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Fabrik mit Firmenanschluß

Ich hab schon seit Jahren z. Bsp. keinen Zug mehr zum Opelwerk in Rüsselsheim gefahren. Allgemein wird das 'ne schwierige Nummer mit der Rückkehr zur Schiene.

Beste Grüße HuH
Handrad- u. Hebelbediener schrieb:
Fabrik mit Firmenanschluß

Ich hab schon seit Jahren z. Bsp. keinen Zug mehr zum Opelwerk in Rüsselsheim gefahren. Allgemein wird das 'ne schwierige Nummer mit der Rückkehr zur Schiene.

Beste Grüße HuH
Das Thema Gleisanschlüsse wird vermutlich so lange nicht vernünftig funktionieren, so lange für eine Straßensanierung (in der Regel) nicht gezahlt werden muss, für den Austausch einer Weiche zum Gleisanschluss aber massiv. Meistens sind es ja die Investitionskosten und Forderungen seitens DB Netz, die den Anschließern den Garaus machen.

Somit wäre eine Herauslösung der Infrastruktur zurück an den Bund für das Thema Gleisanschlüsse möglicherweise die einzig realistische Chance, in Zukunft wieder zu wachsen.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."
Murrtalbahner schrieb:
Handrad- u. Hebelbediener schrieb:
Fabrik mit Firmenanschluß

Ich hab schon seit Jahren z. Bsp. keinen Zug mehr zum Opelwerk in Rüsselsheim gefahren. Allgemein wird das 'ne schwierige Nummer mit der Rückkehr zur Schiene.

Beste Grüße HuH
Das Thema Gleisanschlüsse wird vermutlich so lange nicht vernünftig funktionieren, so lange für eine Straßensanierung (in der Regel) nicht gezahlt werden muss, für den Austausch einer Weiche zum Gleisanschluss aber massiv. Meistens sind es ja die Investitionskosten und Forderungen seitens DB Netz, die den Anschließern den Garaus machen.
Es geht ja noch weiter. Das EVU, dass einen Gleisanschluss anfährt, zahlt bis zur Infrastrukturgrenze des GA Trassengebühren. Ein LKW zahlt Maut auf den Autobahnen und Bundesstraßen, sobald diese Verkehrswege verlassen werden, war es das.
Steuerbelastungen und Lohnkosten einmal außen vor gelassen.

Grüße aus dem Nordwesten
Sebastian
Murrtalbahner schrieb:
Das Thema Gleisanschlüsse wird vermutlich so lange nicht vernünftig funktionieren, so lange für eine Straßensanierung (in der Regel) nicht gezahlt werden muss, für den Austausch einer Weiche zum Gleisanschluss aber massiv. Meistens sind es ja die Investitionskosten und Forderungen seitens DB Netz, die den Anschließern den Garaus machen.

Manche Gemeinden erheben Straßenausbaubeiträge (geht wohl nur, wenn bei der Sanierung auch eine Verbesserung erfolgt). Die können selbst für ein Einfamilienhaus auch mal 100k€ erreichen. Aber im Gegensatz zum Gleisanschluss gibt es keine Möglichkeit durch Verzicht auf den Straßenanschluss die Kosten zu vermeiden.

Träumen darf man ja noch.

geschrieben von: Lalu

Datum: 19.02.21 12:29

Murrtalbahner schrieb:
Somit wäre eine Herauslösung der Infrastruktur zurück an den Bund für das Thema Gleisanschlüsse möglicherweise die einzig realistische Chance, in Zukunft wieder zu wachsen.
Hallo,

das ist aber auch nur ein frommer Wunsch. Die Infrastruktur der DB gehört immer noch dem „Bund“. Und das ändert sich vermutlich auch auf absehbare Zeit nicht. Wenn also der Bund dies möchte, dann würde er schon lange gesetzliche Grundlagen zu diesem Zweck erlassen können. Das möchte er aber offensichtlich nicht. Stattdessen lebt man weiter in der 183 jährigen Tradition des §29 des Preußischen „Gesetzes über die Eisenbahn-Unternehmungen“. [www.lwl.org] Und verlangt die „Selbstfinanzierung“ der Eisenbahn.

Grüße,
Lalu



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.02.21 12:41.
Doch, seine Firma nach Baden-Württemberg zu verlagern :D
Hier ist sowas nicht vorgesehen, ich meine sogar von so hoher Stelle wie der Landesverfassung.
Und ich glaube auch nicht daß es irgendwie funktionieren würde, ohne daß der Bürgermeister der sowas anstößt auf den nächsten Dorffest von den Betroffenen verprügelt werden würde oder dergleichen.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif
Der Betreff war sehr irreführend plakativ.

Es ist doch nur ein Zeitungsartikel und es gibt Förderprogramme.
Aber es gibt keine Strafen für LKW-Verladung obwohl es eine Eisenbahnalternative gäbe, weil Zehntel Euro Kosten pro Tonne gespart werden können und der Zulieferer seinen Gleisanschluss verloren hat.
Anpassung aller Kosten für den LKW Verkehr.
Das nachweisen für den Standplatz jedes LKW auf Firmen- oder Mietgelände sowie für die Vorhaltung von Rast-/Ruheplätzen für das Speditionsgewerbe. Die Übernahme sämtlicher Kosten für die Sicherstellung der Sozialkosten für die LKW Fahrer. Pausen-/Wasch-/Umkleide-Übernachtungsräume. Durchsetzung der Regelungen für das Abstellen von LKW im öffentlichen Straßenland (Verbot dieses in Wohngebieten zu tun). Vorhaltung von Flächen zur Be-/Entladung sowie Bereitstellung der Entladung dieser, auf den Gelände der Versender/Empfänger dieser Frachten.
Für all das müssen EVU zahlen, warum aber bekommt das Gummifuhrgewerbe das Abgabefrei bzw. vom Steuerzahler finanziert?
So könnte das Preis-/Leistungsgefüge für Empfänger und Versender doch wesentlich verändert werden, sowie die Entscheidungen zur Schiene gefördert werden.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!
Pio schrieb:
Anpassung aller Kosten für den LKW Verkehr.
Das nachweisen für den Standplatz jedes LKW auf Firmen- oder Mietgelände sowie für die Vorhaltung von Rast-/Ruheplätzen für das Speditionsgewerbe. Die Übernahme sämtlicher Kosten für die Sicherstellung der Sozialkosten für die LKW Fahrer. Pausen-/Wasch-/Umkleide-Übernachtungsräume. Durchsetzung der Regelungen für das Abstellen von LKW im öffentlichen Straßenland (Verbot dieses in Wohngebieten zu tun). Vorhaltung von Flächen zur Be-/Entladung sowie Bereitstellung der Entladung dieser, auf den Gelände der Versender/Empfänger dieser Frachten.
Für all das müssen EVU zahlen, warum aber bekommt das Gummifuhrgewerbe das Abgabefrei bzw. vom Steuerzahler finanziert?
So könnte das Preis-/Leistungsgefüge für Empfänger und Versender doch wesentlich verändert werden, sowie die Entscheidungen zur Schiene gefördert werden.
Dieses - auch Kostenwahrheit genannt - wird mit Sicherheit leider nicht kommen, weil die Autolobby mit ihren Geldscheinchen die Politiker beeinflusst. Die meisten Politiker wollen sich doch ein schönes Pöstchen nach ihrer Amtszeit sichern. Und das kann man nun mal nicht mit der Bahn.
De David schrieb:
Doch, seine Firma nach Baden-Württemberg zu verlagern :D
Hier ist sowas nicht vorgesehen, ich meine sogar von so hoher Stelle wie der Landesverfassung.
Und ich glaube auch nicht daß es irgendwie funktionieren würde, ohne daß der Bürgermeister der sowas anstößt auf den nächsten Dorffest von den Betroffenen verprügelt werden würde oder dergleichen.
Straßenbaubeiträge haben wir in der Tat nicht. Erschließungsbeiträge aber sehr wohl. Auch in der genannten Höhe. Die können auch für Ersatz-Neubauten erhoben werden.
Was ein Unfug. Der Vorwurf der Bestechlichkeit durch eine Lkw Lobby ist unbelegt und auch nicht besonders plausibel. Im übrigen kommen gerade bei der Bahn zahlreiche ehemalige Politiker unter.

Etwas mehr Sachlichkeit und weniger Polemik, bitte!
VT schrieb:
De David schrieb:
Doch, seine Firma nach Baden-Württemberg zu verlagern :D
Hier ist sowas nicht vorgesehen, ich meine sogar von so hoher Stelle wie der Landesverfassung.
Und ich glaube auch nicht daß es irgendwie funktionieren würde, ohne daß der Bürgermeister der sowas anstößt auf den nächsten Dorffest von den Betroffenen verprügelt werden würde oder dergleichen.
Straßenbaubeiträge haben wir in der Tat nicht. Erschließungsbeiträge aber sehr wohl. Auch in der genannten Höhe. Die können auch für Ersatz-Neubauten erhoben werden.
Doch NRW hat die teilweise noch. Aber da heulen die Leute dann rum, dass die so hoch sind. Da wird dann das erste mal der meine Deutsche merken, dass Straße und MIV doch nicht so günstig ist. Die meisten gehen ja ganz naiv immer nur von den Spritkosten aus, um die Km-Kosten zu berechnen ...
VT schrieb:
De David schrieb:
Doch, seine Firma nach Baden-Württemberg zu verlagern :D
Hier ist sowas nicht vorgesehen, ich meine sogar von so hoher Stelle wie der Landesverfassung.
Und ich glaube auch nicht daß es irgendwie funktionieren würde, ohne daß der Bürgermeister der sowas anstößt auf den nächsten Dorffest von den Betroffenen verprügelt werden würde oder dergleichen.
Straßenbaubeiträge haben wir in der Tat nicht. Erschließungsbeiträge aber sehr wohl. Auch in der genannten Höhe. Die können auch für Ersatz-Neubauten erhoben werden.
Doch NRW hat die teilweise noch. Aber da heulen die Leute dann rum, dass die so hoch sind. Da wird dann das erste mal der gemeine Deutsche merken, dass Straße und MIV doch nicht so günstig ist. Die meisten gehen ja ganz naiv immer nur von den Spritkosten aus, um die Km-Kosten zu berechnen ...
Elztalbahn schrieb:
Manche Gemeinden erheben Straßenausbaubeiträge (geht wohl nur, wenn bei der Sanierung auch eine Verbesserung erfolgt). Die können selbst für ein Einfamilienhaus auch mal 100k€ erreichen. Aber im Gegensatz zum Gleisanschluss gibt es keine Möglichkeit durch Verzicht auf den Straßenanschluss die Kosten zu vermeiden.
Hi,

das ist eine der größten Frechheiten die es in diesem Land gibt. Man zahlt europaweit mit die höchsten Steuern, und darf dann je nach Grundstücksgröße noch mehrere 10.000 bis 100.000€ für die Sanierung einer öffentlichen Straße bezahlen, die dann nach dem Ausbau nicht nur von den Anliegern sondern von allen benutzt werden darf.
Gleichzeitig schmeißt unser Verkehrsminister Millionen aus dem Fenster anstatt das Geld auf irgendeinem Wege den Kommunen zur Verfügung zu stellen, da wird sich sicher ein Weg finden, wenn man möchte.

Gruß Marc

https://live.staticflickr.com/65535/48978975778_c5495bddc4.jpg
Bei der Erschließung wird ja auch neue Infrastruktur gebaut wo bisher keine war. Das kann man ja von mir aus auf die Anlieger umlegen, die haben ja einen Mehrwert wenn ihre Grundstücke plötzlich an alle Infrastruktur angeschlossen sind, statt nur Äcker in der Walachei zu sein.
Aber beim Bestand... Und so kaputt daß der unbedingt neu gemacht werden muss ist er in den seltensten fällen. Und die Leute juckt es idr. ja auch nicht wenn sie es selber zahlen sollen, auf Anwohnerstraßen wird sowieso nicht schnell gefahren, da tuts für die auch ein besserer Feldweg wo es schaukelt und schüttelt, ehe man sich so ein Kosten-Klotz ans Bein bindet.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif
Zum Opelwerk gehen keine Züge mehr? Das kann doch gar nicht wahr sein. Die haben doch sogar eine Werkbahn dort, und sämtliche Autobauer nutzen doch die Bahn, warum denn dann Opel nicht mehr?
De David schrieb:
.
Aber beim Bestand... Und so kaputt daß der unbedingt neu gemacht werden muss ist er in den seltensten fällen. Und die Leute juckt es idr. ja auch nicht wenn sie es selber zahlen sollen, auf Anwohnerstraßen wird sowieso nicht schnell gefahren, da tuts für die auch ein besserer Feldweg wo es schaukelt und schüttelt, ehe man sich so ein Kosten-Klotz ans Bein bindet.
Die müssen da nichtmal gefragt werden... Richtig gut ist, wenn dein Grundstück an mehreren Seiten an Straßen angrenzt.
Ja aber wie gesagt, völlig unüblich in Baden-Württemberg. Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen daß man es jemals macht. Vorallem in Württemberg bei den sparsamen Schwaben... Die ja schon wegen einem in ihren Augen zu teuren Bahnhof völlig eskallieren. Wenns so wäre, wette ich, wäre der Plamer Senior damals gewählt worden :D

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif

Dann soll "die Bahn" den Firmen mal Angebote machen.

geschrieben von: Nietenreko

Datum: 20.02.21 08:11

In den Unternehmen sitzen überall an den entscheidenden Stellen Leute, die verdammt gut rechnen können, und wenn man die überzeugen kann, daß das Angebot für sie von Interesse ist, dann wird das auch was mit der Bahnverladung. Entgegen der hier herrschenden Fuzzy-Meinung spielt dabei übrigens nicht der niedrigste Preis eine Rolle, sondern der größte Nutzen für das Unternehmen. Die Voraussetzungen, um gute Angebote abgeben zu können, kann allerdings nur "die Bahn" selber schaffen, und da hat sie noch einiges zu tun. Naürlich kann und soll und muß sie dazu auch die Politik beeinflussen, aber daß sie das kann, hat sie ja in der Vergangenheit bei anderen Gelegenheiten zur Genüge bewiesen.

Hinweis: Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten.

Das ist absolut üblich und an der Tagesordnung. Die Städte müssen das sogar machen. Es geht hier um den Vorteilsausgleich, für den Vorteil und die Wertsteigerung den die Eigner von Grundstücken erfahren. Der andere Punkt ist, dass Gemeinden Schwierigkeiten bekommen, wenn sie auf auf diese Einnahmen verzichten und trotzdem Zuweisungen erhalten wollen.


Es gibt auch schon eine Bürgerinitiative dagegen[erschliessungsbeitrag-bw.de]
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