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Hallo!

Aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Parlamentsanfrage der Grünen-Bundestagsfraktion zu Verkehrsinvestitionen geht eine sehr einseitige Verteilung hervor. Es wird sehr deutlich, dass die Bundesmittel nach den Prinzipien "Bayern vor Rest-Deutschland" und "Straße vor Schiene" verteilt werden.

Von den rund 83 Mio. Bundesbürgern leben nur etwa 15,8% in Bayern. Vom Bundesfernstraßenbudget entfällt jedoch mehr als jeder vierte Euro auf bayerische Projekte. Damit schneidet der Freistaat extrem überproportional ab. Das trifft auch auf Schienen-Investitionen gegenüber den anderen Bundesländern zu. Da die letzten drei Verkehrsminister ausgerechnet von der CSU und damit aus Bayern gestellt wurden, hat die Sache damit schon ein Geschmäckle.

Bayern erhält vom Bund ein Viertel des Milliardenbudgets für neue Autobahnen und Bundesstraßen – ist das gerecht?

Die Projektliste in Bayern ist länger als bei allen anderen Bundesländern. Das lässt bei den Grünen einen Verdacht aufkommen. Die Oppositionspartei will in den Verkehrsinvestitionen des Bundes und des seit Jahren von CSU-Politikern geführten Bundesverkehrsministeriums ein System erkannt haben. Dieses laute „Straße vor Schiene“ – und „Bayern first“. Das sagt Matthias Gastel, Sprecher für Bahnpolitik der Grünen im Bundestag. Der Experte für Verkehrsin­frastruktur wollte in einer Parlamentsanfrage wissen, für welche Straßenprojekte der Bund seit der Verabschiedung des Bundesverkehrswegeplans 2030 – dem Leitfaden für große Verkehrsprojekte – Geld gegeben hat. Der Bundestag hat den Plan für Investitionen bis zum Ende dieses Jahrzehnts im Dezember 2016 verabschiedet.

Die Antwort aus dem Bundesverkehrsministerium, die unserer Redaktion vorliegt, zeigt:
Bayern kam auf Baufreigaben im Wert von 1,8 Milliarden Euro. Insgesamt 59 Straßenbauprojekte hat der Bund in den Jahren 2017 bis 2020 freigegeben. Das lässt sich der Staat rund sieben Milliarden Euro aus dem Etat von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) kosten. Grünen-Politiker Gastel wirft den CSU-Verkehrsministern beim Straßenbau „eine Selbstbedienungsmentalität“ vor. Mit rund 1,8 Milliarden Euro entfalle mehr als ein Viertel der Investitionen für neue Vorhaben im Bundesfernstraßennetz auf Bayern. „Im Vergleich zu anderen Ländern und in Relation zum Bevölkerungsanteil ist dieser Anteil deutlich überproportional“, sagt Gastel unserer Redaktion.

Noch deutlicher ist das Missverhältnis zwischen Straße und Schiene. Ein Blick auf die nackten Zahlen macht deutlich, dass oft bemühte Phrasen wie "Verkehrswende" oder "Verlagerung von der Straße auf die Schiene" bloß inhaltsleere Lippenbekenntnisse sind, während die klare Bevorzugung der Straße weiter in Beton gegossen wird. Bezeichnend, dass 2020 kein einziger Meter Schiene vom Bund freigegeben wurde, die Straßen-Investitionen aber einen neuen Höchststand erreichen.

In diesem Jahr will die Bundesregierung rund drei Milliarden Euro für den Aus- und Neubau der Fernstraßen in Deutschland investieren. Für die Verwaltung dieser Summe ist seit Jahresbeginn die bundeseigene Autobahn GmbH zuständig. Dagegen ist für Bahnprojekte etwa die Hälfte dieser Summe vorgesehen. Grünen-Politiker Gastel kritisiert, dass die große Koalition „ihre aus der Zeit gefallene Betonpolitik zulasten des Klimas und der Umwelt“ unverdrossen fortsetze. Während die Mittel für den Straßenbau in diesem Jahr einen neuen Höchststand erreichten, dümpele der Ausbau des Schienennetzes „seit Jahren“ mit nahezu unveränderten Beträgen vor sich hin.
[www.morgenpost.de]

Viele Grüße
Abteil

+ Pro Reisekultur und intelligente Netzausbauten

- Contra grell ausgeleuchtete Großräume und Prestigebauten ohne Zielfahrplan
Wenn er jetzt auch noch die ungerechte Bevorzugung seines eigenen Heimatlandes mit GVFG Mitteln anprangert, würde die Kritik richtig glaubwürdig.

Grundsätzlich bin ich zwar skeptisch was feste Quoten angelangt, da die Bedarfe unterschiedlich sind znd sich nicht immer zeitlich steuern lassen, aber angesichts der eklatanten Bevorteilung der Südländer bei Straße und Schuene, wäre eine feste Quotierung der Mittelvergabe nach Königsteiner Schlüssel z.B. Vielleicht tatsächlich ganz angebracht. Und dann müsste man die 25% Eigenmittel auch abschaffen, damit ärmere Länder das Geld tatsächlich verbauen können.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.02.21 14:40.
Huhu.

Ist ja nur eine temporäre Erscheinung, dass man in den Länderfinanzausgleich einzahlt statt bekommt.

Der Flughafen München ist Provinz. Die S-Bahn muss durch EINEN Tunnel. In der Einöde gondelt man noch mit 628ern und 218ern rum. Der Bayerische Wald ist völlig tot. Gibt's die Maxhütte eigentlich noch? Und da oben Franken - ehemaliges Zonenrandgebiet ... Nicht mal mehr der Stoschek mit seinem Brose Bamberg reißt was. Corona haben sie im Bundesland auch nicht in Griff. Und eines der größten Touristenattraktionen, Neuschwanstein, ist das Werk eines Wahnsinnigen. Fremdgeher dürfen Minister bleiben. Und der Geist vom Wildbad Kreuth ist längst verblasst. Heute liebäugelt man mit dem Grünen als Partner. So traurig ist das da alles in Bayern. Nicht mal das Oktoberfest ist sicher. Da gönne ich ihnen doch ein paar Verkehrsprojekte ...


Schöne Grüße von jörg
Hallo Foristi,
da könnten einem ja die Tränen kommen bei soviel Tristesse im Bajuwarenland. Aber der Schein trügt, denn die Bayern
stellen sich schon geschickt an, wenn's um Fördertöpfe geht. Da können die anderen Bundesländer noch viel lernen.
Und das der BVM und seine Spezeln im Land da Hand-in-Hand arbeiten, liegt auf derselben. Solange der politische Einfluß
der kleinen CSU mit überproportionaler Mitsprache im Bund nicht zurückgeht, wird sich wohl nichts ändern an der Mittel-abgreifpraxis. Leider scheint die derzeitige Coronasituation der CDU/CSU in die Karten zu spielen, denn in Krisenzeiten
wird eher das Bestehende gewählt als einen politischen Wechsel zu unterstützen. Das heißt im schlimmsten Fall noch
vier weitere Jahre einen unfähigen Verkehrsminister von CSU-Gnaden zu ertragen, also der Super-GAU.
Grüße vom See
See-Hund schrieb:
[...]
Aber der Schein trügt, denn die Bayern stellen sich schon geschickt an, wenn's um Fördertöpfe geht. Da können die anderen Bundesländer noch viel lernen.
[...]

Wahr gesprochen. Es muß ja doch irgendwelche Vorteile haben, wenn schon immer die gleiche Partie regiert (und indirekt in Berlin Opposition in der Regierung sein kann). Ist halt irgendwie schwierig langfristige Ziele zu verfolgen, wenn alle 4 Jahre die Regierung ausgetauscht, und die Richtung ändert. Da haben wir es in Bayern mit der CSU schon leichter. Wenn das Volk halt mal nicht weiß, was gut ist, dann wird halt noch eine Tarnliste mit in die Regierung genommen. Aber so kann man mit Strategie die großen Töpfe abschöpfen.

Jeder Regierungsrichtungswechsel bedeutet ja oftmals einen Richtungswechsel und Neustart. Irgendwann rotiert man halt nur noch auf der Stelle.
Frei nach den Genossen gilt im Bayernland: "Vorwärts immer, Rückwärts nimmer", obwohl ich mir in Bayern auch noch wünschen würde :"Nachschauen ob die Richtung stimmt, dann erst: Vorwärts".

Gruß Robert
Faier bleiben, Bayern ist wie NRW Transitland und daher fließt das Geld auch nicht in die Oberpfalz ins Zonenrandgebiet und Corona-Hotspot.

Re: Aus Entwicklungshilfezeiten hat Bayern Nachholbedarf ...

geschrieben von: Mw

Datum: 21.02.21 19:07

Und es wird mehr Bier als Cola getrunken ...

Gruß
Mw

Bei der Fülle des zu verarbeitenden Materials sind einzelne Fehler oder Unrichtigkeiten nicht gänzlich zu vermeiden (Kursbuch Deutsche Bundesbahn)

Keine Bevorzugung Baden-Württembergs beim GVFG

geschrieben von: Honigbiene

Datum: 21.02.21 19:40

103612 schrieb:
Wenn er jetzt auch noch die ungerechte Bevorzugung seines eigenen Heimatlandes mit GVFG Mitteln anprangert, würde die Kritik richtig glaubwürdig.
Guten Tag 103612,

eine Bevorzugung Baden-Württembergs bei der Aufnahme von Verkehrsprojekten in das GVFG-Bundesprogramm findet meines Erachtens nicht statt. Fördermittel aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) stehen allen Bundesländern gleichermaßen und zu denselben Kriterien zur Verfügung.

Mit der GVFG-Novelle aus dem Jahr 2020 wurde der Zugang zum GVFG-Bundesprogramm für finanzschwache Kommunen und Bundesländer sogar erleichtert. Seither werden (nachrangig) Sanierungsvorhaben gefördert, Vorhaben können bereits ab einer Projektsumme von zehn Millionen Euro angemeldet werden und im Allgemeinen wurden die Fördersätze erhöht, mittlerweile werden Planungskosten pauschal gefördert. Der Bund beteiligt sich bei Reaktivierungsvorhaben mit bis zu 90 % der zuwendungsfähigen Planungs- und Baukosten. Seit diesem Jahr stehen über das GVFG-Bundesprogramm eine Milliarde Euro jährlich zur Vergügung – kein Bundesland muss leer ausgehen, weil man in Baden-Würrtemberg beim Abrufen von Zuwendungen aus dem GVFG besonders erfolgreich ist.

Außerdem lässt du völlig außer Acht, dass der Bedarf beim Ausbau der Verkehrsinfrastruktur in Baden-Württemberg besonders groß ist, so dass zwangsläufig verhältnismäßig viele Vorhaben beim GVFG angemeldet werden, zumal der Bund die Aufnahme aller baden-württembergischen Schienenprojekte in den Bundesverkehrswegeplan (BVWP) verweigerte. Natürlich war das Land Baden-Württemberg nicht untätig und hat beispielsweise zusätzliche Finanzmittel zur Kofinanzierung von Verkehrsprojekten im Haushalt eingestellt sowie zusätzliche Stellen geschaffen, um den Planungs- und Genehmigungsprozess zu beschleunigen. Es zahlt sich nun auch aus, dass das Land eine Potenzialanalyse zur Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken finanziert hat und ein Elektrifizierungskonzept erarbeiten ließ. Auch setzt das Land Baden-Württemberg finanzielle Anreize, so hat das Land seinerseits die Fördersätze erhöht und fördert Machbarkeitsstudien zur Reaktivierung von stillgelegten Bahnstrecken mit 75 %.

Ich würde daher nicht von einer Bevorzugung Baden-Württembergs sprechen, sondern von einer vorausschauenden Verkehrspolitik. Es steht den anderen Bundesländern frei, es Baden-Württemberg gleich zu tun.

Grüße
die Honigbiene
Die Südländer finanzieren den ganzen Spaß ja auch...
Finden wir auch irgendwie unlustig, wie sich manche seit Jahrzehnten in ihrem Nehmerstatus aushalten lasen, und keinerlei Anstalten machen je was daran ändern zu wollen....

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

OT: Ludwig war nicht wahnsinng

geschrieben von: Bernd Mühlstraßer

Datum: 21.02.21 20:00

Hallo
ist zwar ziemlich OT, aber wenn bahnratefuchs, mit dem ich sowieso so gut wie nie einer Meinung bin, jetzt auch noch Ludwig II als Wahnsinnigen bezeichnet, muss ich doch ein fettes Veto einlegen.

Ludwig war in etwas so wahnsinnig, wie die Hälfte der Leute, die heute bei Psychotherapie und Psychiatern in Behandlung sind. Die sind allerdings auch nicht alle wahnsinnig. Persönlichkeitsstörungen, die sich in der modernen Welt vielleicht mit übermäßigem Colagenuss oder der ausschließlichen Sicht der Welt durch die Brille des Leutezählers zu sehen äußert, sehen wir heute halt etwas differenzierter, als vor 100 Jahren.

Ludwig war ein moderner Technik-Freak, förderte Kunst, Kultur und technische Entwicklung wie kein anderer. Sein größter Fehler aus Sicht der damaligen Zeit war wohl, das er lieber das Komponieren von Opern, das Erschaffen von Kunst förderte, als in den Krieg zu ziehen. Was für ein Fail! Ausgestattet mit Geld und ein bißchen Macht, konnte er es sich halt leisten, seine Leidenschaften und seine "Spleens" auszuleben und sich damit in seinem Umfeld die Welt zu schaffen, die Kriegsminister und Konsorten zu verhindern suchten.

Es lohnt, sich ernsthaft mit König Ludwig II zu beschäftigen. Man wird ein Urteil über ihn fällen, in dem das Wort "Wahnsinn" keinen Platz hat! Bei seinen politischen "Nachfolgern" von Heute, ob sie den Söder oder Scheuer heißen, würde ich das als mildernde Umstände ansehen, aber doch eher zu moralisch fehlgeleitet tendieren


Bernd

Bernd Mühlstraßer

Ein paar VIDEOS der BAUREIHE E69 - hier:

[www.youtube.com]

oder wie wär´s mit der E69-Facebook-Seite unter dem Suchbegriff: Die Baureihe E69




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.02.21 20:03.
ingo st. schrieb:
Faier bleiben, Bayern ist wie NRW Transitland und daher fließt das Geld auch nicht in die Oberpfalz ins Zonenrandgebiet und Corona-Hotspot.
Haha. Warst du schon mal in Bayern? Während ich den dreispurigen Ausbau im Spessart der A3 trotz gigantischer Schneise zähneknirschend noch halbwegs nachvollziehen kann, hört es bei Projekten wie der B15n, der dreispurigen A73 im Nürnberger Süden, den aufwendigen Tunnelketten bei Garmisch, der B173 neu bei Lichtenfels, dem geforderten vierspurigen Ausbau der B4 in Coburg, der B12 Richtung Kempten etc schon recht auf. Das sind reine Prestigeprojekte, die nur dem lokalen Verkehr dienen und bei denen in der Mehrzahl leistungsfähige ÖPNV-Angebote einfach nicht weiterentwickelt werden.
De David schrieb:
Die Südländer finanzieren den ganzen Spaß ja auch...
Finden wir auch irgendwie unlustig, wie sich manche seit Jahrzehnten in ihrem Nehmerstatus aushalten lasen, und keinerlei Anstalten machen je was daran ändern zu wollen....
Das Argument greift ins Leere:

Während Bayern zwar 18,4% des Deutschen Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet (Quelle: Statista für 2019), greifen sie aber über 25% des Verkehrsbudgets ab.

Ergo: Bayern finanziert den Spaß mitnichten, im Gegenteil, ziehen sie aus dem Verkehrstopf weitaus mehr Mittel ab, als sie reingeben.

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- Contra grell ausgeleuchtete Großräume und Prestigebauten ohne Zielfahrplan
ingo st. schrieb:
Faier bleiben, Bayern ist wie NRW Transitland und daher fließt das Geld auch nicht in die Oberpfalz ins Zonenrandgebiet und Corona-Hotspot.
Welches Bundesland ist das denn nicht (außer den Stadtstaaten)?
Node schrieb:
Haha. Warst du schon mal in Bayern? Während ich den dreispurigen Ausbau im Spessart der A3 trotz gigantischer Schneise zähneknirschend noch halbwegs nachvollziehen kann, hört es bei Projekten wie der B15n, der dreispurigen A73 im Nürnberger Süden, den aufwendigen Tunnelketten bei Garmisch, der B173 neu bei Lichtenfels, dem geforderten vierspurigen Ausbau der B4 in Coburg, der B12 Richtung Kempten etc schon recht auf. Das sind reine Prestigeprojekte, die nur dem lokalen Verkehr dienen und bei denen in der Mehrzahl leistungsfähige ÖPNV-Angebote einfach nicht weiterentwickelt werden.
Sehr richtig. Während man demnächst die Lücke in der Autobahn bei Oberau schließt und zumindest Richtung Grainau eine Umfahrung für Garmisch hat, schafft man es nicht die Bahnstrecke für zwei Züge pro Stunde auszubauen. Die nächsten 15 Jahre gibt es nicht mehr Züge nach Garmisch, aber mehr Autos. Wenn man dann mal ein paar BÜs schließen will um etwas mehr Reserve in den Fahrplan zu bekommen, oder zusätzliche Halte zu ermöglichen, dann beißt man sich die Zähne aus.

Man kann von Bayern einiges lernen

geschrieben von: Bronnbach Bhf

Datum: 21.02.21 21:16

Abteil schrieb:
Die Antwort aus dem Bundesverkehrsministerium, die unserer Redaktion vorliegt, zeigt: Bayern kam auf Baufreigaben im Wert von 1,8 Milliarden Euro. Insgesamt 59 Straßenbauprojekte hat der Bund in den Jahren 2017 bis 2020 freigegeben. Das lässt sich der Staat rund sieben Milliarden Euro aus dem Etat von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) kosten. Grünen-Politiker Gastel wirft den CSU-Verkehrsministern beim Straßenbau „eine Selbstbedienungsmentalität“ vor. Mit rund 1,8 Milliarden Euro entfalle mehr als ein Viertel der Investitionen für neue Vorhaben im Bundesfernstraßennetz auf Bayern. „Im Vergleich zu anderen Ländern und in Relation zum Bevölkerungsanteil ist dieser Anteil deutlich überproportional“, sagt Gastel unserer Redaktion.

Und Hessen dürfte hier sehr wahrscheinlich auf Platz 2 stehen (in Relation gesehen). Und warum? Gerade in Bayern sind die landeseigenen Direktionen für die Planung von Autobahnausbauten und Neubauten personell sehr gut aufgestellt. Selbiges gilt für die Genehmigungsbehörden in Bayern. Dadurch erreichen Infrastrukturprojekte in Bayern viel schneller Baurecht als in vielen anderen Bundesländern wo Jahrzehnte an der Planung herum gedoktert wird. Man kann darüber schimpfen, oder einfach konstatieren, dass das Bundesland Bayern seinen Job macht und die Aufträge aus dem BVWP konsequent abarbeitet und Baurecht schafft. Und wenn es in den anderen Bundesländern keine Projekte mit Baureife gibt, fliesst das Geld halt gebündelt nach Bayern und Hessen (hier Schiersteiner Brücke, Brückensanierungen A45, Neubau A49 und A44, Ausbau A7 bei Kassel usw.). Wenn in anderen Bundesländern Baurecht besteht, erhalten diese Projekte auch sofort die komplette Finanzierungszusage (siehe z.B. A143 Umfahrung Halle oder ganz aktuell bei der A14 Magdeburg-Wittenberge, hier für den gesamten Abschnitt Lüderitz-Stendal-Seehausen-Wittenberge, bei dem in 2020 uanfechtbares Baurecht erlangt wurde). Hätten die anderen Bundesländer ihre planerischen Hausaufgaben gemacht, müsste der Kuchen nicht ständig so einseitig aufgeteilt werden.

Abteil schrieb:
Zitat:
Noch deutlicher ist das Missverhältnis zwischen Straße und Schiene. Ein Blick auf die nackten Zahlen macht deutlich, dass oft bemühte Phrasen wie "Verkehrswende" oder "Verlagerung von der Straße auf die Schiene" bloß inhaltsleere Lippenbekenntnisse sind, während die klare Bevorzugung der Straße weiter in Beton gegossen wird. Bezeichnend, dass 2020 kein einziger Meter Schiene vom Bund freigegeben wurde, die Straßen-Investitionen aber einen neuen Höchststand erreichen.
Tja. Wo kein Baurecht ist, kann auch nichts gebaut werden. So einfach ist das. Und auch hier ist es wieder Bayern, welches positiv hervor sticht. Sobald für das Bundesland Bayern auch nur ansatzweise das Alibi-Argument greifbar ist, dass ein Schienenausbau-/Neubauprojekt auch dem SPNV zugute kommt, schliesst das Land Bayern eine ergänzende Planungsvereinbarung mit DB Netz ab, um die Planungen für das Projekt zu beschleunigen. Ich gebe jetzt schon Brief und Siegel, dass Ulm-Augsburg zur selben Zeit wie Hanau-Fulda Baurecht erlangen wird, obwohl Hanau-Fulda stand jetzt gut 5 Jahre Vorsprung hat. Diese Wahrheiten will aber auch keiner hören.

628 und Co.

geschrieben von: Lokjäger

Datum: 21.02.21 22:25

Hallo Jörg,
der 628 und die 218 fahren wenigstens! Wenn ich da ins Allgäu schaue, wie "gut"
da die PESA-Kisten funktionieren ...
Die Maxhütte ist schon lange Geschichte, ein Elektrolyse-Stahlwerk gibt es noch.
Und der "Wahnsinnige" hat auch keine Kriege angezettelt, sondern bedeutende
Bauwerke hinterlassen (um welche Osnabrück sicherlich neidisch ist :-))
Und nebenbei: Coca-Cola Produktionsbetriebe haben wir auch noch - Osnabrück
nicht mehr *ätsch*

Servus

Lokjäger

Gegen Rassisten, Extremisten und Menschenverachter!

Re: Keine Bevorzugung Baden-Württembergs beim GVFG

geschrieben von: 103612

Datum: 21.02.21 22:30

Ich glaube auch nicht, dass es eine bewusste GVFG Bevorzugung von BaWü gibt. Sie machen ihre Sache gut und das will ich ihnen auch gar nicht verwerfen, sondern ziehe eher meinen Hut.

Für einen föderalen Bundesstaat ist es aber auf Dauer ungesund, wenn bestimmte Infrastrukturmittel, aus welchen Gründen auch immer, sehr umausgewogen überproportional in eine Region fließen. Dann ist etwas am System falsch!

Ich wäre gespannt wie man in BaWü reagieren würde, wenn jetzt auf einmal tatsächlich manche Länder massiv GVFG beantragen würden und der Bund sagen würde, ihr habt in den letzten 5 Jahren massivst überproportional Geld bekommen, jetzt sind erstmal 5 Jahre andere dran und BaWü kriegt nichts mehr. Das müsste nämlich eigentlich die gerechte Folge sein, sollten jetzt plötzlich andere mal mit Anträge in die Puschen kommen.

P.s.: das Geheule aus BaWü, dass seine Nahverkehrsprodukte nicht im BVWP Berücksichtigung fänden, war schon immer reichlich lächerlich. Dererlei Produkte finden nirgendwo Berücksichtigung Im BVWP.
Meine Hoffnung ist ja, dass wenn die CDU mit "Team Laschet" und auch im Bund mit Hendrik Wüst als Verkehrsminister auftritt, zumindest die Verteilung der Mittel eine andere wird.
Dass ich als NRWler gegen eine "Retourkutsche" ggü. Bayern nichts hätte, ich natürlich klar :-)

Eine gerechtere Verteilung an sich wäre allerdings auch mal angemessen.

Trotzdem ist es natürlich keine Überraschung, dass eine konservative Partei konservativ regiert.
Dann muss man eben Parteien wählen, die für Zukunft und Veränderung stehen.

Auch die SPD tut sich ja schwer, im "Hier und Jetzt" anzukommen, träumt immernoch von großen Gewerkschaften riesiger rein deutscher Industriebetriebe und vergisst dabei, sich um akute und tatsächlich aktuelle Themen zu kümmern, die dringender sind.


Und ich sag es ja immer wieder: Bisher wird nur über die Verkehrswende gesprochen. Ich glaube auch, dass 80% der Schienenverkehrsbranche auf eine VErkehrswende theoretisch vorbereitet ist.
Aber dennoch muss man irgendwann auch in Berlin finanziell und ideell diese Richtung vorgeben und das passiert bisher fast garnicht.

Ich bin ja schon erstaunt, dass man nur E-Autos in die PKW-Förderung genommen hat.
Von einer Umsetzung des Deutschland-Taktes mit all seinen Konsequenzen (Umdenken bei DB-Netz, Aufbau eines bundesweiten FV-Aufgabenträgers, Netzausbau) hab ich noch nichts gehört.
Lediglich ein paar Maßnahmen, von denen DB-Fernverkehr direkt profitieren würde, sind angestoßen - werden aber bei der üblichen Ausbau-Geschwindigkeit auch bis 2050 und später dauern. Wer weiß, ob wir da überhaupt noch Eisenbahnen benötigen.



Abteil schrieb:
Hallo!

Aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Parlamentsanfrage der Grünen-Bundestagsfraktion zu Verkehrsinvestitionen geht eine sehr einseitige Verteilung hervor. Es wird sehr deutlich, dass die Bundesmittel nach den Prinzipien "Bayern vor Rest-Deutschland" und "Straße vor Schiene" verteilt werden.

Von den rund 83 Mio. Bundesbürgern leben nur etwa 15,8% in Bayern. Vom Bundesfernstraßenbudget entfällt jedoch mehr als jeder vierte Euro auf bayerische Projekte. Damit schneidet der Freistaat extrem überproportional ab. Das trifft auch auf Schienen-Investitionen gegenüber den anderen Bundesländern zu. Da die letzten drei Verkehrsminister ausgerechnet von der CSU und damit aus Bayern gestellt wurden, hat die Sache damit schon ein Geschmäckle.

Bayern erhält vom Bund ein Viertel des Milliardenbudgets für neue Autobahnen und Bundesstraßen – ist das gerecht?

Die Projektliste in Bayern ist länger als bei allen anderen Bundesländern. Das lässt bei den Grünen einen Verdacht aufkommen. Die Oppositionspartei will in den Verkehrsinvestitionen des Bundes und des seit Jahren von CSU-Politikern geführten Bundesverkehrsministeriums ein System erkannt haben. Dieses laute „Straße vor Schiene“ – und „Bayern first“. Das sagt Matthias Gastel, Sprecher für Bahnpolitik der Grünen im Bundestag. Der Experte für Verkehrsin­frastruktur wollte in einer Parlamentsanfrage wissen, für welche Straßenprojekte der Bund seit der Verabschiedung des Bundesverkehrswegeplans 2030 – dem Leitfaden für große Verkehrsprojekte – Geld gegeben hat. Der Bundestag hat den Plan für Investitionen bis zum Ende dieses Jahrzehnts im Dezember 2016 verabschiedet.

Die Antwort aus dem Bundesverkehrsministerium, die unserer Redaktion vorliegt, zeigt: Bayern kam auf Baufreigaben im Wert von 1,8 Milliarden Euro. Insgesamt 59 Straßenbauprojekte hat der Bund in den Jahren 2017 bis 2020 freigegeben. Das lässt sich der Staat rund sieben Milliarden Euro aus dem Etat von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) kosten. Grünen-Politiker Gastel wirft den CSU-Verkehrsministern beim Straßenbau „eine Selbstbedienungsmentalität“ vor. Mit rund 1,8 Milliarden Euro entfalle mehr als ein Viertel der Investitionen für neue Vorhaben im Bundesfernstraßennetz auf Bayern. „Im Vergleich zu anderen Ländern und in Relation zum Bevölkerungsanteil ist dieser Anteil deutlich überproportional“, sagt Gastel unserer Redaktion.

Noch deutlicher ist das Missverhältnis zwischen Straße und Schiene. Ein Blick auf die nackten Zahlen macht deutlich, dass oft bemühte Phrasen wie "Verkehrswende" oder "Verlagerung von der Straße auf die Schiene" bloß inhaltsleere Lippenbekenntnisse sind, während die klare Bevorzugung der Straße weiter in Beton gegossen wird. Bezeichnend, dass 2020 kein einziger Meter Schiene vom Bund freigegeben wurde, die Straßen-Investitionen aber einen neuen Höchststand erreichen.

In diesem Jahr will die Bundesregierung rund drei Milliarden Euro für den Aus- und Neubau der Fernstraßen in Deutschland investieren. Für die Verwaltung dieser Summe ist seit Jahresbeginn die bundeseigene Autobahn GmbH zuständig. Dagegen ist für Bahnprojekte etwa die Hälfte dieser Summe vorgesehen. Grünen-Politiker Gastel kritisiert, dass die große Koalition „ihre aus der Zeit gefallene Betonpolitik zulasten des Klimas und der Umwelt“ unverdrossen fortsetze. Während die Mittel für den Straßenbau in diesem Jahr einen neuen Höchststand erreichten, dümpele der Ausbau des Schienennetzes „seit Jahren“ mit nahezu unveränderten Beträgen vor sich hin.
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Viele Grüße
Abteil

Re: 628 und Co.

geschrieben von: alice

Datum: 22.02.21 00:07

Lokjäger schrieb:
Und der "Wahnsinnige" hat auch keine Kriege angezettelt, sondern bedeutende
Bauwerke hinterlassen (um welche Osnabrück sicherlich neidisch ist :-))

Bedeutende Bauwerke? Welche denn? Neuschwanstein? Das ist nur eine Kitsch-Bude zu seiner eigenen Freude. Nix fürs Volk, alles nur für sich. Er hat das Land ausgeblutet, an den Rand der Pleite geführt für seinen Spleen.
Könntet ihr bitte endlich mal mit dieser populistischen Hass- und Neiddiskussion gegen Bayern aufhören? Dieses faktenlose Draufhauen rein aus Prinzip zur Selbststimulation ist nur noch peinlich.

Wer sich mal die sachlichen Fakten ansieht, der erkennt ganz einfach folgende Fakten:
- Der Freistaat Bayern ist der mit Abstand größte Zahler in den Länderfinanzausgleich. Im Jahr 2019 zahlte Bayern ca. 6,7 Mrd. € ein, was ziemlich genau 1,5x soviel wie alle übrigen Geberländer ZUSAMMEN ist.
- Bayern ist das flächenmäßig größte Bundesland mit 70.550m².
- Bayern hat nach NRW die meisten Einwohner mit ca. 13,1 Mio. - Tendenz nicht unwesentlich steigend.
- Bayern hat von allen Flächenländern das höchte BIP pro Kopf (2019: 48.323€/Kopf) und absolut das zweithöchte nach NRW (2019: 632,9 Mrd.€).
- Bayern ist also DER Wirtschaftsmotor Deutschland, was sich freilich auch in entsprechendem Verkehrsaufkommen wiederspiegelt.
- Bayern ist eines der wichtigsten Transit-Bundesländer sowohl auf der Nordsüd- als auch auf der Ostwest-Achse.
- Bayern hat jedoch ein enormes Nachholaufkommen bei v.a. den bundeseigenen Verkehrswegen (Autobahnen, Bundesstraßen, Schienenwege), was v.a. noch aus der Ära rotgrün stammt und nie richtig aufgearbeitet wurde.*
- Der Anteil der auf der Straße beförderten Güter und Personen sind bekanntlich sehr deutlich höher als auf Schienen, was schlicht an der größeren Flexibilität, Effizienz und Flächenerschließung des Straßenverkehrs liegt.

*Beispiele:
- Die A93 vom Intaldreieck bis zur österreichischen Grenze ist heute noch immer die alte Reichsautobahn ohne Standstreifen.
- Der längst überfällige Ausbau der hochbelasteten A6 zwischen Schwabach und BaWü kommt nur im Schneckentempo voran.
- Der längst überfällige Ausbau der hochbelasteten A3 zwischen Erlangen/Nürnberg und Würzburg kommt nur im Schneckentempo voran.
- Die dringend nötige NBS Nürnberg-Würzburg ist noch immer meilenweit entfernt.
- Die dringend nötige ABS Augsburg-Ulm ist noch immer meilenweit entfernt.
- etc.

Dass also in Bayern soviel in die Verkehrsinfrastruktur investiert wird und das eben anteilig so hoch in die Straße, ist absolut nachvollziehbar und dem Verkehrsaufkommen, der Wirtschaftsleistung und dem Bedarf angemessen.
Wer dies bestreitet, dem geht es garnicht um reale Fakten sondern der will einfach nur seinem Neid und seinem Hass auf Bayern Luft machen, auch wenn es reiner Populismus ist. Bayern hat sich diesen Spitzenplatz in Jahrzehnten durch harte Arbeit, sehr vorausschauende, innovative und kluge Politik sowie sehr gute wirtschaftliche Entscheidungen erkämpft. Soll man sich jetzt also auch noch dafür entschuldigen? Nein, das werden wir sicher nicht machen - denn euer Hass und euer Neid ist unser Stolz!!!
MrEnglish schrieb:ingo st. schrieb:
ingo st. schrieb:
Faier bleiben, Bayern ist wie NRW Transitland und daher fließt das Geld auch nicht in die Oberpfalz ins Zonenrandgebiet und Corona-Hotspot.
Welches Bundesland ist das denn nicht (außer den Stadtstaaten)?
Und welches hat davon den meisten Nachholbedarf - irgendwie sehe ich da Bayern nicht an erster Stelle, bei weitem nicht...

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]

Re: Keine Bevorzugung Baden-Württembergs beim GVFG

geschrieben von: De David

Datum: 22.02.21 02:52

Auch noch dafür bestraft werden daß man eine Verwaltung hat die was kann? Und ihren Job erledigt, nämlich Planungen macht und Anträge stellt, sobald es irgendwo Geld gibt.
Da können wir doch nichts für wenn die anderen es nicht auf die Reihe bekommen und daher nur Zuschauer des ganzen Spektakels sind...
Sollen die Bürger dort halt mal anders wählen, vielleicht findet sich ja eine Partei die statt sozialistischem Utopia zu versprechen zur Abwechslung mal handfeste Konzepte vorlegt wie man das Land voran bringt und Wohlstand schafft.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif
Das ist mir auch aufgefallen, vor 10 Jahren schon, daß es in Bayern und ein wenig auch in Baden-Württemberg wohl noch die meisten Autobahnen hatte, die noch auf Reichsautobahnstand waren. Anderswo gabs die dagegen nicht mehr so. Daran sieht man ja schon, daß dort Ewigkeiten außer normale Instandhaltung nichts investiert wurde... Die ein oder andere Ausfahrt usw wurde im laufe der Zeit mal entschärft, aber sonst hat sich ungewöhnlich viel gehalten. Das passt dann nicht so zu "da wird unmengen Kohle in die Infrastruktur gebuttert und anderswo nicht".
Selbst mit noch nicht beseitigten Kriegsschäden ärgern wir uns heute noch herum, wie der eingleisigen Gäubahn und der unterbrochenen Strecke nach Colmar.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif
Dass ich das richtig verstehe, du lastest den angeblich mangelnden Ausbau der Straßen in Bayern, z.B. die Reichsautobahn 93, ausgerechnet den 7 Jahren Rot/Grün im Bund an? Nicht den 49 Jahren davor, oder den 16 Jahren danach? Das sagt doch schon alles über die politische Färbung deines Beitrags. Nicht mal der verlogenste Poliziker traut sich heute noch Versäumnisse der aktuellen Regierung auf die Rot-Grüne Ära zu schieben.

Konsequenterweise findet sich dann in deiner Auflistung auch nicht der Brenner Nordzulauf. Hier muss ein anderes Bundesland, das, zumindest bis vor einem Jahr, auch mit dem Neid der anderen zu kämpfen hatte, schon Notwehrmaßnahmen ergreifen, weil Bayern einfach nur blockiert.
Ich habe keinen Bock, dass meine Gesundheit geschädigt wird, weil die Bayern den tollen flexiblen LKW so lieben. Irgendwann muss man dann doch noch anfangen die Dinger an der Grenze zwangsweise zu verladen, aber dann kann man sich wenigstens die Subventionen wieder sparen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 22.02.21 11:50.

Baden-Württemberg und der Rest des Landes

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 22.02.21 11:10

"Ich wäre gespannt wie man in BaWü reagieren würde, wenn jetzt auf einmal tatsächlich manche Länder massiv GVFG beantragen würden und der Bund sagen würde, ihr habt in den letzten 5 Jahren massivst überproportional Geld bekommen, jetzt sind erstmal 5 Jahre andere dran und BaWü kriegt nichts mehr."

Das wäre tatsächlich interessant. Und ja, auch wenn ich da aufgrund meiner Wahlheimat befangen bin: es wäre den anderen Ländern gegönnt, auch einmal an diesen Fleischtöpfen zu kosten. Projekte gibt es zwischen Flensburg und Freilassing ja bundesweit genug. Sie müssten eben "nur" angegangen und komplementär-finanziert werden.

Aaaber: wenn das Bundes-GVFG sukzessive auf fast 3 Milliarden Euro aufgestockt wird, stellst sich das Problem vielleicht gar nicht. Sprich: es ist evtl. genug Geld da, in den anderen Ländern Projekte zu fördern, ohne in Ba-Wü abspecken zu müssen. Das wäre natürlich das beste.

"P.s.: das Geheule aus BaWü, dass seine Nahverkehrsprodukte nicht im BVWP Berücksichtigung fänden, war schon immer reichlich lächerlich. Dererlei Produkte finden nirgendwo Berücksichtigung Im BVWP."
Jein.
Es wäre schön, wenn die anderen Länder auch Heulen würden. Das Problem, dass jede popelige Ortsumgehung in den BVWP kommt, überregionale Bahnstrecken aber nicht, nur weil kein IC darauf fährt, ist ja ein bundesweiter Missstand.

Viele Grüße

Heiko

https://www.desiro.net/Signatur-NE81.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 22.02.21 11:12.

Re: Man kann von Bayern einiges lernen

geschrieben von: FrankenBahn111

Datum: 22.02.21 11:22

Das Gezeter von den Grünen gegen Bayern hat schon Tradition. Fakt ist einfach, dass durch gute Planungsvorarbeit in Bayern viele Projekte schneller baufertig sind. Außerdem kommt dazu, dass von anderen Bundesländern aufgrund fehlender abschließender Planungen nicht abgerufenes Budget weitervergeben werden darf, und so Bayern dadurch noch zusätzliche Mittel erhalten hat. Um dieser Ungleichverteilung entgegenzuwirken, hat das Verkehrsministerium ja die Fernstraßenverwaltung umgebaut. Aber genau das ist den Grünen ja auch wieder nicht recht.

Re: Keine Bevorzugung Baden-Württembergs beim GVFG

geschrieben von: TriStar

Datum: 22.02.21 11:46

103612 schrieb:
P.s.: das Geheule aus BaWü, dass seine Nahverkehrsprodukte nicht im BVWP Berücksichtigung fänden, war schon immer reichlich lächerlich. Dererlei Produkte finden nirgendwo Berücksichtigung Im BVWP.
Ist ja schon seltsam, dass eine Autobahn von Basel Richtung Schaffhausen auf deutscher Seite berücksichtigt wird und momentan im Bau ist, eine parallel verlaufende Bahnstrecke aber nicht. Dasselbe Spiel bei dem momentan durchgängigen 4-streifigen Ausbau der Bundesstraßenverbindung von Friedrichshafen Richtung Singen, die Elektrifizierung der parallel verlaufenden Bahnstrecke aber wieder nicht.

Re: Keine Bevorzugung Baden-Württembergs beim GVFG

geschrieben von: TOPCTEH

Datum: 22.02.21 14:10

TriStar schrieb:
Ist ja schon seltsam, dass eine Autobahn von Basel Richtung Schaffhausen auf deutscher Seite berücksichtigt wird und momentan im Bau ist, eine parallel verlaufende Bahnstrecke aber nicht. Dasselbe Spiel bei dem momentan durchgängigen 4-streifigen Ausbau der Bundesstraßenverbindung von Friedrichshafen Richtung Singen, die Elektrifizierung der parallel verlaufenden Bahnstrecke aber wieder nicht.
Und weiter nördlich wird jetzt die A81 zwischen Böblingen und Böblingen-Ost sechsspurig ausgebaut. Die parallel laufende Gäubahn dagegen ist schon 1905 zweigleisig ausgebaut worden.

Wie von mir schon einmal geschrieben: Das nennt sich "Verkehrswende".

Und tschüs!
Torsten aus Stuttgart

"Money ain't got no owners - only spenders." (Omar Little, The Wire)
MrEnglish schrieb:
Dass ich das richtig verstehe, du lastest den angeblich mangelnden Ausbau der Straßen in Bayern, z.B. die Reichsautobahn 93, ausgerechnet den 7 Jahren Rot/Grün im Bund an? Nicht den 49 Jahren davor, oder den 16 Jahren danach? Das sagt doch schon alles über die politische Färbung deines Beitrags.
Wie üblich: Wenn man nicht mehr weiter weiß, dann holt man einfach die Nazikeule raus. Ganz schwach...

MrEnglish schrieb:
Ich habe keinen Bock, dass meine Gesundheit geschädigt wird, weil die Bayern den tollen flexiblen LKW so lieben.
Dann stell dich einfach nicht mitten auf die Autobahn...

MrEnglish schrieb:
Irgendwann muss man dann doch noch anfangen die Dinger an der Grenze zwangsweise zu verladen, aber dann kann man sich wenigstens die Subventionen wieder sparen.
Warum sollte man sie zwangweise verladen? Gerade weil LKWs unabhängig von der langsamen, teuren und unflexiblen Bahn sind, sind sie so flexibel, schnell und attraktiv. Die Bahn sollte vielleicht einfach mal vor ihrer eigenen Haustür kehren, ihre groben Fehler abstellen/beseitigen, ganz neue Logistikkonzepte bieten, deutlich schneller werden, deutlich flexibler werden, deutlich günstiger werden, etc. statt dass man all diese Fehler, Versäumnisse und Nachteile immer nur damit kompensieren will, indem man die Konkurrenz irgenwie politisch ausbremsen und künstlich schlechter stellen will.
Fernreisender schrieb:
MrEnglish schrieb:
Dass ich das richtig verstehe, du lastest den angeblich mangelnden Ausbau der Straßen in Bayern, z.B. die Reichsautobahn 93, ausgerechnet den 7 Jahren Rot/Grün im Bund an? Nicht den 49 Jahren davor, oder den 16 Jahren danach? Das sagt doch schon alles über die politische Färbung deines Beitrags.
Wie üblich: Wenn man nicht mehr weiter weiß, dann holt man einfach die Nazikeule raus. Ganz schwach...

MrEnglish schrieb:
Irgendwann muss man dann doch noch anfangen die Dinger an der Grenze zwangsweise zu verladen, aber dann kann man sich wenigstens die Subventionen wieder sparen.
Warum sollte man sie zwangweise verladen? Gerade weil LKWs unabhängig von der langsamen, teuren und unflexiblen Bahn sind, sind sie so flexibel, schnell und attraktiv. Die Bahn sollte vielleicht einfach mal vor ihrer eigenen Haustür kehren, ihre groben Fehler abstellen/beseitigen, ganz neue Logistikkonzepte bieten, deutlich schneller werden, deutlich flexibler werden, deutlich günstiger werden, etc. statt dass man all diese Fehler, Versäumnisse und Nachteile immer nur damit kompensieren will, indem man die Konkurrenz irgenwie politisch ausbremsen und künstlich schlechter stellen will.
Hallo!

Wo schreibt MrEnglish was von Nazis??? Soll das ein Ablenkungsmanöver sein? Auf seine sachliche Kritik kommt jedenfalls keine Antwort - Stichwort "ganz schwach".

Zwangsweise nicht, aber wenn die neue Brennerachse fertig ist, werden die Spediteure freiwillig auf KLV oder gleich ganz auf die Bahn setzen. Denn die Blockabfertigung einschließlich Kilometer langem Stau an der Grenze und das anschließende Geschleiche die Brennerautobahn hinauf kostet Zeit und Geld, während der Güterverkehr München - Verona schnell und direkt über die Flachbahn abgewickelt wird.

Der Kostenvorteil der Bahn wird zukünftig noch deutlicher, wenn die horrenden externen Kosten des LKW-Verkehrs (laut Schweizer Beratungsunternehmen Infras etwa zehn mal so groß wie im Schienengüterverkehr) endlich internalisiert werden:
In der Summe verursachen Lkw im Straßengüterverkehr laut der Studie pro Jahr rund 21,2 Milliarden Euro an externen Kosten. Hinzu kommen die statistisch schwer erfassbaren Lieferwagen mit rund 7,5 Milliarden Euro. Die externen Kosten des Schienengüterverkehrs belaufen sich auf 2,6 Milliarden Euro – davon entfällt knapp ein Zehntel auf Dieseltraktion.
[www.verkehrsrundschau.de]

Also nein, der LKW-Verkehr wird mitnichten "politisch ausgebremst und schlechter gestellt", sondern im Gegenteil bisher massiv subventioniert, indem der Staat seine externen Kosten noch übernimmt. Die Bahn muss nicht bessergestellt werden. Vielmehr muss für den LKW-Verkehr und seine Kosten das Verursacherprinzip greifen. Dann löst sich seine vermeintliche überlegene Wettbewerbsfähigkeit auf der Langstrecke ganz von alleine auf.

Viele Grüße
Abteil

+ Pro Reisekultur und intelligente Netzausbauten

- Contra grell ausgeleuchtete Großräume und Prestigebauten ohne Zielfahrplan
Abteil schrieb:
... Dann löst sich seine vermeintliche überlegene Wettbewerbsfähigkeit auf der Langstrecke ganz von alleine auf.

Da muß sie die Bahn aber gewaltig anstrengen um hier die Transportaufgaben übernehmen zu können.
Das heißt massenweise KLV-Terminals und massenweise entsprechende Zugangebote, ansonsten spielt es auch keine Rolle ob man dem Lkw die Kosten auferlegt.

Die Wirtschaft ist hier maßgebend und wenn die nicht das bekommt was sie braucht geht sie dahin wo dies angeboten wird.

Re: Man kann von Bayern einiges lernen

geschrieben von: alice

Datum: 22.02.21 17:06

FrankenBahn111 schrieb:
Das Gezeter von den Grünen gegen Bayern hat schon Tradition. Fakt ist einfach, dass durch gute Planungsvorarbeit in Bayern viele Projekte schneller baufertig sind. Außerdem kommt dazu, dass von anderen Bundesländern aufgrund fehlender abschließender Planungen nicht abgerufenes Budget weitervergeben werden darf, und so Bayern dadurch noch zusätzliche Mittel erhalten hat. Um dieser Ungleichverteilung entgegenzuwirken, hat das Verkehrsministerium ja die Fernstraßenverwaltung umgebaut. Aber genau das ist den Grünen ja auch wieder nicht recht.
Du scheinst aber einen Hass gegen die Grünen zu haben. Woher kommt der? Die Grünen zetern gegen Bayern, weil der Franz Josef Strauß schon zu Beginn der Grünen diese als Feindbild auserkoren hat und diese kräftig diffamiert hat. Also ned schwätze, sondern sich an die eigene Nase fassen. Die CSU und CDU haben damit angefangen, nicht die Grünen.

OT Neuschwanstein

geschrieben von: Lokjäger

Datum: 22.02.21 22:27

Da kennt sich ja eine/r aus.
Das Land ausbluten wegen Neuschwanstein - den Unsinn glaubst doch selber
nicht. Nenne mir belastbare Quellen! Ludwig II hatte durch die Apanage von
seinem Großvarer Ludwig I einiges an Geld zur Verfügung.
Weiter gilt zu bedenken:
1) Fiel das Schloß so einfach vom Himmel oder wurde es erbaut?
2) Wieviele Handwerker (und im Winter sicherlich auch Bauern) waren da beschäftigt?
Wurden diese bezahlt oder nicht? Von den Wirten, Fuhrleuten usw. ganz zu sprechen.

Neben Neuschwanstein sind da noch Schloß Linderhof und Schloß Herrenchiemsee
zu nennen, welche übrigens als Unesco Weltkulturerbe aufgenommen werden sollen.
Preisfrage: Welche Kriege werden in die Welterbeliste aufgenommen?
Also nur dummes gesappel von dir.

Re: OT Neuschwanstein

geschrieben von: De David

Datum: 22.02.21 23:43

Ich weiß gar nicht was es immer groß zu maulen gibt? Ich finde einen König der halt für sich baut und der Welt schöne Schlösser hinterlässt auch irgendwie sympatisch, wie einer der meint im Größenwahn Kriege mit allen anderen anfangen zu müssen und sein halbes Land in Schutt und Asche legt. Dann muss zwar auch viel gebaut werden, aber eher nur normale unbedeutende Infrastruktur.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif
Abteil schrieb:
Wo schreibt MrEnglish was von Nazis??? Soll das ein Ablenkungsmanöver sein?
Dass du dies jetzt auch noch in Schutz nimmst bzw. plump relativieren willst, ist mehr als durchsichtig. Was sollte denn bitte mit "Das sagt doch schon alles über die politische Färbung deines Beitrags." anderer gemeint sein.
Einfach unfassbar, dass man bei sowas sofort die Nazikeule rausholen muss, nur und nur weil der andere einfach die eigene Meinung nicht teilt. Aber das ist halt die Verrohung der Diskussion und das viele immer nur noch Schwarz-Weiß sehen wollen...

Abteil schrieb:
Der Kostenvorteil der Bahn wird zukünftig noch deutlicher, wenn die horrenden externen Kosten des LKW-Verkehrs (laut Schweizer Beratungsunternehmen Infras etwa zehn mal so groß wie im Schienengüterverkehr) endlich internalisiert werden:
In der Summe verursachen Lkw im Straßengüterverkehr laut der Studie pro Jahr rund 21,2 Milliarden Euro an externen Kosten. Hinzu kommen die statistisch schwer erfassbaren Lieferwagen mit rund 7,5 Milliarden Euro. Die externen Kosten des Schienengüterverkehrs belaufen sich auf 2,6 Milliarden Euro – davon entfällt knapp ein Zehntel auf Dieseltraktion.
[www.verkehrsrundschau.de]

Also nein, der LKW-Verkehr wird mitnichten "politisch ausgebremst und schlechter gestellt", sondern im Gegenteil bisher massiv subventioniert, indem der Staat seine externen Kosten noch übernimmt. Die Bahn muss nicht bessergestellt werden. Vielmehr muss für den LKW-Verkehr und seine Kosten das Verursacherprinzip greifen. Dann löst sich seine vermeintliche überlegene Wettbewerbsfähigkeit auf der Langstrecke ganz von alleine auf.
Der ewige Mythos von dem angeblich so subventionierten LKW-Verkehr wird auch nicht wahrer, indem man ihn immer und immer wieder wie ein Mantra wiederholt und man so anzeigt, dass man garnicht an einer sachlichen, faktenbasierten Diskussion interessiert ist. Zu jeder dieser rein einseitigen "Studien" gibt es immer eine Gegenstudie, die diese wieder komplett zerlegt.
Und LKWs zahlen bekanntlich Kfz-Steuer, Maut, mehrfach besteuerten Diesel und weitere Abgaben - und das nicht zu knapp. Hier verdient der Staat also sogar sehr, sehr gut an den LKWs und das TROTZ zahlreichen Investitionen in die Straßeninfrastruktur. Also hör endlich auf mit inhaltsleeren, extrem vereinfachenden Kampfbegriffen wie "externen Kosten" und "Verursacherprinzip".

Zudem: Dir bzw. euch werden die Abgaben und Steuern von LKWs NIE hoch genug sein, weil ihr immer einen Scheingrund finden wollt und zwanghaft finden müsst, warum der LKW angeblich immer noch nicht genug abkassiert würde und die Bahn angeblich immer noch benachteiligt wäre.

Wenn du also wieder sachlich diskutieren willst, dann bin ich gerne jederzeit für dich da. Aber eine derartige Hass-Diskussion mit falschen Fakten, extrem vereinfachendem Populismus und sogar der Nazi-Keule für Andersdenkende eurerseits ist dafür bestimmt keine Grundlage...
Fernreisender schrieb:
Könntet ihr bitte endlich mal mit dieser populistischen Hass- und Neiddiskussion gegen Bayern aufhören? Dieses faktenlose Draufhauen rein aus Prinzip zur Selbststimulation ist nur noch peinlich.
Das das Thema ein wunderbares Popcorn-Thema wird, war bereits nach dem ersten Post zu erwarten. In diesem Sinne danke für deine Antwort Fernreisender, du bist wunderbar drauf angesprungen.

Und ja, Bayern kriegt sicherlich keinen Pfennig mehr als es verdient. Danke, dass du das nochmal gesagt hast, denn dass vergesser all die armen Neider aus dem Rest der Republik immer, wie viel ihr für uns tut.

Re: OT Neuschwanstein

geschrieben von: 103612

Datum: 23.02.21 10:59

De David schrieb:
Ich weiß gar nicht was es immer groß zu maulen gibt? Ich finde einen König der halt für sich baut und der Welt schöne Schlösser hinterlässt auch irgendwie sympatisch, wie einer der meint im Größenwahn Kriege mit allen anderen anfangen zu müssen und sein halbes Land in Schutt und Asche legt. Dann muss zwar auch viel gebaut werden, aber eher nur normale unbedeutende Infrastruktur.
Der Ludwich war halt clever genug nicht gleich einen Krieg anzuzetteln, der seine schönen Schlösser alle wieder kaputt macht.
(Wobei, wenn sich das mit dem Deutsch-Österreichischen Krieg falsch für ihn ausgelaufen wäre....)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.02.21 11:08.
Fernreisender schrieb:
Dass du dies jetzt auch noch in Schutz nimmst bzw. plump relativieren willst, ist mehr als durchsichtig. Was sollte denn bitte mit "Das sagt doch schon alles über die politische Färbung deines Beitrags." anderer gemeint sein.
Einfach unfassbar, dass man bei sowas sofort die Nazikeule rausholen muss, nur und nur weil der andere einfach die eigene Meinung nicht teilt. Aber das ist halt die Verrohung der Diskussion und das viele immer nur noch Schwarz-Weiß sehen wollen...

Also in meinen Geschichtsbüchern steht drin, dass in den von mir genannten Zeiträumen immer die CDU an der Bundesregierung beteiligt war, mit Ausnahme der sozial-liberalen Unterbrechung. Wenn du das als Nazikeule interpretierst, dann finde ich das zumindest interessant.

Fernreisender schrieb:
Der ewige Mythos von dem angeblich so subventionierten LKW-Verkehr wird auch nicht wahrer, indem man ihn immer und immer wieder wie ein Mantra wiederholt und man so anzeigt, dass man garnicht an einer sachlichen, faktenbasierten Diskussion interessiert ist. Zu jeder dieser rein einseitigen "Studien" gibt es immer eine Gegenstudie, die diese wieder komplett zerlegt.
Und LKWs zahlen bekanntlich Kfz-Steuer, Maut, mehrfach besteuerten Diesel und weitere Abgaben - und das nicht zu knapp. Hier verdient der Staat also sogar sehr, sehr gut an den LKWs und das TROTZ zahlreichen Investitionen in die Straßeninfrastruktur. Also hör endlich auf mit inhaltsleeren, extrem vereinfachenden Kampfbegriffen wie "externen Kosten" und "Verursacherprinzip".

Zudem: Dir bzw. euch werden die Abgaben und Steuern von LKWs NIE hoch genug sein, weil ihr immer einen Scheingrund finden wollt und zwanghaft finden müsst, warum der LKW angeblich immer noch nicht genug abkassiert würde und die Bahn angeblich immer noch benachteiligt wäre.

Wenn du also wieder sachlich diskutieren willst, dann bin ich gerne jederzeit für dich da. Aber eine derartige Hass-Diskussion mit falschen Fakten, extrem vereinfachendem Populismus und sogar der Nazi-Keule für Andersdenkende eurerseits ist dafür bestimmt keine Grundlage...

Komisch, du bist es der hier permanent wissenschaftliche Erkenntnisse nicht nur ignoriert, sondern bestreitet. Was das mit sachlicher Diskussion zu tun hat ist mir ein Rätsel.

Und weil du mir so nett auf meine Gesundheitsbeschwerde geantwortet hast, du bist offenbar kein Anwohner der Brennerachse, ich schon. Dass dir meine Gesundheit egal ist schockt mich nicht, dir ist ja nicht mal deine eigene wichtig.
Fernreisender schrieb:
Der ewige Mythos von dem angeblich so subventionierten LKW-Verkehr wird auch nicht wahrer
Das ist kein Mythos.

Mythos

geschrieben von: märchenerzähler

Datum: 23.02.21 14:22

traktionsumrichter schrieb:
Fernreisender schrieb:
Der ewige Mythos von dem angeblich so subventionierten LKW-Verkehr wird auch nicht wahrer
Das ist kein Mythos.
Wenn ich mir im Prinzip auch gegenüber meinem oberen Beitrag, was die Wirtschaftseite betrifft, etwas widerspreche, aber habt ihr euch schon mal ausgerechnet was es mehr kostet einen Jougurtbecher von Berchtesgaden nach Flensburg zu spedieren wenn die ungedeckten Folgekosten von 4,46 ct/tkm eingepreis würden?

Viel Spaß beim ausrechnen. Nicht erschrecken was dort für Zahlen rauskommen und vor allem ärgert euch nicht wenn der Effekt deshalb gegen Null tendiert.
Wie schon an anderer Stelle geschrieben, Bahnens muß ihr Angebot im unbegleitete KLV massiv ausdehnen und vor allem sie muß das Risiko eingehen und die Verbindungen anbieten. Ansonsten wird das nichts.

Re: Mythos

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 23.02.21 22:10

märchenerzähler schrieb:
Wenn ich mir im Prinzip auch gegenüber meinem oberen Beitrag, was die Wirtschaftseite betrifft, etwas widerspreche, aber habt ihr euch schon mal ausgerechnet was es mehr kostet einen Jougurtbecher von Berchtesgaden nach Flensburg zu spedieren wenn die ungedeckten Folgekosten von 4,46 ct/tkm eingepreis würden?

Viel Spaß beim ausrechnen. Nicht erschrecken was dort für Zahlen rauskommen und vor allem ärgert euch nicht wenn der Effekt deshalb gegen Null tendiert.
Wie schon an anderer Stelle geschrieben, Bahnens muß ihr Angebot im unbegleitete KLV massiv ausdehnen und vor allem sie muß das Risiko eingehen und die Verbindungen anbieten. Ansonsten wird das nichts.
Wie, die LKW Lobby erzählt uns doch immer, dass dann die Produkte so viel teurer werden. Warum wehren sie sich denn dann so? Man könnte dann ja die ganzen Ökos ganz einfach ruhigstellen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.02.21 22:59.
Ein sachlicher Versuch mit Zahlen:

Unfälle mit Personenschaden verursacht durch Güterkraftwagen : rund 17 000 im Jahr 2019 schreibt das statistische Bundesamt.

Subventioniert u.a. mit 7 Mrd. Euro allein durch das Dieselsteuerprivileg.


Gute Nacht!

Sagen wir mal so,

geschrieben von: märchenerzähler

Datum: 24.02.21 08:05

MrEnglish schrieb:
märchenerzähler schrieb:
Wenn ich mir im Prinzip auch gegenüber meinem oberen Beitrag, was die Wirtschaftseite betrifft, etwas widerspreche, aber habt ihr euch schon mal ausgerechnet was es mehr kostet einen Jougurtbecher von Berchtesgaden nach Flensburg zu spedieren wenn die ungedeckten Folgekosten von 4,46 ct/tkm eingepreis würden?

Viel Spaß beim ausrechnen. Nicht erschrecken was dort für Zahlen rauskommen und vor allem ärgert euch nicht wenn der Effekt deshalb gegen Null tendiert.
Wie schon an anderer Stelle geschrieben, Bahnens muß ihr Angebot im unbegleitete KLV massiv ausdehnen und vor allem sie muß das Risiko eingehen und die Verbindungen anbieten. Ansonsten wird das nichts.
Wie, die LKW Lobby erzählt uns doch immer, dass dann die Produkte so viel teurer werden. Warum wehren sie sich denn dann so? Man könnte dann ja die ganzen Ökos ganz einfach ruhigstellen.
du hast es also nicht verstanden was ich schrieb?
Rechne doch einfach mal aus was es zusätzlich kosten würde eine Jougurt von Berchtesgaden nach Flensburg zu transportieren wenn die angeblich so dramatischen Folgekosten eingepreist würden.

Eben, wenn Meister Abteil deshalb meint der Straßengüterverkehr würde dann viiiiiel zu teuer, liegt er eben falsch weil wegen des einen Cent Mehrkosten wird keiner mit Bahnens fahren.
Gut man müßte jetzt natürlich wissen wie das ausgerechnet wird weil ansonsten hättest du den Schwachsinn von Lkw-Lobby nicht geschrieben.

Re: Sagen wir mal so,

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 24.02.21 09:22

märchenerzähler schrieb:
du hast es also nicht verstanden was ich schrieb?
Rechne doch einfach mal aus was es zusätzlich kosten würde eine Jougurt von Berchtesgaden nach Flensburg zu transportieren wenn die angeblich so dramatischen Folgekosten eingepreist würden.

Eben, wenn Meister Abteil deshalb meint der Straßengüterverkehr würde dann viiiiiel zu teuer, liegt er eben falsch weil wegen des einen Cent Mehrkosten wird keiner mit Bahnens fahren.
Gut man müßte jetzt natürlich wissen wie das ausgerechnet wird weil ansonsten hättest du den Schwachsinn von Lkw-Lobby nicht geschrieben.
Ganz typisches Verhalten, du tust so, als ob du ganz tolle Erkenntnisse hast, führst sie aber nicht aus. Statt einfach mal zu erläutern wie viel das deiner Meinung nach ist und wie du darauf kommst, stellst du quasi alle als Trottel hin die sich das nicht selbst ausrechnen können. Erinnt mich an einen gewissen Kaiser mit minimalistische Garderobe.

Unabhängig davon frage ich dich, wenn es nur "angeblich dramatische Folgekosten" sind, warum wehrt man sich dann so dagegen endlich die Kostenwahrheit einzuführen? Wenn das nur geringe Summen sind, dann führt man das halt einfach ein und stellt damit die Ökos ruhig die immer danach schreien. Wo ist da jetzt mein Denkfehler?
Abteil schrieb:
Fernreisender schrieb:
MrEnglish schrieb:
Dass ich das richtig verstehe, du lastest den angeblich mangelnden Ausbau der Straßen in Bayern, z.B. die Reichsautobahn 93, ausgerechnet den 7 Jahren Rot/Grün im Bund an? Nicht den 49 Jahren davor, oder den 16 Jahren danach? Das sagt doch schon alles über die politische Färbung deines Beitrags.
Wie üblich: Wenn man nicht mehr weiter weiß, dann holt man einfach die Nazikeule raus. Ganz schwach...

MrEnglish schrieb:
Irgendwann muss man dann doch noch anfangen die Dinger an der Grenze zwangsweise zu verladen, aber dann kann man sich wenigstens die Subventionen wieder sparen.
Warum sollte man sie zwangweise verladen? Gerade weil LKWs unabhängig von der langsamen, teuren und unflexiblen Bahn sind, sind sie so flexibel, schnell und attraktiv. Die Bahn sollte vielleicht einfach mal vor ihrer eigenen Haustür kehren, ihre groben Fehler abstellen/beseitigen, ganz neue Logistikkonzepte bieten, deutlich schneller werden, deutlich flexibler werden, deutlich günstiger werden, etc. statt dass man all diese Fehler, Versäumnisse und Nachteile immer nur damit kompensieren will, indem man die Konkurrenz irgenwie politisch ausbremsen und künstlich schlechter stellen will.
Hallo!

Wo schreibt MrEnglish was von Nazis??? Soll das ein Ablenkungsmanöver sein? Auf seine sachliche Kritik kommt jedenfalls keine Antwort - Stichwort "ganz schwach".

Zwangsweise nicht, aber wenn die neue Brennerachse fertig ist, werden die Spediteure freiwillig auf KLV oder gleich ganz auf die Bahn setzen. Denn die Blockabfertigung einschließlich Kilometer langem Stau an der Grenze und das anschließende Geschleiche die Brennerautobahn hinauf kostet Zeit und Geld, während der Güterverkehr München - Verona schnell und direkt über die Flachbahn abgewickelt wird.

Der Kostenvorteil der Bahn wird zukünftig noch deutlicher, wenn die horrenden externen Kosten des LKW-Verkehrs (laut Schweizer Beratungsunternehmen Infras etwa zehn mal so groß wie im Schienengüterverkehr) endlich internalisiert werden:
In der Summe verursachen Lkw im Straßengüterverkehr laut der Studie pro Jahr rund 21,2 Milliarden Euro an externen Kosten. Hinzu kommen die statistisch schwer erfassbaren Lieferwagen mit rund 7,5 Milliarden Euro. Die externen Kosten des Schienengüterverkehrs belaufen sich auf 2,6 Milliarden Euro – davon entfällt knapp ein Zehntel auf Dieseltraktion.
[www.verkehrsrundschau.de]

Also nein, der LKW-Verkehr wird mitnichten "politisch ausgebremst und schlechter gestellt", sondern im Gegenteil bisher massiv subventioniert, indem der Staat seine externen Kosten noch übernimmt. Die Bahn muss nicht bessergestellt werden. Vielmehr muss für den LKW-Verkehr und seine Kosten das Verursacherprinzip greifen. Dann löst sich seine vermeintliche überlegene Wettbewerbsfähigkeit auf der Langstrecke ganz von alleine auf.

Viele Grüße
Abteil
Schon ein Verbot des Kabotageverkehr würde den Wettbewerbsvorteil des LKW-Verkehr dahinschmelzen lassen. Dann hört das auch auf, das die Kunden beim Spediteur binnen 2 Stunden einen LKW mit frischer Lenkzeit haben wollen. Derzeit haben wir zu viele Kaboteure, die tagelang in Deutschland auf solche Aufträge warten.
Außerdem muß die Vorlaufzeit gekürzt werden. Es kann nicht sein, das DB Cargo tagelang braucht um für einen Baumstämme-Transport 5 Waggons zusammen zu suchen.
Im Montanverkehr scheint hingegen alles zu gehen, schreit hier im Ruhrgebiet ein Kunde nach einem Ganzzug voll Kohle, scheint das wohl schneller zu gehen. Hier ist der LKW auch eh erst dann eine Alternative, wenn auf Druck von Lobbyisten auch in Deutschland RoadTrains eingesetzt werden dürfen. Erztransport per RoadTrain von den Niederlanden ins Saarland, das hätte die LKW-Lobby wohl gerne.

Re: Mythos

geschrieben von: traktionsumrichter

Datum: 24.02.21 11:17

märchenerzähler schrieb:
Berchtesgaden nach Flensburg zu spedieren wenn die ungedeckten Folgekosten von 4,46 ct/tkm eingepreis würden?
Ist da denn alles mit drin? Auch ein gerechter Lohn für den Fahrer? Ist da mit eingepreist, dass soziale Vorschriften peinlichst genau eingehalten werden? Einfach auf eine Stückmenge herunter brechen, zeigt den Vergleich nur bedingt gut. Ein Lkw kann dir bspw. einen Container voll Joghurts liefern, auf einem Containerzug gleich mehrere Container voll. Die Transportkosten sind bei hohen Mengen sowieso zu vernachlässigen, was halt auch dafür sorgt, dass wir einen Joghurt für wenige Münzen im Supermarkt kaufen können. Wenn der Transport nun um einige Cent pro tkm teurer wird, packt man einfach mehr auf den Lkw oder lässt vermehrt Gigaliner fahren. Die Unternehmen werden höhere Preise sowieso auf den Verkaufspreis abwälzen.

Die Steuerwirkung funktioniert so nicht. Es muss eine andere Möglichkeit der Lenkung her.

Re: Sagen wir mal so,

geschrieben von: märchenerzähler

Datum: 24.02.21 14:30

MrEnglish schrieb:
märchenerzähler schrieb:
du hast es also nicht verstanden was ich schrieb?
Rechne doch einfach mal aus was es zusätzlich kosten würde eine Joghurt von Berchtesgaden nach Flensburg zu transportieren wenn die angeblich so dramatischen Folgekosten eingepreist würden.

Eben, wenn Meister Abteil deshalb meint der Straßengüterverkehr würde dann viiiiiel zu teuer, liegt er eben falsch weil wegen des einen Cent Mehrkosten wird keiner mit Bahnens fahren.
Gut man müßte jetzt natürlich wissen wie das ausgerechnet wird weil ansonsten hättest du den Schwachsinn von Lkw-Lobby nicht geschrieben.
Ganz typisches Verhalten, du tust so, als ob du ganz tolle Erkenntnisse hast, führst sie aber nicht aus. Statt einfach mal zu erläutern wie viel das deiner Meinung nach ist und wie du darauf kommst, stellst du quasi alle als Trottel hin die sich das nicht selbst ausrechnen können. Erinnt mich an einen gewissen Kaiser mit minimalistische Garderobe.
Du willst jetzt echt wissen wie ich auf den Preisaufschlag vom Joghurt komme?
Du willst ernsthaft behaupten man muß dir jetzt die entsprechenden Tonnenkilometer ausrechnen der ein Joghurt von Berchtesgaden nach Flensburg verursacht?

Gut damit du nicht blöd stirbst:
Ein Joghurt wiegt inklusive Becher 0,21 Kg oder 0,00021 t. Das dann mit der Entfernung von rund 1.200 km (lt. Google maps Berchtesgaden - Flensburg 1.180 km) multipliziert ergibt das dann 0,252 tkm.
Das mit den 4,46 ct/tkm multipliziert kommt dann 1,12 ct raus. Auf deutsch, der berchtesgadener Joghurt würde in Flensburg einen Cent mehr kosten als er ohnehin schon kostet. Nimmt man noch den Gewichtsanteil der Palette dazu kann man auch aufrunden so daß der Joghurt 2 ct mehr kosten würde.
Die 4,46 ct/tkm hab ich aus dem Verkehrsrundschaurtikel den User Abteil verlinkte.

Wie gesagt, die durch die doppelt so hohen Folgekosten, gegenüber der Bahn, angeblich dann so teuer werdenden Transportkosten für die Straße sind eben Utopien und bringen der Bahn nicht ein Kilogramm mehr Fracht weil der Mehrpreis im Hintergrundrauschen untergeht. Oder anders gesagt man macht ein Geschrei wegen nichts. Bei höheren Mautgebühren ist es ja dasselbe. Wenn die Bahn die Güter fahren will, muß sie eben die Vorraussetzungen schaffen. Warum ich auf den KLV komme hab ich in einem anderen Beitrag schon beschrieben.

MrEnglish schrieb:
Unabhängig davon frage ich dich, wenn es nur "angeblich dramatische Folgekosten" sind, warum wehrt man sich dann so dagegen endlich die Kostenwahrheit einzuführen? Wenn das nur geringe Summen sind, dann führt man das halt einfach ein und stellt damit die Ökos ruhig die immer danach schreien. Wo ist da jetzt mein Denkfehler?
Wer wehrt sich gegen die Folgekosten?
Die angeblich so mächtige Lkw-Lobby?
Es gibt keine Lkw-Lobby, geschweige denn setzt sich die Auto-Lobby für den Straßengüterverkehr ein. Das sind eben nur Hirngespinste und das Geheule von Verschwörungstheoretiker, insbesondere hier schreiben die ganzen Schreihälse wie schlimm das doch wäre weil der Lkw seine verursachten Folgekosten nicht zahlt.

Zugegeben, ich hab mich bei den Folgekosten bisher auch nicht um die Zahlen gekümmert.
Blöd eben das ich sie frei Haus geliefert bekam und es sich jetzt raustellt das es wieder heiße Luft von besagten Protagonisten ist.

Ach und noch was. Es wurde hier ja auch immer behauptet für den Personenverkehr, insbesondere MIV, lohnt es sich nicht auf die Bahn umzusteigen. Jetzt kommt raus das der Güterverkehr nur 22 % der ungedeckten Folgekosten verursacht. Das heißt eben auch den Rest verursachen hier Pkw-Fahrer und keiner schert sich wieder drum solange man wider unnütz auf andere zeigen kann.

Ich glaub derjenige der sich freiwillig ausgezogen hat bis du, weil du bei einem Thema mitreden willst aber nicht mal rudimentäre Kenntnisse hast.

Re: Mythos

geschrieben von: Fernreisender

Datum: 24.02.21 16:29

traktionsumrichter schrieb:
Einfach auf eine Stückmenge herunter brechen, zeigt den Vergleich nur bedingt gut. Ein Lkw kann dir bspw. einen Container voll Joghurts liefern, auf einem Containerzug gleich mehrere Container voll.
Nur musst du die mit dem Zug transportierten Joghurts dann aber noch vom Zug umladen und auf LKWs zu ihrem eigentlichen Ziel fahren. Wenn man also die Kosten des kompletten Umladevorgangs inkl. Buchhaltung und Lohnkosten sowie die LKWs bis zum Ziel betrachtet, dann wird schnell ersichtlich, dass es insgesamt günstiger ist, die Joguhrts gleich komplett per LKW ohne Umladen direkt zu transportieren.

Re: Mythos

geschrieben von: traktionsumrichter

Datum: 24.02.21 17:46

Fernreisender schrieb:
traktionsumrichter schrieb:
Einfach auf eine Stückmenge herunter brechen, zeigt den Vergleich nur bedingt gut. Ein Lkw kann dir bspw. einen Container voll Joghurts liefern, auf einem Containerzug gleich mehrere Container voll.
Nur musst du die mit dem Zug transportierten Joghurts dann aber noch vom Zug umladen und auf LKWs zu ihrem eigentlichen Ziel fahren. Wenn man also die Kosten des kompletten Umladevorgangs inkl. Buchhaltung und Lohnkosten sowie die LKWs bis zum Ziel betrachtet, dann wird schnell ersichtlich, dass es insgesamt günstiger ist, die Joguhrts gleich komplett per LKW ohne Umladen direkt zu transportieren.
Fällt das so sehr ins Gewicht? Man muss noch mal bedenken, dass ein LKW die Straßen um den Faktor 60 000 mehr belastet als das Auto.

Scheinheilligkeit

geschrieben von: märchenerzähler

Datum: 25.02.21 07:58

traktionsumrichter schrieb:
märchenerzähler schrieb:
Berchtesgaden nach Flensburg zu spedieren wenn die ungedeckten Folgekosten von 4,46 ct/tkm eingepreis würden?
Ist da denn alles mit drin? Auch ein gerechter Lohn für den Fahrer? Ist da mit eingepreist, dass soziale Vorschriften peinlichst genau eingehalten werden? Einfach auf eine Stückmenge herunter brechen, zeigt den Vergleich nur bedingt gut. Ein Lkw kann dir bspw. einen Container voll Joghurts liefern, auf einem Containerzug gleich mehrere Container voll. Die Transportkosten sind bei hohen Mengen sowieso zu vernachlässigen, was halt auch dafür sorgt, dass wir einen Joghurt für wenige Münzen im Supermarkt kaufen können. Wenn der Transport nun um einige Cent pro tkm teurer wird, packt man einfach mehr auf den Lkw oder lässt vermehrt Gigaliner fahren. Die Unternehmen werden höhere Preise sowieso auf den Verkaufspreis abwälzen.

Die Steuerwirkung funktioniert so nicht. Es muss eine andere Möglichkeit der Lenkung her.
Schon rührend wie du dich um die Fahrer sorgst. Im Gegenzug aber alles über Versandhändler bestellen. Da interessiert dich nicht ob die Kommissionierer und Fahrer Mindestlohn bekommen. Da interessiert es dich nicht ob Langzeitarbeitslose für Hartz IV als Praktikanten in jeder Saison bei Amazon arbeiten müßen, hauptsache billig.

Andere Möglichkeiten?
Ihr wollt Wettbewerb im Transportgewerbe und es wurde von der Politik in Gesetze, Verordnungen und Vorschriften gegossen. Im Wettbewerb wird, so wird´s kolportiert, alles billiger und der Wohlstand wächst. Das bedeutet eben das die Schiene massiv ins Hintertreffen gerät. Nicht weil der Lkw angeblich so billig ist sondern weil er flexibel die gestellten Transportaufgaben erledigt.
Zudem die Kabotageverbote sollen EU-weit wegfallen und das wird unter anderem mit Umweltschutz (weniger Leerfahrten) begründet.

Jeder der schon in den neunziger Jahren hier opponierte und auf die negativen Seiten hinwies wurde als Trottel hingestellt. Heute ist´s ebenso. Jeder will viele bunte Züge nur bunte Züge bringen den Segen. Was das dann im Endeffekt bedeutet da tut man dann immer ganz überrascht wenn einem dann die Tatsachen vor Augen geführt werden.
Es stellt sich die Frage was du den willst?

Alles nur Protektionismus

geschrieben von: märchenerzähler

Datum: 25.02.21 08:11

MrEnglish schrieb:
Zitat:
Und weil du mir so nett auf meine Gesundheitsbeschwerde geantwortet hast, du bist offenbar kein Anwohner der Brennerachse, ich schon. Dass dir meine Gesundheit egal ist schockt mich nicht, dir ist ja nicht mal deine eigene wichtig.
Schon mal überlegt wer den größten Anteil am Deutschland-Italien-Verkehr abwickelt?

Wie wäre es mit tiroler Frächter. Blöd eben das tiroler Lkw nicht über die Inntalautobahn zum Brenner müßen sondern ihnen auch die anderen Wege zur Verfügung stehen oder weshalb meinst du wird von tiroler Frächtern nicht gegen die Blockabfertigung opponiert sonder dein Landeshauptmann darf hier groß gegen ausländische Lkw und gegen Bayern tönen?

Die vier Gleise ab Rosenheim bzw. München sind erst notwendig sobald der BBT eröffnet ist. Es sind also noch ein paar Tage hin in denen gebaut werden kann.
Es ist mithin von deinem Landeshauptmann das gleiche verlogene Gesülze wie die Schweizer wegen der Rheinschiene veranstalten. Die Schweiz hat sich im Vertrag über den Ausbau verpflichtet einen weiteren Juradurchstich zu bauen.
So und jetzt?

Re: Scheinheilligkeit

geschrieben von: traktionsumrichter

Datum: 25.02.21 08:37

märchenerzähler schrieb:
traktionsumrichter schrieb:
märchenerzähler schrieb:
Berchtesgaden nach Flensburg zu spedieren wenn die ungedeckten Folgekosten von 4,46 ct/tkm eingepreis würden?
Ist da denn alles mit drin? Auch ein gerechter Lohn für den Fahrer? Ist da mit eingepreist, dass soziale Vorschriften peinlichst genau eingehalten werden? Einfach auf eine Stückmenge herunter brechen, zeigt den Vergleich nur bedingt gut. Ein Lkw kann dir bspw. einen Container voll Joghurts liefern, auf einem Containerzug gleich mehrere Container voll. Die Transportkosten sind bei hohen Mengen sowieso zu vernachlässigen, was halt auch dafür sorgt, dass wir einen Joghurt für wenige Münzen im Supermarkt kaufen können. Wenn der Transport nun um einige Cent pro tkm teurer wird, packt man einfach mehr auf den Lkw oder lässt vermehrt Gigaliner fahren. Die Unternehmen werden höhere Preise sowieso auf den Verkaufspreis abwälzen.

Die Steuerwirkung funktioniert so nicht. Es muss eine andere Möglichkeit der Lenkung her.
Schon rührend wie du dich um die Fahrer sorgst. Im Gegenzug aber alles über Versandhändler bestellen.
Ich bestelle so gut wie gar nichts, war aber dieses Jahr zu Weihnachten gezwungen, das zu tun.
märchenerzähler schrieb:
Im Wettbewerb wird, so wird´s kolportiert, alles billiger und der Wohlstand wächst. Das bedeutet eben das die Schiene massiv ins Hintertreffen gerät. Nicht weil der Lkw angeblich so billig ist sondern weil er flexibel die gestellten Transportaufgaben erledigt.
Absolut richtig!

Und noch als Ergänzung:
Im Wettbewerb werden Schwächen und Fehler absolut schonungslos sichtbar und man kann sie mit normalen Mitteln nicht mehr kaschieren. Und genau hier hat die Bahn zunehmend ein großes Problem, weil man ihre diversen Schwächen und Fehler schlicht einfach nicht korrekt abstellt und etwas dagegen macht. Drum muss ja auch der Staat jedes Jahr erneut Milliarden Euro zuschießen, um die Bahn wenigstens halbwegs wettbewerbsfähig zu halten. Doch damit tut sich der Staat als 100%-Eigner der DB selbst keinen Gefallen, weil mit dieser Politik die existierenden Fehler und Schwächen der Bahn nur sehr unzureichend angegangen werden und man immer wieder Milliarden zur Kompensation zuschießen muss - ein Teufelskreis.

Den Trend zu immer mehr Individualisierung - sowohl im Güter- als auch im Personenverkehr - können die Bahn und die Politik nicht ewig weiter ignorieren, denn die Wirtschaft und die Bürger wollen genau das (Letztere teils oft, ohne es selber zugeben zu wollen oder es im Gesamtgefüge begreifen zu wollen!). Individuelle Transporte sparen nunmal Zeit, bringen mehr Flexiblität, sind unabhängig, schaffen mehr Sicherheit und sind im Güterverkehr schlichtweg günstiger für die meisten Frachttypen. Und v.a. im Personenverkehr hat es bzw. wird es durch Corona einen nachhaltigen Trend hin bzw. zurück zu wieder mehr Individualität beim Reisen geben, eben weil sich viele Menschen völlig verständlich vor Ansteckungen schützen wollen. Dies kann und darf ebenso nicht ignoriert werden, denn es verbietet sich bzw. ist höchst unethisch, die Gesundheit von Menschen gegen bestimmte politische Interessen auszuspielen.
MrEnglish schrieb:
Dass ich das richtig verstehe, du lastest den angeblich mangelnden Ausbau der Straßen in Bayern, z.B. die Reichsautobahn 93, ausgerechnet den 7 Jahren Rot/Grün im Bund an? Nicht den 49 Jahren davor, oder den 16 Jahren danach? Das sagt doch schon alles über die politische Färbung deines Beitrags. Nicht mal der verlogenste Poliziker traut sich heute noch Versäumnisse der aktuellen Regierung auf die Rot-Grüne Ära zu schieben.
Zu Zeiten einer rotgrünen Bundesregierung gab es vermutlich weniger Infokanäle, über die nach Bayern durchdrang, für welche Art Projekte der Bund demnächst Geld gibt.
Fernreisender schrieb:
MrEnglish schrieb:
Dass ich das richtig verstehe, du lastest den angeblich mangelnden Ausbau der Straßen in Bayern, z.B. die Reichsautobahn 93, ausgerechnet den 7 Jahren Rot/Grün im Bund an? Nicht den 49 Jahren davor, oder den 16 Jahren danach? Das sagt doch schon alles über die politische Färbung deines Beitrags.
Wie üblich: Wenn man nicht mehr weiter weiß, dann holt man einfach die Nazikeule raus. Ganz schwach...
Wie kommst du darauf, daß Söder, Dobrindt und Scheuer Nazis sind bzw. waren?

Re: Sagen wir mal so,

geschrieben von: kmueller

Datum: 26.02.21 19:02

märchenerzähler schrieb:
Es wurde hier ja auch immer behauptet für den Personenverkehr, insbesondere MIV, lohnt es sich nicht auf die Bahn umzusteigen. Jetzt kommt raus das der Güterverkehr nur 22 % der ungedeckten Folgekosten verursacht. Das heißt eben auch den Rest verursachen hier Pkw-Fahrer und keiner schert sich wieder drum
Warum sperrt man dann schon seit Jahren die Leverkusener A1-Rheinbrücke für die wenigen Schwerfahrzeuge statt - viel sinnvoller - für die viel zahlreicheren PKW? Im zweiten Fall würde sie doch bestimmt noch viel länger halten?

Re: Alles nur Protektionismus

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 01.03.21 00:58

märchenerzähler schrieb:
Schon mal überlegt wer den größten Anteil am Deutschland-Italien-Verkehr abwickelt?

Wie wäre es mit tiroler Frächter. Blöd eben das tiroler Lkw nicht über die Inntalautobahn zum Brenner müßen sondern ihnen auch die anderen Wege zur Verfügung stehen oder weshalb meinst du wird von tiroler Frächtern nicht gegen die Blockabfertigung opponiert sonder dein Landeshauptmann darf hier groß gegen ausländische Lkw und gegen Bayern tönen?

Wann warst du denn zuletzt auf der Brennerautobahn unterwegs? Wann immer ich da mal fahre sind das hauptsächlich deutsche und italienische LKW, oder sie kommen aus dem Osten. Hauptsache mal wieder irgendwas unbewiesenes behauptet. Wenn du eine Statistik bribtingst können wir uns weiter darüber unterhalten.

märchenerzähler schrieb:
Die vier Gleise ab Rosenheim bzw. München sind erst notwendig sobald der BBT eröffnet ist. Es sind also noch ein paar Tage hin in denen gebaut werden kann.

Und du meinst echt in Deutschland liegt auch nur ein Meter neues Gleis bis der BBT eröffnet wird? Glaubst du auch noch an den Weihnachtsmann?

märchenerzähler schrieb:
Es ist mithin von deinem Landeshauptmann das gleiche verlogene Gesülze wie die Schweizer wegen der Rheinschiene veranstalten. Die Schweiz hat sich im Vertrag über den Ausbau verpflichtet einen weiteren Juradurchstich zu bauen.
So und jetzt?

Der Vergleich mit der Schweiz hinkt auch. In Österreich fehlt noch ein Abschnitt, und der ist schon weitgehrnd fertig geplant. Er wird auf jeden Fall vor dem deutschen Teil fertig. An der Rheintalbahn sind ausnahmsweise mal die Deutschen weiter mit der Planung.

Re: Sagen wir mal so,

geschrieben von: G36K

Datum: 01.03.21 09:11

kmueller schrieb:märchenerzähler schrieb:
märchenerzähler schrieb:
Es wurde hier ja auch immer behauptet für den Personenverkehr, insbesondere MIV, lohnt es sich nicht auf die Bahn umzusteigen. Jetzt kommt raus das der Güterverkehr nur 22 % der ungedeckten Folgekosten verursacht. Das heißt eben auch den Rest verursachen hier Pkw-Fahrer und keiner schert sich wieder drum
Warum sperrt man dann schon seit Jahren die Leverkusener A1-Rheinbrücke für die wenigen Schwerfahrzeuge statt - viel sinnvoller - für die viel zahlreicheren PKW? Im zweiten Fall würde sie doch bestimmt noch viel länger halten?
Weil die Fahrbahnbeanspruchung durch einen einzigen 40Tonnen-LKW schon so groß sein kann wie durch 100000 PKWs (so viele fahren dort über den ganzen Tag drüber). Stichwort Vierte-Potenz-Gesetz.

Re: Sagen wir mal so,

geschrieben von: traktionsumrichter

Datum: 01.03.21 09:33

G36K schrieb:
kmueller schrieb:märchenerzähler schrieb:
märchenerzähler schrieb:
Es wurde hier ja auch immer behauptet für den Personenverkehr, insbesondere MIV, lohnt es sich nicht auf die Bahn umzusteigen. Jetzt kommt raus das der Güterverkehr nur 22 % der ungedeckten Folgekosten verursacht. Das heißt eben auch den Rest verursachen hier Pkw-Fahrer und keiner schert sich wieder drum
Warum sperrt man dann schon seit Jahren die Leverkusener A1-Rheinbrücke für die wenigen Schwerfahrzeuge statt - viel sinnvoller - für die viel zahlreicheren PKW? Im zweiten Fall würde sie doch bestimmt noch viel länger halten?
Weil die Fahrbahnbeanspruchung durch einen einzigen 40Tonnen-LKW schon so groß sein kann wie durch 100000 PKWs (so viele fahren dort über den ganzen Tag drüber). Stichwort Vierte-Potenz-Gesetz.
Belastung 1 Lkw = 60000 Pkw!!!

Re: Sagen wir mal so,

geschrieben von: Fernreisender

Datum: 01.03.21 10:36

traktionsumrichter schrieb:
G36K schrieb:
Weil die Fahrbahnbeanspruchung durch einen einzigen 40Tonnen-LKW schon so groß sein kann wie durch 100000 PKWs (so viele fahren dort über den ganzen Tag drüber). Stichwort Vierte-Potenz-Gesetz.
Belastung 1 Lkw = 60000 Pkw!!!
Nur komisch, dass nach euren Behauptungen 60.000 bzw. 100.000 ein LKW nach der "Vierten Potenz" 62,23t bzw. 70,12t wiegen müsste! Seltsam, denn LKWs haben in Deutschland nur ein zulässiges Gesamtgewicht von 40t.

Korrekt nach den Vorgaben der "Vierten Potenz" gerechnet würde ein LKW mit 40t Gewicht und den üblichen 5 Achsen (=8t Achslast) die Straße also MAXIMAL 10.240mal so stark belasten als ein PKW - MAXIMAL.
Zudem wird bei den meisten Transporten das maximale Gewicht des LKWs garnicht ausgenutzt, weil es deutlich häufiger um Volumenfracht geht. Setzt man hier also als real wohl viel eher geltenden Durchschnittswert von 30t an, dann läge die Belastung im Gegensatz zu einem PKW bei nur noch 3.240mal soviel.

Eure behaupteten 60.000-100.000 haben mit der Realität also in keinster Weise was zu tun. Auf solche Werte kommt man nur, wenn man rein künstlich einen LKW erfindet, den es so in der Realität garnicht gibt (3 Achser mit 30t).

Und selbst wenn die Belastung nach der "Vierten Potenz" eines LKWs in der Realität MAXIMAL 10.240mal so hoch wie ein PKW ist - Na und???
Güterzüge belasten bekanntlich Bahnstrecken auch weit mehr als Personenzüge, weshalb die Strecken auch schneller verschleißen bzw. Schäden entstehen und deshalb früher saniert werden müssen.
Wo also ist nun bitte das Problem bzw. das angebliche Alleinstellungsmerkmal von LKWs auf der Straße? Es gibt keins!

Re: Sagen wir mal so,

geschrieben von: traktionsumrichter

Datum: 01.03.21 11:02

Fernreisender schrieb:

Wo also ist nun bitte das Problem bzw. das angebliche Alleinstellungsmerkmal von LKWs auf der Straße? Es gibt keins!
Doch, es gibt mittlerweile zu viele davon .

Re: Sagen wir mal so,

geschrieben von: kmueller

Datum: 01.03.21 11:51

Fernreisender schrieb:
Und selbst wenn die Belastung nach der "Vierten Potenz" eines LKWs in der Realität MAXIMAL 10.240mal so hoch wie ein PKW ist - Na und???
Güterzüge belasten bekanntlich Bahnstrecken auch weit mehr als Personenzüge, weshalb die Strecken auch schneller verschleißen bzw. Schäden entstehen und deshalb früher saniert werden müssen.
Wo also ist nun bitte das Problem bzw. das angebliche Alleinstellungsmerkmal von LKWs auf der Straße? Es gibt keins!
Es wird keines mehr geben, sobald die umweltfreundlichen Elektro-Suffs realisiert und massenhaft verkauft sind, die dank einer wirklich großen Batterie auch porschefahrstil- und fernverkehrstauglich sind. Sobald das Batteriegewicht die Fahrzeugmasse in den Bereich um 10t und die maximale Achslast in den Bereich von 6t treibt, ergeben sich zwischen PKW und LKW ähnliche Relationen wie aktuell zwischen Reise- und Güterzug (im Bereich der real gefahrenen Geschwindigkeiten sind die Relationen bereits ähnlich).

Ich sag doch

geschrieben von: märchenerzähler

Datum: 01.03.21 15:02

MrEnglish schrieb:
märchenerzähler schrieb:
Schon mal überlegt wer den größten Anteil am Deutschland-Italien-Verkehr abwickelt?

Wie wäre es mit tiroler Frächter. Blöd eben das tiroler Lkw nicht über die Inntalautobahn zum Brenner müßen sondern ihnen auch die anderen Wege zur Verfügung stehen oder weshalb meinst du wird von tiroler Frächtern nicht gegen die Blockabfertigung opponiert sonder dein Landeshauptmann darf hier groß gegen ausländische Lkw und gegen Bayern tönen?
Wann warst du denn zuletzt auf der Brennerautobahn unterwegs? Wann immer ich da mal fahre sind das hauptsächlich deutsche und italienische LKW, oder sie kommen aus dem Osten. Hauptsache mal wieder irgendwas unbewiesenes behauptet. Wenn du eine Statistik bribtingst können wir uns weiter darüber unterhalten.
du hast vom Transportgewerbe keine Ahnung.

Alle Lkw bis auf Tiroler Fahrzeuge müßen auf der Brennerautobahn nach Italien, deshalb siehst du selbstverständlich kaum österreichische Kutschen. Für Tiroler Lkw stehen weitere Straßen offen.
Wenn du nicht weißt warum das so ist stirbst du eben blöd, oder schaust selbst nach.

Die Blockabfertigung ist wie geschrieben reiner Protektionismus seitens Tirols und noch was, wer will denn nicht das die Bahn ausgebaut wird.
Eben dann geh eben ins bayerische Inntal und verklicker den Nimby-Trotteln warum dort vier Gleise liegen müßen.
Mit der stunzdummen Idee der Blockabfertigung bekommst du nicht ein Kilo von der Straße auf die Bahn. Gut Leute mit deinem Fachwissen klatschen eben Beifall und wählen Plattner wieder weil er sich ja sooo toll für Tiroler Belange einsetzt. Blöd eben das es nur ein Spruchbeutel wie alle Politiker ist.


Edith war tätig



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.03.21 20:24.

Re: Ich sag doch

geschrieben von: traktionsumrichter

Datum: 01.03.21 17:58

märchenerzähler schrieb:
MrEnglish schrieb:
märchenerzähler schrieb:
Schon mal überlegt wer den größten Anteil am Deutschland-Italien-Verkehr abwickelt?

Wie wäre es mit tiroler Frächter. Blöd eben das tiroler Lkw nicht über die Inntalautobahn zum Brenner müßen sondern ihnen auch die anderen Wege zur Verfügung stehen oder weshalb meinst du wird von tiroler Frächtern nicht gegen die Blockabfertigung opponiert sonder dein Landeshauptmann darf hier groß gegen ausländische Lkw und gegen Bayern tönen?
Wann warst du denn zuletzt auf der Brennerautobahn unterwegs? Wann immer ich da mal fahre sind das hauptsächlich deutsche und italienische LKW, oder sie kommen aus dem Osten. Hauptsache mal wieder irgendwas unbewiesenes behauptet. Wenn du eine Statistik bribtingst können wir uns weiter darüber unterhalten.
du hast vom Transportgewerbe keine Ahnung.

Alle Lkw bis auf Tiroler Fahrzeuge müßen auf der Brenneraurobahn nach Italien, deshalb siehst du selbstverständlich kaum österreichische Kutschen. Für Tiroler Lkw stehen weitere Straßen offen.
Wenn du nicht weißt warum das so ist stirbst du eben blöd, oder schaust selbst nach.

Die Blockabfertigung ist wie geschrieben reiner Protektionismus seitens Tirols und noch was, wer will denn nicht das die Bahn ausgebaut wird.
Eben dann geh eben ins bayerische Inntal und verklicker den Nimby-Trotteln warum dort vier Gleise liegen müßen.
Mit der stunzdummen Idee der Blockabfertigung bekommst du nicht ein Kilo von der Straße auf die Bahn. Gut Leute mit deinem Fachwissen klatschen eben Beifall und wählen Plattner wieder weil er sich ja sooo toll für Tiroler Belange einsetzt. Blöd eben das es nur ein Spruchbeutel wie alle Politiker ist.
Da wären wir wieder beim Problem von Volksentscheiden. Die Mehrheit der Bevölkerung sieht die Bahn als Nische. Ich hatte mal irgendwo gelesen, dass jemand meinte, die Bahn wäre sowasvon out to date. Interessante Vorstellung, finde ich.