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Re: Reisekette beim Flugzeug ungünstig

geschrieben von: 3-Löwen-Takt

Datum: 01.04.21 12:59

Ich weiß ja nicht, auf welchen Relationen du so verreist, aber für mich ist das Flugzeug eher die letzte Option - sofern man nicht gerade von Freiburg nach Rostock muss.
Was bringt dir zum Beispiel für eine Reise von Wuppertal nach Ulm das Flugzeug? Da wird so viel Zeit mit der An- und Abfahrt zum Flughafen und dem Check-in verplempert, dass man unterm Strich gegen Bahn und Auto kaum Zeit gewinnt. Und wenn man dann vom Flughafen Stuttgart bis nach Ulm sowieso den Zug oder einen Mietwagen braucht, kann man gleich das andere Verkehrsmittel für die komplette Reise nehmen. Innerdeutsche Flüge sind somit Quatsch.
Anders sieht das natürlich aus, wenn ich von Hamburg nach Madrid will oder von Rom nach Berlin.

Daniel


Patrick Rudin schrieb:
Ich auf jeden Fall. Und sehe auch den Sinn dahinter, wenn ich alleine im Abteil sitze.

Im Ernst: Der momentan grosse Gewinner ist das eigene Auto. Und das wird auch nach der Pandemie eine Weile so bleiben, da sich einige gerade jetzt ein Auto gekauft haben, die wegen der unsäglichen Maskenpflicht oder der vermeintlichen Ansteckungsgefahr dem ÖV den Rücken kehren wollten - ich gehöre auch dazu (hatte vorher nie ein Auto und wollte eigentlich auch nie eines).

Deshalb ist der Zeitpunkt der Umfrage momentan völlig sinnlos. Ohne Corona wäre meine Reihenfolge folgende: Nachtzug -> Flugzeug -> Tagzüge (bis und mit ICE3) -> lange nichts -> ICE4.

Fahrplan beim Auto

geschrieben von: 3-Löwen-Takt

Datum: 01.04.21 13:04

Würde ich so nicht sagen, seitdem es fast überall Navis gibt.
Wenn das Navi eine Fahrzeit mit dem Auto von 4½ Stunden kalkuliert, erwarten viele schon, dass man in etwa auch tatsächlich so lange braucht.

Neuding schrieb:
Autos fahren nicht nach Fahrplan, von daher kann es auch keine enttäuschten Erwartungen geben.
Hallo,

also die Niederlande ist Entfernungstechnisch ein Spuknapf (bitte nicht als Beleidigung verstehen) gegenüber Deutschland.

Frankreich hat nur ein einziges Ober-Zentrum, auf das alles ausgerichtet ist - Paris. Deutschland dagegen mit Berlin, Hamburg, München und dem Städtehaufen in NRW schon 4.

Bei Polen muss ich passen. Könnte es daran liegen, das der berufliche Kram eher ins Ausland geht und nicht innerhalb von Polen?


Gruß Ingo

Und vor allem ...

geschrieben von: 3-Löwen-Takt

Datum: 02.04.21 09:54

... hätte man fragen müssen, wo das Flugreiseziel überhaupt liegt. Wenn geschätzt drei Viertel der befragten Flugreisenden nach Malle, Thailand oder in die USA wollen, ist es logisch, dass der Flug nicht durch eine Bahnfahrt ersetzt werden kann. Das dürften vermutlich die beliebtesten Ziele deutscher Urlauber sein. Insofern sagt diese Umfrage wieder mal nichts aus.

Re: Und vor allem ...

geschrieben von: G36K

Datum: 02.04.21 11:03

Man sollte sich erstmal anschauen auf welchen Strecken denn überhaupt innerdeutsche Flüge in wirklich signifikantem Ausmaß stattfinden. Da sind die letzten validen Daten von 2019, denn die derzeitige Ausnahmesituation lässt nicht im Geringsten irgendwelche sinnvollen Schlussfolgerungen zu.

Betreffs Passagieranzahl (und damit auch Frequenzen und Röhrengrößen) war die stärkstbeflogene Route Frankfurt-Berlin mit mehr als einer Million Pax pro Jahr und Richtung. Gefolgt von Berlin-München (früher mal an Position eins, hat seit Eröffnung der VDE8 aber im Gegensatz zu fast allen anderen Strecken fast gar kein Wachstum mehr verzeichnet), Hamburg-München, Düsseldorf-München und Hamburg-Frankfurt. Soweit erstmal alles Routen wo einer der beiden Lufthansa-Hubs betroffen ist, und daher entsprechend auch ein ziemlich großer Anteil von Umsteigeverkehr zu Mittel- oder Langstrecken dabei ist. Wobei ich aber aus eigener Erfahrung berichten kann, dass da auch ziemlich viel O&D-Verkehr an Geschäftsleuten und sonstigen zeitkritischen Leuten dabei ist, wo die Bahn bei konkurrenzfähigeren Fahrzeiten sicherlich auch einen größeren Anteil von abgreifen könnte.
Erst danach folgen die reinen O&D-Strecken Köln-Berlin und Düsseldorf-Berlin, Stuttgart-Berlin sowie nochmal Hub-Routen mit Frankfurt-München und Köln-München. Alles noch jeweils mit deutlich mehr als einer halben Million Pax pro Jahr und Richtung. Abgesehen von Hamburg-Stuttgart und Hamburg-NRW war es das dann aber auch schon mit wirklich aufkommensstarken Routen. Alle anderen innerdeutschen Relationen weisen nur einen Bruchteil dieser Zahlen auf und wird meist auch eh nicht öfter als ein- bis zweimal täglich geflogen, wenn überhaupt. Einzig bei Zubringerrouten zu den Hubs geht man in der Regel erstmal bei der Flugzeuggröße runter statt bei den Frequenzen, was daran liegt dass die Hubs eben jeweils mehrere Wellen mit teils sehr unterschiedlichen Zielen haben.

Bezüglich der Umsteiger ist die Bahn eh ziemlich chancenlos. Aber auch davon abgesehen sind die aufgeführten Strecken doch fast allesamt solche, wo zumindest die derzeitigen Bahn-Fahrzeiten auch nicht unbedingt ein hochattraktives Angebot darstellen.

Re: Und vor allem ...

geschrieben von: kmueller

Datum: 02.04.21 11:43

G36K schrieb:
Man sollte sich erstmal anschauen auf welchen Strecken denn überhaupt innerdeutsche Flüge in wirklich signifikantem Ausmaß stattfinden. Da sind die letzten validen Daten von 2019, denn die derzeitige Ausnahmesituation lässt nicht im Geringsten irgendwelche sinnvollen Schlussfolgerungen zu.
Doch, sie läßt den Schluß zu, daß der größte Teil dieses Verkehrs leicht ersetzbar ist.

Anders als Kleinbetriebe (Handel, Handwerk, persönliche Dienstleistungen) arbeiten nämlich Großbetriebe bisher fast unbeeinträchtigt weiter, und von denen kommt bzw. kam vor der Pandemie die Masse des Geschäftsreiseverkehrs.

(wären die Grünen noch eine Umweltpartei, hätten sie längst die offensichtlich bestehende Möglichkeit zu massiver Verkehrsreduktion thematisiert, statt das Umweltheil in der Zunahme von Batterie-Schwerkarossen zu suchen).
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