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Guten Abend,

zur Kenntnis, da es noch niemand gepostet hat:
[wirtschaft.hessen.de]

Hervorhebungen von mir.

Grüße
Pinne46

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19.02.2021
Pressestelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen

Aartalbahn
Reaktivierung wird erneut geprüft


Die Bundesländer Hessen und Rheinland-Pfalz sowie die zuständigen Aufgabenträger im ÖPNV sind sich einig: Die Reaktivierung der Aartalbahn für den Schienenpersonennahverkehr entlang der ehemaligen Eisenbahnstrecke zwischen Wiesbaden und Diez bzw. Limburg an der Lahn soll im Rahmen einer Machbarkeitsuntersuchung neu überprüft werden. Anlass für diesen Vorstoß ist die Neufassung des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes des Bundes vom März vergangenen Jahres, in dem als neuer, gesonderter Fördertatbestand die Reaktivierung von Schienenstrecken aufgenommen wurde. Zwar hat der Bund noch nicht alle Förderkriterien bestimmt, dennoch soll parallel hierzu bereits mit der Untersuchung begonnen werden.

„Mit einer reaktivierten Aartalbahn können verkehrliche Wirkungen weit über Diez, Limburg sowie Wiesbaden und Mainz hinaus generiert und der schienengebundene Personennahverkehr entscheidend attraktiver gemacht werden“, sagten Hessens Staatssekretär Jens Deutschendorf und der rheinland-pfälzische Verkehrsstaatssekretär Andy Becht. „Durch die Reaktivierung kann ein durchgehender Schienenverkehr im Berufs-, Schüler- und Freizeitverkehr im gesamten Aartal realisiert und gleichsam die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden vom hohen Durchgangsverkehr mit einer Schienenalternative entlastet werden“, sagte Deutschendorf.

Auch für die rheinland-pfälzischen Regionen rund um Diez an der Lahn und Hahnstätten würde eine Reaktivierung der Aartalbahn eine verbesserte Anbindung an den ÖPNV von Diez über das Aartal bis nach Mainz bedeuten, so Becht. „Die Machbarkeitsstudie zur Reaktivierung ist ein klares Bekenntnis zur Stärkung der Schiene“, sagte Becht.

Das ist das zielgerichtete Ergebnis einer Videokonferenz der für das Verkehrsressort zuständigen Ministerien beiderseits des Rheins sowie des Rhein-Main-Verkehrsverbundes, des Zweckverbands Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord sowie der anliegenden Kreise und kreisfreien Städte, also Wiesbaden, die Landkreise Rheingau-Taunus und Rhein-Lahn und die Verbandsgemeinden Aar-Einrich und Diez als Eigentümer der Trasse in Rheinland-Pfalz. Alle Beteiligten sind sich darin einig, dass die Reaktivierung attraktive und zuverlässige Anschlüsse zum übrigen Eisenbahn- und Busnetz herstellen und damit ein Bestandteil des Deutschlandtaktes werden kann, an dessen schrittweiser Umsetzung gearbeitet wird. Die reaktivierte Strecke soll sich nahtlos einfügen in die bereits erzielten und künftig geplanten Verbesserungen im Mobilitätsangebot.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.02.21 12:03.
Jeden Tag auf einmal eine neue Pressemeldung - kurz vor der Wahl wird Andy Becht auf einmal aktiv.

Schade nur, dass er bis zum Ende der Legislaturperiode damit gewartet hat Absichten zu formulieren, die er in den vergangenen Jahren hätte angehen können.

Die Reaktivierung der Aartalbahn ist ja keine neue Idee, sondern wurde vielmehr in den vergangenen Jahren in RLP immer mehr aufs Abstellgleis geschoben - Stichwort NKU`s und Landesrechnungshof...

Gruß vom Signal
"Wahnsinn ist, wenn man immer wieder das Gleiche tut, aber andere Resultate erwartet."

Das Ergebnis der fehlenden Wirtschaftlichkeit wird sich auch mit der x-ten Machbarkeitsstudie nicht ändern.
Wenn man überhaupt die Wirtschaftlichkeit erreichen möchte geht das nur mit einem Minimalausbau um die Kosten so gering wie möglich zu halten.

Es würde also nur dort Kreuzungsbahnhöfe geben, wo dies fahrplantechnisch absolut notwendig wäre. Bei Verspätungen gibt es dann direkt Übertragungen auf den Gegenverkehr oder man wendet vorzeitig.

Um den Betrieb mit möglichst wenigen Fahrzeugen abwickeln zu können, wären Kurzwenden in Wiesbaden Hbf dann auch noch ein Thema.

Die potentiellen Kunden werden das dann ausprobieren und dann das weite suchen, wenn man irgendwo vorm Ziel rausgeschmissen wird bzw. der Verkehr nicht zuverlässig abgewickelt wird.

Bevor man so was umsetzt sollte man es daher besser bleiben lassen. Einen großzügigen Ausbau der Aartalbahn (da bin ich mir sicher) wird es jedenfalls nicht geben.
Hej,

es sind bald Wahlen - In Hessen Kommunalwahlen und Rheinland-Pfalz Landtagswahlen.

Anders ist das plötzliche Interesse der Politik nicht zu erklären...

Gruß
Tz 4683
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Hallo,
nachdem die meterspurige Stadtbahn gescheitert ist, ist es nicht nur Wahlkampfzeit, sondern auch Nachdenkzeit.
Und es gibt sicher einige Planer, die sich vom Wiesbadener Bürgerentscheid nicht schockieren lassen.
Vielleicht ist ja eine Normalspurbahn doch die erfolgversprechendere Variante. Auch die kann, wenn sie erst einmal da ist, im Norden in die Stadt fahren und am Hauptbahnof wieder auf die Gleise der S-Bahn wechseln. Und das auch ohne den in den Städten so verhassten Fahrdraht. Auch in Kassel hat es einige Jahrzehnte gedauert, bis man kapiert hat, dass der Kopfbahnhof ja zu ebener Erde liegt... Und in Aachen läuft die Entwicklung auch in diese Richtung.
Der zweite Vorteil ist, dass eine solche Durchmesservariante möglicherweise nicht durch einen Bürgerentscheid blockiert werden kann, weil es eben ein Regionalbahnprojekt wird.
Wo ein Wille ist, ist ein Weg - und ein Gutachten, dass die Wirtschaftlichkeit nachweist. Und sei es mit dem Minimalausbau.
Man muss nur in Jahrzehnten denken, um solche Projekte zum Laufen zu bringen.
Der D-Takter
Hallo D-Takter,
die Erkenntnis, in Jahrzehnten zu denken, entspricht ja auch der Wirklichkeit, wenn man die Zeithorizonte für einfachste
Planungen zur Kenntnis nimmt. Das könnte auch eine Chance sein, denn in diesen Zeiten können sich Meinungen schon
nachhaltig ändern. Durch immer einschneidendere Schadstoffgrenzen und Umweltauflagen wird der schienengebundene
ÖPNV in Ballungsräumen immer "bessere Karten" bekommen und es wird ja auch der Generationswechsel dazu beitragen,
daß die Bedeutung des eigenen Autos abnehmen wird. Intelligente Lösungen wie Karlsruhe, Kassel und Saarbrücken,
die Umland und Stadt verzahnen, könnten dann auch bei der Reaktivierung den entscheidenden Schub geben.
Langer Atem ist beim Bohren dicker Bretter angesagt.
Grüße vom See