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Hallo,

wenn es nach dem Willen der Torgauer Stadtväter geht, soll das historische Bahnhofsgebäude von 1863
lieber einem Neubau weichen, statt es zu sanieren. Dabei könnte mann den Verputz aus DDR-Zeit entfernen
und das Gebäude im Ursprungszustand herrichten, würde gut zur historischen Innenstadt Torgaus passen.

Wie ich heute erfuhr, gibt es dafür sogar eine Petition, die ich hiermit weiterleiten möchte, nachdem ich
natürlich sofort unterschrieben habe.
Schließlich war Torgau bis Mitte 1989 meine Heimatstadt, täglich fuhr ich zum Dienst nach Falkenberg/E. und
war zuletzt auch als Lokführer in der Einsatzstelle Torgau stationiert.

Darin findet man auch ein Bild aus der Anfangszeit. Also, klickt hier mal drauf und helft mit Eurer Unterschrift
das Bahnhofsgebäude zu retten:

Rettet den historischen Bahnhof von Torgau aus 1872 - Online-Petition


Hier von mir noch zwei Bilder des Zustandes aus den 1980-er Jahren, der noch dem heutigen Zustand entspricht,
nur das im Hintergrund ersichtliche (Klinker)-Nebengebäude wurde mittlerweile abgerissen.




https://abload.de/img/bftorgauthg_1jhj1k.jpg




https://abload.de/img/bftorgauthg_2i6k7u.jpg


Mit besten Grüßen noch zum Neuen Jahr und bleibt Gesund wünscht

Thomas Gödeke
Screenshot_2021-01-09-22-48-09.png
Natürlich haben wir gleich unterschrieben!
Man stelle dich mal vor,daß dieses Gebäude restauriert würde - was für ein edles Haus!!!
Danke für das schöne Engagement....wir verbreiten das!
Hallo,

soeben noch von der "Torgauer Allgemeinen" gefunden:


https://abload.de/img/mahnwachefurdasbahnhonkkii.jpg

Ja, fast eine ganze Million Euro, das ganze für eine neue Blech-Glas-Beton-Bude?
Sollte doch, mit ggf. Fördermitteln, auch für die Sanierung eines schönen, historischen
Gebäudes reichen, das der Stadt sehr gut zu Gesicht stehen würde.

Thomas Gödeke

Die Verachtung historischer Bausubstanz

geschrieben von: Lalu

Datum: 10.01.21 01:31

Hallo,

zunächst ist es einmal positiv anzumerken dass die Kommune „ihren“ Bahnhof im Bewusstsein hat und sich „kümmert“. Es gibt leider sehr viele Gegenbeispiele von desinteressierten Kommunen und verfallenen Empfangsgebäuden.

Natürlich ist der geplante Abriss der „bequemere“ Weg für die Beteiligten. Es bedarf für eine Sanierung und Umnutzung bestehender Gebäude mehr Aufwand, Ideen und engagierter Personen. Nur gegen einen Abriss zu sein ist leider nicht ausreichend, es kann nur der Anfang des Weges sein.

Ich erlaube mir dazu passend einen Verweis auf eine „Meinung“ des Hr. Dr. Kobel zur beliebten „Abrissentscheidung“ von Industriebauten zu bieten: [stadtrandnotiz.de] Er ist die „engagierte Leitperson“ bei der Neubelebung des Milchhofes in Arnstadt.

Grüße,
Lalu



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.01.21 01:35.
Beim neuen Bahnhof überlegte man vor einem Jahr noch, ob Flachdach oder Spitzdach. Vermutlich ist die Entscheidung schon gefallen.

https://www.torgauerzeitung.com/img/news/201911/201911151450570007Bahnhof_gr.jpg

(Bild des planenden Ingeniuerbüros, wie es in der Zeitung veröffentlicht wurde)

Danke für Link! Sehr interessant! (o.w.T)

geschrieben von: kabelschmidt

Datum: 10.01.21 06:35

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
kabelschmidt schrieb:
Beim neuen Bahnhof überlegte man vor einem Jahr noch, ob Flachdach oder Spitzdach. Vermutlich ist die Entscheidung schon gefallen.

[www.torgauerzeitung.com]

(Bild des planenden Ingeniuerbüros, wie es in der Zeitung veröffentlicht wurde)
Könnte auch einfach ein Wohncontainer sein...

MfG

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

Facebook-Fundstück...

[m.facebook.com]

aus aktuellem Anlass :-(: [www.youtube.com]

Re: Rettet das historische Bahnhofsgebäude von Torgau

geschrieben von: Gt2x4/4

Datum: 10.01.21 08:00

Danke für den Hinweis!

Eigentlich sollte man meinen, die Zeit des Abreißens sei vorbei.

Schon aus Energie- und Nachhaltigkeitsgründen (siehe auch die FFF-Demos).

Und die Energie für ein bestehendes Gebäude wurde bereits aufgewandt, es sollte also so lange genutzt werden wie nur irgend möglich.

Aber der Architekt bekommt 9% der Bausumme. Je teurer also ein Gebäude ...

.

Re: Rettet das historische Bahnhofsgebäude von Torgau

geschrieben von: bauing

Datum: 10.01.21 08:42

Ein Architekt plant das, wozu ihn sein Auftraggeber beauftragt hat. Ginge es nach seinem Honorar, würde der Architekt sicherlich die Instandsetzung des alten Gebäudes lieber planen, da diese Bausumme sicherlich größer wäre als die des geplanten Mini-Neubaus. Was soll dieses Architekten-Bashing?

Es ist richtig, schon aus Gründen der Schonung der Ressourcen, die Altbausubstanz möglichst zu erhalten. Was nach der DDR-Sanierung vom Empfangsgebäude übrig geblieben ist, ist m.E. aus der Sicht des Denkmalschutzes nicht erhaltenswert. Das ursprüngliche Aussehen des Empfangsgebäudes war ja sehr verspielt. So gesehen könnte man einen Umbau in Betracht ziehen. Der Bahnhof von Torgau liegt aber städtebaulich ungünstig, so dass es schwer wird, eine sinnvolle Nutzung für soviel umbauten Raum dort zu finden. Da scheint der Mini-Bahnhof vielleicht die sinnvollste Lösung zu sein.
Zitat
Aber der Architekt bekommt 9% der Bausumme. Je teurer also ein Gebäude ...

Ich weiß, dass das so pauschal nicht stimmt (Ja, ich kenne die Begriffe "HOAI" und "anrechenbare Kosten").

Die Architektin/Bauplanerin wird in der Torgauer Zeitung vom 15. November 2019 zitiert:

- Die Grundfläche ist (ggü Entwurf 2018) um fast die Hälfte kleiner geworden, da wir die Vorgabe hatten, Kosten einzusparen. Wir haben überall dort, wo es möglich war, eingespart.
- Eine Besonderheit des neuen Torgauer Bahnhofs ist, dass dieser mithilfe der so genannten Modulbauweise entsteht. Diese kam bereits bei der neuen Kita Käthe Kollwitz am Wasserturm zum Einsatz.
- Ab März 2021 soll dann innerhalb von vier Wochen der alte Bahnhof abgerissen und nach Möglichkeit direkt im Anschluss das neue Gebäude gebaut werden.





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.01.21 09:30.

dazu zum Bahnsteigdach etwas vom EBA

geschrieben von: Alberto

Datum: 10.01.21 09:41

Hallo Allerseits,


auch das EBA hat vor einigen Tagen etwas betreffend der alten Bahnsteigüberdachung veröffentlicht

----->

[www.eba.bund.de]


Gruß Alberto

Re: Rettet das historische Bahnhofsgebäude von Torgau

geschrieben von: Kosrail

Datum: 10.01.21 09:46

Hallo Thomas,

ich habe die Petition online unterschrieben, möchte mich aber nebenbei bei Dir auch für die tollen Bilder der 52er bedanken!

Gruß

Raphael

http://www.kosrail.de/Bilder/EiK_small.jpg

Re: Rettet das historische Bahnhofsgebäude von Torgau

geschrieben von: FTB

Datum: 10.01.21 09:55

Ist das vielleicht eine Idee für ein neues Empfangsgebäude? So sieht das neu gebaute Bahnhofsgebäude in Querfurt aus.
036.jpg

positives Beispiel Bad Salzungen

geschrieben von: kabelschmidt

Datum: 10.01.21 10:00

ebenfalls eine 20.000 Ew-Stadt:

[www.drehscheibe-online.de]

Für mich wird deutlich, dass es nicht genügt, das Gebäude irgendwie zu erhalten. Man muss es sinnvoll (und auskömmlich) nutzen. Ob die genannten 30 Mio auch das Umfeld beinhalten, weiß ich nicht. Zum Vergleich: in Torgau will man 1 Mio ausgeben.

Ich selbst blicke eher Richtung Norden. Leider hat es mit der Brauerei im Bahnhof Demmin nicht geklappt (Eigentümer ist ähnlich wie Bad Salzungen die kommunale Wohnungsgesellschaft). Mal sehen wie es mit Sternfeld und mit Ueckermünde (alt) weiter geht. (jeweils private Eigentümer)

Und genau......

geschrieben von: nordicocean

Datum: 10.01.21 10:29

Gt2x4/4 schrieb:
Danke für den Hinweis!

Eigentlich sollte man meinen, die Zeit des Abreißens sei vorbei.

Schon aus Energie- und Nachhaltigkeitsgründen (siehe auch die FFF-Demos).

Und die Energie für ein bestehendes Gebäude wurde bereits aufgewandt, es sollte also so lange genutzt werden wie nur irgend möglich.

Aber der Architekt bekommt 9% der Bausumme. Je teurer also ein Gebäude ...

.
.....das könnte der Punkt sein, warum eine Restaurierung / Sanierung keinen Sinn mehr macht.

Historie ist (leider) nur bis zu einem gewissen Punkt sinnvoll erhaltenswert!

Gruss
Nordic
Weshalb kommt diese Petition so spät??
Fast ist man geneigt zu sagen "zu spät"....?

Vielleicht gibt es ja noch eine letzte Möglichkeit, den TOP von der Agenda im Stadtparlament zu bekommen?
So gewönne man noch etwas Zeit....
Ich drücke die Daumen!

Der Entwurf des Neubaus ist ja wiederholt der Beleg für geistige Armut mancher Architekten im Vergleich zum Erbe,das jetzt geschleift werden soll.
Was hinterlassen wir nachfolgenden Generationen für Primitivimmobilien......



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.21 00:59.

Re: Und genau......

geschrieben von: Heizer Jupp

Datum: 10.01.21 10:55

nordicocean schrieb:
Gt2x4/4 schrieb:
Danke für den Hinweis!

Eigentlich sollte man meinen, die Zeit des Abreißens sei vorbei.

Schon aus Energie- und Nachhaltigkeitsgründen (siehe auch die FFF-Demos).

Und die Energie für ein bestehendes Gebäude wurde bereits aufgewandt, es sollte also so lange genutzt werden wie nur irgend möglich.

Aber der Architekt bekommt 9% der Bausumme. Je teurer also ein Gebäude ...

.
.....das könnte der Punkt sein, warum eine Restaurierung / Sanierung keinen Sinn mehr macht.

Historie ist (leider) nur bis zu einem gewissen Punkt sinnvoll erhaltenswert!

Gruss
Nordic

1. Im Deutschen heißt es immer noch "Sinn haben" und nicht "Sinn machen"!
2. Es gibt trotz gewisser Schäden wesentlich schlechtere Gebäude, sogar aus späteren Eisenbahnepochen.
3. Das vorgelegte Konzept zur Weiter- und Nachnutzung des sanierten Empfangsgebäudes als Drehscheibe des Tourismus u.a. mit Tourist-Information, Fahrradverleih, Ladestation für Elektrofahrzeuge und Gastronomie erscheint mir überzeugend.
4. Verkehrs- und Mobilitätsbedürfnisse im Rahmen der gewollten Zurückdrängung des verbrennungsmotorisierten Individualverkehrs werden sich grundsätzlich hin zu einem wesentlich verbesserten Nahverkehrsangebot verschieben müssen und auch verschieben. Die bessere Anbindung Torgaus an die S-Bahn Mitteldeutschland ist dazu ein wichtiger Schritt. Die Fahrgastzahlen von/nach Torgau werden steigen. Das belegen heutige Erhebungen an anderen Stationen, die bereits durch die S-Bahn besser angebunden wurden.
Es wäre also mehr als kurzsichtige Geldverschwendeung, Gebäude nur am derzeitigen, sich aber bald wandelnden Bedarf auszurichten; um dann später aber wieder zu geringe Kapazitäten und dringendes Erweiterungsbedürfnis festzustellen.
5. Wandelnde Reisegewohnheiten führen zu größeren Komfortansprüchen der Fahrgäste nicht nur im Zug, sondern insbesondere im Tourismusbereich (Elberad- und Wanderweg) auch bei den Verkehrsschnittstellen. Dem würde der Neubau (zumindest die Entwürfe, die ich gesehen habe) nicht gerecht werden.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.01.21 10:56.

Ein weiteres positives Beispiel: Eisleben

geschrieben von: Heizer Jupp

Datum: 10.01.21 10:59

Erst sollte das EG weg! Und wenn bestimmte Macher und Visionäre nicht gewesen wäre, würde es auch nicht mehr stehen.
Aber jetzt steht es schöner und besser genutzt da, als sich das viele seinerzeit haben träumen lassen.

Re: Rettet das historische Bahnhofsgebäude von Torgau

geschrieben von: Eibacher

Datum: 10.01.21 11:13

Der Archtiekt plant im Rahmen seiner Vorgaben, und da sind die Vorgaben bezüglich Fläche, Nutzung und Kosten relevant. Eine Kathedrale ist da nicht drin, und wenn auch noch Modulbauweise gefordert ist (wie weiter oben zu lesen), dann steht das Ergebnis schon ziemlich fest, bevor der Architekt mit seiner Arbeit anfängt.
Man hätte es wenigstens Quer aufstellen können !
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