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Dampflok-Erlebniswelt entsteht in Meiningen.

geschrieben von: Bernd Thielbeer

Datum: 05.01.21 08:56

Mit größeren Bauprojekten kennt sich die Südthüringer Theaterstadt Meiningen aus. Für rund fünf Millionen Euro hat die Stadt zum Beispiel das Volkshaus saniert. Doch die geplante Dampflok-Erlebniswelt hat noch einmal eine ganz andere Dimension. Vor inzwischen sechs Jahren hatten sich die Stadt Meiningen, der Freistaat Thüringen und die Deutsche Bahn AG öffentlich zu dem Vorhaben bekannt, das künftig Zehntausende Besucher anlocken soll. In diesem Jahr geht es endlich los.

Begehbare Dampflok als Herzstück

Dreh- und Angelpunkt für das ehrgeizige Projekt ist das europaweit einzigarte Dampflokausbesserungswerk. Seine Geschichte geht bis ins Jahr 1863 zurück und ist heute das letzte große Instandhaltungswerk für Dampflokomotiven. Zu den Kunden gehören Eisenbahnmuseen und Museumsbahnen in ganz Europa und Australien. Trotzdem soll die neue Erlebniswelt etwas noch nie Dagewesenes schaffen.

"Wir wollen keinem technischen Museum Konkurrenz machen", sagt Fabian Giesder. Ihm geht es tatsächlich mehr um das Erleben und Anfassen. Dafür lagert im Werk ein noch ziemlich unansehnlicher und unscheinbarer Rosthaufen. Was einmal eine Dampflok war, soll wieder eine werden. Die Handwerker aus dem Werk setzen sie Stück für Stück zusammen und schneiden sie dann in der Mitte durch. Damit sie für die Besucher begehbar wird. Geplant ist außerdem ein virtueller Führerstand, in dem sich dann jeder als Lokomotivführer versuchen kann.

[www.mdr.de]

Re: Dampflok-Erlebniswelt entsteht in Meiningen.

geschrieben von: blechwurmpilot

Datum: 05.01.21 09:17

Wird ja auch mal Zeit, dass man die 92 739 aufschneidet. Diese seltene T13 ist für diesen Zweck deutlich besser geeignet, als eine 50.35 oder 52.80....

...

Re: Dampflok-Erlebniswelt entsteht in Meiningen.

geschrieben von: Käfermicha

Datum: 05.01.21 09:49

Die Idee an sich finde ich gut. Meiningen hatte mich damals schwer beeindruckt, allerdings war die Sanierungsbedürftigkeit auch augenfällig. Eine behutsame Weiterentwicklung und Sanierung dürfte auch die Zukunft des Werkes sichern.

Was ich mir wünschen würde wäre, wenn an den Dampfloktagen dann auch regelmäßig Dampfzüge aus Eisenach zum Werk kämen. Ist aber teuer.

Re: Dampflok-Erlebniswelt entsteht in Meiningen.

geschrieben von: Bahnfrosch

Datum: 05.01.21 10:19

Hallo zusammen,

würde mich mal interessieren, ob das jetzt der Ausstieg der DB aus der Dampflokausbesserung ist...
So kann man den einen oder anderen Arbeitsplatz bis zur Rente sichern.

Ein Kerngeschäft der Bahn ist es nicht, das zeigt schon die Distanz zum DB Museum und dessen Niederlassungen.
Und Großkunden mit mehreren Dampfloks wie Schmalspurbahnen haben mittlerweile ja fast alle eigene Pläne (Ausbesserungsstätten in Oberwiesental, demnächst in Wernigerode).

Gruß Bahnfrosch



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.01.21 10:20.

Der Pressetext ist „eigentlich schon“ vom November.

geschrieben von: Lalu

Datum: 05.01.21 11:17

Hallo,

der „feierliche Beginn“ ist Ende November gewesen. Zu diesem Pressetermin wurde auch der MDR eingeladen. Allerdings ist der Termin angesichts des „Corona-Panikorchesters“ etwas untergegangen. Nach über 6wöchiger Verspätung mit einem diesbezüglichen Bericht, hätten es vom MDR schon einige neue Informationen sein können. Auch die Fotos im Bericht sind vom Novembertermin. Zu dieser Zeit berichtete nur die Lokalzeitung über das Ereignis. Der „offizielle Spatenstich“ soll dann vermutlich vor dem Sommerbeginn erfolgen.

Grüße,
Lalu

(Quelle: Meininger Tageblatt)
DCDD6717-46E7-4245-8FFE-B720CB3E6417.png



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.01.21 11:20.

Re: Dampflok-Erlebniswelt entsteht in Meiningen.

geschrieben von: Henra

Datum: 05.01.21 13:29

blechwurmpilot schrieb:
Wird ja auch mal Zeit, dass man die 92 739 aufschneidet. Diese seltene T13 ist für diesen Zweck deutlich besser geeignet, als eine 50.35 oder 52.80....
Ja, das ist leider Frevel erster Güteklasse. Warum man ausgerechnet so ein seltenes Stück dafür zerstören musss, habe ich immer noch nicht so richtig verstanden!?
Derweil rosten Dutzende 52.80 eh irgendwo vor sich hin. Die wäre zudem in der Funktion für den Laien noch beeindruckender.

Erlebnis-Bullshit

geschrieben von: Markus Heesch

Datum: 05.01.21 15:38

Ich darf den einschneidenden Satz nochmal hervorheben:

Dafür lagert im Werk ein noch ziemlich unansehnlicher und unscheinbarer Rosthaufen. Was einmal eine Dampflok war, soll wieder eine werden. Die Handwerker aus dem Werk setzen sie Stück für Stück zusammen und schneiden sie dann in der Mitte durch. Damit sie für die Besucher begehbar wird.
Wer dagegen Bedenken hat, der darf diese gerne schriftlich zum Ausdruck bringen: mail@dampflokwerk.de

Mein persönlicher Kommentar:

Eine über 100 Jahre alte preußische T 13 durchzuschneiden (die letzte erhaltene Bundesbahn 92) ist an Idiotie kaum zu überbieten.





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.01.21 15:39.

Re: Sachverstand?

geschrieben von: Nord_süd_bahn

Datum: 05.01.21 15:48

Meinentwegen sollen sie ne 64er oder eine 86 nehmen, davon gibts echt genug.

MfG die Nordsüd S-Bahn

Re: Erlebnis-Bullshit

geschrieben von: Henra

Datum: 05.01.21 16:25

Markus Heesch schrieb:
Wer dagegen Bedenken hat, der darf diese gerne schriftlich zum Ausdruck bringen: mail@dampflokwerk.de
Danke für die Mailadresse. Habe die mal genutzt.
Fabian Giesder sagte im mdr-Interview,
dass im Werk ein noch ziemlich unansehnlicher und unscheinbarer Rosthaufen lagere, der wieder eine Dampflok werden solle. Die Handwerker aus dem Werk würden sie Stück für Stück wieder zusammensetzen und dann in der Mitte durchschneiden werden, damit sie für die Besucher begehbar wirden könne [www.mdr.de].
Die einstige T 13 „Essen 7964“, also 92 739, [eisenbahn-museumsfahrzeuge.de] zuerst „Stück für Stück wieder zusammensetzen und dann in der Mitte durchschneiden“ — hat man sich denn von diesem Schwachsinn noch immer nicht verabschiedet?

Es gibt doch m.W. im Werk bereits einen aufgeschnittenen Kessel, der sich für dieses Vorhaben eignen würde, oder gibt’s dieses Schaustück etwa gar nicht mehr?




Walter

Re: Dampflok-Erlebniswelt entsteht in Meiningen.

geschrieben von: Cargoknipser

Datum: 05.01.21 20:51

Hoffentlich kümmern sie sich auch um die maroden und denkmalgeschützten Gebäude und Hallen. Anstatt wieder Geld für Prestigeprojekte auszugeben, wäre die Sanierung der Baulichkeiten wohl aktuell wichtiger.

Was der Irrsinn mit der T13 soll, erschließt sich mir noch weniger.

VG Günter
Irgendwo stand mal, dass für eine 52 oder 50 der Platz nicht reicht, daher die T 13. Aber dann hätte man ja auch eine mehrfach vorhandene Tenderlok nehmen können, eine Industrielok, eine abgerockte Spielplatzlok, irgendein Schrotthaufen von einem Lokfriedhof aus Polen oder Rumänien....
Vor ein paar Jahren ist eine " Hannibal" ex Berliner Eisenbahnfreunde verschrottet worden.

Re: Dampflok-Erlebniswelt entsteht in Meiningen.

geschrieben von: Joachim Leitsch

Datum: 06.01.21 09:04

das war eine Bergbau, keine Hannibal!

Und das man immer noch an der zersägten T13 festhält, erschüttert mich tief.

RUHRKOHLE - Sichere Energie

das war einmal :(

Re: Erlebnis-Bullshit

geschrieben von: Württ.C mit Orient-Express

Datum: 08.01.21 15:59

Habe auch dorthin geschrieben, schade um diese Lok.

dafür kann man auch eine Schmalspurlok nehmen oder was.

Grüsse
Ja, wirklich. Viel zu schade um diese Lok. Ich kenne zwar die Geografische Lage des Werks nicht, aber können sie die T13 doch als Ganzes neben das Museum hinstellen (restauriert). Für die Ausstellung alte Kessel und Räder von anderen Loks nehmen, die eh schon „zerschnitten“ sind. Verstehe ich nicht wie man da mit nem Schneidbrenner drangehen kann.

Re: Dampflok-Erlebniswelt entsteht in Meiningen.

geschrieben von: StellwerkPsf

Datum: 08.01.21 21:57

"Verstehe ich nicht wie man da mit nem Schneidbrenner drangehen kann."

Das muss man auch nicht verstehen, weil es jeglichen modernen fachlichen Standards zum konservatorischen Umgang mit Museumsgut widerspricht. Das sind Methoden der Vermittlung von vor 100 Jahren, die aus der Zeit gefallen sind
Jesus ... wie siehts denn da aus...

Zugegeben ich war bisher nur einmal in Meiningen. Mit dem Eierkopf von München über Schweinfurt ins RAW. Das dürfte gut 30 Jahre her sein. Das war für den kleinen Stephan ein Eintauchen in eine geheimnisvolle neue Welt. Und es gab ein feines Mittagessen in einer gepflegten Kantine! Nun sieht sie so aus und irgendwann steht eine verstümmelte Länderbahnlok in ihr. So sieht das also aus wenn Nadelstreifenträger und keine Eisenbahner planen.

Mich würde interessieren wie die Arbeiter das sehen. Was denkt ein Lokschlosser einer Dampflokwerkstatt wenn er in der heutigen Zeit so etwas tun soll?


Vater, vergib ihnen denn sie wissen nicht, was sie tun!

Achtungspfiff
Stephan - der Schienenbus

Es geht auch anders

geschrieben von: 042 096-8

Datum: 09.01.21 12:30

StellwerkPsf schrieb:
"Verstehe ich nicht wie man da mit nem Schneidbrenner drangehen kann."

Das muss man auch nicht verstehen, weil es jeglichen modernen fachlichen Standards zum konservatorischen Umgang mit Museumsgut widerspricht. Das sind Methoden der Vermittlung von vor 100 Jahren, die aus der Zeit gefallen sind
Beispiel aus Kühlungsborn - West, man kann die Funktion auch erklären ohne eine Lok zu zerstören.

S2160011.JPG

Einen alten Kessel findet man sicher auch in Meiningen.

S2160014 (2).JPG


S2160015.JPG

Wie auch einen Zylinderblock.

Auch wenn noch andere T 13 erhalten sind wäre die Halbierung unverzeihlich, die häufig erwähnte 97 501 zeigt was man aus einem scheinbar hoffnungslosen Schrotthaufen machen kann.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.01.21 13:14.

Re: Es geht auch anders

geschrieben von: Patrick Rudin

Datum: 09.01.21 13:11

Es kommt drauf an, wie man die Lok aufschneidet.

Wenn man Fahrwerk und Rahmen intakt lässt und nur "Verbrauchsteile" wie den Kessel aufschneidet, sehe ich das Thema sehr entspannt bis positiv. Bei einer späteren betriebsfähigen Aufarbeitung muss man diesen ersetzen, bei einer optischen Vervollständigung neu verblechen, und gut ist.

Wenn man natürlich so zur Sache geht wie vor 100 Jahren bei der Pfälzischen P2.1 (2x quer durchschneiden und den Mittelteil verschrotten), die heute bei der Technischen Hochschule in Karlsruhe steht, verstehe ich den Aufschrei.

Allenfalls könnte ja jemand, der das Projekt kennt, die Gemüter besänftigen, mit der Bestätigung, dass das "in der Mitte durchschneiden" nur den Kessel betrifft.

Zerschneiden/ Schnittmodell

geschrieben von: SES

Datum: 09.01.21 16:25

Nach und nach wird die Anzahl vorhandener Fahrzeuge weniger.

Für Ausbildungs- oder Ausstellungszwecke mögen Schnittmodelle Sinnvoll gewesen sein.

Mit den technischen Möglichkeiten von heute ältere Dokumente Medial zu bearbeiten und mit 3D Graphiken zu verknüpfen erfüllt die Verbindung von alt und neu.

Stupide vor einem weiteren "aufgeschnittenen Haufen - ja was ist denn zu sehen" bringt nichts mehr. Dann lieber den Rest erst mal aufheben, um später (wann auch immer) noch was (was auch immer) daraus zu machen.

Denn: weg ist weg.

Re: Dampflok-Erlebniswelt entsteht in Meiningen.

geschrieben von: 215 122-3

Datum: 09.01.21 21:03

Bei aller Empörung über das zerschneiden einer T13, wie groß waren ihre Chancen überhaupt noch einmal betriebsfähig aufgearbeitet zu werden? Es ist doch besser für so etwas eine Lok zu nehmen, die aufgrund von Schäden oder sonstiger absehbarer hoher Aufarbeitungskosten eh keine Chance hat, jemals wieder betriebsfähig zu werden.

Die Lok wird in mehreren Ebenen zerschnitten!

geschrieben von: der Letmather

Datum: 09.01.21 21:06

Patrick Rudin schrieb:
Es kommt drauf an, wie man die Lok aufschneidet.

Wenn man Fahrwerk und Rahmen intakt lässt und nur "Verbrauchsteile" wie den Kessel aufschneidet, sehe ich das Thema sehr entspannt bis positiv. Bei einer späteren betriebsfähigen Aufarbeitung muss man diesen ersetzen, bei einer optischen Vervollständigung neu verblechen, und gut ist.

Wenn man natürlich so zur Sache geht wie vor 100 Jahren bei der Pfälzischen P2.1 (2x quer durchschneiden und den Mittelteil verschrotten), die heute bei der Technischen Hochschule in Karlsruhe steht, verstehe ich den Aufschrei.

Allenfalls könnte ja jemand, der das Projekt kennt, die Gemüter besänftigen, mit der Bestätigung, dass das "in der Mitte durchschneiden" nur den Kessel betrifft.


Schau dir doch mal die Illustration an. Bei der Lok soll nicht nur der Kessel mehrmals, sondern auch der Rahmen und die Achsen in mehreren Ebenen zerschnitten werden. Ganz links halber Rahmen mit halben Kessel, daneben andere Kesselhälfte plus Rohre seitlich versetzt, dann Kesselverkleidung plus Radsatz mit Kuppel- und Pleuelstangen samt halben Zylinder, noch weiter rechts die Wasserkästen und ganz rechts außen der Rest des aufgeschnittenen Zylinders.

So zerschnitten, ist danach gar nichts mehr zu gebrauchen!


[www.mdr.de]


Gruß der Letmather

ach Du Schreck :( (o.w.T)

geschrieben von: Joachim Leitsch

Datum: 09.01.21 21:09

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
RUHRKOHLE - Sichere Energie

das war einmal :(

Re: Dampflok-Erlebniswelt entsteht in Meiningen.

geschrieben von: StellwerkPsf

Datum: 09.01.21 21:41

"Bei aller Empörung über das zerschneiden einer T13, wie groß waren ihre Chancen überhaupt noch einmal betriebsfähig aufgearbeitet zu werden? Es ist doch besser für so etwas eine Lok zu nehmen, die aufgrund von Schäden oder sonstiger absehbarer hoher Aufarbeitungskosten eh keine Chance hat, jemals wieder betriebsfähig zu werden."

Diese Frage stellt sich bei dieser Lok aber nicht, weil es davon offenbar nur noch 4 Exemplare gibt und sie somit einen besonderen Seltenheitswert hat. Das Ziel ist in diesem Fall also nicht die betriebsfähige Aufarbeitung die mit Substanzverlust und Unfallrisiko verbunden ist, sondern der museale Erhalt als Schauexponat. Es handelt sich um geschütztes und für den dauerhaften Erhalt vorgesehenes Kulturgut, nicht um ein x-beliebig verfügbares Betriebsmittel bei dem es egal wäre wie man damit umgeht.

Re: Die Lok wird in mehreren Ebenen zerschnitten!

geschrieben von: Henra

Datum: 09.01.21 23:51

der Letmather schrieb:
Bei der Lok soll nicht nur der Kessel mehrmals, sondern auch der Rahmen und die Achsen in mehreren Ebenen zerschnitten werden. Ganz links halber Rahmen mit halben Kessel, daneben andere Kesselhälfte plus Rohre seitlich versetzt, dann Kesselverkleidung plus Radsatz mit Kuppel- und Pleuelstangen samt halben Zylinder, noch weiter rechts die Wasserkästen und ganz rechts außen der Rest des aufgeschnittenen Zylinders.

So zerschnitten, ist danach gar nichts mehr zu gebrauchen!
Das ist eine echte Verschrottung. Komplett irreversibel. Frevel. Unfassbar.

Re: Die Lok wird in mehreren Ebenen zerschnitten!

geschrieben von: VT

Datum: 10.01.21 08:46

Mal abgesehen davon wäre das mit einer 52.8 auch deutlich beeindruckender.
So ein herziges Löklein wie die T3 assoziiere ich eher mit einer Parkbahn als mit einer der großen Staatsbahnen.
Da hat VT aber richtig danebengelangt. Es handelt sich um eine T 13 = BR 92.5 , nicht T 3 = BR 89.70. Man sollte wirklich für dieses Vorhaben eine Lok nehmen, die noch in größerer Stückzahl vorhanden ist. Mitschuld ist aber auch die DGEG, die seit Lok nach Meiningen verkauft hat und sie vorher jahrzehntelang vergammeln liess. Auch der Anspruch der DGEG, Dampfloks von der Länderbahn über DRG bis zu Neubaudampfloks zu erhalten, wurde nur teilweise umgesetzt, da eine DRG- Lok , die von der DB modernisiert ( Neubaukessel) wurde, fehlt. Da hätte sich 03 1001 , die noch 6 Jahre nach ihrer Ausmusterung 1966 bis 1972 in Hagen stand , bestens geeignet. Aber lieber 2 Fehler machen statt einem. Dafür wurde 52 7409 (ÖBB ) angeschafft.
Fazit: Sehr schade um 92 739!
Bleibt gesund
Dr.joachim.ludwig
Geht die Kritik denn in die richtige Richtung - hat die Lok je der DGEG gehört?
Einmal hatte man die vorher langjährige Denkmallok ja in Neustadt durchaus ansehnlich hergerichtet.
Für eine nochmalige Aufarbeitung fehlte evtl die vertragliche Sicherheit wegen nahenden Ablauf des Leihvertrages mit der DB?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.01.21 19:52.
ich denke schon:

Union 2126 aus 1914
pr. T 13
Dn2t
1435mm
neu KED Essen "7964" /
1925 DRG "92 739" /
1948 DB "92 739" /
23.12.1965 a /
1970 Denkmal, Volkspark Stadtallendorf "92 739" /
04.11.1991 DGEG, Museum Neustadt/Weinstr. "92 739" (03.2004 , 02.2005 vh)

RUHRKOHLE - Sichere Energie

das war einmal :(
Meines Wissens war die Lok immer im Eigentum der DB bzw DB Museum

Re: Die Lok wird in mehreren Ebenen zerschnitten!

geschrieben von: Patrick Rudin

Datum: 11.01.21 13:44

Henra schrieb:
Das ist eine echte Verschrottung. Komplett irreversibel. Frevel. Unfassbar.

Ja, das war mir beim Lesen des Artikels auf dem Handy nicht bewusst. Da gibt es tatsächlich behutsamere Beispiele, wie man eine Dampflok als aufgeschnittenes Schauobjekt präsentieren kann, das den gleichen "technisch-pädagogischen" Wert hat (z.B. seit 95 Jahren die "Nordgau"). Hier wird dagegen ohne ersichtlichen Grund unwiederbringliche Substanz zerstört - die Lok kann man in den Statistiken dann mit einem "+" versehen....

zur 52 7409

geschrieben von: KBS 415 c

Datum: 11.01.21 16:14

Na Herr Doktor,

ein bisschen ein Feindbild ausgelebt?
Wenn Sie sich auskennen würden wüssten Sie, dass die Lok damals von der Stadt Würzburg als Denkmal angeschafft und in die Betreuung der BSW Gruppe gegeben wurde. Soviel dazu.
Sie ist dann erst im Laufe der Zeit, auch wegen der Privatisierung der Bahn zum DGEG AK Würzburg gekommen.
Ausserdem hat die 52 7409 noch den Altbau-Kessel. Ich kenne jetzt keine 52er, die noch mit so einem hat und damit in den letzten 20 Jahren gefahren wäre. Schon mal einen 52.80- und einen Altbau-Kessel geheizt?
Und von mir aus hätte sie auch den ursprünglich gekuppelten Tender behalten können (mit ÖBB-Zugführer-Aufbau). Da wäre dann zusätzlicher Stauraum vorhanden gewesen.

Bis dann
Peter

Nachtrag: Wie mir mittlerweile mitgeteilt wurde, ist der Altbaukessel der 52 7409 doch kein Alleinstellungsmerkmal.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.21 18:21.

...warum kein Tauschgeschäft?

geschrieben von: 0815kotter

Datum: 11.01.21 16:37

Also wenn die Lok zerschnitten wird ist es schade, aber dann ist es wohl am Mangel von initiativen von Vereinen gescheitert.
Für mich ist es unverständlich. Es scheint doch so als wie wenn zumindest alle Teile vorhanden sein müssten, und Loks dieser Type waren ja auch im benachbarten Ausland eingesetzt.
Da müssten doch normalerweise unzählige Vereine Meiningen die Tür eintreten und etwas zum Tausch anbieten.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.21 22:39.
KBS 415 c schrieb (inhaltlich):
[…] Außerdem besitzt 52 7409 noch den Altbau-Kessel. Ich kenne jetzt keine 52er, die ebenfalls noch mit einem solchen ausgestattet ist und in den letzten 20 Jahren damit gefahren wäre.
Hallo,

es ist nur eine, auf den deutschsprachigen Raum abgestellte, Verständnisfrage; die also bitte nicht „in den falschen Hals kriegen“: welche Kesselbauart besitzen denn dann aber die Maschinen 52 100, 360 (abgesehen vom Mischvorwärmer), 2428, 3517, 4544, 4867 und 7596?




Walter



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.21 19:56.

Re: Erlebnis-Bullshit

geschrieben von: 38 1001

Datum: 11.01.21 20:10

Hallo,

Auch ich habe die Mailadresse mal genutzt...

Kann das einfach nicht nachvollziehen mit der T13.
Sogenannte ,,Erlebniswelten ''sind ja derzeit in Mode,ist nur die Frage ob der Zulauf da wirklich so groß ist.
Da wird nun eine Menge Geld für verbraten und womöglich eine historisch wertvolle Lokomotive zerstört.
Nach einiger Zeit stellt sich das Ganze,wie so vieles in heutiger Zeit,vielleicht mal wieder als Flop heraus.
Nun,das investierte Geld ist dann eben weg ,was solls, aber die gute T 13 ist für immer verloren...

Altbaukessel

geschrieben von: Schmalspurbahnfreund

Datum: 11.01.21 23:34

52 7596 hat noch ihren Originalkessel. Zumindest bis zum letzten Meiningen-Aufenthalt, dannach weiß ich nicht sicher.

Re: Jetzt wird da auch noch eine T3 zerschnippelt...

geschrieben von: Dampffrosch

Datum: 12.01.21 13:29

Also keine T3 zusätzlich.
Und was 92 739 betrifft, da fliegt mir mehr als nur ein Blech weg 😡.

Gesund bleibe ich trotzdem und ihr hoffentlich auch.

Gruß
Horst

@ Mikado- + Schmalspurbahnfreund

geschrieben von: KBS 415 c

Datum: 12.01.21 14:58

Servus Walter,
Servus Schmalspurbahnfreund,

nachdem ich darauf hingewiesen habe, dass ich mich mit dem Altbaukessel irre, habe ich den Nachsatz eingefügt. Und das war zeitgleich mit Walters Beitrag und Stunden vor Schmalspurbahnfreunds Beitrag.

Bis dann
Peter

DGEG-Käufe/Verkäufe

geschrieben von: Palatino

Datum: 18.01.21 12:41

Dr. Joachim Ludwig schrieb:
Da hat VT aber richtig danebengelangt. Es handelt sich um eine T 13 = BR 92.5 , nicht T 3 = BR 89.70. Man sollte wirklich für dieses Vorhaben eine Lok nehmen, die noch in größerer Stückzahl vorhanden ist. Mitschuld ist aber auch die DGEG, die seit Lok nach Meiningen verkauft hat und sie vorher jahrzehntelang vergammeln liess. Auch der Anspruch der DGEG, Dampfloks von der Länderbahn über DRG bis zu Neubaudampfloks zu erhalten, wurde nur teilweise umgesetzt, da eine DRG- Lok , die von der DB modernisiert ( Neubaukessel) wurde, fehlt. Da hätte sich 03 1001 , die noch 6 Jahre nach ihrer Ausmusterung 1966 bis 1972 in Hagen stand , bestens geeignet. Aber lieber 2 Fehler machen statt einem. Dafür wurde 52 7409 (ÖBB ) angeschafft.
Fazit: Sehr schade um 92 739!
Bleibt gesund
Dr.joachim.ludwig
Ich bin zwar kein DGEG-Mitglied, stehe dem Verein aber nahe, und da von dort keine Korrektur kommt, will ich folgendes berichtigen:

Die 92 739 war nie Eigentum der DGEG, sondern nur eine Leihgabe von der DB. Diese hatte die Lok nach ihrer Ausmusterung zunächst an die Gemeinde Allendorf verliehen, wo sie etliche Jahre auf einem Denkmalssockel vor sich hin rostete. Als sie aus mir nicht bekannten Gründen von dort abgezogen wurde, bot man sie der DGEG als Leihgabe an, worauf sie zum Eisenbahnmuseum Neustadt gelangte. Man machte sich dort sehr wohl Gedanken, die Lok optisch aufzuarbeiten. Das Problem ist allerdings, dass die knappen Personalressourcen vordringlich für die Instandhaltung und Aufarbeitung vereinseigener Fahrzeuge genutzt werden mussten, außerdem konnte während der seinerzeitigen Leihperiode das alte Bw Neustadt übernommen werden. Dort gab (und gibt) es reichlich Arbeit, wie z.B. der Wiedereinbau der Drehscheibe und die Erweiterung des Rundschuppens um fast alle der im Krieg zerbombten Lokstände. Im Übrigen ist es immer mit einem gewissen Risiko verbunden, Zeit und Geld in eine Leihgabe zu investieren, wenn man nicht sicher sein kann, dass diese auch für lange Zeit in dem Museum verbleibt und der Verein als Ausstellungsstück die Früchte seiner Arbeit genießen kann. Gerade Neustadt kann als negatives Beispiel die 75 1118 erwähnen. Diese Lok, Eigentum der Uni Karlsruhe, wurde zusammen mit der E 244 31 jahrelang in Neustadt als rollfähiges Ausstellungsstück gehegt und gepflegt, ich konnte die Lok selbst zu zahlreichen Tagen der offenen Tür im Umkreis begleiten. Als sich später die UEF-Gruppe in Ettlingen formierte und sich um die Lok bemühte, wurde mit kürzester Frist das Leihabkommen mit der DGEG gekündigt und Lok den UEF überlassen. Schön, dass sie dort wieder betriebsfähig gemacht werden konnte und auch heute noch unter UEF Regie fährt, das ist sicher begrüßenswerter, als sie nur kalt besichtigen zu können. Aber so, wie der Wechsel 1985 abgelaufen ist, bleibt ein trauriger Nachgeschmack für die Neustadter Museumsbahner.

Die ex ÖBB 52 7409 ist meines Wissens ebenfalls nicht Eigentum der DGEG, sondern sie wurde von der Stadt Würzburg erworben, die sie ursprünglich als Denkmal vor dem Hbf aufstellen wollte (deshalb trägt sie auch das Wappen der Stadt Würzburg). Seit sich dieser Plan zerschlagen hat, kümmert sich die DGEG-Gruppe Würzburg um die Lok.

Grüße aus der Pfalz
Hubert

Re: DGEG-Käufe/Verkäufe

geschrieben von: blechwurmpilot

Datum: 18.01.21 14:03

Wenn man clever wäre und keine Lok sinnlos zerstören möchte, könnte man ja die 64 094 vom BEM gegen die T13 tauschen.
Gerade von der 64 gibt es ja noch so viele, wie "Sand am Meer" ...

...

Re: „64 094 - statt 92 739 zerschneiden«

geschrieben von: Mikado-Freund

Datum: 18.01.21 15:31

blechwurmpilot schrieb:
Wenn man clever wäre und keine Lok sinnlos zerstören möchte, könnte man ja 64 094 vom BEM gegen die T 13 tauschen.
Gerade von der 64 gibt es ja noch so viele, wie „Sand am Meer“ …
Das meinst Du jetzt aber nicht ernst, oder?


Falls aber doch: ja klar; die Nördlinger haben die ▼

https://abload.de/img/64094f1kkh.jpg

[Bildquelle: Hotlink in [lokliste.homepage.t-online.de]



… ja im November 2018 auch genau deswegen in ihre Fahrzeugsammlung übernommen, weil sie doch so untypisch für die dortige Gegend ist … Kopfpatsch [statisch 3].gif

Re: „64 094 - statt 92 739 zerschneiden«

geschrieben von: blechwurmpilot

Datum: 18.01.21 15:41

Haben die da nicht noch die 64 520?

...

die Information hinter dem Link:

geschrieben von: Mikado-Freund

Datum: 18.01.21 16:35

blechwurmpilot schrieb:
Haben die da nicht noch die 64 520?
Ja; auch die besitzen sie.

Mit der haben sie aber noch etwas vor.

Die hinter dem in meinem Kommentar enthaltenen Link zu findende Information lautet:
Baureihe 64:
  • 64 094 1’C1’h2 Bj. 1928, ausgestellt/ presented
  • 64 520 1’C1’h2 Bj. 1940, ex DB, HU begonnen/ ex DB, under restauration