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Seiten: 1 2 All Angemeldet: -
Nicht Hyperloop, sondern Hyper-Tube nennen Koreaner ihren Vacuum-Röhren-Zug.

Und der ist rasend schnell:

[t3n.de]

Mein Zug ist heute ausgefallen. Angeblich war die Lok down...
Das ist doch ein eher unkritischer Artikel (freundlich ausgedrückt) und dem Autor mangelt es offenbar an grundlegendem physikalischen Wissen um wenigstens mal die gröbsten Marketinglügen zu entlarven. Oder aber es hat sich ein absolut peinlicher Fehler in einer Übersetzung eingeschlichen den man aber auch erkennen sollte.

Zitat
Den Entwicklern war es dabei gelungen, den atmosphärischen Druck auf 0,001 atm zu senken. Bisher habe die Konkurrenz bei ähnlichen Tests den Druck nicht unter eins bringen können.

Diese Aussage soll eindeutig die Vorsprung hervorheben den dieses Unternehmen angeblich gegenüber der Konkurrenz hat. Ignorieren wir mal die Verwendung der veralteten Einheit atm, dann wird hier behauptet, die Konkurrenz hätte es nicht geschafft den Druck in der Röhre um 1 atm absenken zu können. Das bedeutet, die Konkurrenz hätte es nicht geschafft den Druck unter den Umgebungsdruck zu senken, den 1 atm ist der normale Umgebungsdruck (die Unterschiede bezüglich Temperatur und Höhe kann man in dem Zusammenhang vernachlässigen). Das kann sich jetzt jeder überlegen ob es realistisch ist, dass die anderen Hyperloopunternehmen das noch nicht geschafft haben.
Ich halte absolut nichts vom Hyperloop und ich halte die Firmen für Blender, aber diese Aussage ist garantiert falsch. Das rückt den ganzen Artikel in ein fragwürdiges Licht.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 22.11.20 14:02.
Das Konzept des Hyperloops erfordert den Unterdruck im gesamten Tunnelbauwerk.

# Fahrgast-Sicherheit:
Wie wird das sicherheitstechnisch behandelt?
- Evakuierung im Gefahrenfalls
- Schutz vor Beschädigung der Fahrzeughülle
- Hermetische Abschirmung des gesamten Tunnelbereichs - gegen Luft und Wasser
- Welche Abpumpleistung muss verpulvert werden, um eine nennenswert lange Strecke auf Unterdruck zu halten?

# Hyperloop light:
Gäbe es eine Möglichkeit, den Staudruck in regulären Bahntunneln zu reduzieren?
- Quertunnelröhren sind eine kleine Option
- Redesign des Schienenzeppelins [de.wikipedia.org]...

...dazu die Frage:
Statt bei high-speed Zügen auf Tunnelfahrt Energie im Rad-Schiene Antrieb zu verpulvern - ab wann lohnt es sich energetisch eher, den Staudruck abzubauen?
Dafür müsste man "nur" das Konzept Schienenzeppelin entsprechend umdesignen. Hat das mal jemand durchgeplant & gerechnet?

Oder sollten wir doch anfragen, in Vakuumpumpen [*1] zu investieren?
Ich bin gespannt auf Vorschläge!

Vielen Dank sagt der
InterRailer26+

Nachtrag:
[*1] Das ganze Szenario eignet sich noch viel mehr für die Energiespeicherung durch Schwungräder: Magnetisch gelagert im Vakuum lässt sich so verlustarm Energie schnell speichern und abrufen. Zum Beispiel, um den Überstrom und die Lastspitzen zu jeder Stunde abzufangen, die der Deutschlandtakt mit sich bringen wird: Alles hält bis zur Minute 59 an und speist Strom ins Netz, ab Minute 01 jeder Stunde zieht man dann überall Strom aus dem Netz... Von daher: entwickelt mal den Hyperloop - wir verwenden es denn auch woanders!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.11.20 17:43.
Kann man dann künftig gefahrlos dicht an der Bahnsteigkante stehen, wenn die mit 1000 km/h vorbeifahren, da keine Luftwirbel mehr auftreten?
LIW schrieb:
Kann man dann künftig gefahrlos dicht an der Bahnsteigkante stehen, wenn die mit 1000 km/h vorbeifahren, da keine Luftwirbel mehr auftreten?
Ja, allerdings müsste man dort im Raumanzug stehen.

M.
LIW schrieb:
Kann man dann künftig gefahrlos dicht an der Bahnsteigkante stehen, wenn die mit 1000 km/h vorbeifahren, da keine Luftwirbel mehr auftreten?
Ja, da die Bahnsteigkante mit entsprechender Abdichtung gegenüber dem Zug sein muss - ergo wirst du dort so etwas wie die Glasbarrieren bei den S- und U-Bahnen aus Japan oder Südkorea (oder dem People Mover im Münchener Flughafen und afair auch am Frankfurter Flughafen) haben, die dann den Unterdruck gegenüber dem Normaldruck am Bahnsteig "abschirmen". Sobald dann ein Zug am Bahnsteig anhält, muss man dann entweder das Vakuum im Bereich des Bahnsteigs aus der Röhre mit dem Fahrzeug "entfernen", damit man "normal" ein- und aussteigen kann -oder- man müsste für das Vakuum hermetisch dichte Übergänge zum Fahrzeug herstellen.

Im Prinzip also die gleichen Probleme, die man auch beim Andocken von zwei Raumschiffen im Weltall hat...
Den atmosphärischen Druck auf 0,001 bar zu senken ist zum Glück nicht möglich, es wäre für das meiste Leben auf dem Planeten das Ende...
Früherwarallesbesser schrieb:
Den atmosphärischen Druck auf 0,001 bar zu senken ist zum Glück nicht möglich, es wäre für das meiste Leben auf dem Planeten das Ende...
Jein!
Ja, weil: Wollte man es auf der ganzen Erde gleichzeitig erreichen käme dies der Entfernung der Erdatmosphäre gleich.
Nein, weil: Es in geschlossenen Vakuumkammern durchaus möglich ist den Druck auf Bruchteile der Erdatmosphäre zu senken. 10E-10 mbar oder eben 10E-13 bar sind so in kleinen Kammern erreichbar. Siehe auch Ultrahochvakuum unter [de.wikipedia.org] .
Die Hyper-Tunnel werden nicht ganz so hoch hinaus. Ungesund wird ein unbefugtes Aussteigen dennoch...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.11.20 21:56.
Winnie schrieb:
Nicht Hyperloop, sondern Hyper-Tube nennen Koreaner ihren Vacuum-Röhren-Zug.

Und der ist rasend schnell:

[t3n.de]
Frag mich bei dem ganzen Spaß immer, ob es bei Hyperloops auch Nimbys geben würde. Ob man so eine Trasse vor der Haustür haben möchte ... ^^
traktionsumrichter schrieb:
Winnie schrieb:
Nicht Hyperloop, sondern Hyper-Tube nennen Koreaner ihren Vacuum-Röhren-Zug.

Und der ist rasend schnell:

[t3n.de]
Frag mich bei dem ganzen Spaß immer, ob es bei Hyperloops auch Nimbys geben würde. Ob man so eine Trasse vor der Haustür haben möchte ... ^^
Dafür hört man den Zug nicht mehr *G*

Re: Hyper-Tube-Zug - Tunneldruck unter 0,001 bar...

geschrieben von: ReneRomann

Datum: 21.11.20 23:30

InterRailer26+ schrieb:Zitat:
Ungesund wird ein unbefugtes Aussteigen dennoch...
Das dürfte nicht funktionieren - ähnlich wie das Öffnen der Türen im Flugzeug beim Reiseflug auch nicht funktioniert, weil der Innendruck der Kabine die Tür in den Rahmen presst.
TobiNRW schrieb:
traktionsumrichter schrieb:
Winnie schrieb:
Nicht Hyperloop, sondern Hyper-Tube nennen Koreaner ihren Vacuum-Röhren-Zug.

Und der ist rasend schnell:

[t3n.de]
Frag mich bei dem ganzen Spaß immer, ob es bei Hyperloops auch Nimbys geben würde. Ob man so eine Trasse vor der Haustür haben möchte ... ^^
Dafür hört man den Zug nicht mehr *G*
Stimmt - bei dem Geräusch der Vakuumpumpen geht das Geräusch des Zuges unter...
Das ist doch ein eher unkritischer Artikel (freundlich ausgedrückt) und dem Autor mangelt es offenbar an grundlegendem physikalischen Wissen um wenigstens mal die gröbsten Marketinglügen zu entlarven. Oder aber es hat sich ein absolut peinlicher Fehler in einer Übersetzung eingeschlichen den man aber auch erkennen sollte.

Wenn man so hart zu Gericht sitzt, dann sollte man in der Urteilsbegründung aber auch seinen eigenen Text Korrektur lesen:

Ignorieren wir mal die Verwendung der veralteten Einheit atm, dann wird hier behauptet, die Konkurrenz hätte es nicht geschafft den Druck in der 1 atm absenken zu können.

Wie kann man Druck in einer 1 atm absenken? Mir ist klar, daß sich da flüchtig was eingeschlichen hat. Du schreibst aber sowas wäre absolut peinlich. Drum teile nicht zu derbe aus, denn "das sollte man erkennen."

Gell?

Gruß, Olaf

(,“)
< />
_/\_
Was ist eigentlich eine Frau: Eine Frau ist ein Raum-Zeit-Kraftwerk, welches gigantische kinetische Energien aufbringt, ihre wahren Maße im Raum zu verbergen oder zu ihrem Vorteil zu krümmen - das machen die.
(Bernhard Hoecker in einer Harald Lesch-Parodie)
ReneRomann schrieb:
TobiNRW schrieb:
traktionsumrichter schrieb:
Winnie schrieb:
Nicht Hyperloop, sondern Hyper-Tube nennen Koreaner ihren Vacuum-Röhren-Zug.

Und der ist rasend schnell:

[t3n.de]
Frag mich bei dem ganzen Spaß immer, ob es bei Hyperloops auch Nimbys geben würde. Ob man so eine Trasse vor der Haustür haben möchte ... ^^
Dafür hört man den Zug nicht mehr *G*
Stimmt - bei dem Geräusch der Vakuumpumpen geht das Geräusch des Zuges unter...
Hihi, ich hoffe, dass da so eine Vakuumpumpe alle 1000 meter stehen muss, dann war's das nämlich damit.
Wer hats erfunden, nicht der Ammi, sondern die Schweizer kamen doch schon 20 Jahre vorher mit der Idee der unterirdischen Rohrpost, namens Swissmetro daher.

Erst mal sollte man sich fragen, wieso überhaupt Vakuum? Das Ziel, der Gedanke dahinter ist ja, dass man dadurch den Luftwiderstand heruntersetzt auf Null und somit bei gleicher zugeführter Energie, wesentlich schneller fahren kann, es gibt nichts mehr was einem bremst, überspitzt formuliert. Durch die Magnetschwebebahntechnik, auch keinen Rollwiderstand.
Da ging man davon aus, dass man bei einem absoluten Vakuum sogar 10.000 km/h erreichen könnte. Also einmal um die halbe Welt Europa - Australien, realistische Fahrzeiten von 5 Stunden hinbekommen könnte, ohne die G-Kräfte zu stark für Passagiere werden zu lassen.
Was passiert wenn Vakuum, eben nicht komplett ist, es immer noch Luft in der Röhre gibt?
Der Zug wird langsamer, je stärker der Luftwiderstand erhöht wird.
Daher wird vielfach schlicht von einem Vakuum geredet, weil es besser klingt, die Mehrheit weiß was gemeint ist, in der Realtität wird man eher einen starken Unterdruck generieren wollen. Halt soviel Luft herausziehen wollen, was nötig ist, aber eben auch nicht die komplette Luft. Denn Problem irgendwann kommt man einem Punkt, dass das Luft herausziehen mehr Energie benötigt als den Zug zu beschleunigen, ab dem Punkt wird es unwirtschaftlich. Dann kann man auch dem Zug gleich mehr Power verpassen um auf die nötige Geschwindigkeit zu kommen.
Wenn man aber eben nur 600-1000 km/h schnell sein will, braucht es kein absolutes Vakuum.

Beim Swissmetro war glaub ich ne Geschwindigkeit von 400-600 km/h angestrebt, auch mit Außenästen bis nach München und Stuttgart.

Was die Luftführung angeht, da wollte man die Strecke ähnlich wie bei der Schiene schon bekannt in Blöcken einteilen und nur da wo sich der Zug gerade befindet, wird zuvor die Luft abgepumpt.
Die Bahnhöfe selbst sollten ohne großartigen geringerem Luftdruck, vielleicht höchstens, auf dem Nieveau wie man es von Reinräumen und Flugzeugen kennt.
Vorteil Evakuierung, Rettung wesentllich leichter zu realisieren, ebenso auch die automatische Bremsfunktion durch den Luftwiderstand, welcher den Zug automatisch auf 100 km/h runter gebremst hätte.
Dass haarige dabei, waren die Weichen, dass Problem wurde ich glaube ich nicht gelöst. Und die Trennwände, also Trennwand zwischen den einzelnen Vakuumblöcken, oder besser gesagt eher Unterdruckblöcken, wollte man eben keine massive Stahltore bauen, da zu teuer, sondern man wollte es über eine futuristische Kraftfeldlösung ersetzen.
Und natürlich scheiterte des Projekt am Ende dann auch am Geld, es wurde als Unwirtschaftlich abgelehnt zu finanzieren.
Ich muss mich verbessern, bzgl. Swissmetro.
Man hat wohl doch vorgehabt, die Türen der Züge über feste Schlauchverbindungen, wie man sie von Flughäfen kennt mit dem Bahnhof zu verbinden, und das Teilvakuum in der Röhre komplett auf Recht zu halten,, also keine Trennwände, Blockbildungen, weil man wohl doch keine Lösung mit dem elektrischen Kraftfeld gefunden hat. Hat man da von Flugzeug abgeschaut. Konkret sollten die Röhren einen Luftdruck haben, welcher etwa 15 km über der Erdoberfläche entspricht.
Interresant in anderen Quelle steht etwas von 20 km Höhe. Aber halt je stärker das Teilvakuum, je mehr Energie braucht es zur Herstellung und desto Aufwändiger ist die Abschirmung, der Umgang insbesondere in Übergangsbereichen wie Zugängen.



4-mal bearbeitet. Zuletzt am 22.11.20 13:11.

Hyper-Tube-Zug vs. Transrapid

geschrieben von: Plutone

Datum: 22.11.20 13:26

Jetzt mal im Ernst: wäre es nicht einfacher gewesen, den Transrapid zu bauen (der ja ggf. auch bis 600 oder 700 kmh hätte beschleunigt werden können), also jetzt über hunderte km neue Röhren aufbauen und ein riesiges Vakuum erzeugen zu müssen?
Ich kenne mich da beim Aufwand für ein Vakuum nicht aus, kann mir aber nicht vorstellen, dass das in Summe nachher weniger Energie verschlingt, als einen Transrapid auf 500-600km/h zu beschleunigen.
Alibizugpaar schrieb:
Das ist doch ein eher unkritischer Artikel (freundlich ausgedrückt) und dem Autor mangelt es offenbar an grundlegendem physikalischen Wissen um wenigstens mal die gröbsten Marketinglügen zu entlarven. Oder aber es hat sich ein absolut peinlicher Fehler in einer Übersetzung eingeschlichen den man aber auch erkennen sollte.

Wenn man so hart zu Gericht sitzt, dann sollte man in der Urteilsbegründung aber auch seinen eigenen Text Korrektur lesen:

Ignorieren wir mal die Verwendung der veralteten Einheit atm, dann wird hier behauptet, die Konkurrenz hätte es nicht geschafft den Druck in der 1 atm absenken zu können.

Wie kann man Druck in einer 1 atm absenken? Mir ist klar, daß sich da flüchtig was eingeschlichen hat. Du schreibst aber sowas wäre absolut peinlich. Drum teile nicht zu derbe aus, denn "das sollte man erkennen."

Gell?
Vielen Dank für den freundlichen Hinweis, ich habe es geändert. Vielleicht, aber wirklich nur vielleicht, gibt es aber einen Unterschied zwischen einem Forenbeitrag und einem Artikel.

Übrigens, weil wir gerade beim Korinthenkacken sind, "daß" schriebt man schon seit über 20 Jahren nicht mehr so. ;)

Re: Hyper-Tube-Zug vs. Transrapid

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 22.11.20 14:19

Plutone schrieb:
Jetzt mal im Ernst: wäre es nicht einfacher gewesen, den Transrapid zu bauen (der ja ggf. auch bis 600 oder 700 kmh hätte beschleunigt werden können), also jetzt über hunderte km neue Röhren aufbauen und ein riesiges Vakuum erzeugen zu müssen?
Ich kenne mich da beim Aufwand für ein Vakuum nicht aus, kann mir aber nicht vorstellen, dass das in Summe nachher weniger Energie verschlingt, als einen Transrapid auf 500-600km/h zu beschleunigen.
Darum geht's gar nicht. Elon Musk hat mittlerweile Gurustatus erreicht, und wenn der sich in eine Fernsehsendung setzt und eine komische Idee verkündet, dann springen halt alle möglichen Leute direkt auf. Und er hat halt das Geld um das dann noch ein bisschen anzuschieben. Wie bescheuert die Idee ist spielt dabei keine Rolle, siehe auch seine Behauptung, er hätte den Tunnelbau revolutioniert und würde die Verkehrsprobleme von Innenstädten lösen.
Seiten: 1 2 All Angemeldet: -