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Guten Tag!

Das Hessische Verkehrsministerium gibt bekannt:
[wirtschaft.hessen.de]

Es ist lobenswert, dass sich nun formal auch Hessen zu dem seit Jahren bekannten Thema äußert.

Ob ausgerechnet die Brennstoffzellen-iLinte als „Elektrifizierung“ durchgehen, wage ich zu bezweifeln. Elektrifizierung ist, wenn (endlich) ein Fahrdraht über dem Gleis hängt. Sonst wäre ja zum Beispiel die Aartalbahn auch schon vor 1983 „elektrifiziert“ gewesen…

Interessant sind die Abschnitte
* Limburg zur rheinland-pfälzischen Landesgrenze bei Wilsenroth (da findet ja wohl auch bestellter SPNV statt) und
* von Heimboldshausen zur thüringischen Landesgrenze (schön, wenn der Fahrdraht an der ex-DDR-Grenze aufhörte).
Dass auf Frankfurt-Höchst – Bad Soden nun heldenhaft das Dieselzeitalter beendet wird, ist wohl ein schlechter Witz. Wer schreibt im Ministerium eigentlich die Pressetexte?

Immerhin ist der gute Wille erkennbar.

Der wäre noch wesentlich erkennbarer, wenn einige andere (potenzielle) Dieselinseln im Bestell- bzw. Reaktivierungsprogramm endlich unter Draht wären, z.B.
* Da-Eberstadt – Pfungstadt (derzeit VIAS-Itino)
* Odenwaldbahn, zumindest Hanau – Babenhausen zw. der Ast ab Darmstadt bis wohin-auch-immer
* Wabern – Bad Wildungen
* Limburg – Diez (wäre wichtig für potenzielle Aartalbahn-RB, in Ergänzung Wiesbaden – Bad Schwalbach, der Rest halt als BEMU)
* Bad Orb – Wächtersbach (Reaktivierungskandidat)
* Für BEMU wären ja eigentlich längst auch zumindest Friedberg – Beienheim und
* ein Stück Rhönbahn bis sagen wir Eichenzell sehr sinnvoll.

Es bleibt der Eindruck, dass in Hessen zwar viel gelabert und sich selbst gefeiert*), aber zu wenig entschieden vorangetrieben wird.

Allein schon die Passage, dass das Ministerium eigentlich nur zuschaut, wie die „lieben“ RMV-Gesellschafter incl. RMV-Managementebene es seit Jahren nicht hinkriegen, eine wirklich progressive Schienenplanung aufs Gleis zu setzen und in den Deutschlandtakt einzubringen, ist eigentlich ein landespolitischer Skandal.

Der gute Tarek Al-Wazir sollte sich insbesondere um Letzteres sehr viel intensiver kümmern.

Grüße
Pinne46


Edit: *) siehe ganz unten

+++

Klimafreundliche Mobilität

Elektrifizierung von 600 Kilometer Schienenstrecken geplant

19.11.2020 Pressestelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen

Verkehrsminister Al-Wazir: „Damit kommen wir dem Ziel einer umwelt- und klimafreundlichen Mobilität wieder ein Stück näher.“
Rund 600 Kilometer Schienenstrecken werden nach derzeitiger Planung in diesem und im nächsten Jahrzehnt in Hessen elektrifiziert. Bei 4 der mehr als 20 Strecken sind bereits Anträge gestellt, wie Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Donnerstag mitteilte. „Damit kommen wir dem Ziel einer umwelt- und klimafreundlichen Mobilität wieder ein Stück näher“, sagte der Minister.

Jeder dritte Schienenkilometer in Hessen ohne Oberleitung

Derzeit ist jeder dritte der knapp 2600 Schienenkilometer in Hessen ohne Oberleitung. Die Strecken sind zum weit überwiegenden Teil im Besitz der Deutschen Bahn; der Bund hat angekündigt, künftig mehr Geld für die Elektrifizierung zur Verfügung zu stellen. Bereits dem Bund gemeldet dafür sind die beiden Güterstrecken von Limburg zur rheinland-pfälzischen Landesgrenze bei Wilsenroth und von Heimboldshausen zur thüringischen Landesgrenze bei Heringen.

Abschnitt Friedrichsdorf-Usingen soll bis Ende 2023 elektrifiziert sein

Nicht nur angemeldet, sondern bereits in verschiedenen Stadien der Planung sind die Elektrifizierung und der Ausbau der Nahverkehrsstrecken von Friedrichsdorf nach Brandoberndorf (Taunusbahn) und von Bad Vilbel nach Glauburg-Stockheim (Niddertalbahn). Bei der Niddertalbahn wird in Kürze die Planungsvereinbarung unterzeichnet, bei der Taunusbahn steht die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens unmittelbar bevor. Der Abschnitt Friedrichsdorf-Usingen soll bereits Ende 2023 fertiggestellt sein. Schon ein Jahr früher sollen im 75 km langen Taunusnetz – das auch die Strecken von Frankfurt-Höchst nach Königstein, von Frankfurt-Höchst nach Bad Soden und von Friedrichsdorf nach Friedberg umfasst – Züge mit Brennstoffzellen-Antrieb das Dieselzeitalter beenden.

Weitere Planungen

Welche weiteren Strecken elektrifiziert oder mit Fahrzeugen alternativer Antriebstechnik befahren werden sollen, entscheiden die Kommunen und ihre Nahverkehrsorganisationen im Rahmen der gerade laufenden Aufstellung ihrer Nahverkehrspläne. In der Diskussion sind u.a. die Strecke Volkmarsen-Obervellmar und die Dreieichbahn im südlichen Rhein-Main-Gebiet.
„Das Land wird diese Vorhaben unter Einbeziehung der entsprechenden Bundesprogramme begleiten und nach Kräften unterstützen – überall wo erforderlich, auch finanziell“, sagte Verkehrsminister Al-Wazir. „Eine zukunftsfähige Mobilität bedarf einer modernen Schieneninfrastruktur.“

+++

NEU
Außerdem im PRogramm eine komplementäre PM des RMV:
[www.rmv.de]

Brennstoffzellenzüge des RMV gewinnen Hessischen Staatspreis Energie 2020

Hessisches Leuchtturmprojekt ausgezeichnet / RMV Vorreiter auf dem Weg zu nachhaltiger klimaschonender Mobilität / Taunusnetz lokal emissionsfrei ab Dezember 2022

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) erhält den "Hessischen Staatspreis Energie 2020“ in der Kategorie Verkehr. Ausgezeichnet werden der RMV und seine Tochterfirma fahma für den Kauf und den Einsatz von 27 Brennstoffzellenzügen im Taunusnetz ab 2022. Der Preis ist mit 7.500 Euro dotiert und wurde von Staatssekretär Jens Deutschendorf in einem virtuellen Festakt verliehen.

"Die Energiewende ist auch eine Verkehrswende hin zu klimafreundlicher Mobilität. Mit seinem Brennstoffzellen-Projekt ist der RMV Vorreiter dabei, das Dieselzeitalter auch auf nicht-elektrifizierten Nebenstrecken zu beenden“, sagt Deutschendorf.

"Als Organisator des Bus- und Bahnverkehrs im Rhein-Main-Gebiet ist es nicht nur unser Ziel, immer mehr Menschen von Tür zu Tür zu befördern, wir wollen das auch nachhaltig und klimaschonend tun“, sagt Prof. Knut Ringat, der dem RMV wie auch der fahma als Geschäftsführer vorsteht. „Die Verleihung des Hessischen Staatspreises zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Ich freue mich riesig über diese Auszeichnung für den RMV und die fahma." Zwei Brennstoffzelleneinheiten an Bord der Fahrzeuge wandeln Wasserstoff in Energie um. Außer etwas Wasserdampf und einem leisen Summen geben die Fahrzeuge keine weiteren Emissionen an die Umwelt ab.
Hessisches Leuchtturmprojekt

"Es handelt sich um ein Leuchtturmprojekt für Hessen, das nicht nur in andere Regionen Deutschlands ausstrahlen, sondern auch international eine hohe Wahrnehmung bekommen wird", erklärt Jury-Mitglied Prof. Ulrike Kramm von der TU Darmstadt die Entscheidung des Gremiums im Preisträgervideo. "Dieses richtungsweisende Projekt mit seinem sehr hohen innovativen Charakter hat das gesamte Gutachtergremium direkt überzeugt.“

Das Engagement des RMV umfasst dabei mehr als den reinen Kauf der Fahrzeuge: Schon 2014 unterzeichnete der Verbund einen Letter of Intent, um die Entwicklung von Brennstoffzellenzügen voranzutreiben. Er beauftragte mit Unterstützung des Landes Hessen eine Machbarkeitsstudie zum Thema Wasserstoff-Betankung und ließ vom TÜV die Wirtschaftlichkeit von Wasserstoffzügen gegenüber Dieselzügen über den Lebenszyklus der Fahrzeuge von 25 Jahren bestätigen, bevor der RMV-Aufsichtsrat 2017 die Ausschreibung von Zügen mit Brennstoffzelle befürwortete.
Weltgrößte Wasserstoff-Zugflotte im Personenverkehr im RMV

Die RMV-Tochter fahma bestellte die 27 Brennstoffzellenzüge im Mai 2019 beim französischen Hersteller Alstom. Ab Dezember 2022 ersetzen sie die bisherigen mit Diesel betriebenen Züge auf den Linien RB11 (Frankfurt-Höchst – Bad Soden), RB12 (Frankfurt – Königstein), RB15 (Frankfurt – Bad Homburg – Brandoberndorf) und RB16 (Friedrichsdorf – Friedberg). Das Gesamtauftragsvolumen beziffert sich auf über 500 Millionen Euro. Die Wasserstofftankstelle wird auf dem Gelände des Industriepark Höchst errichtet.
Über den Hessischen Staatspreis Energie

Das Hessische Wirtschaftsministerium lobt den Hessischen Staatspreis für innovative Energielösungen aus und prämiert damit Beiträge, die der Erreichung einer sicheren, umweltschonenden, bezahlbaren und gesellschaftlich akzeptierten Energieversorgung in Hessen dienen. Vier weitere mustergültige Projekte erhielten neben dem RMV den Staatspreis Energie:

Die etalytics GmbH aus Darmstadt mit ihrem Produkt eines KI-basierten Energiedatenmanagements zur Steigerung der Energieeffizienz und Energieflexibilität von Unternehmen (Kategorie Strom)
Michael Metz aus Solms mit seinem Projekt eines defossilierten Kraftwerks, bei dem ein nahezu autarkes Bio-Wohnhaus entstanden ist (Kategorie Systemintegration)
Der Odenwaldkreis mit dem Projekt "Smarte Schule – Effizienz durch Digitalisierung der Heizungstechnik" an einer Schule in Michelstadt, wo die Raumtemperatur smart gesteuert wird und sich über verschiedene Parameter KI basiert effizient einstellt (Kategorie Wärme)
Die Wöhlerschule aus Frankfurt am Main mit dem Schülerprojekt "Energieautarke Pyramide", wo Schülerinnen und Schülern die Energiewende am Beispiel praktisch umsetzen v.a. zum Thema Energiespeicher (Kategorie Nachwuchs)

Stand: 19.11.2020

+++


@Martin Rombach

Wow, extra bei DSO angemeldet.
Wieder einer dieser Leute, die unter immer neuen Pseudonymen den ÖV und seine Entwicklung mit hämischen Kommentaren beschießen?
Kriegt ihr das eigentlich bezahlt - und wenn ja, von wem?

Unfassbar, was hier für ein Volk digital unterwegs ist.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.11.20 15:26.
Wofür soll Wabern(Bz.Kassel) - Bad Wildungen bitte elektrifiziert werden?
Die meisten Züge dort sind leer. Nur Frühmorgens und Spätnachmittags sitzen dort ne handvoll Leute drinnen, der Rest ist heiße Luft. Abends ab 20:00 Uhr sitzt gar niemand in den Triebwagen, außer das Zugpersonal.
Martin Rombach schrieb:
Wofür soll Wabern(Bz.Kassel) - Bad Wildungen bitte elektrifiziert werden?
Die meisten Züge dort sind leer. Nur Frühmorgens und Spätnachmittags sitzen dort ne handvoll Leute drinnen, der Rest ist heiße Luft. Abends ab 20:00 Uhr sitzt gar niemand in den Triebwagen, außer das Zugpersonal.
Sehr interessant.
Ich hoffe nicht, die Äußerungen zur Nachfrage waren einfach nur so dahingesagt.
Gibt es ggf. genauere Angaben als "Frühmorgens" o.ä. mit Zugnummer und Erhebungsdatum?
Dafür würde sich bestimmt der Aufgabenträger (müsste der NVV sein) interessieren.
Der freut sich auch über kostenlose Fahrgastzählungen.
Diese sollten natürlich valide sein.
Selbstverständlich gibt es genaue Zahlen: 23105, 23106, 23107, 23108, 23109, 23111 zwischen Wabern und Fritzlar, dem am stärksten genutzten Abschnitt, fast oder ganz leer, aber auch der 23117, 23118, 23119 fahren ebenfalls ganz leer, gezählt jede Woche regelmäßig an mindestens 4 Tagen.
Zwischen Fritzlar und Bad Wildungen ist eh noch weniger los, die restlichen Züge sind mit einer guten handvoll Leute besetzt, so daß jeder einen 4er Sitzplatz für sich belegen kann und trotzdem noch viele 4er Sitzplätze komplett frei sind.
Tw15 schrieb:
Martin Rombach schrieb:
Wofür soll Wabern(Bz.Kassel) - Bad Wildungen bitte elektrifiziert werden?
Die meisten Züge dort sind leer. Nur Frühmorgens und Spätnachmittags sitzen dort ne handvoll Leute drinnen, der Rest ist heiße Luft. Abends ab 20:00 Uhr sitzt gar niemand in den Triebwagen, außer das Zugpersonal.
Sehr interessant.
Ich hoffe nicht, die Äußerungen zur Nachfrage waren einfach nur so dahingesagt.
Gibt es ggf. genauere Angaben als "Frühmorgens" o.ä. mit Zugnummer und Erhebungsdatum?
Dafür würde sich bestimmt der Aufgabenträger (müsste der NVV sein) interessieren.
Der freut sich auch über kostenlose Fahrgastzählungen.
Diese sollten natürlich valide sein.
Ist natürlich nur so daher gesagt. Ich bin zwar nur gute 4-5 Mal über die Strecke gefahren und davon meistens am Wochenende, aber das deckt sich mit meinen Beobachtungen nicht. Viel wichtiger aber: Die Strecke wird noch nicht auf Landesniveau bedient.
Erst mit der Sanierung in den nächsten Jahren kann man das abschätzen, denn bisher gilt: Pi mal Daumen alle 2 Stunden und mal schnell, mal mit Halt an jeder Station oder sogar nur bis Wabern. Der Doppeldecker(!)-Bus fährt aber stündlich durchaus konkurrenzfähig entspannt über die Autobahn nach Kassel, hier muss man natürlich wieder die Verbindung über Wabern stärken.
Eine Elektrifizierung braucht man da nicht unbedingt, aber Batteriebetrieben und nur mit Halt in Gensungen sollte es dann schon sein.
Der NVV weiß auch so schon ganz gut bescheid ;).

Viel interessanter: Elektrifizierung bis Volkmarsen!
Da will man wohl die RT verlängern, hoffentlich läutet man da seitens des NVV eine Angebotsverbesserung, samt Infrastrukturausbau (Begegnungsinseln) ein.
Jedenfalls der nächst interessantere Endpunkt für eine RT, sowohl Platz- als auch Angebotstechnisch. Vielleicht gibt's ja auch einen neuen Hp an der Kugelsburgschule.

Grüße
Hallo zusammen.

In der Meldung steht, dass Richtung thüringische Grenze bei Heringen elektrifiziert werden soll. Für mich ergibt sich daraus nur folgerichtig eine Schlussfolgerung: Elektrischer Betrieb künftig zwischen Heimboldshausen und Gerstungen.

MfG
Patrick Rehn schrieb:
Hallo zusammen.

In der Meldung steht, dass Richtung thüringische Grenze bei Heringen elektrifiziert werden soll. Für mich ergibt sich daraus nur folgerichtig eine Schlussfolgerung: Elektrischer Betrieb künftig zwischen Heimboldshausen und Gerstungen.

MfG
Ich hab die Listen nicht zur Hand, aber ich gehe mal stark davon aus, dass man sich seitens der Länder abgesprochen hat.
Also dass sowohl RP Wilsenroth - Au als auch TH den Rest bis Gerstungen angemeldet hat,.
Ich fände das nur bei besagter Strecke merkwürdig, da man seitens K+S ja jetzt im "Kreisverkehr" fahren will und deswegen ja den Lückenschluss nach Vacha betrieben hat. Heißt: Am Ende brauchts die Diesellok so oder so. Spart man sich da überhaupt was?

Und Limburg - Au kann nur als weitere Rheintalalternative gemeint sein, aber mit doppeltem Richtungswechsel?
Der lokale Güterverkehr geht doch vor allem über und nach Selters?
"Ob ausgerechnet die Brennstoffzellen-iLinte als „Elektrifizierung“ durchgehen, wage ich zu bezweifeln. Elektrifizierung ist, wenn (endlich) ein Fahrdraht über dem Gleis hängt. Sonst wäre ja zum Beispiel die Aartalbahn auch schon vor 1983 „elektrifiziert“ gewesen…"

Deine Definition hinkt. Elektrifiziert werden kann im allgemeinen Sprachgebrauch zwar eine Strecke, aber de facto schafft man damit nur eine Transportinfrastruktur für den Fahrstrom. Elektrifiziert wird oder ist vielmehr ein Verkehr. Meist wird eine Fahrleitungsanlage erstellt, in anderen Fällen wird z.B. ein Verkehr von mit Diesel angetriebenen Fahrzeugen umgestellt auf Fahrzeuge, deren elektrische Antriebsenergie aus Energiespeichern entnommen wird. Der Vorgang der Umstellung ist in beiden Fällen die Elektrifizierung. Wenn dann mit elektrischer Energie gefahren wird, egal, wo sie herkommt, ist der Verkehr elektrifiziert. Natürlich war der Verkehr auf der Aartalbahn und sonstigen mit ETA's befahrenen Strecken soweit elektrifiziert, wie dort elektrisch angetriebene Fahrzeuge fuhren. Und genauso ist ein Verkehr nicht elektrifiziert, der z.B. von Dieselfahrzeugen erbracht wird, die unter Fahrdraht verkehren. Elektrifizierung findet ja auch z.B. in straßengebundenen ÖPNV statt, wo immer mehr Elektrobusse im Einsatz sind. Und so weiter, weit über den Verkehrsbereich hinaus...:)

Beste Grüße, Tss

Hessen

geschrieben von: Stationsvorsteher

Datum: 19.11.20 17:20

Werte Lesende!

Blablameter meint zur Pressemeldung des RMV:

Bullshit-Index :0.54
Ihr Text signalisiert deutlich: Sie wollen etwas verkaufen oder jemanden tief beeindrucken. Es wirkt unwahrscheinlich, dass damit auch eine klare Aussage verbunden ist - und wenn ja: wer soll das verstehen?


Gruß

Stationsvorsteher

Am Rande: Courier ist nicht der Vater von Corona!
Siggis Malz schrieb:
Zitat:
Ich fände das nur bei besagter Strecke merkwürdig, da man seitens K+S ja jetzt im "Kreisverkehr" fahren will und deswegen ja den Lückenschluss nach Vacha betrieben hat. Heißt: Am Ende brauchts die Diesellok so oder so. Spart man sich da überhaupt was?
Die Sache mit dem Ringverkehr erschließt sich mir auch noch nicht hundertprozentig. Diesel-Lokleerfahrten Gerstungen -> Eisenach und E-Lok-Leerfahrten Eisenach -> Gerstungen wären die Folge. Alle Leerzüge in Gerstungen umzuspannen bringt nicht den gewünschten Kapazitätseffekt. Nichtsdestotrotz wäre es schonmal gut, wenn die Lastzüge bereits am Heringen/Heimboldshausen elektrisch fahren könnten.
Pinne46 schrieb:
... Sonst wäre ja zum Beispiel die Aartalbahn auch schon vor 1983 „elektrifiziert“ gewesen…
Ja, 'batterieelektrisch'


Pinne46 schrieb:
Zitat:
..... Wer schreibt im Ministerium eigentlich die Pressetexte?
Gute Frage



Pinne46 schrieb:
Zitat:
Es bleibt der Eindruck, dass in Hessen zwar viel gelabert ..., aber zu wenig entschieden vorangetrieben wird.
...
Der gute Tarek Al-Wazir sollte sich insbesondere um Letzteres sehr viel intensiver kümmern.
Ich habe auch den Eindruck, daß das Wirtschafts-/Verkehrsministerium in letzter Zeit arg schwach geworden ist, trotz (oder gar wegen?) zweier Staatssekretäre. Vom Elan und der Aufbruchstimmung der ersten Jahre eines grünen Wirtschafts- und Verkehrsministers scheint mir nichts mehr übrig zu sein.
Bad Soden -Höchst ist doch schon elektrifiziert und ich dachte mittlerweile fahren die dort sogar elektrisch?

Schönen Abend:-))

geschrieben von: Georgi

Datum: 19.11.20 17:53

Stationsvorsteher lässt die Plebejer an seinen Elogen teilhaben.
Nur? Was möchte er mitteilen?
oert schrieb:Zitat:
Bad Soden -Höchst ist doch schon elektrifiziert und ich dachte mittlerweile fahren die dort sogar elektrisch?
Ja und sogar will man zukünftig hier auch elektrisch fahren. Entgegen dieser Strategie soll die RB11 in der RTW aufgehen. Und damit DSOler etwas zu meckern haben: Das heißt, dass man dort mit Stadtbahnwagen fahren will.

Kassel-Volkmarsen dient nicht nur der RegioTram auch dem normalen Regionalverkehr - der NVV geht davon aus, dass zukünftig keine Dieseltriebwagen mehr eingesetzt werden sollen. Bis Volkmarsen zu elektrifzieren hat somit zwei Ziele:

1. Umbau der Hybridwagen der RegioTram in Zweisystemer und damit eine Flottenangleichung.
2. Einsatz eines Batterietriebwagen. Wobei ich persönlich dann eher bis Korbach elektrifizieren würde.

Wabern - Bad Wildungen ist in meinen Augen auch sehr sinnig, weil man eh die Strecke Kassel - Wabern elektrisch fährt und sich somit die Batterie spart und ggf. Möglichkeiten wie Flügelung o.Ä. nutzen kann.

An sich finde ich die Liste sehr enttäuschend, da wesentliche Strecken (v.a. das Odenwaldnetz, aber auch das Wasserstoffnetz eigentlich elektrifiziert gehören. Wenn Rheinland-Pfalz bereits bis Dietz (!) elektrifiziert, dann ist Limburg der nächste sinnhafte Schritt und perspektivisch aber auch durchgehend bis Wetzlar.

Ebenso, wie die Elektrifizierung bis Beienheim müsste man auch die Elektrifizierung des Stockheimer Lieschens bis Hungen verlängern, so dass Batteriezüge zwischen Gießen und Gelnhausen eingesetzt werden könnten.

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]

Re: Zur Sodener Bahn (RB11)

geschrieben von: Tz 4683

Datum: 19.11.20 18:54

oert schrieb:
Bad Soden -Höchst ist doch schon elektrifiziert und ich dachte mittlerweile fahren die dort sogar elektrisch?
Ja, seit einiger Zeit fährt dort ein 3-teiliger 1440er aus dem Südhessennetz.

Gruß
Tz 4683
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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.11.20 18:55.
Black Eyed schrieb:
Dietz (!)
Die Stadt schreibt sich Diez (ohne t!)
Zitat
Kassel-Volkmarsen dient nicht nur der RegioTram auch dem normalen Regionalverkehr - der NVV geht davon aus, dass zukünftig keine Dieseltriebwagen mehr eingesetzt werden sollen. Bis Volkmarsen zu elektrifzieren hat somit zwei Ziele:

1. Umbau der Hybridwagen der RegioTram in Zweisystemer und damit eine Flottenangleichung.
2. Einsatz eines Batterietriebwagen. Wobei ich persönlich dann eher bis Korbach elektrifizieren würde.
Die Pläne kannten wir ja bereits alle. Für die RB4 sollte es aber relativ irrelevant sein, ob man bis Volkmarsen oder Wolfhagen elektrifiziert
Die Strecke bis Korbach schafft man so oder so locker, einzig man wolle sich die Inselelektrifizierung sparen und ohne Aufladung zurück fahren, wäre das von Relevanz. So glaube ich erstmal an eine Verlängerung der RT, aber es wird sicher in den nächsten 1-2 Jahren etwas Offizielles kommen.
Ich fände ja eine vorgreifende Elektrifizierung Brilon (Wald)- Korbach interessant.
RB 4 kann in Korbach laden und die RB 42 kann auch batterieelektrisch ohne langen Aufenthalt in Korbach weiter durchverkehren.
Außerdem greift es dem Elektrifizierungsprogramm in NRW bereits vor, wo man sich ja auch noch Hoffnung auf die Elektrifizierung
der Oberen Ruhrtalbahn macht.

Zitat
Wabern - Bad Wildungen ist in meinen Augen auch sehr sinnig, weil man eh die Strecke Kassel - Wabern elektrisch fährt und sich somit die Batterie spart und ggf. Möglichkeiten wie Flügelung o.Ä. nutzen kann.
Deswegen fände ich auch die Nutzung von BEMUs nach Bad Wildungen interessant, so kann man auf dem Netz der KHB weiterhin eine ordentliche gemeinsame Flotte benutzen. Außerdem kenne ich wenig, was man in Wabern flügeln könnte. Die RE 98 sicherlich nicht, die tragen sowieso schon genug Konfliktpotential über ihren Laufweg. (Das Konzept wie im Deutschlandtakt verfasst, finde ich da eigentlich ganz attraktiv für Kassel - Wabern)
Marburg - Gemünden/Homberg und Marburg - NRW sind da nochmal ne andere Sache.

Zitat
An sich finde ich die Liste sehr enttäuschend, da wesentliche Strecken (v.a. das Odenwaldnetz, aber auch das Wasserstoffnetz eigentlich elektrifiziert gehören. Wenn Rheinland-Pfalz bereits bis Dietz (!) elektrifiziert, dann ist Limburg der nächste sinnhafte Schritt und perspektivisch aber auch durchgehend bis Wetzlar.

Zustimmung, Wetzlar - Koblenz gehört eigentlich als erstes elektrifiziert. Aber Diez steht in RP halt auf der Liste, weil da Landesgrenze ist, so wie Wilsenroth für Hessen, beides führt aber über Diez Ost und sollte sich damit einschließen als eine durchgehende Verbindung.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.11.20 19:39.
Nebenstrecken zu elektrifizieren lonht sich nicht. Da sind Wasserstoff oder Batterieantrieb die bessere Lösung. Sinnvoller sind weitere Reaktivierungen von Strecken.
Ulf Barthel schrieb:
Nebenstrecken zu elektrifizieren lonht sich nicht. Da sind Wasserstoff oder Batterieantrieb die bessere Lösung. Sinnvoller sind weitere Reaktivierungen von Strecken.
Jeder Meter Oberleitung ist gut.

BEMUs sind nur eine teure Zwischenlösung, aber niemals der Endzustand...

Gruß
Tz 4683
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Strecke nach Wilsenroth: Kann das stimmen?

geschrieben von: Jürgen Lerch

Datum: 19.11.20 21:04

Hallo zusammen,

für die paar Züge über Wilsenroth nach Westerburg - Altenkirchen lohnt es sich doch gar nicht. Gibt es dort noch Güterverkehr? Die Basaltbrüche entlang der Strecke sind entweder geschlossen oder fahren nur noch auf der Straße ab. Und wie ein Forumist schon schrieb, würde die Strecke im Durchgangsverkehr auch keinen Sinn machen, da zweimal Kopf gemacht werden müsste und die Steigung zwischen Au und Altenkirchen schon heute das Teilen von schweren Güterzügen notwendig macht.

Rheinland-Pfalz wollte doch letztes Jahr die andere Strecke von Diez nach Siershahn elektrifizieren und auch die Strecke von Montabaur nach Wallmerod. Dies würde mehr Sinn machen, fahren dort die schweren Tonzüge mit jeweils zwei Dieselloks. In Zukunft könnten die Züge mit Elloks von der Verladeanlage bis nach Italien fahren. Dazu müsste in Hessen nur die Bahnhofsausfahrt Limburg Richtung Diez-Ost elektrifiziert werden.

Ich glaube, die haben sich in der Strecke vertan.

Viele Grüße

Jürgen
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