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Randenbahn

geschrieben von: Florian Ziese

Datum: 21.02.21 10:47

Ulrich Grosse schrieb:
Eine Strecke im Raum Singen vermisse ich weiterhin, nämlich von Singen über Hilzingen nach Beuren. Da gibt es eine recht starke Nachfrage, aber die Strecke ist vermutlich überbaut. Ich habe mal gehört, dass im früheren Lokschuppen von Beuren zeitweise ein Busdepot gewesen sein soll. Aktuell stehen die im Raum Singen eingesetzten Regionalbusse wohl in Welschingen und in Rielasingen bzw. im Singener Industriegebiet am Straßenrand.
Da ist leider nichts mehr zu machen. Das erste Stück ist zwar als Radweg, Nebenstrasse noch vorhanden, aber vorm Krankenhaus in Singen ist dann schon Ende, da steht nun ein riesiges Neubeaugebiet (das zu Bahnzeit gerade am Beginnen war) und andere Gebäude auf der Trasse. Danach die Bundesstrasse die für kurze Stücke nun teils auf der Bahntrasse liegt könnte man sicher wieder verlegen, aber Twielfeld kommt man auch nicht mehr durch (diesen "Ort" gab es übrigens zu Zeiten des Bahnbaus noch nicht, da stand nur eine einzige Firma mit etwa drei Gebäuden mitten auf der Wiese, aus denen sich in den letzten hundert Jahren eine grössere Siedlung quasi zentral um den später eingeführten Haltepunkt gebildet hat).
Danach wurde für die Autobahn alles umgegraben, liesse sich aber eher noch lösen, in Hilzingen läuft aber erst die Umgehungsstrasse auf der Bahntrasse (wobei durch das riesige Wachstum Hilzingens nach Süden die Umgehungsstrasse auch wieder mitten im bebauten Gebiet liegt), dann ist es etwas überbaut.
Danach wird es eigentlich besser und das meiste als Acker oder Feldweg noch frei, nur nützt es ohne Verbindung nichts.
In Riedheim ist dann die Umgehungsstrasse auch auf die Bahntrasse gesetzt worde und ganz am Schluss noch einige Häuser, danach stört dann abgesehen von der Privatnutzung der Bahnhofsgebäude erst wieder die Teil-Bebauung des Bahnhofgelände in Beuren.
Insgesamt hat sich da viel getan, was deutlich mehr Fahrgäste als früher bringen könnte...
Wobei das natürlich auch auf Rielasingen und den Singener Süden zutrifft. Zu Zeiten des Bahnbaus lag der Bahnhof von Singen noch südlich ausserhalb des Ortes und der Zug fuhr bis Rielasingen komplett über die grüne Wiese ohne an irgenwelchen Häusern vorbei zukommen, inzwischen sind es nur noch wenige hundert Meter wo wenigstens noch eine Gleisseite nicht bebaut ist, davon auch vieles erst nach Einstellung des Personenverkehrs gebaut.

Gruss Florian



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.02.21 10:50.
De David schrieb:
Naja ist das nicht der Sinn von Museumsbahnvereinen, eben einen alten Zustand zu erhalten? Normaler Betrieb, und dabei andauernd historische Infrastruktur kaputt, machen ja die kommerziellen EVU.
Und solange der Verein irgendwo her Geld hat (und wenns einen einzelnen reichen Gönner gibt), bleibt die Strecke ja erhalten, dazu braucht es keinen Regulären Betrieb.
Mössiö: Wenn nicht die Museumsbahn um 2004 eine Offizielle Einsprache gegen die Entwidmung gemacht hätte, (Via Jurist Keller) könntet ihr euch heute am A. kratzen. Denn es wäre bestenfalls auf deutschem Gebiet ein Radweg. Soviel zur Lage.
Die Museumsbahn wäre die Letzte, die etwas gegen eine Wiederaufnahme des regulären Betriebes hätte, denn so wäre die Strecke langfristig gesichert.
Projekt Museumsbahn Stein am Rhein - Etzwilen - Singen - Hansdampf in allen Gassen (beatjoos.ch)

Zitat:
Der Verein zur Erhaltung der Eisenbahnlinie Etzwilen-Singen wurde vor diesem Hintergrund am 26. Mai 2001 gegründet. Er setzt sich zum Ziel: a) einen Museumsbahnbetrieb mit möglichst historischem Rollmaterial zu betreiben oder zu unterstützen,
b) den Erhalt des Güter-Wagenladungsverkehrs zu fördern,
c) die Gleisanlagen, Kunstbauten und technischen Einrichtungen in betriebsfähigem Zustand zu erhalten,
d) auf eine Wiedereinführung des Personennahverkehrs hinzuwirken.



Allerdings sind wir hier in der Schweiz und es gelten die Schweizer Vorschriften. Zum Beispiel das Behinderten-Gleichstellungsgesetz. Ab 2023 müssen alle Stationen und Fahrzeuge so ausgebaut sein, dass sie ohne Hilfe zugänglich sind, wenigstens im Grundtakt.
Also einfach ein paar Zügli fahren lassen geht nun mal nicht. Zudem sind die Sicherungsanlagen seit Jahren ausser Betrieb und total veraltet. Hier wäre ein grosser Nahholbedarf vorhanden.
Sofern man nicht mit extrem schweren Akkurennern fährt, ist die Brücke eher das kleinere Problem. Zudem müsste in Etzwilen der Zugang ausgebaut werden.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 22.02.21 14:23.
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