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Re: Sehe das Problem nicht...

geschrieben von: modellbau-sammler

Datum: 18.02.21 18:29

Hallo,

bei Deiner Rechnung kommst Du auf 110 %
Abgesehen davon, ist bei VIAS nicht noch der Landkreis Darmstadt-Dieburg und der Odenwaldkreis dabei?


Tw666 schrieb:


Bei der VIAS unterstützt man zu 50% die dänische Staatsbahn, zu 47,5% ein Mittelständisches Unternehmen und zu 12,5% den Landkreis Düren.

Re: 1440er oder doch etwas anderes?

geschrieben von: 193 219-3

Datum: 18.02.21 18:49

Tz 4683 schrieb:
114 030 schrieb:
Was bringt dich zu dieser steilen These?

Abgesehen von der HVZ sind Desiro HC ungeeignet und überdimensioniert.

Der Einsatz von 1440 gilt als sehr wahrscheinlich.
Noch mehr 1440er? Und da denkt man, nach 425 und 442 kann es nicht mehr schlimmer kommen...

Die 1440 sind weitaus qualitativer als der 442 oder 425.

Re: Sehe das Problem nicht...

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 18.02.21 18:53

modellbau-sammler schrieb:
Zitat:
Abgesehen davon, ist bei VIAS nicht noch der Landkreis Darmstadt-Dieburg und der Odenwaldkreis dabei?
Nein.

VIAS GmbH - 50% Rurtalbahn GmbH, 50% Dänische Staatsbahn
VIAS Rail GmbH - 100% R.A.T.H. GmbH


Rurtalbahn GmbH - 74,9 % R.A.T.H. GmbH, 25,1 % Beteiligungsgesellschaft Kreis Düren mbH

VIAS Rail GmbH betreibt die Odenwaldbahn sowie das NRW-Netz (RB34, RB39)
VIAS GmbH betreibt die Rheingaulinie.

Darmstadt-Dieburg und Odenwaldkreis waren an der Modernisierung "Neue Odenwaldbahn" beteiligt, wozu auch der Fahrzeugpool gehört, aus dem die VIAS GmbH Itinos für die Odenwaldbahn bezieht.

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]

Re: 1440er oder doch etwas anderes?

geschrieben von: Signalschruber

Datum: 18.02.21 19:32

Zitat
Die 1440 sind weitaus qualitativer als der 442 oder 425.
Das ist eine rein subjektive Aussage und hat so viel Relevanz wie viele Sandkastendiskussionen die hier geführt werden.

I werd narrisch

geschrieben von: stellwerk_wf

Datum: 18.02.21 20:48

Black Eyed schrieb:Zitat:
modellbau-sammler schrieb:
Zitat:
Abgesehen davon, ist bei VIAS nicht noch der Landkreis Darmstadt-Dieburg und der Odenwaldkreis dabei?
Nein.

VIAS GmbH - 50% Rurtalbahn GmbH, 50% Dänische Staatsbahn
VIAS Rail GmbH - 100% R.A.T.H. GmbH


Rurtalbahn GmbH - 74,9 % R.A.T.H. GmbH, 25,1 % Beteiligungsgesellschaft Kreis Düren mbH

VIAS Rail GmbH betreibt die Odenwaldbahn sowie das NRW-Netz (RB34, RB39)
VIAS GmbH betreibt die Rheingaulinie.

Darmstadt-Dieburg und Odenwaldkreis waren an der Modernisierung "Neue Odenwaldbahn" beteiligt, wozu auch der Fahrzeugpool gehört, aus dem die VIAS GmbH Itinos für die Odenwaldbahn bezieht.
Endlich mal einer im Forum, der weiß, was bei VIAS Sache ist. Danke!! Diesen Mythos mit der Dänischen Staatsbahn als Miteigentümer bis in alle Ewigkeit kann man bald nicht mehr hören.
Für VIAS geht's davon abgesehen aktuell bei der Vergabe Rheingau trotzdem um die Wurst - Mitte März ist Abgabe. Wär ein wichtiges Signal, sich dort behaupten zu können. Ebenso bzw. noch viel mehr auf der Mittelrheinbahn bei TransRegio!!

Grüße
stellwerk_wf

Re: 1440er oder doch etwas anderes?

geschrieben von: Desiro HC

Datum: 19.02.21 05:46

193 219-3 schrieb:
Tz 4683 schrieb:
114 030 schrieb:
Was bringt dich zu dieser steilen These?

Abgesehen von der HVZ sind Desiro HC ungeeignet und überdimensioniert.

Der Einsatz von 1440 gilt als sehr wahrscheinlich.
Noch mehr 1440er? Und da denkt man, nach 425 und 442 kann es nicht mehr schlimmer kommen...
Die 1440 sind weitaus qualitativer als der 442 oder 425.
Sehe ich auch so. Die Sitze des Continental sind mir lieber als wie beim ET425. Der Continental ist für diese beiden Linien völlig ausreichend. Die Desiro dostos machen auf der RE Kassel Frankfurt Sinn oder auf der Rhein Main Neckar Achse. Etc.

Interessant finde ich das Wachstum der HLB. Das Unternehmen wird immer größer. In Hessen müsste die HLB bald mehr Leistungen fahren als die DB.

Re: Ob das ohne Personalanpassungen geht?

geschrieben von: Saarsachse

Datum: 19.02.21 10:29

Moinsen,

dann wird ein Sozialplan gemacht und Du bekommst 2x einen anderen Arbeitsplatz ( so Schmäckerchen als TF wie S-Bahn Frankfurt/ Hamburg / München ) angeboten. Sagste 2x Nein wirste personalbedingt gekündigt. So kann die DBAG gut da stehen und sagen, wir haben niemanden betriebsbedingt gekündigt - für mich ist Kündigung immer eine Kündigung, egal was davor steht!
Der Oschatzer Saarsachse

IVK - Fan

Re: Ob das ohne Personalanpassungen geht?

geschrieben von: diesel-fan

Datum: 19.02.21 18:41

Guten Abend !

Sei denn derjenige sucht selber nach einer Dienststelle. Kommt halt auch drauf an, welche Baureihenkenntnisse in seinem Führerschein drinstehen. Es gibt sicher Dienststellen, die Leute brauchen können und nicht grad S-Bahn Einsatzorte sind. Wenn ich mir da die RAB Ulm ansehe, die haben schon zu wenig Tf gehabt, als die Privaten noch gar nicht existierten in der Ecke und sie alle von Ulm ausgehenden Strecken gefahren sind.
In Hessen bleiben bei DB Regio ? Was gibt es denn dann noch für Dienststellen ? Frankfurt, Limburg, Fulda, Kassel (Kurhessenbahn, sonstige Regio Leistungen sehr wenig ?), Darmstadt, Hanau. Wobei die hier aufgezählten jede Menge Leistungen eh schon selber verloren haben, wie z.B. Fulda, Limburg, Darmstadt.

Bin mal gespannt.

Gruß
diesel-fan



Saarsachse schrieb:
Moinsen,

dann wird ein Sozialplan gemacht und Du bekommst 2x einen anderen Arbeitsplatz ( so Schmäckerchen als TF wie S-Bahn Frankfurt/ Hamburg / München ) angeboten. Sagste 2x Nein wirste personalbedingt gekündigt. So kann die DBAG gut da stehen und sagen, wir haben niemanden betriebsbedingt gekündigt - für mich ist Kündigung immer eine Kündigung, egal was davor steht!
Der Oschatzer Saarsachse



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.02.21 18:41.

Re: Ob das ohne Personalanpassungen geht?

geschrieben von: EiB09

Datum: 19.02.21 20:53

diesel-fan schrieb:
............
In Hessen bleiben bei DB Regio ? Was gibt es denn dann noch für Dienststellen ? Frankfurt, Limburg, Fulda, Kassel (Kurhessenbahn, sonstige Regio Leistungen sehr wenig ?).......

Hallo,

betroffen vom Leistungsverlust sind die Dienststellen in Treysa, Marburg, Gießen, Friedberg und Frankfurt.

Dillenburg, Treysa und Marburg kann man schließen. Die RE-Leistungen können vollständig von Gießen und Frankfurt gefahren werden.

Die Kollegen aus Marburg können zur HLB oder ggf. zur KHB (Dienststelle vor Ort) oder Cargo Gießen.
Die aus Treysa nach Kassel zu Cargo/FV oder vor Ort zur HLB. Dillenburg sieht schlecht aus.

Manche gehen auch in den Ruhestand oder verlassen die Region. Friedberg wird dann nur noch S-Bahn fahren und Frankfurt hatte wenig 442 Leistungen...

Gruß

Edit: Dienstelle hinzugefügt.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.02.21 20:55.

Re: Ob das ohne Personalanpassungen geht?

geschrieben von: Oberhesse

Datum: 19.02.21 21:20

EiB09 schrieb:
diesel-fan schrieb:
............
In Hessen bleiben bei DB Regio ? Was gibt es denn dann noch für Dienststellen ? Frankfurt, Limburg, Fulda, Kassel (Kurhessenbahn, sonstige Regio Leistungen sehr wenig ?).......

Hallo,

betroffen vom Leistungsverlust sind die Dienststellen in Treysa, Marburg, Gießen, Friedberg und Frankfurt.

Dillenburg, Treysa und Marburg kann man schließen. Die RE-Leistungen können vollständig von Gießen und Frankfurt gefahren werden.

Die Kollegen aus Marburg können zur HLB oder ggf. zur KHB (Dienststelle vor Ort) oder Cargo Gießen.
Die aus Treysa nach Kassel zu Cargo/FV oder vor Ort zur HLB. Dillenburg sieht schlecht aus.

Manche gehen auch in den Ruhestand oder verlassen die Region. Friedberg wird dann nur noch S-Bahn fahren und Frankfurt hatte wenig 442 Leistungen...

Gruß

Edit: Dienstelle hinzugefügt.
Nabend,
stehen nicht ein Großteil der Dosto über Nacht in Marburg anstatt in Gießen? Somit würde es doch eher Sinn machen, die Einsatzstelle in Marburg zu erhalten!?

Grüße

Re: ?Woher bekommt das Land Hessen das Geld?

geschrieben von: Tw666

Datum: 19.02.21 21:29

bollisee schrieb:
Jedes Land bekommt Bundeszuweisungen für den Nahverkehr und kann auch eigenes Geld zuschießen. In Hessen meines Wissens sogar die Verkehrsverbünde direkt. Damit werden Nahverkehrsleistungen bestellt. Der Gewinner der Ausschreibungen betreibt den Verkehr. Wenn der nicht gerade ein Glücksritter wie Abellio ist, dann kann er mit dem Geld haushalten und macht Gewinne. Wenn dieses Unternehmen ganz zufällig dem Land Hessen gehört, dann fallen sowohl Steuern in Hessen an und die Gewinne streicht der Gesellschafter ein, also bei der HLB das Bundesland Hessen. Da das Land ja keine Gewinne macht, bleibt es im Kreislauf und kann dem Nahverkehr an anderer Stelle wieder zu Verfügung gestellt werden. Das geht natürlich nicht, wenn die Gewinne beispielsweise eine dänische Gesellschaft macht. Dann fließen Gewinne und Steuern der Gesellschaft vor allem nach Dänemark.

Das ganze funktioniert aber nur, sofern nicht vorher gemauschelt wurde. Beispielsweise könnte die HLB ja teuer anbieten und wird aus irgendeinem vorgeschobenen Grund trotzdem genommen. Dann bleiben dem Land ja immer noch Steuern und Gewinne, aber der Ausgangspreis wäre entsprechend höher, so dass man draufzahlt, so etwas passiert sofort, wenn man nicht genau hinschaut... Darum werden Ausschreibungen gemacht. Im Regelfall sind staatliche Unternehmen schwerfälliger und teuerer als Private. Die Bahn ist aber selbst ein komplexes Konstrukt, da funktioniert die neoliberale Weltanschauung eben nicht in allen Lebenslagen. Aber wenn ich mir sozusagen selbst den Auftrag unter kompetitiven Bedingungen zuschanzen kann, dann bleibt mehr Geld vor Ort. Ein schmaler Grat, der ganz schnell unerwünschte Effekte haben kann...


claus hanack schrieb:
Moin miteinander.
Zu meinem Verständnis: Woher bekommt das Land Hessen das Geld? Es ist ja bekannt, das die Fahrgeldeinnahmen die Aufwendungen für den "Verkehr" nicht decken. Mit "Gewinn" ist da nichts! MfG Claus.
Und genau da hat jemand die Intension meines Beitrages verstanden. :)

Geld fließt nicht an Investoren und Privatleute (egal ob im Ausland, Deutschland oder in Hessen) sondern an die öffentliche Hand zurück.
In einem Land, wo die Steuerlast ohnehin schon enorm hoch ist, sind solche Punkte sehr angenehm. Ich habe einfach ein Problem damit, mit Steuern unnötig weiter Aktionäre noch reicher zu machen. Nicht, dass Investoren im Gesamtwirtschaftsgefüge unwichtig seien, nein insbesondere für Innovationskraft sind sie enorm wichtig.

Ob im öffentlichen Verkehr aber wirklich so viel mehr als die Betriebskosten inkl. guter Löhne (ich kenne die Gehaltssituation bei der HLB nicht) müssen meiner Ansicht nach nicht unbedingt sein.

Keine Frage und ich denke nicht, dass eine Bevorzugung der HLB sich aus solchen Kontexten ergibt und es wäre nicht gut, nicht rechtens und ich würde es nicht befürworten. Aber ich werde keinen Hehl daraus machen, dass ich mich für die HLB freue.

In Nordhessen macht sie nicht nur im Busbereich (Linie 51/52/110), ihren Beteiligungen (Cantus, RBK, RTG) aber auch beim RE98 einen guten Job.

Freundliche Grüße

666




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.02.21 22:37.

Weiß ich nicht. Ja und nein.

geschrieben von: Tw666

Datum: 19.02.21 23:06

papa schrieb:
Ist die Unterstellung einer Begünstigung Dritter ein zu untersuchender Vorgang seitens der Staatsanwaltschaft (weil hier die Beugung von Verwaltungsrecht und öffentlichem Haushaltsrecht quasi als Nachrede vorliegen könnte)?

Wäre es eher eine zivilrechtliche Frage, weil die Beugung des Vergaberechts, wiederum quasi als Nachrede, oder gar Tatsachenbehauptung postuliert sein könnte?

So lesen sich zumindest aus meiner Sicht manche Beiträge, Irrtum meinerseits erwünscht und insofern nicht ausgeschlossen.

der papa dankt
In der Tat lesen sich manche Beiträge auf DSO in der Tat so, dass das Vergaben zugunsten eines Unternehmens erfolgt seien. Oftmals kommen solche Beiträge mit recht direkter Ansprache von Usern mit dem Namen der Staatsbahn in irgendeiner Form im Namen.

Nach nochmaligem Lesen meines Beitrages ist mir aufgefallen, dass man meinen Beitrag so lesen KÖNNTE, auch wenn es definitiv nicht der Fall ist, daher meine Antwort auf deinen Beitrag :)
Ich würde aber nicht davon ausgehen, dass Beiträge, die tatsächlich solch eine Unterstellung tätigen, wirklich ernst gemeint sind. Dazu ist das Vergabeverfahren in Deutschland zu zuverlässig und die unterlegenen Firmen prüfen dies in der Regel. Dabei kommen immer wieder Verzögerungen zustande, über die wir User uns wiederum aufregen :D

Mich würde es aber auch interessieren, wie hier ermittelt werden müsste. In jedem Falle müsste der Untersteller seine Befürchtungen zunächst der Vergabebehörde und/oder der Staatsanwaltschaft zutragen, welche solche Punkte zunächst auf Gerichtsbarkeit prüft. Soweit mir bekannt ist, ist dies die normale Vorgehensweise in Deutschland. Oft mit der Polizei vorgeschaltet.

Freundliche Grüße

666

Re: I werd narrisch

geschrieben von: Tw666

Datum: 19.02.21 23:12

stellwerk_wf schrieb:
Black Eyed schrieb:Zitat:
modellbau-sammler schrieb:
Zitat:
Abgesehen davon, ist bei VIAS nicht noch der Landkreis Darmstadt-Dieburg und der Odenwaldkreis dabei?
Nein.

VIAS GmbH - 50% Rurtalbahn GmbH, 50% Dänische Staatsbahn
VIAS Rail GmbH - 100% R.A.T.H. GmbH


Rurtalbahn GmbH - 74,9 % R.A.T.H. GmbH, 25,1 % Beteiligungsgesellschaft Kreis Düren mbH

VIAS Rail GmbH betreibt die Odenwaldbahn sowie das NRW-Netz (RB34, RB39)
VIAS GmbH betreibt die Rheingaulinie.

Darmstadt-Dieburg und Odenwaldkreis waren an der Modernisierung "Neue Odenwaldbahn" beteiligt, wozu auch der Fahrzeugpool gehört, aus dem die VIAS GmbH Itinos für die Odenwaldbahn bezieht.
Endlich mal einer im Forum, der weiß, was bei VIAS Sache ist. Danke!! Diesen Mythos mit der Dänischen Staatsbahn als Miteigentümer bis in alle Ewigkeit kann man bald nicht mehr hören.
Für VIAS geht's davon abgesehen aktuell bei der Vergabe Rheingau trotzdem um die Wurst - Mitte März ist Abgabe. Wär ein wichtiges Signal, sich dort behaupten zu können. Ebenso bzw. noch viel mehr auf der Mittelrheinbahn bei TransRegio!!

Grüße
stellwerk_wf
Laut Website der Vias sind die aber auch weiterhin beteiligt...

Website der VIAS

Re: Es kommen Desiro HC zum Einsatz...

geschrieben von: Bronnbach Bhf

Datum: 19.02.21 23:13

114 030 schrieb:
Was bringt dich zu dieser steilen These?

Abgesehen von der HVZ sind Desiro HC ungeeignet und überdimensioniert.

Der Einsatz von 1440 gilt als sehr wahrscheinlich.
Ich tippe auf beide Zugtypen.
RB41 (inkl HVZ Verstärker) als Desiro HC
RB40, 49, 37 mit 1440 (Coradia Continental)

Das würde Sinn machen. "Zu viele Sitzplatzkapazitäten" und "Main-Weser-Bahn" sind ein Widerspruch in sich. Desiro HC oder andere Doppelstöcker bräuchte man dort eigentlich seit vielen Jahren.

Für die HLB dürfte vorallem die Vernüpfung der RB49 mit der RB58 und der RE59 in Hanau betrieblich sehr interessant sein. Auf diesen beiden RMV Linien fährt die HLB aktuell schon mit 1440. Bin gespannt, ob die neue RB37 und die RB40 zwischen Ffm Hbf und Giessen dann vereinigt fahren und nördlich von Giessen als Flügelzüge. Oder ob beide RB Linien auf ganzer Linie getrennt fahren. Durch die separaten S-Bahngleise zwischen Bad Vilbel und Ffm West werden ja auf den Fernbahngleisen ab Dezember 2022 ordentlich Trassen frei.

Genau lesen

geschrieben von: Knut Rosenthal

Datum: 19.02.21 23:17

Tw666 schrieb:Zitat:
Zitat:
Black Eyed schrieb:Zitat:
modellbau-sammler schrieb:
Zitat:
Abgesehen davon, ist bei VIAS nicht noch der Landkreis Darmstadt-Dieburg und der Odenwaldkreis dabei?
Nein.

VIAS GmbH - 50% Rurtalbahn GmbH, 50% Dänische Staatsbahn
VIAS Rail GmbH - 100% R.A.T.H. GmbH


Rurtalbahn GmbH - 74,9 % R.A.T.H. GmbH, 25,1 % Beteiligungsgesellschaft Kreis Düren mbH

VIAS Rail GmbH betreibt die Odenwaldbahn sowie das NRW-Netz (RB34, RB39)
VIAS GmbH betreibt die Rheingaulinie.
Laut Website der Vias sind die aber auch weiterhin beteiligt...

Website der VIAS
Hallo,

ja bei der VIAS GmbH, bei der VIAS Rail GmbH ist man - wie oben schon zu lesen - eben nicht mehr beteiligt.
Und lediglich die Rheingaulinie wird noch von der VIAS GmbH betrieben. Das ist auf der verlinkten Seite auch etwas beschrieben.

Schade ist eigentlich, dass man die Webseite weiterhin für beide Gesellschaften nutzt, statt getrennte zu nutzen.
Dadurch wird diese Verwirrung eben auch aufrechterhalten.

Gruß
Knut



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.02.21 23:18.

Re: Weiß ich nicht. Ja und nein.

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 19.02.21 23:37

Tw666 schrieb:
Zitat:
In der Tat lesen sich manche Beiträge auf DSO in der Tat so, dass das Vergaben zugunsten eines Unternehmens erfolgt seien. Oftmals kommen solche Beiträge mit recht direkter Ansprache von Usern mit dem Namen der Staatsbahn in irgendeiner Form im Namen.
Gleichzeitig wird auch unterstellt, dass die Vergabe durch das Land Hessen erfolgte, was genauso falsch ist. Das Land Hessen delegiert die Verkehrsleistungsbestellung an seine Aufgabenträger ab. Das Land Hessen ist dabei einer der jeweiligen Gesellschafter zusammen mit den Kreisen und kreisfreien Städten. Das Land hat nicht mal eine Sperrminorität hierbei und ist nicht weisungsbefugt.

Deswegen kann ich sehr deutlich sagen: Hier erfolgt kein zuschieben und das sage ich klar, obwohl nicht in keiner Form an der Ausschreibung irgendwie beteiligt gewesen war. Von seiten der HLB eweiß ich aus einer öffentlichen Veranstaltung, dass man selbst sehr gezittert hat, ob man die Ausschreibung zum Busverkehr in Baunatal überhaupt gewinnen kann, man war eher pessimistisch eingestellt (und wurde daher wohl eher überrascht)...

Mich wundert auch, woher die Meinung kommt, dass bei den hessischen Aufgabenträgern - allen voran dem RMV - nur DB-Hasser säßen. Erstens dürfte dies keinen Einfluss auf die Vergabe haben und zweitens ist mir eher etwas anderes bekannt. So gab bzw. gibt es durchaus gute Verbindungen zur DB. Spotan ist mir auch kein von DB beantragtes Nachprüfungsverfahren zu einer Vergabe bekannt...


Tw666 schrieb:
Mich würde es aber auch interessieren, wie hier ermittelt werden müsste. In jedem Falle müsste der Untersteller seine Befürchtungen zunächst der Vergabebehörde und/oder der Staatsanwaltschaft zutragen, welche solche Punkte zunächst auf Gerichtsbarkeit prüft. Soweit mir bekannt ist, ist dies die normale Vorgehensweise in Deutschland. Oft mit der Polizei vorgeschaltet.
Es hilft hierzu durchaus das Internet zu nutzen: http://www.vergaberecht-ratgeber.de


Zitat
Hat der Bewerber beim Auftraggeber form- und fristgerecht eine Vergaberüge eingereicht, dann muss er keine große Hoffnung darauf setzen, dass seiner Vergaberüge vom Auftraggeber auch abgeholfen wird.
(...)
Soweit auch nur ansatzweise vertretbar, teilt der Auftraggeber dem Bewerber daher regelmäßig höflich aber bestimmt mit, dass er die Rechtsauffassung des Bewerbers bedauerlicherweise nicht teilen kann und von der Ordnungsgemäßheit seines Vergabeverfahrens ausgehen muss.

Für den Bewerber läuft ab Zugang dieser Mitteilung durch den Auftraggeber eine weitere, wichtige Frist. Nach § 107 Abs. 3 Nr. 4 GWB (Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen) hat der Bewerber nämlich ab Zugang der Mitteilung durch den Auftraggeber, dass er der Vergaberüge nicht abhelfen will, 15 Kalendertage Zeit, sich zu überlegen, ob er „Ernst machen“ und die Angelegenheit vor die Vergabekammer tragen will. Lässt der Bewerber diese 15-Tage-Frist verstreichen, ist ein Nachprüfungsantrag unzulässig.

Will der Bewerber das Nachprüfungsverfahren durchführen, so hat er binnen der vorgenannten 15-Tage-Frist bei derjenigen Vergabekammer, die in der Bekanntmachung der Ausschreibung vom Auftraggeber als Nachprüfungsbehörde angegeben wurde, einen schriftlichen und mit Begründung versehenen Nachprüfungsantrag einzureichen.
Die Vergabekammer reagiert auf einen solchen Antrag unverzüglich. Bei dem Auftraggeber fordert sie die der Ausschreibung zugrunde liegende Vergabeakte an und gibt ihm gleichzeitig Gelegenheit, zu dem Vortrag des rügenden Bewerbers Stellung zu nehmen.

Bei dem Antragsteller fordert die Vergabekammer einen Kostenvorschuss in Höhe von mindestens 2.500 Euro an, § 128 Abs. 2 GWB.
Gleichzeitig werden neben dem Antragsteller und dem Auftraggeber auch noch weitere Unternehmen an dem Verfahren beteiligt, soweit deren Interessen durch die Entscheidung schwerwiegend berührt werden, § 109 GWB.

Gleichzeitig wird sehr zeitnah ein mündlicher Verhandlungstermin anberaumt, zu dem die Angelegenheit mit allen Beteiligten besprochen wird.
(...)
Ist der Nachprüfungsantrag des rügenden Bewerbers begründet und ist dieser durch den Vergabeverstoß auch in seinen Rechten verletzt, dann trifft die Vergabekammer die geeigneten Maßnahmen, um die vorliegende Rechtsverletzung abzustellen. In aller Regel wird das Vergabeverfahren in das Stadium zurück versetzt, in dem der Verfahrensverstoß begangen wurde. Im Einzelfall kann dies für den Auftraggeber ein „Zurück auf Los“ bedeuten. Auch ein vom Auftraggeber bereits erteilter Zuschlag kann von der Vergabekammer aufgehoben werden.
Wenn man davon ausgehen würde, dass man die Vergabe an ein Unternehmen zustecken will, obwohl das Ergebnis dies nicht ermöglicht - beispielsweise weil das Bewertungssystem (das vorher in den Ausschreibungsunterlagen klar aufgeführt wird), dies nicht hergibt oder verändert wird, dann würde nach dem folgendem Fall die Vergabe aufgehoben werden.
Die Kosten des Verfahren trägt die unterlegene Partei. Je nach Dauer des Verfahrens (entsprechend auch die Frage, in wie vielen Stufen man diesen Prozess durchführt - siehe S-Bahn Nürnberg), kommen ganz erhebliche Kosten für eine Überbrrückung bis zum Vertragssart dazu, bzw. die Leistungen sind erstmal erheblich unterhalb des vertraglichen Niveaus (weil bspw. später Fahrzeuge geordert werden können, etc. pp.)... Gegebenenfalls muss noch eine Vertragsverlängerung mit dem bestehenden Auftragnehmer oder einen Interimsvertrag mit einem anderm Unternehmen geschlossen werden, etc. pp.

Das heißt, hier würden die an der Vergabe beteiligten Personen einen deutlichen wirtschaftlichen Schaden dem Unternehmen zuführen. Womöglich würde im Unternehmen auch intern ermittelt werden, wie es zu einem solchen Prozess kommen könnte.


Aber: Ich bin kein Jurist und bei den Ausschreibungen an denen ich teilnahm, gab es keine Nachprüfungsverfahren.

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Re: Es kommen Desiro HC zum Einsatz...

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 19.02.21 23:59

Bronnbach Bhf schrieb:
Zitat:
Ich tippe auf beide Zugtypen.
RB41 (inkl HVZ Verstärker) als Desiro HC
RB40, 49, 37 mit 1440 (Coradia Continental)
Eigentlich will ich ja nicht spekulieren, aber die Kombination würde ich mit dieser Linienaufteilung ausschließen.


Bronnbach Bhf schrieb:
Zitat:
Das würde Sinn machen. "Zu viele Sitzplatzkapazitäten" und "Main-Weser-Bahn" sind ein Widerspruch in sich. Desiro HC oder andere Doppelstöcker bräuchte man dort eigentlich seit vielen Jahren.
Definitiv. Gleiches gilt somit auch für RE98/99.


Bronnbach Bhf schrieb:
Zitat:
Für die HLB dürfte vorallem die Vernüpfung der RB49 mit der RB58 und der RE59 in Hanau betrieblich sehr interessant sein. Auf diesen beiden RMV Linien fährt die HLB aktuell schon mit 1440.
Sofern die Fahrzeuge die gleichen Voraussetzungen haben und somit wechselseitig eingesetzt werden können und in Wiesbaden entsprechende Wartungskapazitäten frei sind (Main-Lahn-Sieg wird ja bekanntlich in Frankfurt-Griesheim mitgewartet und Butzbach-Ost ist ohne Fahrdraht.

Bronnbach Bhf schrieb:
Zitat:
Bin gespannt, ob die neue RB37 und die RB40 zwischen Ffm Hbf und Giessen dann vereinigt fahren und nördlich von Giessen als Flügelzüge. Oder ob beide RB Linien auf ganzer Linie getrennt fahren.
Flügelt man nicht (weiterhin) RB40 und RB41?! Das würde hier entweder für das gleiche Fahrzeug sprechen oder aber für Fahrzeuge des gleichen Herstellers...


Bronnbach Bhf schrieb:
Oder ob beide RB Linien auf ganzer Linie getrennt fahren. Durch die separaten S-Bahngleise zwischen Bad Vilbel und Ffm West werden ja auf den Fernbahngleisen ab Dezember 2022 ordentlich Trassen frei.
So richtig Trassen schafft man aber erst, wenn man mit den zwei weiteren Gleisen Friedberg erreicht.
Was dann aber auch kommt sind mehrere RB47/RB48-Durchbindungen und der Entfall von Flügelungen in Bad Vilbel.

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Re: Genau lesen

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 20.02.21 00:02

Knut Rosenthal schrieb:
Zitat:
ja bei der VIAS GmbH, bei der VIAS Rail GmbH ist man - wie oben schon zu lesen - eben nicht mehr beteiligt.
Und lediglich die Rheingaulinie wird noch von der VIAS GmbH betrieben. Das ist auf der verlinkten Seite auch etwas beschrieben.
Das ist hier relevant, die letzte Odenwaldbahnausschreibung war verbunden mit dem Wechsel zu VIAS Rail GmbH, um die Trennung vollziehen zu können.

Knut Rosenthal schrieb:Zitat:
Schade ist eigentlich, dass man die Webseite weiterhin für beide Gesellschaften nutzt, statt getrennte zu nutzen.
Dadurch wird diese Verwirrung eben auch aufrechterhalten.
Da diese Trennung für den Kunden keine Rolle spielt und dieser nur "VIAS" kennt, ist sie kundenkommunikativ sinnhafter - zumal Rheingaulinie und Odenwaldbahn mit Frankfurt einen gemeinsamen Berührungspunkt haben.

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Re: Weiß ich nicht. Ja und nein.

geschrieben von: Bronnbach Bhf

Datum: 20.02.21 00:02

Black Eyed schrieb:
Mich wundert auch, woher die Meinung kommt, dass bei den hessischen Aufgabenträgern - allen voran dem RMV - nur DB-Hasser säßen. Erstens dürfte dies keinen Einfluss auf die Vergabe haben und zweitens ist mir eher etwas anderes bekannt. So gab bzw. gibt es durchaus gute Verbindungen zur DB. Spotan ist mir auch kein von DB beantragtes Nachprüfungsverfahren zu einer Vergabe bekannt....
Darüber musste ich auch schmunzeln. Wurde nicht dem RMV in den letzten Jahren vorgeworfen, die Ausschreibung/Vergabe u.a. bei der S-Bahn Rhein/Main, von RE60, RB67/68 und RE70 wären genau auf die DB zugeschnitten gewesen? Ja was denn nun? Ich kritisiere den RMV auch in vielen Dingen. Aber solche Aussagen sind für mich Waschweibergeschwätz.

Re: Weiß ich nicht. Ja und nein.

geschrieben von: Tw666

Datum: 20.02.21 00:07

Das Vollzitat habe ich weggelassen, vielen Dank für diese ausführliche Beschreibung :) So etwas ist immer aufschlussreich!

Ich gestehe selbst von Land als Aufgabenträger, wieder besseren Wissens geschrieben zu haben.

Für die Aufgabenträger hätte es auch keine Vorteile für bestimmte Firmen zu stimmen, insbesondere da es ein klares, von Mitarbeitern des Aufgabenträger ohne Stimmberechtigung, errechnetes Ergebnis gibt, nach denen dann der Zuschlag erfolgt.
Für die Aufgabenträger ergeben sich auch keine finanziellen Vorteile, außer dass die HLB durch eventuell günstigere Angebote auffallen kann - das Land kann ja auf seine Dividende verzichten und die Firmenpolitik ausgeben, dass nur Betriebskosten/Personalkosten einberechnet werden müssen incl. logischer Steigerungen.

Ob dies so ist, weiß ich nicht. Das wäre aber der Vorteil der HLB zzgl. den weiteren finanziellen Vorteilen für Region (Steuern, Arbeitnehmer etc.) und Verkehrsverbund. Im Umkehrschluss hat natürlich das Land auch einen Vorteil davon: Mehr Leistung fürs gleiche Geld kann ausgeschrieben werden.
Für Beträge, die im Eisenbahnsektor gespart werden kann an anderer Stelle schon eine Verbesserung im AST- oder Busangebot finanziert werden.

Und ja, die HLB gewinnt nicht jede Ausschreibung. Als KNE hat man nicht nur die 51/52 im Raum Baunatal/Schauenburg verloren, sondern auch von der RKH wiedergewonnen. Aber man hat auch den Stadtbus Baunatal an die RKH verloren und dann gegen die DB in der nächsten Ausschreibung verloren. Die örtliche Szene war fest überzeugt, dass die HLB das Los gewinnt - dem war nicht so.

Ausschreibungen werden nicht umsonst gemacht. Oft gewinnt der Platzhirsch schlicht weil sich nicht viele andere drauf bewerben - bei Baufirmen sehr gut zu erkennen, es gewinnen immer die Gleichen.
Aber immer gilt: Ausschreibung starten, Angebote prüfen, Angebote bewerten, Bestes Angebot gewinnt (nicht Platzhirsch, nicht billigster, nicht der mit den besten Kontakten!).

Das System ist gut, wenn auch kompliziert. Hier im Forum ist man ja generell der Meinung das sei alles Mist. Ich finde das deutsche System aus Ausschreibung und Direktvergaben sehr sehr gut, gerade weil es in der Regel funktioniert.
Seiten: 1 2 3 4 All Angemeldet: -