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KHM schrieb:
- Es wird auf keinen Fall funktionieren
- Alle Daten werden meistbietend an Datenkraken verhökert werden
...
- Wie jeder weiß, kann eine Chipkarte alles, was auch ein vollwertiges Smartphone kann, z. B. Be-Out
- Eine Preisauskunft durch das System und damit eine transparente Abrechnung ist selbstverständlich unmöglich
- Wie jeder weiß, ist mit der Einführung des Einzelverbindungsnachweises auf der Telefonrechnung das Abendland untergegangen
...
Und selbst ein Zeuge Desiros tutet in dieses Horn. Kann ja gar nicht sein, dass irgendetwas gut ist, was nicht schon erfunden wurde, oder irgendein Aufgabenträger/Verbund/Verkehrsunternehmen außerhalb Baden-Württembergs vielleicht mal die Fahrgäste im Blick hätte.
Dort wo man wirklich die ÖV-Nutzung steigern will, sind die diversen Formen von Flatrates ohne große Einstiegshürde im Kommen: Schweiz, Österreich (1-2-3-Ticket), Belgien (Pässe). Auch die Londoner Oyster Card schaltet bei Vielnutzern vollautomatisch auf Tages/Wochen/Monatskarte um. Job- und Semestertickets folgen demselben Prinzip. Zur niederländischen Karte gibts differenzierte Angebote für jedermann.

Internet und Telefon beziehen wir hier selbstverständlich längst gegen Flatrate (fast weltweit).

Aber in Hamburg und bei der DB sieht man die Zukunft offenbar im Tarifdschungel.
kmueller schrieb:
Dort wo man wirklich die ÖV-Nutzung steigern will, sind die diversen Formen von Flatrates ohne große Einstiegshürde im Kommen: Schweiz, Österreich (1-2-3-Ticket), Belgien (Pässe). Auch die Londoner Oyster Card schaltet bei Vielnutzern vollautomatisch auf Tages/Wochen/Monatskarte um. Job- und Semestertickets folgen demselben Prinzip. Zur niederländischen Karte gibts differenzierte Angebote für jedermann.

Internet und Telefon beziehen wir hier selbstverständlich längst gegen Flatrate (fast weltweit).

Aber in Hamburg und bei der DB sieht man die Zukunft offenbar im Tarifdschungel.
Moin!

Aber soll es in Hamburg nicht auch so laufen, dass wenn die Anzahl der Einzelfahrten den Wert der ersten entsprechenden Zeitkarte erreicht, lediglich diese abgerechnet wird? Und bei genug Fahrten im ganzen Monat dann auch die jeweilige Monatskarte?

Der Unterschied wäre hier ja nur, dass die Abrechnung via Handy erfolgt anstatt per Karte (z.B. Oyster).

Grüße aus dem Nordwesten
Sebastian

Re: Frage eines Unwissenden

geschrieben von: Pesa Link

Datum: 08.01.21 16:48

JanH schrieb:
1. Extrakosten, um überhaupt erstmal eine eine Chipkarte zu erhalten.
2. Bei Bahnnutzung ist ein vergleichsweise großes Mindestguthaben (20 €, mit Ausnutzung des erlaubten negativen Guthabens effektiv wohl 16 €) notwendig, selbst wenn man eigentlich nur eine Kurzstrecke zurücklegen möchte.
3. Ermäßigungen für Kinder und Senioren gibt es nur mit persönlicher Chipkarte. Für nicht-Niederländer gab es die lange Zeit gar nicht zu kaufen, und auch jetzt ist das nur für die unmittelbaren Nachbarländer (Deutschland und Belgien und zusätzlich noch Luxemburg) möglich, alle anderen sind weiterhin außen vor (was dann auch zu paradoxen Ergebnissen führt – ein Deutscher aus Berchtesgaden bekommt problemlos eine persönliche ÖV-Chipkarte, ein eigentlich viel näher an den Niederlanden wohnender Franzose aus z.B. Lille hingegen nicht).

Punkt 1 und 2 fallen naturgemäß besonders ins Gewicht, wenn man mit der Karte nur relativ wenige Fahrten in einem begrenztem Zeitraum unternimmt, was eben gerade auf Urlaubsreisen zutrifft (insbesondere wenn man seinen Urlaub nicht regelmäßig in den Niederlanden verbringt).

Also ich habe eine annonymeOV Chipkaart und finde die eigentlich nicht zu teuer.

Wenn man bedenkt, dass bei uns in D nicht haltestellengenau abgerechnet wirds.

Zoitat [www.drehscheibe-online.de]

Viele Grüße aus EMRS
Moritz
Sebastian Berlin schrieb:
kmueller schrieb:
Dort wo man wirklich die ÖV-Nutzung steigern will, sind die diversen Formen von Flatrates ohne große Einstiegshürde im Kommen
Aber in Hamburg und bei der DB sieht man die Zukunft offenbar im Tarifdschungel.
Moin!
Aber soll es in Hamburg nicht auch so laufen, dass wenn die Anzahl der Einzelfahrten den Wert der ersten entsprechenden Zeitkarte erreicht, lediglich diese abgerechnet wird? Und bei genug Fahrten im ganzen Monat dann auch die jeweilige Monatskarte?

Der Unterschied wäre hier ja nur, dass die Abrechnung via Handy erfolgt anstatt per Karte (z.B. Oyster).
Dasist ein erheblicher Unterschied, wenn man
a) kein Handy hat (weil man es nicht braucht oder nicht will)
b) die Hamburger App nicht hat (als Bayer oder Chinese)
c) mit dem Wust von Apps nicht (mehr) klarkommt (als alter Mensch)
d) die Batterie wieder mal leer ist

Warum gibt es eigentlich keine Supermärkte, in denen man mit App billiger einkauft als bei der Konkurrenz gegenüber, ohne App aber teurer?
kmueller schrieb:
Zitat:
Dort wo man wirklich die ÖV-Nutzung steigern will, sind die diversen Formen von Flatrates ohne große Einstiegshürde im Kommen: Schweiz, Österreich (1-2-3-Ticket), Belgien (Pässe). Auch die Londoner Oyster Card schaltet bei Vielnutzern vollautomatisch auf Tages/Wochen/Monatskarte um. Job- und Semestertickets folgen demselben Prinzip. Zur niederländischen Karte gibts differenzierte Angebote für jedermann.
Das ist nicht ganz so wahr und so einfach, wie du es darstellst:

1. Auch die Schweiz hat sich das Ziel des Be-In/Be-Out gestellt, wobei dies technisch und vertraglich noch eine ganze Hürde schwerer ist, als Check-In/Be-Out oder gar Check-In/Check-Out. Gerade letzteres heißt eben, dass dann dem Kunden auf Grund fehlender Abmeldung eine Fahrt bis zum Streckenende abgerechnet werden muss. Und dann denke mal an die schönen Berlin-Brandenburger-Langstrecken-RE-Züge...

2. Flatratetickets funktionieren für Vielfahrer super - Studenten-, Schüler- (!), Senioren- - und konventionelle Jobtickets. Ich betone hier ganz gezielt Schüler, weil mit den landesweit gültigen Schülertickets bzw. Ausbildungstickets eine enorme Attraktivität und ein enormer Verkauf geschafft wurde.
Nur:
1. Die Einnahmen sind in Summe geringer - d.h. es muss jemand die Differenz ausgleichen
2. Bei Schülern und Senioren kann die Auslastung gesteuert werden: Schüler fahren i.d.R. zu Schulzeiten, Fahrten danach in der abendlichen HVZ stellen eine große Ausnahme da und am Wochenende sind Kapazitäten vorhanden, so dass sich nicht auch die Kosten für das Verkehrsangebot erhöhen mussten. Bei Senioren gibt es die schöne Steuerungsmöglichkeit, dass man - siehe Hessen - die Variante ab 9 Uhr vergünstigt, so dass man Senioren aus dem morgendlichen Schul- und Berufsverkehr heraushalten kann. Bei JobTickets gibt es ganz unterschiedliche Finanzierungsmodelle, beispielsweise auch, dass der Modal Split der Firmen einkalkuliert wird (viele ÖV-Nutzer = teurere Preis, wenige = günstigerer Preis). usw.

3. Diese Produkte sind für die (werk)tägliche Nutzung ausgelegt - wie auch die Jahreskarte an sich. Eine echte Flatrate eben - wie du schon schreibst (einsteigen, herumfahren und keine große Tarifkunde nötig - insbesondere bei verbund- oder landesweiten Angeboten.
Dank der Pandemie wird aber der Bedarf an nicht-täglichen Produkten für Vielfachkunden steigen. Das kann wiederum durch Check-In/Be-Out oder Check-In/Check-Out erreicht werden, zumal dies genauso auch für Gelegenheitskunden interessant wird, weil eben keine Tarifkunde beim Fahrtantritt bzw. der Planung nötig ist. Man steigt ein und loggt sich ein (Handy/Chipkarte). Später erledigt ein Tarifserver im Nachgang die Berechnung...


kmueller schrieb:
Zitat:
Internet und Telefon beziehen wir hier selbstverständlich längst gegen Flatrate (fast weltweit).
Weil wir zu faul sind, zu schauen, was für uns wirklich das günstigste Angebot ist und weil die Preise dafür zu niedrig sind. Und weil wir - siehe Internet auf dem Smartphone - dieses eh die ganze Zeit irgendwie nutzen. Wobei es immer noch genügend Prepaidkunden ohne Flatrates gibt.


kmueller schrieb:Zitat:
Aber in Hamburg und bei der DB sieht man die Zukunft offenbar im Tarifdschungel.
Nicht nur da! In weiten Teilen Deutschlands würde ich sagen.

Wie gesagt: Wenn Flatrates für tägliche Kunden ein Angebot ist, ist ein solches System eine zweite Säule für andere Vielfach- und Gelegenheitskunden.
Gerade für Pendler, die 1-2 Tage Homeoffice haben wird ein solches System attraktiv.

Und dank der Erfassung aller Einzelfahrten, kann ein einfacher Algorithmus im Nachgang den niedrigsten Preis ermitteln - das nennt sich Best-Preis-Verfahren und wurde schon vor 20 Jahren erfolgreich eingesetzt.

Zur Kritik der vielen Apps: Warten wir doch mal ab, was sich dort noch ergibt. Die zuständigen Unternehmen haben ein großes Interesse, dass man Kunden besser an sich binden können - deutschlandweit - und dann ist die Handhabung von x Apps für unterschiedliche Verkehrsgebiete unhandlich, aber es gibt bessere Lösungen: Die Vernetzungen im Hintergrund. Dann kannst du mit deiner HVV-App in Berlin auch Fahrkarten kaufen und umgekehrt und ebenso zwischen Hamburg und Berlin.

Natürlich heißt es erstmal, dass für ein solches System die Aufwände steigen - es ist eben eine komplexere App und bedarf eines aufwändigeren Systems für die Fahrpreisberechnung. Aber: Der Tarif wird nicht zwingend komplexer. Anders sieht es aus, wenn ein gänzlich anderes Tarifsystem "überstülpen" möchte, das bspw. nicht nach bestehenden HVV-Tarifbestimmungen arbeitet, sondern bspw. nach Luftliniendistanzen, Tarifkilometer, Tageszeit- oder Verkehrsmittelabhänigen Preisen, etc. pp. Nur: Sowas lässt sich nicht einfach genehmigen (Nahverkehrstarifsysteme sind genehmigungspflichtig - darum kümmern sich beispielsweise Regierungspräsidien oder Landesdirektionen oder ähnliche öffentliche Einrichtungen ganz unabhängig vom Verkehrsverbund). Rabatte oder ähnliche Anreize für Vielfaher lassen sich dagegen leichter unterbringen.

Amüsant finde ich Behauptungen, wie dass die gespeicherten Daten verkauft werden - ganz ohne Beweise oder rechtliches Grundwissen. Da sollte man wirklich tief in den AGB nachlesen, wo dies verankert ist oder bei entsprechenden Beweisen den Landesdatenschutzbeaufragten einschalten. Das darf übrigens jeder Bürger. Daten ungefragt verkaufen dürfen Verkehrsunternehmen so jedenfalls nicht. Sie dürfen diese - meines Wissens - nicht mal für eigene Verkehrsanalysen bzw. die eigene Verkehr-/Fahrplanplanung nutzen, weil die Gefahr besteht, dass sich ein Bewegungsprofil einer realen Person zuordnen lässt...

Bewegungsprofile können aber genauso gut durch die üblichen Fahrgasterhebungen erreicht werden, deswegen wird dies dort nicht gefragt, das machen wiederum andere Untersuchungen mit freiwilligen Befragungen (Mobilität in Deutschland oder ähnliche, bei denen wirklich nach jeder Bewegung an Referenztagen befragt wird)...

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
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Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
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Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]
kmueller schrieb:
Das ist ein erheblicher Unterschied, wenn man
a) kein Handy hat (weil man es nicht braucht oder nicht will)
b) die Hamburger App nicht hat (als Bayer oder Chinese)
c) mit dem Wust von Apps nicht (mehr) klarkommt (als alter Mensch)
d) die Batterie wieder mal leer ist

Warum gibt es eigentlich keine Supermärkte, in denen man mit App billiger einkauft als bei der Konkurrenz gegenüber, ohne App aber teurer?
Die Kunden, die kein passendes Endgerät besitzen, können ja weiterhin klassisch ihre Fahrkarte kaufen. Der automatische Vorteil der Berechnung des niedrigsten Preises entfällt dann.
Für denjenigen, der die App nutzen möchte, ist es auch kein Problem, sie bei der Ankunft in Hamburg zu installieren.

An den letzten beiden Punkten kann man arbeiten bzw. ihn einfach vermeiden. Und auch sonst bleibt immer noch die klassische Fahrkarte als Notlösung.

Grüße aus dem Nordwesten
Sebastian
KHM schrieb:
- Es wird auf keinen Fall funktionieren
- Alle Daten werden meistbietend an Datenkraken verhökert werden
- Datenschutzbelange werden auch sonst nicht beachtet werden
- Die Nutzung wird für alle zwingend sein
- Wenn das System doch für die meisten Nutzer gut sein sollte, aber für Gruppenreisende nicht, ist es natürlich insgesamt @#$%&
- Wie jeder weiß, kann eine Chipkarte alles, was auch ein vollwertiges Smartphone kann, z. B. Be-Out
- Eine Preisauskunft durch das System und damit eine transparente Abrechnung ist selbstverständlich unmöglich
- Wie jeder weiß, ist mit der Einführung des Einzelverbindungsnachweises auf der Telefonrechnung das Abendland untergegangen
- Auf keinen Fall hat sich irgendeiner der Beteiligten über irgendetwas Gedanken gemacht, außer wie er damit seine privaten Taschen füllt
Und selbst ein Zeuge Desiros tutet in dieses Horn. Kann ja gar nicht sein, dass irgendetwas gut ist, was nicht schon erfunden wurde, oder irgendein Aufgabenträger/Verbund/Verkehrsunternehmen außerhalb Baden-Württembergs vielleicht mal die Fahrgäste im Blick hätte.
Das war der mit Abstand beste Beitrag hier, vielen herzlichen Dank dafür.
Oberdeichgraf schrieb:
Hamburger Hochbahn: Mit dem Smartphone raus aus dem Tarifwirrwarr.

Hamburg | Lange versprochen, jetzt endlich in Sicht: Der HVV will seinen Tarifdschungel lichten. Im Herbst soll das automatische Ticketsystem „Check-in/Be-out“ an den Start gehen, so hat es Hochbahn-Vorstandschef Henrik Falk am Donnerstag angekündigt. Die Hochbahn ist federführend, umgesetzt wird die Neuerung aber im gesamten Verkehrsverbund in- und außerhalb der Metropole.
So geht’s: Beim Einsteigen erfasst ein Sensor das Handy des Fahrgastes. Dieser meldet sich per Fingertipp an („Check-in“), der Ausstieg wird automatisch registriert („Be-out“), die Software ermittelt den günstigsten Fahrpreis. Im Höchstfall zahlt der Nutzer auch bei mehreren Touren nur für eine Tageskarte. Die Abbuchung erfolgt bargeldlos über ein verknüpftes Konto.
Start beim Weltkongress
An der Bezahlrevolution arbeitet die Hochbahn seit Jahren. Die Einführung erfolgte nun schrittweise. Zum Weltverkehrskongress ITS (11. bis 15. Oktober) soll das System zunächst in größeren Teilen Hamburgs gelten, bis zum ersten Quartal 2022 im gesamten Stadtgebiet. Erst danach steht es auch im Umland komplett zur Verfügung....
Die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Hochbahnalltag sind weiterhin gravierend. „Zurzeit haben wir 50 Prozent Fahrgäste im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit“, sagte der Vorstandschef. Im ersten Lockdown seien es 30 Prozent gewesen, im Sommer vorübergehend wieder 70. Die Einnahmeverluste in 2020 kalkuliert Falk für sein Unternehmen auf 100 Millionen Euro. Eine Rückkehr zum früheren Fahrgastniveau in U-Bahnen und Bussen erwartet er erst für Ende 2022. – Quelle: [www.shz.de] ©2021
(Auszüge aus dem Artikel)
Man kann das auch kritisch sehen: Es wird ein komplettes Bewegungsprofil des Nutzers im HVV erstellt. Irgendwie erinnert mich das sehr an diesen bekannten Roman, der erstmals 1949 erschienen war.
Es ist natürlich die Frage, ob die Nutzung im Detail gespeichert wird oder nicht. Aber alleine schon die Möglichkeit dazu halte ich für fragwürdig.
Wenn ich mich so im ÖV umschaue, dann frage ich mich immer, wo sich die ganzen Fahrgäste mit Datenschutzbedenken und ohne Smartphone verstecken.
Mal konkret gefragt, besitzt du kein halbwegs aktuelles Smartphone?
MrEnglish schrieb:
Wenn ich mich so im ÖV umschaue, dann frage ich mich immer, wo sich die ganzen Fahrgäste mit Datenschutzbedenken und ohne Smartphone verstecken.
Mal konkret gefragt, besitzt du kein halbwegs aktuelles Smartphone?
Hallo,
ich habe aus bestimmten Gründen, die hier nichts zu suchen haben, immer etwa 5 bis 6 aktive Handys in Betrieb, dazu noch Ersatzgeräte liegen für mögliche Ausfälle. (Die Nokia Akkus halten auch nicht ewig).
Bevorzugtes Modell ist da das Nokia 100, kostet gebraucht ganz wenig und hat schöne große Tasten.
Ein Handy ist da momentan zufällig bei mit mehr Funktionen, aber das wurde von mir noch nie genutzt.
Das Handy mit meiner Privatnummer ist das älteste Modell, aber schon mit Farbdisplay, aber Riss vorne.
Ein Smartphone habe ich bewusst nicht in Betrieb, mein Bedarf ist schon mit dem Computer gedeckt.
Man kommt ohne so etwas aus, Telefon langt mir unterwegs völlig und bei Bedarf schicke ich eine SMS oder bekomme eine.

Anspruch und Wirklichkeit

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 08.01.21 21:41

Nabend!

KHM schrieb:
Dagegen ist nichts einzuwenden. Aber "Bedenken äußern" ist nicht:
- Tariflich wird das nichts ändern (kann zwar so sein, hat aber mit dem System nichts zu tun)
Natürlich hat das nichts mit dem System zu tun. Aber mit genau diesem Anspruch ist man öffentlich angetreten: Lichten des Tarifdschungels. Und wenn ich so etwas thematisch verquicke, muss ich auch liefern und darf nicht nur einen bunten Vorhang vor die Problemzonen hängen.

Oder konkret: wenn mir das neue System für eine S-Bahn-Fahrt von Hamburg-Neugraben nach Buxtehude tatsächlich eine Fahrkarte Hamburg-Neugraben - Neu Wulmstorf zu 2,40 und eine weitere Fahrkarte Neu Wulmstorf - Buxtehude zu 2,40 (also insgesamt 4,80 Euro) in Rechnung stellt und keine Fahrkarte Hamburg-Neugraben - Buxtehude zu 5,50 Euro, dann ist da tatsächlich eine Bestpreis-Abrechnung. Auch, wenn sich am abstrusen Tarifsystem nichts geändert hat.

KHM schrieb:
- Es wird auf keinen Fall funktionieren
Das hat in diesem Thread niemand behauptet. "Es" sollte aber nicht nur funktionieren, sondern "es" sollte gut funktionieren. Immerhin hat man nicht den Fehler gemacht, das für den Massenverkehr untaugliche Holland-System zu übernehmen.

Gruß

Heiko
Oberdeichgraf schrieb:
ich habe aus bestimmten Gründen, die hier nichts zu suchen haben, immer etwa 5 bis 6 aktive Handys in Betrieb, dazu noch Ersatzgeräte liegen für mögliche Ausfälle. (Die Nokia Akkus halten auch nicht ewig).
Bevorzugtes Modell ist da das Nokia 100, kostet gebraucht ganz wenig und hat schöne große Tasten.
Ein Handy ist da momentan zufällig bei mit mehr Funktionen, aber das wurde von mir noch nie genutzt.
Das Handy mit meiner Privatnummer ist das älteste Modell, aber schon mit Farbdisplay, aber Riss vorne.
Ein Smartphone habe ich bewusst nicht in Betrieb, mein Bedarf ist schon mit dem Computer gedeckt.
Man kommt ohne so etwas aus, Telefon langt mir unterwegs völlig und bei Bedarf schicke ich eine SMS oder bekomme eine.
Würdest du mit zustimmen, dass du damit ganz sicher zu einer Minderheit in Deutschland gehörst?
Sobald du einen geladenen Akku in deinem Smartphone hast, bist du irgendwo registriert. Jeder, der Zugriff auf das System hat, sieht deinen Weg. Da brauchst du keinen HVV. Schmeiss alle Geräte weg, die irgendwo auf Daten zugreifen können. Nur so kannst du dich davor schützen.
Schönen Gruß
Maik

Re: Anspruch und Wirklichkeit

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 09.01.21 00:25

Der Zeuge Desiros schrieb:
Zitat:
Oder konkret: wenn mir das neue System für eine S-Bahn-Fahrt von Hamburg-Neugraben nach Buxtehude tatsächlich eine Fahrkarte Hamburg-Neugraben - Neu Wulmstorf zu 2,40 und eine weitere Fahrkarte Neu Wulmstorf - Buxtehude zu 2,40 (also insgesamt 4,80 Euro) in Rechnung stellt und keine Fahrkarte Hamburg-Neugraben - Buxtehude zu 5,50 Euro, dann ist da tatsächlich eine Bestpreis-Abrechnung. Auch, wenn sich am abstrusen Tarifsystem nichts geändert hat.
Das wäre eine Frage der "Mechanik" im System: Drösele ich durchgehende Fahrtabschnitte auf - also jene ohne Fahrzeugwechsel, oder behalte ich sie zusammen. Darin könnte es sich ja bspw. unterscheiden, wenn ich in Neu Wulmsdorf umsteigen würden.

Plausibler ist es aber, wie mehrere Einzelfahrkarten nachträglich zu Tageskarten zusammengefasst werden, oder zu Wochen- und Monatskarten. Oder wie nach einer gefahrenen Leistung eine Rabattschwelle erreicht wird und daraufhin die Fahrkarten in der Monatsabrechnung mit Rabatt berechnet werden...

Das halte ich für ein viel plausibleres Modell - letzteres wäre vergleichbar zur 10er Tageskarte der Bahn.


Der Zeuge Desiros schrieb:
Das hat in diesem Thread niemand behauptet. "Es" sollte aber nicht nur funktionieren, sondern "es" sollte gut funktionieren. Immerhin hat man nicht den Fehler gemacht, das für den Massenverkehr untaugliche Holland-System zu übernehmen.
Korrekt. Mir wurde berichtet, dass diese untaugliche Variante bei den meisten zuständigen Politikern auch negativ bewertet wird, was ich verstehen kann. Deswegen auch die mehrheitliche langfristige Hoffnung in ein "Be-In/Be-Out"-System mit oder ohne Umweg eines "Check-In/Be-Out"-Systems.

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Re: Anspruch und Wirklichkeit

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 09.01.21 03:29

Check-In Be-Out wendet man ja deswegen an, weil Be-In Be-Out sehr schwierig umzusetzen ist. Es ist nicht einfach die Anwesenheit eines Fahrgastes zuverlässig zu erfassen, aber fälschlicherweise Einbuchungen zu vermeiden. Im reinen Voll- oder U-Bahnbetrieb wäre das noch möglich, aber sobald es mit Bus und Straßenbahn ind den Straßenverkehr geht, könnten Fahrten abgerechnet werden wenn man mit Auto oder Fahrrad in der Nähe fährt. Deswegen hat man lieber eine aktive Aktion des Kunden bei Fahrtantritt.

Am nächsten kämen dem Be-In noch die Zugangssperren an Skiliften, aber das ist eigentlich nur eine Form des Check-In die keine aktive Handlung des Kunden erfordert. Diese Lösung wäre aber bestenfalls für geschlossene Systeme als Erleichterung möglich. Allerdings kann das auch problematisch werden wenn man mehrere Karten bei sich trägt. Ich hatte z.B. in der Vergangenheit schon zwei Saisonpässe zum Schifahren die sich teilweise in der Gültigkeit überlappt haben. Einen davon hatte ich immer im Geldbeutel beim ÖV Ticket, weil er das ganze Jahr galt und teilweise auch für ÖV Nutzung nützlich war. Der hatte aber in manchen Gebieten eine beschränkte Tageszahl die ich für den Sommet aufsparen wollte. Da musste ich immer dran denken den Pass rechtzeitig aus dem Geldbeutel zu nehmen, damit nicht versehentlich Tage abgebucht wurden die eigentlich durch den anderen Pass abgedeckt waren. Das könnte im ÖV z.B. dann passieren wenn wie in London Kreditkarten akzeptiert werden. Wobei ich nicht weiß, ob man die aus so großer Entfernung auslesen könnte.

Re: Anspruch und Wirklichkeit

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 09.01.21 03:55

MrEnglish schrieb:
Zitat:
Check-In Be-Out wendet man ja deswegen an, weil Be-In Be-Out sehr schwierig umzusetzen ist.
Korrekt. Schwierig ja, aber nicht unmöglich. Die Schwierigkeit liegt dabei aber nicht nur in der technischen Hinsicht. Check-In/Be-Out ist einfach ein pragmatischer Weg, der bis zur Lösung entsprechender Fragestellungen einfacher umzusetzen ist, dafür aber auch weniger komfortabel ist.


MrEnglish schrieb:
Zitat:
Es ist nicht einfach die Anwesenheit eines Fahrgastes zuverlässig zu erfassen, aber fälschlicherweise Einbuchungen zu vermeiden. Im reinen Voll- oder U-Bahnbetrieb wäre das noch möglich, aber sobald es mit Bus und Straßenbahn ind den Straßenverkehr geht, könnten Fahrten abgerechnet werden wenn man mit Auto oder Fahrrad in der Nähe fährt. Deswegen hat man lieber eine aktive Aktion des Kunden bei Fahrtantritt.
Die Erfassung ist nicht einfach - ja. Die Fehleinbuchungsgefahr sehe ich aber nicht als schlimmer an, als die fehlerhafte Nichteinbuchung. Man muss eben ein solches Signal verifizieren. Beispielsweise, wenn du an einem Bahnsteig zum Abholen stehst, es dort keine Zugangstore gibt und der Zug einfährt und das Signal des Handys mit der entsprechenden aktiven App erfasst.
Die Logik ist dabei, dass ein einziges Signal nicht ausreicht, sondern ein weiteres Signal nötig ist, das mit einem anderen Standort desselben Fahrzeugs versehen ist, weil ja nur die Standortveränderung eine Benutzung nachweisen kann. Gleiches gilt für Bus und Straßenbahn.
Insofern ist es durchaus fachlich möglich, die Frage ist aber mit welchen technischen Mitteln dies gemacht wird und wie es rechtlich aussieht. Letzteres spricht eher für eine aktive Handlung. Gleiches gilt dafür, wenn man bspw. mehrere Handy in der Tasche mit der App hat. Beispielsweise, wenn du deiner Frau ihr Handy vorbeibringst, dann müsste dieses Handy ja irgendwie unterbinden, erfasst zu werden...


MrEnglish schrieb:
Da musste ich immer dran denken den Pass rechtzeitig aus dem Geldbeutel zu nehmen, damit nicht versehentlich Tage abgebucht wurden die eigentlich durch den anderen Pass abgedeckt waren. Das könnte im ÖV z.B. dann passieren wenn wie in London Kreditkarten akzeptiert werden. Wobei ich nicht weiß, ob man die aus so großer Entfernung auslesen könnte.
Oder du brauchst ein entsprechendes Behältnis, dass eine Erfassung entsprechend unterbindet. Es gibt ja bspw. Hüllen, die bspw. Chipkarten vor Auslesungen schützen sollen (obwohl dafür auch eine extrem nahe Distanz nötig ist, wie man bei der Zahlung mit einer NFC-Bankkarte erleben kann oder eben der Kontrolle einer Chipkarte mit einem aufgeladenen Ticket.

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
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Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]

Re: das ist in gewissen Branchen üblich...

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 09.01.21 08:17

Oberdeichgraf schrieb:
Hallo,
ich habe aus bestimmten Gründen, die hier nichts zu suchen haben, immer etwa 5 bis 6 aktive Handys in Betrieb, dazu noch Ersatzgeräte liegen für mögliche Ausfälle. (Die Nokia Akkus halten auch nicht ewig).
...
Ein Smartphone habe ich bewusst nicht in Betrieb, mein Bedarf ist schon mit dem Computer gedeckt.
Man kommt ohne so etwas aus, Telefon langt mir unterwegs völlig und bei Bedarf schicke ich eine SMS oder bekomme eine.
Das kennt man sonst ja nur aus dem Fernsehen, wo im Drogenmilieu auf diese Weise kommuniziert wird. Ein Handy für die Kunden, eins für die Lieferanten und möglichst ohne Ortungsfunktion bzw. als Prepaid-Handy.

Grüße aus dem Nordwesten
Sebastian

Re: das ist in gewissen Branchen üblich...

geschrieben von: Oberdeichgraf

Datum: 09.01.21 09:22

Sebastian Berlin schrieb:

Das kennt man sonst ja nur aus dem Fernsehen, wo im Drogenmilieu auf diese Weise kommuniziert wird. Ein Handy für die Kunden, eins für die Lieferanten und möglichst ohne Ortungsfunktion bzw. als Prepaid-Handy.
Hallo,
die dürften aber weder ein Gewerbe angemeldet haben, noch ihre Handys über den Telefonanbieter per Internet aufladen.
Aber die Witzeleien über meine beschrifteten Handys höre ich auch manchmal. Es geht da um optimale Erreichbarkeit unterwegs.
Nur muss ich für meine Einnahmen richtig arbeiten, dafür gibt es aber nie Stress mit Uniformträgern.

Re: das ist in gewissen Branchen üblich...

geschrieben von: Werntalbahn

Datum: 09.01.21 11:48

Oberdeichgraf schrieb:
Sebastian Berlin schrieb:
Das kennt man sonst ja nur aus dem Fernsehen, wo im Drogenmilieu auf diese Weise kommuniziert wird. Ein Handy für die Kunden, eins für die Lieferanten und möglichst ohne Ortungsfunktion bzw. als Prepaid-Handy.
Aber die Witzeleien über meine beschrifteten Handys höre ich auch manchmal. Es geht da um optimale Erreichbarkeit unterwegs.
Nur muss ich für meine Einnahmen richtig arbeiten, dafür gibt es aber nie Stress mit Uniformträgern.
Sorry, aber wenn man "5-6 aktive Handys" (und das auch noch alte, kaputte Nokias) und "dazu Ersatzgeräte" braucht, um "optimale Erreichbarkeit" zu gewährleisten, hat man ggf. ganz andere Probleme als die Erreichbarkeit.
Gut, wenn sich technischer Fortschritt im ÖV nicht durch solche Leute blockieren lässt.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.01.21 11:49.

Schaut mal zum bodo

geschrieben von: diezge

Datum: 09.01.21 12:40

Hallo,

warum wird das hier so negativ gesehen?

Im Verkehrsverbund bodo gibt es schon seit 2018 ein Checkin-Checkout-System mit Karte und es funktioniert tadellos. Obendrein gibt es noch 20 % Rabatt ab der ersten Fahrt. Momentan nur für Einzelfahrten aber das wird Schritt für Schritt erweitert.

Das System dahinter ist e-Ticket Deutschland: [www.eticket-deutschland.de]



Grüße,

diezge
Ostholsteiner1 schrieb:
Zitat:
Um den Datenschutz mache ich mir da wenig Sorgen. Als Unternehmen in städtischer Hand ist der HVV dazu verdammt, akribisch mit Hamburgs obersten Datenschützer zusammenzuarbeiten - und der ist bekanntlich ein harter Hund. Google kann ein Lied davon singen...
Grundsätzlich sehe ich es auch so. Ich würde aber etwas relativieren: Der VDV ist dahinter her, dass solche Lösungen nicht nur in einem Bundesland funktionieren (und der Auslegung eines Datenschützers), sondern deutschlandweit. Wenn man sich also an VDV-Normen hält, müssten sich Lösungen ergeben, die generell datenschutzkonforme Programmierungen erlauben. Die Frage ist dann konkret nur, wie die verwendete Software funktioniert.

Internationale Firmen umgehen das Thema elegant, indem sie ihren Europa-Sitz in Staaten haben, die laschere Datensachutzbestimmungen haben - beim ÖPNV ist aber der Bezug zum lokalen Einsatz mehr als deutlich gegeben (und der HVV wird nicht seinen Sitz nach Irland verlagern können...).


Ostholsteiner1 schrieb:
Zitat:
Viel mehr Sorgen macht mir da, dass der HVV nun schon seit Ewigkeiten an seinem Check-In-Be-Out-System arbeitet und inzwischen 5 Jahre Verspätung hat (was der oben verlinkte Artikel leider (oder wohlwissentlich) verschweigt). Der Verbund hat viele Jahre damit verdödelt, die zig Softwaresystem im Verbund zu harmonisieren und Kriterien für einen Testbetrieb zu formulieren (Quelle: [www.nahverkehrhamburg.de] )
Das würde mir keine Sorgen bereiten, sondern es weist eher darauf hin, welch ausdifferenzierte "Systemlandschaft" es im ÖPNV gibt. Normalerweise hat jedes (!) Verkehrsunternehmen eigene Vertriebssoftware, eigene Buskassenmodelle (und selbst bei gleichen Modellen gibt es unterschiedliche Softwarestrukturen). Das alles ist in der Handhabung höchst kompliziert. Insbesondere größere lokale Verkehrsunternehmen neigen dazu ihren Softwarebestand mit allen logischen und unlogischen Argumente verteidigen zu müssen. Sprich: Es finden extrem dezentrale Beschaffungen statt, die natürlich auch zu höheren Kosten führen - in der Papierwelt war dies weniger ein Problem, als in einer digitalen Welt, bei der die Chipkarte der Ruhrbahn auch bei der Rheinbahn eingelesen werden können muss und zwischen beiden Unternehmen ein Datenaustausch bestehen muss.

Andere vergleichbare Projekte verschieben sich dementsprechend schnell auch. Das ist dann auch ein wenig die Problematik, zwischen politischem Anspruch (schnell was in der Legislaturperiode anzupassen - am Besten im Vorfeld einer Wahl) und betrieblicher Wirklichkeit (aufwändige Harmonisierungsanpassungen)...


Ostholsteiner1 schrieb:
Zitat:
Osnabrück hat dagegen ein fast identisches System nach sehr viel weniger Vorbereitungszeit im letzten Herbst an den Start gebracht. Funfact: Das dortige System wurde von einem Unternehmen entwickelt, dass auch beim HVV Softwaresysteme betreibt. Warum hat man da keine Synergien genutzt?
Vergaberecht wäre hier beispielsweise ein System. Nächste Frage: Was genau für eine Software hat das System. Du kannst im Regelfall davon ausgehen, dass in einem (größeren) Verbund alle branchenüblichen Unternehmen irgendwelche Software bei irgendwelchen Kunden betreiben. Das Beispiel der Buskassen habe ich ja schon genannt. Nächster Punkt wären Vertriebssysteme (bis hin zur Schulverwaltung/Schülerbeförderung) aber auch Handy-Apps. Es ist ja nicht so, dass eine verbundweite/-eigene Handyapp ausreicht, wiederum will jedes größere Unternehmen hier eigene Apps haben. Das kann man beispielsweise gut im MVV betrachten...


Ostholsteiner1 schrieb:
Insofern ist die Ankündigung, dass im Herbst der erste öffentliche Test startet, auch keine wirkliche Erfolgsmeldung.
Wieso? Weißt du, wie viele interne Tests gab, bis das System abgenommen wurde, so dass man öffentliche Test starten kann? Das kann durchaus auch ein Prozess von ein oder mehreren Jahren gewesen sein. Zumal die Corona-Krise so etwas nicht einfacher macht.

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