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Die nächste Runde =Nachtzug=

geschrieben von: Lukas d. Lokomotivführer

Datum: 17.02.21 10:20

Am Mittwoch (17.02. 9.30 Uhr) soll die Studie des französischen Nachtzug-Vereins „Association Objectif Train de Nuit“ in Heidelberg vorgestellt werden.
Die komplette Meldung können die Gegner, Skeptiker und Befürworter der Nachtzüge hier lesen

Re: Die nächste Runde =Nachtzug=

geschrieben von: Smile0721

Datum: 17.02.21 10:44

Ich bin ja bei Studien immer vorsichtig. Das Meiste, was ich zu lesen bekomme, sind überspitzt Ergebnisse wie:

Da liegt eine Schiene, dann kann man da auch ein Zug fahren. Und ich nehm mal Zeiten aus der Fahrplanauskunft und schaue, wo ich in 14 Stunden hinkomme.

Was mich im Link der Stuttgarter Nachrichten jedoch aufhorchen lässt ist dieser Satz: "Rentabel wäre dabei laut Studie die Kombination aus Fracht- und Personenwaggons". Das erinnert mich an alte Schwarzwaldhäuser. Unten Schweine und oben die Menschen. Dann muss man weniger heizen.


Aber ich lass mich gerne überraschen. Vielleicht ist da was mit Hand und Fuß, wo man auch eine Kosten-/Nutzenkalkulation mal gemacht hat.


PS: Wer Ironie und Sarkasmus findet, darf diesen gerne behalten und weiterverwenden...

Re: Die nächste Runde =Nachtzug=

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 17.02.21 10:49

Der Zeitungsartikel hat mich überrascht, davon war bisher nichts zu hören. Bin gespannt!
Frankfurt-Barcelona wäre auf alle Fälle eine interessante Verbindung, weil lang genug für den Nachtsprung. Wobei man auf dieser Strecke auch einen anständigen Tagzug hinbekommen könnte, wenn man die Anschlüsse optimiert oder gleich einen durchgängigen Zug anbietet.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Die nächste Runde =Nachtzug=

geschrieben von: Hadufuns

Datum: 17.02.21 10:53

Smile0721 schrieb:
Ich bin ja bei Studien immer vorsichtig. Das Meiste, was ich zu lesen bekomme, sind überspitzt Ergebnisse wie:

Da liegt eine Schiene, dann kann man da auch ein Zug fahren. Und ich nehm mal Zeiten aus der Fahrplanauskunft und schaue, wo ich in 14 Stunden hinkomme.

Was mich im Link der Stuttgarter Nachrichten jedoch aufhorchen lässt ist dieser Satz: "Rentabel wäre dabei laut Studie die Kombination aus Fracht- und Personenwaggons". Das erinnert mich an alte Schwarzwaldhäuser. Unten Schweine und oben die Menschen. Dann muss man weniger heizen.


Aber ich lass mich gerne überraschen. Vielleicht ist da was mit Hand und Fuß, wo man auch eine Kosten-/Nutzenkalkulation mal gemacht hat.


PS: Wer Ironie und Sarkasmus findet, darf diesen gerne behalten und weiterverwenden...
An der Studie waren m.W. auch mindestes ein EVU und ein Infrastrukturbetreiber beteiligt. Die üblichen DSO-Experten wurden tragischerweise nicht mit eingebunden.

>“Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”. “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”< (Marc-Uwe Kling)




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.02.21 10:55.

Zeitungsartikel mit Hintergrundinfos (spanisch)

geschrieben von: Hadufuns

Datum: 17.02.21 10:54

Es geht um dieses Projekt: [elmercantil.com] (Artikel in spanisch)

Gruß
Hadufuns

>“Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”. “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”< (Marc-Uwe Kling)
Hallo in die Runde,

war dieses Vorhaben bisher nicht immer an der Streckenmaut gescheitert?

Hat sich da etwas geändert?
Wird immer noch pro Achse und Kilometer bezahlt?
Wurden die Tarife gesenkt?

Danke für weiterführende Hinweise!
BG, InterRailer26+

Re: Die nächste Runde =Nachtzug=

geschrieben von: VT

Datum: 17.02.21 11:06

Smile0721 schrieb:
Was mich im Link der Stuttgarter Nachrichten jedoch aufhorchen lässt ist dieser Satz: "Rentabel wäre dabei laut Studie die Kombination aus Fracht- und Personenwaggons". Das erinnert mich an alte Schwarzwaldhäuser. Unten Schweine und oben die Menschen. Dann muss man weniger heizen.

Vor mehr als zehn Jahren wurde das meines Wissens schon Mal versucht. Irgendwo von Holland in den Süden. Das Problem damals war es die Zeitfenster zu koordinieren in denen die einzelnen Wagen an verschiedenen Stellen sein müssen. Die Personenwagen am Bahnsteig und die Güterwagen woanders und oft noch weit weg von den Personenwagen. Von Barcelona-Sants kann man aber meins Wissens in den Hafen runter einfach weiter fahren. Ähnlich könnte man in Frankfurt vom Südbahnhof weiter zum Containerbahnhof.

Re: Die nächste Runde =Nachtzug=

geschrieben von: Hadufuns

Datum: 17.02.21 13:09

VT schrieb:
Smile0721 schrieb:
Was mich im Link der Stuttgarter Nachrichten jedoch aufhorchen lässt ist dieser Satz: "Rentabel wäre dabei laut Studie die Kombination aus Fracht- und Personenwaggons". Das erinnert mich an alte Schwarzwaldhäuser. Unten Schweine und oben die Menschen. Dann muss man weniger heizen.

Vor mehr als zehn Jahren wurde das meines Wissens schon Mal versucht. Irgendwo von Holland in den Süden. [...]
Das war der "Overnight-Express" von Amsterdam nach Milano. Zeitweise fuhr er mit ehem. Post- zeitweise mit Containertragwagen und ich habe ihm ein paar mal auch die Durchfahrt durch meinen Heimatbf stellen dürfen :)
Die besondere Situation im Verkehr nach Spanien ist die sündhaft teure Neubaustrecke von Perpignan nach Figueras, daher versucht in diesem Projekt jedes nur erdenkliche Potential Kostenreduktion auszuschöpfen.

>“Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”. “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”< (Marc-Uwe Kling)

Re: Die nächste Runde =Nachtzug=

geschrieben von: Stupor Mundi

Datum: 17.02.21 13:28

Man könnte, wie gesagt, auch mit umspurbahren TALGO via der Küste mit Port Bou fahren, wir vermuten hier ja nur, wissen tun wir nicht wie die das genau planen. Dann könnte dieser Zug auch in Franca seine Endstation einlegen, zuvor noch im neuen Sargrera halten, wo es Anschlüsse für die Weiterfahrt nach Süden gibt.

Re: Die nächste Runde =Nachtzug=

geschrieben von: Lukas d. Lokomotivführer

Datum: 17.02.21 13:58

Noch ein Nachklapp.

In 30 (Dreißig) Minuten im Schlafwagenzug von Dortmund nach St. Veit/Österreich, geht nicht? Doch.
Ein Film aus der Eisenbahn-Romantik Serie. Erst Sendung 02.04.2000

Re: Die nächste Runde =Nachtzug=

geschrieben von: VT

Datum: 17.02.21 14:43

In dem von Hadufuns verlinkten Artikeln wird schon auf die mögliche Verwendung von TalgoTrenotel-Zügen hingewiesen. Aber bei einer Fahrt über die Altstrecke müsste man die Güterwagen ja auch umspuren/umladen.
Ich weiß aber auch nicht, welche Spurbreite die Gleise zu den Hafenanlagen) Containerbahnhöfen in Barcelona haben. Wenn die Container umgeladen werden müssen, kann man das auch an der Grenze machen und den Talgo alleine weiterfahren. Wenn die Containerbahnhöfe mit der Normalspur erreichbar sind, könnte es billiger sein über die Schnellfahrstrecke zu fahren als in Port Bou umzuladen oder umzuspuren.
Es wäre sicher sinnvoll, wenn die Containerbahnhöfe sowohl an das breitspurige Netz als auch an die Normalspur angebunden wären.

Re: Die nächste Runde =Nachtzug=

geschrieben von: Wortkarg

Datum: 17.02.21 14:52

Naja grundsätzlich denkbar wäre es ja schon, einem relativ planbarem Containerzug 4, 5 Schlafwagen mit einzustellen. Die Fahrgäste müssten dann halt damit rechnen, dass es bei Verladeproblemen o.ä. auch mal 1, 2 Stunden Verspätung geben kann. Wenn man z.B. auf der Relation Hamburg (Hafen oder Billwerder) nach München Riem könnte man in Harburg und München Ost kurz am Bahnsteig halten. Dann würde der 700m-Zug aber auch einige Fahrstraßen blockieren, so dass der Zu- und Ausstieg schon schnell gehen muss.
Dadurch dass die Personenwagen leichter sind, wäre auf den Containerzügen pro TEU eine höhere Last möglich. Gerade die Container in Richtung Häfen sind teilweise recht schwer, so dass einzelne Stellplätze frei bleiben müssen.
Wenn ich das überschlage komme ich schon zu einem recht attraktiven Preis pro Person. Wenn man die Personenwagen aber immer noch gesondert rangiert oder durch die Gegend fährt, wird es schnell teuer.
Huhu.

Hadufuns schrieb:
Die üblichen DSO-Experten wurden tragischerweise nicht mit eingebunden.

Dann würden die Züge auch längst fahren. Und man könnte sich Studie Nr 14.749 schenken.

Meine Güte, als ob man dafür einen Nobelpreis als Voraussetzung braucht, um bei der Studie mitwirken zu dürfen ...


Schöne Grüße von jörg
Hadufuns schrieb:
Es geht um dieses Projekt: [elmercantil.com] (Artikel in spanisch)

Gruß
Hadufuns
Hallo,

ich habe mir den Artikel mal zu Gemüte geführt. Danach soll der GV zunächst mal zwischen Barcelona und Nancy am Zug sein, und dann separat Richtung Luxembourg weiter laufen, während der PV-Teil weiter nach Frankfurt laufen soll. Grundsätzlich soll GV aber auf der ganzen Strecke möglich sein. Das Konzept klingt recht spannend.

Zu den Reisezugwagen:
Die Graphik im Beitrag zeigt klassische Reisezugwagen mit 26,4m Fahrzeuglänge: 1 Sitzwagen (80P), 2 Liegewagen (je 50P), 1 Speisewagen, 3 Schlafwagen (je max 40P (eher 39P in 13 Abteilen?)). Da bin ich etwas ratlos, was die Verhandlungen mit der RENFE zu Talgo-Garnituren bewirken sollen...

Gespannte und freundliche Grüße aus Leipzig von
Ralf...

...der einen Nachtzug Frankfurt-Barcelona aber sicher gern gelegentlich in seine Reiseplanungen einbauen würde, am liebsten auf der Rückfahrt ;-)


Meine Reiseberichte: [www.drehscheibe-online.de]

Re: Die nächste Runde =Nachtzug=

geschrieben von: TomyN

Datum: 17.02.21 22:14

Wohn bzw. Schlafcontainer sind wahrscheinlich unrealistisch ...

Re: Die nächste Runde =Nachtzug=

geschrieben von: glx

Datum: 17.02.21 23:39

Hallo,


Hadufuns schrieb:
Die besondere Situation im Verkehr nach Spanien ist die sündhaft teure Neubaustrecke von Perpignan nach Figueras
Mich würde jetzt schon mal interessieren, was diese Strecke denn so "sündhaft teuer" macht? Ist diese Strecke nicht mitlerweise zu SNCF und ADIF gewechselt, da der private Bauherr pleite ging? Oder habe ich da etwas falsch interpretiert?

Die Führung von Güterzügen mit Personenbeförderung über eine Hochgeschwindigkeitsstrecke stellt aber auch die Frage nach den Brandschutz in den 8,3 km langen Grenztunnel auf der Strecke. Auch wenn man vermutlich kein Gefahrgut transportieren wird, ist eine gewisse Brandlast durchaus gegeben.

Re: Die nächste Runde =Nachtzug=

geschrieben von: Ladehilfe

Datum: 18.02.21 08:13

Nachtzüge haben den Vorteil das man ruhig schlafen kann und bei Zeiten ans Ziel kommt. Mein Lieblingszug war der D 1960 Dresden München und ich kam rechtzeitig zum Dienstbeginn in Regensburg an.

Liebe Leute,

Bleibt gesund und wenn es geht daheim!

Re: Die nächste Runde =Nachtzug=

geschrieben von: Kdorf

Datum: 18.02.21 09:22

Eine grundsätzliche Frage: Sollen das Gmp oder Pmg werden?
[de.m.wikipedia.org]

Re: Die nächste Runde =Nachtzug=

geschrieben von: tbk

Datum: 18.02.21 10:26

VT schrieb:
Von Barcelona-Sants kann man aber meins Wissens in den Hafen runter einfach weiter fahren. Ähnlich könnte man in Frankfurt vom Südbahnhof weiter zum Containerbahnhof.

Spurweitenproblem: Hafenbahn und güterbahnhöfe in Barcelona sind breitspurig. Es müsste also ein normalspuriges güterterminal gebaut oder spurwechselfähige güterwagen eingesetzt werden.
Technisch ist das alles möglich, nur deutlich aufwendiger und teurer als normale güterwagen, zumal die distanz nahelegt, dass es gut wäre, mehr als nur die 100 bis 120 km/h zu fahren, die standard-güterwagendrehgestell erlauben.
Ob es sich lohnt, schnelle spurwechselfähige güterwagen zu entwickeln, wird auch davon abhängen, wie viele güterkunden es gibt, die für eine schnelle nachtsprungverbindung mehr zu zahlen bereit wären.


Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.

Re: Die nächste Runde =Nachtzug=

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 18.02.21 10:37

Wortkarg schrieb:
Naja grundsätzlich denkbar wäre es ja schon, einem relativ planbarem Containerzug 4, 5 Schlafwagen mit einzustellen. Die Fahrgäste müssten dann halt damit rechnen, dass es bei Verladeproblemen o.ä. auch mal 1, 2 Stunden Verspätung geben kann. Wenn man z.B. auf der Relation Hamburg (Hafen oder Billwerder) nach München Riem könnte man in Harburg und München Ost kurz am Bahnsteig halten. Dann würde der 700m-Zug aber auch einige Fahrstraßen blockieren, so dass der Zu- und Ausstieg schon schnell gehen muss.
Dadurch dass die Personenwagen leichter sind, wäre auf den Containerzügen pro TEU eine höhere Last möglich. Gerade die Container in Richtung Häfen sind teilweise recht schwer, so dass einzelne Stellplätze frei bleiben müssen.
Wenn ich das überschlage komme ich schon zu einem recht attraktiven Preis pro Person. Wenn man die Personenwagen aber immer noch gesondert rangiert oder durch die Gegend fährt, wird es schnell teuer.
Da hat wieder einer Vorstellungen, wie die Eisenbahn funktioniert.

Der erste Beitrag und so viel "Geschwurbel". Warum* müssen denn Stellplätze auf Güterzügen frei bleiben? Ist ja ganz was neues, aber ich lerne gerne hinzu.

Und zum Rest der Kombination zw. Güterzug und Personenzug Hülle ich den Mantel Schweigens ...

*Edit: Wann -> ersetzt durch -> Warum



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.02.21 12:26.
E 44 051 schrieb:


Da bin ich etwas ratlos, was die Verhandlungen mit der RENFE zu Talgo-Garnituren bewirken sollen...

Wenn sie welche bekommen die alt genug sind, wären zumindest die Generatoren im Manso in einem Güterzug sicher nicht unpraktisch. Dann könnte man sich bei der Suche nach der Traktion etwas leichter tun.

Re: Die nächste Runde =Nachtzug=

geschrieben von: Allberto

Datum: 18.02.21 10:58

Wortkarg schrieb:
Naja grundsätzlich denkbar wäre es ja schon, einem relativ planbarem Containerzug 4, 5 Schlafwagen mit einzustellen. Die Fahrgäste müssten dann halt damit rechnen, dass es bei Verladeproblemen o.ä. auch mal 1, 2 Stunden Verspätung geben kann. Wenn man z.B. auf der Relation Hamburg (Hafen oder Billwerder) nach München Riem könnte man in Harburg und München Ost kurz am Bahnsteig halten. Dann würde der 700m-Zug aber auch einige Fahrstraßen blockieren, so dass der Zu- und Ausstieg schon schnell gehen muss.
Dadurch dass die Personenwagen leichter sind, wäre auf den Containerzügen pro TEU eine höhere Last möglich. Gerade die Container in Richtung Häfen sind teilweise recht schwer, so dass einzelne Stellplätze frei bleiben müssen.
Wenn ich das überschlage komme ich schon zu einem recht attraktiven Preis pro Person. Wenn man die Personenwagen aber immer noch gesondert rangiert oder durch die Gegend fährt, wird es schnell teuer.
Was spricht dagegen, das Ganze andersherum aufzuziehen? (ernstgemeinte Frage! Was sind die Gründe?)
Warum wird es so viel teurer, wenn man wie folgt vorgeht: Die Lok mit den Reisendenwagen fährt vom Personenbahnhof zur festgesetzten und kommunizierten Abfahrtzeit los, erreicht den nächsten Güterbahnhof und wartet dort zusammen mit den Personenwaggons auf das Anhängen der Containerwagen. Die Fahrt über Nacht geht zunächst zum Ziel-Güterbahnhof. Wenn ein bis zwei Stunden Verspätung regelmäßig erwartbar sind (ich verstehe immer noch nicht ganz, warum sich diese Prozesse nicht besser beherrschen lassen), könnte man diese als Fahrplanpuffer am Morgen im Güterbahnhof einplanen. Die Lok lässt den Frachtteil des Zuges stehen und erreicht dann mit den Personenwaggons den Zielbahnhof planmäßig. Gerade im Nachtzugverkehr ist den meisten Reisenden eine für Schlaf angemessene Reisedauer und eine hinreichend späte Ankunftszeit wichtiger als Schnelligkeit.

Re: Die nächste Runde =Nachtzug=

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 18.02.21 12:10

Weil weder EVU noch der Rest Lust haben, sich wegen ein paar gelangweilter Pfennigfuchser den dreifachen Aufwand aufzuhalsen! Mit so einem Schlafwagen drin, ist das ein Reisezug. Den darf ich nicht mehr fahren, den darf mein EVU nicht fahren, der erfordert mehr Aufwand beim Fahrplan, kostet Stationsgebühren usw.
Das lohnt sich nicht mal ansatzweise (und ich hätte da auch keinen Bock auf "Fahrgäste"...)

MfG

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

Facebook-Fundstück...

[m.facebook.com]

aus aktuellem Anlass :-(: [www.youtube.com]

Re: Die nächste Runde =Nachtzug=

geschrieben von: Hadufuns

Datum: 18.02.21 12:20

Matthias Muschke schrieb:
Weil weder EVU noch der Rest Lust haben, sich wegen ein paar gelangweilter Pfennigfuchser den dreifachen Aufwand aufzuhalsen! [...]
Das Problem besteht darin dass die Benutzung der grenzüberschreitenden Infrastruktur derart teuer ist dass noch nicht einmal eine handvoll Personenzüge auf Ihr verkehren, ein km Nachtzug würde um die 35 - 40 Euro/km kosten. Deren Infrastrukturbetreiber hat sich übrigens an dem Projekt beteiligt, dass könnte man auch so interpretieren dass er deine Befürchtungen nicht teilt.

>“Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”. “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”< (Marc-Uwe Kling)




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.02.21 12:21.

Re: Die nächste Runde =Nachtzug=

geschrieben von: Hadufuns

Datum: 18.02.21 12:29

Hallo VT,

VT schrieb:
In dem von Hadufuns verlinkten Artikeln wird schon auf die mögliche Verwendung von TalgoTrenotel-Zügen hingewiesen. Aber bei einer Fahrt über die Altstrecke müsste man die Güterwagen ja auch umspuren/umladen.
Ich weiß aber auch nicht, welche Spurbreite die Gleise zu den Hafenanlagen) Containerbahnhöfen in Barcelona haben. Wenn die Container umgeladen werden müssen, kann man das auch an der Grenze machen und den Talgo alleine weiterfahren. Wenn die Containerbahnhöfe mit der Normalspur erreichbar sind, könnte es billiger sein über die Schnellfahrstrecke zu fahren als in Port Bou umzuladen oder umzuspuren.
Es wäre sicher sinnvoll, wenn die Containerbahnhöfe sowohl an das breitspurige Netz als auch an die Normalspur angebunden wären.
Man kommt, über Dreischienengleise, auf Normalspur in den Hafen von Barcelona. Ein paar Güterzüge nehmen auch, von Frankreich aus den Weg dorthin. Das Problem sind die absurd hohen Infrastrukturgebühren [1], die dazu geführt haben dass die Neubaustrecke aus meiner Sicht kein Gewinn für Bahnreisende war. Die heute vorhandene Infrastruktur würde er erlauben innerhalb von einem Tag von Frankfurt nach Sevilla oder Cadiz zu kommen, theoretisch. Praktisch ist die Anzahl der Verbindungen derart eingedampft worden dass man aus dem Elsass nun über Paris nach Katalonien fährt und dort auch nicht früher ankommt als zuvor.

Am genannten Projekt ist der Infrastrukturbetreiber "LFP Perthus" beteiligt, das spricht m.E. dafür dass tatsächlich die Nutzung der Neubaustrecke bzw. Normalspurgleise bis Barcelona angedacht ist.

Gruß
Hadufuns

[1]: [www.lfpperthus.com]

>“Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”. “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”< (Marc-Uwe Kling)

Re: Die nächste Runde =Nachtzug=

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 18.02.21 12:31

Hadufuns schrieb:
Matthias Muschke schrieb:
Weil weder EVU noch der Rest Lust haben, sich wegen ein paar gelangweilter Pfennigfuchser den dreifachen Aufwand aufzuhalsen! [...]
Das Problem besteht darin dass die Benutzung der grenzüberschreitenden Infrastruktur derart teuer ist dass noch nicht einmal eine handvoll Personenzüge auf Ihr verkehren, ein km Nachtzug würde um die 35 - 40 Euro/km kosten. Deren Infrastrukturbetreiber hat sich übrigens an dem Projekt beteiligt, dass könnte man auch so interpretieren dass er deine Befürchtungen nicht teilt.
Es geht um sämtliche Kisten-EVU. Warum sollten die jetzt an einem Schein für drei Schlafwagen interessiert sein? Umgekehrt geht meist auch nicht. Es gibt nur wenige Klein-EVU die beides dürfen, meist als Dienstleister für große.

MfG

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

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aus aktuellem Anlass :-(: [www.youtube.com]

Re: Die nächste Runde =Nachtzug=

geschrieben von: Hadufuns

Datum: 18.02.21 12:34

Matthias Muschke schrieb:
Hadufuns schrieb:
Matthias Muschke schrieb:
Weil weder EVU noch der Rest Lust haben, sich wegen ein paar gelangweilter Pfennigfuchser den dreifachen Aufwand aufzuhalsen! [...]
Das Problem besteht darin dass die Benutzung der grenzüberschreitenden Infrastruktur derart teuer ist dass noch nicht einmal eine handvoll Personenzüge auf Ihr verkehren, ein km Nachtzug würde um die 35 - 40 Euro/km kosten. Deren Infrastrukturbetreiber hat sich übrigens an dem Projekt beteiligt, dass könnte man auch so interpretieren dass er deine Befürchtungen nicht teilt.
Es geht um sämtliche Kisten-EVU. [...]
Nö, es geht nicht um "sämtliche Kisten-EVU", ein EVU dürfte für die Abwicklung der Verkehre vollkommen ausreichend sein.

>“Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”. “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”< (Marc-Uwe Kling)

Re: Die nächste Runde =Nachtzug=

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 18.02.21 12:49

Hadufuns schrieb:
Zitat:
Nö, es geht nicht um "sämtliche Kisten-EVU", ein EVU dürfte für die Abwicklung der Verkehre vollkommen ausreichend sein.
Wird es aber nicht. Die Grundidee kam irgendwann mal aus 2019:

[www.blick.ch]

Hatten wir ja alles schon mal bis zum Exzess durchgekaut:

[www.drehscheibe-online.de]

Da spielen diverse Gründe eine Rolle und vor allen rechtliche Dinge sind da nicht ganz unwichtig:

[www.drehscheibe-online.de]

"Theoretisch müsste ich mich eigentlich aufregen - aber der Gesundheit zu liebe ist es mir völlig egal!"

Schaut doch mal vorbei:
[www.mec-loerrach.de]
Mein Kanal: [m.youtube.com]


VT schrieb:
E 44 051 schrieb:

Da bin ich etwas ratlos, was die Verhandlungen mit der RENFE zu Talgo-Garnituren bewirken sollen...

Wenn sie welche bekommen die alt genug sind, wären zumindest die Generatoren im Manso in einem Güterzug sicher nicht unpraktisch. Dann könnte man sich bei der Suche nach der Traktion etwas leichter tun.
Ich könnte mit vorstellen dass es darum geht die, eigentlich zum Umbau in Großraumwagen vorgesehenen, Schlafwagen der Renfe für dieses Projekt zu bekommen. Die sind Teil von Talgo7-Zügen und dürften zu den modernsten Schlafwagen Europas gehören. Schlaf- und Liegewagen sind ja sonst eher Mangelware.

Gruß
Hadufuns

>“Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”. “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”< (Marc-Uwe Kling)

Re: Die nächste Runde =Nachtzug=

geschrieben von: Hadufuns

Datum: 18.02.21 12:51

Christian Snizek schrieb:
Hadufuns schrieb:
Zitat:
Nö, es geht nicht um "sämtliche Kisten-EVU", ein EVU dürfte für die Abwicklung der Verkehre vollkommen ausreichend sein.
Wird es aber nicht. [...]
Wie auch immer, mindestens ein Infrstrukturbetreiber ist an der Studie beteiligt und sieht offensichtlich nicht die Probleme die Du siehst und um ganz ehrlich zu sein: ich halte deren Einschätzung für relevanter als die von Christian Snizek.

>“Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”. “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”< (Marc-Uwe Kling)

Re: Die nächste Runde =Nachtzug=

geschrieben von: Hadufuns

Datum: 18.02.21 12:59

tbk schrieb:
VT schrieb:
Von Barcelona-Sants kann man aber meins Wissens in den Hafen runter einfach weiter fahren. Ähnlich könnte man in Frankfurt vom Südbahnhof weiter zum Containerbahnhof.
Spurweitenproblem: Hafenbahn und güterbahnhöfe in Barcelona sind breitspurig. Es müsste also ein normalspuriges güterterminal gebaut oder spurwechselfähige güterwagen eingesetzt werden. [...]
Das wurde schon gebaut: [www.adif.es] :)

>“Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”. “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”< (Marc-Uwe Kling)

Re: Die nächste Runde =Nachtzug=

geschrieben von: Wortkarg

Datum: 18.02.21 13:07

Christian Snizek schrieb:
Wortkarg schrieb:
Naja grundsätzlich denkbar wäre es ja schon, einem relativ planbarem Containerzug 4, 5 Schlafwagen mit einzustellen. Die Fahrgäste müssten dann halt damit rechnen, dass es bei Verladeproblemen o.ä. auch mal 1, 2 Stunden Verspätung geben kann. Wenn man z.B. auf der Relation Hamburg (Hafen oder Billwerder) nach München Riem könnte man in Harburg und München Ost kurz am Bahnsteig halten. Dann würde der 700m-Zug aber auch einige Fahrstraßen blockieren, so dass der Zu- und Ausstieg schon schnell gehen muss.
Dadurch dass die Personenwagen leichter sind, wäre auf den Containerzügen pro TEU eine höhere Last möglich. Gerade die Container in Richtung Häfen sind teilweise recht schwer, so dass einzelne Stellplätze frei bleiben müssen.
Wenn ich das überschlage komme ich schon zu einem recht attraktiven Preis pro Person. Wenn man die Personenwagen aber immer noch gesondert rangiert oder durch die Gegend fährt, wird es schnell teuer.
Da hat wieder einer Vorstellungen, wie die Eisenbahn funktioniert.

Der erste Beitrag und so viel "Geschwurbel". Warum* müssen denn Stellplätze auf Güterzügen frei bleiben? Ist ja ganz was neues, aber ich lerne gerne hinzu.

Und zum Rest der Kombination zw. Güterzug und Personenzug Hülle ich den Mantel Schweigens ...

*Edit: Wann -> ersetzt durch -> Warum
Ich weiß sicherlich mehr darüber, wie Eisenbahn funktioniert als Du so denkst.
Natürlich musst Du auf Containerzügen Stellplätze frei lassen, wenn Du sonst die Grenzlast überschreitest, die Wagen in die Gegenrichtung aber wieder brauchst.
Es muss auch nicht zwingend das EVU den Passagierteil vermarkten, der den Frachtteil vermarktet. Die EVU-Lizenzen musst Du natürlich entsprechend haben, klar. Wenn 2 Unternehmen das gemeinsam gestalten, warum nicht? Kannst Du mir einen Grund nennen, warum das nicht gehen soll oder redest Du nur so daher?

Re: Die nächste Runde =Nachtzug=

geschrieben von: Wortkarg

Datum: 18.02.21 13:12

Allberto schrieb:
Die Fahrt über Nacht geht zunächst zum Ziel-Güterbahnhof. Wenn ein bis zwei Stunden Verspätung regelmäßig erwartbar sind (ich verstehe immer noch nicht ganz, warum sich diese Prozesse nicht besser beherrschen lassen), könnte man diese als Fahrplanpuffer am Morgen im Güterbahnhof einplanen.


Das kommt natürlich ganz auf die Relation an. Wenn Du aber im Nachtsprung quer durch Deutschland fährst hast Du einen ganz engen Zeitplan um in der nächsten Nacht in die Gegenrichtung zu fahren. Dazu kommen Verladeverzögerungen, Personalausfall, Personalübergänge, Streckensperrungen usw.

Re: Die nächste Runde =Nachtzug=

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 18.02.21 13:14

Wortkarg schrieb:
Christian Snizek schrieb:
Wortkarg schrieb:
Naja grundsätzlich denkbar wäre es ja schon, einem relativ planbarem Containerzug 4, 5 Schlafwagen mit einzustellen. Die Fahrgäste müssten dann halt damit rechnen, dass es bei Verladeproblemen o.ä. auch mal 1, 2 Stunden Verspätung geben kann. Wenn man z.B. auf der Relation Hamburg (Hafen oder Billwerder) nach München Riem könnte man in Harburg und München Ost kurz am Bahnsteig halten. Dann würde der 700m-Zug aber auch einige Fahrstraßen blockieren, so dass der Zu- und Ausstieg schon schnell gehen muss.
Dadurch dass die Personenwagen leichter sind, wäre auf den Containerzügen pro TEU eine höhere Last möglich. Gerade die Container in Richtung Häfen sind teilweise recht schwer, so dass einzelne Stellplätze frei bleiben müssen.
Wenn ich das überschlage komme ich schon zu einem recht attraktiven Preis pro Person. Wenn man die Personenwagen aber immer noch gesondert rangiert oder durch die Gegend fährt, wird es schnell teuer.
Da hat wieder einer Vorstellungen, wie die Eisenbahn funktioniert.

Der erste Beitrag und so viel "Geschwurbel". Warum* müssen denn Stellplätze auf Güterzügen frei bleiben? Ist ja ganz was neues, aber ich lerne gerne hinzu.

Und zum Rest der Kombination zw. Güterzug und Personenzug Hülle ich den Mantel Schweigens ...

*Edit: Wann -> ersetzt durch -> Warum
Ich weiß sicherlich mehr darüber, wie Eisenbahn funktioniert als Du so denkst.
Natürlich musst Du auf Containerzügen Stellplätze frei lassen, wenn Du sonst die Grenzlast überschreitest, die Wagen in die Gegenrichtung aber wieder brauchst.
Es muss auch nicht zwingend das EVU den Passagierteil vermarkten, der den Frachtteil vermarktet. Die EVU-Lizenzen musst Du natürlich entsprechend haben, klar. Wenn 2 Unternehmen das gemeinsam gestalten, warum nicht? Kannst Du mir einen Grund nennen, warum das nicht gehen soll oder redest Du nur so daher?
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Und zur Lastgrenze: Die Hupac hatte kürzlich die Lastgrenze für ihre Züge erhöht. Also Lasten sind grundsätzlich mal keine Probleme mehr. Unter bestimmten Voraussetzungen fahren wir auch mit Überlast/-Länge; kommt auch vor.

"Theoretisch müsste ich mich eigentlich aufregen - aber der Gesundheit zu liebe ist es mir völlig egal!"

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Güterverkehr mit Personenbeförderung

geschrieben von: Mülheimer Eisenbahn

Datum: 18.02.21 13:14

Mann kann den Güterzug mit Nachreisendenbeförderung als eigenständiges Produkt anbieten, dass sich von Premium-Verkehren wie Nightjet klar argen:

Die Abfahrt von Personenbahnhöfen erfolgt pünktlich,
die Ankunft hingegen erfolgt ausdrücklich ohne Gewähr (Angabe eines Zeitfensters).
Zielgruppe: Touristen und Pfennigfuchser

Prinzip:
- Abfahrt von Hauptbahnhöfen zum nächstgelegenen Güterterminal
- Dort längere Wahrtezeit und anschließend Weiterbeförderung über nacht zum nächsten Terminal
- Dort: transfer der Wagen zum Zielbahnhof.

Alternativ denkbar:
Der Nachtzug führt von Güterbahnhof zu Güterbahnhof und Schluss und die Fahrgäste werden mit einem Triebwagen oder Bus befördert, was u.u. wirtschaftlicher ist als ein das rumschreien der Schlafwagen.

Dringend notwendig:
Güterwagen mit 10 Bar-Leitung ausstatten, auf wenn die Nachtfahrt in Bremstellung G erfolgt.
Schließlich muss nachts die Toilette funktionieren - es sei denn man will jedes mal die Wagen zwischen Lok und Güterwagen kuppeln.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.02.21 22:31.

Re: Güterverkehr mit Personenbeförderung

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 18.02.21 13:41

Mülheimer Eisenbahn schrieb:
Mann kann den Güterzug mit Nachreisendenbeförderung als eigenständiges Produkt anbieten, dass sich von Premium-Verkehren wie Nightjet klar argen:

Die Abfahrt von Personenbahnhöfen erfolgt pünkltlich,
die Ankunft hingegen erfolgt ausdrücklich ohne Gewährt (Angabe eines Zeitfensters).
Zielgruppe: Touristen und Pfennigfuchser

Prinzip:
- Abfahrt von Hauptbahnhöfen zum nächstgelegenen Güterterminal
- Dort längere Wahrtezeit und anschließend Weiterbeförderung über nacht zum nächsten Terminal
- Dort: transfer der Wagen zum Zielbahnhof.

Alternativ denkbar:
Der Nachtzug führt von Güterbahnhof zu Güterbahnhof und Schluss und die Fahrgäste werden mit einem Triebwagen oder Bus befördert, was u.u. wirtschaftlicher ist als ein das rumschreien der Schlafwagen.

Dringend notwendig:
Güterwagen mit 10 Bar-Leitung ausstatten, auf wenn die Nachtfahrt in Bremstellung G erfolgt.
Schließlich muss nachts die Toilette funktionieren - es sei denn man will jedes mal die Wagen zwischen Lok und Güterwagen kuppeln.
Das wird man wohl müssen, es fehlt etwas mehr als die 10bar Leitung...

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

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Re: Die nächste Runde =Nachtzug=

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 18.02.21 13:43

Es geht um die Lastgrenzen für einzelne Wagen. Bei zwei Tankcontainern auf einem 60Fuß Wagen ist die z.B. häufig schon erreicht und Platz 3 bleibt leer.

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

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Re: Die nächste Runde =Nachtzug=

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 18.02.21 13:51

Matthias Muschke schrieb:
Es geht um die Lastgrenzen für einzelne Wagen. Bei zwei Tankcontainern auf einem 60Fuß Wagen ist die z.B. häufig schon erreicht und Platz 3 bleibt leer.
Das ist klar, bei Tankcontainer bzw Wecheslbehälter passen diese auch nicht unbedingt als Triple auf den Wagen; sind ja unter Umständen auch länger als 20Fuss ..

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Re: Die nächste Runde =Nachtzug=

geschrieben von: Wortkarg

Datum: 18.02.21 13:53

Christian Snizek schrieb:
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Und zur Lastgrenze: Die Hupac hatte kürzlich die Lastgrenze für ihre Züge erhöht. Also Lasten sind grundsätzlich mal keine Probleme mehr. Unter bestimmten Voraussetzungen fahren wir auch mit Überlast/-Länge; kommt auch vor.
Hallo,
ja natürlich und Du kannst z.B. auch mit der Vectron auch mehr ziehen als mit einer 185. Es ist aber halt trotzdem ein Thema, da die Lastgrenze oft doch ein begrenzender Faktor sein kann.
Dass es mal so eben geht habe ich nie gesagt. Du musst den Zug halt entsprechend priorisieren und planen und im Ausfallfalle muss man auf DB-Züge verweisen oder andere Lösungen suchen. Die gleichen Fragen wie sich andere Zugbetreiber von Personenzügen aber auch stellen müssen. Dafür läuft das halt eher als preisgünstig. Wie gesagt die Vermarktung und Bewirtschaftung muss nicht zwingend von dem Containerzugbetreiber organisiert werden.
Mit in ein Containerterminal kannst Du die Personenwagen mit Fahrgästen besetzt natürlich nicht nehmen, daher halt die Idee vorher an einem geeigneten Bahnsteig zu halten wo Du mit hoher Wahrscheinlichkeit vorbei kommst. Natürlich musst Du die Personenwagen dann am Ziel wieder umrangieren oder eine Drehfahrt machen.
Es ist schwierig, ja, aber meiner Meinung nach nicht unmöglich. Aber mit "das kann nicht gehen" kommt man halt auch nicht weiter.

Re: Die nächste Runde =Nachtzug=

geschrieben von: Hadufuns

Datum: 18.02.21 14:18

Wortkarg schrieb:
Christian Snizek schrieb:
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Und zur Lastgrenze: Die Hupac hatte kürzlich die Lastgrenze für ihre Züge erhöht. Also Lasten sind grundsätzlich mal keine Probleme mehr. Unter bestimmten Voraussetzungen fahren wir auch mit Überlast/-Länge; kommt auch vor.
Hallo,
ja natürlich und Du kannst z.B. auch mit der Vectron auch mehr ziehen als mit einer 185. Es ist aber halt trotzdem ein Thema, da die Lastgrenze oft doch ein begrenzender Faktor sein kann.
Dass es mal so eben geht habe ich nie gesagt. Du musst den Zug halt entsprechend priorisieren und planen und im Ausfallfalle muss man auf DB-Züge verweisen oder andere Lösungen suchen. Die gleichen Fragen wie sich andere Zugbetreiber von Personenzügen aber auch stellen müssen. Dafür läuft das halt eher als preisgünstig. Wie gesagt die Vermarktung und Bewirtschaftung muss nicht zwingend von dem Containerzugbetreiber organisiert werden.
Mit in ein Containerterminal kannst Du die Personenwagen mit Fahrgästen besetzt natürlich nicht nehmen, daher halt die Idee vorher an einem geeigneten Bahnsteig zu halten wo Du mit hoher Wahrscheinlichkeit vorbei kommst. Natürlich musst Du die Personenwagen dann am Ziel wieder umrangieren oder eine Drehfahrt machen.
Es ist schwierig, ja, aber meiner Meinung nach nicht unmöglich. Aber mit "das kann nicht gehen" kommt man halt auch nicht weiter.
Ich war bei einigen Telkos dabei, leider verstehe ich kaum franzözisch, aber ich habe rausgehört dass die Idee wohl darin besteht Güter- und Personenzüge zu vereinigen. Einmal nördlich von Barcelona und einmal in Nancy (wie auch im unten verlinkten Artikel erwähnt wird). Herkunft bzw. Ziel des Güterzuges soll Barcelona und "Luxemburg" sein. Ich denke mit Luxemburg ist das Terminal Bettembourg gemeint.

Gruß
Hadufuns

>“Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”. “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”< (Marc-Uwe Kling)

Re: Die nächste Runde =Nachtzug=

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 18.02.21 14:32

Christian Snizek schrieb:
Wortkarg schrieb:
Kannst Du mir einen Grund nennen, warum das nicht gehen soll oder redest Du nur so daher?
Dies hier hast du gelesen? [www.drehscheibe-online.de]

Zu Frage von Wortkarg gibt es möglicherweise eine recht einfach Antwort: Weil wir hier in Deutschland sind.

Zum Link von CS: Ist das dein Ernst, dass das alles Gründe sein sollen, die einem solchen "GmP/PmG"-Unterfangen entgegen stehen? Das sind Fragen die täglich sich dutzende EVU stellen und ebenso viele beantworten.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Güterverkehr mit Personenbeförderung

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 18.02.21 14:33

Mülheimer Eisenbahn schrieb:
die Ankunft hingegen erfolgt ausdrücklich ohne Gewährt (Angabe eines Zeitfensters).

Oder man macht endlich mal Schluss mit der permanenten Unzuverlässigkeit des Güterverkehrs.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

Re: Die nächste Runde =Nachtzug=

geschrieben von: Stupor Mundi

Datum: 18.02.21 15:36

Nancy als Güterzielbahnhof halte ich für eine komische Idee. Das würde bedeuten diesen Zug über Nancy-Metz-Saarbrücken fahren zu lassen, wo doch die Route Mulhouse (auch Basel und Freiburg hier im Blick haben)-Strasbourg-Karlsruhe (Stuttgart und München) viel mehr Potential hätte.

Führt man ihn dann aber über Lothringen, dann wäre sowohl in Nancy als auch in Metz ein Fahrtrichtungswechsel notwendig und wenn die Güter eigentlich Luxembourg als Ziel haben, dann macht es viel mehr Sinn diese in Metz vom restlichen Zug abzutrennen oder damit zu vereinen.

Hier scheint man in meinen Augen noch nicht das Optimun gefunden zu haben.

Re: Die nächste Runde =Nachtzug=

geschrieben von: Hadufuns

Datum: 18.02.21 18:56

Stupor Mundi schrieb:
Nancy als Güterzielbahnhof halte ich für eine komische Idee. Das würde bedeuten diesen Zug über Nancy-Metz-Saarbrücken fahren zu lassen, wo doch die Route Mulhouse (auch Basel und Freiburg hier im Blick haben)-Strasbourg-Karlsruhe (Stuttgart und München) viel mehr Potential hätte.

Führt man ihn dann aber über Lothringen, dann wäre sowohl in Nancy als auch in Metz ein Fahrtrichtungswechsel notwendig und wenn die Güter eigentlich Luxembourg als Ziel haben, dann macht es viel mehr Sinn diese in Metz vom restlichen Zug abzutrennen oder damit zu vereinen.

Hier scheint man in meinen Augen noch nicht das Optimun gefunden zu haben.
Man möchte ihn über Strasbourg führen, ihn mit Güterwagen in Richtung Luxemburg bündeln und hat das Problem das die Strecke im Doubs-Tal nicht das passenden Profil hat.

>“Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”. “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”< (Marc-Uwe Kling)

Re: Die nächste Runde =Nachtzug=

geschrieben von: Stupor Mundi

Datum: 18.02.21 19:32

Wenn ich schon zwingend hoch nach Lothringen muß, dann ist dann die Route via Strasbourg aber ein großer zeitlicher Nachteil und Umweg, da verliert man Zeit, was für Personenreisende diese Idee nicht attraktiver macht.

Schon auf der direkten und schnellsten Route wird diese Fahrt an die 12 Stunden dauern, jeder Umweg ist da schädlich.
Hadufuns schrieb:
VT schrieb:
E 44 051 schrieb:

Da bin ich etwas ratlos, was die Verhandlungen mit der RENFE zu Talgo-Garnituren bewirken sollen...

Wenn sie welche bekommen die alt genug sind, wären zumindest die Generatoren im Manso in einem Güterzug sicher nicht unpraktisch. Dann könnte man sich bei der Suche nach der Traktion etwas leichter tun.
Ich könnte mit vorstellen dass es darum geht die, eigentlich zum Umbau in Großraumwagen vorgesehenen, Schlafwagen der Renfe für dieses Projekt zu bekommen. Die sind Teil von Talgo7-Zügen und dürften zu den modernsten Schlafwagen Europas gehören. Schlaf- und Liegewagen sind ja sonst eher Mangelware.

Gruß
Hadufuns
Hallo,

der in dem Artikel gezeigte Zug besteht aus klassischen 26,4m-Wagen. Für die genannten Passagierzahlen wäre auch eine 185m lange Talgo-Garnitur völlig unzureichend.

Hier mal die Skizze aus dem Artikel:

Lunatrain.jpg
Quelle: [elmercantil.com]

Ich bin weiter ratlos.

Freundliche Grüße aus Leipzig von
Ralf


Meine Reiseberichte: [www.drehscheibe-online.de]
Hallo E 44 051,

E 44 051 schrieb:
Hadufuns schrieb:
VT schrieb:
E 44 051 schrieb:
Da bin ich etwas ratlos, was die Verhandlungen mit der RENFE zu Talgo-Garnituren bewirken sollen...

Wenn sie welche bekommen die alt genug sind, wären zumindest die Generatoren im Manso in einem Güterzug sicher nicht unpraktisch. Dann könnte man sich bei der Suche nach der Traktion etwas leichter tun.
Ich könnte mit vorstellen dass es darum geht die, eigentlich zum Umbau in Großraumwagen vorgesehenen, Schlafwagen der Renfe für dieses Projekt zu bekommen. Die sind Teil von Talgo7-Zügen und dürften zu den modernsten Schlafwagen Europas gehören. Schlaf- und Liegewagen sind ja sonst eher Mangelware.

Gruß
Hadufuns
[size=16px]Hallo,

der in dem Artikel gezeigte Zug besteht aus klassischen 26,4m-Wagen. Für die genannten Passagierzahlen wäre auch eine 185m lange Talgo-Garnitur völlig unzureichend.

Hier mal die Skizze aus dem Artikel:

[attachment]
Quelle: [elmercantil.com]

Ich bin weiter ratlos.
[...]
Ich bin es auch und habe nur versucht die Informationen die ich hatte irgendwie einzuordnen.

Viele Grüße
Hadufuns

>“Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”. “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”< (Marc-Uwe Kling)

Re:Standardcontainertragwagen?

geschrieben von: Pio

Datum: 18.02.21 22:41

Sind denn Containertragwagen zwingend gesetzt? Oder kann beim Stichwort Luxeburg (?Cargolux?), nicht eine andere Art von Containern zur Nactsprungbeförderung über doch erhebliche Strecken angedacht sein? Um Flugverkehr einzuschränken sind doch diese Möglichkeiten nicht ganz auszuschließen. Ich denke mal an ein altes Projekt, welches in der Versenkung verschwunden ist. Was ist eigentlich für den Spediteur besser? Expressfracht oder der Standardcontainer mit Maximalbeladung.

Mal ein link zur Produktvorstellung.

[www.bahndienstwagen-online.de]

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.02.21 21:14.