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Guten Tag zusammen,

In den letzten Tagen kam im General-Anzeiger einige Artikel zur DB.
Im Einzelnen.

1.) Bahnhof Bad Godesberg wird erst 2021 Fertig.

Der Von-Groote-Platz mit Zugang zu den Bahnsteigen wird leider erst 2021 Fertig, da die DB auf "Unvorhersehbaren Bodenverhältnissen" gestoßen ist.
Eigentlich sollte am 07.12.2020 der Zugang fertig werden, nun Spricht die DB hier von einer Fertigstellung im 2 Quartal 2021.
Auch das Empfangsgebäude wird 2021 Fertiggestellt.
Eigentlich sollte die ganzen Bauarbeiten 2016 Fertig sein.
Hier der Link: [ga.de]

2.) Einschränkungen am Bonner HBF.

Der Bahnsteig 1 am Bonner HBF bekommt im Dezember einen Neuen Belag.
Ab ca. Mitte Dezember könnten dann auch Fernverkehrszüge wieder an Bahnsteig 1 Halten.
Das Bahnsteigdach Sanierung geht auf die Zielgerade zu.
Zu kompletten Fertigstellung kommt es allerdings noch nicht, die Sanierung zwischen Dach und Foyer ist noch offen.
Die Kosten liegen bei 33 Millionen Euro, zu beginn der Arbeiten noch bei 13 Millionen Euro.
Hier der Link: [ga.de]

3.) Zum Fahrplanwechsel mehr Stopps in Bonn und Siegburg.

Die DB plant für Siegburg 3 Züge mehr in Siegburg zu halten als ursprünglich geplant.
Neu der ICE 512 (München - Stuttgart - Frankfurt Flughafen - Köln) hält wieder in Siegburg/Bonn.
Auch ICE`S aus (München - Nürnberg - Frankfurt - Köln) halten in Siegburg/Bonn, auch Sonntags um 09:00/ 11:00/ 15:00/ 19:00 Uhr.
Allerdings hält die ICE Verbindung (Essen - Köln - Frankfurt) nur in Köln Messe/Deutz und nicht in Siegburg.
Damit steigt die Zahl der Fernverkehrszüge in Siegburg von bisher 60 nochmal.

Der ICE4 (7 Teilig) soll zwischen Köln und Berlin zum Einsatz kommen.
Bonn und Berlin werden in Zukunft von 14 ICE Verbindungen Umsteigefrei verbunden, zurzeit sind es 4.
Neu kommt ein neuer Nacht-ICE 22:48 Uhr ab Bonn HBf und in Berlin an 05:36 Uhr.
Zudem kommt es auf der RB 26 zur Dreifachtraktion zwischen Köln und Remagen, Sitzplatzzahl erhöht sich von 504 auf 756.
Hier der Link: [ga.de]

Mit Freundlichen Grüßen
Tim

Re: Neuigkeiten aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis.

geschrieben von: Tebe

Datum: 19.11.20 10:33

Wiedereröffnung von Bahnsteig 1 für FV und Fertigstellung des Daches auf der Zielgeraden - dass ich das in diesem Leben noch erleben darf. Da schließt 2020 ja nochmal mit unerwartet guten Nachrichten ab. Dann kann man sich ja jetzt am besten direkt auf Bahnsteig 2/3 stürzen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.11.20 10:34.

Re: Neuigkeiten aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis.

geschrieben von: Acobono

Datum: 19.11.20 11:45

Tebe schrieb:
Wiedereröffnung von Bahnsteig 1 für FV und Fertigstellung des Daches auf der Zielgeraden - dass ich das in diesem Leben noch erleben darf. Da schließt 2020 ja nochmal mit unerwartet guten Nachrichten ab. Dann kann man sich ja jetzt am besten direkt auf Bahnsteig 2/3 stürzen.
Tut man ja auch - die Bonn-Berlin ICE werden doch garantiert wie vor den Umbauarbeiten stundenlang Gleis 2 belegen und damit Bonn wieder effektiv auf 4 Kanten reduzieren.

Eigentlich war das weiterleiten nach Bad Godesberg eine Super Idee, aber offensichtlich ist das zu einfach für die Kapazitätssteigerung. Wie war das noch mit Gleis 409?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.11.20 11:45.

Re: Neuigkeiten aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis.

geschrieben von: Michael89

Datum: 19.11.20 12:37

Hallo,

Acobono schrieb:
Eigentlich war das weiterleiten nach Bad Godesberg eine Super Idee, aber offensichtlich ist das zu einfach für die Kapazitätssteigerung. Wie war das noch mit Gleis 409?
wenn ich das richtig verstanden habe ist das Hauptproblem dabei dass man von der Ausfahrt Bad Godesberg Nord bis Bad Godesberg im Gegengleis fahren muss, da vor dem Bahnhof Bad Godesberg kein Gleiswechsel mehr zum Wechsel auf das rheinseitige Gleis vorhanden ist. Das ist schon eine nicht unerhebliche Strecke (zumal mit verminderter Geschwindigkeit, mit wie viel sind die Weichen im ablenkenden Strang befahrbar?) und kostet somit sicherlich Trassen. Aktuell wird das, soweit ich das dem Fahrplan entnehmen kann, täglich noch mit 1-2 IC-Zügen praktiziert.

Gruß Michael

Re: Neuigkeiten aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis.

geschrieben von: Acobono

Datum: 19.11.20 13:50

Michael89 schrieb:
Hallo,

Acobono schrieb:
Eigentlich war das weiterleiten nach Bad Godesberg eine Super Idee, aber offensichtlich ist das zu einfach für die Kapazitätssteigerung. Wie war das noch mit Gleis 409?
wenn ich das richtig verstanden habe ist das Hauptproblem dabei dass man von der Ausfahrt Bad Godesberg Nord bis Bad Godesberg im Gegengleis fahren muss, da vor dem Bahnhof Bad Godesberg kein Gleiswechsel mehr zum Wechsel auf das rheinseitige Gleis vorhanden ist. Das ist schon eine nicht unerhebliche Strecke (zumal mit verminderter Geschwindigkeit, mit wie viel sind die Weichen im ablenkenden Strang befahrbar?) und kostet somit sicherlich Trassen. Aktuell wird das, soweit ich das dem Fahrplan entnehmen kann, täglich noch mit 1-2 IC-Zügen praktiziert.

Gruß Michael
Man muss von Höhe Wurzerstraße im Gegengleis fahren, ja. Das ist aber gerade mal ein Kilometer. Die verminderte Geschwindigkeit ist an dem Punkt unerheblich, da der Gleiswechsel bei der Einfahrt stattfindet und somit der ICE sich ohnehin im Bremsvorgang befinden würde.

Trassen sollte das eigentlich keine kosten. Da keine zusätzlichen Trassen bestellt werden dürfen (überlasteter Schienenstrang) muss der neue ICE zwangsweise auf den zweistündlich freien Trassen des IC35 fahren. Das heiße ab Bonn Hbf :38, der Gleiswechsel müsste also um :43 in Godesberg stattfinden, das ist präzise die Lücke zwischen gerade eben vorbeigefahrenem FV in Nordrichtung und der um :46 in Nordrichtung in Godesberg abfahrenden RB48. Genau auf diese Lücke fährt ja bereits der bestehende in Godesberg endende IC der Linie 35 drauf, ohne die anderen Trassen zu beeinflussen.

Der Entlastungseffekt für Bonn Hbf hingegen wäre enorm. Mit der im PEK angedachten Doppelbelegung von Gleis 2 könnten somit sowohl RB48HVZ als auch Ahrtalbahn endlich relativ unabhängig vom Restverkehr geführt werden. Das würde eine zusätzliche freie Kante (Gleis 4) bedeuten sowie die Möglichkeit, die HVZ RB48 endlich so zu verlegen dass sie zumindest in eine Richtung die Kunstpause in Brühl/Köln Süd sein lassen kann. Es macht außerdem die Betriebsführung für Überholungen in Bonn Hbf flexibler wenn nicht mehr in Südrichtung einer der Züge in Gleis 2 und damit bei der Südausfahrt in Gegenrichtung überholen muss.

Es ist meiner Meinung nach Irrsinn den vollständig überforderten Bonn Hbf mit einem weiteren Dauersteher zu belasten wenn man mit Bad Godesberg einen Bahnhof mit 4 Kanten hat von denen planmäßig nur 2 benutzt werden.

Re: Neuigkeiten aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis.

geschrieben von: hsimpson

Datum: 19.11.20 16:29

Acobono schrieb:
Man muss von Höhe Wurzerstraße im Gegengleis fahren, ja. Das ist aber gerade mal ein Kilometer. Die verminderte Geschwindigkeit ist an dem Punkt unerheblich, da der Gleiswechsel bei der Einfahrt stattfindet und somit der ICE sich ohnehin im Bremsvorgang befinden würde.
Quatsch. Natürlich macht das erheblich was aus. Der ICE muss ja jetzt schon einen Km früher einbremsen. Und belegt dann einen Kilometer das Gegengleis, zuzüglich Zuglänge von nochmal bis zu einem Knappen halben Kilometer kommt da ordentlich was an Zeit zusammen, wenn der Zug nur ~60 fahren kann. Da darf der Gegenzug schnell mal in die Eisen gehen.
Acobono schrieb:
Es ist meiner Meinung nach Irrsinn den vollständig überforderten Bonn Hbf mit einem weiteren Dauersteher zu belasten wenn man mit Bad Godesberg einen Bahnhof mit 4 Kanten hat von denen planmäßig nur 2 benutzt werden.
Grade das nördliche Überholgleis wird aber definitiv gebraucht, wenn der FV mal wieder zu spät ist für die Überholung in Remagen. Das passiert sehr oft, dass hier ein NV-Zug an die Seite geht. Steht dann in Godesberg ein Zug im Überholgleis, darf der NV entweder in Remagen warten, in Mehlem durchs Gegengleis an die Seite, oder der FV hängt bis Sechtem hinter dem RV.

Grüße

Re: Neuigkeiten aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis.

geschrieben von: hsimpson

Datum: 19.11.20 16:29

hsimpson schrieb:
Acobono schrieb:
Man muss von Höhe Wurzerstraße im Gegengleis fahren, ja. Das ist aber gerade mal ein Kilometer. Die verminderte Geschwindigkeit ist an dem Punkt unerheblich, da der Gleiswechsel bei der Einfahrt stattfindet und somit der ICE sich ohnehin im Bremsvorgang befinden würde.
Quatsch. Natürlich macht das erheblich was aus. Der ICE muss ja jetzt schon einen Km früher einbremsen. Und belegt dann einen Kilometer das Gegengleis, zuzüglich Zuglänge von nochmal bis zu einem Knappen halben Kilometer kommt da ordentlich was an Zeit zusammen, wenn der Zug nur ~60 fahren kann. Da darf der Gegenzug schnell mal in die Eisen gehen.

Acobono schrieb:
Es ist meiner Meinung nach Irrsinn den vollständig überforderten Bonn Hbf mit einem weiteren Dauersteher zu belasten wenn man mit Bad Godesberg einen Bahnhof mit 4 Kanten hat von denen planmäßig nur 2 benutzt werden.
Grade das nördliche Überholgleis wird aber definitiv gebraucht, wenn der FV mal wieder zu spät ist für die Überholung in Remagen. Das passiert sehr oft, dass hier ein NV-Zug an die Seite geht. Steht dann in Godesberg ein Zug im Überholgleis, darf der NV entweder in Remagen warten, in Mehlem durchs Gegengleis an die Seite, oder der FV hängt bis Sechtem hinter dem RV.

Grüße

Re: Neuigkeiten aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis.

geschrieben von: Acobono

Datum: 19.11.20 17:09

hsimpson schrieb:
Acobono schrieb:
Man muss von Höhe Wurzerstraße im Gegengleis fahren, ja. Das ist aber gerade mal ein Kilometer. Die verminderte Geschwindigkeit ist an dem Punkt unerheblich, da der Gleiswechsel bei der Einfahrt stattfindet und somit der ICE sich ohnehin im Bremsvorgang befinden würde.
Quatsch. Natürlich macht das erheblich was aus. Der ICE muss ja jetzt schon einen Km früher einbremsen. Und belegt dann einen Kilometer das Gegengleis, zuzüglich Zuglänge von nochmal bis zu einem Knappen halben Kilometer kommt da ordentlich was an Zeit zusammen, wenn der Zug nur ~60 fahren kann. Da darf der Gegenzug schnell mal in die Eisen gehen.


Da kommt aber planmäßig kein Gegenzug. Zwischen der RB48 und dem FV ist da nix. Ginge ja auch schlecht. Das ganze ist ja auch kein Wunschkonstrukt, das wird ja 1:1 so bereits um 16:43 gefahren. Der FV ist da seit mindestens 3 Minuten durch und die RB kommt 3 Minuten später. Eigentlich müsste der jetztige Umlauf der Linie 10 der in Godesberg endet die Trassen noch viel mehr durcheinanderbringen, weil dieser dank Auslassen von Bonn Hbf schon um :38 in Godesberg ankommen soll und bei nur 1-2 Minuten Verspätung dem entgegenkommenden FV voll in die Bresche fährt.


Zitat
Grade das nördliche Überholgleis wird aber definitiv gebraucht, wenn der FV mal wieder zu spät ist für die Überholung in Remagen
1. Das nördliche Überholgleis steht doch so oder so nicht zur Verfügung wenn da 70% des Tages ein ICE rumsteht. Ob sich da nun ein ICE4 drauf langweilt oder zwei Regionalzüge abgefertigt werden ist für die Überholungsmöglichkeit schnurzpiepegal.

2. Habe ich auch wenn die Möglichkeit bestünde früher seltenst bis überhaupt nicht eine Überholung in Bonn Hbf in Nordrichtung erlebt. Und ich benutze diesen Bahnhof schon wirklich lange. Am häufigsten hab ich sowas tatsächlich erst seit Beginn der Bauarbeiten gesehen, wo die Züge sowieso schon auf Gleis 2 standen. Ich vermute mal ins Blaue hinein dass das damit zusammenhängen dürfte dass bei einer Überholung in Nordrichtung der zu überholende Zug nach Gleis 2 einfahren muss, und daher so etwas früher geplant werden muss als bei einer relativ spontanen Überholung wegen zu langer Standzeit.


Zitat
Steht dann in Godesberg ein Zug im Überholgleis, darf der NV entweder in Remagen warten, in Mehlem durchs Gegengleis an die Seite, oder der FV hängt bis Sechtem hinter dem RV.
Was sollte in Godesberg bitte im Überholgleis stehen? Vor der RB26 kommt da ne ganze weile gar nichts, und GV kann genausogut auf Höhe Wurzerstraße auf das Überholgleis wechseln. Mal abgesehen davon hat man schon im jetzigen Zustand überhaupt keine Hemmungen die RB26 in Mehlem an die Seite zu schicken wenn das heißt dass der verspätete FV 20 Sekunden schneller in Bonn Hbf ist, ob die RB26 dann mit +8 weiterdackeln darf ist da komplett egal.

Außer den Status Quo von 2015 herzustellen und es als Verbesserung verkaufen zu können sehe ich keinen Grund, das Konzept nicht so durchzuführen. Am ehesten noch Personalgründe.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.11.20 17:13.

Re: Neuigkeiten aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis.

geschrieben von: Uwe Busch

Datum: 19.11.20 18:06

Wäre es eine Möglichkeit, den südlich des Bonner Hbf liegenden Betriebsbahnhof Neuer Weg als Wendestelle für die in Bonn endenden ICE zu nutzen? Oder wird Bonn auch für Versorgung mit Catering / Wasser o.ä. genutzt?

Grüße aus dem Volmetal
Uwe
http://abload.de/img/bahnhofschildmeinerzhy3qro.jpg
Dieser wird für die Vario Triebwagen (RB30/ S23) und National Express HVZ Triebwagen genutzt, ansonsten stehen dort mindestens 1-2 Güterzüge rum.

Aber ein Gedankenspiel von mir:

Die Abstellanlage der HGK vom Bendenfeldergleis (Hersel - Bonn Nord) liegt auf höhe Tannenbusch Süd, zwar unter viel Natur, aber die Gleise liegen noch.
Man könnte dort die Gleise Reaktivieren, dort einen Kleinen ICE Bahnhof bauen mit 4 Bahnsteigkanten.
Mit einer Füßgängerbrücke könnte man problemlos zur Stadtbahnlinie 16/63 (Tannenbusch Süd) gelangen, die im 10 min Takt verkehrt.
Selbst in Bonn endende IC könnten an dem ICE Bahnhof enden, und so den HBF noch mehr entlasten.

Auch wenn das Utopie ist, und mit großer Wahrscheinlichkeit nicht kommt, sollt man dies in betracht ziehen.

Mit Freundlichen Grüßen
Tim

Re: Neuigkeiten aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis.

geschrieben von: 103612

Datum: 19.11.20 19:06

Uwe Busch schrieb:
Wäre es eine Möglichkeit, den südlich des Bonner Hbf liegenden Betriebsbahnhof Neuer Weg als Wendestelle für die in Bonn endenden ICE zu nutzen? Oder wird Bonn auch für Versorgung mit Catering / Wasser o.ä. genutzt?
Ich glaube es gibt Vorschläge von Netz den Neuen Weg in ein mittiges Überholgleis umzubauen, ebenso in Mehlem ein mittiges Wendegelis einzurichten, dass dann aber eher für die RB 48.

Könnte man in Godesberg die Durchgangsgleise nach außen legen ohne große Geschwindigkeitseinbrüche für durchfahrende Züge zu produzieren??

Re: Neuigkeiten aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis.

geschrieben von: Acobono

Datum: 19.11.20 19:28

103612 schrieb:
Könnte man in Godesberg die Durchgangsgleise nach außen legen ohne große Geschwindigkeitseinbrüche für durchfahrende Züge zu produzieren??
Könnte man rein theoretisch, wäre aber absoluter Overkill. Es würde schon reichen an der Nordseite einen doppelten Gleiswechsel einzufügen und schon ist Bad Godesberg ein perfekter Endbahnhof für Züge jeder Art.

Re: Neuigkeiten aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis.

geschrieben von: EXP

Datum: 19.11.20 20:14

Acobono schrieb:
103612 schrieb:
Könnte man in Godesberg die Durchgangsgleise nach außen legen ohne große Geschwindigkeitseinbrüche für durchfahrende Züge zu produzieren??
Könnte man rein theoretisch, wäre aber absoluter Overkill. Es würde schon reichen an der Nordseite einen doppelten Gleiswechsel einzufügen und schon ist Bad Godesberg ein perfekter Endbahnhof für Züge jeder Art.
Wenn ich mich richtig erinnere will man mit dem 720m Ausbau des dritten Gleies in Bad Godesberg Bord auch eine Weichenverbindnug im Bahnhof Bad Godesberg einbauen/verändern. Damit müssen Züge aus Norden kürzer ins Gegengleis um auf Gleis 4 in BadGo zu kommen.

103612 schrieb:
Zitat:
Uwe Busch schrieb:
Zitat:
Ich glaube es gibt Vorschläge von Netz den Neuen Weg in ein mittiges Überholgleis umzubauen, ebenso in Mehlem ein mittiges Wendegelis einzurichten, dass dann aber eher für die RB 48.
In Mehlem wird dies leider nicht passieren. Man wird den einfacheren Weg gehen und Gleis 3 modernisieren sowie ein Gleis 4 Bahnsteigkante ausstatten. Die RB48 soll dann im Gleis 4 wenden. In Südrichtung hat man dann Gleis 3 für Überholungen.

Re: Neuigkeiten aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis.

geschrieben von: hsimpson

Datum: 19.11.20 20:54

Acobono schrieb:Zitat:
Da kommt aber planmäßig kein Gegenzug. Zwischen der RB48 und dem FV ist da nix. Ginge ja auch schlecht. Das ganze ist ja auch kein Wunschkonstrukt, das wird ja 1:1 so bereits um 16:43 gefahren. Der FV ist da seit mindestens 3 Minuten durch und die RB kommt 3 Minuten später. Eigentlich müsste der jetztige Umlauf der Linie 10 der in Godesberg endet die Trassen noch viel mehr durcheinanderbringen, weil dieser dank Auslassen von Bonn Hbf schon um :38 in Godesberg ankommen soll und bei nur 1-2 Minuten Verspätung dem entgegenkommenden FV voll in die Bresche fährt.
Wenn der Zugverkehr auf der linken Rheinstrecke eines definitiv nur sehr selten ist, dann planmäßig. So Spaß wie einen Kilometer mit 60km/h einen Kilometer durchs Gegengleis zu zuckeln frisst einfach nur unnötig Kapazitäten, die woanders dringend gebraucht werden.

Acobono schrieb:
Zitat:
Grade das nördliche Überholgleis wird aber definitiv gebraucht, wenn der FV mal wieder zu spät ist für die Überholung in Remagen
1. Das nördliche Überholgleis steht doch so oder so nicht zur Verfügung wenn da 70% des Tages ein ICE rumsteht. Ob sich da nun ein ICE4 drauf langweilt oder zwei Regionalzüge abgefertigt werden ist für die Überholungsmöglichkeit schnurzpiepegal.

2. Habe ich auch wenn die Möglichkeit bestünde früher seltenst bis überhaupt nicht eine Überholung in Bonn Hbf in Nordrichtung erlebt. Und ich benutze diesen Bahnhof schon wirklich lange. Am häufigsten hab ich sowas tatsächlich erst seit Beginn der Bauarbeiten gesehen, wo die Züge sowieso schon auf Gleis 2 standen. Ich vermute mal ins Blaue hinein dass das damit zusammenhängen dürfte dass bei einer Überholung in Nordrichtung der zu überholende Zug nach Gleis 2 einfahren muss, und daher so etwas früher geplant werden muss als bei einer relativ spontanen Überholung wegen zu langer Standzeit.
Ich spreche vom Überholgleis in Godesberg. In Bonn Hbf wird grundsätzlich nicht überholt, weil es viel zu lange dauern würde. Bis der nachfolgende FV in Bonn abgefahren ist, ist der RV schon längst in Roisdorf angekommen.

Und das Überholgleis in Godesberg wird definitiv benötigt. Auch die RB48 geht hier des öfteren auf die Seite, wenn der FV mal wieder zu spät ist. Macht ja keinen Sinn, die in Mehlem stehen zu lassen, wenn sie schon bis Godesberg vorziehen kann. Dann fährt die sich nicht ganz so viel Verspätung ein.

Meiner Meinung nach sollte man die Züge wenn überhaupt im Überholgleis in Richtung Süden wenden lassen. Das wird deutlich seltener genutzt. Dazu dann noch eine neue Weichenverbindung, dass die Züge von dort direkt ins richtige Gleis fahren können und schon sind viele Probleme behoben.

Grüße

Re: Neuigkeiten aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis.

geschrieben von: Elztalbahn

Datum: 19.11.20 21:44

Acobono schrieb:
Tebe schrieb:
Wiedereröffnung von Bahnsteig 1 für FV und Fertigstellung des Daches auf der Zielgeraden - dass ich das in diesem Leben noch erleben darf. Da schließt 2020 ja nochmal mit unerwartet guten Nachrichten ab. Dann kann man sich ja jetzt am besten direkt auf Bahnsteig 2/3 stürzen.
Tut man ja auch - die Bonn-Berlin ICE werden doch garantiert wie vor den Umbauarbeiten stundenlang Gleis 2 belegen und damit Bonn wieder effektiv auf 4 Kanten reduzieren.

Eigentlich war das weiterleiten nach Bad Godesberg eine Super Idee, aber offensichtlich ist das zu einfach für die Kapazitätssteigerung. Wie war das noch mit Gleis 409?
Warum nicht gleich weiter nach Andernach und Koblenz?

Re: Neuigkeiten aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis.

geschrieben von: Acobono

Datum: 19.11.20 23:04

Elztalbahn schrieb:
Acobono schrieb:
Tut man ja auch - die Bonn-Berlin ICE werden doch garantiert wie vor den Umbauarbeiten stundenlang Gleis 2 belegen und damit Bonn wieder effektiv auf 4 Kanten reduzieren.

Eigentlich war das weiterleiten nach Bad Godesberg eine Super Idee, aber offensichtlich ist das zu einfach für die Kapazitätssteigerung. Wie war das noch mit Gleis 409?
Warum nicht gleich weiter nach Andernach und Koblenz?
Für Remagen/Andernach/Koblenz braucht man zusätzliche Umläufe - für Godesberg nicht. In Andernach ist außerdem die gleiche Wendeproblematik wie in Godesberg, und Remagen hat alles außer Platz um eben mal nen ICE zu betreuen.

Bad Godesberg Nord / ehem. Güterbahnhof, KBBGN

geschrieben von: Lz

Datum: 19.11.20 23:06

Was ist denn mit dem Gleis des ehemaligen Güterbahnhofes, finden da regelmäßig Überholungen statt. Ansonsten könnte der ICE dort wenden.

Gruß, Lz

Re: Neuigkeiten aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis.

geschrieben von: Acobono

Datum: 20.11.20 00:50

hsimpson schrieb:
Acobono schrieb:Zitat:
Da kommt aber planmäßig kein Gegenzug. Zwischen der RB48 und dem FV ist da nix. Ginge ja auch schlecht. Das ganze ist ja auch kein Wunschkonstrukt, das wird ja 1:1 so bereits um 16:43 gefahren. Der FV ist da seit mindestens 3 Minuten durch und die RB kommt 3 Minuten später. Eigentlich müsste der jetztige Umlauf der Linie 10 der in Godesberg endet die Trassen noch viel mehr durcheinanderbringen, weil dieser dank Auslassen von Bonn Hbf schon um :38 in Godesberg ankommen soll und bei nur 1-2 Minuten Verspätung dem entgegenkommenden FV voll in die Bresche fährt.
Wenn der Zugverkehr auf der linken Rheinstrecke eines definitiv nur sehr selten ist, dann planmäßig. So Spaß wie einen Kilometer mit 60km/h einen Kilometer durchs Gegengleis zu zuckeln frisst einfach nur unnötig Kapazitäten, die woanders dringend gebraucht werden.


Ach und alle 2 Stunden 90 Minuten in einem von drei langen Gleisen im Hauptknotenbahnhof des überlasteten Abschnitts rumzustehen frisst nicht unnötig Kapazitäten? Godesberg hat de facto mehr FV-tüchtige Kanten zur Verfügung als Bonn Hbf.

Nochmal, das ganze wird bereits mit IC2203 praktiziert, und bisher ist das auffälligste daran wie oft er ausfällt weil mal wieder Bauarbeiten auf der linken Rheinstrecke sind.

Zumal auch das zuckeln auf dem Gegengleis insofern ein Nonarggument ist als man oft genug sogar ohne Überholung einfach aus Jux und Dollerei in der RB26 oder RB48 in Hürth auf Gleis 51 gelenkt wird, in Nordrichtung. Schön zweimal am schwierigsten Verjüngungspunkt (der sogar deswegen extra ein aufwändiges Überwerfungsbauwerk bekommen soll) quer übers Gleisfeld. Aber bloß keine ICE einmal in Godesberg in einer planmäßig freien Trasse auf Gleis 3.

Unplanmäßigkeit des durchschnittlichen Zugverkehrs kann kein Argument sein, dringend notwendige Kapazitätserhöhungen auszusetzen. Nach der Logik müsste auch die RB26 wieder in drei Linien aufgeteilt werden (RB26 Nord, RB26 Süd, RB32, Brechpunkte Remagen und Koblenz) damit die zwangsläufige Verknüpfung mit den überholenden Trassen entfällt, weil zu störanfällig. Und sowas wie die RB48HVZ gehört sofort gestrichen.

Zitat
Und das Überholgleis in Godesberg wird definitiv benötigt. Auch die RB48 geht hier des öfteren auf die Seite, wenn der FV mal wieder zu spät ist. Macht ja keinen Sinn, die in Mehlem stehen zu lassen, wenn sie schon bis Godesberg vorziehen kann. Dann fährt die sich nicht ganz so viel Verspätung ein.
Das ist zwar alles ganz schön logisch, die Realität sieht anders aus. Die Verspätung der RB48 interessiert absolut niemanden und erst recht keinen Fahrdienstleiter. Die wird in einer überwältigen Anzahl der Fälle wunderschön in Mehlem stehen gelassen, auch wenn in Godesberg gähnende Leere herrscht. Siehe hierzu auch die oben schon erwähnten Juxabstecher in Kalscheueren. Der Hauptgrund warum die RB48 öfter in Godesberg auf Gleis 3 landet ist, weil sie aufgrund von >40 Minuten Verspätung eine Pofallawende hinlegt. Witzigerweise, per 60km/h Zuckelei übers Gegengleis.

Letztendlich konnte man doch die letzen Jahre sehen wie sehr dieses Gleis im Planbetrieb benötigt wird: Denn da dank der Belegung von Bonn Hbf Gleis 2 durch die Fernzüge (und am Anfang noch die Regionalzüge) die RB30 nach Godesberg eingekürzt wird sobald man auf der linken Rheinstrecke auch nur einen Baum schief anguckt war die Hauptbelegung der letzten Jahre neben den beiden FV Umläufen von Godesberg Gleis 3 ein 51 Minuten gemütlich dahintuckernder Coradia LINT. In den restlichen 9 Minuten hat da sicherlich keine Überholung stattgefunden.

Zitat
Meiner Meinung nach sollte man die Züge wenn überhaupt im Überholgleis in Richtung Süden wenden lassen. Das wird deutlich seltener genutzt. Dazu dann noch eine neue Weichenverbindung, dass die Züge von dort direkt ins richtige Gleis fahren können und schon sind viele Probleme behoben.
Wenn man sowieso neue Infrastruktur schafft dann lassen sich eh viele Probleme lösen. Aber da man 7 Mio € und einen Zeithorizont von fast 5 Jahren für eine Weiche in Köln Hbf anberaumt hat sage ich mal vorsichtig, ganz so einfach wird das nicht. Zumal das eh ja nur eine "Übergangslösung" wäre bis feststeht wie der 3/4-gleisige Ausbau Kalscheuren - Mehlem aussieht.

Der Vorteil der von mir benannten Lösung ist dass sie ebenmal so zum Fahrplanwechsel nächsten Monat umsetzbar wäre - die Trasse ist frei, die Möglichkeit erprobt, es werden keine zusätzlichen Umläufe oder Fahrzeuge benötigt, und niemand außer DB FV und DB Netz wird direkt tangiert. Mehrkosten vernachlässigbar.

Re: Bad Godesberg Nord / ehem. Güterbahnhof, KBBGN

geschrieben von: Acobono

Datum: 20.11.20 00:53

Lz schrieb:
Was ist denn mit dem Gleis des ehemaligen Güterbahnhofes, finden da regelmäßig Überholungen statt. Ansonsten könnte der ICE dort wenden.

Gruß, Lz
Der ICE wurde zumindest früher in Bonn Hbf immer gereinigt und teilweise neu bestückt. Das lässt sich in Bonn Godesberg Nord nicht wirklich machen. Außerdem müsste man Behelfsbahnsteige errichten sowie zumindest ein Häuschen dass das Zugpersonal nicht 90+ Minuten effektiv auf freier Strecke im Zug eingesperrt sitzt. Personaltausch wird so auch schwieriger. Das ist alles andere als ideal.

Re: Neuigkeiten aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis.

geschrieben von: Strizie

Datum: 20.11.20 11:55

Acobono schrieb:
Wenn man sowieso neue Infrastruktur schafft dann lassen sich eh viele Probleme lösen. Aber da man 7 Mio € und einen Zeithorizont von fast 5 Jahren für eine Weiche in Köln Hbf anberaumt hat sage ich mal vorsichtig, ganz so einfach wird das nicht. Zumal das eh ja nur eine "Übergangslösung" wäre bis feststeht wie der 3/4-gleisige Ausbau Kalscheuren - Mehlem aussieht.
Mit dem Ausbau der linken Rheinstrecke und Umsetzung der S 17 steigen eher die Probleme in Bonn Hbf anstatt diese zu minimieren.

In Bonn hat man jetzt einfach die Chance verpasst den Hauptbahnhof zu erweitern bzw. das Bahnhofsvorfeld entsprechend umzugestalten.

Ganz nebenbei bin ich letztens entsetzt gewesen wie hässlich es dort vor dem Bonner Hbf aussieht. Dagegen war das Bonner Loch ja richtig schön. Auch wirkt der Kontrast zur Poppelsdorfer Allee auf der anderen Bahnhofsseite sehr extrem.

Re: Neuigkeiten aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis.

geschrieben von: Ulf Kutzner

Datum: 20.11.20 12:05

hsimpson schrieb:
Acobono schrieb:Zitat:
Da kommt aber planmäßig kein Gegenzug. Zwischen der RB48 und dem FV ist da nix. Ginge ja auch schlecht. Das ganze ist ja auch kein Wunschkonstrukt, das wird ja 1:1 so bereits um 16:43 gefahren. Der FV ist da seit mindestens 3 Minuten durch und die RB kommt 3 Minuten später. Eigentlich müsste der jetztige Umlauf der Linie 10 der in Godesberg endet die Trassen noch viel mehr durcheinanderbringen, weil dieser dank Auslassen von Bonn Hbf schon um :38 in Godesberg ankommen soll und bei nur 1-2 Minuten Verspätung dem entgegenkommenden FV voll in die Bresche fährt.
Wenn der Zugverkehr auf der linken Rheinstrecke eines definitiv nur sehr selten ist, dann planmäßig. So Spaß wie einen Kilometer mit 60km/h einen Kilometer durchs Gegengleis zu zuckeln frisst einfach nur unnötig Kapazitäten, die woanders dringend gebraucht werden.

Acobono schrieb:
Zitat:
Grade das nördliche Überholgleis wird aber definitiv gebraucht, wenn der FV mal wieder zu spät ist für die Überholung in Remagen
1. Das nördliche Überholgleis steht doch so oder so nicht zur Verfügung wenn da 70% des Tages ein ICE rumsteht. Ob sich da nun ein ICE4 drauf langweilt oder zwei Regionalzüge abgefertigt werden ist für die Überholungsmöglichkeit schnurzpiepegal.

2. Habe ich auch wenn die Möglichkeit bestünde früher seltenst bis überhaupt nicht eine Überholung in Bonn Hbf in Nordrichtung erlebt. Und ich benutze diesen Bahnhof schon wirklich lange. Am häufigsten hab ich sowas tatsächlich erst seit Beginn der Bauarbeiten gesehen, wo die Züge sowieso schon auf Gleis 2 standen. Ich vermute mal ins Blaue hinein dass das damit zusammenhängen dürfte dass bei einer Überholung in Nordrichtung der zu überholende Zug nach Gleis 2 einfahren muss, und daher so etwas früher geplant werden muss als bei einer relativ spontanen Überholung wegen zu langer Standzeit.
Ich spreche vom Überholgleis in Godesberg. In Bonn Hbf wird grundsätzlich nicht überholt, weil es viel zu lange dauern würde. Bis der nachfolgende FV in Bonn abgefahren ist, ist der RV schon längst in Roisdorf angekommen.

Wie ist/war das mit Überholung in Bonn Hbf durch durchfahrendem FV, etwa solchen,
der in Godesberg beginnt oder NJ heißt?

Gruß, ULF

Re: Neuigkeiten aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis.

geschrieben von: Acobono

Datum: 20.11.20 12:20

Strizie schrieb:
Mit dem Ausbau der linken Rheinstrecke und Umsetzung der S 17 steigen eher die Probleme in Bonn Hbf anstatt diese zu minimieren.

Klar, aber bis man einsieht dass mindestens 8 wendende und 16 durchfahrende Züge pro Stunde (exklusive GV) nicht an drei lange und zwei kurze Kanten passen muss man ja nicht den Status Quo von 2005 behalten. Erst recht nicht, wenn man den Ausbau der S23 so voranpeitscht.

Strizie schrieb:
In Bonn hat man jetzt einfach die Chance verpasst den Hauptbahnhof zu erweitern bzw. das Bahnhofsvorfeld entsprechend umzugestalten.
Sehe ich genauso aber vergossener Milch muss man nicht mehr hinterherweinen. Die Chance ist auf absehbare Zeit vertan, Ende Gelände. Da wird man im Zweifel halt stapeln müssen oder eine Frankfurt Flughafen Trennung machen.


Strizie schrieb:
Ganz nebenbei bin ich letztens entsetzt gewesen wie hässlich es dort vor dem Bonner Hbf aussieht. Dagegen war das Bonner Loch ja richtig schön. Auch wirkt der Kontrast zur Poppelsdorfer Allee auf der anderen Bahnhofsseite sehr extrem.
Naja, das große Problem am Bonner Loch war ja nicht wie es oberirdisch aussah. Die langen weiten Stufen mit Kunstelementen waren zwar meist etwas verdreckt, aber wer Brutalismus mochte hat da schon vorher seinen Gefallen gefunden. Das Problem mit dem Bonner Loch war ja eher das unterirdische Klientel und die dunklen, schlecht gereinigten Gänge. Als Einkaufsbahnhof hat man zumindest unterirdisch definitiv dazugewonnen, es ist hell, man hat tatsächlich vernünftige Geschäfte und die Ästhetik wirkt auch eher freundlich statt gedrungen. Klotzgebäude A (Südüberbauung) durch Klotzgebäude B, C und D zu ersetzen (Urban Soul) grenzt natürlich irgendwo an schlechten Humor. Zumal diese Sandsteingebäude doch garantiert in ~15 Jahren die gleiche Farbe annehmen werden wie es einst die Südüberbauung tat. Der Kölner Dom war auch mal hell....



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.11.20 12:23.