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Fabrik mit Firmenanschluß

Ich hab schon seit Jahren z. Bsp. keinen Zug mehr zum Opelwerk in Rüsselsheim gefahren. Allgemein wird das 'ne schwierige Nummer mit der Rückkehr zur Schiene.

Beste Grüße HuH
Handrad- u. Hebelbediener schrieb:
Fabrik mit Firmenanschluß

Ich hab schon seit Jahren z. Bsp. keinen Zug mehr zum Opelwerk in Rüsselsheim gefahren. Allgemein wird das 'ne schwierige Nummer mit der Rückkehr zur Schiene.

Beste Grüße HuH
Das Thema Gleisanschlüsse wird vermutlich so lange nicht vernünftig funktionieren, so lange für eine Straßensanierung (in der Regel) nicht gezahlt werden muss, für den Austausch einer Weiche zum Gleisanschluss aber massiv. Meistens sind es ja die Investitionskosten und Forderungen seitens DB Netz, die den Anschließern den Garaus machen.

Somit wäre eine Herauslösung der Infrastruktur zurück an den Bund für das Thema Gleisanschlüsse möglicherweise die einzig realistische Chance, in Zukunft wieder zu wachsen.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
Murrtalbahner schrieb:
Handrad- u. Hebelbediener schrieb:
Fabrik mit Firmenanschluß

Ich hab schon seit Jahren z. Bsp. keinen Zug mehr zum Opelwerk in Rüsselsheim gefahren. Allgemein wird das 'ne schwierige Nummer mit der Rückkehr zur Schiene.

Beste Grüße HuH
Das Thema Gleisanschlüsse wird vermutlich so lange nicht vernünftig funktionieren, so lange für eine Straßensanierung (in der Regel) nicht gezahlt werden muss, für den Austausch einer Weiche zum Gleisanschluss aber massiv. Meistens sind es ja die Investitionskosten und Forderungen seitens DB Netz, die den Anschließern den Garaus machen.
Es geht ja noch weiter. Das EVU, dass einen Gleisanschluss anfährt, zahlt bis zur Infrastrukturgrenze des GA Trassengebühren. Ein LKW zahlt Maut auf den Autobahnen und Bundesstraßen, sobald diese Verkehrswege verlassen werden, war es das.
Steuerbelastungen und Lohnkosten einmal außen vor gelassen.

Grüße aus dem Nordwesten
Sebastian
Murrtalbahner schrieb:
Das Thema Gleisanschlüsse wird vermutlich so lange nicht vernünftig funktionieren, so lange für eine Straßensanierung (in der Regel) nicht gezahlt werden muss, für den Austausch einer Weiche zum Gleisanschluss aber massiv. Meistens sind es ja die Investitionskosten und Forderungen seitens DB Netz, die den Anschließern den Garaus machen.

Manche Gemeinden erheben Straßenausbaubeiträge (geht wohl nur, wenn bei der Sanierung auch eine Verbesserung erfolgt). Die können selbst für ein Einfamilienhaus auch mal 100k€ erreichen. Aber im Gegensatz zum Gleisanschluss gibt es keine Möglichkeit durch Verzicht auf den Straßenanschluss die Kosten zu vermeiden.

Träumen darf man ja noch.

geschrieben von: Lalu

Datum: 19.02.21 12:29

Murrtalbahner schrieb:
Somit wäre eine Herauslösung der Infrastruktur zurück an den Bund für das Thema Gleisanschlüsse möglicherweise die einzig realistische Chance, in Zukunft wieder zu wachsen.
Hallo,

das ist aber auch nur ein frommer Wunsch. Die Infrastruktur der DB gehört immer noch dem „Bund“. Und das ändert sich vermutlich auch auf absehbare Zeit nicht. Wenn also der Bund dies möchte, dann würde er schon lange gesetzliche Grundlagen zu diesem Zweck erlassen können. Das möchte er aber offensichtlich nicht. Stattdessen lebt man weiter in der 183 jährigen Tradition des §29 des Preußischen „Gesetzes über die Eisenbahn-Unternehmungen“. [www.lwl.org] Und verlangt die „Selbstfinanzierung“ der Eisenbahn.

Grüße,
Lalu



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.02.21 12:41.
Doch, seine Firma nach Baden-Württemberg zu verlagern :D
Hier ist sowas nicht vorgesehen, ich meine sogar von so hoher Stelle wie der Landesverfassung.
Und ich glaube auch nicht daß es irgendwie funktionieren würde, ohne daß der Bürgermeister der sowas anstößt auf den nächsten Dorffest von den Betroffenen verprügelt werden würde oder dergleichen.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif
Der Betreff war sehr irreführend plakativ.

Es ist doch nur ein Zeitungsartikel und es gibt Förderprogramme.
Aber es gibt keine Strafen für LKW-Verladung obwohl es eine Eisenbahnalternative gäbe, weil Zehntel Euro Kosten pro Tonne gespart werden können und der Zulieferer seinen Gleisanschluss verloren hat.
Anpassung aller Kosten für den LKW Verkehr.
Das nachweisen für den Standplatz jedes LKW auf Firmen- oder Mietgelände sowie für die Vorhaltung von Rast-/Ruheplätzen für das Speditionsgewerbe. Die Übernahme sämtlicher Kosten für die Sicherstellung der Sozialkosten für die LKW Fahrer. Pausen-/Wasch-/Umkleide-Übernachtungsräume. Durchsetzung der Regelungen für das Abstellen von LKW im öffentlichen Straßenland (Verbot dieses in Wohngebieten zu tun). Vorhaltung von Flächen zur Be-/Entladung sowie Bereitstellung der Entladung dieser, auf den Gelände der Versender/Empfänger dieser Frachten.
Für all das müssen EVU zahlen, warum aber bekommt das Gummifuhrgewerbe das Abgabefrei bzw. vom Steuerzahler finanziert?
So könnte das Preis-/Leistungsgefüge für Empfänger und Versender doch wesentlich verändert werden, sowie die Entscheidungen zur Schiene gefördert werden.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!
Pio schrieb:
Anpassung aller Kosten für den LKW Verkehr.
Das nachweisen für den Standplatz jedes LKW auf Firmen- oder Mietgelände sowie für die Vorhaltung von Rast-/Ruheplätzen für das Speditionsgewerbe. Die Übernahme sämtlicher Kosten für die Sicherstellung der Sozialkosten für die LKW Fahrer. Pausen-/Wasch-/Umkleide-Übernachtungsräume. Durchsetzung der Regelungen für das Abstellen von LKW im öffentlichen Straßenland (Verbot dieses in Wohngebieten zu tun). Vorhaltung von Flächen zur Be-/Entladung sowie Bereitstellung der Entladung dieser, auf den Gelände der Versender/Empfänger dieser Frachten.
Für all das müssen EVU zahlen, warum aber bekommt das Gummifuhrgewerbe das Abgabefrei bzw. vom Steuerzahler finanziert?
So könnte das Preis-/Leistungsgefüge für Empfänger und Versender doch wesentlich verändert werden, sowie die Entscheidungen zur Schiene gefördert werden.
Dieses - auch Kostenwahrheit genannt - wird mit Sicherheit leider nicht kommen, weil die Autolobby mit ihren Geldscheinchen die Politiker beeinflusst. Die meisten Politiker wollen sich doch ein schönes Pöstchen nach ihrer Amtszeit sichern. Und das kann man nun mal nicht mit der Bahn.
De David schrieb:
Doch, seine Firma nach Baden-Württemberg zu verlagern :D
Hier ist sowas nicht vorgesehen, ich meine sogar von so hoher Stelle wie der Landesverfassung.
Und ich glaube auch nicht daß es irgendwie funktionieren würde, ohne daß der Bürgermeister der sowas anstößt auf den nächsten Dorffest von den Betroffenen verprügelt werden würde oder dergleichen.
Straßenbaubeiträge haben wir in der Tat nicht. Erschließungsbeiträge aber sehr wohl. Auch in der genannten Höhe. Die können auch für Ersatz-Neubauten erhoben werden.
Was ein Unfug. Der Vorwurf der Bestechlichkeit durch eine Lkw Lobby ist unbelegt und auch nicht besonders plausibel. Im übrigen kommen gerade bei der Bahn zahlreiche ehemalige Politiker unter.

Etwas mehr Sachlichkeit und weniger Polemik, bitte!
VT schrieb:
De David schrieb:
Doch, seine Firma nach Baden-Württemberg zu verlagern :D
Hier ist sowas nicht vorgesehen, ich meine sogar von so hoher Stelle wie der Landesverfassung.
Und ich glaube auch nicht daß es irgendwie funktionieren würde, ohne daß der Bürgermeister der sowas anstößt auf den nächsten Dorffest von den Betroffenen verprügelt werden würde oder dergleichen.
Straßenbaubeiträge haben wir in der Tat nicht. Erschließungsbeiträge aber sehr wohl. Auch in der genannten Höhe. Die können auch für Ersatz-Neubauten erhoben werden.
Doch NRW hat die teilweise noch. Aber da heulen die Leute dann rum, dass die so hoch sind. Da wird dann das erste mal der meine Deutsche merken, dass Straße und MIV doch nicht so günstig ist. Die meisten gehen ja ganz naiv immer nur von den Spritkosten aus, um die Km-Kosten zu berechnen ...
VT schrieb:
De David schrieb:
Doch, seine Firma nach Baden-Württemberg zu verlagern :D
Hier ist sowas nicht vorgesehen, ich meine sogar von so hoher Stelle wie der Landesverfassung.
Und ich glaube auch nicht daß es irgendwie funktionieren würde, ohne daß der Bürgermeister der sowas anstößt auf den nächsten Dorffest von den Betroffenen verprügelt werden würde oder dergleichen.
Straßenbaubeiträge haben wir in der Tat nicht. Erschließungsbeiträge aber sehr wohl. Auch in der genannten Höhe. Die können auch für Ersatz-Neubauten erhoben werden.
Doch NRW hat die teilweise noch. Aber da heulen die Leute dann rum, dass die so hoch sind. Da wird dann das erste mal der gemeine Deutsche merken, dass Straße und MIV doch nicht so günstig ist. Die meisten gehen ja ganz naiv immer nur von den Spritkosten aus, um die Km-Kosten zu berechnen ...
Elztalbahn schrieb:
Manche Gemeinden erheben Straßenausbaubeiträge (geht wohl nur, wenn bei der Sanierung auch eine Verbesserung erfolgt). Die können selbst für ein Einfamilienhaus auch mal 100k€ erreichen. Aber im Gegensatz zum Gleisanschluss gibt es keine Möglichkeit durch Verzicht auf den Straßenanschluss die Kosten zu vermeiden.
Hi,

das ist eine der größten Frechheiten die es in diesem Land gibt. Man zahlt europaweit mit die höchsten Steuern, und darf dann je nach Grundstücksgröße noch mehrere 10.000 bis 100.000€ für die Sanierung einer öffentlichen Straße bezahlen, die dann nach dem Ausbau nicht nur von den Anliegern sondern von allen benutzt werden darf.
Gleichzeitig schmeißt unser Verkehrsminister Millionen aus dem Fenster anstatt das Geld auf irgendeinem Wege den Kommunen zur Verfügung zu stellen, da wird sich sicher ein Weg finden, wenn man möchte.

Gruß Marc

https://live.staticflickr.com/65535/48978975778_c5495bddc4.jpg
Bei der Erschließung wird ja auch neue Infrastruktur gebaut wo bisher keine war. Das kann man ja von mir aus auf die Anlieger umlegen, die haben ja einen Mehrwert wenn ihre Grundstücke plötzlich an alle Infrastruktur angeschlossen sind, statt nur Äcker in der Walachei zu sein.
Aber beim Bestand... Und so kaputt daß der unbedingt neu gemacht werden muss ist er in den seltensten fällen. Und die Leute juckt es idr. ja auch nicht wenn sie es selber zahlen sollen, auf Anwohnerstraßen wird sowieso nicht schnell gefahren, da tuts für die auch ein besserer Feldweg wo es schaukelt und schüttelt, ehe man sich so ein Kosten-Klotz ans Bein bindet.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif
Zum Opelwerk gehen keine Züge mehr? Das kann doch gar nicht wahr sein. Die haben doch sogar eine Werkbahn dort, und sämtliche Autobauer nutzen doch die Bahn, warum denn dann Opel nicht mehr?
De David schrieb:
.
Aber beim Bestand... Und so kaputt daß der unbedingt neu gemacht werden muss ist er in den seltensten fällen. Und die Leute juckt es idr. ja auch nicht wenn sie es selber zahlen sollen, auf Anwohnerstraßen wird sowieso nicht schnell gefahren, da tuts für die auch ein besserer Feldweg wo es schaukelt und schüttelt, ehe man sich so ein Kosten-Klotz ans Bein bindet.
Die müssen da nichtmal gefragt werden... Richtig gut ist, wenn dein Grundstück an mehreren Seiten an Straßen angrenzt.
Ja aber wie gesagt, völlig unüblich in Baden-Württemberg. Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen daß man es jemals macht. Vorallem in Württemberg bei den sparsamen Schwaben... Die ja schon wegen einem in ihren Augen zu teuren Bahnhof völlig eskallieren. Wenns so wäre, wette ich, wäre der Plamer Senior damals gewählt worden :D

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Dann soll "die Bahn" den Firmen mal Angebote machen.

geschrieben von: Nietenreko

Datum: 20.02.21 08:11

In den Unternehmen sitzen überall an den entscheidenden Stellen Leute, die verdammt gut rechnen können, und wenn man die überzeugen kann, daß das Angebot für sie von Interesse ist, dann wird das auch was mit der Bahnverladung. Entgegen der hier herrschenden Fuzzy-Meinung spielt dabei übrigens nicht der niedrigste Preis eine Rolle, sondern der größte Nutzen für das Unternehmen. Die Voraussetzungen, um gute Angebote abgeben zu können, kann allerdings nur "die Bahn" selber schaffen, und da hat sie noch einiges zu tun. Naürlich kann und soll und muß sie dazu auch die Politik beeinflussen, aber daß sie das kann, hat sie ja in der Vergangenheit bei anderen Gelegenheiten zur Genüge bewiesen.

Hinweis: Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten.

Das ist absolut üblich und an der Tagesordnung. Die Städte müssen das sogar machen. Es geht hier um den Vorteilsausgleich, für den Vorteil und die Wertsteigerung den die Eigner von Grundstücken erfahren. Der andere Punkt ist, dass Gemeinden Schwierigkeiten bekommen, wenn sie auf auf diese Einnahmen verzichten und trotzdem Zuweisungen erhalten wollen.


Es gibt auch schon eine Bürgerinitiative dagegen[erschliessungsbeitrag-bw.de]

Re: Straßenausbaukosten/Anwohnerbeteiligung???

geschrieben von: Pio

Datum: 20.02.21 10:05

Wobei man bei Erschließungsbeiträgen, Straßenausbau und ähnlichem oft auch vortrefflich darüber Streiten kann, ob es sich um eine Wertsteigerung oder eine Wertminderung der Anliegergrundstücke handelt. Denn Straßenausbau hat sehr oft nichts mit einer Wertsteigerung der Grundstücke zu tun, sondern wirkt sich sehr oft sehr negativ auf Anwohner und Grundwert aus. Und wenn die Anlieger für diese Verschlechterung oft noch mit enormen Summen belastet werden, ist der Unmut darüber verständlich. Zumal sehr oft notwendige Erneuerungs- und Instandhaltungsmaßnahmen (in ihrer Kostenkalkulation für den Endkunden bereits enthalten) der unterirdischen Ver-/Entsorgungsbetriebe und Leitungsbetreiber, unter dem Punkt "Umverlegungskosten" mit versteckt werden, praktisch vom Endkunden durch Bezugspreis und Staats-/Komunalabgaben doppelt zu zahlen sind. Aber das ist ja nur der Bürger der dort gemolken wird.
Den Betrieben, welche dieses Komunalangebot zur Einnahmemaximierung praktisch umsonst, oder sogar noch gefördert als Ansiedlungsanreiz auf der grünen Wiese geboten wird, den wird der goldene Handschlag faktisch gratis geboten. Bei Ansiedelung ohne Gleisanschluß sollten hier Schwerverkehrsabgaben der Kommunen, je gelieferter/ausgelieferter Tonne Ware erhoben werden. Zu zahlen durch Spediteur/Empfänger/Versender. Genauso ist zu fordern, das entsprechender Stauraum auf den Firmengelände für Speditionsfahrzeuge welche nicht be-/entladen werden könne vorzuhalten ist. Hier würden sich dadurch auch die Abfertigungsbereitschaft der Empfänger/Versender erheblich verbessern, aber es würde sich auch viel Druck von den Fahrern der LKW nehmen lassen, da diese nicht unbedingt bis, oder nur ab, dort für die Abfertigung an-/abfahren können. Das würde wiederum sehr zur Verkehrssicherheit, als auch zu einer Entzerrung der Verkehrsbelastung führen. All diese Bedingungen müssen ja beim Bahnverkehr auch bezahlt und vorgehalten werden. Und die Kostenrechnung würde zwischen Straßengüter-/Schienengüterverkehr anders aussehen. Statt Bahnflächen für den Wohnungsbau (mit verschandelden Lärmschutz) zu erschließen (mit weiterem Konfliktpotential), sollten die Flächen ausschließlich für Gewerbe mit Schienenanbindung genutzt werden, statt auf der grünen Wiese, weiter die Landschaft zu zerstören. Gemacht wird es aber leider genau umgedreht.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.02.21 10:29.
"fünf moderne, knallgelb lackierte Diesel-Loks"

Herrlich! Ich mag es, wenn Journalisten bis ins Detail recherchieren.... Wenn man dann wenigstens eine der MaK-Loks abgebildet hätte. Die sind "nur" 37 Jahre alt!

Gruß

Raphael
Wobei Bayern insgesamt im Modal Split beim SGV ganz gut aufgestellt ist.
BaWü, NRW und Hessen z.B. sind da deutlich ärgere Sorgenkinder.
Ich hatte es schon mal andernorts geschrieben. Die CSU war insofern immer etwas paradox, dass sie verbal weit weniger Bahnfreundlich waren als viele andere. Waren beim Straßenbau auch keine Kinder von Traurigkeit. De Facto haben sie aber in Bayern aber weniger Strecken stillgelegt als in verbal deutlich Bahnfreundlicheren Ländern/Regionen und auch in der Fläche gibt es noch einigen SGV, der andernorts komplett ausgerottet wurde.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.02.21 12:12.
Bruder_T schrieb:
Zum Opelwerk gehen keine Züge mehr? Das kann doch gar nicht wahr sein. Die haben doch sogar eine Werkbahn dort, und sämtliche Autobauer nutzen doch die Bahn, warum denn dann Opel nicht mehr?

Opelwerk in Eisenach hat keinen mehr.
Würde mich auch interessieren wie es bei anderen Opelwerken aussieht,Kaiserslautern,Rüsselsheim...?
Dann soll sie auch nur in Bayern regieren und das restliche Deutschland in Frieden lassen.

http://www.bilder-hochladen.net/files/5eof-67-63dc.jpg
In Baden ist es aber arg viel weniger wenn man die Karte ansieht, und Südbaden schon gar. Daher meine ich ja, unüblich.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Re: Straßenausbaukosten/Anwohnerbeteiligung???

geschrieben von: De David

Datum: 20.02.21 12:35

Genau das ist auch ein Problem, aufder Straße ist alles umsonst, und alle erwarten daß umsonst noch viel mehr gebaut wird. Und jammern immer über fehlende Parkplätze usw, als wäre es aufgabe der Allgemeinheit den Lkw-Speditionen kostenlose Parkplätze zu bauen... Sollen doch selber Land kaufen und eigene Parkplätze für ihre Karren bauen, da hindert sie ja auch niemand dran!

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif
...denn ich kann mir nicht vorstellen, daß du wirklich willst, daß die europäischen Speditionen hektarweise Land entlang der europäischen Autobahnen kaufen, um dort ihre LKW abzustellen, wenn die Lenkzeit der Fahrer zu Ende ist. Wenn der Gesetzgeber will, daß die Fahrer die Sozialvorschriften einhalten, muß er ihnen das auch ermöglichen. Die Parkerei für LKW-Fahrer ist so schon schlimm genug, jetzt noch unnötig Fahrzeitüberschreitungen und Parkplatz-Suchverkehr zu generieren, nur weil die Jungs da, wo sie gerade sind, nicht stehen dürfen, ist ökologisch und sozial kontraproduktiv. Abgesehen davon ist der Straßengüterverkehr die einzige Branche, die überhaupt etwas für die Straßenbenutzung zahlt, alle anderen Branchen nutzen die Straßen kostenlos.

Nur mal zum Drübernachdenken: Wir alle können nur deshalb so leben, wie wir leben, da leben, wo wir leben, und dort arbeiten, wo wir wollen, weil uns der LKW alles und noch viel mehr hinterherfährt und auch unsere Sch... wieder abholt. Der Nutzen aber, den diese Nutz-Fahrzeuge für uns alle haben, wird bei all diesen Diskussionen um Kosten, Ökologie und was weiß ich alles immer geflissentlich unterschlagen. Daß die Bahn in diesem Konzert keine Rolle mehr spielt, ist aber nicht - ich betone: nicht - Schuld der Güterkraftverkehrsbranche!

Hinweis: Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten.

Re: Das hast du wohl nur etwas unüberlegt dahergesagt,...

geschrieben von: Henra

Datum: 20.02.21 15:35

Nietenreko schrieb:
Daß die Bahn in diesem Konzert keine Rolle mehr spielt, ist aber nicht - ich betone: nicht - Schuld der Güterkraftverkehrsbranche!
Naja, ganz so ist es ja nicht.
Anders als im Personenverkehr (wo sie bezogen auf den Gesamtverkehrsmarkt faktisch bedeutungslos ist) spielt sie im Güterverkehr ja noch eine Rolle.
Trotzdem sollte und müsste da noch mehr gehen.
Die Parkplätze sind ein weniger gutes Beispiel für Wettbewerbsverzerrung zu Gunsten des LKW. Ungerecht wird es dadurch, dass die Bahn im umgekehrten Falle jeden Stellplatz selber bauen und bezahlen muss.
Da müsste viel mehr durch die Allgemeinheit übernommen werden, insbesondere bei Anschlussgleisen und Weichen. Ein bisschen was wird da ja schon gemacht aber auch da ginge noch mehr.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.02.21 15:38.

Re: Straßenausbaukosten/Anwohnerbeteiligung???

geschrieben von: PKP Cargo

Datum: 20.02.21 15:58

De David schrieb:
Genau das ist auch ein Problem, aufder Straße ist alles umsonst, und alle erwarten daß umsonst noch viel mehr gebaut wird. Und jammern immer über fehlende Parkplätze usw, als wäre es aufgabe der Allgemeinheit den Lkw-Speditionen kostenlose Parkplätze zu bauen... Sollen doch selber Land kaufen und eigene Parkplätze für ihre Karren bauen, da hindert sie ja auch niemand dran!
Hi,

in Deutschland ist nichts umsonst, auch auf der Straße nicht. Lkw zahlen auf Autobahnen und einigen Bundesstraßen Maut, also haben sie auch ein Recht einen Parkplatz zu nutzen, die auch von Autofahrern genutzt werden die keine Maut zahlen😉 Der Ausbau der Lkw- Parkplätze ist Aufgabe des Bundes, und von den 61 Mio. die der unfähige Verkehrsminister für Berater aus dem Fenster geworfen hat, hätte man tausende Parkplätze bauen können.

Gruß Marc

https://live.staticflickr.com/65535/48978975778_c5495bddc4.jpg

Re:Nö, evtl. nur ein klein wenig weiter gedacht.

geschrieben von: Pio

Datum: 20.02.21 16:37

Die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers gebietet es die gesetzlichen und sozialen Rahmenbedingungen für seine Arbeitnehmer sicherzustellen.
Außerdem werden doch gerade massenweise Flächen an den Bundesautobahnen und Bundesstraßen durch Speditionen und Logistikfirmen verbraucht, versersigelt und der Natur entzogen. Während auf der anderen Seite riesige Industrie und Bahnbrachen in Siedlungsgebieten ungenutzt dahinsichen oder ungenutzt werden. Auch wird durch die dezentrale Lage der meisten neu geschaffenen Logistic und Gewerbeflächen, am Rand oder abseits jeglicher Siedlungsstrukturen, zusätzlicher MIV erzeugt. Nur selten sind diese Flächen an den ÖPNV angeschlossen. Und allein die Kostenfrage für die Hektarweise zu erwebenden Flächen, würden genau das nicht ermöglichen. Andererseits könnten die Spediteure ihre Flächen/Sozialeinrichtungen gegenseitig zur Nutzung frei geben. Wenn für jeden LKW ein Stellplatz nachzuweisen ist, dürfte diese Rechnung aufgehen. Ist der LKW unterwegs, könnte er ja die Plätze der anderen LKW nutzen, welche ebenfalls unterwegs sind. Ja Kostengleichheit für alle Verkehrsmittel führt zu einer realen Sicht auf die Situationen.
Und da gibt es bei anderen Transportmitteln noch die Frage auf die Steuerbelastung. Wenn alle gleich Besteuert werden, würde das durch die ganze Welt fliegen von Centartikeln auch eingeschränkt werden.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.02.21 16:38.
Doch schon. Eisenbahnen müssen auch für die Infrastruktur auf der sue ihr Zeug parken bezahlen,und nicht nur Trassengebühren für den Fahrweg. Warum sollen LKW also umsonst auf Kosten der Allgemeinheit parken dürfen? Da würden sich dann sicher schnell Firmen finden, die zusätzliche Rastanlagen bauen (Flying-J aus den USA z.B. wollte vor der Finanzkrise ja in Deutschland was starten, sind dann aber bankrott gegangen ), wenn alleine durch das parken (ohne weitere Dienstleistung) schon Einnahmen rein kommen, wenns nirgendwo mehr umsonst Parkmöglichkeiten gäbe.
Und es gäbe ja noch die Möglichkeit die Abläufe so zu planen, daß gar kein großes parken erforderlich ist, wenn man die Gebühren sparen will. Was die Eisenbahnen ebenfalls tun.
Und ich wette Binnenschiffer können auf den Wasserwegen auch nicht einfach so umsonst ankern wie sie lustig sind,sondern haben da auch Liegegebühren zu entrichten.
Und die Airlines der Luftfahrt erst recht, wenn sie mal irgendwo auf dem Flughafen eine vorübergehend nicht benötigte Maschine abstellen wollen.

Warum also sie Lkw? Würde Imho nur die Rahmenbedingungen im Wettbewerb der verkehrssysteme angleichen.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Deswegen wird ja differenziert

geschrieben von: Peter

Datum: 20.02.21 17:34

Hallo!

Pio schrieb:
Wobei man bei Erschließungsbeiträgen, Straßenausbau und ähnlichem oft auch vortrefflich darüber Streiten kann, ob es sich um eine Wertsteigerung oder eine Wertminderung der Anliegergrundstücke handelt. Denn Straßenausbau hat sehr oft nichts mit einer Wertsteigerung der Grundstücke zu tun, sondern wirkt sich sehr oft sehr negativ auf Anwohner und Grundwert aus. Und wenn die Anlieger für diese Verschlechterung oft noch mit enormen Summen belastet werden, ist der Unmut darüber verständlich.
Aus diesem Grund wird ja (zumindest in manchen Bundeslaendern) differenziert nach der Ordnung der STrasse (also ihrer Funktion):
Je groesser das Allgemeininteresse, desto weniger zahlen die Anlieger.
Je kleiner das Allgemeininteresse, desto mehr zahlen die Anlieger (da deren Interesse ueberwiegt; etwa bei einer Sackgasse, die nur den Anliegern dient).

Eine Verschlechterung erfolgt durch die Erschliessung i. d. R. nicht und ein Verzicht auf Erschliessung iust auch nicht im Interesse der Anwohner (wer will schon wie einst an einer sandigen (im Sommer staubigen, im Winer schlammigen) ausgefahrenen Piste wohnen? Und wenn der Muellwagen oder der Heizoel-Laster nicht mehr kommen, wird auch wieder gemeckert...

Gruss

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.
(Merke: Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer)

***** Friends help you move. True friends help you move bodies. *****

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind: Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen - und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Seit einiger Zeit biete ich sogar (gegen einen kleinen Obolus) auch Patenschaften fuer meine Fehler an.
Hallo,

Murrtalbahner schrieb:
Handrad- u. Hebelbediener schrieb:
Das Thema Gleisanschlüsse wird vermutlich so lange nicht vernünftig funktionieren, so lange für eine Straßensanierung (in der Regel) nicht gezahlt werden muss, für den Austausch einer Weiche zum Gleisanschluss aber massiv. Meistens sind es ja die Investitionskosten und Forderungen seitens DB Netz, die den Anschließern den Garaus machen.

Somit wäre eine Herauslösung der Infrastruktur zurück an den Bund für das Thema Gleisanschlüsse möglicherweise die einzig realistische Chance, in Zukunft wieder zu wachsen.
das klingt, als ob hier ein Vorteil der Trennung von Netz und Betrieb unerkannt schlummert?
Sobald Schiene wie Straße öffentlich ist und der Transport privat -
könnte man dann mit dem Gleichheitsgrundsatz im Gepäck auch die Finanzierungsregeln "harmonisieren" -
entsprechend der Formel "Straße frei = Gleisanschluss frei" ?

Das wär's! Oder ist zu einfach?

Beste Grüße, InterRailer26+
"Opelwerk in Eisenach hat keinen mehr."

-

Falsch, Opel-Eisenach ist zugtechnisch 5x/Woche via Basel mit der Mutter in Frankreich verbunden.
Der Schreier schrieb:
Falsch, Opel-Eisenach ist zugtechnisch 5x/Woche via Basel mit der Mutter in Frankreich verbunden.
Ach spannend! Es hieß doch mal der Anschluss in Eisenach sollte komplett rückgebaut werden. Hat die Vernunft doch gesiegt?
Hallo!

freighttrain schrieb:
Bruder_T schrieb:
Zum Opelwerk gehen keine Züge mehr? Das kann doch gar nicht wahr sein. Die haben doch sogar eine Werkbahn dort, und sämtliche Autobauer nutzen doch die Bahn, warum denn dann Opel nicht mehr?
Opelwerk in Eisenach hat keinen mehr.
Würde mich auch interessieren wie es bei anderen Opelwerken aussieht,Kaiserslautern,Rüsselsheim...?
KL hat noch eine Werkbahn mit Anschluss in Einsiedlerhof.

Besten Gruss

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.
(Merke: Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer)

***** Friends help you move. True friends help you move bodies. *****

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind: Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen - und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Seit einiger Zeit biete ich sogar (gegen einen kleinen Obolus) auch Patenschaften fuer meine Fehler an.

Falsch!

geschrieben von: Peter

Datum: 20.02.21 19:04

Hallo!

De David schrieb:
Doch schon. Eisenbahnen müssen auch für die Infrastruktur auf der sue ihr Zeug parken bezahlen,und nicht nur Trassengebühren für den Fahrweg. Warum sollen LKW also umsonst auf Kosten der Allgemeinheit parken dürfen? (...)
Warum also sie Lkw? Würde Imho nur die Rahmenbedingungen im Wettbewerb der verkehrssysteme angleichen.
Tun sie doch - sie zahlen zweimal, naemlich einmal Kfz-Steuer und zweitens LKW-Maut.
Und im Gegensatz zur Eisenbahn, die jahrzehntelang als Bundesbehoerde keine Steuern zahlte und fuer die die meiste Infrastruktur in jener Zeit erbaut wurde, zahlen Gueterkraftverkehrsunternehmen seit jeher Mehrwertsteuer, Gewerbesteuer, Unternehmenssteuern usw. usf.

Heutzutage ist zwar auch die DB AG ein Unternehmen, doch von den 150 Jahren zuvor profitiert sie ja immer noch (Liegenschaften und Strecken).

EDIT: Das ist ein weiteres Argument fuer die Trennung von Netz und Betrieb - genau wie Strassen, Wasserwege und Luftraumueberwachung gehoert das Schienennetz samt Stationen und Kartenverkauf in die Haende eines neutralen Betreibers, nicht in den Konzern. /EDIT

Gruss

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.
(Merke: Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer)

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Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind: Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen - und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Seit einiger Zeit biete ich sogar (gegen einen kleinen Obolus) auch Patenschaften fuer meine Fehler an.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.02.21 19:06.

Re: Straßenbaubeiträge und Gleisanschlüsse

geschrieben von: andreas +

Datum: 20.02.21 19:26

traktionsumrichter schrieb:
Aber da heulen die Leute dann rum, dass die so hoch sind. Da wird dann das erste mal der meine Deutsche merken, dass Straße und MIV doch nicht so günstig ist. Die meisten gehen ja ganz naiv immer nur von den Spritkosten aus, um die Km-Kosten zu berechnen ...
Sorry, aber ganz falsche Sichtweise; Straßenbaubeiträge müssen auch die Anlieger zahlen, die 'gar keine Auto haben'.

Re: ... differenziert

geschrieben von: andreas +

Datum: 20.02.21 19:38

Peter schrieb:
Eine Verschlechterung erfolgt durch die Erschliessung i. d. R. nicht und ein Verzicht auf Erschliessung iust auch nicht im Interesse der Anwohner (wer will schon wie einst an einer sandigen (im Sommer staubigen, im Winer schlammigen) ausgefahrenen Piste wohnen? Und wenn der Muellwagen oder der Heizoel-Laster nicht mehr kommen, wird auch wieder gemeckert...
So einfach ist das aber nicht zu sehen; (Erst-)Erschließung (d.h. Neubau einer Straße) und Straßenausbaubeiträge zur Snierung einer Straße sind ganz verschiedene Dinge!
Hier ging es um die Kosten der Sanierung. Wenn diese Kosten von den Anliegern zu tragen sind, neigen manche Kommunen zu sog. Luxussanierung; z.B. statt einer Asphaltdecke (die allen genügen würde) lieber doch farblich differenziertes Verbundpflaster mit abgesetzten Parkbuchten und Blumenrabatten ("kost' die Gemeinde ja nix, zahlen eh die Anlieger").

Re: ... differenziert

geschrieben von: De David

Datum: 20.02.21 20:43

Der deutsche ist immer schlimm überanspruchsvoll... Im Südfrankreich z.B. sind ungeteerrte Straßen für Häuser die weit abseits der Ortschaften stehen eher die Regel, da staubt es dann eben im Sommer, so what. Und Dänen stehen Holzmasten an denen die Strom- und Telefonleitung hängen, und ggf Kabelfernsehen. Kanalisation gibt's so weit abseits auch eher nicht, dafür eine Sickergrube.
Und bei den sparsamen Schwaben habe ich das auch schon gesehen, in Itzelberg. Eine richtige Straße innerorts mit Namensschild und Häusern dran, aber ungeteert. Wohl ein sich ganz besonders hartnäckig gehaltenes Relikt aus alten Zeiten. Mit Straßenlampen die am Draht zwischen den Häusern hängen.
Geht alles, wenn man seine Ansprüche nicht vollends ausarten lässt.

Imho muss sich da ganz gewaltig was ändern, weg vom Obrigkeitsstaat hin zu was demokratischerem ala Schweiz. Wo die betroffenen Anlieger dann abstimmen was sie haben wollen und was es kosten darf, und die Gemeinde dann genau das zu bauen hat.
Und wenn die Leute dann ganz einfach geteerte Straßen von geringer Qualität mit ein lediglich ein paar weißen Markierungen drauf haben wollen, ist es eben so. Und wenn dem Bürgermeister oder Gemeinderat das nicht gefällt, können sie ja ihren eigenen Geldbeutel aufmachen, dann kann so viel schick-micki und Firlefanz und unnützer Blödsinn dazu gebaut werden, wie sie wollen.

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Re: Falsch!

geschrieben von: De David

Datum: 21.02.21 00:00

Die paar Kröten von der Kfz-Steuer machen es jezt auch nicht aus. So als Flatrate, im gegensatz zu einer Nutzungsabhängigen Parkplatzgebühr. Also von mir aus soll man denen halt die Steuer erlassen.

Grüße, David

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