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linie7484 schrieb:
Natürlich funktioniert das nicht, wenn ich nur durch die Innenstadt von Süden (A81, B14) und Westen (A8) in Richtung Ost bzw. Nordort (B14, B29) komme. Es gibt noch genügend Verkehrsströme, welche praktisch keine Umfahrung haben und von daher passt Deine Logik nicht.

Du bist also der Meinung, dass in Stuttgart noch mehr Verkehr wäre, wenn man die vorhandenen Umgehungen nicht gebaut hätte? Das Wievielfache wäre das denn, man hat ja die meisten Relationen mittlerweile mit Umfahrungsmöglichkeiten abgedeckt. Und bist du auch der Meinung, dass der tägliche Dauerstau z.B. auf der Neuen Weinsteige dem Transit ins Remstal geschuldet ist?

linie7484 schrieb:

Wahnsinn ist noch mehr Leute in die ohnehin schon unter Wohnraummangel leidenden Städte zu treiben.

Warum leiden die Städte an Wohnraummangel? Weil man eine absolut verfehlte Wohnungsmarktpolitik betrieben hat. In allen größeren Städten werden Luxusimmobilien mit unnötigem Platzverbrauch realisiert, teilweise für Leute die sie nicht mal als dauerhaften Wohnsitz nutzen oder sogar nur als Anlageobjekte.
Der Ressourcenverbrauch auf dem Land ist einfach nicht so sichtbar wie in der Stadt. Die Landbevölkerung, wenn sie überhaupt soweit denkt, meint noch, sie würde umweltfreundlicher leben als die Städter, weil es ja überall so viel Grün gibt. Stimmt halt nicht.

linie7484 schrieb:

Was aber nicht immer Umweltfreundicher ist, das Sammeltaxi muss auch irgendwie zu mir kommen und anschließend auch wieder weg von mir, auf dem Rückweg dasselbe nochmal.

Das kommt darauf an, wie sich das Gesamtsystem entwickelt. Das Sammeltaxi fährt gegebenenfalls nicht nur für dich und es fährt auch nur bis zum nächsten Anschluss an ein höherwertiges System.

linie7484 schrieb:

Wirklich viel Ahnung vom Landleben, insbesondere in Mittelgebirgen scheinst Du nicht zu haben. Viele brauchen ihr Auto um überhaupt einen Zugang zum ÖPNV zu haben.

Ich habe lange genug im Mittelgebirge gewohnt um das zu kennen. Natürlich kann man mit dem heutigen ÖV Angebot nicht auf ein Auto verzichten, aber ohne Auto wären die meisten auch gar nicht erst dort hin gezogen wo sie jetzt wohnen.
Komisch ist aber, dass man es akzeptiert, dass man im Ländlichen Raum mit dem ÖV nicht weiter kommt, weil das ja gar nicht geht alles zu erschließen. Der Umkehrschluss, dass man in den Städten nicht mehr mit dem Auto fahren darf, weil das bei der Verkehrsdichte einfach eine zu große Belastung ist, der ist aber tabu.
kmueller schrieb:
Es sei denn, man hält sich länger an einem Fahrtziel abseits einer Abgabestation auf. Z.B. im Ausland. Dann ist man pro Tag 140 EUR für nichts los.

Nö, der Tagespreis ist auf 60 € gedeckelt, macht also immer noch über 300 Tage. Und wenn man länger ein Auto braucht, dann gibt es dafür auch günstigere Angebote.

Re: Elektroautos umweltfreundlicher als Verbrenner

geschrieben von: dt8.de

Datum: 22.11.20 15:28

VT schrieb:
dt8.de schrieb:
Und dann gibt es auch noch welche mit eigener Garage, die aber 100m vom Haus weg ist (Haus nur am Fußweg gelegen). Garage nicht vom Haus aus versorgbar (Grundstücke dazwischen), Stromversorger will ~10000 um die Garage mit Strom zu versorgen, plus eigenen Stromzähler von der Straße aus zugänglich (da nicht dauerhaft bewohntes Gebäude). Wo soll der hin, und natürlich kostet der als zusätzlicher Anschluß jeden Monat nicht ganz wenig extra.

Mir gings zwar eigentlich mehr um die viel zi geringen Kosten für Stellplätze für eigene PKW.
Da die Garage mir gehört und ich auch alle Kosten davon trage, kannst Du mich ja nicht gemeint haben. Vielmehr frage ich mich, warum ich für mein Auto gleichviel Steuern bezahle wie alle Nachbarn, die ihr Auto am Straßenrand parken und die Garage als Möbellager nutzen.

VT schrieb:
Aber bei deinen Problem könnte man analog wie mit der Abwasserversorgung in einzelnen Wohnplätzen bzw abgelegenen kleinen Weiler verfahren: Lösung des Problems durch den Eigentümer, ansonsten droht der Verlust der Baugenehmigung. Individualismus ist Luxus den man sich leisten können muss.
Der Eigentümer wird es auf den Mieter umlegen, denn für Garagen gelten die einschlägigen Vorschriften bzgl. Mieterhöhungen und Mietpreisbremse nicht. Da bei uns aber keine Wohnung ohne Garage vermietet wird, werden die Mieten bei Neuvermietungen eben noch teurer. Wer das haben will, und sich aber gleichzeitig über zu hohe Wohnungspreise beklagt - ja ist dann so. Den Individualismus des Wohnens muss man sich halt leisten können.
Allerdings bin ich Eigentümer, insofern wüsste ich nicht, wie das das Problem löst. Natürlich kann ich die Garage abreißen, das Grundstück verwildern lassen und das Auto auch wieder am Straßenrand parken. Auch wenn dann das Anwohnerparken gebührenpflichtig werden sollte, dürfte das immer noch billiger sein als die Grundsteuer und Abwassergebühren alleine für die Garage.
Ja, ich kann mir das leisten. Aber ich kann auch vergleichen und rechnen und bräuchte die Garage derzeit nicht zwingend. Wird sie halt ein Fahrradabstellraum.
Ein solcher Zwang wäre also ziemlich kontraproduktiv für den Plan, weniger Autos am Straßenrand zu haben. Also alle Garagen als Individualismus verbieten, damit es weniger Auto am Straßenrand werden?
Solange aber Autobesitz ohne Stellplatznachweis (also Laternenparken) erlaubt ist, kann ich mir nicht vorstellen, welchen Sinn es machen sollte, die Nutzung einer Garage nur wegen fehlendem Stromanschluss verbieten zu wollen.

Inwiefern eine rechtmäßig erteilte Baugenehmigung aber nachträglich erlöschen soll: kannst Du die Rechtsgrundlage dafür mal erläutern?
(OT) Wäre überhaupt ein spannendes Thema: mein Haus entspricht zwar der erteilten Baugenehmigung, nicht aber dem Bebauungsplan. Eine nach Bebauungsplan erstelle Bauplanung wäre nicht genehmigt worden. Auf dem Baurechtsamt wurde das begründet: in den 60-er Jahren hat man die Bebauungspläne nicht beachtet, und jetzt sei es vorrangig, das einheitliche Bild zu bewahren, gegenüber dem Bebauungsplan einzuhalten. Dafür musste ich eine Gebühr für die Befreiung vom Bebauungsplan bezahlen. Spannend, da könnten einen noch viele Dinge einfallen, um das teurer zu machen.
Aber alle klagen schon jetzt über zu hohe Preise für's Wohnen. Bei uns gibt es keine Wohnung ohne die Garage zu mieten. Macht die Garage teuer, schon wird wieder das Wohnen teuer.

Und sollte je ein Zwang kommen: ja, das wäre mir sogar sehr recht. Dann müssten nämlich alle 9 Garagen in der Anlage versorgt werden, und die ~10000 € (oder dann vielleicht 15000) wären durch 9 zu teilen. Derzeit ist es aber so, dass die anderen 8 Eigentümer kein Interesse haben (s.o.), daher ich die Kosten alleine tragen müsste. Sollte sich dann nachträglich ein weiterer Eigentümer dafür entscheiden, müsste dieser nur noch den Anschluss seiner Garage an die von mir alleine bezahlte Infrastruktur übernehmen (die ja dem Energieversorger gehört), <1000€. Klar, dass ich nicht dumm bin, das zu tun. Verzichte ich halt auf einen Anschluss.

Hier müssten andere rechtliche Rahmenbedingungen geschaffen werden, z.B. dass der Energieversorger bzgl. der Infrastruktur soweit in Vorschuss geht und das Anschlusserstellung aufgeteilt wird. Bei Glasfaseranschlüssen (zumindest Telekom) klappt das auch: da wird das Gebiet versorgt, und jeder zahlt die gleichen Anschlusskosten, egal ob gleich oder später.

Das Problem mit den externen Zählern ist damit allerdings noch nicht gelöst. Dafür muss irgendwo ein Outdoor-Zählerkasten aufgestellt werden, leider gibt es kein Grundstück, welches dafür genutzt werden kann. Auch hier: es müssten nur die rechtlichen Rahmenbedingungen geändert werden, dann geht der Zähler in die Garage und gut ist.

Oder man folgt Deinen Vorschlägen und bittet die Leute zur Kasse ("Individualismus ist Luxus den man sich leisten können muss."). Ich kann zwar nicht erkennen, inwiefern eine Garage schon Individualismus ist, insbesondere wenn sie zur Wohnung gehört. Aber bei den Wohnungspreisen hier, stimmt, da ist schon in einer Wohnung zu wohnen schon Individualismus.
Mich wundert es aber, dass genau diejenigen das Wohnen immer weiter verteuern wollen, die über die hohen Wohnpreise klagen.

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Stuttgart 21 Schluss!
kmueller schrieb:
dt8.de schrieb:
kmueller schrieb:
Einen echten Vorteil hat der Batteriebetrieb m.E. nur im Kurzstreckenbetrieb, wo sich die Batterie klein halten läßt, oder wenn sonstige Besonderheiten vorliegen.
Am meisten wohl im Stop-and-Go-Betrieb.
Solange das nicht dazu führt, daß der Strom mehrheitlich verheizt statt verfahren wird.
Da Rekuperation nur beim Bremsen stattfindet, und ein Kfz mit reinem Verbrennerantrieb nicht rekuperieren kann, ist der Nutzen am höchsten, wenn viel gebremst werden muss. Das ist nunmal neben dem Omnibus beim Stop-and-Go der Fall. Egal, wieviel da ansonsten noch zusätzlich verheizt wird, denn das ist ja bei einem Verbrenner auch nicht anders. Der "heizt" ja auch noch im Stillstand, wo ein E-Auto außer der Heizung und Licht sonst nichts verbraucht.

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Stuttgart 21 Schluss!
MrEnglish schrieb:
Du bist also der Meinung, dass in Stuttgart noch mehr Verkehr wäre, wenn man die vorhandenen Umgehungen nicht gebaut hätte? Das Wievielfache wäre das denn, man hat ja die meisten Relationen mittlerweile mit Umfahrungsmöglichkeiten abgedeckt.
Genau, deshalb führen nach wie vor mehrere Bundesstraßen durch die Landeshauptstadt. Offensichtlich führen eine nicht unrehebliche Anzahl an Relationen nach wie vor durch die Landeshauptstadt.

MrEnglish schrieb:
Zitat:
Und bist du auch der Meinung, dass der tägliche Dauerstau z.B. auf der Neuen Weinsteige dem Transit ins Remstal geschuldet ist?
Nicht nur, es ist ja offensichtlich nicht die einzige Relation.


MrEnglish schrieb:
Zitat:
Warum leiden die Städte an Wohnraummangel? Weil man eine absolut verfehlte Wohnungsmarktpolitik betrieben hat. In allen größeren Städten werden Luxusimmobilien mit unnötigem Platzverbrauch realisiert, teilweise für Leute die sie nicht mal als dauerhaften Wohnsitz nutzen oder sogar nur als Anlageobjekte.
Dies spielt natürlich auch eine Rolle, allerdings wird das leben auf dem Land in den letzten Jahren systematisch verschlechtert.


MrEnglish schrieb:
Zitat:
Der Ressourcenverbrauch auf dem Land ist einfach nicht so sichtbar wie in der Stadt. Die Landbevölkerung, wenn sie überhaupt soweit denkt, meint noch, sie würde umweltfreundlicher leben als die Städter, weil es ja überall so viel Grün gibt. Stimmt halt nicht.
Vielleicht liegt das auch daran, dass die Bevölkerungszahlen in vielen ländlichen Regionen seit Jahren rückläufig sind.


MrEnglish schrieb:
Zitat:
Das kommt darauf an, wie sich das Gesamtsystem entwickelt. Das Sammeltaxi fährt gegebenenfalls nicht nur für dich und es fährt auch nur bis zum nächsten Anschluss an ein höherwertiges System.
Irrtum, dies kommt in erster Linie auf die Nachfrage an, und genau diese existiert gar nicht in disem Maße, dass sich hierdurch ein Gesamtsystem entwickeln könnte.

MrEnglish schrieb:
Zitat:
Ich habe lange genug im Mittelgebirge gewohnt um das zu kennen. Natürlich kann man mit dem heutigen ÖV Angebot nicht auf ein Auto verzichten, aber ohne Auto wären die meisten auch gar nicht erst dort hin gezogen wo sie jetzt wohnen.
Und hier liegt schon der nächste fehler. Die allermeisten Wohnen dort aufgewachsen und geblieben, die Einwohnerzahl in meinem Heimatort ist sicher nicht deshalb von 3500 Einwohner auf 3000 Einwohner angewachsen, weil es ein Auto gibt und sie deshalb dort hingezogen sind(finde den Fehler).


MrEnglish schrieb:
Zitat:
Komisch ist aber, dass man es akzeptiert, dass man im Ländlichen Raum mit dem ÖV nicht weiter kommt, weil das ja gar nicht geht alles zu erschließen. Der Umkehrschluss, dass man in den Städten nicht mehr mit dem Auto fahren darf, weil das bei der Verkehrsdichte einfach eine zu große Belastung ist, der ist aber tabu.
Seltsam dass man immer wieder das eine gegen das andere Ausspielen muss, anstatt zu akzeptieren, dass eine Verkehrswende nur miteinander (IV und ÖV) gelingen kann.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2020:11:22:15:44:46.

Re: Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten.

geschrieben von: dt8.de

Datum: 22.11.20 15:44

Honigbiene schrieb:
Meint man es mit der Mobiltätswende ernst, sollte das Geld nicht in den Neubau von Straßen fließen, sondern in den Ausbau des Umweltverbundes.

Du magst ja damit durchaus recht haben, aber die Realität wird leider anders werden. Dazu brauchst Du Dir nur das Wahlprogramm vom aussichtsreichsten Stuttgarter OB-Kandidaten ansehen: bessere Straßenverbindung auf die Filder, Nordostring, ...
Der Mehrheit zumindest der Stuttgarter scheinen die immer weiteren Einschränkungen langsam doch zuviel zu sein. Dennoch werden hier weitere Einschränkungen gefordert, scheinbar verkennend, dass bei der Bevölkerung langsam die Grenzen der Akzeptanz erreicht sind, was dazu führen kann, dass Kräfte an die Macht kommen, die genau das Gegenteil machen werden.

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Stuttgart 21 Schluss!
D. schrieb:
Node schrieb:Zitat:
Es hat doch niemand behauptet, dass es teilweise Autos braucht. Nur halt 1 pro Haushalt, dazu kein SUV mit 2,5 t, und 40.000 Jahres-KM sollten da im Schnitt auch nicht entstehen.
Leude. Lest doch bitte einmal die Statistiken des KBA, bevor ihr irgendwelche Zahlen raushaut. Es gibt derzeit 1,02 Pkw pro Haushalt, und jeder davon legt im Schnitt 15.000 km zurueck.

Das Problem an Durchschnittswerten dieser Art ist, dass die Verteilungen i.d.R nicht identisch sind. Alleine die Fahrleistung schwankt im Schnitt zwischen 11.500 km in BaWü und 13.000 km in MV.

Ich kenne eher die Zahl 1,6 PKW pro Haushalt. Dabei wird aber nur die Zahl der Haushalte mit mindestens 1 Auto betrachtet. Der Rest scheint ja schon heute auch so klarzukommen. Meine Oma mit 80 fährt seit ca. 50 Jahren z.B. kein Auto mehr.
MrEnglish schrieb:
Da sind wir wieder beim Thema Anspruchsdenken. Aber mal unabhängig davon, würden alle Leute mit dem ÖV pendeln, dann würde sich auf den genannten Achsen auch ein besseres Angebot rentieren. Denkendorf - Böblingen ist z.B. gar nicht so schlecht. Mit dem Schnellbus zum Flughafen und dann mit der S-Bahn weiter. Künftig kann man dann noch vom Flughafen direkt fahren, wenn da die Anschlüsse halbwegs passen, spart man nochmal ein paar Minuten. Oder es ergibt ich was mit der Verlängerung der S-Bahn nach Neuhausen.
Ich weiß ja nicht was in deinen Augen ein Anspruchsdenken ist aber Denkendorf - Böblingen ist mit 2x Umsteigen in 51min machbar. Für unter 30km wo man mit dem Auto sicherlich keine 50min braucht - ok von mir aus in der puren Rush-Hour.. aber man ist dann maximal gleich schnell. Blöd nur das die Anschlussketten und Anzahl der Verbindungen eher wenig sind. 5:38, 6:38.. ist nicht optimal. Die Verbindungen mit 1h10 kannst du gleich stecken lassen nicht nur weil es das 3-fache der normalen Reisezeit ist auch wegen dem Preis.

Im Status Quo ist das einfach nicht ausreichend genug. Klar das ist sicherlich gejammer wieder auf hohem Niveau "Ansprüche" aber diese muss man haben sonst wird das nichts.

MrEnglish schrieb:
Du weißt aber schon, was eine Schnellfahrstrecke ist und wozu man die baut, oder?
NeuBauStrecke ist das Zauberwort. Was spricht dagegen mit 190/200er Material als RE da lang zu brettern wenn da wirklich Potenzial liegt? Wenn ich die Reaktivierungsstudien sehe muss ich teilweise mich fragen wo der Sinn ist. Weilheim/Teck - Kirchheim-Teck ist so ein Punkt. In der Gegend südlich Kirchheim sitzen alle im Auto weil die Bimmelbahn der schlechte Witz ist. 60-Takt, Taktlücken, geringe Geschwindigkeit […].
Gerade auch mittlere Distanzen werden so verbessert. Der Kirchheimer muss erst nach Plochingen (heute) künftig an den Flughafen (unreal) also an den S Hauptbahnhof um nach Ulm zu fahren. Wenn ich 40min bis dahin brauch + Umstieg etc sind schnell ne Stunde verloren. In der Zeit ist man bereits kurz vor Ulm oder sogar am Ziel.

MrEnglish schrieb:
Wo bekommst du denn dein Auto her? Abgesehen davon, steht bei uns so ein Lastenrad vor dem Einkaufszentrum zum ausleihen. Und wenn du deine normalen Einkäufe mit dem Rad erledigst, dann lohnt es sich noch viel weniger ein Auto zu halten.
Wie muss ich das verstehen? Mein Auto kommt vom Autohaus und die kriegen es vom Hersteller aus dem seinen Werk? Und bei mir steht es in der Garage wenn es nicht bewegt wird?

Bei uns sind nicht so viele Einkaufszentren vorhanden bzw. die Anzahl an solchen Angeboten ist leider nicht so stark ausgebaut wie man es sich wünschen könnte. Ich hab aber halt keine Lust bei starkem Gegenwind Fahrrad zu fahren auch wenn es nur für 10min ist (Fahrradweg zum Edeka). Ich wohn ja nicht in München wo alles platt und 4-Streifig ist.. mit


dt8.de schrieb:
Honigbiene schrieb:
Meint man es mit der Mobiltätswende ernst, sollte das Geld nicht in den Neubau von Straßen fließen, sondern in den Ausbau des Umweltverbundes.
Du magst ja damit durchaus recht haben, aber die Realität wird leider anders werden. Dazu brauchst Du Dir nur das Wahlprogramm vom aussichtsreichsten Stuttgarter OB-Kandidaten ansehen: bessere Straßenverbindung auf die Filder, Nordostring, ...
Der Mehrheit zumindest der Stuttgarter scheinen die immer weiteren Einschränkungen langsam doch zuviel zu sein. Dennoch werden hier weitere Einschränkungen gefordert, scheinbar verkennend, dass bei der Bevölkerung langsam die Grenzen der Akzeptanz erreicht sind, was dazu führen kann, dass Kräfte an die Macht kommen, die genau das Gegenteil machen werden.
Naja ist auch zu erwarten. Will man sich Tatenlos ergeben und warten bis wie in Mainz überall 30 ist? Wenn ich die Neuen Weinsteige runter fahre bzw. den kompletten Weg (A831 - Dreieck Johannesgraben - Heslacher Tunnel* - Degerloch - alte/neue Weinsteige bis in die Stadt) wie oft da einige nach dem Blitzer auf 50 beschleunigen...

*wenn man dort rausbiegt ri. Degerloch war dort Anfang des Jahres noch 50/30 Nässe heute (seit Mitte des Jahres - glaube Juli?) ist dort 40/30 Nässe.
Gruß

Next Stop Frankfurt Airport Long distance Trains




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2020:11:22:17:50:13.
MrEnglish schrieb:
Ich akzeptiere das im ländlichen Raum, da muss man es meistens schon echt wollen mit dem ÖV zu fahren, aber was ist bitte am Angebot in Großstädten wie Berlin, München oder auch Stuttgart so schlecht, dass man da auf das eigene Auto setzen muss?
Hallo MrEnglish,
der ehemalige Finanz-OB Föll war vor einigen Jahren
ähnlich fantasielos, als es darum ging, den Autoverkehr
im Kessel zu verringern.
Da ging es um die Verdichtung des Taktes der Buslinien
in den Stuttgarter Randgebieten.

Ich habe das hier schon mal vorgebracht- als
Mitarbeiter habe ich Freifahrt auf den Öffis und
fahre TROTZDEM mit dem Auto!

Die abendliche Fahrzeit der Öffis ist mit 50 Minuten
keineswegs konkurrenzfähig, wenn ich mit dem Auto
15 Minuten benötige.
Noch schlimmer ist die Situation aus der Stadt:
Anschlüsse, die nicht funktionieren, und dann 30 Minuten auf den nächsten Bus warten.
Bei eingeschränkter Nachtruhe zum nächsten Dienst
wartet man da gerne...

Neenee: solange sich das Problem der langen Bustakte (auch am Wochenende!) nicht gelöst ist, bringt man
keinen Autofahrer auf die Öffis.
Und ich spreche nicht nur von meinem Stadtbezirk,
etliche Kollegen, die "außen" wohnen, stehen vor dem
gleichen Problem. Und nehmen das Auto.

Wie soll das erst auf den "normalen" Autofahrer wirken?

Daher sehe ich Repressalien gegenüber dem Autoverkehr sehr kritisch, wenns nur darum geht,
diesen zu verhindern, aber keine Alternativen
anzubieten (und so war es bisher IMMER!)

LG Torsten



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2020:11:22:19:29:14.
Wahnsinn! Alle Änderungen um Zusammenhang mit der Finanzierung des ÖPNV sollen immer zu Lasten des MIV gehen. Gibt es auch mal andere Vorschläge, als die Verkehrsträger gegeneinander auszuspielen? Millionen sind auf den PKW angewiesen, weil der ÖPNV, abgesehen von ein paar Ballungsräumen, grottig, langsam und sehr unzuverlässig ist. Als Eifler weiß man! wovon man da spricht....
Node schrieb:Zitat:
Das Problem an Durchschnittswerten dieser Art ist, dass die Verteilungen i.d.R nicht identisch sind.

Das haben fast alle Durchschnitte so an sich.


Node schrieb:
Ich kenne eher die Zahl 1,6 PKW pro Haushalt. Dabei wird aber nur die Zahl der Haushalte mit mindestens 1 Auto betrachtet.
Und wenn man nur die Haushalte mit mindestens fuenf Autos betrachtet, ist der Durchschnitt bei mehr als fuenf!!!!1111!11!!1!!einself!!11

Jeder faelscht sich seine Statistik so gut zusammen, wie er kann.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2020:11:22:21:12:41.
dt8.de schrieb:
Da Rekuperation nur beim Bremsen stattfindet, und ein Kfz mit reinem Verbrennerantrieb nicht rekuperieren kann, ist der Nutzen am höchsten, wenn viel gebremst werden muss. Das ist nunmal neben dem Omnibus beim Stop-and-Go der Fall. Egal, wieviel da ansonsten noch zusätzlich verheizt wird, denn das ist ja bei einem Verbrenner auch nicht anders.
Ein solcher Zustand des Verkehrssystems spricht eher für die Abschaffung des Autos als Hauptverkehrsmittel (in Nischen mag es seine Rolle haben).
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