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MrEnglish schrieb:


Besser kann man eine falsche Verkehrspolitik überhaupt nicht zusammenfassen. Ein Wettbewerb darum welches Verkehrsmittel mehr transportieren kann bringt der Umwelt überhaupt nichts. Was nützt es der Umwelt wenn die Schiene ihre Anteile am Modalsplit steigert, deswegen aber auf der Straße kein Stück weniger gefahren würde?

Doch der Ausweichverkehr den du beschreibst zeigt das nächste Problem. Verlagert man den Verkehr nur örtlich und fährt außen rum, dann entstehen zusätzliche Fahrtkilometer mit zusätzlicher Belastung. Eine Umfahrung der Schweiz ist dabei noch so aufwendig, dass sie zu einer Abnahme des Verkehrs führt, also prinzipiell schon was bringt, aber für Umgehungsstraßen gilt das nicht mehr. Die produzieren oft einfach nur zusätzliche Kilometer. Und das tun sie auch noch in doppelter Hinsicht. Der "Transitverkehr" nimmt einen Umweg und der verringerte Stau in der Stadt lock zusätzlichen lokalen Verkehr an.

Ich kann deinen Argumenten irgendwie nicht ganz folgen. Du zeigst doch gerade auf, warum es im ländlichen Raum mehr Finanzmittel für den Anschluss-ÖV benötigt. P&R ist vor allem deswegen die einzige Alternative, weil es kein akzeptables ÖV Angebot gibt.

Meint du ernsthaft, dass die E-Scooter nennenswert Autofahrten verringern? Ich würde mal eher sagen, sie sorgen dafür, dass manche Leute noch fauler werden und noch weniger zu Fuß gehen. Bestenfalls holen sie Leute aus dem ÖV oder vom Fahrrad (schon eher fraglich).

Den Hinweis auf Graz und die DoStos verstehe ich nicht. Bist du der Meinung man würde in Deutschland keine HVZ Verstärkerleistungen anbieten?


Wie wahrscheinlich ist es aus deiner Sicht das auf der Straße dann kein Stück weniger gefahren wird? Ich weiß nicht aber meine Erfahrung würde zeigen das der Verkehrsfluss zunimmt statt mehr Stau. Ob das jetzt gut oder besser ist egal. Wer behauptet das so eine Umfahrung als Autobahn sein muss? Reicht nicht schon eine Bundesstraße 4-Streifig mit Bedarfsgerechter Steuerung (60/80/100 km/h). Ich weiß nur das so etwas dazu führt das sich viele Verkehrsströme entlasten. Wenn man sich mal anschaut wo teilweise zusätzliche Autobahn-AS gebaut worden sind und was für einen effektiven Nutzen die bringen (z.B. A98 Stockach-West für das Stadtgebiet Stockach) dann muss man sagen das ist manchmal für die Lebensqualität IN den Städten wichtiger als irgendeine wichtige BAB 8-Streifig auszubauen. Weil genau dann hat man es eigentlich schon verschlafen auf die Schiene zu setzten.

Wie sieht denn deiner Meinung nach der ÖV auf dem Land aus? Gewisse Kompromisse geh ich ein aber nicht jeden.

Doch aber nicht in dem Umfang wie es teilweise erforderlich ist oder erforderlich wäre. Im Zulauf auf Graz sind teilweise mit REX/S 10min-Takte vorhanden oder mind. 20-Takte. Ich bin sehr gespannt ob man im Filstal den 20-Takt Göppingen - Stuttgart wirklich in 5-10 Jahren realisiert hat/realisiert bekommt.. ist genau so ein Beispiel.
Es gibt viele Beispielhafte Maßnahmen wo man viel Kapazität verschenkt oder verschwendet (auch im Bezug auf Pünktlichkeit oder zusätzliche Trassen etc) schau dir mal den Bahnhof Buchholz (Nordheide) vor Hamburg an. Gleis 7 hat keinen Bahnsteig mehr (man hat den verloren, Reste/Bestand gut erkennbar) dort sind 120 km/h erlaubt. Nun fährt man teilweise auf das Gleis 1 mit 60 km/h ein - wie cool - NICHT-

Auch ein anderes Beispiel stellt für mich der Neubau von SFS-Trassen dar - kaum bis kein SPNV Nürnberg - Ingolstadt bzw. nun Ulm - Stuttgart sind die Ausnahmen aber auch gerade auf letzterer hätte man sicherlich Chancen gehabt die ich auch schon oft hier erwähnt habe - Kirchheim/Teck z.B. mit SFS-Halt.. statt 40 in 20min am Hbf.. abnormal konkurrenzlos zum Auto und das sicher mal mehr als 10 Jahre. Aber gibt's nich.

Bist du schon E-Scooter gefahren? Es kann durchaus sein das die Leute fauler werden aber ganz ehrlich na und? Überhaupt das sie es nutzen ist doch die Chance denn erst dann findet ein umdenken statt. Ich kann halt nun mal nicht (Corona ausgenommen) für eine Geburtstagsparty halt für 10 Leute mit meinem normalen Bike oder E-Bike oder E-Scooter einkaufen gehen funktioniert nicht. Auch mit dem ÖV eher mittelmäßig machbar <-> Auto. Wenn aber mal die Grundakzeptanz da ist und die Erfahrungen gemacht sind dann steht da eher die Chance da. Aber ist genau so wie Carsharing schau dir mal die Preise an.. das ist ordentlich..

Murrtalbahner schrieb:
Zitat:
Man muss es halt einfach auch realistisch sehen: Eine flächendeckende, attraktive Erschließung aller Siedlungsgebiete wird nicht möglich sein.

Das Thema P+R hat halt auch ein rechtliches Problem: Es gibt viele verschiedene Betreiber. Eigentlich müsste die Gesellschaft die P+R betreiben, die auch die Tarifeinnahmen im ÖPNV hat. Rund um Stuttgart wäre das der VVS. So hat man z.B in Marbach die kuriose Situation, dass es zwei P+R Anlagen auf jeweils einer Bahnhofsseite gibt, man aber zwei unterschiedliche Betreiber und zwei unterschiedliche Tarife dafür hat. Der ohnehin schon volle P+R wurde demletzt an DB Bahnpark übergeben, die daraus einen 24/7-Parkgebührenparkplatz gemacht und die Anzahl der Dauerparkausweise begrenzt hat. SO kann man gleich doppelt Pendler aus der Bahn ins Auto vertreiben.
Genau deswegen ist P&R einfach erforderlich und diese Situation mit unterschiedlichen Betreibern muss geklärt werden. Sicherlich benötigen solche Anlagen auch ihren Service (gerade im Winter). Aber gerade solche Kosten lassen sich sicherlich decken. Bestenfalls werden die P&R-Anlagen durch die Verkehrsverbünde verwaltet oder Kommunen aber niemals privat. Außerdem sollte eine einheitliche Tarifgestaltung möglich sein (oder ähnlich) genau so das Ticket (Elektronisch online, Automat, aber nicht irgendwo nur am Rathaus - gerne zusätzlich)
Gruß

Next Stop Frankfurt Airport Long distance Trains

Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten.

geschrieben von: Honigbiene

Datum: 22.11.20 01:41

Gabriel schrieb:
Richtig ist: Mit der Tunnellösung wird der PKW-Verkehr wird IN der Stadt Stuttgart abnehmen (aber tatsächlich insgesamt nicht).
Guten Tag Gabriel,

genau das ist ein weit verbreiteter Irrtum, ansonsten wäre das Konzept der autogerechten Stadt nicht gescheitert. Obwohl man in Städten wie Stuttgart die komplette Stadtplanung dem motorisierten Individualverkehr (MIV) untergeordnet hat (Beispiele für das gescheiterte Konzept sind der Charlottenplatz oder der Österreichische Platz), konnten die Ziele der autogerechten Stadt nicht erreicht werden.

Mir ist durchaus bewusst, dass deine Idee auf eine Entmischung bzw. Trennung des Transitverkehrs vom Binnen- sowie Quell-/Zielverkehr abzielt. Du hoffst darauf, dass die Stuttgarter Innenstadt vom Transitverkehr entlastet wird, wenn dieser verlagert werden würde. Eine solche Verlagerung (zum Beispiel durch den umstrittenen Nordostring Stuttgart) würde nur vermeintlich zu einer Entlastung der Stuttgarter Innenstadt führen; schließlich steigt durch den Neubau von Straßen auch die Gesamtkapazität des Straßennetzes und damit auch die Attraktivität. Es ist in der Verkehrswissenschaft allgemeiner Konsens, dass Fahrzeitverkürzungen durch den Ausbau von Verkehrswegen nur dazu genutzt werden, größere Strecken zurückzulegen. Der Verkehr bleibt also entgegen deiner Annahme nicht gleich, sondern nimmt sogar zu.

Meint man es mit der Mobiltätswende ernst, sollte das Geld nicht in den Neubau von Straßen fließen, sondern in den Ausbau des Umweltverbundes.

Grüße
die Honigbiene

Re: Flächenverbrauch

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 22.11.20 02:10

andreas + schrieb:
Liebe Honigbiene,

ein Auto, ein Fahrrad oder auch ein Gelenkbus oder eine Straßenbahn verbraucht keine Fläche, denn die jeweilige Fläche ist, wenn das Fahrzeug weg- / weitergefahren ist, immer noch da. Das ist anders als z.B. beim Honig, der wird verbraucht, nämlich gegessen, verdaut, und anschließend in völlig anderer chemischer Zusammensetzung ...

Schöne Grüße von den Blumen am Bahndamm
Komisch, warum haben wir dann überall in den Städten die betonierten No-Go-Zones und keine schönen Grünanlagen zwischen den Gebäuden?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 22.11.20 02:10.
146 227 schrieb:
Wie wahrscheinlich ist es aus deiner Sicht das auf der Straße dann kein Stück weniger gefahren wird? Ich weiß nicht aber meine Erfahrung würde zeigen das der Verkehrsfluss zunimmt statt mehr Stau. Ob das jetzt gut oder besser ist egal. Wer behauptet das so eine Umfahrung als Autobahn sein muss? Reicht nicht schon eine Bundesstraße 4-Streifig mit Bedarfsgerechter Steuerung (60/80/100 km/h). Ich weiß nur das so etwas dazu führt das sich viele Verkehrsströme entlasten. Wenn man sich mal anschaut wo teilweise zusätzliche Autobahn-AS gebaut worden sind und was für einen effektiven Nutzen die bringen (z.B. A98 Stockach-West für das Stadtgebiet Stockach) dann muss man sagen das ist manchmal für die Lebensqualität IN den Städten wichtiger als irgendeine wichtige BAB 8-Streifig auszubauen. Weil genau dann hat man es eigentlich schon verschlafen auf die Schiene zu setzten.

Nach deiner Logik dürfte eigentlich in Stuttgart mittlerweile praktisch gar kein Verkehr mehr sein nach den ganzen Umfahrungen die man in der Vergangenheit gebaut hat, inkl. A8 und A81. Komisch, irgendwie hab ich das Gefühl, dass das nicht so richtig funktioniert hat.

146 227 schrieb:
Wie sieht denn deiner Meinung nach der ÖV auf dem Land aus? Gewisse Kompromisse geh ich ein aber nicht jeden.

Zuerst muss man mal aufhören die Landschaft noch mehr zu zersiedeln. Wo heute noch in abgelegenen Gegenden Neubauten genehmigt werden, das ist einfach Wahnsinn.
Das was schon da ist muss man eben bedarfsgerecht erschließen, heute noch mit Sammeltais wo sich ein Bus nicht lohnt, bald vielleicht mit autonomen Kleinbussen.

146 227 schrieb:
Doch aber nicht in dem Umfang wie es teilweise erforderlich ist oder erforderlich wäre. Im Zulauf auf Graz sind teilweise mit REX/S 10min-Takte vorhanden oder mind. 20-Takte. Ich bin sehr gespannt ob man im Filstal den 20-Takt Göppingen - Stuttgart wirklich in 5-10 Jahren realisiert hat/realisiert bekommt.. ist genau so ein Beispiel.
Es gibt viele Beispielhafte Maßnahmen wo man viel Kapazität verschenkt oder verschwendet (auch im Bezug auf Pünktlichkeit oder zusätzliche Trassen etc) schau dir mal den Bahnhof Buchholz (Nordheide) vor Hamburg an. Gleis 7 hat keinen Bahnsteig mehr (man hat den verloren, Reste/Bestand gut erkennbar) dort sind 120 km/h erlaubt. Nun fährt man teilweise auf das Gleis 1 mit 60 km/h ein - wie cool - NICHT-

Also ich zähle 3 Fahrten pro Stunde in der HVZ von Göppingen nach Stuttgart, nur NV.
Und zum Thema mangelnde Infrastrukturkapazität, in Innsbruck zementiert man gerade auf einem der stärksten Korridore Österreichs außerhalb des Großraums Wien die Zweigleisigkeit mit einer neuen Haltestelle. Da wird man auf Jahrzehnte Kapazitätsengpässe haben und das Angebot nicht auf das gewünschte Niveau ausbauen können. Sowas geht nicht nur in Deutschland.

146 227 schrieb:
Auch ein anderes Beispiel stellt für mich der Neubau von SFS-Trassen dar - kaum bis kein SPNV Nürnberg - Ingolstadt bzw. nun Ulm - Stuttgart sind die Ausnahmen aber auch gerade auf letzterer hätte man sicherlich Chancen gehabt die ich auch schon oft hier erwähnt habe - Kirchheim/Teck z.B. mit SFS-Halt.. statt 40 in 20min am Hbf.. abnormal konkurrenzlos zum Auto und das sicher mal mehr als 10 Jahre. Aber gibt's nich.

Der MüNEx fährt künftig stündlich wenn mich nicht alles täuscht, das ist nicht gerade nichts.

146 227 schrieb:
Bist du schon E-Scooter gefahren? Es kann durchaus sein das die Leute fauler werden aber ganz ehrlich na und? Überhaupt das sie es nutzen ist doch die Chance denn erst dann findet ein umdenken statt. Ich kann halt nun mal nicht (Corona ausgenommen) für eine Geburtstagsparty halt für 10 Leute mit meinem normalen Bike oder E-Bike oder E-Scooter einkaufen gehen funktioniert nicht. Auch mit dem ÖV eher mittelmäßig machbar <-> Auto. Wenn aber mal die Grundakzeptanz da ist und die Erfahrungen gemacht sind dann steht da eher die Chance da. Aber ist genau so wie Carsharing schau dir mal die Preise an.. das ist ordentlich..

Ja, ich bin schon E-Scooter gefahren. Wir haben einen im Büro, und rate mal wer mittlerweile damit fährt, niemand.

Die absurden Begründungen warum man ein Auto unbedingt braucht sind typisch für die Autolobby. Wie oft hast du denn Geburtstag? Genau, wie jeder Mensch einmal im Jahr. Wenn du dir für den Einkauf ein Car Sharing Auto nimmst zahlst du dafür vielleicht 50 €, lass es 100 € sein. Wie viele Geburtstage kannst du jetzt feiern bis du die Anschaffungskosten eines eigenen Autos raus hast? So lange lebst du gar nicht.
Einen Golf bekommst du ab 20.000 € Liste. Bei Flinkster kostet der 6 €/h. Du kannst also über 3.300 h Golf mieten bis du mal den Anschaffungspreis raus hast. Wenn man damit wirklich nur das fahren würde wofür man ein Auto unbedingt braucht, dann hält das eine Weile. Und dann kommt noch dazu, dass man sich jeweils das passende Auto für die passende Situation leihen kann. Da muss ich dann keine Klimmzüge machen um das Billiregal in den Polo zu quetschen, ich muss aber auch nicht alleine und ohne Gepäck mit dem T6 durch die Gegend fahren.

Übrigens kann man Großeinkäufe mit einem Lastenfahrrad oder einem Fahrradanhänger machen, da gibt es mittlerweile sehr interessante Lösungen. Und wenn gar nichts hilft, kann sich mittlerweile auch so ziemlich alles liefern lassen. War früher bei Getränken sogar weiter verbreitet als heute habe ich das Gefühl.

Re: Flächenverbrauch

geschrieben von: Ferdi

Datum: 22.11.20 06:51

MrEnglish schrieb:
andreas + schrieb:
Liebe Honigbiene,

ein Auto, ein Fahrrad oder auch ein Gelenkbus oder eine Straßenbahn verbraucht keine Fläche, denn die jeweilige Fläche ist, wenn das Fahrzeug weg- / weitergefahren ist, immer noch da. Das ist anders als z.B. beim Honig, der wird verbraucht, nämlich gegessen, verdaut, und anschließend in völlig anderer chemischer Zusammensetzung ...

Schöne Grüße von den Blumen am Bahndamm
Komisch, warum haben wir dann überall in den Städten die betonierten No-Go-Zones und keine schönen Grünanlagen zwischen den Gebäuden?
Diese Beton-Areas hat man auch ganz ohne Autos. Das ist dem depperden Zeitgeist geschuldet.
Meine Geburtsstadt ist da ein sehr gutes Beispiel. In den 90ern noch viel grün und hohe Bäume, trotz Durchgangsverkehr, heute Betonwüste in Fuzo & Bahnhofsvorplatz.
MrEnglish schrieb:
Nach deiner Logik dürfte eigentlich in Stuttgart mittlerweile praktisch gar kein Verkehr mehr sein nach den ganzen Umfahrungen die man in der Vergangenheit gebaut hat, inkl. A8 und A81. Komisch, irgendwie hab ich das Gefühl, dass das nicht so richtig funktioniert hat.
Ok, ja da gebe ich dir Recht aber ganz ohne MIV wird es eh nie gehen. Pendel mal Denkendorf - Böblingen oder Sindelfingen - Wendlingen. Ist ein negativ Beispiel mit dem ÖPNV - auch Leonberg - Pforzheim (Richtung ist egal bei den 3. Beispielen)

MrEnglish schrieb:
Zuerst muss man mal aufhören die Landschaft noch mehr zu zersiedeln. Wo heute noch in abgelegenen Gegenden Neubauten genehmigt werden, das ist einfach Wahnsinn.
Das was schon da ist muss man eben bedarfsgerecht erschließen, heute noch mit Sammeltais wo sich ein Bus nicht lohnt, bald vielleicht mit autonomen Kleinbussen.
Stimme ich dir zum ist aber ein sehr umstrittenes Thema. Die Leute ziehen ja aus der Großstadt aufs Land weil sie ihre Ruhe haben wollen und ein Haus mit Garten oder halbwegs was "großes" für das Geld wo du in der Stadt nicht vernünftig leben kannst.

MrEnglish schrieb:
Also ich zähle 3 Fahrten pro Stunde in der HVZ von Göppingen nach Stuttgart, nur NV.
Und zum Thema mangelnde Infrastrukturkapazität, in Innsbruck zementiert man gerade auf einem der stärksten Korridore Österreichs außerhalb des Großraums Wien die Zweigleisigkeit mit einer neuen Haltestelle. Da wird man auf Jahrzehnte Kapazitätsengpässe haben und das Angebot nicht auf das gewünschte Niveau ausbauen können. Sowas geht nicht nur in Deutschland.
3 Fahrten pro Stunde in der HVZ sind aber nicht genug. Wenn der RE 4204 noch in Ebersbach und Reichenbach (und/oder Uhingen mind. 2 Zusatzhalte) noch halten würde wäre das schon ziemlich gut. Oder auch der RE 4200 hält nur in Ebersbach zw. Plochingen und Göppingen. Göppingen war jetzt einfach mal als Endpunkt gesetzt aber es geht gerade um die Stationen dazwischen die auch Fahrgastpotenzial generieren. 3 Fahrten mit Halt überall Plochingen - Göppingen wäre nötig mit RE sind das dann 4 Fahrten pro Stunde. Im Idealfall 5 mit einem weiteren RE. Das ist echter Lastrichtungs-Berufsverkehr.
Sicherlich ist auch in den Alpenländern nicht alles Gold was glänzt aber in Deutschland ist man noch nicht mal bei Bronze während die schon Silber am verlassen sind.. verstehst du worauf ich hinaus will? Es gibt auch Nahverkehre oder Stadtbahnen die eigentlich kurz vor Großen Orten enden schau dir die Stadtbahn in Nellingen an. Esslingen liegt nebendran...

Plochingen - Stuttgart ist super. Aber das liegt am Zulauf-Verkehr aus 2 Strecken (nur RE/RB kein S).
MrEnglish schrieb:
Der MüNEx fährt künftig stündlich wenn mich nicht alles täuscht, das ist nicht gerade nichts.
Ging gar nicht um das Fahrplanangebot sondern um die Erschließung. Beim MüNeX wurden Regionalhalte an der SFS gebaut - mit großen P&R-Anlagen. In BW wird gerade mal nur in Merklingen gebaut. Markgröningen-Schwieberdingen ist nicht in Zukunftsnähe. An der NBS hätte Kirchheim/Teck auch einen Bahnhof verdient gehabt. Die meisten Menschen auf der schwäbischen Alb fahren doch mit dem Auto. Klar du kannst nie alle erschließen aber auch Merklingen wird nicht den "Wow" - Effekt bringen. Dieser Effekt käme erst wenn du wirklich viele Stationen gebaut hättest (klar KNF ist dann eh für die Katz usw aber umweltverträglich und klimapolitisch wäre das Geld besser investiert als in div. andere Projekte oder besser gesagt: Wir wissen alle das die Luft in Stuttgart nicht gut ist - brauchen wir deshalb noch 100 Messstationen für Zichtausend € da geht es doch nur drum das Auto fahren unattraktiv zu machen und nicht die Mobilitätsalternativen attraktiv?)

MrEnglish schrieb:
Übrigens kann man Großeinkäufe mit einem Lastenfahrrad oder einem Fahrradanhänger machen, da gibt es mittlerweile sehr interessante Lösungen. Und wenn gar nichts hilft, kann sich mittlerweile auch so ziemlich alles liefern lassen. War früher bei Getränken sogar weiter verbreitet als heute habe ich das Gefühl.
Seit Corona sowieso. Aber auch das ist ein Thema woher bekomme ich mein Lastenfahrrad oder diesen Anhänger? Sowas brauchen wir in der Fläche und dann auch möglichst Flexibel zurück bringbar (auch Thema Verkehrsverbund bzw. eigentlich passender -> Mobilitätsverbund) Mir geht es schon um das Angebot das es überhaupt zur Verfügung steht. Ich benötige für meinen Einkauf nur ein normales Fahrrad. Wenn ich mehr brauch dann wird das auf dem Rückweg von der Arbeit erledigt.

Die Zukunftsorientierte Mobilität bzw. das verhalten stell ich einfach in Frage. Man baut ICE-Trassen aber keine NV-Trassen neu? Außer Reaktivierung fällt einem nichts ein? Wenn Deutschland irgendwo stehen geblieben ist dann ganz klar beim Thema "Zukunft" gilt nicht nur für die Mobilität, Schiene oder das Schulwesen sondern für sehr vieles.

Next Stop Frankfurt Airport Long distance Trains
MrEnglish schrieb:
Nach deiner Logik dürfte eigentlich in Stuttgart mittlerweile praktisch gar kein Verkehr mehr sein nach den ganzen Umfahrungen die man in der Vergangenheit gebaut hat, inkl. A8 und A81. Komisch, irgendwie hab ich das Gefühl, dass das nicht so richtig funktioniert hat.

Natürlich funktioniert das nicht, wenn ich nur durch die Innenstadt von Süden (A81, B14) und Westen (A8) in Richtung Ost bzw. Nordort (B14, B29) komme. Es gibt noch genügend Verkehrsströme, welche praktisch keine Umfahrung haben und von daher passt Deine Logik nicht.


MrEnglish schrieb:
Zitat:
Zuerst muss man mal aufhören die Landschaft noch mehr zu zersiedeln. Wo heute noch in abgelegenen Gegenden Neubauten genehmigt werden, das ist einfach Wahnsinn.

Wahnsinn ist noch mehr Leute in die ohnehin schon unter Wohnraummangel leidenden Städte zu treiben.



MrEnglish schrieb:
Zitat:
Das was schon da ist muss man eben bedarfsgerecht erschließen, heute noch mit Sammeltais wo sich ein Bus nicht lohnt, bald vielleicht mit autonomen Kleinbussen.
Was aber nicht immer Umweltfreundicher ist, das Sammeltaxi muss auch irgendwie zu mir kommen und anschließend auch wieder weg von mir, auf dem Rückweg dasselbe nochmal.



MrEnglish schrieb:
Zitat:
Ja, ich bin schon E-Scooter gefahren. Wir haben einen im Büro, und rate mal wer mittlerweile damit fährt, niemand.

Die absurden Begründungen warum man ein Auto unbedingt braucht sind typisch für die Autolobby. Wie oft hast du denn Geburtstag? Genau, wie jeder Mensch einmal im Jahr. Wenn du dir für den Einkauf ein Car Sharing Auto nimmst zahlst du dafür vielleicht 50 €, lass es 100 € sein. Wie viele Geburtstage kannst du jetzt feiern bis du die Anschaffungskosten eines eigenen Autos raus hast? So lange lebst du gar nicht.
Einen Golf bekommst du ab 20.000 € Liste. Bei Flinkster kostet der 6 €/h. Du kannst also über 3.300 h Golf mieten bis du mal den Anschaffungspreis raus hast. Wenn man damit wirklich nur das fahren würde wofür man ein Auto unbedingt braucht, dann hält das eine Weile. Und dann kommt noch dazu, dass man sich jeweils das passende Auto für die passende Situation leihen kann. Da muss ich dann keine Klimmzüge machen um das Billiregal in den Polo zu quetschen, ich muss aber auch nicht alleine und ohne Gepäck mit dem T6 durch die Gegend fahren.

Übrigens kann man Großeinkäufe mit einem Lastenfahrrad oder einem Fahrradanhänger machen, da gibt es mittlerweile sehr interessante Lösungen. Und wenn gar nichts hilft, kann sich mittlerweile auch so ziemlich alles liefern lassen. War früher bei Getränken sogar weiter verbreitet als heute habe ich das Gefühl.
Wirklich viel Ahnung vom Landleben, insbesondere in Mittelgebirgen scheinst Du nicht zu haben. Viele brauchen ihr Auto um überhaupt einen Zugang zum ÖPNV zu haben.
dt8.de schrieb:
kmueller schrieb:
Einen echten Vorteil hat der Batteriebetrieb m.E. nur im Kurzstreckenbetrieb, wo sich die Batterie klein halten läßt, oder wenn sonstige Besonderheiten vorliegen.
Am meisten wohl im Stop-and-Go-Betrieb.
Solange das nicht dazu führt, daß der Strom mehrheitlich verheizt statt verfahren wird.
Florian Ziese schrieb:
Was mir als täglicher Pendler auf der A 98/B 31 aber aufgefallen ist während der Corona-Grenzschliessungen im Frühjahr, es waren auffallend viele LÖ-Kennzeichen unterwegs, die man sonst zumindest ausserhalb der Urlaubszeit eher selten sieht. Da geht der schnellste Weg Richtung München wenn die Grenze offen ist ansonsten durch die Schweiz. Eine CH-Vignette haben viele in der Gegend wohl sowieso, bleibt als nur das kurze Österreich-Stück an Zusatzkosten
Gibts denn die Transitroute nicht mehr, auf der Schweizer Vignettenbesitzer südlich des Pfändertunnels auf die österreichische Autobahn fahren, also die Stadt Bregenz und die Uferstraße bei Hörbranz komplett umgehen konnte?

Mir fiel bei Besuchen der Gegend schon vor langem der Gegensatz zwischen dieser nutzerfreundlichen (und gut ausgeschilderten) Regelung im Straßenverkehr und dem am Schalter angebotenen abenteuerlichen SCIC für den kurzen Lückenschluß auf.

Re: Elektroautos umweltfreundlicher als Verbrenner

geschrieben von: kmueller

Datum: 22.11.20 11:45

VT schrieb:
Aber bei deinen Problem könnte man analog wie mit der Abwasserversorgung in einzelnen Wohnplätzen bzw abgelegenen kleinen Weiler verfahren: Lösung des Problems durch den Eigentümer, ansonsten droht der Verlust der Baugenehmigung. Individualismus ist Luxus den man sich leisten können muss.
Am einfachsten wäre es, allen unter 500_000 Jahreseinkommen den Autobesitz zu verbieten. Alle drüber kriegen vom Staat kostenlos einen Tesla aus der staatlich geförderten neuen Fabrik bei Berlin. So kommt der Umweltschutz in Schwung.

(wenn kaum noch einer ein Auto hat, werden Bahnen und Busse endlich auch wirtschaftlich. Man kann dann bei doppeltem Füllungsgrad den doppelten Fahrpreis nehmen, und alle können es sich leisten, weil sie kein Geld für das Auto mehr brauchen)

Re: Straßenbau für die Mobilitätswende? Absurd!

geschrieben von: kmueller

Datum: 22.11.20 11:51

Honigbiene schrieb:
mit dem Bau von neuen Straßen erreicht man keine Mobilitätswende, ganz im Gegenteil... Stuttgart wurde nach dem Zweiten Weltkrieg konsequent als autogerechte Stadt gestaltet, man hat die gesamte Stadtplanung den Bedürfnissen des motorisierten Individualverkehrs (MIV) unterworfen, ohne dass sich ein positiver Effekt eingestellt hätte, im Gegenteil, viele Verkehrsprobleme lassen sich auf das Konzept der autogerechten Stadt zurückführen, dass heute zu recht als Beispiel für eine verfehlte Stadtplanung aufgeführt wird.
Ich mußte mal durchfahren, weil die A8 totalgesperrt war: Transit von der Schnellstraße aus Richtung Esslingen zur A81 in Richtung Heilbronn. Der absolute Horror; dort fahre ich nie wieder rein. Nicht nur daß alles verstopft war, man hatte auch nie den Eindruck sich in einer aus Gebäuden gebildeten 'Stadt' zu befinden.

Re: Flächenverbrauch

geschrieben von: kmueller

Datum: 22.11.20 11:54

andreas + schrieb:
Honigbiene schrieb:
Trotzdem verbraucht ein Auto denselben Raum wie zehn Fahrräder, drei Autos verbrauchen dieselbe Fläche wie ein Gelenkbus und acht Autos verbrauchen dieselbe Fläche wie eine 40 Meter lange Straßenbahn.
Liebe Honigbiene,
ein Auto, ein Fahrrad oder auch ein Gelenkbus oder eine Straßenbahn verbraucht keine Fläche, denn die jeweilige Fläche ist, wenn das Fahrzeug weg- / weitergefahren ist, immer noch da. Das ist anders als z.B. beim Honig, der wird verbraucht, nämlich gegessen, verdaut, und anschließend in völlig anderer chemischer Zusammensetzung ...
Dann sollte man sofort mit dem Straßenbau aufhören und einfach irgendeinen Kilometer schon vorhandenen Asphalts verwenden, um alle zu fahrenden Kilometer nach und nach über dieses Stück abzuwickeln.
MrEnglish schrieb:
Einen Golf bekommst du ab 20.000 € Liste. Bei Flinkster kostet der 6 €/h. Du kannst also über 3.300 h Golf mieten bis du mal den Anschaffungspreis raus hast. Wenn man damit wirklich nur das fahren würde wofür man ein Auto unbedingt braucht, dann hält das eine Weile.
Es sei denn, man hält sich länger an einem Fahrtziel abseits einer Abgabestation auf. Z.B. im Ausland. Dann ist man pro Tag 140 EUR für nichts los.
"3 Fahrten pro Stunde in der HVZ sind aber nicht genug. Wenn der RE 4204 noch in Ebersbach und Reichenbach (und/oder Uhingen mind. 2 Zusatzhalte) noch halten würde wäre das schon ziemlich gut. Oder auch der RE 4200 hält nur in Ebersbach zw. Plochingen und Göppingen. Göppingen war jetzt einfach mal als Endpunkt gesetzt aber es geht gerade um die Stationen dazwischen die auch Fahrgastpotenzial generieren. 3 Fahrten mit Halt überall Plochingen - Göppingen wäre nötig mit RE sind das dann 4 Fahrten pro Stunde. Im Idealfall 5 mit einem weiteren RE. Das ist echter Lastrichtungs-Berufsverkehr."

Alles zwischen Plochingen, Göppingen und Geislingen ist doch mehr oder weniger abgehängt.
Blick ins aktuelle Kursbuch, ein völlig irrer Taktabstand und riesigen Lücken mit teilweise 50 Minuten Luft dazwischen.
Im Beispiel Süßen geht es gut im 30er-Takt bis 7 Uhr, dann wird aber es aber schräg: Erst wieder um 7.44 Uhr, dafür dann aber gleich noch mal um 7.54Uhr und dann erst wieder um 8.44Uhr. Und diesen Takt haben alle HP an der Filsbahn, mit Ausnahme von GP und Geislingen.

Unser Gewitzel, als wir noch in Süßen wohnten: "Es fliegen mehr Flieger zuverlässig von STR in die Türkei, als Züge von Süßen nach Stuttgart." Wobei damals noch die DB fuhr, wie es heute mit GA in Sachen Zuverlässigkeit läuft, entzieht sich meiner Kenntnis.


"Wenn Deutschland irgendwo stehen geblieben ist dann ganz klar beim Thema "Zukunft" gilt nicht nur für die Mobilität, Schiene oder das Schulwesen sondern für sehr vieles."

Da muss man aber auch ganz klar die Schuld den Wählern geben. Wer immer nur CDU wählt, wo soll da Fortschritt, Erneuerung und Zukunftsfahigkeit herkommen?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 22.11.20 12:15.
O
linie7484 schrieb:
Wirklich viel Ahnung vom Landleben, insbesondere in Mittelgebirgen scheinst Du nicht zu haben. Viele brauchen ihr Auto um überhaupt einen Zugang zum ÖPNV zu haben.

Es hat doch niemand behauptet, dass es teilweise Autos braucht. Nur halt 1 pro Haushalt, dazu kein SUV mit 2,5 t, und 40.000 Jahres-KM sollten da im Schnitt auch nicht entstehen.

In der Eifel z.B. dürften mehr KM zusammenkommen als im doch ÖPNV-mäßig besser erschlossenen Südwesten. Das kann man aber ja abbilden.
Node schrieb:
Es hat doch niemand behauptet, dass es teilweise Autos braucht. Nur halt 1 pro Haushalt, dazu kein SUV mit 2,5 t, und 40.000 Jahres-KM sollten da im Schnitt auch nicht entstehen.

In der Eifel z.B. dürften mehr KM zusammenkommen als im doch ÖPNV-mäßig besser erschlossenen Südwesten. Das kann man aber ja abbilden.
Dann lies doch einfach den Beitrag auf den ich geantwortet habe.
146 227 schrieb
Wenn man sich mal anschaut wo teilweise zusätzliche Autobahn-AS gebaut worden sind und was für einen effektiven Nutzen die bringen (z.B. A98 Stockach-West für das Stadtgebiet Stockach) dann muss man sagen das ist manchmal für die Lebensqualität IN den Städten wichtiger als irgendeine wichtige BAB 8-Streifig auszubauen.
Nur wenn die Autobahn soviel Entlastung gebracht hat, warum ist dann in Stockach immer noch soviel Verkehr? Und warum will man dort eine Umgehungsstrasse? Kann man nun dank Autobahn nicht einfach in der selben Zeit nicht viel grössere Strecken zurücklegen, so dass nun andere, denen der Weg früher zu lang war, den freigeworden Platz in Stockach auf ihrem Weg zur Autobahn übernommen haben?

Gruss Florian
Node schrieb:Zitat:
Es hat doch niemand behauptet, dass es teilweise Autos braucht. Nur halt 1 pro Haushalt, dazu kein SUV mit 2,5 t, und 40.000 Jahres-KM sollten da im Schnitt auch nicht entstehen.
Leude. Lest doch bitte einmal die Statistiken des KBA, bevor ihr irgendwelche Zahlen raushaut. Es gibt derzeit 1,02 Pkw pro Haushalt, und jeder davon legt im Schnitt 15.000 km zurueck.

Re: Elektroautos umweltfreundlicher als Verbrenner

geschrieben von: dt8.de

Datum: 22.11.20 14:33

Traumflug schrieb:
[Man kann übrigens auch beim Arbeitgeber laden. Ist sowieso besser, denn tagsüber gibt's mehr Photovoltaik-Strom.

Bei uns nicht. Aus Brandschutzgründen dürfen E-Autos nicht einmal in die Tiefgarage - im selben Gebäude ist ein Rechenzentrum untergebracht, welches als kritische Infrastruktur gilt.
Abgesehen davon, dass ich (so wie es ja gewünscht ist und es auch sein soll) mein Auto nicht zur Fahrt zur Arbeit nutze, sondern nur für Fahrten, die per ÖPNV nicht machbar sind (gut, Corona-bedingt läuft gerade manches anders).

Es ist sowieso ein Widerspruch, auf das Laden beim Arbeitgeber zu verweisen, wenn man genau diese Fahrten doch vermeiden will.

http://www.fahrzeuglisten.de/signlogo.php

Stuttgart 21 Schluss!
146 227 schrieb:
Ok, ja da gebe ich dir Recht aber ganz ohne MIV wird es eh nie gehen. Pendel mal Denkendorf - Böblingen oder Sindelfingen - Wendlingen. Ist ein negativ Beispiel mit dem ÖPNV - auch Leonberg - Pforzheim (Richtung ist egal bei den 3. Beispielen)
Da sind wir wieder beim Thema Anspruchsdenken. Aber mal unabhängig davon, würden alle Leute mit dem ÖV pendeln, dann würde sich auf den genannten Achsen auch ein besseres Angebot rentieren. Denkendorf - Böblingen ist z.B. gar nicht so schlecht. Mit dem Schnellbus zum Flughafen und dann mit der S-Bahn weiter. Künftig kann man dann noch vom Flughafen direkt fahren, wenn da die Anschlüsse halbwegs passen, spart man nochmal ein paar Minuten. Oder es ergibt ich was mit der Verlängerung der S-Bahn nach Neuhausen.

146 227 schrieb:
Stimme ich dir zum ist aber ein sehr umstrittenes Thema. Die Leute ziehen ja aus der Großstadt aufs Land weil sie ihre Ruhe haben wollen und ein Haus mit Garten oder halbwegs was "großes" für das Geld wo du in der Stadt nicht vernünftig leben kannst.
Und wieder Anspruchsdenken. Wenn jeder so viel Platz in Anspruch nehmen würde, dann hätten wir ein echtes Problem. Und es bleibt ja auch nicht beim eigenen Grundstück, es wird auch wesentlich mehr Verkehrsfläche benötigt.

146 227 schrieb:
3 Fahrten pro Stunde in der HVZ sind aber nicht genug. Wenn der RE 4204 noch in Ebersbach und Reichenbach (und/oder Uhingen mind. 2 Zusatzhalte) noch halten würde wäre das schon ziemlich gut. Oder auch der RE 4200 hält nur in Ebersbach zw. Plochingen und Göppingen. Göppingen war jetzt einfach mal als Endpunkt gesetzt aber es geht gerade um die Stationen dazwischen die auch Fahrgastpotenzial generieren. 3 Fahrten mit Halt überall Plochingen - Göppingen wäre nötig mit RE sind das dann 4 Fahrten pro Stunde. Im Idealfall 5 mit einem weiteren RE. Das ist echter Lastrichtungs-Berufsverkehr.
Sicherlich ist auch in den Alpenländern nicht alles Gold was glänzt aber in Deutschland ist man noch nicht mal bei Bronze während die schon Silber am verlassen sind.. verstehst du worauf ich hinaus will? Es gibt auch Nahverkehre oder Stadtbahnen die eigentlich kurz vor Großen Orten enden schau dir die Stadtbahn in Nellingen an. Esslingen liegt nebendran...

Plochingen - Stuttgart ist super. Aber das liegt am Zulauf-Verkehr aus 2 Strecken (nur RE/RB kein S).
Ich will ja nicht sagen, dass alles toll ist in Deutschland, aber Negativbeispiele findest du fast überall. Nimm, um bei Österreich zu bleiben, die Shopping City Süd vor den Toren Wiens. Eines der größten Einkaufszentren Europas (etwas vergleichbares gibt es in Deutschland gar nicht), ist mit einer einzigen Station an die Wiener Lokalbahn angeschlossen, an einem Ende des langestreckten Komplex. Weder hat man es geschafft die nahe U6 dorthin zu verlängern, noch der WLB einen zweiten Halt im südlichen Teil zu verpassen. Dabei befindet sich im Südbereich ein Kinokomplex mit Gastronomie der ein eigenständiges Verkehrsbedürfnis erzeugt und sich sehr gut für ÖV Fahrgäste eignet.

Lücken im ÖV Netz sind kein Alleinstellungsmerkmal von Deutschland, oder gar der Region Stuttgart.

146 227 schrieb:
Ging gar nicht um das Fahrplanangebot sondern um die Erschließung. Beim MüNeX wurden Regionalhalte an der SFS gebaut - mit großen P&R-Anlagen. In BW wird gerade mal nur in Merklingen gebaut. Markgröningen-Schwieberdingen ist nicht in Zukunftsnähe. An der NBS hätte Kirchheim/Teck auch einen Bahnhof verdient gehabt. Die meisten Menschen auf der schwäbischen Alb fahren doch mit dem Auto. Klar du kannst nie alle erschließen aber auch Merklingen wird nicht den "Wow" - Effekt bringen. Dieser Effekt käme erst wenn du wirklich viele Stationen gebaut hättest (klar KNF ist dann eh für die Katz usw aber umweltverträglich und klimapolitisch wäre das Geld besser investiert als in div. andere Projekte oder besser gesagt: Wir wissen alle das die Luft in Stuttgart nicht gut ist - brauchen wir deshalb noch 100 Messstationen für Zichtausend € da geht es doch nur drum das Auto fahren unattraktiv zu machen und nicht die Mobilitätsalternativen attraktiv?)
Du weißt aber schon, was eine Schnellfahrstrecke ist und wozu man die baut, oder?

146 227 schrieb:
Seit Corona sowieso. Aber auch das ist ein Thema woher bekomme ich mein Lastenfahrrad oder diesen Anhänger? Sowas brauchen wir in der Fläche und dann auch möglichst Flexibel zurück bringbar (auch Thema Verkehrsverbund bzw. eigentlich passender -> Mobilitätsverbund) Mir geht es schon um das Angebot das es überhaupt zur Verfügung steht. Ich benötige für meinen Einkauf nur ein normales Fahrrad. Wenn ich mehr brauch dann wird das auf dem Rückweg von der Arbeit erledigt.
Wo bekommst du denn dein Auto her? Abgesehen davon, steht bei uns so ein Lastenrad vor dem Einkaufszentrum zum ausleihen. Und wenn du deine normalen Einkäufe mit dem Rad erledigst, dann lohnt es sich noch viel weniger ein Auto zu halten.


146 227 schrieb:
Die Zukunftsorientierte Mobilität bzw. das verhalten stell ich einfach in Frage. Man baut ICE-Trassen aber keine NV-Trassen neu? Außer Reaktivierung fällt einem nichts ein? Wenn Deutschland irgendwo stehen geblieben ist dann ganz klar beim Thema "Zukunft" gilt nicht nur für die Mobilität, Schiene oder das Schulwesen sondern für sehr vieles.
Ganz genau, also muss man endlich aufhören das Geld für Straßen rauszuwerfen und damit Bahnstrecken bauen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 22.11.20 14:54.
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