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Heizer Jupp schrieb:
Zitat:
Eisenbahner zu sein heißt nämlich weit mehr, als nur 'nen Job zu haben. Man muß schon einen gewissen Bezug, eine Affinität, eine gewisse emotionale Ergriffenheit haben und es nicht nur des Geldes wegen machen. Außerdem darf niemand vergessen, daß hier Menschen für andere Menschen Dienst tun.

Wenn gewisse Leute aber vor lauter Zahlen und Geld die Menschen aus den Augen verlieren (oder diesen Blick nie hatten), dann verlieren sie das Prädikat, ein "Eisenbahner, also "einer von uns" zu sein (oder sie erlangen nie diesen Status).
Lieber Jupp,

Deine Ausführungen sind ein rühriger und sentimentaler Rückblick auf die Vergangenheit, bilden aber die heutige Realität nicht ab. Für die meisten Neueinstellungen ist die Bahn nur noch ein Job, da steckt keine Berufung mehr dahinter. Wie es ein guter Kollege aus dem Einstellungsteam (DB-Neudeutsch „Recruiting") sehr lakonisch formuliert hat, Montags gibt's bei der Arbeitsagentur Bildungsgutscheine für Staplerfahrer, Dienstag für Erzieher*innen und Mittwochs für einen Grundlehrgang zum Tf. Bis letztes Jahr war ich noch selber auf dem Bock und habe in den letzten 20 Jahren bemerkt, wie sehr sich die Situation verändert hat. Wenn mir vor 5 Jahren jemand gesagt hätte, dass Lokführer einmal zum Mangelberuf gehören werden, hätte ich ihm vermutlich für verrückt erklärt. Auch ich finde diese Entwicklung nicht schön, aber unsere aktuell heranwachsende „Generation Z" tickt einfach anders und ist weder für Schicht- und Wechseldienst noch für Wochenendarbeit zu begeistern. Da nützen auch die schönsten Dienstpläne oder üppigen Bezahlungen noch etwas.

Auch Deine Meinung zur Administration finde ich altbacken. Ich habe einige Freunde und Bekannte, die arbeiten auf Geschäftsführer- oder Vorstandsebene diverser Verkehrsbetriebe oder EVUs. Und die sind keine weltfremde Schöngeister in einer glitzernden Scheinwelt auf der Plüschetage, mit Dienstwagen und Butler, sondern praxisnäher, als Du Dir überhaupt vorstellen kannst. Diesen engagierten Leuten grundsätzlich zu unterstellen, sie sehen ja eh nur Zahlen und kennen sich mit dem Betrieb nicht aus, finde ich unfair; vor allem möchte ich mit ihnen nicht tauschen. Und auch auf der mittleren Ebene sind Betriebsleiter, Arbeitsgebietsleiter, Transportkontrolleure, Trainer und Einsatzplaner keine Jobs die geschaffen wurden, die „Frontschweine" zu demütigen, sondern weil es ohne sie nicht ginge.


Viele Grüße aus Berlin

Patrick

https://farm1.staticflickr.com/869/27921841298_515929d3d5_c.jpg

Re: Keine Angst, ich bin nicht sensibel ...

geschrieben von: Rollo

Datum: 08.01.21 23:16

Hui, was für tiefschürfende Einblicke... Ich bin überrascht.

Wenn ich Dich recht verstehe, hast Du den Nagel schön auf dem Kopf getroffen. Und doch hoffe ich, dass das Eisenbahnwesen noch die Kurve kriegt....

Danke Heiko! (o.w.T)

geschrieben von: PatrickBln

Datum: 08.01.21 23:48

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
https://farm1.staticflickr.com/869/27921841298_515929d3d5_c.jpg

Re: Verschlankung des Konzerns

geschrieben von: Node

Datum: 09.01.21 00:40

MD 612 schrieb:
Zu den Flugtaxis gab es ja schon eine Antwort. Hier noch ein unnötiges Beispiel:

Deutsche Bahn setzt auf Plattformentwicklung für ÖPNV und übernimmt Bereiche von moovel

kariadsko schrieb:
Allerdings... 46 Millionen in drei Jahren? Wir reden hier über Einsparungen im Bereich von 5 Milliarden.
Erstens, Kleinvieh macht auch Mist. Zweitens, es ist ja nur eins von vielen Beispielen.
Gerade IT ist aber ein Bereich, der mit Dingen wie dem Navigator absolut zentrale Elemente bereitstellt. Und eine Weiterentwicklung zu einer deutschlandweiten ÖPNV-App dürfte für alle lokalen Verbundanbieter nicht möglich sein, weil sie gar nicht die Verkaufsmacht haben.

Auch der Betrieb scheint aber noch ein paar Potentiale zu haben. Immerhin konnte man erst vor 6 Monaten ca. 40 120er im FV abstellen und hat jetzt schon die ersten 101er übrig. Ähnliches beobachte ich in leicht anderer Form bei Regio, wo man sich teilweise auch nur ungern von Altmaterial zu trennen scheint. Natürlich sind da die Verkehrsverträge regulierender. Oder die gefühlt ewige Zeit, die man jetzt braucht, um die 146 und 147 im Norden an den Start zu bringen. Die Rückspeisefähigkeit dürfte schnell Stromkosten einsparen, die viel Overhead wettmachen (was keinen Verzicht bedeuten soll).
Nein, nein, mein Lieber, da liest Du etwas heraus, daß ich nie geschrieben habe!
Ich schrieb, erst dann, wenn ein Leiter die Bodenhaftung und die Menschenverbundenheit (sowohl zu Kunden, als auch zu Mitarbeitern) verliert und nur noch seine Zahlen und Bilanzen sieht und diesen alles unterordnet, dann erst verliert er auch das Vertrauensprädikat "Ein Eisenbahner. Einer von uns."
Außerdem strömen immer mehr Nachwuchskräfte in Leitungsebenen nach, die auf Grund des heutigen Ausbildungssystemes diese Verbundenheit gar nicht mehr kennenlernen und verinnerlichen konnten und demzufolge auch nie leben und weitergeben können. Denjenigen kann man deshalb auch nur sehr bedingt einen Vorwurf machen.

Du nennst meine (zugegeben recht idealistischen) Vorstellungen altbacken und überholt. Ja, damit hast Du völlig Recht!
"Alt = alles schlecht - neu = automatisch immer gut" kann's aber auch nicht sein. Die zunehmende Entmenschlichung durch Reduzierung auf "Prozesse", sowie der Verlust von Anstand, Sitten und sozialem Gewissen im Wirtschaftsleben muß doch nicht schulterzuckend mit "Das ist eben so; kann man nix gegen machen...!" hingenommen werden!
Ist es etwa altbacken und "out", sich gewisser menschlicher Tugenden zu entsinnen und eine allgemeine Hinkehr zurück zu Vernunft, Augenmaß und Berücksichtigung auch seelischer menschlicher Bedürfnisse anzumahnen? Wenn das wirklich überholt ist, na dann prost Mahlzeit!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.01.21 20:54.

Re: Verschlankung des Konzerns

geschrieben von: MD 612

Datum: 09.01.21 21:09

Node schrieb:
Gerade IT ist aber ein Bereich, der mit Dingen wie dem Navigator absolut zentrale Elemente bereitstellt. Und eine Weiterentwicklung zu einer deutschlandweiten ÖPNV-App dürfte für alle lokalen Verbundanbieter nicht möglich sein, weil sie gar nicht die Verkaufsmacht haben.
Der DB-Navigator ist bereits eine deutschlandweit nutzbare ÖPNV-App, in der auch ein Großteil aller Verbünde integriert ist. Dazu muss man nicht noch eine weitere Plattform ankaufen.

Node schrieb:
Die Rückspeisefähigkeit dürfte schnell Stromkosten einsparen, die viel Overhead wettmachen (was keinen Verzicht bedeuten soll).
Man könnten neben den Stromkosten auch Overhead einsparen. Beides schließt sich ja nicht gegenseitig aus...

Gruß Peter

Richte dein Gesicht immer zur Sonne und die Schatten werden hinter dich fallen.
Walt Whitman (1819-1892), amerikanischer Dichter
Heizer Jupp schrieb:
...Die zunehmende Entmenschlichung durch Reduzierung auf "Prozesse", sowie der Verlust von Anstand, Sitten und sozialem Gewissen im Wirtschaftsleben muß doch nicht schulterzuckend mit "Das ist eben so; kann man nix gegen machen...!" hingenommen werden!
Ist es etwa altbacken und "out", sich gewisser menschlicher Tugenden zu entsinnen und eine allgemeine Hinkehr zurück zu Vernunft, Augenmaß und Berücksichtigung auch seelischer menschlicher Bedürfnisse anzumahnen? Wenn das wirklich überholt ist, na dann prost Mahlzeit!
Ich würde gar behaupten, dass das Gegenteil von Deiner Aussage eher der realen Entwicklung entspricht.
Rollo schrieb:
Heizer Jupp schrieb:
...Die zunehmende Entmenschlichung durch Reduzierung auf "Prozesse", sowie der Verlust von Anstand, Sitten und sozialem Gewissen im Wirtschaftsleben muß doch nicht schulterzuckend mit "Das ist eben so; kann man nix gegen machen...!" hingenommen werden!
Ist es etwa altbacken und "out", sich gewisser menschlicher Tugenden zu entsinnen und eine allgemeine Hinkehr zurück zu Vernunft, Augenmaß und Berücksichtigung auch seelischer menschlicher Bedürfnisse anzumahnen? Wenn das wirklich überholt ist, na dann prost Mahlzeit!
Ich würde gar behaupten, dass das Gegenteil von Deiner Aussage eher der realen Entwicklung entspricht.

Echt?
Na da bin ich aber beruhigt und dann kann ja nix mehr schiefgehen...
Heizer Jupp schrieb:
"Alt = alles schlecht - neu = automatisch immer gut" kann's aber auch nicht sein.
Hat das jemand behauptet?

Zitat
sowie der Verlust von Anstand, Sitten und sozialem Gewissen im Wirtschaftsleben
...
sich gewisser menschlicher Tugenden zu entsinnen und eine allgemeine Hinkehr zurück zu Vernunft, Augenmaß und Berücksichtigung auch seelischer menschlicher Bedürfnisse
Erklär mal bitte konkret, woran Du das festmachst und was Deinem Empfinden nach in dieser Hinsicht schlechter geworden ist. Vielen Dank.
kariadsko schrieb:
Heizer Jupp schrieb:
"Alt = alles schlecht - neu = automatisch immer gut" kann's aber auch nicht sein.
Hat das jemand behauptet?

Ich bitte Dich! Das muß doch niemand explizit behaupten; das ist eine "Grundschwingung" in unserer Wegwerf-Gesellschaft.

Zitat:
Zitat
sowie der Verlust von Anstand, Sitten und sozialem Gewissen im Wirtschaftsleben
...
sich gewisser menschlicher Tugenden zu entsinnen und eine allgemeine Hinkehr zurück zu Vernunft, Augenmaß und Berücksichtigung auch seelischer menschlicher Bedürfnisse
Erklär mal bitte konkret, woran Du das festmachst und was Deinem Empfinden nach in dieser Hinsicht schlechter geworden ist. Vielen Dank.

Auch das kann jetzt nicht Dein Ernst sein!

Nur weil wir, die wir größtenteils gesund sind, derzeit trotz (oder vielleicht sogar wegen) Corona ein bißchen auf einer Insel der Glückseligkeit gebettet zu werden scheinen, ändert das nichts daran, daß in unserer Gesellschaft nur eines zählt: Geld, mehr Geld, ganz schnell ganz viel Geld.
Nur wird das mittlerweile so subtil ummäntelt, daß viele arme und verwirrte Gemüter die Reibungshitze, die beim schnellen über-den-Tisch-Ziehen entsteht, als Nestwärme empfinden.
Nur ein ganz klitzekleines Beispiel unserer bigotten, zweizüngigen, verlogenen Gesellschaft: Auf der einen Seite wird ein riesiger Buhei um Umwelt und Klima und sonstwas bis zum Ausgießen des Kindes mit dem Bade gemacht; aber auf der anderen Seite verdient man sich weiter dumm und dusselig an Billigrümpel made in China, der eigentlich schon im Laden Schrott ist und einen Raubbau-Frevel an natürlichen Ressourcen darstellt.
Dann kommt noch hinzu, wer sich nur dieses Zeug kaufen kann: Leute, die eh schon nicht viel haben. Die haben einfach nicht das Geld, sich langlebige Markenware zu kaufen. Somit werden sie faktisch doppelt betrogen. Einmal dadurch, daß sie durch die Suggestionen der Werbung genötigt werden, ihre paar Kröten in kürzeren Zeitabständen immer wieder für neuen Schrott auszugeben; und auf der anderen Seite auch noch die Kosten für den Raubbau an der Natur durch immer höhere staatliche Zwangsabgaben tragen müssen.
Und das alles siehst Du nicht und kennst dafür keine Beispiele? Ja sag, läufst Du blind durch diese Welt?



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.01.21 23:48.
Heizer Jupp schrieb:
Auch das kann jetzt nicht Dein Ernst sein!

Nur weil wir, die wir größtenteils gesund sind, derzeit trotz (oder vielleicht sogar wegen) Corona ein bißchen auf einer Insel der Glückseligkeit gebettet zu werden scheinen, ändert das nichts daran, daß in unserer Gesellschaft nur eines zählt: Geld, mehr Geld, ganz schnell ganz viel Geld.
Nur wird das mittlerweile so subtil ummäntelt, daß viele arme und verwirrte Gemüter die Reibungshitze, die beim schnellen über-den-Tisch-Ziehen entsteht, als Nestwärme empfinden.
Nur ein ganz klitzekleines Beispiel unserer bigotten, zweizüngigen, verlogenen Gesellschaft: Auf der einen Seite wird ein riesiger Buhei um Umwelt und Klima und sonstwas bis zum Ausgießen des Kindes mit dem Bade gemacht; aber auf der anderen Seite verdient man sich weiter dumm und dusselig an Billigrümpel made in China, der eigentlich schon im Laden Schrott ist und einen Raubbau-Frevel an natürlichen Ressourcen darstellt.
Dann kommt noch hinzu, wer sich nur dieses Zeug kaufen kann: Leute, die eh schon nicht viel haben. Die haben einfach nicht das Geld, sich langlebige Markenware zu kaufen. Somit werden sie faktisch doppelt betrogen. Einmal dadurch, daß sie durch die Suggestionen der Werbung genötigt werden, ihre paar Kröten in kürzeren Zeitabständen immer wieder für neuen Schrott auszugeben; und auf der anderen Seite auch noch die Kosten für den Raubbau an der Natur durch immer höhere staatliche Zwangsabgaben tragen müssen.
Und das alles siehst Du nicht und kennst dafür keine Beispiele? Ja sag, läufst Du blind durch diese Welt?
Erstens: Wisch Dir vorm Klick auf "Absenden" den Schaum vom Mund.

Dann wäre Dir zweitens nämlich vielleicht aufgefallen, dass alles das nicht im geringsten neu ist. Das war schon immer so - und in gewisser Weise noch vor wenigen Jahrzehnten erheblich schlimmer (z.B. Stichwort Kolonialismus).

Was sagst Du denn zu den folgenden Aussagen:

- Die Zahl der Unterernährten geht seit Jahrzehnten weltweit zurück (nicht nur die Quote, sondern auch die absolute Zahl)
[de.statista.com]

- Die Lebenserwartung steigt und steigt - weltweit ebenso wie in Deutschland, hier seit 1950 um ganze 20 Jahre, Ende des Trends nicht absehbar
[de.wikipedia.org]

- Die Weltbevölkerung wächst immer langsamer, zu meiner Kindheit (1980er) war noch von einer Bevölkerungsexplosion die Rede
[de.wikipedia.org]

- Und, um den Bogen zurück zur Bahn zu schlagen: 1970-79 gab es in Deutschland laut Wikipedia mehr als 20 tödliche Bahnunfälle mit mindestens 269 Toten; 2010-19 listet Wikipedia 7 tödliche Bahnunfälle mit 31 Toten. Dabei ist wohl eher davon auszugehen, dass die Liste 1970-79 aufgrund der viel späteren Pflege nicht vollständig ist.
[de.wikipedia.org]



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.01.21 21:38.
erbsenzähler89 schrieb:
Zitat
Warum in Gottes Namen, gewollt von wem auch immer, muss jeder Zug aktuell in der Lockdownzeit verkehren? Da entstehen Material-, Trassen-, Personal- und Energiekosten, die vermeidbar wären. Es ist auch ökologisch unsinnig, fast leere Züge mit bis zu 300 kmh durch das Land rasen zu lassen.

Züge mit 25% Auslastung sind aber nicht fast leer. Die bisher geringste Besetzung, die ich in diesem Lockdown persönlich erlebt habe, waren 16 Mitreisende in meinem Wagen (bei einem zweiteiligen ICE). Ich finde, dass auch wenn ein ICE nur mit 100 Personen besetzt ist, dass dieser dann trotzdem seine Daseinsberechtigung hat.

Ich würde es aus reiner Neugier auch mal gerne erleben, in diesen von elric genutzten Zügen zu fahren, wo man offenbar alleine ist.
Zwischen Hamburg-Damtor und Hamburg-Altona gibt es dazu im laufe von 24 Stunden öfters die Gelegenheit.

Wenn wir mit dem ICE fahren, sehen wir bei der Reise meist nur eine mehr oder weniger lange Teilstrecke oder nur einen Teil des Umlaufs. Der mag leer sein. Der mag voller sein.Muss aber nicht repräsentativ für den gesamten Umlauf sein.

Wenn auf einer Teilstrecke der Zug sehr gut besetzt ist, dann ist schlichtweg im ganzen Umlauf die ganze Länge erforderlich. Ausnahme sind die Doppeltraktionen, die mit recht wenig Aufwand geteilt werden können. doch das muss auch intelligent gemacht werden, weil ja dafür Personal und Abstellgleise vorhanden sein müssen.
Werntalbahn schrieb:
erbsenzähler89 schrieb:Zitat
Zitat
Warum in Gottes Namen, gewollt von wem auch immer, muss jeder Zug aktuell in der Lockdownzeit verkehren? Da entstehen Material-, Trassen-, Personal- und Energiekosten, die vermeidbar wären. Es ist auch ökologisch unsinnig, fast leere Züge mit bis zu 300 kmh durch das Land rasen zu lassen.

Züge mit 25% Auslastung sind aber nicht fast leer. Die bisher geringste Besetzung, die ich in diesem Lockdown persönlich erlebt habe, waren 16 Mitreisende in meinem Wagen (bei einem zweiteiligen ICE). Ich finde, dass auch wenn ein ICE nur mit 100 Personen besetzt ist, dass dieser dann trotzdem seine Daseinsberechtigung hat.

Ich würde es aus reiner Neugier auch mal gerne erleben, in diesen von elric genutzten Zügen zu fahren, wo man offenbar alleine ist.
Also bei meinen letzten Reisen musste ich schon sehr schauen, dass mal irgend jemand in meinem Wagen saß.
Gut, das Reservierungssystem hat die verbliebenen Reisenden meist alle in 1-2 Wagen... na ja... zusammengepfercht kann man da auch nicht mehr sagen. :-) Aber in der Regel sah es immer so aus:
[attachment]

Trotzdem denke ich, die Züge nicht fahren zu lassen, wäre auch nicht das Gelbe vom Ei:
- Personal und Material müssen umdisponiert werden
- Personal wird eh bezahlt
- die, die noch reisen müssen, stehen dann stundenlang irgendwo rum, Anschlüsse passen nicht mehr usw.

Na ja, schauen wir mal, wie es weiter geht...
Toll, diese Fotos. alles gähnend leere 1.klasse-Wagen. Wie es in der 2. Klasse aussieht erfahren wir leider nicht.

Man könnte sich ja darauf einigen, nur die 1. Klasse zu streichen. Da fahren auch zu coronafreien Zeiten immer nur ein paar wenige gut betuchte Hanseln mit.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.01.21 22:41.
Das ging früher mit dem stärken und schwächen von Wagenzüge einfacher. Heute mit festen IC1-Garnituren ist das auch Vergangenheit. Man kann halt nur einmal sparen, an Rangierern oder Laufkilometern.
ifra schrieb:
Toll, diese Fotos. alles gähnend leere 1.klasse-Wagen. Wie es in der 2. Klasse aussieht erfahren wir leider nicht.
Man könnte sich ja darauf einigen, nur die 1. Klasse zu streichen. Da fahren auch zu coronafreien Zeiten immer nur ein paar wenige gut betuchte Hanseln mit.
Neid der Besitzlosen? ;-)

Zur Beruhigung: Gestern im 504 war die 1. Klasse überraschend gut besucht. Man musste schon irgendwie schauen, wenigstens "eine Reihe für sich" zu ergattern.
Wie es in der 2. Klasse aussieht, kann ja jemand anders ergründen.
erbsenzähler89 schrieb:
Züge mit 25% Auslastung sind aber nicht fast leer. Die bisher geringste Besetzung, die ich in diesem Lockdown persönlich erlebt habe, waren 16 Mitreisende in meinem Wagen (bei einem zweiteiligen ICE). Ich finde, dass auch wenn ein ICE nur mit 100 Personen besetzt ist, dass dieser dann trotzdem seine Daseinsberechtigung hat.

Ich würde es aus reiner Neugier auch mal gerne erleben, in diesen von elric genutzten Zügen zu fahren, wo man offenbar alleine ist.
Auch vor Corona sind manche Züge in der Schweiz in Randzeiten ziemlich leer. Sonntag früh am Morgen habe ich schon Züge mit rund 16 Personen im ganze Zug erlebt, die meisten davon in zwei Wagen so dass man gerne auch einmal auch in der zweiten Klasse einen ganzen Wagen für sich allein gehabt hat.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.21 12:45.
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