraufhin sich auf gar wundersame Weise die Bruchstelle wieder verschließt und einfach mit ein paar neuen Blechen wieder vernietet werden kann.

Sorry, aber das ist einfach nur... - kannst'e stecken lassen!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.04.21 08:30.
Traumflug schrieb:
Acela schrieb:
Traumflug schrieb:
Irreparabel ist das aus technischen Gründen auch nicht. Nieten aufbohren, neuen Gurt einsetzen, Nieten wieder hinein. Doch wenn das niemand will, macht das natürlich auch niemand.
Die Mehrzahl des Niet sind die Niete...

Und selbst ein technischer Laie sollte erkennen, dass Deine Lösung keine ist. Die Bruchstelle klafft deutlich auseinander, also ist entweder was verzogen oder die ganze Konstruktion war unter Spannung gebaut. Für eine Reperatur wie von Dir vorgschlagen müsste man also irgendwo genügend Kraft einleiten, dass sich die Bruchstellen erstmal wieder annähern, bevor man irgendwas neu verbindet...
Da erkennt der Laie was, eben weil es ein Laie ist. Eines der Bilder zeigt die Fahrbahn am entfernten Ende der Brücke, die etwa 20 cm abgesunken ist. Das ist quasi nichts. Hydraulikzylinder drunter, anheben, fertig. Ziemlich sicher schliesst sich dabei auch der Spalt im gerissenen Gurt.

Bestimmt orakelt gleich noch jemand was von "sprödem Stahl", ohne je eine Probe entnommen zu haben. Wäre dieser Stahl so spröde, wäre die Brücke gleich nach dem Riss ins Wasser gefallen.
Was für ein unglaublicher Blödsinn: Da gibt es Menschen, die haben die entsprechenden Studiengänge absolviert, kennen die Pläne der brücke und waren vor Ort. Diese Menschen sagen: Die Brücke ist nicht zu retten

Und dann gitb es Traumflug: Besitzt keinerlei Kompetenz, faselt etwas von Hydraulikzylindern und behauptet das Gegenteil von obigen Personen.

Oder fragen wir es mal so: Wer möchte über eine Brücke gehen, die Traumflug gebastelt hat?

Bewertung zur Aussage:

geschrieben von: nordicocean

Datum: 12.04.21 12:28

Traumflug schrieb:
Acela schrieb:
Traumflug schrieb:
Irreparabel ist das aus technischen Gründen auch nicht. Nieten aufbohren, neuen Gurt einsetzen, Nieten wieder hinein. Doch wenn das niemand will, macht das natürlich auch niemand.
Die Mehrzahl des Niet sind die Niete...

Und selbst ein technischer Laie sollte erkennen, dass Deine Lösung keine ist. Die Bruchstelle klafft deutlich auseinander, also ist entweder was verzogen oder die ganze Konstruktion war unter Spannung gebaut. Für eine Reperatur wie von Dir vorgschlagen müsste man also irgendwo genügend Kraft einleiten, dass sich die Bruchstellen erstmal wieder annähern, bevor man irgendwas neu verbindet...
Da erkennt der Laie was, eben weil es ein Laie ist. Eines der Bilder zeigt die Fahrbahn am entfernten Ende der Brücke, die etwa 20 cm abgesunken ist. Das ist quasi nichts. Hydraulikzylinder drunter, anheben, fertig. Ziemlich sicher schliesst sich dabei auch der Spalt im gerissenen Gurt.

Bestimmt orakelt gleich noch jemand was von "sprödem Stahl", ohne je eine Probe entnommen zu haben. Wäre dieser Stahl so spröde, wäre die Brücke gleich nach dem Riss ins Wasser gefallen.

Dein Nick "Traumflug" klingt ein bisschen wie Traumtränzer in diesem Fall.

Wenn Du diese abstruse Theorie hast, scheinst Du ja DER FACHMANN zu sein. Nimm doch Kontakt zum Senator für Verkehr, Wirtschaft und Häfen in Bremen auf, die werden ob deiner Expertise sicherlich erfreut sein und die von Dir preiswert "gerettete" Brücke zukünftig "Traumflug-Brücke" benennen!

Gruss
nordic


Ich nicht! ;-) (o.w.T)

geschrieben von: nordicocean

Datum: 12.04.21 12:29

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)

Traumtänzer par excellence...

geschrieben von: bauigel

Datum: 12.04.21 13:38

Traumflug schrieb:
Bestimmt orakelt gleich noch jemand was von "sprödem Stahl", ohne je eine Probe entnommen zu haben. Wäre dieser Stahl so spröde, wäre die Brücke gleich nach dem Riss ins Wasser gefallen.

Ich orakle mal was anderes: Die Begriffe
- Kaltverformung
- elastische Verformung von Stahl
- Streckgrenze von Stahl
- plastische Verformung von Stahl

kannst du nicht erklären, weil sie dir nicht bekannt sind. Damit kann man schon ganz ohne eine Probe zu entnehmen einiges beurteilen. Ganz abgesehen davon, dass die Stahlkocher nie mit irgendwelchen Zufallsrezepturen gearbeitet haben, so dass man schon aus dem Anwendungsfall und dem Herstellungsjahr auf bestimmte Materialeigenschaften (wie z. B. Kerbschlagzähigkeit oder Verhältnis von Streckgrenze zu Zugfestigkeit) schließen kann.

Und als kleines Praxisexperiment für den Traumflieger:
Verbiege mal eine Büroklammer und versuche dann, sie wieder exakt gerade zu biegen. Wenn dir das gelungen ist, dann sprechen wir nochmal über die Brücke...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.04.21 13:41.
(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Mit freundlichen Grüssen
SwissExpress

Meine hier wiedergegebenen Äusserungen sind einzig und allein meine private Meinung.

Teilweise sind meine Beträge bewusst provokant und/ oder zynisch verfasst.

Re: Traumtänzer par excellence...

geschrieben von: wostei

Datum: 12.04.21 19:28

Das Geradebiegen bekomm ich als gelernter Feinmechaniker noch mit ner Dreifingerzange und viel Geduld hin, aber die strukturellen Eigenschaften der Büroklammer danach dürften nicht mehr die Besten sein. Hab ich zumindest so im anschließenden Studium in Werkstoffkunde gelernt, die schwarze Bibel von Prof. Dr. Domke lässt grüßen.
Wolfgang



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.04.21 19:30.