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Flexibilität? Nein danke!

geschrieben von: Dirk Möller

Datum: 12.01.21 12:52

sylterinselbahn schrieb:
Ziggy schrieb:
Heißt verschärfter Lockdown nicht dass alle zu Hause bleiben sollen? Wieso dann das hohe Verkehrsaufkommen?
Schon mal davon gehört, dass die Leute zur Arebit fahren müssen? Auch die Insel hat viele Arebitsplätze und die Einheimischen müssen versorgt werden. Und in einer
Fereinhochburg werden Bauarbeiten außerhalb der Hauptsaison erledigt, kenne keinen Handwerker der das im Homeoffice erledigt.
Hallo,

wenn ich recht unterrichtet bin, ist auf Grund der Corona-Beschränkungen auf Sylt derzeit nichts los, mithin sind touristische Übernachtungen untersagt.
Wenn also derart viel zu tun ist, dass die Züge durch "Wander-Handwerker" überfüllt sind, böte es sich doch an, diese in den ohnehin leerstehenden Hotels, Pensionen etc., in denen ja wohl auch zum Großteil die Arbeiten stattfinden, unterzubringen.
O. k., das setzte ein wenig Denken und Flexibilität voraus, wäre aber doch sicherlich, auch unter Beachtung der Beschränkungen, machbar. Warum geschieht das also nicht?

Gruß
Dirk Möller

Wo wir Deutschen hindenken, wächst kein Gras mehr (Kurt Tucholsky)
FML3 schrieb:
Ja, müssen sie. Weil das eigentliche Problem, das man nicht 'normal' auf der Insel leben kann, seit Jahren nicht angegangen wird.
Leben dort wo man arbeitet um Pendlerströme zu vermeiden? Fehlanzeige!

Gruß vom Lüfter

Ganz so einfach kann man das auch nicht sagen, es werden zum Beispiel über das Kommunales Liegenschafts-Management der Gemeinde Sylt Mietwohnungen (KLM) gebaut, wobei die Finanzkraft der Gemeinde, aber auch das Vorhandensein von bezahlbaren Grundstücke hier enge Grenzen setzen. Die möglichen Grundstücke für den Mietwohnungsbau sind inzwischen schon zu größten Teil bebaut und es laufen Planungen zur Bebauung. Zudem wurde eine Wohnsiedlung der KLM in Westerland bereits zum größten Teil abgerissen und durch größere Neubau ersetzt. Bei zwei weiteren Wohnsiedlungen von der KLM laufen ebenfalls die Planungen für einen Abriss der zu kleinen und auch maroden Gebäude und der Neubau von größeren Gebäuden.

Dazu kommt das Bau von Dauerwohnraum durch das Land Schleswig-Holstein bis auf zwei Ortsteilen der Gemeinde Sylt stark limitiert hat, das heißt, dort wo gebaut werden könnte, kann nur in einen geringen Umfang gebaut werden und dort wo im größere Umfang gebaut werden kann, gibt es kaum noch Möglichkeiten etwas zu neu zu Bauen, da es hier kaum noch geeignete Grundstücke gibt. Es sollte ein Raumordnerischen Vertrag (RoV) zwischen den fünf Gemeinden der Insel Sylt und dem Land Schleswig-Holstein gaben, dieser wurde aber von einer kleinen Mehrheit in der Gemeindevertretung der Gemeinde Sylt unter teilweise fadenscheinigen Begründungen abgelehnt, später ist dann man dann noch schlauerweise auf die Idee gekommen, gegen diesen zu Klagen. Nur die Fraktion der Wählergemeinschaft „Die Insulaner“ hat gegen die klage gestimmt, während zwei sich enthielten haben. Das die anderen Gemeinden darüber stocksauer sind, ist wohl kein Wunder. Der RoV soll jetzt nur hoch zwischen vier kleinen Gemeinden und den Land SH abgeschlossen werden.

Selbst wenn mehr als genügend Wohnungen gebaut werden könnten, werden etliche Pendler nicht auf die Insel ziehen wollen, da sie teilweise dort Wohneigentum haben, dort familiäre und freundschaftliche Bindungen haben.

Gruß

Nahne Johannsen

Re: Flexibilität? Nein danke!

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 12.01.21 13:04

Dirk Möller schrieb:
Zitat:
wenn ich recht unterrichtet bin, ist auf Grund der Corona-Beschränkungen auf Sylt derzeit nichts los, mithin sind touristische Übernachtungen untersagt.
Wenn also derart viel zu tun ist, dass die Züge durch "Wander-Handwerker" überfüllt sind, böte es sich doch an, diese in den ohnehin leerstehenden Hotels, Pensionen etc., in denen ja wohl auch zum Großteil die Arbeiten stattfinden, unterzubringen.
O. k., das setzte ein wenig Denken und Flexibilität voraus, wäre aber doch sicherlich, auch unter Beachtung der Beschränkungen, machbar. Warum geschieht das also nicht?

Gruß
Dirk Möller
Weil da noch ein ganzer Rattenschwanz hinten dran hängt, als "einfach mal so machen".

Und bitte nicht vergessen: Nicht Corona ist das Problem, nicht die Handwerker sind es, sondern die DB, die seit Jahren keinen vernünftigen Betrieb auf der Marschbahn auf die Reihe bekommt.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.21 13:05.

Re: Flexibilität? Nein danke!

geschrieben von: Dirk Möller

Datum: 12.01.21 13:10

Murrtalbahner schrieb:
Dirk Möller schrieb:
Zitat:
wenn ich recht unterrichtet bin, ist auf Grund der Corona-Beschränkungen auf Sylt derzeit nichts los, mithin sind touristische Übernachtungen untersagt.
Wenn also derart viel zu tun ist, dass die Züge durch "Wander-Handwerker" überfüllt sind, böte es sich doch an, diese in den ohnehin leerstehenden Hotels, Pensionen etc., in denen ja wohl auch zum Großteil die Arbeiten stattfinden, unterzubringen.
O. k., das setzte ein wenig Denken und Flexibilität voraus, wäre aber doch sicherlich, auch unter Beachtung der Beschränkungen, machbar. Warum geschieht das also nicht?

Gruß
Dirk Möller
Weil da noch ein ganzer Rattenschwanz hinten dran hängt, als "einfach mal so machen".

Und bitte nicht vergessen: Nicht Corona ist das Problem, nicht die Handwerker sind es, sondern die DB, die seit Jahren keinen vernünftigen Betrieb auf der Marschbahn auf die Reihe bekommt.
Hallo,

welcher Rattenschwanz denn bitte? Beruflich bedingte Übernachtungen sind ja noch immer möglich.
Und ich rede nicht von der DBAG, sondern davon, dass von den Handwerkern offenbar - und völlig unnötig - verlangt wird, abends die Insel wieder zu verlassen, um am nächsten Tag wieder auf diese zu fahren, um dies abends wieder verlassen zu müssen, um ...

Gruß
Dirk Möller

Wo wir Deutschen hindenken, wächst kein Gras mehr (Kurt Tucholsky)

Re: Flexibilität? Nein danke!

geschrieben von: kmueller

Datum: 12.01.21 13:35

Dirk Möller schrieb:
wenn ich recht unterrichtet bin, ist auf Grund der Corona-Beschränkungen auf Sylt derzeit nichts los, mithin sind touristische Übernachtungen untersagt.
Wenn also derart viel zu tun ist, dass die Züge durch "Wander-Handwerker" überfüllt sind, böte es sich doch an, diese in den ohnehin leerstehenden Hotels, Pensionen etc., in denen ja wohl auch zum Großteil die Arbeiten stattfinden, unterzubringen.
O. k., das setzte ein wenig Denken und Flexibilität voraus, wäre aber doch sicherlich, auch unter Beachtung der Beschränkungen, machbar. Warum geschieht das also nicht?
Weil du es nicht bezahlst.

Human wäre dabei, wenn neben der Arbeitskraft (ökonomischer Ausdruck für: Mensch) auch die Familien beherbergt würden.

Re: Flexibilität? Nein danke!

geschrieben von: Oberdeichgraf

Datum: 12.01.21 13:36

Dirk Möller schrieb:


Hallo,

wenn ich recht unterrichtet bin, ist auf Grund der Corona-Beschränkungen auf Sylt derzeit nichts los, mithin sind touristische Übernachtungen untersagt.
Wenn also derart viel zu tun ist, dass die Züge durch "Wander-Handwerker" überfüllt sind, böte es sich doch an, diese in den ohnehin leerstehenden Hotels, Pensionen etc., in denen ja wohl auch zum Großteil die Arbeiten stattfinden, unterzubringen.
O. k., das setzte ein wenig Denken und Flexibilität voraus, wäre aber doch sicherlich, auch unter Beachtung der Beschränkungen, machbar. Warum geschieht das also nicht?

Gruß
Dirk Möller
Hallo,
der Begriff "Wander-Handwerker" erinnert mich an chinesischer Wanderarbeiter.
Das trifft aber die Situation dort nicht wirklich. Es sind Arbeitnehmer oder selbständige Handwerker, die Aufträge auf der Insel bekommen haben. Auf Sylt selbst gibt es dafür weder genug Firmen noch dort wohnende Arbeitnehmer.
Das sind aber auch Menschen, die außer der Arbeit ein Privatleben haben, oft mit Frau und Kindern. Die tägliche Anreise nach Sylt ist da schon zeitraubend, es bleibt wenig Freizeit über. Werden diese Handwerker dann noch dazu "verdonnert", immer gleich die ganze Woche auf Sylt zu bleiben, reduziert das die wirklich nutzbare Freizeit noch weiter.
Die Frage wäre dann, wer bezahlt die Übernachtungen? Die sind auf Sylt ja nicht gerdae billig. Wäre das in der Kalkulation des Auftragnehmers unterzubringen? Gaststätten (auch in Hotels) sind momentan geschlossen: Wie sollen die Leute dann mindestens eine warme Mahlzeit am Tag bekommen? Immer nur Pommes und Döner aus dem Imbiss?
Ganz nebenbei, viele Hotels und Pensionen haben jetzt geschlossen, da müsste man auch wieder Personal finden: Sylt im Winter ist nicht unbedingt der Hit.
Mit dem Corona ist der Betrieb von Hotels ja nicht einfacher geworden: Zum Billigtarif lohnt sich das schon gar nicht. Das Budget bei Handwerkern ist nicht üppig, auch auf Sylt geben Billigkräfte aus der EU den Preis vor.
MfG

Re: Flexibilität? Nein danke!

geschrieben von: Nord_süd_bahn

Datum: 12.01.21 13:43

Vielleicht mal dem "Dienstleister" Bahn oder wem auch immer wegen Schlechtleistung den Geldhahn mal gänzlich zudrehen, bis es so läuft wie auch erwartet und bestellt?

MfG die Nordsüd S-Bahn

Re: Flexibilität? Nein danke!

geschrieben von: elixir

Datum: 12.01.21 13:43

Vielleicht möchte der Handwerker abends wieder bei seiner Familie sein?

Soetwas soll es auch auf dem Festland geben!

Z.B. Polizisten, die täglich mit dem ICE, kostenfrei, weil in Uniform, von Nürnberg nach München und abends wieder heim, zum Dienst fahren.

Warum sollte der sich in München einer kleine Wohnung mieten?

Vielleicht gibt es hier ja Pendler, die täglich auch mehr als zwei Stunden auf "Arbeit" fahren?

elixir
Wäre das machbar? Wenn die Bahn seit Stunden weiß, daß ein RE aus Altona nur mit halber Kapazität in den Insel-Berufsverkehr krachen wird, könnte man nicht rechtzeitig einen Entlaster losschicken und diesen dann ab ... mit Ziel Sylt einscheren? Der dem RE hinterher fährt? Ein, zwei 628 sollten die doch vermutlich auf Reserve haben.

Gruß, Olaf

(,“)
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_/\_
Was ist eigentlich eine Frau: Eine Frau ist ein Raum-Zeit-Kraftwerk, welches gigantische kinetische Energien aufbringt, ihre wahren Maße im Raum zu verbergen oder zu ihrem Vorteil zu krümmen - das machen die.
(Bernhard Hoecker in einer Harald Lesch-Parodie)
Moin,

was sich in Anbetracht der Bilder auch wieder zur Frage stellt: Wie war das mit der Entzerrung von Pendlerströmen? Muss da wirklich jeder um 7.30 Uhr auf Sylt antanzen und um 16.00 Uhr in den Feierabend aufbrechen?
Ich würde tippen, zwei Züge später herrscht gähnende Leere. Aber man muss sich ja 10 cm neben einer anderen Person in den Zug quetschen, um dann danach aufzuschreien und ausnahmslos mit dem Finger auf andere zeigen? Für viele der Betriebe dürfte es sicherlich kein Weltuntergang sein, die Personalbesetzung aktuell herunterzufahren oder zeitlich zu strecken.

Gruß Flo
KVV323 schrieb:
Moin,

was sich in Anbetracht der Bilder auch wieder zur Frage stellt: Wie war das mit der Entzerrung von Pendlerströmen? Muss da wirklich jeder um 7.30 Uhr auf Sylt antanzen und um 16.00 Uhr in den Feierabend aufbrechen?
Ich würde tippen, zwei Züge später herrscht gähnende Leere. Aber man muss sich ja 10 cm neben einer anderen Person in den Zug quetschen, um dann danach aufzuschreien und ausnahmslos mit dem Finger auf andere zeigen? Für viele der Betriebe dürfte es sicherlich kein Weltuntergang sein, die Personalbesetzung aktuell herunterzufahren oder zeitlich zu strecken.

Gruß Flo
Das Problem dürfte Branchen- und Deutschlandweit bestehen. bei meiner Frau genau dasselbe: Um 08:00 hat jeder brav im Büro zu sein. Homeoffice? Teufelzeug, haben wir noch nie gemacht,
Meetings finden unverändert statt wie immer. Corona? Wir hatten in der Firma noch keinen Fall, Thema durch.

Daß es seit März Kundenverkehr nur noch nach Absprache gibt, eben wegen Corona, steht auf einem anderen Blatt. Und Außentermine sind erst seit dem harten Lockdown im Dezember passe.
Da wundert mich nichts mehr, das ist mit Sicherheit kein Einzelfall und so ist man gezungen dann zu fahren, wenn alle fahren.

MfG die Nordsüd S-Bahn
Branchenübergreifendes Denken funktioniert halt leider nicht, nur branchenübergreifendes Lamentieren, wenn mal wieder eine Branche ihren Beitrag zu Lösung der Coronaprobleme leisten soll...

Daher wird sich auch kaum eine Landesregierung entschließen, mal zum lösungsorientierten Handeln der Branchen anzuleiten... Ist ja wieder ein Eingriff in die streng bewachten Freiheiten...
Irgendwie muss man ja sicherstellen, dass der ganze Betrieb sich rechnet. Bei Zügen geht das nur, wenn sie proppevoll sind. Bei Autos dagegen ist das nicht erforderlich.

http://www.bilder-hochladen.net/files/5eof-67-63dc.jpg

Re: Flexibilität? Nein danke!

geschrieben von: Ziggy

Datum: 12.01.21 16:25

kmueller schrieb:
Dirk Möller schrieb:
wenn ich recht unterrichtet bin, ist auf Grund der Corona-Beschränkungen auf Sylt derzeit nichts los, mithin sind touristische Übernachtungen untersagt.
Wenn also derart viel zu tun ist, dass die Züge durch "Wander-Handwerker" überfüllt sind, böte es sich doch an, diese in den ohnehin leerstehenden Hotels, Pensionen etc., in denen ja wohl auch zum Großteil die Arbeiten stattfinden, unterzubringen.
O. k., das setzte ein wenig Denken und Flexibilität voraus, wäre aber doch sicherlich, auch unter Beachtung der Beschränkungen, machbar. Warum geschieht das also nicht?
Weil du es nicht bezahlst.

Human wäre dabei, wenn neben der Arbeitskraft (ökonomischer Ausdruck für: Mensch) auch die Familien beherbergt würden.
Die meisten Saisonkräfte im Gast- und sonstigen Dienstleistungsgewerbe fahren Abends nicht zur Familie nach Bulgarien oder Rumänien. Die wären froh wenn sie direkt nach der Maloche ins preisgünstige Bett fallen könnten und nicht erst noch aufs Festland fahren müßten.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.21 16:26.

Re: Flexibilität? Nein danke!

geschrieben von: kmueller

Datum: 12.01.21 18:08

Ziggy schrieb:
kmueller schrieb:
Dirk Möller schrieb:
wenn ich recht unterrichtet bin, ist auf Grund der Corona-Beschränkungen auf Sylt derzeit nichts los, mithin sind touristische Übernachtungen untersagt.
Wenn also derart viel zu tun ist, dass die Züge durch "Wander-Handwerker" überfüllt sind, böte es sich doch an, diese in den ohnehin leerstehenden Hotels, Pensionen etc., in denen ja wohl auch zum Großteil die Arbeiten stattfinden, unterzubringen.
O. k., das setzte ein wenig Denken und Flexibilität voraus, wäre aber doch sicherlich, auch unter Beachtung der Beschränkungen, machbar. Warum geschieht das also nicht?
Weil du es nicht bezahlst.

Human wäre dabei, wenn neben der Arbeitskraft (ökonomischer Ausdruck für: Mensch) auch die Familien beherbergt würden.
Die meisten Saisonkräfte im Gast- und sonstigen Dienstleistungsgewerbe fahren Abends nicht zur Familie nach Bulgarien oder Rumänien. Die wären froh wenn sie direkt nach der Maloche ins preisgünstige Bett fallen könnten und nicht erst noch aufs Festland fahren müßten.
Wieviele von den derzeitigen Arbeitspendlern nach Sylt sind denn Saisonarbeiter in Tourismusbetrieben ("Gast- und Dienstleistungsgewerbe")?

Re: Flexibilität? Nein danke!

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 12.01.21 18:24

kmueller schrieb:
Ziggy schrieb:
kmueller schrieb:
Weil du es nicht bezahlst.

Human wäre dabei, wenn neben der Arbeitskraft (ökonomischer Ausdruck für: Mensch) auch die Familien beherbergt würden.
Die meisten Saisonkräfte im Gast- und sonstigen Dienstleistungsgewerbe fahren Abends nicht zur Familie nach Bulgarien oder Rumänien. Die wären froh wenn sie direkt nach der Maloche ins preisgünstige Bett fallen könnten und nicht erst noch aufs Festland fahren müßten.
Wieviele von den derzeitigen Arbeitspendlern nach Sylt sind denn Saisonarbeiter in Tourismusbetrieben ("Gast- und Dienstleistungsgewerbe")?
Moin!

Vermutlich gar keine. Die Handwerker leben in der Mehrzahl einfach auf dem Festland, in Niebüll, Klanxbüll oder den diversen Orten um die Ecke. Und selbst Saisonkräfte in Tourismusbetrieben dürften zu einem gewissen Anteil von dort kommen.

Grüße aus dem Nordwesten
Sebastian

Ausreden

geschrieben von: Dirk Möller

Datum: 12.01.21 19:33

Seltsam, die Mutter meiner Partnerin hat jahrelang in ihrer Pension in Oberfranken Arbeiter aus Ostdeutschland und anderswo berhebergt, die unter der Woche Windkraftanlagen etc. errichtet haben. Das funktionierte und wurde stets von den Arbeitgebern bezahlt.
Aber gut, es ist halt einfacher, zu erklären, waum etwas - vermeintlich - nicht möglich sein soll.

Wo wir Deutschen hindenken, wächst kein Gras mehr (Kurt Tucholsky)

Re: Ausreden

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 12.01.21 19:53

Dirk Möller schrieb:
Seltsam, die Mutter meiner Partnerin hat jahrelang in ihrer Pension in Oberfranken Arbeiter aus Ostdeutschland und anderswo beherbergt, die unter der Woche Windkraftanlagen etc. errichtet haben. Das funktionierte und wurde stets von den Arbeitgebern bezahlt.
Aber gut, es ist halt einfacher, zu erklären, waum etwas - vermeintlich - nicht möglich sein soll.
Moin!

Diese Arbeiter wohnten aber vermutlich nicht mit ihrer Familie 30-35km von der Pension entfernt, oder?

Grüße aus dem Nordwesten
Sebastian

Re: Ausreden

geschrieben von: Murrtalbahner

Datum: 12.01.21 19:54

Dirk Möller schrieb:
Seltsam, die Mutter meiner Partnerin hat jahrelang in ihrer Pension in Oberfranken Arbeiter aus Ostdeutschland und anderswo berhebergt, die unter der Woche Windkraftanlagen etc. errichtet haben. Das funktionierte und wurde stets von den Arbeitgebern bezahlt.
Aber gut, es ist halt einfacher, zu erklären, waum etwas - vermeintlich - nicht möglich sein soll.
Die Frage ist: Warum sollte man nicht pendeln, wenn das möglich ist? Warum sollte man nicht-pendeln, nur weil es die DB nicht auf die Reihe bekommt.

Um deine Frage aufzugreifen, welcher Rattenschwanz dahinter steckt:
Das Thema "Abends wieder bei der Familie sein" hatten wir ja bereits. Warum sollte man sich das von der Unfähigkeit der DB kaputt machen lassen?
Beispiel: Das Hotel braucht ab Beherbergung 1 Personal für den Betrieb. Das Personal steckt aber in Kurzarbeit. Sicher mag es Einzellösungen geben, aber das macht die Kuh nicht fett. Bevor ein Betrieb aus den Hilfsprogrammen fällt, für ein paar Kröten, die die Handwerker bereit wären zu zahlen, bleibt der Laden lieber zu.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.21 19:55.

Re: Ausreden

geschrieben von: Ziggy

Datum: 12.01.21 19:56

Jo mei, arbeiten denn bei den Handwerkers noch andere als Leiharbeiter aus ‚siehe oben‘?
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