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Ihr Lieben,
ich lese gerade im Altkreisblitz die Meldung über die S6 in Burgdorf, die wieder einmal nicht fährt. Ich weiß nicht wie oft ich schon auf dem Bahnsteig gestanden habe bzw. wie oft ich meine Tochter mit fliegenden Fahnen zur Stadtbahn gebracht habe, weil die S6 wieder mal nicht fährt. Nun kommt ein passender Artikel dazu, der jedoch die Frage nach dem Warum nicht beantwortet. Hier ist der Artikel:

Altkreisblitz Meldung zu S6

und nun die erahnbare Frage, ist jemand unter den Lesern, der hier mehr weiß, warum das eigentlich so oft geschieht und die S6 so oft betroffen ist. Für mich als Laien sieht das so aus, als wenn - wenn Sbahnen oder Lokführer fehlen, man im Netz am ehesten auf die S6 verzichten kann, weil es ja die S7 noch gibt ... Ich freue mich über sachdienliche Hinweise um diese laienhafte Vermutung auszuräumen.

Besten Dank an euch

Rainer Strebel / Burgdorf (+Isernhagen)

Re: Ausfälle S-Bahn Hannover

geschrieben von: DB-Alleslerner

Datum: 17.02.21 15:51

Moin Rainer,

die S-Bahn Hannover fährt am Anschlag. Nicht ausreichend Personal sowie viele defekte Fahrzeuge. Wenigstens sind seit wenigen Monaten schon ein paar Nord-West-Bahn Triebfahrzeugführer im Einsatz.
Bei zu großen Problemen/Nöten werden immer erstmal die S6 sowie S51/21 eingestellt/ausgedünnt.
Das ständige Stärken und Schwächen kostet zudem weiteres Personal und Fahrzeugprobleme (=Verspätungen).
Als Laie leider kaum vorzustellen, wie schlimm es wohl im Hintergrund bei den Dienst-und Fahrzeugeinteilern läuft.....🤐😧
Ich danke trotzdem allen engagierten bei der S-Bahn, dass sie ihr bestes geben!

beste Grüße



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.02.21 15:56.
Sunyani schrieb:
und nun die erahnbare Frage, ist jemand unter den Lesern, der hier mehr weiß, warum das eigentlich so oft geschieht und die S6 so oft betroffen ist. Für mich als Laien sieht das so aus, als wenn - wenn Sbahnen oder Lokführer fehlen, man im Netz am ehesten auf die S6 verzichten kann, weil es ja die S7 noch gibt ... Ich freue mich über sachdienliche Hinweise um diese laienhafte Vermutung auszuräumen.

Besten Dank an euch

Rainer Strebel / Burgdorf (+Isernhagen)
Im Prinzip wird das der Grund sein. Wenn der Fall auftritt, dass ein Umlauf nicht gefahren werden kann, muss DB Regio entscheiden, auf welche Fahrten man am ehesten verzichten kann. Da fällt die Wahl oft auf eine Expresslinie wie die S6, die „nur“ als ein zusätzliches Angebot verstanden wird. Ein solcher Ausfall ist eher zu verkraften, als zum Beispiel auf der S3, wo die Sehnder eine ganze Stunde auf den nächsten Zug warten müssten. Das Problem ist dann natürlich, dass ein Ausfall dann immer die gleichen trifft, wie in diesem Fall die Burgdorfer.

Berechtigterweise müsste man sich aber fragen, ob nicht eher noch auf einen Zug nach Bennemühlen verzichten kann, wo inklusive Erixx ja drei Züge pro Stunde fahren (wenn auch nicht mit allen Zwischenhalten). Vermutlich ist das aber aufgrund der Durchbindung nach Hildesheim schwieriger umzusetzen.

Soweit meine Gedanken dazu. Ob es mit Transdev hinsichtlich der Ausfälle besser wird? Wir werden es sehen. (Und das ist tatsächlich ganz wertfrei gemeint, weil ich es wirklich nicht einschätzen kann bzw. möchte.)

Grüße, PhiH

Wirklich NWB?

geschrieben von: 193 219-3

Datum: 17.02.21 15:59

Hallo,

Hat man nicht seitens Transdev eine neue Tochtergesellschaft "S Bahn Hannover GmbH" gegründet?


Gruß
PhiH schrieb:
Sunyani schrieb:
und nun die erahnbare Frage, ist jemand unter den Lesern, der hier mehr weiß, warum das eigentlich so oft geschieht und die S6 so oft betroffen ist. Für mich als Laien sieht das so aus, als wenn - wenn Sbahnen oder Lokführer fehlen, man im Netz am ehesten auf die S6 verzichten kann, weil es ja die S7 noch gibt ... Ich freue mich über sachdienliche Hinweise um diese laienhafte Vermutung auszuräumen.

Besten Dank an euch

Rainer Strebel / Burgdorf (+Isernhagen)
Im Prinzip wird das der Grund sein. Wenn der Fall auftritt, dass ein Umlauf nicht gefahren werden kann, muss DB Regio entscheiden, auf welche Fahrten man am ehesten verzichten kann. Da fällt die Wahl oft auf eine Expresslinie wie die S6, die „nur“ als ein zusätzliches Angebot verstanden wird. Ein solcher Ausfall ist eher zu verkraften, als zum Beispiel auf der S3, wo die Sehnder eine ganze Stunde auf den nächsten Zug warten müssten. Das Problem ist dann natürlich, dass ein Ausfall dann immer die gleichen trifft, wie in diesem Fall die Burgdorfer.

Berechtigterweise müsste man sich aber fragen, ob nicht eher noch auf einen Zug nach Bennemühlen verzichten kann, wo inklusive Erixx ja drei Züge pro Stunde fahren (wenn auch nicht mit allen Zwischenhalten). Vermutlich ist das aber aufgrund der Durchbindung nach Hildesheim schwieriger umzusetzen.

Soweit meine Gedanken dazu. Ob es mit Transdev hinsichtlich der Ausfälle besser wird? Wir werden es sehen. (Und das ist tatsächlich ganz wertfrei gemeint, weil ich es wirklich nicht einschätzen kann bzw. möchte.)

Grüße, PhiH
Was hilft es in Bennemühlen und den meisten Zwischenstationen, wenn drei Züge pro Stunde fahren, aber nur zwei dort halten? Wenn da ein S-Bahn-Zug pro Stunde gestrichen werden würde, ist die Lücke für den Fahrgast auch gleich spürbar größer.

Wenn man sonst noch wo sparen könnte, wäre in der Bedinenung des Flughafens. Denn Fluggäste gibt es zur Zeit wenige, und die Beschäftigten sind dort wegen Corona auch deutlich weniger. Die Halte zwischen Langenhagen Pferdemarkt und Hauptbahnhof werden auch von anderen bedient.

Ja. die DB-S-Bahn in Hannover macht zur Zeit keinen guten Eindruck. Muss man das Niveau, das Transdev bei der Übernahme übertreffen soll, wirklich so niedrig ansetzen?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.02.21 16:15.

Du gibst dir die Antwort doch selbst!

geschrieben von: bahnratefuchs

Datum: 17.02.21 16:19

Huhu.


Sunyani schrieb:
Ihr Lieben,
ich lese gerade im Altkreisblitz die Meldung über die S6 in Burgdorf, die wieder einmal nicht fährt.

und nun die erahnbare Frage, ist jemand unter den Lesern, der hier mehr weiß, warum das eigentlich so oft geschieht und die S6 so oft betroffen ist. Für mich als Laien sieht das so aus, als wenn - wenn Sbahnen oder Lokführer fehlen, man im Netz am ehesten auf die S6 verzichten kann, weil es ja die S7 noch gibt ...
Haargenau so isses.

Die Lokführer werden nicht mehr. Die Fahrzeuge müssen wegen der Verlängerung nochmal revisioniert werden. Da fehlen also auch immer mal welche. Trotz der Verstärkung aus NRW.

Wo also sollte man sinnvoller streichen als bei der S 6?


Schöne Grüße von jörg

Re: Du gibst dir die Antwort doch selbst!

geschrieben von: 6260

Datum: 17.02.21 21:16

bahnratefuchs schrieb:
Wo also sollte man sinnvoller streichen als bei der S 6?


Schöne Grüße von jörg
Moin,

ich finde den Vorschlag, die Bedienung zum Flughafen zu reduzieren gar nicht so übel. Du wirst genauso gut wissen wie ich, dass die Besetzungszahlen das aktuell allemal hergäben.

Man könnte die Hamelner Züge der S5 am Hauptbahnhof enden lassen und hätte so - zumindest wie das rechnen kann - mindestens einen Umlauf mit 2 Fahrzeugen eingespart. Denn die S4 fährt planmäßig 5 Minuten hinter der S5, das sollte für den gemeinen Fahrgast durchaus verkraftbar sein diese als Ausweichverbindung zu nutzen.

Das die S6 immer so gebündelt ausfällt, hat auch einen ganz pragmatischen Grund. Soweit ich weiß, ist die S6 in einem komplett eigenen Dienst- und Umlaufplan untergebracht. Wenn nun also allgemeine Personal- und Fahrzeugknappheit herrscht, ist es für die Disposition deutlich einfacher, dort den Verkehr einzustellen und die freiwerdenden Personal- und Materialkapazitäten umzuverteilen, als wenn man beliebige Schichten unbesetzt lässt, die sich dann aber durchs gesamte Netz ziehen.

Dass letztere Variante wiederum "gerechter" für alle an den Strecken wohnenden wäre, da dann jeder mal einen Ausfall zu verknusen hat, steht auf einem anderen Blatt Papier.

Insgesamt muss ich aber auch sagen, dass die Betriebsqualität in den letzten Monaten schon arg nachgelassen hat und mir im Hinblick auf das immer weiter "flüchtende" Personal in der Zukunft durchaus etwas unwohl zumute wird.

Aber: Wir werden sehen, was passiert. Vielleicht schreitet die Region Hannover als federführender Auftraggeber zumindest hier bei weiterem Qualitätsrückgang mal ein, wenn sie schon bei den Ausfällen der S6 eher mal weggucken...

Gruß Fabian oder http://abload.de/img/230kjsm.png

Re: Wirklich NWB?

geschrieben von: HEXperte

Datum: 17.02.21 23:07

193 219-3 schrieb:
Hallo,

Hat man nicht seitens Transdev eine neue Tochtergesellschaft "S Bahn Hannover GmbH" gegründet?


Gruß
Fast, den Betrieb wird die Transdev Hannover GmbH aufnehmen. Diese fährt dann unter dem Markennamen S-Bahn Hannover (SBH).

Re: Du gibst dir die Antwort doch selbst!

geschrieben von: baxmann

Datum: 18.02.21 00:12

6260 schrieb:
bahnratefuchs schrieb:
Wo also sollte man sinnvoller streichen als bei der S 6?


Schöne Grüße von jörg
Moin,

ich finde den Vorschlag, die Bedienung zum Flughafen zu reduzieren gar nicht so übel. Du wirst genauso gut wissen wie ich, dass die Besetzungszahlen das aktuell allemal hergäben.

Man könnte die Hamelner Züge der S5 am Hauptbahnhof enden lassen und hätte so - zumindest wie das rechnen kann - mindestens einen Umlauf mit 2 Fahrzeugen eingespart. Denn die S4 fährt planmäßig 5 Minuten hinter der S5, das sollte für den gemeinen Fahrgast durchaus verkraftbar sein diese als Ausweichverbindung zu nutzen.
Die Kurzläufer von, nach Hameln erreichen Hannover HBf zur Minute 33 und fahren zur Minute 25. Verzicht auf die Bedienung des Flughafens setzt also keine Fahrzeuge frei. Stattdessen stehen sie 52 min herum.
In Zeiten, wo Hameln nur stündlich bedient wird, kann man den Pendel Hbf - Flughafen einsparen. Das nutzt dem Fahrzeugbedarf der HVZ und NVZ aber nichts. Immerhin werden Personalstunden eingespart. Auch der durchgehende Nachtverkehr kann hinterfragt werden.

In Bennemühlen besteht ein Umlaufverbund zwischen Kurzfahrten bis Hannover und dem Stundentakt von/nach Hildesheim. Ein Wegfall der Kurzfahrten bedeutet längere Wendezeit und Veränderung des Umlaufes.

Re: Du gibst dir die Antwort doch selbst!

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 18.02.21 15:02

Man kann die S5 Hannover an .03 aber 7 Minuten warten und dann .10 als S4 nach Bennemühlen fahren lassen. Den dort eingesparten Wagen kann man auf die S6 setzen. Die S6 wiederum (normalerweise 2 Umläufe) kann man vorübergehend auf Celle <> Lehrte einkürzen mit Anschluss an die S3 nach Hannover. Das käme mit nur einem Wagen hin und es bliebe wenigstens der Halbstundentakt nach Burgdorf & Co bestehen. So als Alternative zu täglich spontanen Ausfall-Überraschungen.

Gruß, Olaf

(,“)
< />
_/\_
Was ist eigentlich eine Frau: Eine Frau ist ein Raum-Zeit-Kraftwerk, welches gigantische kinetische Energien aufbringt, ihre wahren Maße im Raum zu verbergen oder zu ihrem Vorteil zu krümmen - das machen die.
(Bernhard Hoecker in einer Harald Lesch-Parodie)




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.02.21 15:03.

S 5 teilen! Flughafenpendel.

geschrieben von: bahnratefuchs

Datum: 18.02.21 16:15

Zitat
ich finde den Vorschlag, die Bedienung zum Flughafen zu reduzieren gar nicht so übel. Du wirst genauso gut wissen wie ich, dass die Besetzungszahlen das aktuell allemal hergäben.
Das stimmt! Da gebe ich dir Recht!



Zitat
Man könnte die Hamelner Züge der S5 am Hauptbahnhof enden lassen und hätte so - zumindest wie das rechnen kann - mindestens einen Umlauf mit 2 Fahrzeugen eingespart. Denn die S4 fährt planmäßig 5 Minuten hinter der S5, das sollte für den gemeinen Fahrgast durchaus verkraftbar sein diese als Ausweichverbindung zu nutzen.
Abgedreht wie ich von Natur aus bin, würde ich ganz irre jede S 5 aus Süden am Hbf enden lassen.

Und einen Pendel Langenhagen Pferdemarkt - Flughafen u.z. einführen.

Gaaanz ambitioniert: :24 ab Pferdemarkt nach S 4. Flughafen an :27. Flughafen ab :28, Pferdemarkt :31. Anschluß :34 zur S 4

Pause.

Und 30 Min später dasselbe. Usw.

:54 ab Pferdemarkt usw.

Da herrscht pünktlichkeitsmäßig auf der S 4 dann mal etwas Druck.

Wieviele Pendelfahrten da wohl täglich ausfallen würden ... Faktisch würde es wohl auf einen Stundentakt hinauslaufen.

Ich würde einen Bonsai-Quietschie nehmen, BR 426. Muß der Lokführer nicht immer soweit laufen.

Dürfte nur schwer werden, Zähler zu finden. 12 Min bezahlte Zeit innerhalb einer Stunde - hm ...

;-)))))))))


Zitat
Das die S6 immer so gebündelt ausfällt, hat auch einen ganz pragmatischen Grund. Soweit ich weiß, ist die S6 in einem komplett eigenen Dienst- und Umlaufplan untergebracht. Wenn nun also allgemeine Personal- und Fahrzeugknappheit herrscht, ist es für die Disposition deutlich einfacher, dort den Verkehr einzustellen und die freiwerdenden Personal- und Materialkapazitäten umzuverteilen, als wenn man beliebige Schichten unbesetzt lässt, die sich dann aber durchs gesamte Netz ziehen.
Interessant. Klingt für mich so, als ob man das dann absichtlich so gemacht hat. Für den Fall der Fälle. So eine Art Sollbruchstelle im Dienstplanwesen. CLEVER!!!!!!


Zitat
Insgesamt muss ich aber auch sagen, dass die Betriebsqualität in den letzten Monaten schon arg nachgelassen hat und mir im Hinblick auf das immer weiter "flüchtende" Personal in der Zukunft durchaus etwas unwohl zumute wird.
Jo ... Darum genieße ich noch jede Fahrt, die klappt. Samstag S 2 war genial. Rund um uns herum Ausfälle, Wenden in Bantorf usw. Nur unsere beiden Erhebungszüge zogen pünktlich ihre Runden.


Zitat
Aber: Wir werden sehen, was passiert.
Was ich mal einem tobenden Fahrgast sagte. Der nölte über 10 Minuten Verspätung rum. Ich sag lakonisch: jo. Isso. Zu viel Zug. Zu wenig Gleis.

Fahrgast war fassungslos: Wie jetzt? Soll das so bleiben?

Ich: jo, die nächsten 2 Jahre bleibt das so. Dann kommt die Nordwestbahn und dann fällt der Zug ganz aus ...

Heijeijei - von seiner Energie hätte man ein Atomkraftwerk ohne Atome betreiben können. Und hätte ich ihn an die Oberleitung gehangen, hätte die S-Bahn Hannover tagelang Strom gehabt ...


Schöne Grüße von jörg