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Neues von der Eisenbahnbrücke über die Hunte bei Berne

geschrieben von: G1600BB

Datum: 20.02.21 16:10


Ende der Sperrung in Sicht


Zitat
Seit Anfang 2020 ist die Eisenbahnbrücke über die Hunte für Fußgänger und Radfahrer gesperrt. Jetzt gibt es Ideen, wie das Bauwerk für Pendler, Naherholungsuchende und Touristen wieder geöffnet werden könnte.

Der Hammer kommt klein am Ende des Artikels:

Zitat
Brücken-Neubau ab 2028
Die Deutsche Bahn möchte eine neue Eisenbahnbrücke über die Hunte bauen. „Die DB plant, die alte Brücke nicht weiter zu sanieren, sondern vollständig zu erneuern“, teilt eine Sprecherin des Unternehmens auf Anfrage mit. Der Baubeginn sei für 2028 geplant. Fertig soll das Bauwerk 2030 sein. Wie die neue Brücke aussehen wird, sei derzeit noch nicht bekannt, da mehrere Lösungsvarianten untersucht werden müssten. Am Ende des Planungsprozesses könne sowohl eine Klappbrücke als auch eine Drehbrücke herauskommen. Fest stehe bislang nur, dass eine bewegliche Lösung gesucht wird.
Wenn die alte Brücke also noch auf der fotografischen "To-do-list" steht, sollte man schon mal Reiseplanungen entwerfen (wünschen wir den Menschen im dortigen Landkreis mal, daß die Covid-1-Infektionen schnell und drastisch zurückgehen - bis zum Nullpunkt).

Eisenbahnbrücke über die Hunte bei Berne - Ende der Sperrung in Sicht

Gruß aus dem Norden Bremens

"Ich besinne mich, dass es ihm in der Schule immer so schwer ward, die Commata und Puncta recht zu setzen. Sieht er,(...), wo der Verstand halb aus ist, setzt Er ein Comma; wo er ganz aus ist, ein Punctum, und wo gar keiner ist, kann er setzen was Er will." (Matthias Claudius - 1774)





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.02.21 16:12.
Wie war das noch: Sanierung muß der Baulastträger bezahlen (hier: Deutsche Bahn).
Neubau zahlt der Bund, also die anderen?

Ohne Worte, wie die Nutzer jenseits der Bahn hier auf den "St.Nimmerleins-Tag vertröstet werden.
Wie im Falle der Emsbrücke....
Eine Unverschämtheit, oder ?
Aus diesem Grund sieht die hier wahrscheinlich seit fast 2 Jahren auch so aus, wie sie aussieht:

DSC07685.JPG

DSC07690.JPG
Von der anderen Seite aufgenommen:
DSC07679.JPG
Der Grund für die Beschädigung leigt wahrscheinlich hier:
DSC07695.JPG
Im Jahr 2019 wurde die Straße wegen Brückenbauarbeiten für gut ein halbes Jahr gesperrt. Das "Vorgängermodell" dieser Brücke war auch bereits eine Betonträgerbrücke, aus dem Jahr 1960. Wahrscheinlich war sie so marode, dass sie durch einen Neubau ersetzt werden musste. Die beschädigte Brücke befindet sich ca. 100 m dahinter. Hier beträgt die Durchfahrtshöhe 3 m, bei der Stahlträgerbrücke beträgt sie 3,2 m.
Da sich der Schaden an der dieser Brücke zugewandten Seite der Stahlträgerbrücke befindet, kann er nur von einem Fahrzeug verursacht worden sein, was vorher unter dieser Brücke durchgepasst haben muss, was nahezu ein Ding der Unmöglichkeit ist. Es sei denn, es handelte sich beim Verursacher um ein Baufahrzeug, dass zwischen den beiden Brücken "eingeschlossen" war.

Es gibt irgendwo im Internet eine Übersicht über den Zustand der Eisenbahnbrücken im Netz der DB. In Rheinland-Pfalz sind ca. 25% der Brücken so schwer geschädigt, dass die Schäden irreparabel sind und die Brücken durch Neubauten ersetzt werden müssten. Weitere 30% sind dringend sanierungsbedürftig. Der Anteil an Brücken der technisch in einwandfreien Zustand ist, ist erschreckend gering.
Ich vermute, dass diese beschädigte Brücke zur ersten Kategorie gehört. Sie liegt an der zweigleisigen Bahnstrecke zwischen Gau Algesheim und Gensingen. Über die Betonbrücke führt die Strecke von Bingen nach Gensingen. Güterverkehr gibt es hier seit fast 20 Jahren nicht mehr. Der Personenverkehr findet heute ausschließlich mit Triebwagen statt. Irgendwie typisch für den Zustand des Landes allgemein und der Bahn speziell...


mfG
Stefan Walter

Nachtrag: Die Strecke liegt hier in einer leichten Kurve, daher die Gleisüberhöhung. So kenne ich die Brücke noch aus der Dampflokzeit, die hier 1975 endete. Der "Maler" hatte scheinbar hatte scheinbar irgendwann keine Lust mehr weiter zu machen...
Man könnte fast meinen, dass der seitliche Aufprall gegen den Brückenträger den großen Stein rechts unter dem Widerlager gelockert hat und den flachen Stein links daneben gleich mit:
DSC07691.JPG



4-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.02.21 01:09.

Und wo ist jetzt der Hammer?

geschrieben von: bahnratefuchs

Datum: 21.02.21 13:57

Huhu.

Von wann stammt denn die jetzige Brücke?

Habe ich 1927 als Baujahr richtig recherchiert?

Ist doch schön, wenn dann mal rechtzeitig ein Neubau geplant wird.

Dass 2028 und 2030 völlig utopisch sind, ist natürlich klar.


Schöne Grüße von jörg
Ich vermute eher einen Fremdschaden mit Ärger mit der Versicherung, bzw. Hick-Hack weil die Versicherung den Neubau nicht (voll) bezahlen will.

Der Schaden ist logisch nicht zu erklären..

geschrieben von: Stefan Walter

Datum: 22.02.21 23:21

Hallo Tomy,

der Schaden an Träger und Laufsteg ist logisch nicht zu erklären, da er sich an der Seite der Brücke befindet, die der Betonbrücke zugewandt ist. Die Durchfahrthöhe unter dieser Betonbrücke ist aber 20 cm niedriger.

Wenn der seitliche "Anstoß" also durch ein zu hohes Fahrzeug "auf der Durchfahrt" verursacht worden ist, müßte es schon vorher an der Betonbrücke hängen geblieben sein. Der ganze Hergang ist mir rästelhaft....
Die einzig plausible Erklärung ist, dass es ein Baufahrzeug während dem Umbau gewesen sein muss.

An der Straße stehen übrigens zwei Hinweisschilder, gut 1,5 Kilometer vor den Brücken: Eins weißt auf 6 t maximal zulässiges Fahrzeuggewicht hin und das andere auf eine maximale Durchfahrthöhe von 3 m.

Diese Schilder allerdings haben aber vor ein paar Jahren es auch nicht geschafft, den Fahrer eines 40-Tonners vor der Einfahrt in diese Landstraße (Ockenheimer Chaussee) abzuhalten. Als ich morgens zur Arbeit fuhr, stand der vor der (Beton)brücke und hat gerade festgestellt, das die Karre nicht darunter durch passt. Irgendwo reinfahren zum wenden geht auch nicht (da gibt's nur enge, unbefestigte Feldwege), also durfte er wohl die ganzen 1,5 Kilometer mit seinem Container-Auflieger wieder rückwärts gefahren sien. Manche lernen's nur auf die harte Tour!


mfG
Stefan Walter
Ein örtlicher Fachbetrieb wie Meister Röhrich & sein Team hätten das Geländer wieder hingedengelt, das wäre danach wieder wie neu!


alles gut.jpg

Re: Der Schaden ist logisch nicht zu erklären..

geschrieben von: bauigel

Datum: 23.02.21 13:43

Stefan Walter schrieb
der Schaden an Träger und Laufsteg ist logisch nicht zu erklären, da er sich an der Seite der Brücke befindet, die der Betonbrücke zugewandt ist. Die Durchfahrthöhe unter dieser Betonbrücke ist aber 20 cm niedriger.
Hallo Stefan, dass die Durchfahrtshöhe mit 20cm weniger ausgeschildert ist, muss noch lange nicht heißen, dass es auch 20 cm weniger sind. Da ist immer ein Sicherheitsaufschlag drauf; und heute wird das etwas konsequenter gehandhabt und die Zahl etwas großzügiger abgerundet als früher. Im blödesten Fall (die eine Beschilderung nach ganz alter und die andere nach neuer Berechnung) könnte sogar die Brücke mit der niedrigeren Zahl bis zu 25 cm höher sein...

Stefan Walter schrieb
Wenn der seitliche "Anstoß" also durch ein zu hohes Fahrzeug "auf der Durchfahrt" verursacht worden ist, müßte es schon vorher an der Betonbrücke hängen geblieben sein. Der ganze Hergang ist mir rästelhaft.... Die einzig plausible Erklärung ist, dass es ein Baufahrzeug während dem Umbau gewesen sein muss.

Mir sind auf deinen Bildern zwei Dinge aufgefallen:
1. An der neuen Brücke scheint es straßenseitig eine Fahrbahnabsenkung zu geben. Da wird in der Regel für die Berechnung der zulässigen Fahrzeughöhe ein längeres Fahrzeug angesetzt (was genau hängt von der Straßenfunktion und -kategorie ab). Wenn das schädigende Fahrzeug (z. B. 2-Achs-Lkw mit Ladekran) kürzer war als das Bemessungsfahrzeug (z. B. 12m-Dreiachs-Lkw oder sogar Sattelzug), stand das dort tiefer in der Wanne und hatte nach oben mehr Luft als nachher an der alten Brücke auf ebener Straße.

2. Auf dem dritten Bild steht ein Verkehrszeichen "Fahrbahnverengung". Das müsste sich doch auf die Brücke beziehen? - und wäre damit das Todesurteil für die Brücke. Dann danach wäre die lichte Breite nach heutigem Straßenbauregelwerk nicht mehr ausreichend - und sobald der Bestandschutz erlischt, muss diese Breite hergestellt werden. Damit wäre die Brücke zwar weder ein technischer noch ein wirtschaftlicher Totalschaden, aber ein juristischer...

Re: Der Schaden ist logisch nicht zu erklären..

geschrieben von: Stefan Walter

Datum: 23.02.21 14:36

Die Durchfahrt unter der Brücke ist schon ziemlich eng, so dass sich 2 PKW da nicht begegnen können. Daher gilt in dem Bereich auch eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 km/h.

In der Bodenabsenkung stand früher auch schon mal nach einem kräftigen Regen das Wasser gut 30 cm hoch. Da man nebenan aber auch die Drainage saniert hat, nehme ich an, dass das behoben wurde.

Ein LKW hat da keine Chance darunter durchzukommen. Die Straße ist daher auch für KfZ über 6t Gesamtgewicht gesperrt (was aber den Experten, der mir mal mit seinem Containerauflieger begegnet ist, nicht davon abgehlaten hat, trotzdem in die Straße einzufahren).

Die Geschwindigkeitsbeschränkung von 50 km/h auf der anderen Seite der (beschädigten) Brücke (s. Foto) steht aber auch noch nicht so lange da.

Von oben sieht die Situation so aus: [www.google.de]
Hier sogar während der Bauphase aufgenommen.

mfG
Stefan Walter