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Gemeinsache Ursache möglich

geschrieben von: Saxobav

Datum: 05.01.21 22:22

VT605 schrieb:
Naja, offensichtlich gab es zwei Störungen, ob die eine gemeinsame Ursache haben weiß ich nicht. Denn das ESTW zwischen Oberhausen und Emmerich muß auch betroffen gewesen sein, sonst hätte der RE5 nicht in Oberhausen wenden müssen, die hat ja mit NL gar nichts zu tun.
Hallo VT605,

das kann schon aus einer Leitung stammen. Wenn es eine Kabelzerstörung (wahlfrei Sabotage oder Vandalismus) gegeben hat, dann war alles in dem Kabel betroffen. Sowohl internationale Verbindungen wie auch lokale. Das hat es nach meiner Kenntnis schon mehrfach gegeben. Mal mit der Flex im Kabelschacht im Rhein-Main-Gebiet, mal durch Brandanschlag auf der Baustelle am Berliner Ostkreuz. Klassische Punkt-zu-Punktverbindungen sind dann getrennt, außer es gibt redundante Verbindungen. Diese sind bei "Internet"-Paketorientierten Verbindungen tendenziell billiger, weil man die Pakete über andere Leitungen routen könnte. Das muss natürlich vorbereitet und konfiguriert sein. Hat man noch klassische Alttechnologien (leitungsvermittelt, Modem, ISDN, Fernschreiber..., POTS) ist das schwieriger und kundiges Personal ist im Ruhestand. Im internationalen Bereich hat man noch dazu mit historischen Abkommen aus der Kaiserzeit zu tun, wo Staatsabkommen dahinter stehen und Techniker keine Ansprechpartner haben. So ähnlich wie bei unseren Gesundheitsämtern mit den Schreibmaschinen aus der Staatsreserve für die Verfolgung der Infektionsketten...

Ich gehe jetzt davon aus, dass das nicht nur eine Gelenkigkeitsübung für die direkt beteiligten Personen wird, sondern dass man auf europäischer Ebene über die ERA und das Thema ERTMS die Verfügbarkeit zentral erhöht und die nationalen Anbieter im Wortsinn vernetzt.

Viele Grüße, saxobav.

Re: Redundanz zum GSM-R

geschrieben von: Gleis MA 11-12

Datum: 06.01.21 00:00

MD 612 schrieb:
wostei schrieb:
Da aber GSM-Ausfälle nicht ganz selten sind, sei es Ausfall einer Basisstation, eines Kabels oder eines Provider-Servers, sollte man schon eine Backup-Ebene haben und sei es Analog-Funk.
Nicht Backup, sondern Redundanz.

Als Redundanz dient P-GSM, was weiter nichts ist als ein abgespecktes GSM-R über öffentliche Mobilfunkbetreiber. Normalerweise reicht das. Aber wenn wie hier die Verbindung aus dem Ausland zum heimischen Provider unterbrochen ist, dann nützt auch P-GSM nichts. Ich würde mal sagen, das ist dann einer der wenigen Sonderfälle, die man unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht abdecken kann. Eine Rückfallebene Analogfunk würde bedeuten, dass in jedem Land separate Funknetze und auf jedem Fahrzeug das Analogfunksystem jedes dieser Länder vorgehalten werden müsste, da gab es ja doch erhebliche Unterschiede.

Gruß Peter


Moin Peter,

wenn's nur die Bahn in ihrer Fahrplantreue trifft ist es ärgerlich aber zu verschmerzen. Sobald es aber die Sicherheit in der Betriebsabwicklung betrifft wird es bedenklich bzw. gefährlich.

Das gilt nicht nur für die Bahn sondern auch für unser Stromnetz. Ein Ausfall und alle Systeme brechen zusammen, da wir uns nur noch auf Strom und IT fokkusieren!
Diese selbstgewählte Abhängigkeit wird uns noch mal sehr leid tun.

Gruß aus Mannheim
Rolf

Re: GSM-R - es geht um mehr als SMS

geschrieben von: Hadufuns

Datum: 06.01.21 00:50

Hallo Saxobav,

Ich glaube Du hast mich missverstanden. Herr Nagl schrieb wörtlich von "Signalisierung (Zugnummereingabe)" und genau darauf bezog sich meine Frage. Es geht nur um die Frage ob die Zugnummer per SMS ihren Weg in Leittechnik findet, anstatt händisch eingewählt zu werden (wie es bei uns im Allgemeinen der Fall ist).

Viele Grüße
Hadufuns

Saxobav schrieb:
Hadufuns schrieb:
Zitat:
Bedeutet dass, das die Einwahl einer Zugnummer, etwa nach Zugfertigmeldung, mittels einer SMS erfolgt?
Hallo Hadufuns,

ersetze "SMS" durch Information. Vermutlich schon bei der Inbetriebsetzung des Zuges muss der sich mit seiner Fahrzeugnummer irgendwo anmelden, dort wo er registriert ist. Dann bekommt der lokale Netzbetreiber quasi eine Echtheitsbestätigung und abrechnungsfähige Daten.
Ist wie schon genannt bei jedem Mobiltelefon so, und in fremden Netzen sind die Wege etwas weiter. Meistens funktioniert es ja, beim auf Verfügbarkeit getrimmten System Bahn ist das bei so leichter Sabotage verwunderlich. Beim teuren, "nichtinnovativen" deutschen Sparkassensystem waren nicht nur die Filialen, sondern auch die Geldautomaten einzeln redundant im IT-Netz angebunden. Will aber kein Kunde mehr bezahlen, weil in der Cloud ist das alles billiger und Bargeld ist teuer...

Man wird also über das System nachdenken und Vorkehrungen gegen eine Wiederholung treffen. Übrigens denke ich nicht, dass uns der Kollege Nagl mit der Information hintergangen hat oder das vorhatte. Ich denke eher, dass seine internen Informationsketten ihm die Details vorenthalten hatten und er erst woanders die Würmer aus der Nase ziehen musste bis zur Herstellung von Zusammenhängen. Vielleicht waren ihm die Fragen und das "Halbwissen" des Forums nützlich bei der Entwicklung der internen Nachrichtenkultur. Das er etwas anders tickt als andere Manager, zeigt schon seine Beteiligung hier am Forum.

Schönen Abend, viele Grüße saxobav.
edit: Ersetzung von GSM-R durch SMS

>“Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”. “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”< (Marc-Uwe Kling)




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.01.21 00:51.
Hallo MD612,

MD 612 schrieb:
Ich würde mal sagen, das ist dann einer der wenigen Sonderfälle, die man unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht abdecken kann.
Also eine zweite SIM-Karte, eines anderen Anbieters, im Triebfahrzeug mitzuführen würde reichen.

Oder in den beiden Führerständen SIM-Karten unterschiedlicher Anbieter verwenden, dann wäre der Zug immerhin in einer Fahrtrichtung einsetzbar.

Gruß Jörg
JoergAtDSO schrieb:
Hallo MD612,

MD 612 schrieb:
Ich würde mal sagen, das ist dann einer der wenigen Sonderfälle, die man unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht abdecken kann.
Also eine zweite SIM-Karte, eines anderen Anbieters, im Triebfahrzeug mitzuführen würde reichen.

Oder in den beiden Führerständen SIM-Karten unterschiedlicher Anbieter verwenden, dann wäre der Zug immerhin in einer Fahrtrichtung einsetzbar.

Gruß Jörg
Sicherheitsrelevante Systeme sind alle in aufwendigen Zulassungsverfahren zertifiziert worden, weshalb ich bezweifle dass du einfach so die SIM-Karte gegen eine SIM-Karte eines Drittanbieters austauschen kannst. Desweiteren würde ich den zuständigen Mitarbeitern bei der Deutschen Bahn genug Kreativität und Vorstellungskraft zugestehen, dass sie Ideen die auf DSO während einer fünfminütigen Toilettensitzung entstanden sind bereits während des ursprünglichen Zulassungsverfahrens bezüglich der Umsetzbarkeit abgewogen haben.

Bezüglich der generellen Diskussion hier finde ich es beschämend wie hier die einzige Person welche aus erster Hand belastbare Informationen anzubieten hat, angegangen wird und die Moderation hier dies anscheinend toleriert. Wie bereits angemerkt wurde, ist es die absolute Ausnahme ist dass ein leitender Manager sich in einem Forum anmeldet und dort Sachverhalte erklärt und nichts veranschaulicht besser warum das so ist als die Respektlosig- und Feindseligkeiten welchen sich Herr Dr. Nagel hier bei jeder Wortmeldung (und dann auch noch freiwillig!) aussetzt...

Wirklich schade!
Saxobav schrieb:
Für das ETCS war das eine Probe Richtung "Key Management Center", wo die Züge dann in "Dark Areas" stehen- oder liegenbleiben.
Allerdings nicht gleich, die Schlüssel sind in den RBC gespeichert. Das KMC braucht man nur zum Einspielen von neuen Schlüsseln.
Die OBUs müssen sich regelmäßig beim KMC melden. Aber auch da bleibt der Schlüssel wie angegeben gültig.

Damit passiert erst etwas, wenn die Gültigkeit eines Schlüssels abläuft und der jeweilige Nutzer (OBU oder RBC) kein Update mehr bekommt. Bei der DB sind die Schlüssel maximal 5 Jahre gültig.

Es heißt übrigens ebenso Key Manangement Centre wie es Radio Block Centre heißt ;-)

Gruß,
Sven
Danke - endlich mal eine fachliche Aussage, liest man selten aus der DB-Führung!


Philipp Nagl schrieb:
Hier noch die Details:

Bei MobiRail (Netzbetreiber GSM-R in den Niederlanden) gab es eine eine MST-Transmissionleitungsstörung in Deutschland. (Vandalismus)
Da sowohl Sprache als auch Signalisierung (Zugnummereingabe) mit den Niederlanden über diese innerdeutsche Leitung verkehren, konnten mit deutschen SIM-Karten versehenen GSM-R-Geräte in den Niederlanden nicht verwendet werden.
DB Regio NRW schrieb:
RhBDirk schrieb:
Allerdings verspätet. Der wahre Grund, also Mischung aus Vandalismus und dadurch komplette Störung der Kommunikation, wurde erst auf Nachfragen genannt.
Wie der wahre Grund? Du willst also sagen, dass hier im Beitrag Fakenews verbreitet wurden?

So wie von Kamikaze hier [www.drehscheibe-online.de] und hier [www.drehscheibe-online.de] oder vom Heizlokführer hier [www.drehscheibe-online.de] oder sogar vom RhBDirk hier: [www.drehscheibe-online.de] ?

Ich kann mich nur wiederholen: Leute reißt Euch mal am Riemen und gebt nur Informationen weiter, die Ihr auch selbst validieren könnt.

Süß, viermal den Beitrag bearbeitet. Langeweile? Du hast zu der ganzen Thematik rein gar nichts beigetragen.
JoergAtDSO schrieb:
Hallo MD612,

MD 612 schrieb:
Ich würde mal sagen, das ist dann einer der wenigen Sonderfälle, die man unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht abdecken kann.
Also eine zweite SIM-Karte, eines anderen Anbieters, im Triebfahrzeug mitzuführen würde reichen.

Oder in den beiden Führerständen SIM-Karten unterschiedlicher Anbieter verwenden, dann wäre der Zug immerhin in einer Fahrtrichtung einsetzbar.
Mal eben am Funk rum fummeln von dazu nicht eingewiesen Personalen geht schon mal gar nicht.
Die SIM Karte Sitz in einem Einschub in der Funkanlage, nicht im Führerstand, beim ICE werden es 2 Anlagen sein.
Bei den Anlage die ich kenne, in dem Einschub wie die Antennenanschlüsse aufgeschraubt sind, die Bezeichnung kenne ich nicht auswendig.
Davor ist aber manchmal ein Schrank den man nur mit einem speziellen Schlüssel geöffnet werden kann.
Als Rückfalleben geht auch noch das die Handynummer des Tf bekannt gegeben wird, aber nur damit ein Zug noch an eine geeignete Stelle fahren kann.
Eine Zugfahrt beginnen ohne Funk, wird aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt.
Die SIM Karten sind auch dem entsprechenden Fahrzeug zugeordnet.

Der ICE hat auch noch analogen Funk, nur der funktioniert der nicht in NL, deswegen wurde ja GSM-R entwickelt, das es in allen Ländern funktioniert.
In DE geht das, nur hat keine ortsfeste Stelle mehr eine Ausrüstung dazu.
Es wird noch teilweise mit dem C-Kanal rangiert, wie z.B. in Frankfurt M Hbf, wo der digitale Rangierfunk gerade wieder verschoben wurde, da die ortsfesten Stellen nicht mit den entsprechenden Geräten ausgerüstet werden konnten.

Re: GSM-R - es geht um mehr als SMS

geschrieben von: Carsten Frank

Datum: 06.01.21 13:30

Der Zug meldet sich mit seiner Funktionalen Rufnummer im GSM-R ein.
Diese besteht aus „2“ als Vorwahl, der Zugnummer (5- oder ggf 6-Stellig) und einer Kennziffer (zb 01 für führendes Fahrzeug).
Der entsprechende Nummernblock wird dann als Zugnummer verwendet.
Und im Roaming wählt sich eine deutsche Karte dann wohl über einen deutschen Knoten ein.
Die Simkarte sitzt unter dem verschraubten Deckelchen auf der Empfangsbaugruppe (nenn ich jetzt einfach mal so, genauer Name nicht bekannt), bei ggf anderen Hersteller sicher ähnlich
[funkwerk.com]
Da soll sicher niemand dran rum fummeln und einfach seine AldiTalk-Karte einlegen - wird eh nicht funktionieren 😂

Ob es nun eine Lösung braucht (wie wahrscheinlich ein Ausfall ist) und wie diese aussehen kann (alternative Verbindungen zum heimischen Provider, vielleicht auch aufwändig in jeder Funkanlage weitere Empfangsbaugruppe (braucht dann auch eine Antenne) mit niederländischer SIM-Karte möglich?) wird sich sicher nicht hier bei DSO klären - aber ein hoch aufgehängtes Thema zwischen EVU, Netzbetreibern und Herstellern sein.
Technisch auf jeden Fall interessant, vielleicht gibts ja irgendwann mal was dazu zu lesen.

Edit: gerade noch was interessantes zur Netzwerksarchitektur gefunden wo genau solch ein Fehler auch beschrieben wird
[gsmr-conference.com]



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.01.21 14:09.
Hallo,

habe noch was interessantes zur Netzwerksarchitektur im internationalen GSM-R-Roaming gefunden wo genau solch ein Fehler auch beschrieben wird
[gsmr-conference.com]

Dort wird dargestellt wie Verbindungen im Roaming aufgebaut werden.
Außerdem wie die einzelnen nationalen Netze verknüpft sind.
Das soll eigentlich fehlertolerant sein, im Fehlerfall über die Nachbarländer. Es wird genau Fehler NL - D dargestellt, dann sollten sich die Netze „eigentlich“ zb über NL - B - D Verbinden können



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.01.21 14:19.

Re: Redundanz zum GSM-R

geschrieben von: MD 612

Datum: 06.01.21 15:01

Gleis MA 11-12 schrieb:
Sobald es aber die Sicherheit in der Betriebsabwicklung betrifft wird es bedenklich bzw. gefährlich.
An welcher Stelle siehst Du den beim derzeitigen Verfahren die Sicherheit im Eisenbahnbetrieb gefährdet??

JoergAtDSO schrieb:
Also eine zweite SIM-Karte, eines anderen Anbieters, im Triebfahrzeug mitzuführen würde reichen.
Das nützt gar nichts, weil die "anderen Anbieter" die Funktionalitäten des GSM-R gar nicht anbieten.

Gruß Peter

Richte dein Gesicht immer zur Sonne und die Schatten werden hinter dich fallen.
Walt Whitman (1819-1892), amerikanischer Dichter




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.01.21 15:03.

Re: Redundanz zum GSM-R

geschrieben von: JoergAtDSO

Datum: 06.01.21 20:44

Hallo MD 612,

MD 612 schrieb:JoergAtDSO schrieb:
JoergAtDSO schrieb:
Also eine zweite SIM-Karte, eines anderen Anbieters, im Triebfahrzeug mitzuführen würde reichen.
Das nützt gar nichts, weil die "anderen Anbieter" die Funktionalitäten des GSM-R gar nicht anbieten.
Es gibt in Europa gut 2 Dutzend Anbieter, die GSM-R SIM-Karten ausstellen. Hätte sich das Zugfunkgerät nicht versucht, sich bei dem nicht erreichbaren System von DB Netze zu registrieren, sondern z.B. mit einer belgischen GSM-R SIM-Karte versucht sich beim entsprechenden System von Infrabel zu registrieren, hätte das Zugfunkgerät funktioniert.

Gruß Jörg

Re: Redundanz zum GSM-R

geschrieben von: MD 612

Datum: 06.01.21 21:05

JoergAtDSO schrieb:
Hätte sich das Zugfunkgerät nicht versucht, sich bei dem nicht erreichbaren System von DB Netze zu registrieren, sondern z.B. mit einer belgischen GSM-R SIM-Karte versucht sich beim entsprechenden System von Infrabel zu registrieren, hätte das Zugfunkgerät funktioniert.
Und weil das einmal alle Jubeljahre vorkommt, muss für jedes Fahrzeug ein zweiter Vertrag her?? Kostet ja auch nix...

Mal abgesehen davon, dass ja auch die Kollegen schon schrieben, dass ein SIM-Kartentausch nicht so einfach zu bewerkstelligen ist.

Gruß Peter

Richte dein Gesicht immer zur Sonne und die Schatten werden hinter dich fallen.
Walt Whitman (1819-1892), amerikanischer Dichter

Re: Redundanz zum GSM-R

geschrieben von: Carsten Frank

Datum: 06.01.21 23:54

Wenn ich die unten schon mal verlinkte Präsentation [gsmr-conference.com] richtig verstehe ist auch überhaupt keine SIM-Karte vom z.B. belgischen Netzbetreiber erforderlich da die Einwahl / Verbindung eigentlich auch so aus Redundanzgründen von niederländischen über den belgischen zum deutschen Netzknoten laufen können soll falls der direkte Weg gestört ist.

Im Beispiel wird der noch längere Verbindungsweg für eine italienische Lok die sich in den Niederlanden befindet dargestellt - der würde dann nicht direkt von den Niederlanden nach Italien (und zurück) aufgebaut sondern über Deutschland und die Schweiz.
Und wenn im Beispiel die Verbindung von den Niederlanden nach Deutschland unterbrochen ist (sowas soll ja vorkommen...) halt alternativ z.B. über Belgien und Frankreich



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.01.21 23:54.
RhBDirk schrieb:
DB Regio NRW schrieb:
RhBDirk schrieb:
Allerdings verspätet. Der wahre Grund, also Mischung aus Vandalismus und dadurch komplette Störung der Kommunikation, wurde erst auf Nachfragen genannt.
Wie der wahre Grund? Du willst also sagen, dass hier im Beitrag Fakenews verbreitet wurden?

So wie von Kamikaze hier [www.drehscheibe-online.de] und hier [www.drehscheibe-online.de] oder vom Heizlokführer hier [www.drehscheibe-online.de] oder sogar vom RhBDirk hier: [www.drehscheibe-online.de] ?

Ich kann mich nur wiederholen: Leute reißt Euch mal am Riemen und gebt nur Informationen weiter, die Ihr auch selbst validieren könnt.

Süß, viermal den Beitrag bearbeitet. Langeweile? Du hast zu der ganzen Thematik rein gar nichts beigetragen.
Na guck mal an, dann sind wir ja offensichtlich schon zu zweit... Meine Frage hast Du übrigens nicht beantwortet, hatte ich aber auch nicht erwartet, die war wahrscheinlich zu kompliziert formuliert; da ich aber im allgemeinen Verständnisprobleme bei Dir erkennen kann, gehe ich noch ein letztes Mal auf das Thema ein.

Zum von Dir angesprochenen Thema "beitragen" - Ich zitiere nochmal den User RhBDirk:

"es gab eine Störung, weil die DB versäumt hat technische Standards für ihre ICE 406er entsprechend zu verlängern/up to date zu halten. Daher konnte gestern, 4. Januar 2021 auch keine Umleitung über Venlo gefahren werden." [www.drehscheibe-online.de]

"Also war das GSM-R doch gestört, weil irgendwer nicht dran gedacht hat, das aktuell zu halten..." [www.drehscheibe-online.de]

Und auf diesen Nonsens bist Du stolz und glaubst tatsächlich einen Beitrag geleistet zu haben? Du hast irgendwelche Informationen verbreitet, die Du irgendwo aufgeschnappt hast ohne diese zu validieren*. Genau so entstehen Fakenews und darauf scheinst Du in der Tat stolz zu sein...Ich bin wirklich sprachlos.

Mein Beitrag war übrigens: Leute reißt Euch mal am Riemen und gebt nur Informationen weiter, die Ihr auch selbst validieren* könnt. -

Ich habe immer noch die Hoffnung dass dieser Aufruf bei einigen ankommt und man in Zukunft Informationen die man bekommt hinterfragt. Das gilt übrigens nicht nur für DSO sondern auch fürs wahre Leben.




*validieren: die Wichtigkeit, die Gültigkeit, den Wert von etwas feststellen

Gruß Christian

http://www.sloganizer.net/style1,DB-spc-Regio-spc-NRW.png

*Lieber die Züge benutzen, als Bahn-Bashing betreiben*

Key Management - mehr als Generierung aller 5a

geschrieben von: Saxobav

Datum: 07.01.21 10:52

Zugsicherer schrieb:
Saxobav schrieb:
Für das ETCS war das eine Probe Richtung "Key Management Center", wo die Züge dann in "Dark Areas" stehen- oder liegenbleiben.
Allerdings nicht gleich, die Schlüssel sind in den RBC gespeichert. Das KMC braucht man nur zum Einspielen von neuen Schlüsseln.
Die OBUs müssen sich regelmäßig beim KMC melden. Aber auch da bleibt der Schlüssel wie angegeben gültig.

Damit passiert erst etwas, wenn die Gültigkeit eines Schlüssels abläuft und der jeweilige Nutzer (OBU oder RBC) kein Update mehr bekommt. Bei der DB sind die Schlüssel maximal 5 Jahre gültig.
Hallo Sven,
ich betrachte das KMC als nationale (hier deutsche) Certificate Authority (CA). Dort werden nicht nur Schlüssel ausgegeben und verwaltet, sondern ist als Teil der Publicity Key Infrastructure (PKI) auch die Gültigkeit der herausgegebenen Schlüssel abfragbar. Das ist zumindest bei normaler TLS/SSL-Verschlüsselung so.

Das die beiden Seiten vor Verbindungsaufnahme den Gültigkeitszeitraum des angebotenen Schlüssels selbst überprüfen, ist Bodenturnen. Dazu kommt noch die Überprüfung der angebotenen Adresse sowie der Uhrenvergleich. Da so ein Schlüssel auch zentral für Ungültig erklärt werden kann, können beide Teilnehmer bei der ausstellenden CA die aktuelle Gültigkeit nachfragen. Und diesem positiven Ergebnis wird für eine einstellbare Zeit geglaubt, bevor man sich erneut darüber vergewissert.

Es sind also für mich Szenarien vorstellbar, wo man beim Aufrüsten und beim normalen Betrieb eines ETCS-Fahrzeuges häufiger Kontakt zum KMC benötigt. Nicht für jede MA, aber eben parametrisierbar häufig (damit am Browser das Schloß grün bleibt...).
Und auch die RBCs mit IP-Anschluß müßten häufigeren Kontakt Richtung KMC haben. Die älteren RBCs ohne IP haben nach Berichten viel Aufwand bei der Wartung ihres Schlüssels (Diskettentechnik...) und prinzipiell keine Möglichkeit der Zertifikatskontrolle dieser Art. Deshalb wird die aktive Zertifikatskontrolle häufig als fakultativ betrachtet.

Für die Diskussion: Diese sehr empfindlich und störanfällig scheinende Technik macht das System gerade unempfindlich und robust gegenüber Ausfällen und Angriffen auf die signaltechnische Integrität. Als externer Naseweis würde ich hier das Hauptproblem im Betrieb mit gemischter Technik sehen, d.h. es ist keine durchgehende IP-Technik im Einsatz (auch wenn es sicher Digitaltechnik ist). Und damit hat man noch (verdeckte) leitungstechnische Abhängigkeiten, die man vermutlich durch Parametrisierung im Netzbereich beheben kann. Damit würden bei solchen Ereignissen Störungen lokal bleiben und keine globale Auswirkung bekommen.
Aber es wird immer was passieren, und danach wird man schlauer sein.

Schönen Tag, saxobav.
Carsten Frank schrieb:
habe noch was interessantes zur Netzwerksarchitektur im internationalen GSM-R-Roaming gefunden wo genau solch ein Fehler auch beschrieben wird
[gsmr-conference.com]

Dort wird dargestellt wie Verbindungen im Roaming aufgebaut werden.
Außerdem wie die einzelnen nationalen Netze verknüpft sind.
Das soll eigentlich fehlertolerant sein, im Fehlerfall über die Nachbarländer. Es wird genau Fehler NL - D dargestellt, dann sollten sich die Netze „eigentlich“ zb über NL - B - D Verbinden können
Mich wundert schon, daß das gesamte NL-Roaming eines deutschen Anbieters über ein einziges grenzüberschreitendes Kabel laufen soll. Sind die Mobilfunknetze wirklich in diesem Ausmaß zentralisiert?

Re: Key Management - mehr als Generierung aller 5a

geschrieben von: Zugsicherer

Datum: 07.01.21 12:22

Saxobav schrieb:
Es sind also für mich Szenarien vorstellbar, wo man beim Aufrüsten und beim normalen Betrieb eines ETCS-Fahrzeuges häufiger Kontakt zum KMC benötigt. Nicht für jede MA, aber eben parametrisierbar häufig (damit am Browser das Schloß grün bleibt...).
Jede MA sowieso nicht, öfter als bei Verbindungsaufbau (wenn die Session verschlüsselt wird) bringt sowieso nichts. Dann müsste die Antwortzeit aber hinreichend kurz sein.

Für die Schlüssel ist eine Abfrage der Gültigkeit aber in Subset-137 ohnehin nicht vorgesehen.

Gruß,
Sven
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