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Ausbau der Murrbahn auf Eis gelegt?

geschrieben von: Mathias

Datum: 22.02.21 11:22

Laut den folgenden Zeitungsartikeln wird die Murrbahn jetzt anscheinend doch nicht ausgebaut.

[www.zvw.de]

Und:

[www.schwaebische.de]

Leider kann ich die Artikel (wegen Bezahlschranke) nicht lesen. Weiß jemand genaueres, was da beschlossen wurde? Ich kann sonst leider nichts finden.

Viele Grüße

Re: Ausbau der Murrbahn auf Eis gelegt?

geschrieben von: junglok13

Datum: 22.02.21 11:40

Kurz zusammengefasst:

Das NKU hat ergeben, dass ein Ausbau der Murrbahn nicht wirtschaftlich wäre, da die Kosten in keinem Verhältnis zum Nutzen steht, u.a. auch weil an der Strecke zu wenig Menschen wohnen.
Ebenso besteht von seiten des Bundes Null Interesse an einer schnellen Schienenverbindung Stuttgart - Nürnberg.
Daher wird es zukünftig wohl nur eine Fahrzeitverkürzung auf der Strecke von 2 min geben, indem man die Haltepolitik anpasst.

Als Alternative wird auch noch untersucht die Strecke Stuttgart - Aalen und Aalen - Crailsheim auszubauen, das Ergebnis ist da noch nicht vorhanden. Aber hier könnte es sich positiv auswirken dass dort mehr Menschen wohnen.
Jedoch finanziert eben nicht über den Bund wegen Fernverkehr, sondern lediglich über den GVFG also als Nahverkehrstrecke.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 22.02.21 11:40.

Re: Ausbau der Murrbahn auf Eis gelegt?

geschrieben von: NBStrecke

Datum: 22.02.21 11:53

junglok13 schrieb:
Kurz zusammengefasst:

Das NKU hat ergeben, dass ein Ausbau der Murrbahn nicht wirtschaftlich wäre, da die Kosten in keinem Verhältnis zum Nutzen steht, u.a. auch weil an der Strecke zu wenig Menschen wohnen.
Ebenso besteht von seiten des Bundes Null Interesse an einer schnellen Schienenverbindung Stuttgart - Nürnberg.
Daher wird es zukünftig wohl nur eine Fahrzeitverkürzung auf der Strecke von 2 min geben, indem man die Haltepolitik anpasst.

Als Alternative wird auch noch untersucht die Strecke Stuttgart - Aalen und Aalen - Crailsheim auszubauen, das Ergebnis ist da noch nicht vorhanden. Aber hier könnte es sich positiv auswirken dass dort mehr Menschen wohnen.
Jedoch finanziert eben nicht über den Bund wegen Fernverkehr, sondern lediglich über den GVFG also als Nahverkehrstrecke.
Danke, das war ja irgendwie vorhersehbar.

Man kann jetzt nur noch hoffen, dass das Land den Neigetechikausbau per GVFG beantragt - schließlich hat Bayern bekannt gegeben, dass sie NT-ETs ausschreiben wollten, wenn alles in Nordostbayern elektrifiziert sei. Endpunkt der Züge Nürnberg - Endpunkt der Murrbahn: Nürnberg. Also das sollte man noch hinbekommen. Natürlich dauert das noch seine 10-20 Jahre, aber in der Zeit sollte man wenigstens die Planung für den NT-Ausbau fertig haben und den bei Bedarf dann ausführen. Große Optimisten können noch darauf hoffen, dass man den NT Ausbau Peu-a-Peu bei den üblichen Instandhaltungsmaßnahmen durchführt, aber das dürfte es nur bei Bundesbahnens gegeben haben.

Re: Ausbau der Murrbahn auf Eis gelegt?

geschrieben von: 3-Löwen-Takt

Datum: 22.02.21 17:37

Die beiden Oberbürgermeister von Aalen und Crailsheim favorisieren einen zweigleisigen Ausbau der Strecke Goldshöfe – Crailsheim über das GVFG, dazu soll es jetzt eine Machbarkeitsstudie und eine Kosten-Nutzen-Rechnung geben.
Das Thema Neigetechnik zwischen Stuttgart und Nürnberg scheint in der Politik vom Tisch zu sein.

Re: Ausbau der Murrbahn auf Eis gelegt?

geschrieben von: 103612

Datum: 22.02.21 18:19

Ich möchte hier mal wieder auf meine alte Laier verweisen, und den Vergleich zur Gäubahn ziehen. Bei der einen Strecke ist keine Milliarde zu schade und für die andere Strecke ist jeder Pfennig zu viel.

Bei einem Ausbau Nürnberg - Stuttgart auf 1:45 Fahrzeit wäre die Gesamtstrecke Stuttgart - Berlin in 4 1/2 Stunden möglich und damit schneller als via Frankfurt im D-Takt (und da wird schon die NBS Mannheim-Frankfurt, Frankfurt Tiefbahnhof und NBS Hanau-Fulda unterstellt). Eine anständig ausgebaute Murrbahn könnte also den gesamten Verkehr Stuttgart - Berlin von der überlasteten Achse über Frankfurt abziehen.
Also ich fände da wäre eine Milliarde € wesentlich besser angelegt als auf der Gäubahn, die ja doch eher von regionaler Bedeutung ist.

Re: Ausbau der Murrbahn auf Eis gelegt?

geschrieben von: NBStrecke

Datum: 22.02.21 19:05

3-Löwen-Takt schrieb:
Die beiden Oberbürgermeister von Aalen und Crailsheim favorisieren einen zweigleisigen Ausbau der Strecke Goldshöfe – Crailsheim über das GVFG, dazu soll es jetzt eine Machbarkeitsstudie und eine Kosten-Nutzen-Rechnung geben.

Naja, das wundert mich nun nicht, weder Crailsheim noch Aalen liegen an der Murrbahn. Die Strecke über Aalen wird halt favorisiert, weil mehr Leute dort wohnen, ist ja nett, aber wenn man von FV ausgeht, dann ist die Murrbahn halt kürzer = schneller.

Zitat
Das Thema Neigetechnik zwischen Stuttgart und Nürnberg scheint in der Politik vom Tisch zu sein
Ja, aber weiss man schon von den bay. Plänen neue ETs mit NT anzuschaffen? Aktuell wird abgewunken, weil sie sagen, es gäbe keine neuen Fahrzeuge. Aber wenns die aufgrund einer bay. Bestellung dann doch gäbe, sähe das Ganze anders aus.

Re: Ausbau der Murrbahn auf Eis gelegt?

geschrieben von: Flauschi

Datum: 22.02.21 19:34

Es geht ja in dieser Diskussion immer um die magischen Fahrzeiten zwischen Stuttgart und Berlin.
Gleichzeitig ist eine NBS hier außerhalb der Überlegungen, weil der Bedarf nicht ausreicht und die Topographie relativ hinderlich ist.

Wäre es da nicht eine Überlegung einen Sprinter ohne Halt zwischen Stuttgart und Nürnberg einzusetzen? Denn die Zwischenhalte, sind wir mal ehrlich, haben mit hochwertigem Fernverkehr eigentlich nichts zu tun.

Wie, bitte?

geschrieben von: Der nachdenkliche Stromrichter

Datum: 22.02.21 19:48

103612 schrieb:
Ich möchte hier mal wieder auf meine alte Laier verweisen, und den Vergleich zur Gäubahn ziehen. Bei der einen Strecke ist keine Milliarde zu schade und für die andere Strecke ist jeder Pfennig zu viel.

Bei einem Ausbau Nürnberg - Stuttgart auf 1:45 Fahrzeit wäre die Gesamtstrecke Stuttgart - Berlin in 4 1/2 Stunden möglich und damit schneller als via Frankfurt im D-Takt (und da wird schon die NBS Mannheim-Frankfurt, Frankfurt Tiefbahnhof und NBS Hanau-Fulda unterstellt). Eine anständig ausgebaute Murrbahn könnte also den gesamten Verkehr Stuttgart - Berlin von der überlasteten Achse über Frankfurt abziehen.
Also ich fände da wäre eine Milliarde € wesentlich besser angelegt als auf der Gäubahn, die ja doch eher von regionaler Bedeutung ist.
Guten Abend,

mal abgesehen davon, dass ich abseits des Gäubahn-Zerstörers Stuttgart21 nicht wüsste, wo da real eine Milliarde ausgegeben wurde oder wird, ist es Schwachfug, die Relation Stuttgart-Schwarzwald/Baar-Bodensee-Zürich schwächer zu bewerten als Stuttgart-Nürnberg.

Umgekehrt wird ein Schuh draus: Beide Achsen sind von grundsätzlicher Bedeutung und beide verdienen den Ausbau ohne "wenn" und "aber".

Freundliche Grüße
Tobias

"Ein Nichts zu sein, tragt es nicht länger - alles zu werden, strömt zuhauf!"
(aus "Die Internationale" | Deutscher Text durch Emil Luckhardt, 1910)

Re: Ausbau der Murrbahn auf Eis gelegt?

geschrieben von: Node

Datum: 22.02.21 20:12

Flauschi schrieb:
Es geht ja in dieser Diskussion immer um die magischen Fahrzeiten zwischen Stuttgart und Berlin.
Gleichzeitig ist eine NBS hier außerhalb der Überlegungen, weil der Bedarf nicht ausreicht und die Topographie relativ hinderlich ist.

Wäre es da nicht eine Überlegung einen Sprinter ohne Halt zwischen Stuttgart und Nürnberg einzusetzen? Denn die Zwischenhalte, sind wir mal ehrlich, haben mit hochwertigem Fernverkehr eigentlich nichts zu tun.
Schon das aktuelle Betriebskonzept braucht relativ viele der Kreuzungsstellen. Ein Sprinter müsste also z.B. in Backnang unmittelbar vor der Taktlinie los, um immer einen Kreuzungspunkt Abstand zu haben.

Ich verstehe persönlich nicht ganz, warum man da vollständig zweigleisig ausbauen muss. Die Abschnitte Backnang - Oppenweiler und ggf. Verlängerungen der Zweispurigkeit bei Fichtenberg sollten reichen. Der vollständige Ausbau dürfte aufgrund der mangelnden Reisezeitgewinne im NKU schlecht abschalten. Ich erwarte für die Remsbahn nicht wesentlich andere Ergebnisse.

Bei der A6 ist es mit der Wirtschaftlichkeit natürlich kein Problem.

An den Güterverkehr....

geschrieben von: pantograph001

Datum: 22.02.21 20:14

...denkt wieder mal niemand? Eine ausgebaute Murrbahn wäre für den Güterverkehr ein Segen......


Gruß aus Hamburg

Mathias
Flauschi schrieb:
Es geht ja in dieser Diskussion immer um die magischen Fahrzeiten zwischen Stuttgart und Berlin.
Gleichzeitig ist eine NBS hier außerhalb der Überlegungen, weil der Bedarf nicht ausreicht und die Topographie relativ hinderlich ist.

Wäre es da nicht eine Überlegung einen Sprinter ohne Halt zwischen Stuttgart und Nürnberg einzusetzen? Denn die Zwischenhalte, sind wir mal ehrlich, haben mit hochwertigem Fernverkehr eigentlich nichts zu tun
Guten Abend,

haltlos ist sinnlos - man möchte am Ende des Tages ja doch nicht an der potentiellen Kundschaft vorbei gefahren sein. Also zumindest 4 Zwischenhalte sehe ich auf der Relation Stuttgart <-> Nürnberg auch via Murrbahn gesetzt:

- Backnang, weil es in der dicht besiedelten Region Stuttgart genug Kunden gibt und dort via Anschluss an die S4 auch der Raum Ludwigsburg mit profitieren könnte. Kürzere Umsteigewege und entspannteres Umsteigen als in S21 wären es auf jeden Fall.

- Schwäbisch Hall-Hessental, weil die "Region der Weltmarktführer" starke Unternehmen und wohlhabende Arbeitnehmer hat - die können ihr Geld weiter in hochpreisige Autos anlegen, oder halt doch in Bahnfahrkarten, wenn endlich mal das Angebot dazu verlockt. Potenzieller Zweitnutzen vorhanden.

- Crailsheim, weil Bahnknoten mit Anschluss an die Ostalb (Ellwangen, Aalen, Heidenheim) und ins Taubertal. Mehr als nur ein Schrottabstellplatz!

- Ansbach, weil Oberzentrum in Mittelfranken und Bahnknoten mit Anschlüssen von Treuchtlingen bis Würzburg.

Wenn man jetzt ganz verwegen denkt, könnte man ja sagen: irgendwann reicht in der Achse Mannheim-Nürnberg die zigmal ausgebaute A6 nicht mehr aus. Also einen Flügelzug Mannheim Hbf - Heidelberg Hbf - Heilbronn Hbf - Öhringen Hbf - Schwäbisch Hall - Schwäbisch Hall-Hessental dazu denken. Gut, dazu müsste die Stuttgarter Lethargie halt soweit aufbrechen, dass man endlich die Fahrdrahtlücke östlich Öhringen-Cappel schliesst. (Klar ginge theoretisch auch ein BEMU, aber mit Fahrdraht hat die durchgängig zweigleisige Strecke auch noch Nutzen für böse laute Güterzüge anstelle von knuddeligen LKW auf der A6. Nicht jeder fährt die Stadler EuroDual.) Und analog zur A6 führe ein solcher Zug eigentlich am besten via Sinsheim Hbf mit Halt dort, aber das wird die Streckenauslastung im Kraichgau nicht hergeben. Also halt doch am Neckar entlang, weil zweigleisig.

Jetzt noch einen schicken ET-Typ mit Komfortaustattung dafür gewählt - barrierefrei, mit guter 1.Klasse genauso wie Platz für Fahrräder, ein zu(g)verlässiges EVU und schon kann es losgehen.

Problem daran? Baden-Württemberg und Bayern müssten sich einig sein, und für deutsche Unwilligkeiten kostet das viel zu viel. Also Versagen ohne Ende, ohne Grenzen und der typische Sound der Ausreden: "technische Probleme" "nur regionale Bedeutung" "neue Machbarkeitsstudie" "derzeit nicht finanzierbar" und was dergleichen Schwachsinn mehr ist.

Freundliche Grüße
Tobias

"Ein Nichts zu sein, tragt es nicht länger - alles zu werden, strömt zuhauf!"
(aus "Die Internationale" | Deutscher Text durch Emil Luckhardt, 1910)

Re: An den Güterverkehr....

geschrieben von: Andreas

Datum: 22.02.21 20:40

Ein zweigleisiger Ausbau der Strecke Crailsheim - Aalen käme dem Güterverkehr genauso entgegen, sogar in doppelter Hinsicht, weil diese Strecke auch für den Nord-Süd-Verkehr (Aschaffenburg - Ulm) verwendet werden kann. Bei der Murrbahn besteht ein solcher Synergieeffekt nicht.


pantograph001 schrieb:
...denkt wieder mal niemand? Eine ausgebaute Murrbahn wäre für den Güterverkehr ein Segen......


Gruß aus Hamburg

Mathias

Re: Ausbau der Murrbahn auf Eis gelegt?

geschrieben von: Andreas

Datum: 22.02.21 20:48

103612 schrieb:
Ich möchte hier mal wieder auf meine alte Laier verweisen, und den Vergleich zur Gäubahn ziehen. Bei der einen Strecke ist keine Milliarde zu schade und für die andere Strecke ist jeder Pfennig zu viel.

Bei einem Ausbau Nürnberg - Stuttgart auf 1:45 Fahrzeit wäre die Gesamtstrecke Stuttgart - Berlin in 4 1/2 Stunden möglich und damit schneller als via Frankfurt im D-Takt (und da wird schon die NBS Mannheim-Frankfurt, Frankfurt Tiefbahnhof und NBS Hanau-Fulda unterstellt). Eine anständig ausgebaute Murrbahn könnte also den gesamten Verkehr Stuttgart - Berlin von der überlasteten Achse über Frankfurt abziehen.
Also ich fände da wäre eine Milliarde € wesentlich besser angelegt als auf der Gäubahn, die ja doch eher von regionaler Bedeutung ist.
Eine Fahrzeit von etwa 1:45 zwischen Stuttgart und Nürnberg ist mit einem Ausbau zwischen Goldshöfe und Crailsheim sowie dem Entfall der IC-Halte Schorndorf und Ellwangen über die Remsbahn genauso machbar. Vor 25 Jahren gab es Interregio-Züge mit 103er, die das (mit Halt in Ellwangen) auch schon in 1:53 geschafft haben. Die Murrbahn ist zwar kürzer und bedient weniger Halte, auf der Remsbahn kann dafür schneller gefahren werden und es braucht keine Neigetechnik.

Re: Ausbau der Murrbahn auf Eis gelegt?

geschrieben von: Andreas

Datum: 22.02.21 20:55

Flauschi schrieb:
Wäre es da nicht eine Überlegung einen Sprinter ohne Halt zwischen Stuttgart und Nürnberg einzusetzen? Denn die Zwischenhalte, sind wir mal ehrlich, haben mit hochwertigem Fernverkehr eigentlich nichts zu tun.
Für einen solchen Nonstop-Verkehr zwischen Nürnberg und Stuttgart würde vom Reisendenaufkommen her eine 101 und ein Steuerwagen genügen. Ob das dann "hochwertiger Fernverkehr" ist ...?
Die Linie Karlsruhe - Nürnberg lebt maßgeblich auch vom Pendlerverkehr zwischen Karlsruhe/Pforzheim, Stuttgart/Aalen und Crailsheim/Nürnberg.

Re: Ausbau der Murrbahn auf Eis gelegt?

geschrieben von: Mathias

Datum: 22.02.21 21:05

Meiner Meinung nach wäre ein stündlicher Fernverkehr auf IR Niveau von Stuttgart nach Nürnberg sinnvoll (mit Nahverkehrsfreigabe). Jeweils alternierend über die Remsbahn (mit Halten in Schorndorf, Schwäbisch Gmünd, Aalen und Ellwangen) und über die Murrbahn (mit Halten in Backnang und Hessental). Dazu sollen auch beide Strecken ausgebaut und auf Tempo 140-160 ertüchtigt werden. (Zunächst wäre es auch sinnvoll ein langfristiges Fahrplankonzept zu erstellen, dann wäre auch genau ersichtlich, welcher Bereich zweeigleisig auszubauen ist.) Dann wäre auch die Rems-/Murrbahn Streiterei endlich mal vom Tisch.
In Aalen könnte man einen Zugteil trennen und diesen nach Ulm durchbinden.
Den zweiten Zug könnte man in Crailsheim oder Hessental trennen und dann über Heilbronn nach Mannheim oder Karlsruhe durchbinden. Damit hätte auch Heilbronn wieder Anschluss an den Fernverkehr und mit gegebenen Ausbaumaßnahmen eine viel schnellere Verbindung nach Karlsruhe oder Mannheim. Wenn man die Tickets für den Nahverkehr freigibt lohnt sich das sicherlich.
Zusätzlich könnte man noch z.B. Freitags/Sonntags vereinzelte ICE Sprinter von Zürich über Stuttgart und Nürnberg nach Berlin anbieten.

Und wenn wir gerade schon dabei sind, würde ich noch empfehlen von Gaildorf eine Verbidungskurve zum Schwäbisch Haller Stadtbahnhof zu bauen und die Bahnstrecke nach Künzelsau zu reaktivieren. Dann könnte man einen stündlichen RE von Stuttgart nach Künzelsau über Backnang, Gaildorf, Schwäbisch Hall fahren lassen.

Selbst 1975 gab es eine Verbindung, die Nürnberg - Stuttgart in 1:59h geschafft hat und das mit Dieselloks. Mit Ausbau und mit schneller Beschleunigung wäre da sicher heute schon 1:55h über die Murrbahn möglich, wenn ein Wille da wäre. Mit Ausbau und entsprechender Beschleunigung wären sicher auch 1:45h ohne Neigetechnik drin. Fernverkehrszüge von Nürnberg über Heilbronn nach Mannheim gab es in den 70ern und 80ern auch schon 1-2x täglich.

Aber vermutlich wird es zu den Ausbaumaßnahmen nie kommen. In 20 Jahren wird es sicher immer noch Diskussionen geben, dass die Murrbahn ausgebaut werden soll und dass ja kein Geld vorhanden ist. Inzwischen wird es vermutlich eine zweispurige Schnellstraße von Schwäbisch Hall nach Stuttgart geben. Dann können alle mit ihren E und Hybrid SUVs direkt in das neue Parkhaus vor dem Tiefbahnhof fahren. Und weil auch die inzwischen wieder im Stau stehen wird der weitere Ausbau der Schnellstraße direkt in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen.

Hier habe ich noch einen Auszug aus dem Kursbuch von 1975 angehängt, in dem die Fahrzeit unter zwei Stunden zwischen Nürnberg und Stuttgart beworben wird.

Verbindung.jpg
kursbuch.jpg



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 22.02.21 21:16.

Re: Ausbau der Murrbahn auf Eis gelegt?

geschrieben von: Mathias

Datum: 22.02.21 21:08

Andreas schrieb:
Eine Fahrzeit von etwa 1:45 zwischen Stuttgart und Nürnberg ist mit einem Ausbau zwischen Goldshöfe und Crailsheim sowie dem Entfall der IC-Halte Schorndorf und Ellwangen über die Remsbahn genauso machbar. Vor 25 Jahren gab es Interregio-Züge mit 103er, die das (mit Halt in Ellwangen) auch schon in 1:53 geschafft haben. Die Murrbahn ist zwar kürzer und bedient weniger Halte, auf der Remsbahn kann dafür schneller gefahren werden und es braucht keine Neigetechnik.

In welchem Jahr und zu welcher Zeit fuhr denn der genannte IR über die Remsbahn? Ich konnte diesen nirgends finden. Die schnellste Verbindung, die ich über die Remsbahn finden konnte war 2:07h.
3-Löwen-Takt schrieb:
Das Thema Neigetechnik zwischen Stuttgart und Nürnberg scheint in der Politik vom Tisch zu sein.
Schon vor vielen Jahren als die ersten konkreteren Studien zur Elektrifizierung der Hochrheinstrecke kamen, war dort der Ausstieg aus der Neigetechnik wohl schon beschlossen. Zumindest hat man sich viele Varianten angeschaut, aber eine mit Neigetechnik hat man nicht dort nicht mal untersucht.
Genaus am Bodensee entlang, auch hier sind mir keine Entwürfe mit Neigetechnik bekannt beim Streckenausbau.

Da BaWü für die Gäubahn nicht direkt verantwortlich war, hat man hier zumindest nach aussen noch länger an der Neigetechik festgehalten. Aber jetzt auch kein Bock mehr.
Da kann man sich schon denken, wie es für Stuttgart-Nürnberg aussieht...

Die kleine Stückzahl taugt nur wenig als Begründung. Für Hochrhein, Bodensee, Gäubahn und Stuttgart-Nürnberg käme schon eine grössere Stückzahl zusammen, wenn sich dann nun Bayern anhängt erst recht. Stuttgart-Sigmaringen stände längerfristig auch noch im Raum.
Aber wenn man jede diese Strecken unter kompletter Ignorierung aller anderen Strecken jeweils einzeln betrachtet, ist es immer nur eine unrentable Kleinserie...

Schade ist es vor allem um die Fahrzeitverlängerungen und schlechteren Anschlüsse die aus dieser kleinräumigen Betrachtung entstehen.

Gruss

Florian

Re: Ausbau der Murrbahn auf Eis gelegt?

geschrieben von: Node

Datum: 22.02.21 22:13

Mathias schrieb:
Andreas schrieb:
Eine Fahrzeit von etwa 1:45 zwischen Stuttgart und Nürnberg ist mit einem Ausbau zwischen Goldshöfe und Crailsheim sowie dem Entfall der IC-Halte Schorndorf und Ellwangen über die Remsbahn genauso machbar. Vor 25 Jahren gab es Interregio-Züge mit 103er, die das (mit Halt in Ellwangen) auch schon in 1:53 geschafft haben. Die Murrbahn ist zwar kürzer und bedient weniger Halte, auf der Remsbahn kann dafür schneller gefahren werden und es braucht keine Neigetechnik.

In welchem Jahr und zu welcher Zeit fuhr denn der genannte IR über die Remsbahn? Ich konnte diesen nirgends finden. Die schnellste Verbindung, die ich über die Remsbahn finden konnte war 2:07h.
Selbst wenn das mal erreichbar gewesen sein sollte, dürfte das durch die Vollstopfung der Abschnitte Schorndorf - Waiblingen und Ansbach - Nürnberg mit S-Bahnen ohne gleichzeitigen Streckenausbau nicht mehr erreichbar sein, weil man Schnellzüge nur noch in bestimmten Slots durchkriegt. Selbiges gilt auch für die Murrbahn. Das oll nicht ausdrücken, dass die S-Bahnen unsinnig sind, aber die sehr fixen Nahverkehrsfahrpläne sind mit Teil des Problems.

Re: Wie, bitte?

geschrieben von: glx

Datum: 22.02.21 22:33

Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
mal abgesehen davon, dass ich abseits des Gäubahn-Zerstörers Stuttgart21 nicht wüsste, wo da real eine Milliarde ausgegeben wurde oder wird
Für die Gäubahn sind im D-Takt folgende Ausbauten hinterlegt, die sich laut letzten Infos angeblich rechnen sollen:

–Geschwindigkeitserhöhungen u.a. im Fildertunnel, Herrenberg – Eutingen
–Neue Verbindung Stuttgart Flughafen zur Gäubahn (z. B. als Gäubahntunnel) und Ausbau bis Böblingen
–NBS Neckarhausen – Sulz
–NBS Epfendorf – Rottweil
–Weitere ergänzende Zweigleisigkeiten
-–Sulz – Oberndorf für Eigenkreuzung SPFV
-–Wurmlingen Nord – Tuttlingen für Eigenkreuzung SPFV

[assets.ctfassets.net]
Folie 161

Re: An den Güterverkehr....

geschrieben von: ulrich

Datum: 22.02.21 23:06

Wäre da die Hohenlohebahn über Öhringen nicht besser geeignet? Zweigleisig ist sie schon. Es fehlt nur die Schließung der Lücke im Fahrdraht.

Ulrich

Re: An den Güterverkehr....

geschrieben von: glx

Datum: 22.02.21 23:26

ulrich schrieb:
Wäre da die Hohenlohebahn über Öhringen nicht besser geeignet? Zweigleisig ist sie schon. Es fehlt nur die Schließung der Lücke im Fahrdraht.
Wie sieht es da denn mit den Steigungen aus? Ist es über Backnang nicht viel flacher?
Andererseits scheinen auf der ganzen Strecke Richtung Nürnberg ja eh nicht soo viele Güterzüge unterwegs zu sein.

Den Güterverkehr von Kornwestheim über Aalen zu leiten wie weiter oben vorgeschlagen ist meiner Meinung nach nicht zielführend, da in diesen Fall in Untertürkheim gewendet werden muss.


Für die Hohenlohebahn könnte es natürlich theoretisch interessant sein Züge über die Kraichgaubahn zuzuführen, diese ist aber bekanntlich dicht belegt und hat zusätzlich auch noch sehr kurze Ausweichgleise.
Und aus Richtung Mannheim müsste man auch Kopf in Heilbronn machen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 22.02.21 23:28.
Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
Jetzt noch einen schicken ET-Typ mit Komfortaustattung dafür gewählt - barrierefrei, mit guter 1.Klasse genauso wie Platz für Fahrräder, ein zu(g)verlässiges EVU und schon kann es losgehen.

Problem daran? Baden-Württemberg und Bayern müssten sich einig sein, und für deutsche Unwilligkeiten kostet das viel zu viel. Also Versagen ohne Ende, ohne Grenzen und der typische Sound der Ausreden: "technische Probleme" "nur regionale Bedeutung" "neue Machbarkeitsstudie" "derzeit nicht finanzierbar" und was dergleichen Schwachsinn mehr ist.
Naja, also falls es nach der BT-Wahl wirklich Schwarz-Grün unter Bienen-Söder gäbe, sollten sich die Probleme schnell in Luft aufgelöst haben. Bayern will außerdem sowieso NT-ETs bestellen, da würde man auch nur offene Türen eintreten.

Sicherlich ist es trotzdem nicht all zu wahrscheinlich - es kostet schließlich Geld - und um das geht's am Ende. Aber eine gewisse Restwahrscheinlichkeit - insbesondere in den reichen Südländern BaWü und Bayern - besteht.

Re: Ausbau der Murrbahn auf Eis gelegt?

geschrieben von: NBStrecke

Datum: 23.02.21 06:03

Andreas schrieb:
Flauschi schrieb:
Wäre es da nicht eine Überlegung einen Sprinter ohne Halt zwischen Stuttgart und Nürnberg einzusetzen? Denn die Zwischenhalte, sind wir mal ehrlich, haben mit hochwertigem Fernverkehr eigentlich nichts zu tun.
Für einen solchen Nonstop-Verkehr zwischen Nürnberg und Stuttgart würde vom Reisendenaufkommen her eine 101 und ein Steuerwagen genügen. Ob das dann "hochwertiger Fernverkehr" ist ...?
Die Linie Karlsruhe - Nürnberg lebt maßgeblich auch vom Pendlerverkehr zwischen Karlsruhe/Pforzheim, Stuttgart/Aalen und Crailsheim/Nürnberg.
Naja, da beißt sich die Katze in den Schwanz .. denn das FV-Reisendenaufkommen ist eben so gering, weil die Fahrzeiten so sch...lecht sind. Mit nem durchgehenden Pendolino Zürich-Stuttgart-Nürnberg-Berlin sähe das Ganze anders aus. Ein schneller Nahverkehrs NT-ET mit Sprinteranschluss in Nürnberg wäre ebenfalls ne Verbesserung. (Nebenbei: Im D-Takt hat man mit dem jetzt geplanten Bummelexpress Anschluss zu nem Bummel-ICE über Leipzig nach Berlin. Passt so gesehen auch gut zusammen.)

Was man auch nicht vergessen sollte: Nürnberg ist nicht nur das Tor nach Berlin, sondern auch nach Prag. So nen nahverkehrs NT-ET sollte man mit guten Sitzen und Vmax 200 eigentlich auch als Interregio nach Prag schicken können. Das würde ich mal langfristig ins Auge fassen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.02.21 06:05.

Und was davon kommt wirklich?

geschrieben von: Der nachdenkliche Stromrichter

Datum: 23.02.21 06:21

Guten Morgen,

schön, Träume gibt es also. Und wie viel davon wird wohl jemals gebaut und erfahrbar? Oder wird durch den Bund einfach die A81 weiter ausgebaut, dem Engagement der Gäubahn-Anrainer zum Hohn? Was ist in Deutschland realistisch?

Von politischen Märchenstunden fährt kein Zug mehr oder schneller.

Freundliche Grüße
Tobias

"Ein Nichts zu sein, tragt es nicht länger - alles zu werden, strömt zuhauf!"
(aus "Die Internationale" | Deutscher Text durch Emil Luckhardt, 1910)

Re: An den Güterverkehr....

geschrieben von: Fridolin Kiesewetter

Datum: 23.02.21 08:00

Hohenlohebahn durchgehend elektrisch wäre schon praktisch.
Die Maximalsteigungen sind mit ca 11%o auch nicht schlimmer als aus der Murrbahn, dieselben Steigungen hat man zwischen Gaildorf West und Crailsheim sowieso auch jetzt schon.
Ungünstig für ordentlichen Güterverkehr sind die engen Tunnelprofile rund um Schwäbisch Hall. So wie übrigens auch im Neckartal Bad Friedrichshall - Heidelberg. Alle Züge mit Wagen, die das Regellichtraumprofil ein klein wenig übersteigen, dürfen bestimmte Tunnel ( = Lü-Engstellen) nur im Zuckelschleichtempo durchfahren. Und für größere Lü-Dimensionen sind sind die Strecken ganz tabu.

Re: Ausbau der Murrbahn auf Eis gelegt?

geschrieben von: Herr Nilsson

Datum: 23.02.21 08:17

Hej!

103612:
Zitat:
Ich möchte hier mal wieder auf meine alte Laier verweisen, und den Vergleich zur Gäubahn ziehen. Bei der einen Strecke ist keine Milliarde zu schade und für die andere Strecke ist jeder Pfennig zu viel.

Welche Milliarde? Bisher schafft man es auf der Gäubahn nicht einmal, 7 km zweigleisig auszubauen, obwohl seit Jahren das Baurecht vorliegt. Seit Jahrzehnten wird von einem Ausbau geredet, aber außer warmen Worten ist nichts passiert!

Zitat:
Also ich fände da wäre eine Milliarde € wesentlich besser angelegt als auf der Gäubahn, die ja doch eher von regionaler Bedeutung ist.

Sobald im Rheintal wieder was passiert ist es vorbei mit regionaler Bedeutung! Rastatt und Auggen haben gezeigt, dass man leistungsfähige Umleitungsstrecken braucht. Und da ist die Gäubahn dann halt doch wichtiger als die Murrbahn...

Aber unabhängig davon: Warum spielst du eine Strecke gegen die andere aus? Beide Strecken sind zu langsam und müssen ausgebaut werden!

Viele Grüße
Herr Nilsson



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.02.21 08:21.
Hej!

Der nachdenkliche Stromrichter:
Zitat:
Crailsheim, weil Bahnknoten mit Anschluss an die Ostalb (Ellwangen, Aalen, Heidenheim) und ins Taubertal. Mehr als nur ein Schrottabstellplatz!

Kannst du eigentlich keinen Beitrag mehr ohne Seitenhiebe auf ältere Fahrzeuge (in Crailsheim teils sogar Museumsfahrzeuge, aber wir alle wissen, dass du die Wagen von GfF und TRI meinst) schreiben?

Viele Grüße
Herr Nilsson

Vergiß die Kraichgaubahn...

geschrieben von: bauigel

Datum: 23.02.21 08:36

glx schrieb:
Für die Hohenlohebahn könnte es natürlich theoretisch interessant sein Züge über die Kraichgaubahn zuzuführen, diese ist aber bekanntlich dicht belegt und hat zusätzlich auch noch sehr kurze Ausweichgleise.
Und aus Richtung Mannheim müsste man auch Kopf in Heilbronn machen.
Der eine oder andere kann sich vielleicht noch dran erinnern, dass einmal ein aufstrebendes SPFV-Unternehmen ;-) namens "Der Schnellzug" zwischen Heilbronn und Karlsruhe über die Kraichgaubahn fahren wollte.

Die Trassenanmeldungen sind damals formal an zwei Gründen gescheitert:
1. Die Strecke ist derzeit durch den Stadtbahnverkehr stark ausgelastet, zwischen dem Stadbahnverkehr gibt es keine ausreichenden Fahrplanlücken für etwas anderes

2. Das Eisenbahninfrastrukturunternehmen für den Abschnitt Grötzingen - Heilbronn (die AVG) hat nur eine Lizenz für "den Betrieb von überwiegend Stadt- Vorort- und Regionalverkehren (oder so ähnlich)". Regelmäßiger Fern- und Güterverkehr ist da nicht...

Beide Punkte lassen sich sicherlich mit viel Geld lösen - wie vieles im Bahnwesen. Bei Punkt 2 sprechen wir angeblich von einer sechsstelligen Summe nur für die erforderliche EBA-Sicherheitsgenehmigung und den dazugehörigen Papierkrieg; und dann von den Investitionskosten für die Erfüllung der Auflagen aus letzterem (angeblich wäre mindestens ein neues Stellwerk fällig).
Und ich sehe schon die Begeisterung der Stadt Karlsruhe als alleiniger Eigentümer des betroffenen EIU, wenn für irgendeine dieser Maßnahmen Eigenmittel dafür fällig werden, dass überregionaler Güterverkehr fahren kann.

Da ist die Fahrdrahtlücke bei DB Netz zwischen Öhringen und Hessental das kleinste Problem...

Re: Ausbau der Murrbahn auf Eis gelegt?

geschrieben von: ThomasR

Datum: 23.02.21 09:08

junglok13 schrieb:
Kurz zusammengefasst:

Das NKU hat ergeben, dass ein Ausbau der Murrbahn nicht wirtschaftlich wäre, da die Kosten in keinem Verhältnis zum Nutzen steht, u.a. auch weil an der Strecke zu wenig Menschen wohnen.
Ebenso besteht von seiten des Bundes Null Interesse an einer schnellen Schienenverbindung Stuttgart - Nürnberg.
Daher wird es zukünftig wohl nur eine Fahrzeitverkürzung auf der Strecke von 2 min geben, indem man die Haltepolitik anpasst.

Als Alternative wird auch noch untersucht die Strecke Stuttgart - Aalen und Aalen - Crailsheim auszubauen, das Ergebnis ist da noch nicht vorhanden. Aber hier könnte es sich positiv auswirken dass dort mehr Menschen wohnen.
Jedoch finanziert eben nicht über den Bund wegen Fernverkehr, sondern lediglich über den GVFG also als Nahverkehrstrecke.
Klar haben die kein Interesse, weil dann könnten evtl ETR 610 in Berlin auftauchen.

Re: Ausbau der Murrbahn auf Eis gelegt?

geschrieben von: G36K

Datum: 23.02.21 09:34

103612 schrieb:
Ich möchte hier mal wieder auf meine alte Laier verweisen, und den Vergleich zur Gäubahn ziehen. Bei der einen Strecke ist keine Milliarde zu schade und für die andere Strecke ist jeder Pfennig zu viel.

Bei einem Ausbau Nürnberg - Stuttgart auf 1:45 Fahrzeit wäre die Gesamtstrecke Stuttgart - Berlin in 4 1/2 Stunden möglich und damit schneller als via Frankfurt im D-Takt (und da wird schon die NBS Mannheim-Frankfurt, Frankfurt Tiefbahnhof und NBS Hanau-Fulda unterstellt). Eine anständig ausgebaute Murrbahn könnte also den gesamten Verkehr Stuttgart - Berlin von der überlasteten Achse über Frankfurt abziehen.
Also ich fände da wäre eine Milliarde € wesentlich besser angelegt als auf der Gäubahn, die ja doch eher von regionaler Bedeutung ist.
Stuttgart-Nürnberg wird, wenn überhaupt, nur hier und da ein paar Begradigungen sehen. Da kommt man vielleicht mal irgendwann auf zuverlässig planbare 2:00. Aber definitiv nichts was die Fahrzeit derart merklich verkürzt dass man bei 1:45 landet. Dafür wäre das NKV einfach viel zu schlecht.
Ist aber auch überhaupt nicht nötig. Denn die schnellere Strecke für Stuttgart-Berlin wird immer die über Frankfurt bleiben. Deine 4 1/2 Stunden schaffst du dort entlang schon problemlos mit den für diesen Korridor nun wirklich nicht sehr ambitionierten Deutschlandtakt-Ausbauten. Mit der mittlerweile gar nicht mehr so unrealistischen Güterumfahrung Mannheims mit HGV-Ausrüstung wird das noch weiter verkürzt. Wenn man sich irgendwann auch dazu durchringt Halle-Berlin, Gerstungen-Eisenach und Gotha-Erfurt zu beschleunigen, wovon immerhin auch etliche Relationen profitierten, lässt sich via Frankfurt sogar die 4 Stunden-Marke knacken, was via Nürnberg nur möglich wäre wenn man eine komplette HGV-NBS allein für Stuttgart-Nürnberg mit Fahrzeit von maximal 1,5h errichtet.

Re: Ausbau der Murrbahn auf Eis gelegt?

geschrieben von: 215 122-3

Datum: 23.02.21 11:04

In den 90er Jahren gab es zwischen Nürnberg und Stuttgart IR, die sowohl über die Remsbahn als auch über die Murrbahn fuhren. Eine der Linien begann in Karlsruhe und fuhr nicht wie die IR Karlsruhe - Salzburg über Pforzheim, sondern über Bruchsal. Die über die Murrbahn fahrenden IR, pendelten teilweise nur zwischen Stuttgart und Nürnberg. Bespannt wurden die IR zwischen Stuttgart und Nürnberg ursprünglich mit der Baureihe 110. Im Rahmen einer Fahrzeitverkürzung zwischen Crailsheim und Nürnberg, übernahmen später 111 diese Leistungen. Es gab sogar einen D-Zug der aus Richtung Zürich über Gäu- und Murrbahn nach Nürnberg fuhr.

Re: An den Güterverkehr....

geschrieben von: 215 122-3

Datum: 23.02.21 11:09

Dort gab es sogar mal intensiven Güterverkehr. Die Güterzüge zwischen Crailsheim und Heilbronn waren zeitweilig das Haupteinsatzgebiet der Ulmer 215. Gefühlt wurden zeitweilig mehr 215 von Crailsheim als von Ulm aus eingesetzt.

Re: Crailsheim will mehr Nahverkehr

geschrieben von: 3-Löwen-Takt

Datum: 23.02.21 13:04

Ich kann mir vorstellen, dass man sich im Crailsheimer Rathaus von einem zweigleisigen Ausbau der Jagstbahn eine Reaktivierung der Haltepunkte Stimpfach und Jagstheim erhofft oder zumindest einen Stundentakt im Nahverkehr nach Aalen. Dies ist aus Kapazitätsgründen derzeit auf der eingleisigen Strecke nicht möglich. Diese Reaktivierungswünsche aus der Kommunalpolitik geistern dort regelmäßig durch die Lokalpresse.

Die mathematische Gleichung kürzer = schneller geht nicht immer auf, sonst bräuchte man auch keine Autobahnen zu bauen. Da muss man auch fast immer einen Umweg „über Eck“
in Kauf nehmen ... Die Murrbahn ist zwar kürzer, aber dafür im Bereich um Gaildorf steiler und kurviger. Nonstop schenkt sich das nicht viel. ICE-Umleiter/-Leerfahrten haben von Waiblingen bis Crailsheim ziemlich die selbe Fahrzeit, egal ob sie oben rum oder unten rum fahren.

Daniel


NBStrecke schrieb:Zitat:
Naja, das wundert mich nun nicht, weder Crailsheim noch Aalen liegen an der Murrbahn. Die Strecke über Aalen wird halt favorisiert, weil mehr Leute dort wohnen, ist ja nett, aber wenn man von FV ausgeht, dann ist die Murrbahn halt kürzer = schneller.

Re: Vergiß die Kraichgaubahn...

geschrieben von: KBS700

Datum: 23.02.21 14:49

bauigel schrieb:
glx schrieb:
Für die Hohenlohebahn könnte es natürlich theoretisch interessant sein Züge über die Kraichgaubahn zuzuführen, diese ist aber bekanntlich dicht belegt und hat zusätzlich auch noch sehr kurze Ausweichgleise.
Und aus Richtung Mannheim müsste man auch Kopf in Heilbronn machen.
Der eine oder andere kann sich vielleicht noch dran erinnern, dass einmal ein aufstrebendes SPFV-Unternehmen ;-) namens "Der Schnellzug" zwischen Heilbronn und Karlsruhe über die Kraichgaubahn fahren wollte.

Die Trassenanmeldungen sind damals formal an zwei Gründen gescheitert:
1. Die Strecke ist derzeit durch den Stadtbahnverkehr stark ausgelastet, zwischen dem Stadbahnverkehr gibt es keine ausreichenden Fahrplanlücken für etwas anderes

2. Das Eisenbahninfrastrukturunternehmen für den Abschnitt Grötzingen - Heilbronn (die AVG) hat nur eine Lizenz für "den Betrieb von überwiegend Stadt- Vorort- und Regionalverkehren (oder so ähnlich)". Regelmäßiger Fern- und Güterverkehr ist da nicht...

Beide Punkte lassen sich sicherlich mit viel Geld lösen - wie vieles im Bahnwesen. Bei Punkt 2 sprechen wir angeblich von einer sechsstelligen Summe nur für die erforderliche EBA-Sicherheitsgenehmigung und den dazugehörigen Papierkrieg; und dann von den Investitionskosten für die Erfüllung der Auflagen aus letzterem (angeblich wäre mindestens ein neues Stellwerk fällig).
Und ich sehe schon die Begeisterung der Stadt Karlsruhe als alleiniger Eigentümer des betroffenen EIU, wenn für irgendeine dieser Maßnahmen Eigenmittel dafür fällig werden, dass überregionaler Güterverkehr fahren kann.

Da ist die Fahrdrahtlücke bei DB Netz zwischen Öhringen und Hessental das kleinste Problem...
Hallo bauigel,

ich habe die betroffene Passage der Schienennutzungsbedingungen mal herausgesucht.

Das von der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH betriebene Schienennetz ist überwiegend für den SPNV ausgebaut und bestimmt. Das Schienennetz der AVG ist ein Netz des Regionalverkehrs nach § 2 (8) AEG (Stand 01/2016). Netze des Regionalverkehrs sind Schienenwege, auf denen keine Züge des Personenfernverkehrs verkehren.

Von nicht erlaubtem überregionalem Güterverkehr lese ich dort nichts. Einzige Einschränkungen die man dort zum Güterverkehr findet: maximal 500m und keine KV-Züge.

Bei Baumaßnahmen im DB-Netz kommt es ja öfter mal vor, dass ein EVU auf verschlungenen Wegen im Kraichgau unterwegs ist, um sich das nervige Kopf machen in Bruchsal zu ersparen. Sicherlich, die Streckenauslastung lässt tagsüber ohne Verbiegen der S4 kein Zusatzverkehr zu. Ein Kollege hatte mal das Vergnügen mit seinem Kesselzug die komplette Strecke zwischen Heilbronn und Grötzingen im Nachmittagsverkehr zu befahren. Etwas Verwüstung im Stadtbahn-Takt hat er schon angerichtet. Aber wenn Grötzingen-Bretten mal weitgehend zweigleisig ist, warum nicht?!

Gruß Michael

Re: Crailsheim will mehr Nahverkehr

geschrieben von: KBS700

Datum: 23.02.21 14:59

3-Löwen-Takt schrieb:
Ich kann mir vorstellen, dass man sich im Crailsheimer Rathaus von einem zweigleisigen Ausbau der Jagstbahn eine Reaktivierung der Haltepunkte Stimpfach und Jagstheim erhofft oder zumindest einen Stundentakt im Nahverkehr nach Aalen. Dies ist aus Kapazitätsgründen derzeit auf der eingleisigen Strecke nicht möglich. Diese Reaktivierungswünsche aus der Kommunalpolitik geistern dort regelmäßig durch die Lokalpresse.

Die mathematische Gleichung kürzer = schneller geht nicht immer auf, sonst bräuchte man auch keine Autobahnen zu bauen. Da muss man auch fast immer einen Umweg „über Eck“
in Kauf nehmen ... Die Murrbahn ist zwar kürzer, aber dafür im Bereich um Gaildorf steiler und kurviger. Nonstop schenkt sich das nicht viel. ICE-Umleiter/-Leerfahrten haben von Waiblingen bis Crailsheim ziemlich die selbe Fahrzeit, egal ob sie oben rum oder unten rum fahren.

Daniel
Um Aalen ist die Strecke aber auch alles andere als flach. Nördlich von Goldshöfe sind einige 90er-Abschnitte dabei und genauso kurvig. Was Steigungen betrifft nehmen sich beide Strecken nichts.

Re: Ausbau der Murrbahn auf Eis gelegt?

geschrieben von: 103612

Datum: 23.02.21 15:08

G36K schrieb:103612 schrieb:
103612 schrieb:
Ich möchte hier mal wieder auf meine alte Laier verweisen, und den Vergleich zur Gäubahn ziehen. Bei der einen Strecke ist keine Milliarde zu schade und für die andere Strecke ist jeder Pfennig zu viel.

Bei einem Ausbau Nürnberg - Stuttgart auf 1:45 Fahrzeit wäre die Gesamtstrecke Stuttgart - Berlin in 4 1/2 Stunden möglich und damit schneller als via Frankfurt im D-Takt (und da wird schon die NBS Mannheim-Frankfurt, Frankfurt Tiefbahnhof und NBS Hanau-Fulda unterstellt). Eine anständig ausgebaute Murrbahn könnte also den gesamten Verkehr Stuttgart - Berlin von der überlasteten Achse über Frankfurt abziehen.
Also ich fände da wäre eine Milliarde € wesentlich besser angelegt als auf der Gäubahn, die ja doch eher von regionaler Bedeutung ist.
Stuttgart-Nürnberg wird, wenn überhaupt, nur hier und da ein paar Begradigungen sehen. Da kommt man vielleicht mal irgendwann auf zuverlässig planbare 2:00. Aber definitiv nichts was die Fahrzeit derart merklich verkürzt dass man bei 1:45 landet. Dafür wäre das NKV einfach viel zu schlecht.
Ist aber auch überhaupt nicht nötig. Denn die schnellere Strecke für Stuttgart-Berlin wird immer die über Frankfurt bleiben. Deine 4 1/2 Stunden schaffst du dort entlang schon problemlos mit den für diesen Korridor nun wirklich nicht sehr ambitionierten Deutschlandtakt-Ausbauten. Mit der mittlerweile gar nicht mehr so unrealistischen Güterumfahrung Mannheims mit HGV-Ausrüstung wird das noch weiter verkürzt. Wenn man sich irgendwann auch dazu durchringt Halle-Berlin, Gerstungen-Eisenach und Gotha-Erfurt zu beschleunigen, wovon immerhin auch etliche Relationen profitierten, lässt sich via Frankfurt sogar die 4 Stunden-Marke knacken, was via Nürnberg nur möglich wäre wenn man eine komplette HGV-NBS allein für Stuttgart-Nürnberg mit Fahrzeit von maximal 1,5h errichtet.
Ich habe einfach im D-Takt geschaut und dort benötigt der Takt-Sprinter über Frankfurt 4:33, mit bereits massiven Ausbauten. Über Nürnberg sind mit einer hypothetischen Fahrzeit von 1:38 für S-N genau die selben Fahrzeiten (4:20) möglich. Ob es da Sinn macht, die Verkehre auf ewig über Frankfurt zu leiten, würde ich hinterfragen. Stattdessen finde ich es cleverer den Weg über Nürnberg konkurrenzfähig zu machen.

Zwischen Nürnberg und Schw-Hall kann man die Strecke auf Geschwindigkeiten jenseits von 160km/h ausbauen und spart so bis Schw-Hall

Im 2. Entwurf zum D-Takt, als noch Neigetechnik unterstellt war, hatte Nürnberg - Stuttgart eine Fahrzeit von 1:51. Auf Basis des 3. Entwurfs zum D-Takts sehe ich eine eine Möglichkeit besagt Trasse Berlin - Nürnberg - Stuttgart mit 4:26 zu konstruieren:
Von Berlin via Halle und Erfurt nach Nürnberg verkehrt eine zusätzliche stündliche ICE-Linie. Zusammen mit der stündlichen Sprinterlinie nach München ergibt sich ein Halbstundentakt Berlin - Nürnberg. Bis Erfurt liegt der Zug im 5 Minuten Blockabstand zum Sprinter nach Frankfurt.
In Nürnberg liegt man dann im Nullknoten.

Um die Fahrzeit Nürnberg - Stuttgart von 1:38 zu realisieren, sehe ich vor allem einen Ausbau von Nürnberg bis Schw-Hall für bis zu 200km/h vor, so dass man die Strecke in 58 Minuten schafft. Schw.-Hall - Stuttgart muss dann nur noch so ertüchtigt werden, das man die Strecke in 38 Minuten schafft. Um auch weiterhin den geplanten Nahverkehr im Halbstundentakt zu fahren, braucht man für den Fernverkehr eine Verlängerung der 2gleisigen Ausfahrt in Schw-hall Süd zur spitzen Kreuzung, einen Begegnungsabschnitt Fichtenberg - Murrhardt und ein 3. Gleis Backnang - Waiblingen um die S-Bahn zu überholen.
Die Ankunft in Stuttgart passt dann zur Durchbindung auf die Trasse der Gäubahn nach Zürich wie im 3. D-Takt Entwurf vorgeschlagen.

Nicht nur, dass man für Berlin - Stuttgart eine Fahrzeit von 4:20 bekäme (13 Minuten als via Frankfurt im D-Takt), auch für Berlin - Zürich ergäbe sich mit 6:06 eine Fahrzeit, die 1:13 Stunden schneller als via Basel und 1:28 weniger als via München.

Ich finde, es wäre es Wert die Murrbahn derartig zu ertüchtigen. Auch der Ausbau der Gäubahn bekäme einen weit größeren Wert und würde sie aus ihrem Schattendasein als Nebenfernstrecke befreien.

Re: Ausbau der Murrbahn auf Eis gelegt?

geschrieben von: Andreas

Datum: 23.02.21 18:00

Auch ein solcher Ausbau bringt nicht viel, wenn der Fernverkehr zwischen Nürnberg und Ansbach sowie Cannstadt und Backnang/Schorndorf ständig auf irgendwelche S-ahnen aufläuft. Da müssten zuerst mal die S-Bahn-Abschnitte durchgehend viergleisig sein ...
Durchgehend 160 km/h von Stuttgart bis Aalen wären bestimmt auch auf der Remsbahn machbar. Ob der 200er-Abschnitt zwischen Crailsheim und Nürnberg viel bringt, wenn man genau zwischendrin in Ansbach anhalten muss, wage ich auch zu bezweifeln.

Re: Ausbau der Murrbahn auf Eis gelegt?

geschrieben von: bollisee

Datum: 23.02.21 19:20

NBStrecke schrieb:
Man kann jetzt nur noch hoffen, dass das Land den Neigetechikausbau per GVFG beantragt - schließlich hat Bayern bekannt gegeben, dass sie NT-ETs ausschreiben wollten, wenn alles in Nordostbayern elektrifiziert sei. Endpunkt der Züge Nürnberg - Endpunkt der Murrbahn: Nürnberg. Also das sollte man noch hinbekommen. Natürlich dauert das noch seine 10-20 Jahre, aber in der Zeit sollte man wenigstens die Planung für den NT-Ausbau fertig haben und den bei Bedarf dann ausführen. Große Optimisten können noch darauf hoffen, dass man den NT Ausbau Peu-a-Peu bei den üblichen Instandhaltungsmaßnahmen durchführt, aber das dürfte es nur bei Bundesbahnens gegeben haben.
Träum weiter, lieber zerschießt man für teueres Geld die Natur mit neuen Trassen, als dass man die Neigetechnik endlich serienreif entwickelt. Nix war's mit umweltfreundlicher grüner Politik, die das Maximum an Umweltschutz rausholt. Und das im Zeitalter, wo Autos selber fahren können, selbst einparken oder für einen Fußgänger selbst anhalten. Die Bahn bekommt hingegen nicht mal die einfachsten Dinge gebacken... Gerade für den Anspruch der Grünen, beim bisherigen Ziel Verkehrswende endlich erste Nägel mit Köpfen zu machen ein echtes Desaster!

Re: Und was davon kommt wirklich?

geschrieben von: bollisee

Datum: 23.02.21 19:22

Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
Guten Morgen,

schön, Träume gibt es also. Und wie viel davon wird wohl jemals gebaut und erfahrbar? Oder wird durch den Bund einfach die A81 weiter ausgebaut, dem Engagement der Gäubahn-Anrainer zum Hohn? Was ist in Deutschland realistisch?

Von politischen Märchenstunden fährt kein Zug mehr oder schneller.

Freundliche Grüße
Tobias
Alternativ eine durchgehende 6-Spurigkeit der A81...

Re: Crailsheim will mehr Nahverkehr

geschrieben von: NBStrecke

Datum: 24.02.21 10:29

3-Löwen-Takt schrieb:
Ich kann mir vorstellen, dass man sich im Crailsheimer Rathaus von einem zweigleisigen Ausbau der Jagstbahn eine Reaktivierung der Haltepunkte Stimpfach und Jagstheim erhofft oder zumindest einen Stundentakt im Nahverkehr nach Aalen. Dies ist aus Kapazitätsgründen derzeit auf der eingleisigen Strecke nicht möglich. Diese Reaktivierungswünsche aus der Kommunalpolitik geistern dort regelmäßig durch die Lokalpresse.

Die mathematische Gleichung kürzer = schneller geht nicht immer auf, sonst bräuchte man auch keine Autobahnen zu bauen. Da muss man auch fast immer einen Umweg „über Eck“
in Kauf nehmen ... Die Murrbahn ist zwar kürzer, aber dafür im Bereich um Gaildorf steiler und kurviger. Nonstop schenkt sich das nicht viel. ICE-Umleiter/-Leerfahrten haben von Waiblingen bis Crailsheim ziemlich die selbe Fahrzeit, egal ob sie oben rum oder unten rum fahren.
Moin Daniel,

bist DU Dir da sicher? Wenn ich beim Trassenfinder die Routen eingeben, spuckt der mir für eine Fahrt mit nem 442 aus Stuttgart Hbf nach Crailsheim einen Fahrzeit-Unterschied von 7 Minuten, bei 12km Streckenunterschied aus. Das ist nicht gerade eine Kleinigkeit. Der Sinn der Route über Aalen liegt meines Wissens schlicht in Aalen begründet, da von dort aus deutlich mehr Leute nach Stuttgart pendeln und die Züge voll machen. Oder anders gesagt, über Aalen ist das halt auch keine "Autobahn", sondern ebenfalls nur ne Bummelstrecke.

Natürlich ist das nur der Optimalfall mit 0 Verkehr. So eine schnelle Trasse muss man auch erst mal zugeteilt bekommen, da ist der eingleisige Abschnitt um Fichtenberg das größte Hindernis.

Aalen ist eigentlich gut genug mit schnellen Metropolexpressen nach/von Stuttgart mit Endhaltestelle Aalen bedient. Nach Nürnberg fahren dort genauso wenig Leute durch wie von Murrhardt aus, wobei man bei der Murr-Variante noch Fahrgäste aus Schwäbisch-Hall-Hessenthal zuschlagen kann. Mit der Strecke nach Heilbronn ist das grob mit Aalen (Strecke nach Ulm) vergleichbar.

Im Endeffekt gilt das bereits vorher gesagte: Man sollte trotz allem den NT-Ausbau über GVFG anmelden und sich an die bay. Bestellung von NT-ETs anhängen. Auf ner eingleisigen Strecke ist eine Tempoerhöhung auch nicht verkehrt, da es die Kreuzungszeiten minimiert. Wenn Geld übrig ist, gerne noch nen zweigleisigen Ausbau auf nem Teilabschnitt. Das Minimum wäre der Abschnitt zwischen den Tunnel bei Fichtenberg.

Grüße

NBS

PM mit genaueren Infos

geschrieben von: NBStrecke

Datum: 24.02.21 10:41

Mathias schrieb:
Laut den folgenden Zeitungsartikeln wird die Murrbahn jetzt anscheinend doch nicht ausgebaut.

[www.zvw.de]

Und:

[www.schwaebische.de]
Mittlerweile ist auch die den Artikeln zu Grunde liegende Pressemeldung verfügbar, ich kopier die mal hier rein:

Zitat
19.02.2021
Pressemitteilung der Bundestagsabgeordneten Matthias Gastel und Harald Ebner:

Bundesregierung gibt die Murrbahn weitgehend auf
Doch nicht schneller mit der Bahn nach Nürnberg

Die Murrbahn von Waiblingen nach Schwäbisch Hall-Hessental wird nun doch nicht ausgebaut. Es sind weder der zweigleisige noch ein Ausbau für den Einsatz von Neigetechnikzügen oder Maßnahmen für ein schnelleres Vorankommen konventioneller Züge vorgesehen. Reisende kommen somit nicht schneller nach Nürnberg und zu den dortigen Anschlüssen nach Berlin und München.
Frühere Pläne zur Umsetzung des Deutschlandtaktes werden damit ad absurdum geführt. Nachdem eine zuvor beantwortete Anfrage bereits ergab, dass sich der Bund von den Neigetechnik-Plänen verabschiedet hatte, wollten die Grünen nun wissen, was stattdessen geplant ist, um eine deutliche Fahrtzeitverkürzung zu erreichen.

Das Ergebnis ist ernüchternd: Es sind keine baulichen Veränderungen vorgesehen, um die Fahrgäste schneller nach Nürnberg zu bringen. Zwei Minuten Reisezeitverkürzung sollen sich durch eine Verkürzung der Standzeit in Ansbach sowie den Entfall des Halts in Roßtal ergeben. Eine Verkürzung der Fahrzeit auf unter zwei Stunden auf der Relation Stuttgart – Nürnberg (heute 2:10 Stunden) sei durch bauliche Veränderungen „nicht wirtschaftlich umsetzbar“, schreibt die Bundesregierung. Daher seien, anders als in früheren Plänen für die Umsetzung des Deutschlandtaktes, keine Geschwindigkeitserhöhungen mehr vorgesehen. Heute kann auf der Strecke zwischen Waiblingen und Hessental eine Maximalgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometer gefahren werden. Auf dem daran anschließenden Abschnitt sind 160 Stundenkilometer möglich.

Es sind laut Bundesregierung nur noch geringfügige, wenngleich sinnvolle und längst überfällige Ausbaumaßnahmen vorgesehen: Die Gleise an den Bahnhöfen in Oppenweiler, Sulzbach (Murr) und Fichtenberg sollen so umgebaut werden, dass gleichzeitige Einfahrten möglich werden. Zwischen Aalen und Crailsheim sollen vergleichbare Umbauten lediglich in Ellwangen unternommen werden, obwohl auch in Jagstzell und Jagstheim zwei Züge nicht zeitgleich in die Stationen einfahren können. Wann die Maßnahmen realisiert werden sollen, ist laut Bundesregierung offen.

Einen Ausbau auf zwei Gleise zwischen Backnang und Schwäbisch Hall lehnt der Bund ab. Die Eingleisigkeit sei „ausreichend“. Um die im Zielfahrplan für den Deutschlandtakt vorgesehene Elektrifizierung zwischen Öhringen und Schwäbisch Hall-Hessental müsse sich das Land kümmern, so der Bund.

Matthias Gastel und Harald Ebner: „Das Interesse der Bundesregierung an dieser Strecke ist kaum größer als null. Sie hat die Murrbahn faktisch aufgegeben. Man will lediglich das Unvermeidliche angehen. Dabei versteckt sich die Bundesregierung hinter dem Land. Eine deutliche Fahrtzeitverkürzung von Stuttgart auf die Anschlüsse ab Nürnberg wäre aber notwendig und eine Sache des Fernverkehrs. Wozu hat der Bund denn für viele Milliarden eine Neubaustrecke von Nürnberg nach Berlin und München gebaut, wenn Reisende aus dem Westen nicht deutlich schneller dorthin kommen?“

https://harald-ebner.de/presse/pressemitteilungen/browse/18/

Re: Crailsheim will mehr Nahverkehr

geschrieben von: Andreas

Datum: 24.02.21 14:02

NBStrecke schrieb:
Der Sinn der Route über Aalen liegt meines Wissens schlicht in Aalen begründet, da von dort aus deutlich mehr Leute nach Stuttgart pendeln und die Züge voll machen. Oder anders gesagt, über Aalen ist das halt auch keine "Autobahn", sondern ebenfalls nur ne Bummelstrecke.

Aalen ist eigentlich gut genug mit schnellen Metropolexpressen nach/von Stuttgart mit Endhaltestelle Aalen bedient. Nach Nürnberg fahren dort genauso wenig Leute durch wie von Murrhardt aus, wobei man bei der Murr-Variante noch Fahrgäste aus Schwäbisch-Hall-Hessenthal zuschlagen kann. Mit der Strecke nach Heilbronn ist das grob mit Aalen (Strecke nach Ulm) vergleichbar.

Grüße

NBS
Naja, vergiss das Ries (Nördlingen, Bopfingen) und Heidenheim nicht. Wer von da aus nach Stuttgart muss, steigt auch in Aalen um. Insofern ist das mit SHA-Hessental, wo nur die eine Strecke aus Heilbronn aus einer relativ ländlichen Gegend ankommt, eher nicht vergleichbar. Aalen ist ein Knoten wie Treuchtlingen oder Donauwörth, wo sich vier Richtungen kreuzen. Hinzu kommt dann noch Schwäbisch Gmünd mit ebenfalls knapp 70.000 Einwohner. Die „Bummelstrecke“ über Aalen ist ja auch weniger die Remsbahn, sondern die Jagstbahn im Raum Ellwangen. Wenn die zweigleisig ausgebaut und sporadisch begradigt werden könnte, würde das schon einiges an Fahrzeitreserven schaffen - zumal der Fernverkehr im Verspätungsfall dann in Goldshöfe auch nicht mehr den Gegenzug abzuwarten bräuchte.
Außerdem ist das von 3-Löwen-Takt genannte Argument der Stadt Crailsheim für den Ausbau der Jagstbahn, bezüglich der Reaktivierung zweier Haltepunkte, auch nicht von der Hand zu weisen.
Die Interessengemeinschaft Schienenkorridor Stuttgart - Nürnberg, in der die Landkreise Ansbach, Schwäbisch Hall, Ostalbkreis und Waiblingen kooperieren, hat ja ebenfalls noch ein Gutachten zum Ausbau dieser Linie in Auftrag gegeben. Mal abwarten, wie da das Fazit ausfallen wird.

Re: Vergiß die Kraichgaubahn...

geschrieben von: bauigel

Datum: 24.02.21 17:22

KBS700 schrieb:
Ein Kollege hatte mal das Vergnügen mit seinem Kesselzug die komplette Strecke zwischen Heilbronn und Grötzingen im Nachmittagsverkehr zu befahren. Etwas Verwüstung im Stadtbahn-Takt hat er schon angerichtet. Aber wenn Grötzingen-Bretten mal weitgehend zweigleisig ist, warum nicht?!
Hallo Michael,
das Ziel des momentan geplanten abschnittsweisen zweigleisigen Ausbaus ist ja nur, dass der neue vom Land bestellte RE nicht stündlich die gleiche Spur der Verwüstung durch den Fahrplan zieht wie dein Kollege mit dem Güterzug.

Dass das eine weitgehende Zweigleisigkeit wird, glaube ich erst, wenn ich es sehe. Die aktuelle Eingleisigkeit zwischen Jöhlingen und Grötzingen dürfte auf der halben Streckenlänge bestehen bleiben. Im Planungsauftrag, den der Landkreis Karlsruhe der AVG erteilt hat, ist festgelegt, dass sowohl die Grötzingen Pfinzbrücke als auch der Jöhlinger Tunnel eingleisig bleiben. (Beide Bauwerke sind nur für eine [nicht elektrische] Zweigleisigkeit mit 3,5 m Gleisabstand ausgelegt - das müssen bei Neu- und Ausbau aber 4 m sein). Damit werden maximal 4 von 7 Kilometern zweigleisig. Maximal deshalb, weil garantiert noch irgendeiner um die Ecke kommt und Möglichkeiten zu "Kostenoptimierungen" bei Hangsicherungen im Bereich Hummelberg oder Lärmschutz für die Untere Au sieht - oder vermeidbare Mehrkosten, wenn im Bereich Eselsbrunn "plötzlich" die neue B293-Umgehung direkt neben den Gleisen im Baufeld liegt...

Re: PM mit genaueren Infos

geschrieben von: VT

Datum: 24.02.21 18:25

NBStrecke schrieb:
Zitat:

Zwischen Aalen und Crailsheim sollen vergleichbare Umbauten lediglich in Ellwangen unternommen werden, obwohl auch in Jagstzell und Jagstheim zwei Züge nicht zeitgleich in die Stationen einfahren können. Wann die Maßnahmen realisiert werden sollen, ist laut Bundesregierung offen.


https://harald-ebner.de/presse/pressemitteilungen/browse/18/
Puh, also Mal vollkommen angesehen, wie da dereinst eventuell mal Fernverkehr fahren würde, hätte ich diesen Ausbau als gesetzt angesehen.

Läuft wie bei der Gäubahn

geschrieben von: glx

Datum: 24.02.21 19:32

Also zuerst lehnt der Bund einen Ausbau der Achse ab, dann macht das Land eine eigene Studie (die ist ja bereits beeuftragt) und dann wird plötzlich doch die Wirtschaftlichkeit festgestellt. Dann wird 1-2 Ligislaturperioden über das wie egstritten und im mächsten Superwahljahr wird auf Nibulösen Veranstaltungen dann verkündet, dass sich alles doch lohnt.

Dass aktuell kein Ausbau geplant war, hat man ja bereits im D-Takt gesehen, die Landes-Studie scheint noch nicht fertig zu sein. Von daher sind da ja jetzt nicht wirklich viele News, bis auf die Details mit den Ausbau der Bahnhöfe.


Die Fahrzeitplanung des Bundes wurde ja hier auf Folie 159 genauer erleutert. Auch dass sich alles mit der Landesstudie nochmals ändern könnte.
[assets.ctfassets.net]

Die wichtigste Frage ist jetzt also:
Wann kann man mit Veröffentlichung der Landesstudie rechnen die sicher wieder die Karten neu mischt.

Re: Crailsheim will mehr Nahverkehr

geschrieben von: NBStrecke

Datum: 25.02.21 07:46

Andreas schrieb:
NBStrecke schrieb:
Der Sinn der Route über Aalen liegt meines Wissens schlicht in Aalen begründet, da von dort aus deutlich mehr Leute nach Stuttgart pendeln und die Züge voll machen. Oder anders gesagt, über Aalen ist das halt auch keine "Autobahn", sondern ebenfalls nur ne Bummelstrecke.

Aalen ist eigentlich gut genug mit schnellen Metropolexpressen nach/von Stuttgart mit Endhaltestelle Aalen bedient. Nach Nürnberg fahren dort genauso wenig Leute durch wie von Murrhardt aus, wobei man bei der Murr-Variante noch Fahrgäste aus Schwäbisch-Hall-Hessenthal zuschlagen kann. Mit der Strecke nach Heilbronn ist das grob mit Aalen (Strecke nach Ulm) vergleichbar.
Naja, vergiss das Ries (Nördlingen, Bopfingen) und Heidenheim nicht. Wer von da aus nach Stuttgart muss, steigt auch in Aalen um.
Klar und deshalb reicht doch ein Metropolexpress mit Endhaltestelle Aalen, wie er jetzt auch schon fährt (2 Stops, 48 min Fahrzeit). Fast keiner will dort nach Nürnberg, aus dem Ries fährt man da eher über Donauwörth.
Mittelfristig wird man außerdem Fahrgäste aus Heidenheim verlieren, wenn die NBS Wendlingen-Ulm eröffnet wird. Aktuell braucht man ab Heidenheim 10min mehr nach Ulm, das führe ein Zug auf der NBS dann wieder locker rein.
Zitat:
Insofern ist das mit SHA-Hessental, wo nur die eine Strecke aus Heilbronn aus einer relativ ländlichen Gegend ankommt, eher nicht vergleichbar.
Naja, also am Endpunkt der ländlichen Strecke liegen ja das erwähnte Heilbronn, zusammen mit Neckarsulm sind das 150.000 Einwohner. Wenn die nach Nürnberg wollen, nehmen sie jetzt schon den Weg über Crailsheim (ca. 2h Fahrzeit). Eine ICE-NBS gibt es dort nicht, es gibt nur die Bummel-Frankenbahn nach Würzburg. Weiter nach Nürnberg wäre es dann fast ne ganze Stunde mehr. Da hülfe dann auch die angedachte 300er Rennstrecke Wübg-Nübg nichts mehr, da die nur 30min schneller wäre.

Eine schneller Zug über Hessental würde sich deshalb auch direkt auf die Attraktivität von / nach Heilbronn auswirken.
Zitat
Aalen ist ein Knoten wie Treuchtlingen oder Donauwörth, wo sich vier Richtungen kreuzen. Hinzu kommt dann noch Schwäbisch Gmünd mit ebenfalls knapp 70.000 Einwohner.
Klar deshalb hält oben erwähnter Metropolexpress ja auch in Schwäbisch Gmünd. Wer will von dort aber nach Nürnberg? Im fränkisch geprägten Heilbronn dürfte die Wahrscheinlichkeit höher liegen, dazu die höhere Einwohnerzahl.
Zitat:
Die „Bummelstrecke“ über Aalen ist ja auch weniger die Remsbahn, sondern die Jagstbahn im Raum Ellwangen. Wenn die zweigleisig ausgebaut und sporadisch begradigt werden könnte, würde das schon einiges an Fahrzeitreserven schaffen - zumal der Fernverkehr im Verspätungsfall dann in Goldshöfe auch nicht mehr den Gegenzug abzuwarten bräuchte.
Ja, aber wieso sollte man den Bummelanteil der längere Strecke ausbauen und nicht den der Kürzeren?
Wie wir jetzt wissen, gibts auch kein Geld vom Bund, da bleibt nur die billige NT-Ausrüstung. Mit ETCS kommt mittelfristig um 2030 schon mal ein NT-taugliches Zugsicherungssystem auf die Strecke, das ist die halbe Miete. Ich hätte auch nichts dagegen, wenn man in dem Zug auch über Aalen NT ermöglichen würde. Wieso nicht, wenn ETCS sowieso kommt. Natürlich müsste die Lokalpolitik da auf der Hut sein und der DB Netz auf die Finger schauen, dass die auch ein ETCS mit NT-Möglichkeit aufbauen, ansonsten wird da nur wieder gespart und nachträgliches dazuflicken kostete wieder 3x mehr.

Zitat
Außerdem ist das von 3-Löwen-Takt genannte Argument der Stadt Crailsheim für den Ausbau der Jagstbahn, bezüglich der Reaktivierung zweier Haltepunkte, auch nicht von der Hand zu weisen.
Klar, wenn der Ausbau käme, würde der dann auch die Durchbindung verbessern. Aber teure Linienverbesserungen würde ich dabei nicht erwarten.
Zitat:
Die Interessengemeinschaft Schienenkorridor Stuttgart - Nürnberg, in der die Landkreise Ansbach, Schwäbisch Hall, Ostalbkreis und Waiblingen kooperieren, hat ja ebenfalls noch ein Gutachten zum Ausbau dieser Linie in Auftrag gegeben. Mal abwarten, wie da das Fazit ausfallen wird.
Ausbau im Sinne 2. Gleis oder im Sinne von schneller?

Gerne können wir auf das Studienergebnis warten, vermutlich passiert weiter aber wieder nichts :(

frustrierte Grüße

NBS



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.02.21 07:48.