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Neue Geldquelle für Elektrifizierung der Maintalbahn gesucht

geschrieben von: VT

Datum: 22.02.21 17:26

In der Mainpost geht es heute um die Stille die das Elektrifizierungsprojekt begleitet

[www.main-echo.de]
Fünf Artikel im Monat frei

Der Freistaat wollte das über ein Förderprogramm des Bundes für den Schienengüterverkehr finanzieren. Bei nur neun Zugpaare in der Woche Stunde das aber Wahrscheinlich nicht zur Verfügung. Jetzt sollen GVFG-Mittel angezapft werden. Man rechnet mit einem durchgehenden, schnellen Zug alle halbe Stunde nach Frankfurt und einem Zug der überall hält von Miltenberg via Aschaffenburg in Richtung Darmstadt.


Ich hoffe ja, dass sich BW noch berappelt und dann der Teil Lauda auch elektrisch wird, sonst sieht es mau aus für Wertheim-Miltenberg.
VT schrieb:
Ich hoffe ja, dass sich BW noch berappelt und dann der Teil bis Lauda auch elektrisch wird, sonst sieht es mau aus für Wertheim-Miltenberg.
Warum Bayern für den Abschnitt Wertheim-Miltenberg die Elektrifizierung nicht voran treibt, verstehe ich ehrlich gesagt auch nicht.

Wertheim-Lauda ist in der Tat eine Angelegenheit für Ba-Wü. Da wird nicht viel passieren. Wenn man ehrlich ist, ist dieser Abschnitt verkehrlich wahrlich nicht sonderlich bedeutend. Da gibt es zig Strecken in Ba-Wü, die definitiv eine höhere Dringlichkeit besitzen.

Mit einer durchgehenden Strippe Aschaffenburg-Wertheim ließen sich eine schnelle, 2-stdl. (in der HVZ ggf. stdl.) direkte RE Verbindung von Wertheim via Miltenberg-Aschaffenburg nach Ffm realisieren. Dazu dann die verdichtenden RB Leistungen zwischen Miltenberg und Crailsheim mit Batterietriebzügen, die unter der OL geladen werden können.

Ggf. weiß die BEG aber auch ganz genau, dass viele Pendler aus dem Taubertal in Ri RMG bis Miltenberg mit Auto fahren und das auch weiterhin machen werden, da es "über die Höhe" einfach verdammt schnell geht. Egal ob
- Tauberbischofsheim-Külsheim-Eichenbühl-Miltenberg
- Werbach/Hochhausen-Külsheim-Eichenbühl-Miltenberg
- Gamburg/Bronnbach/Reicholzheim/Wertheim-Nassig-Neunkirchen-Eichenbühl-Miltenberg

Man spart hier gut und gerne 15 bis 20 Minuten. Bei defensiver Fahrweise wohlgemerkt... Auch ein Grund warum das Fahrgastpotential hier nicht größer ist.
Wieder ein Beispiel wie man in Bayern bei der Bahn nur das allernötigste macht.
Bronnbach Bhf schrieb:
Zitat:
Warum Bayern für den Abschnitt Wertheim-Miltenberg die Elektrifizierung nicht voran treibt, verstehe ich ehrlich gesagt auch nicht.


Man spart hier gut und gerne 15 bis 20 Minuten. Bei defensiver Fahrweise wohlgemerkt... Auch ein Grund warum das Fahrgastpotential hier nicht größer ist.
Besonders weil die Bahnstromleitung schon quasi durch Wertheim läuft.
Das Problem ist bei den Spezialzügen, dass dann die Produktion eines Zugkilometers unheimlich teuer wird bei nur wenigen Anbietern für solche Fahrzeuge.

Für das Taubertal kommen noch die Tarifproblematik und die vielfältigeren Fahrtmöglichkeiten als Grund dazu mit dem PKW nach Miltenberg zu fahren. Der Miltenberger Stadtverkehr relativiert den Zeitvorteil etwas.
VT schrieb:
Das Problem ist bei den Spezialzügen, dass dann die Produktion eines Zugkilometers unheimlich teuer wird bei nur wenigen Anbietern für solche Fahrzeuge.
Guten Abend,

BEMU, also ET die einen Zusatzakku haben, welcher unter Fahrdraht geladen wird und abseits der Oberleitung das Fahrzeug voranbringt, werden künftig ein weit verbreiteter Standard sein. Zwischenzeitlich bieten so etwas auch alle bekannten Hersteller an - Siemens, Alstom, Stadler können so etwas, aber sicher auch Škoda und CAF. Von mir aus auch Hitachi oder CRRC. Kein Hexenwerk.

Von daher wäre das nichts unmögliches für das Taubertal, wo bei einer unterstellten Elektrifizierung bis/ab Wertheim ja an beiden Enden und dazwischen in Lauda Ladepunkte vorhanden wären.

Das scheitert eher am politischen Willen als an der Technik.


Freundliche Grüße
Tobias

"Ein Nichts zu sein, tragt es nicht länger - alles zu werden, strömt zuhauf!"
(aus "Die Internationale" | Deutscher Text durch Emil Luckhardt, 1910)

Re: BEMU werden ein künftiger Standard werden

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 22.02.21 20:33

Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
Zitat:
VT schrieb:
Zitat:
Das Problem ist bei den Spezialzügen, dass dann die Produktion eines Zugkilometers unheimlich teuer wird bei nur wenigen Anbietern für solche Fahrzeuge.
BEMU, also ET die einen Zusatzakku haben, welcher unter Fahrdraht geladen wird und abseits der Oberleitung das Fahrzeug voranbringt, werden künftig ein weit verbreiteter Standard sein. Zwischenzeitlich bieten so etwas auch alle bekannten Hersteller an - Siemens, Alstom, Stadler können so etwas, aber sicher auch Škoda und CAF. Von mir aus auch Hitachi oder CRRC. Kein Hexenwerk.
Ja, gerade ist der Weg, dass sich das Verhältnis hier umdreht: Mittlerweile sind VT Spezialfahrzeuge geworden, Derzeit erhält man praktisch nur noch LINT und LINK für Deutschland erhältlich. Der Geschäftsführer eines deutschen EVU sprach vor zwei Jahren sogar schon davon, dass es nur noch ein Fahrzeugtyp ist (was auf LINT anspielte)...

Dass BEMU und HEMU teurer sind, ändert nichts daran, dass es Serienfahrzeuge werden - egal ob Flirt, Mireo, Coradia Continental/LINT oder Talent 3 (so lange es den noch gibt), die Tendenz geht dorthin.

Was im Übrigen daran liegt, dass es an Weiterentwicklungen bahntauglicher Dieselmotoren liegt.




Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
Von daher wäre das nichts unmögliches für das Taubertal, wo bei einer unterstellten Elektrifizierung bis/ab Wertheim ja an beiden Enden und dazwischen in Lauda Ladepunkte vorhanden wären.

Das scheitert eher am politischen Willen als an der Technik.
Ich bin skeptisch, ob das Verkehrsaufkommen wirklich dafür spricht, den RE54/55 von Miltenberg weiter nach Wertheim zu verlängern. Wir sprechen hier immerhin von einer vierteiligen doppelstöckigen Einheit...

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]

Re: BEMU werden ein künftiger Standard werden

geschrieben von: Andreas

Datum: 22.02.21 20:59

Andere Frage: Kann die Maintalbahn denn so elektrifiziert werden, dass das Lichtraumprofil weiterhin für LÜ-Züge ausreichend groß ist? Da fahren ja doch immer wieder Trafotransporte und dergleichen entlang.
Man sollte immer auch Güterzüge dort fahren lassen können, auch als Umleiter..Dann macht eine Elektrifizierung Sinn.
Lok35 schrieb:
Man sollte immer auch Güterzüge dort fahren lassen können, auch als Umleiter..Dann macht eine Elektrifizierung Sinn.
Also auch wenn ich dem liebsten bin Crailsheim elektrisch hätte, so viele Relationen gibt es da nicht, für die eine Umleitung über Miltenberg Sinn ergeben würde.

Problem ist die Streckenkapazität

geschrieben von: Spessartspecht

Datum: 22.02.21 22:13

Um hier mehr Güterzüge entlangzuschicken, seien es lokale oder durchfahrende, bräuchte man vor allem viel mehr und längere Begegnungsabschnitte. Schon heute gehen Trassenkonflikte zwischen Nahverkehr und den paar Güterzügelchen auf der Maintalbahn bis zur Bundesnetzagentur. Und kürzlich habe ich eine Eurodual-Güterzuglok in Richtung Hafen Aschaffenburg schnaufen sehen, da werden also schon pragmatische Lösungen gefunden, sofern noch Trassen frei sind. Hier krankt es zunächst also nicht an der fehlenden Oberleitung, sondern an der Streckenkapazität.
"Ortsfremde" Güterzüge möchte der Miltenberger Landrat übrigens explizit nicht durch seinen Landkreis fahren sehen, das hat er kürzlich betont... insofern wurde einer der Grundgedanken des Förderprogammes, nämlich Ausweichtrassen zu schaffen (Rastatt läst grüßen), lokal nicht so gern gehört.

Vermutlich sind die Chancen für eine Elektrifizierung über eine angepasste standardisierte Bewertung im Rahmen des GVFG besser. Oder anders ausgedrückt: wenn man auch mit einer angepassten Bewertungslogik nicht mal die Strecke bis Miltenberg für den Nahverkehr elektrifiziert bekommt, dann weiß ich auch nicht mehr weiter.
Wenigstens hat man mit 80 Mio Euro jetzt endlich mal ein Preisschild dran.
Für den weiteren Steckenverlauf von Miltenberg bis Lauda wurden wohl 180 Mio Euro für eine Elektrifizierung veranschlagt.
In 2 Jahren gibt es dann hoffentlich Neuigkeiten. Das Gerede um Wasserstoffzüge sehe ich leider als sehr kontraproduktiv an. Zum Glück hält man davon bei der BEG auch nicht viel, insofern droht hier hoffentlich keine Verzögerung.

Noch eine Frage zum Förderprogramm:
Weiß denn jemand hier im Forum, welche Projektvorschläge - auch aus anderen Bundesländern - für die "Elektrische Güterbahn" jetzt in Berlin das Rennen gemacht haben?
Die Entscheidung ist ja wohl gefallen.

Für Bayern waren vom damaligen Verkehrsminister Reichart waren außerdem angemeldet worden:

Mühldorf – Wasserburg – Rosenheim (Oberbayern)
• Traunstein – Garching /Traunreut (Oberbayern)
• Rohrbach – Wolnzach (Oberbayern)
• Mühldorf – Simbach (Niederbayern/Oberbayern)
• Weiden - Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg (Oberpfalz)
• Hochstadt-Marktzeuln – Oberkotzau (Oberfranken)
• Neustadt (Aisch) – Steinach – Rothenburg o.d. Tauber (Mittelfranken)
• Augsburg – Buchloe (Schwaben)
• Neu-Ulm – Memmingen (Schwaben)

Bei einigen Vorschlägen liegt der Verdacht nahe, dass wohl primär der bayrische Regierungsbezirk-Proporz gewahrt bleiben musste. Andere, wie z.B. Mühldorf-Simbach haben ja schon beträchtlichen Güterverkehr.

Danke vorab für entsprechende Informationen!

Gruß,
Spessartspecht



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 22.02.21 22:19.

Re: Problem ist die Streckenkapazität

geschrieben von: TomyN

Datum: 23.02.21 07:33

Also

Hochstadt-Marktzeuln – Oberkotzau (Oberfranken)

Fände ich als Oberfranke schon sinnvoll.
VT schrieb:
[www.main-echo.de]
Fünf Artikel im Monat frei
Leider nicht frei. Könntest Du noch eine Zusammenfassung nachliefern, die etwas länger ist als die Schlagzeile? Wäre nett...
bollisee schrieb:
VT schrieb:
[www.main-echo.de]
Fünf Artikel im Monat frei
Leider nicht frei. Könntest Du noch eine Zusammenfassung nachliefern, die etwas länger ist als die Schlagzeile? Wäre nett...
Viel mehr als das was ich oben geschrieben habe steht da nicht drin.


Zitat
Der Freistaat wollte das über ein Förderprogramm des Bundes für den Schienengüterverkehr finanzieren. Bei nur neun Zugpaare in der Woche Stunde das aber Wahrscheinlich nicht zur Verfügung. Jetzt sollen GVFG-Mittel angezapft werden. Man rechnet mit einem durchgehenden, schnellen Zug alle halbe Stunde nach Frankfurt und einem Zug der überall hält von Miltenberg via Aschaffenburg in Richtung Darmstadt.
Vielleicht noch ergänzendes Geplänkel: Die BEG, der Fahrgastbeirat und ProBahn lehnen Wasserstoff ab. Der VCD ist dafür. Sobald eine Bahnstrecke stündlich befahren würde, sei eine Elektrifizierung aus BEG-Sicht wirtschaftlich sein. Die Westfrankenbahn hat bei ihren Planungen bisher die Elektrifizierung bereits berücksichtigt und sieht große Vorteile darin, Elektrofahrzeuge von der Stange zu nutzen.
VT schrieb:
ZitatZitat:
Der Freistaat wollte das über ein Förderprogramm des Bundes für den Schienengüterverkehr finanzieren. Bei nur neun Zugpaare in der Woche Stunde das aber Wahrscheinlich nicht zur Verfügung. Jetzt sollen GVFG-Mittel angezapft werden. Man rechnet mit einem durchgehenden, schnellen Zug alle halbe Stunde nach Frankfurt und einem Zug der überall hält von Miltenberg via Aschaffenburg in Richtung Darmstadt.
Vielleicht noch ergänzendes Geplänkel: Die BEG, der Fahrgastbeirat und ProBahn lehnen Wasserstoff ab. Der VCD ist dafür. Sobald eine Bahnstrecke stündlich befahren würde, sei eine Elektrifizierung aus BEG-Sicht wirtschaftlich sein. Die Westfrankenbahn hat bei ihren Planungen bisher die Elektrifizierung bereits berücksichtigt und sieht große Vorteile darin, Elektrofahrzeuge von der Stange zu nutzen.
Danke

Re: Problem ist die Streckenkapazität

geschrieben von: Flauschi

Datum: 26.02.21 00:28

Ein billiges Wunschkonzert, wo jeder was finden kann das ihn freut. Dabei viel Quatsch dabei:

Weiden-Neukirchen müßte eigentlich Weiden-Hartmannshof heißen

Neustadt etc. würde auch ein Schubkarren reichen für die paar Fahrgäste. Güterverkehr ist dort fast keiner.

Augsburg-Buchloe und Neu-Ulm-Memmingen sind der gleiche Blödsinn wie der Fahrdraht nach Lindau. Provoziert entweder Umsteigezwang oder Dieseln unter Fahrdraht.

Die Eisenbahnpolitik in Bayern ist schon erbärmlich.

Re: Problem ist die Streckenkapazität

geschrieben von: schoema

Datum: 28.02.21 10:47

Flauschi schrieb:
Ein billiges Wunschkonzert, wo jeder was finden kann das ihn freut. Dabei viel Quatsch dabei:

...

Augsburg-Buchloe und Neu-Ulm-Memmingen sind der gleiche Blödsinn wie der Fahrdraht nach Lindau. Provoziert entweder Umsteigezwang oder Dieseln unter Fahrdraht.

Die Eisenbahnpolitik in Bayern ist schon erbärmlich.
Warum ist Fahrdraht für den dichten Personenverkehr Augsburg - Bobingen - Buchloe Quatsch?

Warum ist der Fahrdraht NU - MM zur Stabilisierung des eingleisigen Betriebes mit neu gebauten Doppelspurabschnitten Quatsch?

Mit dieser merkwürdigen Argumentation könnte man jede S-Bahn-Strecke mit Fahrdrahtende in Frage stellen.

Irgendwo muss man halt mal mit der Elektrifizierung anfangen...

Re: Problem ist die Streckenkapazität

geschrieben von: 146 227

Datum: 28.02.21 11:13

Flauschi schrieb:
Ein billiges Wunschkonzert, wo jeder was finden kann das ihn freut. Dabei viel Quatsch dabei:

Weiden-Neukirchen müßte eigentlich Weiden-Hartmannshof heißen

Neustadt etc. würde auch ein Schubkarren reichen für die paar Fahrgäste. Güterverkehr ist dort fast keiner.

Augsburg-Buchloe und Neu-Ulm-Memmingen sind der gleiche Blödsinn wie der Fahrdraht nach Lindau. Provoziert entweder Umsteigezwang oder Dieseln unter Fahrdraht.

Die Eisenbahnpolitik in Bayern ist schon erbärmlich.
Ist das nicht besser als div. Langzeit-Nachteile in kauf nehmen zu müssen? Die VT 612 leben auch nicht ewig als bestes Beispiel. Langfristig gehört da alles unter Fahrdraht. Das NU - MM alleine so nur begrenzt was bringt ist klar aber wenn man das nicht anfängt hat MM - KE gar keine Chance.

Next Stop Frankfurt Airport Long distance Trains
Grüßli Müsli