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Martinmuetzel schrieb:
Leider ist der Ruf nach dem Solling eher taktischer Natur. Der dient nur dazu, die Kurve Kassel zu verhindern. Wenn über die entschieden ist (egal wie), wird sich zumindest in Nordhessen kein Finger mehr für die Alternativstrecke krümmen. In der betreffenden Region hingegen sind Güterzüge genauso beliebt wie in Vellmar.

Es geht also um Kurve Kassel oder gar nichts. Und da ist die Variante mit Kurve die mit mehr Bahn.
Dem ist wohl wenig hinzuzufügen.
Der Glaube, dass wenn die Kurve Kassel nicht kommt dafür der Sollingbahnausbau kommt, ist ziemlich utopisch. Zumal das bei heutigen Ausbaustandards und -verfahren wohl unter der Kategorie 'Mammutprojekt' einzustufen wäre. 80km Gleis und 160km Strippe im Mittelgebirge sind heutzutage monumentale Aufgaben, die >20Jahre dauern, wenn man sie überhaupt anfängt.

Schon die 'kleine' Kurve Kassel wird nach historischen Maßstäben ewig dauern.
Die lokale Presse berichtet.

[www.hna.de]
Zitat
Am Ende war das Ergebnis bei den sieben untersuchten Varianten so klar wie selten bei solchen Bewertungen, wie Projektleiter Dirk Schütz sagt. Es komme immer wieder vor, dass in jedem Zielsystem eine andere Variante vorne liege. „Bei uns im Suchraum liegt bei jedem Zielsystem aber die Variante 4b vorne.“

Ein gleichwertiger Ausbau der Strecke <über Northeim, MM>, auf dem die Kapazität ebenso hoch sei wie auf der geplanten Kurve Kassel, würde nach Schätzung der Bahn mindestens 1 Milliarde Euro kosten. „Ich kann nicht 1 Milliarde ausgeben, wenn ich auch eine Variante für 225 Millionen realisieren kann, die gleich gut die Aufgabenstellung erreicht“, erklärt Schütz die Abwägung der Deutschen Bahn.
Nicht ganz sauber (und damit völlig unnötig angreifbar), der Ausbau mit gleicher Kapazität war ja der für geschätzte 437 Mio.. Nur dass den keiner annehmen würde, weil er zumindest tagsüber langsamer wäre als der Ist-Zustand. Das Milliardenprojekt ergibt sich, wenn man zusätzlich auch noch etwa ebenso schnell sein möchte wie über die Kurve.

Nicht online (?) ist der Artikel über die Reaktion der örtlichen Bürgerinitiative. Zitat
"Wir halten an unserer Auffassung fest, dass die Alternativstrecke Altenbeken - Northeim - Nordhausen langfristig auch wirtschaftlich die bessere Lösung ist", sagt Werner. Die DB habe sich bislang nicht in der Lage gesehen, hierzu Berechnungen anzustellen.
Aus meiner Sicht ein leichter Hang zur Realitätsverleugnung. Man kann wie weiter oben in diesem Diskussionsfaden sicher fragen, ob die Berechnungen der Bahn stimmen (ich halte sie für plausibel, kann es aber nicht mit Sicherheit bestätigen). Dass sie gar nicht existieren, ist einfach ein Märchen.

Grüße
Martin
Henra schrieb:
Martinmuetzel schrieb:
Leider ist der Ruf nach dem Solling eher taktischer Natur. Der dient nur dazu, die Kurve Kassel zu verhindern. Wenn über die entschieden ist (egal wie), wird sich zumindest in Nordhessen kein Finger mehr für die Alternativstrecke krümmen. In der betreffenden Region hingegen sind Güterzüge genauso beliebt wie in Vellmar.

Es geht also um Kurve Kassel oder gar nichts. Und da ist die Variante mit Kurve die mit mehr Bahn.
Dem ist wohl wenig hinzuzufügen.
Der Glaube, dass wenn die Kurve Kassel nicht kommt dafür der Sollingbahnausbau kommt, ist ziemlich utopisch. Zumal das bei heutigen Ausbaustandards und -verfahren wohl unter der Kategorie 'Mammutprojekt' einzustufen wäre. 80km Gleis und 160km Strippe im Mittelgebirge sind heutzutage monumentale Aufgaben, die >20Jahre dauern, wenn man sie überhaupt anfängt.

Schon die 'kleine' Kurve Kassel wird nach historischen Maßstäben ewig dauern.
Nochmals Zustimmung, da helfen auch die planungsexternen und unfundierten Meinungen und Gedanken kaum, das Ding ist durch und das ja nicht nur knapp. Da kann man auch nochmal alles auf den Cent publik ausrechnen und kriegt trotzdem das selbe Ergebnis.
Klar, kann man auch machen, siehe Hannover - Hamburg.
Ergebnis war aber auch vorher abzusehen.

Noch witziger ist ja natürlich, dass logischerweise weitere Arbeiten an dem Korridor zu tätigen sind.
Eichenberg wurde angesprochen (wäre auch ohne KK notwendig), aber auch sonst gäbe es noch aus den Zeiten höherer Belastungen im Abschnitt Kassel - Göttingen einige Überholgleise zu reaktivieren, Espenau - Hümme ist ein guter Kandidat für 3-gleisigen Ausbau etc. aber das alles ist trotzdem deutlich wirtschaftlicher im Nachgang, da dort halt einfach viele mehr Verkehr ist.

Der Punkt ist:
Am Ende profitieren deutlich mehr Interessenparteien bei einem Ausbau nahe Kassel, bei weniger Betroffenheit und geringeren Kosten, als das bei einem Ausbau des Solling der Fall wäre.
Und wenn dann Folgearbeiten anstehen (siehe Punkte oben), profitieren wiederum deutlich mehr Parteien bei besserem NKV.
Bei einem Sollingausbau wäre wohl langfristig nur eine Elektrifizierung Göttingen - Vernawahlshausen "drin".

Re: Dann komme doch mal mit Fakten bitte!

geschrieben von: NBStrecke

Datum: 01.04.21 16:06

chairborne schrieb:
4) Fahrzeitberechnung/Fahrplankonstruktion für Sollingvariante
Zitat DB: "Die gezeigten Bildschirmkopien der Fahrplankonstruktion [...] dürfen aus eisenbahnregulatorischen Gründen
(u.a. Betriebsgeheimnis der beteiligten Eisenbahnverkehrsunternehmen) nicht veröffentlicht werden.
... da müsste doch sicher noch der Zusatz "ohne deren Einwilligung" dazu, oder nicht? Solange jeder einwilligen würde, dürfte das doch überhaupt kein Problem sein.
Naja wie auch immer. Bin zwar Sollingausbau-Anhänger, aber ich versteh auch die Bahn, dass die wg. des Nimby-Problems lieber 6km Luxus-NBS mit Tunnel & Co. baut, um die paar wenigen Anlieger dort halbwegs zu befrieden, anstatt sich die Anliegerproteste von ~130km Strecke anhören zu müssen.

Zu den Ausbauten: Mir hat noch ne Variante gefallen, die zwischen Vollausbau und den ganzen Begegnungsabschnitten läge. Laut des einen Bildfahrplans, der veröffentlicht wurde, hakte es v.a. am Anfang und Ende der eingleisigen Abschnitte, d.h. ein paar Kilometer 2Gleisigkeit Ottbergen-Wehrden-(Lauenförde) und Nordheim-Woffleben, müsste laut diesem Plan überproportionalen Nutzen erzeugen. Dazu vielleicht noch eine Mitbenutzung des Oberwesergleises zw. Bodenfelde-Vernawahlshausen mittels Weichenverbindung, ggf. mit Verlängerung bis Uslar. Aber egal, aus vorbei.

Güterverkehr Paderborn -Kassel

geschrieben von: olli1956

Datum: 01.04.21 17:30

Genau . Der Ausbau der Sollingbahn ist aus und vorbei . Aber man sollte vielleicht über einen (Teilweisen)- Ausbau der Strecke Paderborn - Kassel nachdenken ( Streckenbegradigung und 3. Gleis teilweise oder ganze Strecke ) , Tunnel bei Hümme usw .

Zugzahlen

geschrieben von: Tw666

Datum: 01.04.21 19:38

Flauschi schrieb:
Martinmuetzel schrieb:
Moin,
unter
[www.kurve-kassel.de]
ist auch die Präsentation von gestern zu lesen.

Wer immer noch der "großen Lösung" über den Solling nachtrauert, möge sich mit den Argumentationen auf Folie 9 auseinander setzen. Solange die erwarteten Zugzahlen nicht um eine Größenordnung steigen (und dann wird es vorher anderswo zu eng), ist die "kleine Lösung" völlig ausreichend. Ich persönlich finde das auch schade, aber sehr plausibel.

Grüße
Martin
Ja genau, weil wir jetzt wenig Verkehr haben brauchen wir keine neuen Strecken und weil wir keine neuen Strecken haben können wir keinen Verkehr auf die Schiene verlagern. So ähnlich klingts auch beim Brennernordzulauf.
Problematisch ist, dass die Sollingstrecke gar keine so viel höhere Kapazität für einen unglaublich höheren Preis sowie deutlichere Defizite für die Anwohner hat.

Rechnet man einfach mal schnell die Einwohnerzahlen von Vellmar, dem Phillipinenhof/Warteberg und Fuldatal zusammen kommt man auf potenziell 35.000 Belastete (Obwohl natürlich Obervellmar in Vellmar nicht und in Fuldatal nur Ihringshausen betroffen sind).

Allein in den Städten Bad Karlshafen, Uslar und Hardegsen wohnen 25.000 Betroffene. Dazu müssen natürlich die ganzen Dörfer und Kleinstädte addiert werden, die an der Strecke liegen.

Kurzum, es muss nicht nur viel mehr Geld in die Hand genommen werden um einen status quo zu erreichen, es muss zusätzlich noch mit viel mehr Einsprüchen aus den Gemeinden gerechnet werden.

Sollten die Zugzahlen weiter zunehmen ist auch ein zusätzlicher Ausbau der Sollingbahn möglich, warum auch nicht?

Was ist eigentlich wirklich sinnvoll? Man darf nicht vergessen, dass auch die Strecken um Kassel voll sind, ein Ausbau dringend notwendig. Eigentlich braucht es eine Neubaustrecke Eichenberg - Warburg, die in Eichenberg aus Norden/Osten/Süden anfahrbar ist. Aber bekomm sowas mal durch - kann man völlig vergessen.

Re: Kassler Kurve: 4 B ist Vorzugsvariante

geschrieben von: jrg

Datum: 03.04.21 19:03

Kein XXL-Tunnel, keine XXL-Brücke die das Stadtbild verschandelt, ein höhenfreie Einbindung in Ihringshausen, trotzdem nur wenige Betroffene - eine vernünftige Lösung, die jetzt einfach nur noch gebaut werden muss!

Re: Dann komme doch mal mit Fakten bitte!

geschrieben von: bauigel

Datum: 07.04.21 11:59

NBStrecke schrieb:
chairborne schrieb:
4) Fahrzeitberechnung/Fahrplankonstruktion für Sollingvariante
Zitat DB: "Die gezeigten Bildschirmkopien der Fahrplankonstruktion [...] dürfen aus eisenbahnregulatorischen Gründen
(u.a. Betriebsgeheimnis der beteiligten Eisenbahnverkehrsunternehmen) nicht veröffentlicht werden.
... da müsste doch sicher noch der Zusatz "ohne deren Einwilligung" dazu, oder nicht?
Meines Wissens ist eine allgemeine Veröffentlichung gar nicht vorgesehen - und die Anfrage ans EVU zwecks Einwilligung nur für konkret benannte Empfänger (andere EVU, Aufgabenträger etc.) möglich. Bei EVU im SPNV kann das ggf. anders aussehen, falls die Trassen nicht vom EVU selbst, sondern von einem "Zugangsberechigten" (also dem beauftragenden Aufgabenträger) bestellt wurden.
Seiten: 1 2 All Angemeldet: -