DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 01 - News 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Testforum aufsuchen!
News und aktuelles Betriebsgeschehen - Fragen sind keine News, können aber in den anderen Foren gerne gestellt werden. Für Updatemeldungen von Websites bitte das Forum Bahn und Medien verwenden.
Die Bahn [www.bahn.de] gibt allerdings nur bekannt:

Aufgrund einer technischen Störung kommt es derzeit zu Beeinträchtigungen
im internationalen Fernverkehr der Deutschen Bahn zwischen Köln und Amsterdam.

Die ICE-Züge auf dieser Strecke fahren derzeit nur zwischen Frankfurt(Main) und Oberhausen.
Die Halte in Arnhem, Utrecht und Amsterdam entfallen.

Re: BR 406 GSM-R-Roaming - Zulassung für NS abgelaufen

geschrieben von: westring

Datum: 04.01.21 15:29

Heizlokführer schrieb:
Die Bahn [www.bahn.de] gibt allerdings nur bekannt:

Aufgrund einer technischen Störung kommt es derzeit zu Beeinträchtigungen
im internationalen Fernverkehr der Deutschen Bahn zwischen Köln und Amsterdam.

Die ICE-Züge auf dieser Strecke fahren derzeit nur zwischen Frankfurt(Main) und Oberhausen.
Die Halte in Arnhem, Utrecht und Amsterdam entfallen.
Hallo,

danke für die Infos.

Mich interessiert, wann so etwas festgestellt wird. Ist der erste Zug noch in Emmerich über die Grenze und dann in Zevenaar ohne Zugfunk liegengeblieben?

Gruß
westring
Heute Morgen ist gar kein ICE losgefahren ab Amsterdam gen Frankfurt soweit ich es gehört habe.. das Problem auf niederländische Seite würde festgestellt bei der Watergraafsmeer (XNAW).

Re: BR 406 GSM-R-Roaming - Zulassung für NS abgelaufen

geschrieben von: westring

Datum: 04.01.21 15:55

VectronRules schrieb:
Heute Morgen ist gar kein ICE losgefahren ab Amsterdam gen Frankfurt soweit ich es gehört habe.. das Problem auf niederländische Seite würde festgestellt bei der Watergraafsmeer (XNAW).
Danke, das ergibt Sinn, da der erste ICE morgens in Amsterdam um 6:35 losfährt, während der erste ICE nach Amsterdam erst so kurz nach 8 Uhr die Grenze in die Niederlande überqueren dürfte.

Gruß
westring

Re: BR 406 GSM-R-Roaming - Zulassung für NS abgelaufen

geschrieben von: JumpUp

Datum: 04.01.21 15:56

Wie lange ist so etwas ein Problem? Lässt sich das kurzfristig beheben oder können die ICE nun für längere Zeit nicht nach Amsterdam?
Der Geld-Eilbote zur Bezahlung der offenen Mobilfunkrechnungen soll unterwegs sein...


JumpUp schrieb:
Wie lange ist so etwas ein Problem? Lässt sich das kurzfristig beheben oder können die ICE nun für längere Zeit nicht nach Amsterdam?

Re: BR 406 GSM-R-Roaming - Zulassung für NS abgelaufen

geschrieben von: 1.Klasse

Datum: 04.01.21 16:50

Heizlokführer schrieb:
Der Geld-Eilbote zur Bezahlung der offenen Mobilfunkrechnungen soll unterwegs sein...


JumpUp schrieb:
Wie lange ist so etwas ein Problem? Lässt sich das kurzfristig beheben oder können die ICE nun für längere Zeit nicht nach Amsterdam?
Zur Not muss halt wer vom Fernverkehr zu Aldi gehen und ein paar Aldi-Talk-Simkarten nebst Guthabenbons kaufen ;-)
Das Problem liegt nicht an den Zügen sondern an einem Kabelschaden infolge von Vandalismus. Es sind auch andere Fahrzeuge betroffen. Wir hoffen dass das Problem morgen behoben sein wird.

Re: BR 406 GSM-R-Roaming - Zulassung für NS abgelaufen

geschrieben von: Hadufuns

Datum: 04.01.21 16:53

1.Klasse schrieb:
Heizlokführer schrieb:
Der Geld-Eilbote zur Bezahlung der offenen Mobilfunkrechnungen soll unterwegs sein...


JumpUp schrieb:
Wie lange ist so etwas ein Problem? Lässt sich das kurzfristig beheben oder können die ICE nun für längere Zeit nicht nach Amsterdam?
Zur Not muss halt wer vom Fernverkehr zu Aldi gehen und ein paar Aldi-Talk-Simkarten nebst Guthabenbons kaufen ;-)
Ich kann das Aldi Talk Paket S empfehlen, leider kostet es aber dann in Basel SBB Roaming. Vielleicht doch lieber O2 Prepaid?

>“Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”. “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”< (Marc-Uwe Kling)
Philipp Nagl schrieb:
Das Problem liegt nicht an den Zügen sondern an einem Kabelschaden infolge von Vandalismus. Es sind auch andere Fahrzeuge betroffen. Wir hoffen dass das Problem morgen behoben sein wird.

Also wieder ein Schaden den Dritte zu Lasten aller verursacht haben.
Danke für die qualifizierte Information aus erster Hand!

Gruß

-OR
(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Gruß,

Val
Aktuell fallen alle Züge zwischen Oberhausen und Emmerich/Arnheim eh aus.
Hadufuns schrieb:
1.Klasse schrieb:
Heizlokführer schrieb:
Der Geld-Eilbote zur Bezahlung der offenen Mobilfunkrechnungen soll unterwegs sein...


JumpUp schrieb:
Wie lange ist so etwas ein Problem? Lässt sich das kurzfristig beheben oder können die ICE nun für längere Zeit nicht nach Amsterdam?
Zur Not muss halt wer vom Fernverkehr zu Aldi gehen und ein paar Aldi-Talk-Simkarten nebst Guthabenbons kaufen ;-)
Ich kann das Aldi Talk Paket S empfehlen, leider kostet es aber dann in Basel SBB Roaming. Vielleicht doch lieber O2 Prepaid?
Lebara! Darf man als Festlandeuropäer dank Brexit demnächst auch wieder in London St. Pancras kaufen.

Re: BR 406 GSM-R-Roaming - Zulassung für NS abgelaufen

geschrieben von: BR752

Datum: 04.01.21 19:33

Rugby Central schrieb:Zitat:
Lebara! Darf man als Festlandeuropäer dank Brexit demnächst auch wieder in London St. Pancras kaufen.
Hallo.

Gab es die vor dem Brexit dort nicht zu kaufen? Lag das wieder an so einer EU-Verordnung?


BR752
@Philipp Nagl: und warum fahren die ICE's von und nach Amsterdam nicht über Venlo,
am Kabelschaden auf der Emmerichstrecke kann das GSM-R-Problem ja wohl nicht liegen oder was?


Philipp Nagl schrieb:
Das Problem liegt nicht an den Zügen sondern an einem Kabelschaden infolge von Vandalismus. Es sind auch andere Fahrzeuge betroffen. Wir hoffen dass das Problem morgen behoben sein wird.
Heizlokführer schrieb:
@Philipp Nagl: und warum fahren die ICE's von und nach Amsterdam nicht über Venlo,
am Kabelschaden auf der Emmerichstrecke kann das GSM-R-Problem ja wohl nicht liegen oder was?


Philipp Nagl schrieb:
Das Problem liegt nicht an den Zügen sondern an einem Kabelschaden infolge von Vandalismus. Es sind auch andere Fahrzeuge betroffen. Wir hoffen dass das Problem morgen behoben sein wird.
So ganz verstehe ich das auch nicht, aber man hat es in Watergrafsmeer festgestellt, das ist der Abstellbahnhof von Amsterdam.
Die ICE haben SIM Karten der DB, ich glaube DB Systel ist es.
Dann fährt man in NL mit Roaming, wird diese ggf. über das Kabel geprüft?
Dann geht es nirgends nach NL, somit müsste die Eurobahn nach Venlo auch betroffen sein, und auch die Güter EVU mit deutschen Lokomotiven.
Von Gebühren habe ich da aber noch nie was gehört.

Re: BR 406 GSM-R-Roaming - Zulassung für NS abgelaufen

geschrieben von: Kamikaze

Datum: 05.01.21 07:05

Moin,

das Problem ist geschuldet der DB wo es auch interne Dokumente und Infos zu gibt. Eine Umleitung über Venlo wäre Möglich bei einem Kabelschaden in Emmerich. Aber durch den Verlust der GSMR-Lizenz auch nicht möglich.

LG

Lg kamikaze
Rechtschreibfelher sind in meinen Texten gratis zu haben. Wer sie findet darf Sie gerne behalten.

Kundig auf 111, 146.0, 146.3, 182, 185, 187, 189, 193, 761-762/763-765/766-767, 423-426, 442 und dem was da noch so kommt
Kamikaze schrieb:
das Problem ist geschuldet der DB wo es auch interne Dokumente und Infos zu gibt. Eine Umleitung über Venlo wäre Möglich bei einem Kabelschaden in Emmerich. Aber durch den Verlust der GSMR-Lizenz auch nicht möglich.
Intressant, dass Herr Nagl dann von etwas ganz anderem redet. [www.drehscheibe-online.de]
Macht sich wohl sehr schlecht in der Presse, wenn man das ehrlich zugegeben würde, da sucht man sich lieber einen anderen Grund, der gerade zufällig schön passt.

Und wenn es lt. Herr Nagl nicht an den Zügen liegen soll, warum haben dann alle betroffenen Züge gestern den Eintrag "Technische Störung am Zug"?
zur Person Philipp Nagl siehe Google



gastronomie1916 schrieb:
Kamikaze schrieb:
das Problem ist geschuldet der DB wo es auch interne Dokumente und Infos zu gibt. Eine Umleitung über Venlo wäre Möglich bei einem Kabelschaden in Emmerich. Aber durch den Verlust der GSMR-Lizenz auch nicht möglich.
Intressant, dass Herr Nagl dann von etwas ganz anderem redet. [www.drehscheibe-online.de]
Macht sich wohl sehr schlecht in der Presse, wenn man das ehrlich zugegeben würde, da sucht man sich lieber einen anderen Grund, der gerade zufällig schön passt.

Und wenn es lt. Herr Nagl nicht an den Zügen liegen soll, warum haben dann alle betroffenen Züge gestern den Eintrag "Technische Störung am Zug"?
Screenshot_2021-01-05 Philipp Nagl - Google Suche.jpg
Naja. Man hat es ja noch nie so ganz mit den Fakten gehabt. Als Beispiel nehme ich hier die vergessenen Fristen beim 407. Heute werden die Züge ja Umgeleitet. Also ist zumindest das interne mal wieder Hausgemachte Problem beseitigt.

Lg kamikaze
Rechtschreibfelher sind in meinen Texten gratis zu haben. Wer sie findet darf Sie gerne behalten.

Kundig auf 111, 146.0, 146.3, 182, 185, 187, 189, 193, 761-762/763-765/766-767, 423-426, 442 und dem was da noch so kommt

Re: BR 406 GSM-R-Roaming - Zulassung für NS abgelaufen

geschrieben von: 482 047

Datum: 05.01.21 08:13

gastronomie1916 schrieb:
Kamikaze schrieb:
das Problem ist geschuldet der DB wo es auch interne Dokumente und Infos zu gibt. Eine Umleitung über Venlo wäre Möglich bei einem Kabelschaden in Emmerich. Aber durch den Verlust der GSMR-Lizenz auch nicht möglich.
Intressant, dass Herr Nagl dann von etwas ganz anderem redet. [www.drehscheibe-online.de]
Macht sich wohl sehr schlecht in der Presse, wenn man das ehrlich zugegeben würde, da sucht man sich lieber einen anderen Grund, der gerade zufällig schön passt.

Und wenn es lt. Herr Nagl nicht an den Zügen liegen soll, warum haben dann alle betroffenen Züge gestern den Eintrag "Technische Störung am Zug"?

Meint einer tatsächlich, dass der Herr Nagl die Wahrheit sagt, wenn es tatsächlich eine Eigenverschuldung der DB ist? Bzw inwiefern ist Herr Nagl tatsächlich davon involviert? Aber auf DSO die Wahrheit über das Versäumnis zu sagen wird wohl kaum eine Führungskraft machen. Einerseits verständlich und auf der anderen Seite muss es der Fahrgast wieder ausbügeln.
Die Züge werden heute über Venlo umgeleitet, da der Schaden an der Infrastruktur noch nicht behoben werden konnte.
Hallo Verschwörungstheorethiker und Fake-News-Verbreiter,
Screenshot_20210105-072138_DB Navigator.jpg


Nach dieser Meldung von heute morgen 7:21 h sollte eigentlich jedem klar geworden sein, dass die Meldung "BR 406 GSM-R-Roaming - Zulassung für NS abgelaufen" eines anonymen (!!!) Users schlicht und ergreifend eine Falschmeldung war.

Ich finde das Niveau hier mittlerweile unakzeptabel.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.01.21 09:34.
Dann erkläre uns doch bitte, wieso gestern nicht schon über Venlo umgeleitet wurde?
An derartigen hirnlosen Diskussionen beteilige ich mich nicht.
Die Meldung wurde für Mitarbeiter der VL ganz offiziell kundgetan und ist somit kein Fake oder Verschwörung. Die Original-Meldung liegt mir vor!

Lg kamikaze
Rechtschreibfelher sind in meinen Texten gratis zu haben. Wer sie findet darf Sie gerne behalten.

Kundig auf 111, 146.0, 146.3, 182, 185, 187, 189, 193, 761-762/763-765/766-767, 423-426, 442 und dem was da noch so kommt

Verbindung GSM-Fehler - Streckenstörung?

geschrieben von: Ober-Rodener

Datum: 05.01.21 09:44

Kamikaze schrieb:
Die Meldung wurde für Mitarbeiter der VL ganz offiziell kundgetan und ist somit kein Fake oder Verschwörung. Die Original-Meldung liegt mir vor!

Ohne die genauen Hintergründe zu kennen, kann die Störung an der Strecke ggfls. diesen Fehler im GSM verursacht haben?

Gruß

-OR
Das entscheidet DB Fernverkehr ja nicht allein. Weder auf deutscher und schon gar nicht auf niederländischer Seite. In der Tat eine selten dämliche Frage...

Re: Verbindung GSM-Fehler - Streckenstörung?

geschrieben von: Kamikaze

Datum: 05.01.21 10:21

Das ist grundsätzlich nicht ausgeschlossen. Aber in dem Fall schon. Selbst wenn GSM-R ausfällt, gibt es als Rückfallebene P-GSM. Also lässt sich trotz Ausfall des GSM-R Netzes ein sicherer Zugbetrieb aufrecht erhalten.

Lg kamikaze
Rechtschreibfelher sind in meinen Texten gratis zu haben. Wer sie findet darf Sie gerne behalten.

Kundig auf 111, 146.0, 146.3, 182, 185, 187, 189, 193, 761-762/763-765/766-767, 423-426, 442 und dem was da noch so kommt
Kamikaze schrieb:
Die Meldung wurde für Mitarbeiter der VL ganz offiziell kundgetan und ist somit kein Fake oder Verschwörung. Die Original-Meldung liegt mir vor!

Etwas ähnliches gab es vor Monaten ja schon beim 412, nur waren die Auswirkungen nicht so extrem weil es damals nur MIP betraf und dadurch das Laden der FIS-Daten und EBuLa nicht funktionierten.
Paul Willemsen schrieb:
An derartigen hirnlosen Diskussionen beteilige ich mich nicht.
Weil du es nicht erklären kannst? Peinlich...

Gruß
Tz 4683
___________________

Mein Youtube-Kanal: [www.youtube.com]

Mein Beitragsverzeichnis: [www.drehscheibe-online.de]
Früherwarallesbesser schrieb:
Das entscheidet DB Fernverkehr ja nicht allein. Weder auf deutscher und schon gar nicht auf niederländischer Seite. In der Tat eine selten dämliche Frage...
Eine Umleitung in NL klappt bei Störungen/PU meist Problemlos. Habe ich schon oft erlebt, meist Utrecht - Venlo. Einmal auch erst ab Arnhem über Nijmegen - Eindhoven - Venlo.

Gruß
Tz 4683
___________________

Mein Youtube-Kanal: [www.youtube.com]

Mein Beitragsverzeichnis: [www.drehscheibe-online.de]
Ganz einfach, weil das Thema lautet "BR 406 GSM-R-Roaming - Zulassung für NS abgelaufen" und nicht "Keine Umleiter über Venlo".

Einfach Thema verfehlt.
Also halten wir fest:

1. es gab eine Störung an der Strecke Oberhausen - Wesel, die gesperrt war. Wesel - Arnhem ist abellio (zumindest eine Zeit lang noch) gefahren, richtig?
2. es gab eine Störung, weil die DB versäumt hat technische Standards für ihre ICE 406er entsprechend zu verlängern/up to date zu halten. Daher konnte gestern, 4. Januar 2021 auch keine Umleitung über Venlo gefahren werden.
3. der kaufmännische Bereich DB FV hat versucht, das Problem nur auf die eine Störung an der Strecke abzuwälzen - intern gab es die GSM Störung wohl.
Kamikaze schrieb:
Die Meldung wurde für Mitarbeiter der VL ganz offiziell kundgetan und ist somit kein Fake oder Verschwörung. Die Original-Meldung liegt mir vor!
Wenn Dir tatsächlich die Original-Meldungen vorliegen, warum stellst Du das dann hier nicht auch richtig? Oder liegen Dir etwa doch nicht alle Original-Meldungen vor? z.B. die von gestern Abend?!

Und jetzt nochmal Allgemein, nicht nur auf Kamikaze bezogen:

Was ist hier eigentlich los? Das hier ist ein Hobbyforum, warum geht Ihr Euch gegenseitig so an? Schlimm sind vor allem die Hobbyeisenbahner, die angeblich irgendwelche internen Infos haben...


Leute reißt Euch mal am Riemen und gebt nur Informationen weiter, die Ihr auch selbst validieren könnt.

Gruß Christian

http://www.sloganizer.net/style1,DB-spc-Regio-spc-NRW.png

*Lieber die Züge benutzen, als Bahn-Bashing betreiben*





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.01.21 12:16.
RhBDirk schrieb:
Also halten wir fest:

1. es gab eine Störung an der Strecke Oberhausen - Wesel, die gesperrt war. Wesel - Arnhem ist abellio (zumindest eine Zeit lang noch) gefahren, richtig?
2. es gab eine Störung, weil die DB versäumt hat technische Standards für ihre ICE 406er entsprechend zu verlängern/up to date zu halten. Daher konnte gestern, 4. Januar 2021 auch keine Umleitung über Venlo gefahren werden.
3. der kaufmännische Bereich DB FV hat versucht, das Problem nur auf die eine Störung an der Strecke abzuwälzen - intern gab es die GSM Störung wohl.
Auch hier wieder, irgendwelche Informationen wild gemischt durcheinander....

Gruß Christian

http://www.sloganizer.net/style1,DB-spc-Regio-spc-NRW.png

*Lieber die Züge benutzen, als Bahn-Bashing betreiben*

Re: Verbindung GSM-Fehler - Streckenstörung?

geschrieben von: Hadufuns

Datum: 05.01.21 12:18

Kamikaze schrieb:
Das ist grundsätzlich nicht ausgeschlossen. Aber in dem Fall schon. Selbst wenn GSM-R ausfällt, gibt es als Rückfallebene P-GSM. Also lässt sich trotz Ausfall des GSM-R Netzes ein sicherer Zugbetrieb aufrecht erhalten.
Es könnte ja auch sein dass die Verbindung zum Home Location Register über die entlang einer Bahnstrecke verlaufenden LWL-Verbindung realisiert ist.

>“Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”. “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”< (Marc-Uwe Kling)
Paul Willemsen schrieb:
An derartigen hirnlosen Diskussionen beteilige ich mich nicht.

Oh, du zeigst eine Meldung von heute, obwohl es um gestern ging, Applaus, manche würden ne 6 bekommen, weil sie das Thema verfehlt haben, aber ist klar, die anderen sind die Schuldigen.

Und da die Störung seit gestern besteht, die 406 aber erst heute (!) umgeleitet werden sollte es auch bei dir klick machen, dass die Maßnahme, dass der 406 nicht in den Niederlanden fährt, nicht wegen den Vandalismus in Emmerich (!) zurückzuführen ist, da Emmerich ganz klar zu Deutschland gehört.
Und muss es hier rauslassen, auch wenn das noch so blöd ist. "Immer die anderen sind blöd", kommt hinzu.

Das ist die Forenkrankheit! Früher war halt alles anders und manches wohl doch besser. Da gab es dieses Hahnengehabe in Vereinen, aber diese Fans hat man stehen gelassen und mitleidig angeguckt, dann haben sie das kapiert!!

Heute, bähhhhh!
DB Regio NRW schrieb:
RhBDirk schrieb:
Also halten wir fest:
1. es gab eine Störung an der Strecke Oberhausen - Wesel, die gesperrt war. Wesel - Arnhem ist abellio (zumindest eine Zeit lang noch) gefahren, richtig?
2. es gab eine Störung, weil die DB versäumt hat technische Standards für ihre ICE 406er entsprechend zu verlängern/up to date zu halten. Daher konnte gestern, 4. Januar 2021 auch keine Umleitung über Venlo gefahren werden.
3. der kaufmännische Bereich DB FV hat versucht, das Problem nur auf die eine Störung an der Strecke abzuwälzen - intern gab es die GSM Störung wohl.
Auch hier wieder, irgendwelche Informationen wild gemischt durcheinander....
Immerhin macht Punkt 1 endlich eine Aussage, wo (geographisch) die Streckenstörung ist. Das habe ich mich als erstes gefragt. Das erste Posting spricht von einer Unterbrechung zwischen Köln und Amsterdam, ein späteres grenzt den gestörten Bereich ein auf Oberhausen-Arnhem.

Die Bemerkung dazu, warum nicht sofort via Venlo umgeleitet wurde, faßt nur Inhalte früherer Postings zusammen.
Zitat
Auch hier wieder, irgendwelche Informationen wild gemischt durcheinander....
Dann klär uns "Laien und Dumme" doch mal auf, was denn nun richtig ist

Mit freundlichen Grüssen
SwissExpress

Meine hier wiedergegebenen Äusserungen sind einzig und allein meine private Meinung.

Teilweise sind meine Beträge bewusst provokant und/ oder zynisch verfasst.
Getroffene Hunde bellen...

Gruß
Tz 4683
___________________

Mein Youtube-Kanal: [www.youtube.com]

Mein Beitragsverzeichnis: [www.drehscheibe-online.de]
Der Schaden auf der Strecke Emmerich-Oberhausen konnte um 15:15 beseitigt werden, der Verkehr kann wieder normal durchgeführt werden.
Bleibt nur noch die Frage offen, wieso gestern keine Umleitungen via. Venlo möglich waren!?

Re: BR 406 GSM-R-Roaming - Zulassung für NS abgelaufen

geschrieben von: RhBDirk

Datum: 05.01.21 17:03

Philipp Nagl schrieb:
Der Schaden auf der Strecke Emmerich-Oberhausen konnte um 15:15 beseitigt werden, der Verkehr kann wieder normal durchgeführt werden.
Tja, Philipp.
Es bleibt aber immer noch die Frage, warum gestern den gesamten Tag nicht via Venlo umgeleitet wurde. Also war das GSM-R doch gestört, weil irgendwer nicht dran gedacht hat, das aktuell zu halten...
Hier noch die Details:

Bei MobiRail (Netzbetreiber GSM-R in den Niederlanden) gab es eine eine MST-Transmissionleitungsstörung in Deutschland. (Vandalismus)
Da sowohl Sprache als auch Signalisierung (Zugnummereingabe) mit den Niederlanden über diese innerdeutsche Leitung verkehren, konnten mit deutschen SIM-Karten versehenen GSM-R-Geräte in den Niederlanden nicht verwendet werden.

Re: BR 406 GSM-R-Roaming - Zulassung für NS abgelaufen

geschrieben von: Hadufuns

Datum: 05.01.21 19:28

Guten Tag Herr Nagl,

Philipp Nagl schrieb:
Hier noch die Details:

Bei MobiRail (Netzbetreiber GSM-R in den Niederlanden) gab es eine eine MST-Transmissionleitungsstörung in Deutschland. (Vandalismus)
Da sowohl Sprache als auch Signalisierung (Zugnummereingabe) mit den Niederlanden über diese innerdeutsche Leitung verkehren, konnten mit deutschen SIM-Karten versehenen GSM-R-Geräte in den Niederlanden nicht verwendet werden.
Bedeutet dass, das die Einwahl einer Zugnummer, etwa nach Zugfertigmeldung, mittels einer SMS erfolgt?

Gruß
Hadufuns

>“Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”. “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”< (Marc-Uwe Kling)

GSM-R-Roaming gestört - Fehlende Netzwerkredundanzen

geschrieben von: Saxobav

Datum: 05.01.21 19:34

Philipp Nagl schrieb:
Hier noch die Details:

Bei MobiRail (Netzbetreiber GSM-R in den Niederlanden) gab es eine eine MST-Transmissionleitungsstörung in Deutschland. (Vandalismus)
Da sowohl Sprache als auch Signalisierung (Zugnummereingabe) mit den Niederlanden über diese innerdeutsche Leitung verkehren, konnten mit deutschen SIM-Karten versehenen GSM-R-Geräte in den Niederlanden nicht verwendet werden.
Hallo Herr Dr. Nagl,
vielen Dank für diese Aufklärung der technischen Ursachen. Netztechnisch scheint es keine redundante Verbindung gegeben zu haben, die eine derartige Auswirkung einer Leitungsunterbrechung verhindert hätte. Nun wird DB Netz neue Hausaufgaben bekommen für die redundanten (internationalen) Verbindungen, so ein "Test" ist ja recht teuer. Für das ETCS war das eine Probe Richtung "Key Management Center", wo die Züge dann in "Dark Areas" stehen- oder liegenbleiben.

Viele Grüße, saxobav.

Danke für die genaue Erklärung Herr Nagl (o.w.T)

geschrieben von: Tz 4683

Datum: 05.01.21 20:30

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Gruß
Tz 4683
___________________

Mein Youtube-Kanal: [www.youtube.com]

Mein Beitragsverzeichnis: [www.drehscheibe-online.de]
SwissExpress schrieb:
Zitat
Auch hier wieder, irgendwelche Informationen wild gemischt durcheinander....
Dann klär uns "Laien und Dumme" doch mal auf, was denn nun richtig ist
Warum bezeichnest Du dich so?

Ich denke das was tatsächlich richtig ist, wurde hier bereits durch die Antworten von Hr. Dr. Nagl beantwortet oder?

Warum ist es eigentlich danach so ruhig geworden. Ja einige sogar ziemlich kleinlaut?! 🤣

Gruß Christian

http://www.sloganizer.net/style1,DB-spc-Regio-spc-NRW.png

*Lieber die Züge benutzen, als Bahn-Bashing betreiben*





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.01.21 20:49.
DB Regio NRW schrieb:
SwissExpress schrieb:
Zitat
Auch hier wieder, irgendwelche Informationen wild gemischt durcheinander....
Dann klär uns "Laien und Dumme" doch mal auf, was denn nun richtig ist
Warum bezeichnest Du dich so?

Ich denke das was tatsächlich richtig ist, wurde hier bereits durch die Antworten von Hr. Dr. Nagl beantwortet oder?

Warum ist es eigentlich danach so ruhig geworden. Ja einige sogar ziemlich kleinlaut?! 🤣

Allerdings verspätet. Der wahre Grund, also Mischung aus Vandalismus und dadurch komplette Störung der Kommunikation, wurde erst auf Nachfragen genannt.
RhBDirk schrieb:
DB Regio NRW schrieb:
SwissExpress schrieb:
Zitat
Auch hier wieder, irgendwelche Informationen wild gemischt durcheinander....
Dann klär uns "Laien und Dumme" doch mal auf, was denn nun richtig ist
Warum bezeichnest Du dich so?

Ich denke das was tatsächlich richtig ist, wurde hier bereits durch die Antworten von Hr. Dr. Nagl beantwortet oder?

Warum ist es eigentlich danach so ruhig geworden. Ja einige sogar ziemlich kleinlaut?! 🤣
Allerdings verspätet. Der wahre Grund, also Mischung aus Vandalismus und dadurch komplette Störung der Kommunikation, wurde erst auf Nachfragen genannt.
Du verlangst also daß jeder ständig mitlesen muß und, solltest du irgend einen unqualifizierten Kommentar ablassen, muß der gleich beantwortet werden?
Solche Leute sind eben arbeitslose Stammtischschwadronierer, die nicht mal die Theorie auf der Pfanne haben.
wostei schrieb:
n/t
Das ganze betraf ausländische SIM Karten, hier die deutschen in NL.
Im normalen Handynetz wäre das genau so gewesen, wenn die Verbindung zum eigenen Provider unterbrochen ist, kann man sich im Ausland auch nicht einbuchen.
Ohne einen funktionsfähigen Funk darf ein Zug nicht abfahren.
RhBDirk schrieb:
Allerdings verspätet. Der wahre Grund, also Mischung aus Vandalismus und dadurch komplette Störung der Kommunikation, wurde erst auf Nachfragen genannt.
Wie der wahre Grund? Du willst also sagen, dass hier im Beitrag Fakenews verbreitet wurden?

So wie von Kamikaze hier [www.drehscheibe-online.de] und hier [www.drehscheibe-online.de] oder vom Heizlokführer hier [www.drehscheibe-online.de] oder sogar vom RhBDirk hier: [www.drehscheibe-online.de] ?

Ich kann mich nur wiederholen: Leute reißt Euch mal am Riemen und gebt nur Informationen weiter, die Ihr auch selbst validieren könnt.


Gruß Christian

http://www.sloganizer.net/style1,DB-spc-Regio-spc-NRW.png

*Lieber die Züge benutzen, als Bahn-Bashing betreiben*





4-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.01.21 21:28.

+1

geschrieben von: Tz 4683

Datum: 05.01.21 21:25

märchenerzähler schrieb:
RhBDirk schrieb:
DB Regio NRW schrieb:
SwissExpress schrieb:
Zitat
Auch hier wieder, irgendwelche Informationen wild gemischt durcheinander....
Dann klär uns "Laien und Dumme" doch mal auf, was denn nun richtig ist
Warum bezeichnest Du dich so?

Ich denke das was tatsächlich richtig ist, wurde hier bereits durch die Antworten von Hr. Dr. Nagl beantwortet oder?

Warum ist es eigentlich danach so ruhig geworden. Ja einige sogar ziemlich kleinlaut?! 🤣
Allerdings verspätet. Der wahre Grund, also Mischung aus Vandalismus und dadurch komplette Störung der Kommunikation, wurde erst auf Nachfragen genannt.
Du verlangst also daß jeder ständig mitlesen muß und, solltest du irgend einen unqualifizierten Kommentar ablassen, muß der gleich beantwortet werden?
Solche Leute sind eben arbeitslose Stammtischschwadronierer, die nicht mal die Theorie auf der Pfanne haben.
So sieht es aus, qualifiziertes kann der Vorredner nicht...

Gruß
Tz 4683
___________________

Mein Youtube-Kanal: [www.youtube.com]

Mein Beitragsverzeichnis: [www.drehscheibe-online.de]
DB Regio NRW schrieb:
SwissExpress schrieb:
Zitat
Auch hier wieder, irgendwelche Informationen wild gemischt durcheinander....
Dann klär uns "Laien und Dumme" doch mal auf, was denn nun richtig ist
Warum bezeichnest Du dich so?

Ich denke das was tatsächlich richtig ist, wurde hier bereits durch die Antworten von Hr. Dr. Nagl beantwortet oder?

Warum ist es eigentlich danach so ruhig geworden. Ja einige sogar ziemlich kleinlaut?! 🤣

Naja, offensichtlich gab es zwei Störungen, ob die eine gemeinsame Ursache haben weiß ich nicht. Denn das ESTW zwischen Oberhausen und Emmerich muß auch betroffen gewesen sein, sonst hätte der RE5 nicht in Oberhausen wenden müssen, die hat ja mit NL gar nichts zu tun.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.01.21 21:46.

GSM-R - es geht um mehr als SMS

geschrieben von: Saxobav

Datum: 05.01.21 21:47

Hadufuns schrieb:
Zitat:
Bedeutet dass, das die Einwahl einer Zugnummer, etwa nach Zugfertigmeldung, mittels einer SMS erfolgt?
Hallo Hadufuns,

ersetze "SMS" durch Information. Vermutlich schon bei der Inbetriebsetzung des Zuges muss der sich mit seiner Fahrzeugnummer irgendwo anmelden, dort wo er registriert ist. Dann bekommt der lokale Netzbetreiber quasi eine Echtheitsbestätigung und abrechnungsfähige Daten.
Ist wie schon genannt bei jedem Mobiltelefon so, und in fremden Netzen sind die Wege etwas weiter. Meistens funktioniert es ja, beim auf Verfügbarkeit getrimmten System Bahn ist das bei so leichter Sabotage verwunderlich. Beim teuren, "nichtinnovativen" deutschen Sparkassensystem waren nicht nur die Filialen, sondern auch die Geldautomaten einzeln redundant im IT-Netz angebunden. Will aber kein Kunde mehr bezahlen, weil in der Cloud ist das alles billiger und Bargeld ist teuer...

Man wird also über das System nachdenken und Vorkehrungen gegen eine Wiederholung treffen. Übrigens denke ich nicht, dass uns der Kollege Nagl mit der Information hintergangen hat oder das vorhatte. Ich denke eher, dass seine internen Informationsketten ihm die Details vorenthalten hatten und er erst woanders die Würmer aus der Nase ziehen musste bis zur Herstellung von Zusammenhängen. Vielleicht waren ihm die Fragen und das "Halbwissen" des Forums nützlich bei der Entwicklung der internen Nachrichtenkultur. Das er etwas anders tickt als andere Manager, zeigt schon seine Beteiligung hier am Forum.

Schönen Abend, viele Grüße saxobav.
Das ist völlig richtig, ohne Kommunikation geht nix, in diesem Fall GSM. Da aber GSM-Ausfälle nicht ganz selten sind, sei es Ausfall einer Basisstation, eines Kabels oder eines Provider-Servers, sollte man schon eine Backup-Ebene haben und sei es Analog-Funk.
Wir verlassen uns viel zu viel auf die Ausfallsicherheit der digitalen Kommunikation. Auch unsere Polizei und das Rettungswesen verlassen sich grundsätzlich darauf. Dort kann aber teilweise im Notfall noch auf die analoge Ebene zurückgegriffen werden wenn auch nur sehr eingeschränkt.
Wenn im Straßenverkehr eine Ampel ausfällt gibts auch Plan B, nämlich Verkehrsschilder.
Bei der Bahn stehen dann alle Räder still, nicht akzeptabel.
Wolfgang

Redundanz zum GSM-R

geschrieben von: MD 612

Datum: 05.01.21 22:01

wostei schrieb:
Da aber GSM-Ausfälle nicht ganz selten sind, sei es Ausfall einer Basisstation, eines Kabels oder eines Provider-Servers, sollte man schon eine Backup-Ebene haben und sei es Analog-Funk.
Nicht Backup, sondern Redundanz.

Als Redundanz dient P-GSM, was weiter nichts ist als ein abgespecktes GSM-R über öffentliche Mobilfunkbetreiber. Normalerweise reicht das. Aber wenn wie hier die Verbindung aus dem Ausland zum heimischen Provider unterbrochen ist, dann nützt auch P-GSM nichts. Ich würde mal sagen, das ist dann einer der wenigen Sonderfälle, die man unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht abdecken kann. Eine Rückfallebene Analogfunk würde bedeuten, dass in jedem Land separate Funknetze und auf jedem Fahrzeug das Analogfunksystem jedes dieser Länder vorgehalten werden müsste, da gab es ja doch erhebliche Unterschiede.

Gruß Peter

Richte dein Gesicht immer zur Sonne und die Schatten werden hinter dich fallen.
Walt Whitman (1819-1892), amerikanischer Dichter

Gemeinsache Ursache möglich

geschrieben von: Saxobav

Datum: 05.01.21 22:22

VT605 schrieb:
Naja, offensichtlich gab es zwei Störungen, ob die eine gemeinsame Ursache haben weiß ich nicht. Denn das ESTW zwischen Oberhausen und Emmerich muß auch betroffen gewesen sein, sonst hätte der RE5 nicht in Oberhausen wenden müssen, die hat ja mit NL gar nichts zu tun.
Hallo VT605,

das kann schon aus einer Leitung stammen. Wenn es eine Kabelzerstörung (wahlfrei Sabotage oder Vandalismus) gegeben hat, dann war alles in dem Kabel betroffen. Sowohl internationale Verbindungen wie auch lokale. Das hat es nach meiner Kenntnis schon mehrfach gegeben. Mal mit der Flex im Kabelschacht im Rhein-Main-Gebiet, mal durch Brandanschlag auf der Baustelle am Berliner Ostkreuz. Klassische Punkt-zu-Punktverbindungen sind dann getrennt, außer es gibt redundante Verbindungen. Diese sind bei "Internet"-Paketorientierten Verbindungen tendenziell billiger, weil man die Pakete über andere Leitungen routen könnte. Das muss natürlich vorbereitet und konfiguriert sein. Hat man noch klassische Alttechnologien (leitungsvermittelt, Modem, ISDN, Fernschreiber..., POTS) ist das schwieriger und kundiges Personal ist im Ruhestand. Im internationalen Bereich hat man noch dazu mit historischen Abkommen aus der Kaiserzeit zu tun, wo Staatsabkommen dahinter stehen und Techniker keine Ansprechpartner haben. So ähnlich wie bei unseren Gesundheitsämtern mit den Schreibmaschinen aus der Staatsreserve für die Verfolgung der Infektionsketten...

Ich gehe jetzt davon aus, dass das nicht nur eine Gelenkigkeitsübung für die direkt beteiligten Personen wird, sondern dass man auf europäischer Ebene über die ERA und das Thema ERTMS die Verfügbarkeit zentral erhöht und die nationalen Anbieter im Wortsinn vernetzt.

Viele Grüße, saxobav.

Re: Redundanz zum GSM-R

geschrieben von: Gleis MA 11-12

Datum: 06.01.21 00:00

MD 612 schrieb:
wostei schrieb:
Da aber GSM-Ausfälle nicht ganz selten sind, sei es Ausfall einer Basisstation, eines Kabels oder eines Provider-Servers, sollte man schon eine Backup-Ebene haben und sei es Analog-Funk.
Nicht Backup, sondern Redundanz.

Als Redundanz dient P-GSM, was weiter nichts ist als ein abgespecktes GSM-R über öffentliche Mobilfunkbetreiber. Normalerweise reicht das. Aber wenn wie hier die Verbindung aus dem Ausland zum heimischen Provider unterbrochen ist, dann nützt auch P-GSM nichts. Ich würde mal sagen, das ist dann einer der wenigen Sonderfälle, die man unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht abdecken kann. Eine Rückfallebene Analogfunk würde bedeuten, dass in jedem Land separate Funknetze und auf jedem Fahrzeug das Analogfunksystem jedes dieser Länder vorgehalten werden müsste, da gab es ja doch erhebliche Unterschiede.

Gruß Peter


Moin Peter,

wenn's nur die Bahn in ihrer Fahrplantreue trifft ist es ärgerlich aber zu verschmerzen. Sobald es aber die Sicherheit in der Betriebsabwicklung betrifft wird es bedenklich bzw. gefährlich.

Das gilt nicht nur für die Bahn sondern auch für unser Stromnetz. Ein Ausfall und alle Systeme brechen zusammen, da wir uns nur noch auf Strom und IT fokkusieren!
Diese selbstgewählte Abhängigkeit wird uns noch mal sehr leid tun.

Gruß aus Mannheim
Rolf

Re: GSM-R - es geht um mehr als SMS

geschrieben von: Hadufuns

Datum: 06.01.21 00:50

Hallo Saxobav,

Ich glaube Du hast mich missverstanden. Herr Nagl schrieb wörtlich von "Signalisierung (Zugnummereingabe)" und genau darauf bezog sich meine Frage. Es geht nur um die Frage ob die Zugnummer per SMS ihren Weg in Leittechnik findet, anstatt händisch eingewählt zu werden (wie es bei uns im Allgemeinen der Fall ist).

Viele Grüße
Hadufuns

Saxobav schrieb:
Hadufuns schrieb:
Zitat:
Bedeutet dass, das die Einwahl einer Zugnummer, etwa nach Zugfertigmeldung, mittels einer SMS erfolgt?
Hallo Hadufuns,

ersetze "SMS" durch Information. Vermutlich schon bei der Inbetriebsetzung des Zuges muss der sich mit seiner Fahrzeugnummer irgendwo anmelden, dort wo er registriert ist. Dann bekommt der lokale Netzbetreiber quasi eine Echtheitsbestätigung und abrechnungsfähige Daten.
Ist wie schon genannt bei jedem Mobiltelefon so, und in fremden Netzen sind die Wege etwas weiter. Meistens funktioniert es ja, beim auf Verfügbarkeit getrimmten System Bahn ist das bei so leichter Sabotage verwunderlich. Beim teuren, "nichtinnovativen" deutschen Sparkassensystem waren nicht nur die Filialen, sondern auch die Geldautomaten einzeln redundant im IT-Netz angebunden. Will aber kein Kunde mehr bezahlen, weil in der Cloud ist das alles billiger und Bargeld ist teuer...

Man wird also über das System nachdenken und Vorkehrungen gegen eine Wiederholung treffen. Übrigens denke ich nicht, dass uns der Kollege Nagl mit der Information hintergangen hat oder das vorhatte. Ich denke eher, dass seine internen Informationsketten ihm die Details vorenthalten hatten und er erst woanders die Würmer aus der Nase ziehen musste bis zur Herstellung von Zusammenhängen. Vielleicht waren ihm die Fragen und das "Halbwissen" des Forums nützlich bei der Entwicklung der internen Nachrichtenkultur. Das er etwas anders tickt als andere Manager, zeigt schon seine Beteiligung hier am Forum.

Schönen Abend, viele Grüße saxobav.
edit: Ersetzung von GSM-R durch SMS

>“Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”. “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”< (Marc-Uwe Kling)




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.01.21 00:51.
Hallo MD612,

MD 612 schrieb:
Ich würde mal sagen, das ist dann einer der wenigen Sonderfälle, die man unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht abdecken kann.
Also eine zweite SIM-Karte, eines anderen Anbieters, im Triebfahrzeug mitzuführen würde reichen.

Oder in den beiden Führerständen SIM-Karten unterschiedlicher Anbieter verwenden, dann wäre der Zug immerhin in einer Fahrtrichtung einsetzbar.

Gruß Jörg
JoergAtDSO schrieb:
Hallo MD612,

MD 612 schrieb:
Ich würde mal sagen, das ist dann einer der wenigen Sonderfälle, die man unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht abdecken kann.
Also eine zweite SIM-Karte, eines anderen Anbieters, im Triebfahrzeug mitzuführen würde reichen.

Oder in den beiden Führerständen SIM-Karten unterschiedlicher Anbieter verwenden, dann wäre der Zug immerhin in einer Fahrtrichtung einsetzbar.

Gruß Jörg
Sicherheitsrelevante Systeme sind alle in aufwendigen Zulassungsverfahren zertifiziert worden, weshalb ich bezweifle dass du einfach so die SIM-Karte gegen eine SIM-Karte eines Drittanbieters austauschen kannst. Desweiteren würde ich den zuständigen Mitarbeitern bei der Deutschen Bahn genug Kreativität und Vorstellungskraft zugestehen, dass sie Ideen die auf DSO während einer fünfminütigen Toilettensitzung entstanden sind bereits während des ursprünglichen Zulassungsverfahrens bezüglich der Umsetzbarkeit abgewogen haben.

Bezüglich der generellen Diskussion hier finde ich es beschämend wie hier die einzige Person welche aus erster Hand belastbare Informationen anzubieten hat, angegangen wird und die Moderation hier dies anscheinend toleriert. Wie bereits angemerkt wurde, ist es die absolute Ausnahme ist dass ein leitender Manager sich in einem Forum anmeldet und dort Sachverhalte erklärt und nichts veranschaulicht besser warum das so ist als die Respektlosig- und Feindseligkeiten welchen sich Herr Dr. Nagel hier bei jeder Wortmeldung (und dann auch noch freiwillig!) aussetzt...

Wirklich schade!
Saxobav schrieb:
Für das ETCS war das eine Probe Richtung "Key Management Center", wo die Züge dann in "Dark Areas" stehen- oder liegenbleiben.
Allerdings nicht gleich, die Schlüssel sind in den RBC gespeichert. Das KMC braucht man nur zum Einspielen von neuen Schlüsseln.
Die OBUs müssen sich regelmäßig beim KMC melden. Aber auch da bleibt der Schlüssel wie angegeben gültig.

Damit passiert erst etwas, wenn die Gültigkeit eines Schlüssels abläuft und der jeweilige Nutzer (OBU oder RBC) kein Update mehr bekommt. Bei der DB sind die Schlüssel maximal 5 Jahre gültig.

Es heißt übrigens ebenso Key Manangement Centre wie es Radio Block Centre heißt ;-)

Gruß,
Sven
Danke - endlich mal eine fachliche Aussage, liest man selten aus der DB-Führung!


Philipp Nagl schrieb:
Hier noch die Details:

Bei MobiRail (Netzbetreiber GSM-R in den Niederlanden) gab es eine eine MST-Transmissionleitungsstörung in Deutschland. (Vandalismus)
Da sowohl Sprache als auch Signalisierung (Zugnummereingabe) mit den Niederlanden über diese innerdeutsche Leitung verkehren, konnten mit deutschen SIM-Karten versehenen GSM-R-Geräte in den Niederlanden nicht verwendet werden.
DB Regio NRW schrieb:
RhBDirk schrieb:
Allerdings verspätet. Der wahre Grund, also Mischung aus Vandalismus und dadurch komplette Störung der Kommunikation, wurde erst auf Nachfragen genannt.
Wie der wahre Grund? Du willst also sagen, dass hier im Beitrag Fakenews verbreitet wurden?

So wie von Kamikaze hier [www.drehscheibe-online.de] und hier [www.drehscheibe-online.de] oder vom Heizlokführer hier [www.drehscheibe-online.de] oder sogar vom RhBDirk hier: [www.drehscheibe-online.de] ?

Ich kann mich nur wiederholen: Leute reißt Euch mal am Riemen und gebt nur Informationen weiter, die Ihr auch selbst validieren könnt.

Süß, viermal den Beitrag bearbeitet. Langeweile? Du hast zu der ganzen Thematik rein gar nichts beigetragen.
JoergAtDSO schrieb:
Hallo MD612,

MD 612 schrieb:
Ich würde mal sagen, das ist dann einer der wenigen Sonderfälle, die man unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht abdecken kann.
Also eine zweite SIM-Karte, eines anderen Anbieters, im Triebfahrzeug mitzuführen würde reichen.

Oder in den beiden Führerständen SIM-Karten unterschiedlicher Anbieter verwenden, dann wäre der Zug immerhin in einer Fahrtrichtung einsetzbar.
Mal eben am Funk rum fummeln von dazu nicht eingewiesen Personalen geht schon mal gar nicht.
Die SIM Karte Sitz in einem Einschub in der Funkanlage, nicht im Führerstand, beim ICE werden es 2 Anlagen sein.
Bei den Anlage die ich kenne, in dem Einschub wie die Antennenanschlüsse aufgeschraubt sind, die Bezeichnung kenne ich nicht auswendig.
Davor ist aber manchmal ein Schrank den man nur mit einem speziellen Schlüssel geöffnet werden kann.
Als Rückfalleben geht auch noch das die Handynummer des Tf bekannt gegeben wird, aber nur damit ein Zug noch an eine geeignete Stelle fahren kann.
Eine Zugfahrt beginnen ohne Funk, wird aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt.
Die SIM Karten sind auch dem entsprechenden Fahrzeug zugeordnet.

Der ICE hat auch noch analogen Funk, nur der funktioniert der nicht in NL, deswegen wurde ja GSM-R entwickelt, das es in allen Ländern funktioniert.
In DE geht das, nur hat keine ortsfeste Stelle mehr eine Ausrüstung dazu.
Es wird noch teilweise mit dem C-Kanal rangiert, wie z.B. in Frankfurt M Hbf, wo der digitale Rangierfunk gerade wieder verschoben wurde, da die ortsfesten Stellen nicht mit den entsprechenden Geräten ausgerüstet werden konnten.

Re: GSM-R - es geht um mehr als SMS

geschrieben von: Carsten Frank

Datum: 06.01.21 13:30

Der Zug meldet sich mit seiner Funktionalen Rufnummer im GSM-R ein.
Diese besteht aus „2“ als Vorwahl, der Zugnummer (5- oder ggf 6-Stellig) und einer Kennziffer (zb 01 für führendes Fahrzeug).
Der entsprechende Nummernblock wird dann als Zugnummer verwendet.
Und im Roaming wählt sich eine deutsche Karte dann wohl über einen deutschen Knoten ein.
Die Simkarte sitzt unter dem verschraubten Deckelchen auf der Empfangsbaugruppe (nenn ich jetzt einfach mal so, genauer Name nicht bekannt), bei ggf anderen Hersteller sicher ähnlich
[funkwerk.com]
Da soll sicher niemand dran rum fummeln und einfach seine AldiTalk-Karte einlegen - wird eh nicht funktionieren 😂

Ob es nun eine Lösung braucht (wie wahrscheinlich ein Ausfall ist) und wie diese aussehen kann (alternative Verbindungen zum heimischen Provider, vielleicht auch aufwändig in jeder Funkanlage weitere Empfangsbaugruppe (braucht dann auch eine Antenne) mit niederländischer SIM-Karte möglich?) wird sich sicher nicht hier bei DSO klären - aber ein hoch aufgehängtes Thema zwischen EVU, Netzbetreibern und Herstellern sein.
Technisch auf jeden Fall interessant, vielleicht gibts ja irgendwann mal was dazu zu lesen.

Edit: gerade noch was interessantes zur Netzwerksarchitektur gefunden wo genau solch ein Fehler auch beschrieben wird
[gsmr-conference.com]



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.01.21 14:09.
Hallo,

habe noch was interessantes zur Netzwerksarchitektur im internationalen GSM-R-Roaming gefunden wo genau solch ein Fehler auch beschrieben wird
[gsmr-conference.com]

Dort wird dargestellt wie Verbindungen im Roaming aufgebaut werden.
Außerdem wie die einzelnen nationalen Netze verknüpft sind.
Das soll eigentlich fehlertolerant sein, im Fehlerfall über die Nachbarländer. Es wird genau Fehler NL - D dargestellt, dann sollten sich die Netze „eigentlich“ zb über NL - B - D Verbinden können



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.01.21 14:19.

Re: Redundanz zum GSM-R

geschrieben von: MD 612

Datum: 06.01.21 15:01

Gleis MA 11-12 schrieb:
Sobald es aber die Sicherheit in der Betriebsabwicklung betrifft wird es bedenklich bzw. gefährlich.
An welcher Stelle siehst Du den beim derzeitigen Verfahren die Sicherheit im Eisenbahnbetrieb gefährdet??

JoergAtDSO schrieb:
Also eine zweite SIM-Karte, eines anderen Anbieters, im Triebfahrzeug mitzuführen würde reichen.
Das nützt gar nichts, weil die "anderen Anbieter" die Funktionalitäten des GSM-R gar nicht anbieten.

Gruß Peter

Richte dein Gesicht immer zur Sonne und die Schatten werden hinter dich fallen.
Walt Whitman (1819-1892), amerikanischer Dichter




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.01.21 15:03.

Re: Redundanz zum GSM-R

geschrieben von: JoergAtDSO

Datum: 06.01.21 20:44

Hallo MD 612,

MD 612 schrieb:JoergAtDSO schrieb:
JoergAtDSO schrieb:
Also eine zweite SIM-Karte, eines anderen Anbieters, im Triebfahrzeug mitzuführen würde reichen.
Das nützt gar nichts, weil die "anderen Anbieter" die Funktionalitäten des GSM-R gar nicht anbieten.
Es gibt in Europa gut 2 Dutzend Anbieter, die GSM-R SIM-Karten ausstellen. Hätte sich das Zugfunkgerät nicht versucht, sich bei dem nicht erreichbaren System von DB Netze zu registrieren, sondern z.B. mit einer belgischen GSM-R SIM-Karte versucht sich beim entsprechenden System von Infrabel zu registrieren, hätte das Zugfunkgerät funktioniert.

Gruß Jörg

Re: Redundanz zum GSM-R

geschrieben von: MD 612

Datum: 06.01.21 21:05

JoergAtDSO schrieb:
Hätte sich das Zugfunkgerät nicht versucht, sich bei dem nicht erreichbaren System von DB Netze zu registrieren, sondern z.B. mit einer belgischen GSM-R SIM-Karte versucht sich beim entsprechenden System von Infrabel zu registrieren, hätte das Zugfunkgerät funktioniert.
Und weil das einmal alle Jubeljahre vorkommt, muss für jedes Fahrzeug ein zweiter Vertrag her?? Kostet ja auch nix...

Mal abgesehen davon, dass ja auch die Kollegen schon schrieben, dass ein SIM-Kartentausch nicht so einfach zu bewerkstelligen ist.

Gruß Peter

Richte dein Gesicht immer zur Sonne und die Schatten werden hinter dich fallen.
Walt Whitman (1819-1892), amerikanischer Dichter

Re: Redundanz zum GSM-R

geschrieben von: Carsten Frank

Datum: 06.01.21 23:54

Wenn ich die unten schon mal verlinkte Präsentation [gsmr-conference.com] richtig verstehe ist auch überhaupt keine SIM-Karte vom z.B. belgischen Netzbetreiber erforderlich da die Einwahl / Verbindung eigentlich auch so aus Redundanzgründen von niederländischen über den belgischen zum deutschen Netzknoten laufen können soll falls der direkte Weg gestört ist.

Im Beispiel wird der noch längere Verbindungsweg für eine italienische Lok die sich in den Niederlanden befindet dargestellt - der würde dann nicht direkt von den Niederlanden nach Italien (und zurück) aufgebaut sondern über Deutschland und die Schweiz.
Und wenn im Beispiel die Verbindung von den Niederlanden nach Deutschland unterbrochen ist (sowas soll ja vorkommen...) halt alternativ z.B. über Belgien und Frankreich



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.01.21 23:54.
RhBDirk schrieb:
DB Regio NRW schrieb:
RhBDirk schrieb:
Allerdings verspätet. Der wahre Grund, also Mischung aus Vandalismus und dadurch komplette Störung der Kommunikation, wurde erst auf Nachfragen genannt.
Wie der wahre Grund? Du willst also sagen, dass hier im Beitrag Fakenews verbreitet wurden?

So wie von Kamikaze hier [www.drehscheibe-online.de] und hier [www.drehscheibe-online.de] oder vom Heizlokführer hier [www.drehscheibe-online.de] oder sogar vom RhBDirk hier: [www.drehscheibe-online.de] ?

Ich kann mich nur wiederholen: Leute reißt Euch mal am Riemen und gebt nur Informationen weiter, die Ihr auch selbst validieren könnt.

Süß, viermal den Beitrag bearbeitet. Langeweile? Du hast zu der ganzen Thematik rein gar nichts beigetragen.
Na guck mal an, dann sind wir ja offensichtlich schon zu zweit... Meine Frage hast Du übrigens nicht beantwortet, hatte ich aber auch nicht erwartet, die war wahrscheinlich zu kompliziert formuliert; da ich aber im allgemeinen Verständnisprobleme bei Dir erkennen kann, gehe ich noch ein letztes Mal auf das Thema ein.

Zum von Dir angesprochenen Thema "beitragen" - Ich zitiere nochmal den User RhBDirk:

"es gab eine Störung, weil die DB versäumt hat technische Standards für ihre ICE 406er entsprechend zu verlängern/up to date zu halten. Daher konnte gestern, 4. Januar 2021 auch keine Umleitung über Venlo gefahren werden." [www.drehscheibe-online.de]

"Also war das GSM-R doch gestört, weil irgendwer nicht dran gedacht hat, das aktuell zu halten..." [www.drehscheibe-online.de]

Und auf diesen Nonsens bist Du stolz und glaubst tatsächlich einen Beitrag geleistet zu haben? Du hast irgendwelche Informationen verbreitet, die Du irgendwo aufgeschnappt hast ohne diese zu validieren*. Genau so entstehen Fakenews und darauf scheinst Du in der Tat stolz zu sein...Ich bin wirklich sprachlos.

Mein Beitrag war übrigens: Leute reißt Euch mal am Riemen und gebt nur Informationen weiter, die Ihr auch selbst validieren* könnt. -

Ich habe immer noch die Hoffnung dass dieser Aufruf bei einigen ankommt und man in Zukunft Informationen die man bekommt hinterfragt. Das gilt übrigens nicht nur für DSO sondern auch fürs wahre Leben.




*validieren: die Wichtigkeit, die Gültigkeit, den Wert von etwas feststellen

Gruß Christian

http://www.sloganizer.net/style1,DB-spc-Regio-spc-NRW.png

*Lieber die Züge benutzen, als Bahn-Bashing betreiben*

Key Management - mehr als Generierung aller 5a

geschrieben von: Saxobav

Datum: 07.01.21 10:52

Zugsicherer schrieb:
Saxobav schrieb:
Für das ETCS war das eine Probe Richtung "Key Management Center", wo die Züge dann in "Dark Areas" stehen- oder liegenbleiben.
Allerdings nicht gleich, die Schlüssel sind in den RBC gespeichert. Das KMC braucht man nur zum Einspielen von neuen Schlüsseln.
Die OBUs müssen sich regelmäßig beim KMC melden. Aber auch da bleibt der Schlüssel wie angegeben gültig.

Damit passiert erst etwas, wenn die Gültigkeit eines Schlüssels abläuft und der jeweilige Nutzer (OBU oder RBC) kein Update mehr bekommt. Bei der DB sind die Schlüssel maximal 5 Jahre gültig.
Hallo Sven,
ich betrachte das KMC als nationale (hier deutsche) Certificate Authority (CA). Dort werden nicht nur Schlüssel ausgegeben und verwaltet, sondern ist als Teil der Publicity Key Infrastructure (PKI) auch die Gültigkeit der herausgegebenen Schlüssel abfragbar. Das ist zumindest bei normaler TLS/SSL-Verschlüsselung so.

Das die beiden Seiten vor Verbindungsaufnahme den Gültigkeitszeitraum des angebotenen Schlüssels selbst überprüfen, ist Bodenturnen. Dazu kommt noch die Überprüfung der angebotenen Adresse sowie der Uhrenvergleich. Da so ein Schlüssel auch zentral für Ungültig erklärt werden kann, können beide Teilnehmer bei der ausstellenden CA die aktuelle Gültigkeit nachfragen. Und diesem positiven Ergebnis wird für eine einstellbare Zeit geglaubt, bevor man sich erneut darüber vergewissert.

Es sind also für mich Szenarien vorstellbar, wo man beim Aufrüsten und beim normalen Betrieb eines ETCS-Fahrzeuges häufiger Kontakt zum KMC benötigt. Nicht für jede MA, aber eben parametrisierbar häufig (damit am Browser das Schloß grün bleibt...).
Und auch die RBCs mit IP-Anschluß müßten häufigeren Kontakt Richtung KMC haben. Die älteren RBCs ohne IP haben nach Berichten viel Aufwand bei der Wartung ihres Schlüssels (Diskettentechnik...) und prinzipiell keine Möglichkeit der Zertifikatskontrolle dieser Art. Deshalb wird die aktive Zertifikatskontrolle häufig als fakultativ betrachtet.

Für die Diskussion: Diese sehr empfindlich und störanfällig scheinende Technik macht das System gerade unempfindlich und robust gegenüber Ausfällen und Angriffen auf die signaltechnische Integrität. Als externer Naseweis würde ich hier das Hauptproblem im Betrieb mit gemischter Technik sehen, d.h. es ist keine durchgehende IP-Technik im Einsatz (auch wenn es sicher Digitaltechnik ist). Und damit hat man noch (verdeckte) leitungstechnische Abhängigkeiten, die man vermutlich durch Parametrisierung im Netzbereich beheben kann. Damit würden bei solchen Ereignissen Störungen lokal bleiben und keine globale Auswirkung bekommen.
Aber es wird immer was passieren, und danach wird man schlauer sein.

Schönen Tag, saxobav.
Carsten Frank schrieb:
habe noch was interessantes zur Netzwerksarchitektur im internationalen GSM-R-Roaming gefunden wo genau solch ein Fehler auch beschrieben wird
[gsmr-conference.com]

Dort wird dargestellt wie Verbindungen im Roaming aufgebaut werden.
Außerdem wie die einzelnen nationalen Netze verknüpft sind.
Das soll eigentlich fehlertolerant sein, im Fehlerfall über die Nachbarländer. Es wird genau Fehler NL - D dargestellt, dann sollten sich die Netze „eigentlich“ zb über NL - B - D Verbinden können
Mich wundert schon, daß das gesamte NL-Roaming eines deutschen Anbieters über ein einziges grenzüberschreitendes Kabel laufen soll. Sind die Mobilfunknetze wirklich in diesem Ausmaß zentralisiert?

Re: Key Management - mehr als Generierung aller 5a

geschrieben von: Zugsicherer

Datum: 07.01.21 12:22

Saxobav schrieb:
Es sind also für mich Szenarien vorstellbar, wo man beim Aufrüsten und beim normalen Betrieb eines ETCS-Fahrzeuges häufiger Kontakt zum KMC benötigt. Nicht für jede MA, aber eben parametrisierbar häufig (damit am Browser das Schloß grün bleibt...).
Jede MA sowieso nicht, öfter als bei Verbindungsaufbau (wenn die Session verschlüsselt wird) bringt sowieso nichts. Dann müsste die Antwortzeit aber hinreichend kurz sein.

Für die Schlüssel ist eine Abfrage der Gültigkeit aber in Subset-137 ohnehin nicht vorgesehen.

Gruß,
Sven

Netzmanagement?

geschrieben von: ThomasR

Datum: 07.01.21 12:43

Philipp Nagl schrieb:
Der Schaden auf der Strecke Emmerich-Oberhausen konnte um 15:15 beseitigt werden, der Verkehr kann wieder normal durchgeführt werden.
Bei Netzbetreibern im Bereich Tekekommunikation ist eigentlich ein rund um sie Uhr besetztes Netzmanagenentcrnter üblich. Da werden solche Ausfälle sofort bemerkt und Gegenmaßnahmen eingeleitet. Bei der Telekom gab es schon Fälle, bei denen wurde in die Vermittlungsstelle eingebrochen und zwei Minuten später kamen Meldungen über ausfallende Leitungen. Aus der Erfahrung heraus wurde die Polizei verständigt und die fahren sofort verstärkt die Gegend an. So konnte ein Einbruch in einen Supermarkt verhindert werden. Das war das eigentliche Ziel gewesen, aber die Gegend war tagelang abgeschniiten, bis alles wieder lief.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.01.21 12:48.

Re: BR 406 GSM-R-Roaming - Zulassung für NS abgelaufen

geschrieben von: ThomasR

Datum: 07.01.21 12:55

Philipp Nagl schrieb:
Hier noch die Details:

Bei MobiRail (Netzbetreiber GSM-R in den Niederlanden) gab es eine eine MST-Transmissionleitungsstörung in Deutschland. (Vandalismus)
Da sowohl Sprache als auch Signalisierung (Zugnummereingabe) mit den Niederlanden über diese innerdeutsche Leitung verkehren, konnten mit deutschen SIM-Karten versehenen GSM-R-Geräte in den Niederlanden nicht verwendet werden.
Danke, das ist nun eine klare Ausage, die das Problem nachvollziehbar erläutert. Wobei man schon über eine zweite Leitung oder Backup nachdenken sollte. Es gibt ja nicht nur einen Grenzübergang. Und gleich vorweg, ein Backup ohne dauernde Überwachung bringt nichts. Kunden von mir ließen über die Backupleitung gerne einen gewissen Grundverkehr laufen. So konnte das kostengünstig überwacht werden. Die gaben also einen Teil als Erstweg über das Backup geschickt.

Re: GSM-R - es geht um mehr als SMS

geschrieben von: ThomasR

Datum: 07.01.21 13:02

Carsten Frank schrieb:
Der Zug meldet sich mit seiner Funktionalen Rufnummer im GSM-R ein.
Diese besteht aus „2“ als Vorwahl, der Zugnummer (5- oder ggf 6-Stellig) und einer Kennziffer (zb 01 für führendes Fahrzeug).
Der entsprechende Nummernblock wird dann als Zugnummer verwendet.
Und im Roaming wählt sich eine deutsche Karte dann wohl über einen deutschen Knoten ein.
Die deutsche Zentrale teilt dem ausländischen Netzbetreiber mit, dass die Karte mit der ID mit der Rufnummer betrieben wird. Die Rufnummer wird nämlich im HLR der Karte zugewiesen. Gerufen wird im Netz die Karte. Die Rufnummer wird umgewandelt.
kmueller schrieb:
Carsten Frank schrieb:
habe noch was interessantes zur Netzwerksarchitektur im internationalen GSM-R-Roaming gefunden wo genau solch ein Fehler auch beschrieben wird
[gsmr-conference.com]

Dort wird dargestellt wie Verbindungen im Roaming aufgebaut werden.
Außerdem wie die einzelnen nationalen Netze verknüpft sind.
Das soll eigentlich fehlertolerant sein, im Fehlerfall über die Nachbarländer. Es wird genau Fehler NL - D dargestellt, dann sollten sich die Netze „eigentlich“ zb über NL - B - D Verbinden können
Mich wundert schon, daß das gesamte NL-Roaming eines deutschen Anbieters über ein einziges grenzüberschreitendes Kabel laufen soll. Sind die Mobilfunknetze wirklich in diesem Ausmaß zentralisiert?
Die öffentlichen Mobilfunknetze sind da anders aufgebaut. Da läuft das über VPN-Tunnel und Internet bzw. Cross-Connector und dazwischen liegen redundante Verbindungen. Das ist aber bei den kleinen GSM-R-Netzen auch eine Kostenfrage.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.01.21 13:19.

Re: GSM-R - es geht um mehr als SMS

geschrieben von: VT605

Datum: 07.01.21 15:05

ThomasR schrieb:
Carsten Frank schrieb:
Der Zug meldet sich mit seiner Funktionalen Rufnummer im GSM-R ein.
Diese besteht aus „2“ als Vorwahl, der Zugnummer (5- oder ggf 6-Stellig) und einer Kennziffer (zb 01 für führendes Fahrzeug).
Der entsprechende Nummernblock wird dann als Zugnummer verwendet.
Und im Roaming wählt sich eine deutsche Karte dann wohl über einen deutschen Knoten ein.
Die deutsche Zentrale teilt dem ausländischen Netzbetreiber mit, dass die Karte mit der ID mit der Rufnummer betrieben wird. Die Rufnummer wird nämlich im HLR der Karte zugewiesen. Gerufen wird im Netz die Karte. Die Rufnummer wird umgewandelt.

Wozu braucht es eigentlich noch SIM-Karten, geht das nicht auch "digital", sprich elektronisch?

Re: GSM-R - es geht um mehr als SMS

geschrieben von: Saxobav

Datum: 07.01.21 18:08

VT605 schrieb:
Wozu braucht es eigentlich noch SIM-Karten ...?
Hallo VT605,

die SIM-Karte dient als Eintrittskarte in das Mobilfunknetz, damit identifiziert sich der Benutzer. Vor Benutzung muss sie aber erst "aufgeschlossen" werden mit dem PIN. Dieser ist mit Sicherheit im Fahrzeug hinterlegt und kann nicht einfach eingesehen werden. Man hat damit zwei "Faktoren" für die Sicherheitsüberprüfung: Man muß etwas besitzen (SIM) und man muss etwas wissen (PIN). Wenn dann das Fahrzeuggerät im Mobilnetz eingebucht ist, können die anderen internen Geräte über das Netz arbeiten, z.B. telefonieren.

Hier war eben für die Fahrzeuge "der Laden" verschlossen und sie konnten sich aus NL nicht anmelden. Das hätten entsprechend dem Thread-Eröffner auch unbezahlte Rechnungen und vieles mehr sein können. Am Ende ist das Verhalten nicht nur digital, sondern sogar binär.

Die SIM-Karte ist sicherlich als historisch zu betrachten und wird durch andere Bausteine ersetzt werden. Die Funktion wird aber in jedem Fall erhalten bleiben.

Viele Grüße, saxobav.

Re: Key Management - mehr als Generierung aller 5a

geschrieben von: Saxobav

Datum: 07.01.21 18:52

Zugsicherer schrieb:
Saxobav schrieb:
Es sind also für mich Szenarien vorstellbar, wo man beim Aufrüsten und beim normalen Betrieb eines ETCS-Fahrzeuges häufiger Kontakt zum KMC benötigt. Nicht für jede MA, aber eben parametrisierbar häufig (damit am Browser das Schloß grün bleibt...).
Für die Schlüssel ist eine Abfrage der Gültigkeit aber in Subset-137 ohnehin nicht vorgesehen.
Hallo Sven,
das könnte dann eine historische Spezifik haben.
ETCS regelt ja im starken Maße die Kommunikation zwischen den Fahrzeugen und der festen Infrastruktur. Und läßt dabei offen, wie Fahrzeuge und Infrastruktur intern die Daten verwalten. Man geht noch von einer starken Sicherheitsfunktion der GSM-internen Verschlüsselung aus. Und bei IP-freier Kommunikation (GSM/ISDN/S2M/ATM) muss auch die Verschlüsselung anders organisiert werden. Das betrifft die Vorab-Hinterlegung von Schlüsselteilen der Gegenstellen und deren Identifizierung, damit überhaupt Verschlüsselung stattfindet.
Bei der neumodischen Umstellung auf IP-Technik kann man sich dort an aktuellen Methoden bedienen und den Daten-Transportweg absichern. Die "historischen" Verfahren werden wohl erst verschwinden, wenn die RBC per Standard auf All-IP-Technik umgestellt sind und die bisherigen Verfahren ungültig sind. Dann wird es wohl einer neuen Baseline bedürfen, die zusammen mit FRMCS diese alten Standards ausholzt. Bis dahin wird der Ersatzteilmangel für alte RBC ein Motor für deren Modernisierung und IP-Anbindung sein.

Über die GSM-Transportschicht hinaus können moderne Triebfahrzeuge natürlich IP-Verbindungen (EDGE) haben, die kryptografisch gesichert werden und damit an die KMC-Infrastruktur andocken. Das Schlüsselmanagement wird dann aber individuell parametrisiert, wozu auch die Caching-Parameter gehören. Das ist dann aber kaum noch ETCS (Zugbeeinflussung/Zugsicherung), sondern schon im Bereich Transportmanagement (ETML).

Viele Grüße, saxobav.

Re: Key Management - mehr als Generierung aller 5a

geschrieben von: dt8.de

Datum: 07.01.21 19:19

Hallo,

Saxobav schrieb:
ich betrachte das KMC als nationale (hier deutsche) Certificate Authority (CA). Dort werden nicht nur Schlüssel ausgegeben und verwaltet, sondern ist als Teil der Publicity Key Infrastructure (PKI) auch die Gültigkeit der herausgegebenen Schlüssel abfragbar. Das ist zumindest bei normaler TLS/SSL-Verschlüsselung so.

mal davon abgesehen, dass bei normaler TLS-Verschlüsselung eine zwingende Gültigkeitsüberprüfung nur bei EV-Zertifikaten vorgeschrieben ist, der Rest Einstellungssache des Browsers ist sowie die Überprüfung der Gültigkeit nicht zwingend bei der CA erfolgen muss sondern im Zertifikat hinterlegt ist, hat man dort die Verbindung zur Zertifikatsüberprüfung als Single point of failiure erkannt und daher OCSP-stapling entwickelt. Vereinfacht dargestellt holt sich dort der Zertifikatsinhaber schon vorab die Bestätigung der Gültigkeit und liefert diese dann zusammen aus. So kann dann derjenige, der das Zertifikat überprüfen muss, auf eine sofortige Verbindung zur CA verzichten. Damit sind Verbindungsfehler/Ausfälle bis zur in der Bestätigung angegebenen Länge überbrückbar. Natürlich muss der Zertifikatsnutzer diese Bestätigung öfter erneuern als dessen Gültigkeit (Stunden bis wenige Tage) läuft.

http://www.fahrzeuglisten.de/signlogo.php

Stuttgart 21 Schluss!

Re: BR 406 GSM-R-Roaming - Zulassung für NS abgelaufen

geschrieben von: dt8.de

Datum: 07.01.21 19:27

ThomasR schrieb:
Philipp Nagl schrieb:
Hier noch die Details:

Bei MobiRail (Netzbetreiber GSM-R in den Niederlanden) gab es eine eine MST-Transmissionleitungsstörung in Deutschland. (Vandalismus)
Da sowohl Sprache als auch Signalisierung (Zugnummereingabe) mit den Niederlanden über diese innerdeutsche Leitung verkehren, konnten mit deutschen SIM-Karten versehenen GSM-R-Geräte in den Niederlanden nicht verwendet werden.
Danke, das ist nun eine klare Ausage, die das Problem nachvollziehbar erläutert. Wobei man schon über eine zweite Leitung oder Backup nachdenken sollte. Es gibt ja nicht nur einen Grenzübergang. Und gleich vorweg, ein Backup ohne dauernde Überwachung bringt nichts. Kunden von mir ließen über die Backupleitung gerne einen gewissen Grundverkehr laufen. So konnte das kostengünstig überwacht werden. Die gaben also einen Teil als Erstweg über das Backup geschickt.
Na ja, ein Backup gibt es ja eigentlich (die Verbindung über Belgien), es hat nur nicht funktioniert. Und hier wird (davon gehe ich einfach mal aus) untersucht werden, warum das nicht funktioniert hat und nachgebessert werden. So läuft das jedenfalls bei uns in der Firma, da habe ich einschlägige Ausfälle schon öfter untersuchen "dürfen" um Vorschläge zur künftigen Vermeidung zu machen. Nur leider war es (zumindest bei uns) immer so, dass Ausfälle nie eine einzige Ursache hatten, sondern immer etwas dazu kam, womit man nicht gerechnet hatte.

http://www.fahrzeuglisten.de/signlogo.php

Stuttgart 21 Schluss!

Re: GSM-R - es geht um mehr als SMS

geschrieben von: ThomasR

Datum: 07.01.21 19:36

VT605 schrieb:
Wozu braucht es eigentlich noch SIM-Karten, geht das nicht auch "digital", sprich elektronisch?
Es gibt schon eSIM. Die werden zum Teil in Autos eingebaut und meines Wissen haben einige wenige gehobene Smartphones das auch drin. Die können teilweise trotzdem eine Karte aufnehmen und sind damit Dual-SIM. Technisch gibt es das schon länger, allein die Netzbetreiber wollten das nicht haben.

Zum Teil werden die Datenkarten in den Autos beim Grenzübertritt einfach umprogrammiert und sind dann Teilnehmer im ausländischen Netz. So fallen keine Roamingentgelte an. Das müssen die Netzbetreiber nämlich untereinander weiterhin zahlen.

Re: Key Management - mehr als Generierung aller 5a

geschrieben von: Saxobav

Datum: 07.01.21 20:19

dt8.de schrieb:Saxobav schrieb:
Saxobav schrieb:Zitat:
ich betrachte das KMC als nationale (hier deutsche) Certificate Authority (CA). Dort werden nicht nur Schlüssel ausgegeben und verwaltet, sondern ist als Teil der Publicity Key Infrastructure (PKI) auch die Gültigkeit der herausgegebenen Schlüssel abfragbar. Das ist zumindest bei normaler TLS/SSL-Verschlüsselung so.
mal davon abgesehen, dass bei normaler TLS-Verschlüsselung eine zwingende Gültigkeitsüberprüfung nur bei EV-Zertifikaten vorgeschrieben ist, der Rest Einstellungssache des Browsers ist sowie die Überprüfung der Gültigkeit nicht zwingend bei der CA erfolgen muss sondern im Zertifikat hinterlegt ist, hat man dort die Verbindung zur Zertifikatsüberprüfung als Single point of failiure erkannt und daher OCSP-stapling entwickelt. Vereinfacht dargestellt holt sich dort der Zertifikatsinhaber schon vorab die Bestätigung der Gültigkeit und liefert diese dann zusammen aus. So kann dann derjenige, der das Zertifikat überprüfen muss, auf eine sofortige Verbindung zur CA verzichten. Damit sind Verbindungsfehler/Ausfälle bis zur in der Bestätigung angegebenen Länge überbrückbar. Natürlich muss der Zertifikatsnutzer diese Bestätigung öfter erneuern als dessen Gültigkeit (Stunden bis wenige Tage) läuft.
Hallo dt8,
danke für die vertiefende Erläuterung der Handhabung bei der Bahn. Ich habe meine Handhabung bei einer größeren Verbund-Firma, wo nicht alles porentief sauber ist, gelernt. Immerhin ist alles IP-basiert. Und so habe ich den öffentlichen Begriff KMC auch eher als Platzhalter für die gesamte Infrastruktur einer CA gesehen.

Zwischen zwingender Gültigkeitsüberprüfung und fakultativer Benutzung bei Verfügbarkeit liegen auch noch Welten. Nach meiner Erfahrung funktionieren die Wege zur CRL/OCSP-Überprüfung häufig firmenintern nicht (jenseits von Kleingärtnereien). Wenn mal ein Blitz einschlagen würde und man Zertifikate zwangsweise schnell austauschen müßte (Kompromittierung), ist man Handlungsunfähig. Ersatzweise kann natürlich auch eine unbürokratische Überprüfung ins Haus kommen (bei uns BaFin), wo man das dann unter Aufsicht abarbeitet. Vorbereitend ist es eine Sisyphus-Arbeit, die wenig Anerkennung findet.

Viele Grüße, saxobav.

Re: Key Management - mehr als Generierung aller 5a

geschrieben von: dt8.de

Datum: 07.01.21 22:24

Saxobav schrieb:
dt8.de schrieb:Saxobav schrieb:
Saxobav schrieb:Zitat:
ich betrachte das KMC als nationale (hier deutsche) Certificate Authority (CA). Dort werden nicht nur Schlüssel ausgegeben und verwaltet, sondern ist als Teil der Publicity Key Infrastructure (PKI) auch die Gültigkeit der herausgegebenen Schlüssel abfragbar. Das ist zumindest bei normaler TLS/SSL-Verschlüsselung so.
mal davon abgesehen, dass bei normaler TLS-Verschlüsselung eine zwingende Gültigkeitsüberprüfung nur bei EV-Zertifikaten vorgeschrieben ist, der Rest Einstellungssache des Browsers ist sowie die Überprüfung der Gültigkeit nicht zwingend bei der CA erfolgen muss sondern im Zertifikat hinterlegt ist, hat man dort die Verbindung zur Zertifikatsüberprüfung als Single point of failiure erkannt und daher OCSP-stapling entwickelt. Vereinfacht dargestellt holt sich dort der Zertifikatsinhaber schon vorab die Bestätigung der Gültigkeit und liefert diese dann zusammen aus. So kann dann derjenige, der das Zertifikat überprüfen muss, auf eine sofortige Verbindung zur CA verzichten. Damit sind Verbindungsfehler/Ausfälle bis zur in der Bestätigung angegebenen Länge überbrückbar. Natürlich muss der Zertifikatsnutzer diese Bestätigung öfter erneuern als dessen Gültigkeit (Stunden bis wenige Tage) läuft.
Hallo dt8,
danke für die vertiefende Erläuterung der Handhabung bei der Bahn. Ich habe meine Handhabung bei einer größeren Verbund-Firma, wo nicht alles porentief sauber ist, gelernt. Immerhin ist alles IP-basiert. Und so habe ich den öffentlichen Begriff KMC auch eher als Platzhalter für die gesamte Infrastruktur einer CA gesehen.
Stop! Ich habe nichts von der Bahn geschrieben, sondern von TLS/SSL allgemein. Ich wollte nur das SSL-Thema richtigstellen bzw. vertiefen. Sollte hierbei der Eindruck entstanden sein, dass das bei der Bahn so sei, dann muss ich das widerrufen! Da ich nicht bei der Bahn bin, weiß ich nichts darüber.

Saxobav schrieb:
Zwischen zwingender Gültigkeitsüberprüfung und fakultativer Benutzung bei Verfügbarkeit liegen auch noch Welten. Nach meiner Erfahrung funktionieren die Wege zur CRL/OCSP-Überprüfung häufig firmenintern nicht (jenseits von Kleingärtnereien). Wenn mal ein Blitz einschlagen würde und man Zertifikate zwangsweise schnell austauschen müßte (Kompromittierung), ist man Handlungsunfähig. Ersatzweise kann natürlich auch eine unbürokratische Überprüfung ins Haus kommen (bei uns BaFin), wo man das dann unter Aufsicht abarbeitet. Vorbereitend ist es eine Sisyphus-Arbeit, die wenig Anerkennung findet.
BaFin sagt mir, dass wir aus derselben Branche sind ;-)
CRL funktioniert eh nicht, das ist in normalen Browsern nicht implemetiert. OCSP muss bei EV-Zertifikaten eigentlich funktionieren, das ist eine Voraussetzung bei EV. Und ja, wir können alle Zertifikate in wenigen Tagen tauschen. Wir waren im Sommer mit einer dreistelligen Zahl von dem Digicert-Rückruf [www.heise.de] betroffen und "durften" ausprobieren, wie wir das hinbekommen.

http://www.fahrzeuglisten.de/signlogo.php

Stuttgart 21 Schluss!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.01.21 22:25.

Re: Key Management - mehr als Generierung aller 5a

geschrieben von: Zugsicherer

Datum: 08.01.21 04:28

Saxobav schrieb:
Zugsicherer schrieb:
Für die Schlüssel ist eine Abfrage der Gültigkeit aber in Subset-137 ohnehin nicht vorgesehen.
das könnte dann eine historische Spezifik haben.
Historisch würde ich das nicht nennen, sondern aus ETCS-Sicht nagelneu. Subset-137 gibt es erst in Baseline 3 Release 2, also in der letzten ETCS-Version. Vorher gab es nur Offline Key Management nach Subset-114 oder proprietäre Lösungen. Gut, das Dokument trägt als Erstellungsdatum den 17.12.2015, in der HInsicht ist es nicht mehr ganz frisch ...

Saxobav schrieb:
Über die GSM-Transportschicht hinaus können moderne Triebfahrzeuge natürlich IP-Verbindungen (EDGE) haben, die kryptografisch gesichert werden und damit an die KMC-Infrastruktur andocken.
Wie Du schon scheibst, wäre das dann aber kein ETCS mehr.

Gruß,
Sven

GSM-R interconnection Network

geschrieben von: Robart

Datum: 08.01.21 16:02

Carsten Frank schrieb:
Edit: gerade noch was interessantes zur Netzwerksarchitektur gefunden wo genau solch ein Fehler auch beschrieben wird
[gsmr-conference.com]
Schöner Fund!
Auf den Folien 8 und 9 sieht die Verbindung NL nach D aber recht redundant aus.
Entweder entsprechen die Abbildungen nicht den tatsächlichen Gegebenheit oder die redundante Anbindung hat nicht getan, was sie sollte.