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Corona-Zuschuss an die DB wird vsl. deutlich reduziert

geschrieben von: hansibahn

Datum: 18.11.20 20:46

Wie die Stuttgarter Zeitung hier aus Aufsichtsratkreisen meldet, möchte die EU-Wettbewerbskommision die geplanten Corona-Beihilfen von 5Mrd. € deutlich reduzieren, und vsl. nur die Hälfte unter "strengen Auflagen" genehmigen.

Auf der anderen Seite, rechnen Konzernkreise mittlerweile mit Corona-Induzierten Ausfällen in Höhe von 10 Mrd. €, d.h. wenn diese Zahlen stimmen, besteht bei der DB damit ein Minus von 7,5 Mrd. €. Money-quote aus den Aufsichtratkreisen ist nachfolgend:
Zitat
In Aufsichtsratskreisen wird befürchtet, dass die bisherigen Ziele der Strategie „Starke Schiene“ nicht mehr erreichbar sein werden, weil wegen drohender Infektionsrisiken und dem Trend zum Homeoffice die Bahn dauerhaft Fahrgäste verlieren könnte. Besonders die Nachfrage bei Geschäftsreisen sei stark gesunken, heißt es. Deshalb müssten die bisherigen Ziele auch der Bundesregierung, die Fahrgastzahlen bis 2030 zu verdoppeln, der Realität angepasst und korrigiert werden.
"Korrigiert" ist ein ziemlich schöner Euphemismus. Soviel zum Thema es wäre trotz Corona alles in Ordnung und der Angebotsaubau ginge wie geplant von statten.
hansibahn schrieb:
Wie die Stuttgarter Zeitung hier aus Aufsichtsratkreisen meldet, möchte die EU-Wettbewerbskommision die geplanten Corona-Beihilfen von 5Mrd. € deutlich reduzieren, und vsl. nur die Hälfte unter "strengen Auflagen" genehmigen.

Auf der anderen Seite, rechnen Konzernkreise mittlerweile mit Corona-Induzierten Ausfällen in Höhe von 10 Mrd. €, d.h. wenn diese Zahlen stimmen, besteht bei der DB damit ein Minus von 7,5 Mrd. €. Money-quote aus den Aufsichtratkreisen ist nachfolgend:
Zitat
In Aufsichtsratskreisen wird befürchtet, dass die bisherigen Ziele der Strategie „Starke Schiene“ nicht mehr erreichbar sein werden, weil wegen drohender Infektionsrisiken und dem Trend zum Homeoffice die Bahn dauerhaft Fahrgäste verlieren könnte. Besonders die Nachfrage bei Geschäftsreisen sei stark gesunken, heißt es. Deshalb müssten die bisherigen Ziele auch der Bundesregierung, die Fahrgastzahlen bis 2030 zu verdoppeln, der Realität angepasst und korrigiert werden.
"Korrigiert" ist ein ziemlich schöner Euphemismus. Soviel zum Thema es wäre trotz Corona alles in Ordnung und der Angebotsaubau ginge wie geplant von statten.

Man sollte eventuell doch einmal nachdenken ob man weiterhin die ICE mit 10% Auslastung durch die Lande schickt, im Glauben an das der Bund die Miese schon ausgleicht...

Re: Corona-Zuschuss an die DB wird vsl. deutlich reduziert

geschrieben von: pm

Datum: 18.11.20 21:12

Es fahren sogar weiter am Freitag leere Entlaster ICs durch die Gegend.Es ist nur noch grotesk wie Bund,DB und Aufgabenträger unser Geld zum Fenster rausschmeißen.
Die Autobahnen haben auch alle weiter offen, warum sollte die DB da zusperren?
So einleuchtend es erscheint, im Fernverkehr einen Notfahrplan einzuführen:
Man kann nicht mal eben innerhalb von wenigen Tagen einen zusätzlichen Fahrplanwechsel herbeiführen, der ein paar Wochen später vielleicht wieder rückgängig gemacht werden muss.
(Zugumläufe, Tf-Dienstpläne und Zugbegleiter-Dienstpläne sind wahrscheinlich selten deckungsgleich. Es muss also viel gebastelt werden.)

Keiner weiß bis jetzt, wie sich die Bevölkerung im Dezember und Januar genau verhalten wird. Vielleicht heißt es am 15. Dezember ganz plötzlich und unerwartet: Schulen und Kindergärten in verlängerte Weihnachtsferien, dann fünf Tage vorweihnachtliche Quarantäne für alle und anschließend Weihnachtsfeiern mit bis zu 15 Personen sowie unbeschränkte touristische Reisen in ganz Deutschland!
Wie soll sich ein Riesen-Konzern darauf vorbereiten?

Allerdings ist Fingerspitzengefühl gefragt:
Vielleicht kann man die Fahrpläne ein wenig durchforsten, welche Fahrten man ohne großen Aufwand wegfallen lassen und ein paar Wochen zügig wieder einführen kann. (Auf manchen Routen könnte man vielleicht auch Extra-Zuschüsse der Länder gewähren, wenn FV-Züge 1-2 Wagen für NV-Zeitkarteninhaber reservieren. Aber zu solchen Entscheidungen wird es sicher nicht kommen.)

Du würdest alles besser machen?

geschrieben von: Tobias Michel

Datum: 18.11.20 22:10

Guten Abend,

Aber "schmutzige" Diesel-LKW zu verschrotten ist schlecht oder wie? Klar gehört mehr Güterverkehr auf die Schiene, das Verkehrsministerium muss dringend neu besetzt werden usw.... Aber ein bisschen Geld verdienen darf Deutschland, sprich WIR, schon noch, oder? Für den Bahnvorstand könnte man dieses Jahr einfach mal ein bisschen das Weihnachtsgeld kürzen und in die Schieneninfrastruktur umleiten ;-)
Heckeneilzugfan schrieb:
So einleuchtend es erscheint, im Fernverkehr einen Notfahrplan einzuführen:
Man kann nicht mal eben innerhalb von wenigen Tagen einen zusätzlichen Fahrplanwechsel herbeiführen, der ein paar Wochen später vielleicht wieder rückgängig gemacht werden muss.
(Zugumläufe, Tf-Dienstpläne und Zugbegleiter-Dienstpläne sind wahrscheinlich selten deckungsgleich. Es muss also viel gebastelt werden.)

Keiner weiß bis jetzt, wie sich die Bevölkerung im Dezember und Januar genau verhalten wird. Vielleicht heißt es am 15. Dezember ganz plötzlich und unerwartet: Schulen und Kindergärten in verlängerte Weihnachtsferien, dann fünf Tage vorweihnachtliche Quarantäne für alle und anschließend Weihnachtsfeiern mit bis zu 15 Personen sowie unbeschränkte touristische Reisen in ganz Deutschland!
Wie soll sich ein Riesen-Konzern darauf vorbereiten?

Allerdings ist Fingerspitzengefühl gefragt:
Vielleicht kann man die Fahrpläne ein wenig durchforsten, welche Fahrten man ohne großen Aufwand wegfallen lassen und ein paar Wochen zügig wieder einführen kann. (Auf manchen Routen könnte man vielleicht auch Extra-Zuschüsse der Länder gewähren, wenn FV-Züge 1-2 Wagen für NV-Zeitkarteninhaber reservieren. Aber zu solchen Entscheidungen wird es sicher nicht kommen.)
Die Airlines agieren aktuell jeweils mit Flugplananpassungen im Monatsrythmus.
Geht bei tausenden von Piloten und Flugbegleitern auch.
Warum sollte das nicht auch bei der DB im FV gehen?

Der Unterschied...

geschrieben von: gastronomie1916

Datum: 18.11.20 22:19

... liegt darin, dass im Automobilbereich nicht ein Anbieter bevorzugt wird, sondern das Geld steht allen Anbietern zur Verfügung. Im Bereich Bahn hat sich unsere Bundesregierung dazu entschieden nur die DB zu entschädigen und damit einseitig zu handeln.

Re: Der Unterschied...

geschrieben von: JeDi

Datum: 18.11.20 22:23

gastronomie1916 schrieb:
... liegt darin, dass im Automobilbereich nicht ein Anbieter bevorzugt wird, sondern das Geld steht allen Anbietern zur Verfügung. Im Bereich Bahn hat sich unsere Bundesregierung dazu entschieden nur die DB zu entschädigen und damit einseitig zu handeln.
Und selbst das kann der Bund ja gerne tun, dann aber doch bitte mit einer konkreten Bestellung eines Leistungsangebotes - und nicht mit der Gießkanne. Ein Verlässliches Angebot ist wichtig, muss dann aber eben für die Hilfsgelder auch klar definiert sein.

Die S21 fährt von Elbgaustraße nach Aumühle!
Zitat
So einleuchtend es erscheint, im Fernverkehr einen Notfahrplan einzuführen:
Man kann nicht mal eben innerhalb von wenigen Tagen einen zusätzlichen Fahrplanwechsel herbeiführen, der ein paar Wochen später vielleicht wieder rückgängig gemacht werden muss.
(Zugumläufe, Tf-Dienstpläne und Zugbegleiter-Dienstpläne sind wahrscheinlich selten deckungsgleich. Es muss also viel gebastelt werden.)
Schonmal von Flixtrain gehört? Die schaffen das auch. ;-)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.11.20 22:27.
In Frankreich brachte man es zumindest fertig, das Angebot an die Nachfrage anzupassen (und das obwohl auch die franz. Züge über Klimaanlagen verfügen):

[www.nzz.ch]

<<Im Personenverkehr wurde der Betrieb deswegen zeitweise auf 7% des normalen Angebotes reduziert, und der Konzern durfte nur jeden zweiten Sitzplatz verkaufen. Obwohl der Verkehr ab Mitte Mai nach und nach wieder erhöht wurde, dürfen die Züge erst seit Ende Juni wieder voll ausgelastet werden. Mit der andauernden Home-Office-Empfehlung ist das Passagieraufkommen jedoch weiter stark reduziert.>>



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.11.20 22:35.

Re: Der Unterschied...

geschrieben von: ant6n

Datum: 18.11.20 22:34

gastronomie1916 schrieb:
... liegt darin, dass im Automobilbereich nicht ein Anbieter bevorzugt wird, sondern das Geld steht allen Anbietern zur Verfügung. Im Bereich Bahn hat sich unsere Bundesregierung dazu entschieden nur die DB zu entschädigen und damit einseitig zu handeln.
Kann die Bundesregierung nicht einfach alle gefahrene FV-Fahrten in 2020 im Verhältnis zur verringerten Auslastung gegenüber 2019 anteilig und teilweise unterstützen. Sowas gibt’s doch auch für Selbstständige etc

Bitte genau lesen

geschrieben von: Bronnbach Bhf

Datum: 18.11.20 22:41

In dem Zeitungsbericht steht, dass die DB dieses Jahr statt der geplanten 5 Mrd. € nur 2,5 Mrd. € bekommt. Diese Einschränkung der EU war zu erwarten. Denn der Bund wollte mit der Zahlung die erwarteten, Corona bedingten Einbußen eben nicht nur für das Geschäftsjahr 2020 ausgleichen, sondern mit einer Art Blankoscheck auch für die Jahre 2021 und 2022. Also für Schäden, die noch garnicht eingetreten sind, sondern auf Basis von Planzahlen in der Zukunft "erwartet" werden. Erst wenn diese Corona bedingten Schäden in 2021 und 2022 tatsächlich entstanden und belegt sind, darf der Bund nach den Beihilferegeln auch die Gelder für das jeweilige Geschäftsjahr auszahlen.

Fazit. Die DB bekommt für ihre Corona bedingten Ausfälle im Jahr 2020 eine Eigenkapitalerhöhung von 2.5 Mrd. € durch den Bund, weil nach den Beihilferegeln der DB ein Schaden in dieser Höhe entstanden ist. Alle Schäden/Einnahmeausfälle in den Folgejahren müssen erst eintreten, damit die EU grünes Licht für weitere Beihilfen durch den Bund gibt. Ich kann daran nicht verwerfliches finden.

Edit will anmerken.
Im verlinkten ZM steht, dass der DB Konzern für dieses Jahr einen Verlust von 3 Mrd. € erwartet. Alleine die Abschreibung auf die Beteiligung von ARRIVA liegt bei 1,4 Mrd. €!!! Diese Abschreibung kann man wohl kaum Corona anlasten. Die Abschreibung auf die Beteiligung muss man aus dem Verlust von 3 Mrd. € rausrechnen. Macht somit einen operativen Verlust des DB Konzerns von 1,6 Mrd. €. Da ist eine erlaubte Beihilfe von 2,5 Mrd. € wahrlich kein schlechter Deal.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.11.20 22:48.

Wie erkennt man 'Eisenbahnfreunde' auf DSO?

geschrieben von: Baumstachler

Datum: 18.11.20 22:44

Sie fordern die weitgehende Einstellung des flächendeckenden Fernverkehrs, weil "die anderen das ja auch so machen" (z.B. eine grüne Klitsche, die einen Marktanteil im Promillebereich aufweist und deren Systemrelevanz bei 0 liegt) und man selbst darauf nicht angewiesen ist...

Daseinsvorsorge und Verlässlichkeit scheint für viele ein Fremdwort geworden zu sein - wozu auch, wenn das eigene Auto startklar vor der Tür steht. Aber am Stammtisch kann man dann wieder schön über den unfähigen Staat herziehen. Manchmal fragt man sich schon, ob hier nicht eher die Freunde der Automobilindustrie am Schreiben sind. Was bin ich froh, dass man bei Regio nicht so einfach alles wegkürzen kann - selbst wenn man wollte.

Re: Wie erkennt man 'Eisenbahnfreunde' auf DSO?

geschrieben von: PotsdamerEiche

Datum: 18.11.20 22:48

Baumstachler schrieb:
Sie fordern die weitgehende Einstellung des flächendeckenden Fernverkehrs, weil "die anderen das ja auch so machen" (z.B. eine grüne Klitsche, die einen Marktanteil im Promillebereich aufweist und deren Systemrelevanz bei 0 liegt) und man selbst darauf nicht angewiesen ist...

Daseinsvorsorge und Verlässlichkeit scheint für viele ein Fremdwort geworden zu sein - wozu auch, wenn das eigene Auto startklar vor der Tür steht. Aber am Stammtisch kann man dann wieder schön über den unfähigen Staat herziehen. Manchmal fragt man sich schon, ob hier nicht eher die Freunde der Automobilindustrie am Schreiben sind. Was bin ich froh, dass man bei Regio nicht so einfach alles wegkürzen kann - selbst wenn man wollte.
1. Daseinsvorsorge ist der Nahverkehr, nicht der FV!
2. Keiner hier fordert eine komplette Betriebseinstellung von DB FV!

Nur eine gewisse Anpassung an die Nachfrage sollte schon erfolgen. Es ist Schwachsinn ICE mit 10 Fahrgästen durch die Gegend fahren zu lassen.
Das ist, nachdem was ich so höre und beobachte, durchaus von Strecke zu Strecke unterschiedlich.
Köln-Frankfurt ist z.B. wegen vieler Pendler noch ganz ordentlich gefüllt ( Kumpel fährt die Strecke 2x die Woche ).

Aber einige Beispiele wurden ja schon genannt. Auch Sprinter München-Berlin sollten zur Disposition stehen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.11.20 22:49.

Re: Wie erkennt man 'Eisenbahnfreunde' auf DSO?

geschrieben von: pm

Datum: 18.11.20 22:54

Wir Bahnfahrer haben die Verlässlichkeit insbesondere von DB Regio im Frühjahr erlebt. Für die systemrelevanten Berufe gab es ua.deswegen gratis Mietwagen und frage Dich warum hier Forumsteilnehmer 30 km mit dem Rad gefahren sind.Gleichzeitig hatte meine Mutter einen ganzen ICE für sich alleine-Vormittags 9 Uhr.

Re: Wie erkennt man 'Eisenbahnfreunde' auf DSO?

geschrieben von: bewe

Datum: 18.11.20 22:56

Wenn der FV keine "Daseinsvorsorge" sein soll, dann legt bitte auch alle Autobahnen still (zumindest Vollsperrung für den Nicht-Güterverkehr). Schließlich kommt man über Landstraßen auch überall hin, genauso wie mit dem Regio...
Und komme mir keiner mit "viele Pendler nutzen die Autobahn" - denn das tun sie auch im FV, nicht nur im Regio...

Re: Wie erkennt man 'Eisenbahnfreunde' auf DSO?

geschrieben von: pm

Datum: 18.11.20 23:00

Was sind dies immer für dämliche Vergleiche-die Autobahn wird im Gegensatz zu den Zügen gut genutzt.Und in unseren Nachbarländern bricht nicht die Daseinsvorsorge zusammen wenn man das Zugangebot reduziert.

Re: Wie erkennt man 'Eisenbahnfreunde' auf DSO?

geschrieben von: PotsdamerEiche

Datum: 18.11.20 23:04

pm schrieb:
Was sind dies immer für dämliche Vergleiche-die Autobahn wird im Gegensatz zu den Zügen gut genutzt.Und in unseren Nachbarländern bricht nicht die Daseinsvorsorge zusammen wenn man das Zugangebot reduziert.
Ich glaube das "Problem" ist, das viele der selbsternannten Eisenbahnfreunde scheinbar selbst relativ wenig Bahn fahren und nicht im Bilde sind wie leer aktuell viele FV-Züge sind!

Re: Wie erkennt man 'Eisenbahnfreunde' auf DSO?

geschrieben von: 143 239-2

Datum: 18.11.20 23:06

Trotz allem sind die Fahrplanausdünnungen wie es sie beim ersten Lockdown gab, im NV, oder auch die aktuell geforderte Streichung oder Reduzierung im Fernverkehr ein No-Go.
Für alle die auf NV/FV angewiesen sind, da sie kein Auto haben, aus welchen Gründen auch immer, ist das im Grunde eine Diskriminierung. Und da muss jetzt keiner mit dem Argument kommen, dass man aktuell keine Reisen unternehmen soll. Ich habe bisher jedenfalls noch nie gehört, dass man das Auto bitteschön stehen lassen soll. Aber bei Zug/Bus ist man sich nicht zu schade von der Benutzung abzuraten, obwohl es bis heute keine belastbaren Studien zum Infektionsgeschehen in den öffentlichen Verkehrsmitteln gibt.
Im Grunde müsste man im gleichen Zug dann auch Autobahnen oder andere Straßen zeitweise sperren, um die Leute vom Reisen abzuhalten.
Und desweiteren finde ich es auch nach wie vor nicht in Ordnung allen Zeitkarteninhabern gegenüber, die unbeirrt weiterzahlen (dürfen), aber einfach willkürlich ihre Gegenleistung gestrichen kriegen.

Das Problem hiesiger Eisenbahnfreunde ist, ...

geschrieben von: Baumstachler

Datum: 18.11.20 23:59

dass sie die Eisenbahn vor allem aus der Perspektive ihres Suchers oder der Frontscheibe ihres Pkws kennen und anderen vorschreiben wollen, wie wie sie die Eisenbahn zu nutzen haben.

Es scheint unglaublich schwer zu ertragen zu sein, dass es tatsächlich Menschen gibt, die sich bewusst auf die DB verlassen und sich kein Auto leisten wollen. Es ist schon ziemlich bezeichnend (oder armseelig, wie man es nimmt), wenn dann in diesem Forum genau ein solches bewusst umweltfreundliches Verhalten und der bewusste Verzicht auf einen Pkw ins Lächerliche gezogen und als überflüssig dargestellt wird. Wenn man das mal konsequent zu Ende denkt, dann ergibt sich daraus die komplette Stilllegung der deutschen Eisenbahn - braucht schließlich keiner, wenn sich jeder ein Auto zulegt. Dass die DB Güterverkehr nicht kann, hat sie die letzten 30 Jahre ja eindrucksvoll bewiesen. Warum also weitere Experimente? Kostet schließlich nur unnötig Geld ...

Grüße von jemandem, der für den roten Keks in der Verwaltung arbeitet, beruflich viel Bahn fährt und einen gewissen Anspruch an die Verlässlichkeit der Eisenbahn hat - auch und gerade in Krisenzeiten...

Re: Wie erkennt man 'Eisenbahnfreunde' auf DSO?

geschrieben von: Baumstachler

Datum: 19.11.20 00:08

PotsdamerEiche schrieb:
1. Daseinsvorsorge ist der Nahverkehr, nicht der FV!
2. Keiner hier fordert eine komplette Betriebseinstellung von DB FV!

Nur eine gewisse Anpassung an die Nachfrage sollte schon erfolgen. Es ist Schwachsinn ICE mit 10 Fahrgästen durch die Gegend fahren zu lassen.
Das ist, nachdem was ich so höre und beobachte, durchaus von Strecke zu Strecke unterschiedlich.
Köln-Frankfurt ist z.B. wegen vieler Pendler noch ganz ordentlich gefüllt ( Kumpel fährt die Strecke 2x die Woche ).

Aber einige Beispiele wurden ja schon genannt. Auch Sprinter München-Berlin sollten zur Disposition stehen.
Was für ein Unfug. Mit etwas gesundem Menschenverstand wird man ziemlich schnell darauf kommen, dass auch gerade der Fernverkehr zur Daseinsvorsorge gehört. Dass das in dieser abgewirtschafteten Autofahrerrepublik anders gesehen wird, ist in erster Linie das Ergebniss eines politischen Schubladendenkens (oder anders formuliert: eines politischen Versagens, die politische Verantwortung für den Fernverkehr im Rahmen der Bahnreform anzuerkennen), dass bereits vor 30 Jahren vollkommen überholt war (schöne Grüße an die inzwischen vollkommen weltfremde Definition von Nah- und Fernverkehr ...).

Du kannst gerne mal versuchen, dich mit dem Nahverkehr von Dresden ins Ruhrgebiet oder von Berlin nach München durchzuschlagen - viel Spaß bei der Verschwendung deiner Lebenszeit!

Und natürlich wurde gerade in diesem Forum in den letzten Tagen häufig eine radikale Kürzung des Produktionsprogrammes bis auf 0 gefordert. Wer das ernsthaft fordert, möge sich aber am Ende des Tages nicht beschweren, wenn die Eisenbahn nach dieser Krise keinerlei Rolle mehr spielt. Besser kann man die eigene Überflüssigkeit eigentlich gar nicht mehr unter Beweis stellen - als wäre 'Alle reden vom Wetter - Wir auch' nicht schon Bankrotterklärung genug.

Re: Wie erkennt man 'Eisenbahnfreunde' auf DSO?

geschrieben von: Schaffner77

Datum: 19.11.20 00:32

Baumstachler schrieb:

Was für ein Unfug. Mit etwas gesundem Menschenverstand wird man ziemlich schnell darauf kommen, dass auch gerade der Fernverkehr zur Daseinsvorsorge gehört. Dass das in dieser abgewirtschafteten Autofahrerrepublik anders gesehen wird, ist in erster Linie das Ergebniss eines politischen Schubladendenkens (oder anders formuliert: eines politischen Versagens, die politische Verantwortung für den Fernverkehr im Rahmen der Bahnreform anzuerkennen), dass bereits vor 30 Jahren vollkommen überholt war (schöne Grüße an die inzwischen vollkommen weltfremde Definition von Nah- und Fernverkehr ...).

Du kannst gerne mal versuchen, dich mit dem Nahverkehr von Dresden ins Ruhrgebiet oder von Berlin nach München durchzuschlagen - viel Spaß bei der Verschwendung deiner Lebenszeit!

Und natürlich wurde gerade in diesem Forum in den letzten Tagen häufig eine radikale Kürzung des Produktionsprogrammes bis auf 0 gefordert. Wer das ernsthaft fordert, möge sich aber am Ende des Tages nicht beschweren, wenn die Eisenbahn nach dieser Krise keinerlei Rolle mehr spielt. Besser kann man die eigene Überflüssigkeit eigentlich gar nicht mehr unter Beweis stellen - als wäre 'Alle reden vom Wetter - Wir auch' nicht schon Bankrotterklärung genug.


Und was ist mit Gegenden wo der Fernverkehr nicht hinfahren will?? Chemnitz zum Beispiel... Wo ist da die Daseinsvorsorge?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.11.20 00:33.

Re: Wie erkennt man 'Eisenbahnfreunde' auf DSO?

geschrieben von: Node

Datum: 19.11.20 00:46

Baumstachler schrieb:
PotsdamerEiche schrieb:
1. Daseinsvorsorge ist der Nahverkehr, nicht der FV!
2. Keiner hier fordert eine komplette Betriebseinstellung von DB FV!

Nur eine gewisse Anpassung an die Nachfrage sollte schon erfolgen. Es ist Schwachsinn ICE mit 10 Fahrgästen durch die Gegend fahren zu lassen.
Das ist, nachdem was ich so höre und beobachte, durchaus von Strecke zu Strecke unterschiedlich.
Köln-Frankfurt ist z.B. wegen vieler Pendler noch ganz ordentlich gefüllt ( Kumpel fährt die Strecke 2x die Woche ).

Aber einige Beispiele wurden ja schon genannt. Auch Sprinter München-Berlin sollten zur Disposition stehen.
Was für ein Unfug. Mit etwas gesundem Menschenverstand wird man ziemlich schnell darauf kommen, dass auch gerade der Fernverkehr zur Daseinsvorsorge gehört. Dass das in dieser abgewirtschafteten Autofahrerrepublik anders gesehen wird, ist in erster Linie das Ergebniss eines politischen Schubladendenkens (oder anders formuliert: eines politischen Versagens, die politische Verantwortung für den Fernverkehr im Rahmen der Bahnreform anzuerkennen), dass bereits vor 30 Jahren vollkommen überholt war (schöne Grüße an die inzwischen vollkommen weltfremde Definition von Nah- und Fernverkehr ...).

Du kannst gerne mal versuchen, dich mit dem Nahverkehr von Dresden ins Ruhrgebiet oder von Berlin nach München durchzuschlagen - viel Spaß bei der Verschwendung deiner Lebenszeit!

Und natürlich wurde gerade in diesem Forum in den letzten Tagen häufig eine radikale Kürzung des Produktionsprogrammes bis auf 0 gefordert. Wer das ernsthaft fordert, möge sich aber am Ende des Tages nicht beschweren, wenn die Eisenbahn nach dieser Krise keinerlei Rolle mehr spielt. Besser kann man die eigene Überflüssigkeit eigentlich gar nicht mehr unter Beweis stellen - als wäre 'Alle reden vom Wetter - Wir auch' nicht schon Bankrotterklärung genug.

Ich denke die Mehrzahl der Forumsteilnehmer ist der Meinung, dass es FV auch aktuell braucht und Verlässlichkeit gegeben sein muss. Alles ok daher.

Dennoch kann man schon hinterfragen,

- ob Sprinter über Dessau mit 5h Fahrzeit aktuell wirklich dringend nötig sind oder ob es der normale Stundentakt nicht auch tut

- ob Wochenendverstärker außer in absoluten Ausnahmen benötigt werden

- ob z.B. wirklich Linien wie die 43 südlich Karlsruhe, die 15 in der Umleitung über Hannover ohne Halt, die 62 südlich München (Österreich im Lockdown) oder die Amsterdamer EC östlich Hannovers wirklich im Vollbetrieb nötig sind. Alle Ziele verfügen über eine ausreichende Zugdichte. Wenn es morgens und abends für Pendler noch etwas braucht wird das ja nicht problematisch sein.

Verlässlichkeit wäre damit m.E. immer noch gut gegeben.

Re: Wie erkennt man 'Eisenbahnfreunde' auf DSO?

geschrieben von: cinéma

Datum: 19.11.20 01:55

pm schrieb:
Was sind dies immer für dämliche Vergleiche-die Autobahn wird im Gegensatz zu den Zügen gut genutzt.
Autobahnen werden im Moment ebenfalls deutlich weniger genutzt.

Re: Wie erkennt man 'Eisenbahnfreunde' auf DSO?

geschrieben von: ET 403

Datum: 19.11.20 03:03

PotsdamerEiche schrieb:
pm schrieb:
Was sind dies immer für dämliche Vergleiche-die Autobahn wird im Gegensatz zu den Zügen gut genutzt.Und in unseren Nachbarländern bricht nicht die Daseinsvorsorge zusammen wenn man das Zugangebot reduziert.
Ich glaube das "Problem" ist, das viele der selbsternannten Eisenbahnfreunde scheinbar selbst relativ wenig Bahn fahren und nicht im Bilde sind wie leer aktuell viele FV-Züge sind!
Eben! Und die Aussage Daseinsvorsorge für 10 Fahrgäste kann eben weder wirtschaftlich noch klimatisch sinnvoll sein.

Fakt ist, lange kann die Bahn das nicht mehr machen. Die Folge Ausdünnung des Fahrplans und Kurzarbeit.

Re: Der Unterschied...

geschrieben von: VT

Datum: 19.11.20 06:37

Und da können wir in dem Fall beim Ausschreibungswesen echt was von Österreich lernen. Die haben es in beiden Lockdowns recht sauber über eine Notvergabe gelöst.

Danke dafür! (o.w.T)

geschrieben von: Der nachdenkliche Stromrichter

Datum: 19.11.20 06:39

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
"Ein Nichts zu sein, tragt es nicht länger - alles zu werden, strömt zuhauf!"
(aus "Die Internationale" | Deutscher Text durch Emil Luckhardt, 1910)

Re: Das Problem hiesiger Eisenbahnfreunde ist, ...

geschrieben von: def

Datum: 19.11.20 06:45

Baumstachler schrieb:
dass sie die Eisenbahn vor allem aus der Perspektive ihres Suchers oder der Frontscheibe ihres Pkws kennen und anderen vorschreiben wollen, wie wie sie die Eisenbahn zu nutzen haben.

Es scheint unglaublich schwer zu ertragen zu sein, dass es tatsächlich Menschen gibt, die sich bewusst auf die DB verlassen und sich kein Auto leisten wollen. Es ist schon ziemlich bezeichnend (oder armseelig, wie man es nimmt), wenn dann in diesem Forum genau ein solches bewusst umweltfreundliches Verhalten und der bewusste Verzicht auf einen Pkw ins Lächerliche gezogen und als überflüssig dargestellt wird. Wenn man das mal konsequent zu Ende denkt, dann ergibt sich daraus die komplette Stilllegung der deutschen Eisenbahn - braucht schließlich keiner, wenn sich jeder ein Auto zulegt. Dass die DB Güterverkehr nicht kann, hat sie die letzten 30 Jahre ja eindrucksvoll bewiesen. Warum also weitere Experimente? Kostet schließlich nur unnötig Geld ...

Grüße von jemandem, der für den roten Keks in der Verwaltung arbeitet, beruflich viel Bahn fährt und einen gewissen Anspruch an die Verlässlichkeit der Eisenbahn hat - auch und gerade in Krisenzeiten...
Zustimmung!

Das Problem zeigt sich ja relativ häufig: bei keinem anderen Verkehrsträger, sei es Flugverkehr, MIV, Rad- oder Fußverkehr, fordern selbst angebliche Freunde so häufig Einschränkungen wie im ÖV. Selbst Verbesserungen dürfen gewissen "Freunden" zufolge nur um den Preis von Verschlechterungen an anderer Stelle durchgeführt werden. Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde.

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.11.20 06:45.

Re: Corona-Zuschuss an die DB wird vsl. deutlich reduziert

geschrieben von: VT

Datum: 19.11.20 06:46

Dort hat man parallel auch das Angebot an Autobahnen die geöffnet waren angepasst...
Das haben die SNCF nicht auf die veränderte Nachfrage reagiert sondern eine Weisung umgesetzt.
Da sie kein Geld benötigt, um Infrastruktur abzureißen (wird bei Straßen ja sowieso nicht gemacht), kann sie die Zuschüsse zu hundert Prozent für die Gewinnung weiterer Marktanteile verwenden.

http://www.bilder-hochladen.net/files/5eof-67-63dc.jpg
Die Kritik war bereits im Frühjahr, das die Hilfssumme nicht nachvollziehbar war und ein MischMasch aus Ausfallentschädigung DB Fern und den anderen Geschäftsbereichen (strukturelle Verluste von DB Cargo; Rückgang der Aufträge bei DB Regio) und Ausbauinvestitionen und generelles Rettungspaket meines bundeseigenen Staatbetriebes waren.
Da wo DB sich in Konkurrenz befindet, kann es schnell eine unerlaubte Beihilfe werden und so wird es hier beanstandet.

Ein Beispiel mehr für Andy be Scheuer t.
Witzbold!

Gruß, Olaf

(,“)
< />
_/\_
Was ist eigentlich eine Frau: Eine Frau ist ein Raum-Zeit-Kraftwerk, welches gigantische kinetische Energien aufbringt, ihre wahren Maße im Raum zu verbergen oder zu ihrem Vorteil zu krümmen - das machen die.
(Bernhard Hoecker in einer Harald Lesch-Parodie)

Re: Wie erkennt man 'Eisenbahnfreunde' auf DSO?

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 19.11.20 10:15

Schaffner77 schrieb:
Und was ist mit Gegenden wo der Fernverkehr nicht hinfahren will?? Chemnitz zum Beispiel... Wo ist da die Daseinsvorsorge?
Da kannst du bei längeren Fahrten trotzdem einen großen Teil mit dem Fernverkehr fahren und das letzte Stück nach Chemnitz dann mit dem Regionalverkehr. Der Fernverkehr ist ja nicht für die alleinige Daseinsvorsorge zuständig. Auf weiteren Strecken ist er aber ein wichtiger Teil derselben, wenn man nicht den ganzen Tag unterwegs sein möchte.

Grüße aus dem Nordwesten
Sebastian

Generalpauschalisierung

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 19.11.20 10:26

Wie aus einem Bilderbuch mustergültig pauschalisierter Wegwerfbeitrag.

Gruß, Olaf

(,“)
< />
_/\_
Was ist eigentlich eine Frau: Eine Frau ist ein Raum-Zeit-Kraftwerk, welches gigantische kinetische Energien aufbringt, ihre wahren Maße im Raum zu verbergen oder zu ihrem Vorteil zu krümmen - das machen die.
(Bernhard Hoecker in einer Harald Lesch-Parodie)

Re: Du würdest alles besser machen?

geschrieben von: Manu Chao

Datum: 19.11.20 10:31

Tobias Michel schrieb:
Für den Bahnvorstand könnte man dieses Jahr einfach mal ein bisschen das Weihnachtsgeld kürzen und in die Schieneninfrastruktur umleiten ;-)
Und da der Bahnvorstand rund 5 Mrd als Weihnachtsgeld bekommt, sollte sich damit ein Grossteil des Defizits schon wieder ausgleichen lassen.

Re: Wie erkennt man 'Eisenbahnfreunde' auf DSO?

geschrieben von: Crispin

Datum: 19.11.20 10:49

Sebastian Berlin schrieb:
Schaffner77 schrieb:
Und was ist mit Gegenden wo der Fernverkehr nicht hinfahren will?? Chemnitz zum Beispiel... Wo ist da die Daseinsvorsorge?
Da kannst du bei längeren Fahrten trotzdem einen großen Teil mit dem Fernverkehr fahren und das letzte Stück nach Chemnitz dann mit dem Regionalverkehr. Der Fernverkehr ist ja nicht für die alleinige Daseinsvorsorge zuständig. Auf weiteren Strecken ist er aber ein wichtiger Teil derselben, wenn man nicht den ganzen Tag unterwegs sein möchte.
So können eigentlich nur Foristen argumentieren, die Fernverkehr haben und aus ihrem Elfenbeinturm kluge Ratschläge geben. In Oldenburg ist die Welt eben in Ordnung. In Chemnitz und Bremerhaven nicht. Eigentlich wäre jetzt die beste Zeit für DB Fernverkehr mal ihre ICE (Chemnitz ICE-Anbindung über Dresden wegen fehlender Elektrifizierung über Leipzig) in diese Regionen zu schicken. Das Argument der fehlenden Züge ist im Moment ja nicht haltbar. Und das Nachfrageargument ist auch im Moment kein Argument mehr. Gleichzeitig könnten die Triebfahrzeugführer Streckenkunde sammeln. Der ICE 922 Bremen - Hamburg (ab Bremen 7:18) könnte zum Beispiel jetzt in Bremerhaven starten und würde den relativ vollen RE entlasten und die Abstände im Zug erhöhen. Für Chemnitz gibt es sicher auch sinnvolle Beispiele.

Re: Das Problem hiesiger Eisenbahnfreunde ist, ...

geschrieben von: Falk12

Datum: 19.11.20 11:11

Baumstachler schrieb:
dass sie die Eisenbahn vor allem aus der Perspektive ihres Suchers oder der Frontscheibe ihres Pkws kennen und anderen vorschreiben wollen, wie wie sie die Eisenbahn zu nutzen haben.

Es scheint unglaublich schwer zu ertragen zu sein, dass es tatsächlich Menschen gibt, die sich bewusst auf die DB verlassen und sich kein Auto leisten wollen. Es ist schon ziemlich bezeichnend (oder armseelig, wie man es nimmt), wenn dann in diesem Forum genau ein solches bewusst umweltfreundliches Verhalten und der bewusste Verzicht auf einen Pkw ins Lächerliche gezogen und als überflüssig dargestellt wird. Wenn man das mal konsequent zu Ende denkt, dann ergibt sich daraus die komplette Stilllegung der deutschen Eisenbahn - braucht schließlich keiner, wenn sich jeder ein Auto zulegt. Dass die DB Güterverkehr nicht kann, hat sie die letzten 30 Jahre ja eindrucksvoll bewiesen. Warum also weitere Experimente? Kostet schließlich nur unnötig Geld ...

Grüße von jemandem, der für den roten Keks in der Verwaltung arbeitet, beruflich viel Bahn fährt und einen gewissen Anspruch an die Verlässlichkeit der Eisenbahn hat - auch und gerade in Krisenzeiten...
Hallo,

diesem Beitrag kann ich nur voll zustimmen!!
Als ich im Jahr 2001 begann täglich mitdem ICE von Leipzig nach Berlin zu pendeln und das teilweise 6 Tage die Woche, war das noch ungewöhnlich und ich einer der letzten Netzkartenbesitzer. Doch das hat sich in den folgenden Jahren enorm geändert, schon während meiner 13 Jahre hatte sich um mich eine Gruppe gebildet von 20 Personen, von denen ca. 7-10 täglich wie ich nach Berlin fuhren und der Rest mehrmals oder mindestens 1 mal die Woche. Das waren aber nur die Leute die ich persönlich kannte, im Umfeld habe ich dann noch weitere Leute gesehen, mit denen ich dann nicht so engen Kontakt hatte, welche auch regemäßig pendelten.
Da ist Fernverkehr eben schon lange Daseinsvorsorge, nur ist das bei unserer Politik noch nicht angekommen und deshalb ist auch die Bahnreform eine völlig überholte Krüke, welche niemals zu Ende gebracht wurde und deshalb durch was Neues ersetzt werden müsste, wenn man wirklich die Verkehrswende schaffen will.

Re: Wie erkennt man 'Eisenbahnfreunde' auf DSO?

geschrieben von: matzehbs

Datum: 19.11.20 11:22

pm schrieb:
Wir Bahnfahrer haben die Verlässlichkeit insbesondere von DB Regio im Frühjahr erlebt. Für die systemrelevanten Berufe gab es ua.deswegen gratis Mietwagen und frage Dich warum hier Forumsteilnehmer 30 km mit dem Rad gefahren sind.Gleichzeitig hatte meine Mutter einen ganzen ICE für sich alleine-Vormittags 9 Uhr.
Es war doch der user "pm", der im Frühjahr die Reduzierung auf Sonntagsfahrpläne gefordert hat

Re: Wie erkennt man 'Eisenbahnfreunde' auf DSO?

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 19.11.20 11:29

Crispin schrieb:
So können eigentlich nur Foristen argumentieren, die Fernverkehr haben und aus ihrem Elfenbeinturm kluge Ratschläge geben. In Oldenburg ist die Welt eben in Ordnung. In Chemnitz und Bremerhaven nicht. Eigentlich wäre jetzt die beste Zeit für DB Fernverkehr mal ihre ICE (Chemnitz ICE-Anbindung über Dresden wegen fehlender Elektrifizierung über Leipzig) in diese Regionen zu schicken. Das Argument der fehlenden Züge ist im Moment ja nicht haltbar. Und das Nachfrageargument ist auch im Moment kein Argument mehr. Gleichzeitig könnten die Triebfahrzeugführer Streckenkunde sammeln. Der ICE 922 Bremen - Hamburg (ab Bremen 7:18) könnte zum Beispiel jetzt in Bremerhaven starten und würde den relativ vollen RE entlasten und die Abstände im Zug erhöhen. Für Chemnitz gibt es sicher auch sinnvolle Beispiele.
Entschuldige bitte, aber mit Bremerhaven und Oldenburg hat das nichts zu tun.
Es geht in diesem Fall nicht darum, jeder Provinzstadt einen Fernverkehrsanschluss zu verpassen, sondern das aktuelle Grundangebot im Bestandnetz zu erhalten.
Ein von dir vorgeschlagener Alibi-ICE hilft Bremerhaven doch genauso wenig. Oder besteht um diese Zeit die Nachfrage von Pendlern, die von Bremerhaven nach Hamburg möchten?
Für Oldenburg ist die Situation noch eine andere, da eine Ausdünnung des IC-Takts automatisch auch das Angebot im Regionalverkehr nach Bremen drastisch reduzieren würde. Mir persönlich ist es übrigens egal, ob ich gelegentlich im Teppich-RE oder im normalen RE von Oldenburg nach Bremen fahre. Hauptsache, ich habe die Möglichkeit, zeitlich flexibel zu reisen und dann auch stündlich weiter zu kommen.

Grüße aus dem Nordwesten
Sebastian
Heckeneilzugfan schrieb:
Vielleicht heißt es am 15. Dezember ganz plötzlich und unerwartet: Schulen und Kindergärten in verlängerte Weihnachtsferien, dann fünf Tage vorweihnachtliche Quarantäne für alle und anschließend Weihnachtsfeiern mit bis zu 15 Personen sowie unbeschränkte touristische Reisen in ganz Deutschland!
Letzeres gäbe ganz sicher den nächsten Europa-Ärger.

Re: Wie erkennt man 'Eisenbahnfreunde' auf DSO?

geschrieben von: Railroader

Datum: 19.11.20 11:42

Guten Morgen PotsdamerEiche,

der Laufweg dieses Zuges oder dieser Züge ist nur zw. Köln und Frankfurt hin und her und nur mit Reisenden dieser Verbindung besetzt?

Mit freundlichen Grüßen

Railroader

Re: Wie erkennt man 'Eisenbahnfreunde' auf DSO?

geschrieben von: kmueller

Datum: 19.11.20 11:47

PotsdamerEiche schrieb:
pm schrieb:
Was sind dies immer für dämliche Vergleiche-die Autobahn wird im Gegensatz zu den Zügen gut genutzt.Und in unseren Nachbarländern bricht nicht die Daseinsvorsorge zusammen wenn man das Zugangebot reduziert.
Ich glaube das "Problem" ist, das viele der selbsternannten Eisenbahnfreunde scheinbar selbst relativ wenig Bahn fahren und nicht im Bilde sind wie leer aktuell viele FV-Züge sind!
Um sich ein Bild zu machen, reicht ein Blick auf das Vorbild von DB-FV: den Flugverkehr bzw. dessen Schrumpfen.

Jetzt rächt sich die - im Grunde größenwahnsinnige - Fokussierung auf das ohnehin nicht allzu große Segment des 'hochwertigen Geschäftsreiseverkehrs'. Dieses weist gerade - besonders gut sichtbar am Beispiel der Luftfahrt - seine volkswirtschaftliche Überflüssigkeit nach.

Auf der Straße und damit letztlich im Verkehr insgesamt sind 90% Kurzstreckenverkehr für Alltagszwecke. Der läuft wie der Bahn-Regionalverkehr in Ballungsräumen weiter, zwar nicht auf 100% seines Normalniveaus, aber doch weit oberhalb 50%. Eigentlich sollte HIER aus Gründen des Infektionsschutzes das ÖV-Angebot ausgeweitet werden, statt Leerfahrten und Leerflüge im Fernbereich zu subventionieren.

Re: Der Unterschied...

geschrieben von: kmueller

Datum: 19.11.20 11:51

VT schrieb:
da können wir in dem Fall beim Ausschreibungswesen echt was von Österreich lernen. Die haben es in beiden Lockdowns recht sauber über eine Notvergabe gelöst.
Die haben aber auch nicht das Bahnwesen von vornherein in ein 'NV' genanntes Aschenputtel und eine 'FV' genannte Spielwiese für Rosinenpicker geteilt.

Re: Wie erkennt man 'Eisenbahnfreunde' auf DSO?

geschrieben von: Crispin

Datum: 19.11.20 12:29

Also mir ist der Teppich RE deutlich bequemer, da auch der Sitzabstand höher ist als im RE. Ich fahre gerne mit dem IC2 - ja gut wir hier in der Region Bremerhaven kennen sonst ja auch wenig Komfort, daher ist ein IC2 ja schon ein Upgrade.

Jetzt wo man viele Züge übrig hat kann man auch einfach mal ein paar Sachen ausprobieren und eben den Triebfahrzeugführern Streckenkunde geben. Die Züge sind im Moment auch deshalb so pünktlich, weil eben viel weniger aus- und einsteigen.

Dein Argument mit dem Stundentakt ist natürlich richtig, niemand hat - auch ich nicht - den IC2 zwischen Bremen und Oldenburg aktuell in Frage gestellt. Da der Zug ab Bremen eh ein Nahverkehrszug ist, stellt sich hier auch keine Einstellung. Der Zug fährt auch mit 2 Leuten.
kmueller schrieb:
Jetzt rächt sich die - im Grunde größenwahnsinnige - Fokussierung auf das ohnehin nicht allzu große Segment des 'hochwertigen Geschäftsreiseverkehrs'. Dieses weist gerade - besonders gut sichtbar am Beispiel der Luftfahrt - seine volkswirtschaftliche Überflüssigkeit nach.
Eben nicht. Er weist seine volkswirtschaftliche Erforderlichkeit nach. Oder wer soll die Gehälter des DB-Personals bezahlen?

Der Staat über Schuldenaufnahme?

Genauso könnte man argumentieren das Gaststättengewerbe, der Tourismus, Fitnessstudios weisen aktuell ihre volkswirtschaftliche Überflüssigkeit nach.

Unser gesamtes System basiert im wesentlichen darauf, dass "überflüssige" Dinge getan werden. Das schafft Arbeitsplätze. Wenn wir uns nur noch auf notwendige Dinge beschränken, bricht das System zusammen.



4-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.11.20 13:02.
TGV4402 schrieb:
kmueller schrieb:
Jetzt rächt sich die - im Grunde größenwahnsinnige - Fokussierung auf das ohnehin nicht allzu große Segment des 'hochwertigen Geschäftsreiseverkehrs'. Dieses weist gerade - besonders gut sichtbar am Beispiel der Luftfahrt - seine volkswirtschaftliche Überflüssigkeit nach.
Eben nicht. Er weist seine volkswirtschaftliche Erforderlichkeit nach. Oder wer soll die Gehälter des DB-Personals bezahlen? Der Staat über Schuldenaufnahme?
Genau das tut er doch gerade oder will es tun. Sinnvollerweise sollten sie als Gegenleistung dafür auch etwas sinnvolles für den Staat tun, z.B. Seite an Seite mit Lufthanseaten und tapferen Soldaten in den Gesundheitsämtern telefonieren. Oder in Krankenhäusern helfen.

Zitat:
Genauso könnte man argumentieren das Gaststättengewerbe, der Tourismus, Fitnessstudios weisen aktuell ihre volkswirtschaftliche Überflüssigkeit nach.
Was den (Fern-) Tourismus betrifft, hast du recht. Den Gaststätten und Fitnesstudios aber hat ganz einfach der Staat oder wenn und aber die Tätigkeit verboten, während bei den Fluglinien (egal auf welcher Höhe) die Kunden freiwillig aus eigenem Entschluß wegbleiben.
TGV4402 schrieb:
Unser gesamtes System basiert im wesentlichen darauf, dass "überflüssige" Dinge getan werden. Das schafft Arbeitsplätze. Wenn wir uns nur noch auf notwendige Dinge beschränken, bricht das System zusammen.
Das stimmt zwar vermutlich, s. auch hier, insbes. S.107ff..

Aber die Konsequenz, auf diesem irrsinnigen Weg weiterzulaufen, ist trotzdem falsch. S. gleichen Link bzw. die Einführung dazu, dort insbes. Ziffer 4. Das bittere Ende kommt dann nur aus einer anderen Ecke als der relativen harmlosen der 'Pleite'.
kmueller schrieb:
Aber die Konsequenz, auf diesem irrsinnigen Weg weiterzulaufen, ist trotzdem falsch.

So lange wir in einer Demokratie leben, wird dieser Weg weitergegangen. Ansonsten müsste ja jemand totalitär darüber entscheiden, was überflüssig ist und was nicht.

Denn jeder Mensch hat andere Bedürfnisse.

Der eine mag Fern-Urlaub, der andere sieht ihn als überflüssig an.

Der eine mag Urlaub in Deutschland, der andere sieht Urlaub komplett als überflüssig an.

Dem einen reicht ein Schwein und ein kleines Feld am Haus um seine Nahrungsmittel zu erzeugen, der andere möchte gerne mehr.

Dem einen reicht es von Hartz IV zu leben, der andere möchte nicht auf Kosten der Allgemeinheit leben.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.11.20 13:40.
TGV4402 schrieb:
kmueller schrieb:
Aber die Konsequenz, auf diesem irrsinnigen Weg weiterzulaufen, ist trotzdem falsch.

So lange wir in einer Demokratie leben, wird dieser Weg weitergegangen. Ansonsten müsste ja jemand totalitär darüber entscheiden, was überflüssig ist und was nicht.
Warum muß das 'jemand totalitär' machen? Da waren Stammesgesellschaften vor tausenden Jahren schon weiter darin, sich auf etwas zu einigen und das anschließend durchzuziehen. Ganz ohne geheime Wahl mit Briefwahloption und Fälschungsvorwürfen.

Der weltweite Trend geht übrigens nicht zur Demokratie, sondern zum Bürgerkrieg. Den ersten ausgewachsenen gabs auch schon in Europa. Wenn manche das wollen...
kmueller schrieb:
Den Gaststätten und Fitnesstudios aber hat ganz einfach der Staat oder wenn und aber die Tätigkeit verboten, während bei den Fluglinien (egal auf welcher Höhe) die Kunden freiwillig aus eigenem Entschluß wegbleiben.
Wobei mit Grenzschliessungen und Quarantäneregelungen der Staat den Fluglinien zu einem gewissen Grad die Geschäftsgrundlage entzogen hat auch ohne ein direktes Verbot.
Manu Chao schrieb:
kmueller schrieb:
Den Gaststätten und Fitnesstudios aber hat ganz einfach der Staat oder wenn und aber die Tätigkeit verboten, während bei den Fluglinien (egal auf welcher Höhe) die Kunden freiwillig aus eigenem Entschluß wegbleiben.
Wobei mit Grenzschliessungen und Quarantäneregelungen der Staat den Fluglinien zu einem gewissen Grad die Geschäftsgrundlage entzogen hat auch ohne ein direktes Verbot.
Der Inlandsfliegerei nicht. Und von den Beschränkungen für Auslandsreisen sind zumindest alle beruflichen Aktivitäten ausdrücklich ausgenommen. Aber es fliegt/fährt jetzt keiner mehr, der nicht wirklich muß.

Re: Corona-Zuschuss an die DB wird vsl. deutlich reduziert

geschrieben von: elric

Datum: 19.11.20 20:16

Ganz genau. Ich verstehe den Wahn auch nicht. Ist ja schön zu zehnt in einem ICE zu fahrten, aber es ist Irrsinn. Soll die DB den Fernverkehr drastisch reduzieren.
Gibt es die immer wieder zitierten ICE mit 10 Reisenden eigentlich wirklich und zu welcher Tageszeit passiert so etwas?
Ich habe bei meinen Fahrten seit Monatsbeginn zwar auch weniger Personen als im Oktober wahrgenommen, so dass hier und da mal ein Sitzpaar frei bleibt (kein Vergleich zu April). In einem ICE mit eingesparten zweiten Zugteil gab es vorige Woche trotzdem Reisende, die lieber auf dem Boden gesessen haben, weil es ihnen trotz einzelner freier Sitzplätze zu eng war.
Die 10 Reisenden kommen mir beim Einsteigen aus einer Tür entgegen.
Offenbar benutze ich die falschen ICE...

Bitte nicht noch mehr Leistungen wegnehmen. Die ausfallenden Sprinter und fehlenden zweiten Zugteile reichen mir schon.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.11.20 20:52.

Re: Der Unterschied... in Österreich

geschrieben von: Alf Nestvogel

Datum: 19.11.20 20:51

Hallo,

aber bitte eins nicht vergessen, die Situation in Österreich ist mit der in Deutschland diesbezüglich kaum zu vergleichen. Die viel beschworene Aufteilung gibt es nur auf der Westbahnstrecke. Und dort fährt auch die Westbahn mindestens im Stundentakt, mit ähnlichen Fahrzeiten wie die ÖBB. Da kann man ohne größere Problem Halbe-Halbe machen, wenn man über Kürzungen nachdenkt.

In Deutschland hieße das dann zwei mal am Tag für den Flixx einen ICE ausfallen zu lassen, je nach Strecke mit abweichender Streckenführung bzw. Fahrzeiten oder ohne Berücksichtigung eines längeren Zuglaufes des ICE. Das ist nicht meine Vorstellung eines verlässlichen Angebotes. Davon abgesehen disqualifiziert sich der grün gepinselte Spongebob Schwammkopf mit seinem Verhalten selbst, einfach sofort alles einstellen und sofort zu Meckern beginnen. Ich sehe da nicht ein Quäntchen Diskussionsbereitschaft.

Grüße
Alf
Zitat
Welche benutzt Du denn?

Verbindungen zwischen dem Raum Frankfurt und dem Raum Sachsen, vorzugsweise an Freitagen und Sonntagen
Freitag und Sonntag sind ja aufgrund der Wochenendpendler unverändert reisestarke Tage. Aber fahre mal Di, Mi, Do und teilweise auch Sa... Da würde sitzplatzmäßig ein 426 reichen, teilweise würde auch ein Schienenbus reichen.
PS: Natürlich nicht auf allen Linien, jedoch auf vielen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.11.20 21:01.
Zitat
Da würde sitzplatzmäßig ein 426 reichen, teilweise würde auch ein Schienenbus reichen.
PS: Natürlich nicht auf allen Linien, jedoch auf vielen.

Das will ich ja gar nicht bestreiten. Ich wollte nur anmerken, dass meine persönlichen Reiseerlebnisse in diesem Monat eine andere Größenordnung an Mitreisenden zeigen als gelegentlich in anderen Forenbeiträgen zu lesen ist. ;-)

Zug ist mäßig gefüllt

geschrieben von: bahnratefuchs

Datum: 20.11.20 07:02

Huhu.

Crispin schrieb:

Der ICE 922 Bremen - Hamburg (ab Bremen 7:18) könnte zum Beispiel jetzt in Bremerhaven starten und würde den relativ vollen RE entlasten
Wo ist der voll?

6:23h ab Lehe fährt derzeit im mittleren Wagen mit einer Besetzung von 33 Fahrgästen, davon eine Handvoll Eisenbahner.

Voll ist anders ...

Schöne Grüße von jörg


Alle richtig gut drauf. Auch die Verweigerer verweigern freundlich. Einzig der Zugbegleiter ist maulig und kennt nicht die Grundregeln des Anstands. Sei's drum ...
103612 schrieb:
Die Autobahnen haben auch alle weiter offen, warum sollte die DB da zusperren?
Dieser Vergleich hinkt gewaltig! Aber es liegt ja in der Mentalität vieler User auf DSO auf andere Verkehrsträger einzuprügelen... nur die "heilige" Bahn...
Niemand sprach davon, Bahnstrecken zuzusperren sondern es geht darum, das Angebot zu reduzieren. Was auch grundsätzlich richtig ist. Leere Züge zu fahren und viel Geld zu verbrennen ist keine Lösung. Bus- und Fluggesellschaften haben ihr Angebot schließlich auch reduziert / eingestellt. Nur wird hier kein Bezug genommen. Abgesehen davon rollt auf den Autobahnen auch der lebenswichtige Güterverkehr. Sperrt man diese, sind morgen die Regale in den Geschäften leer. Die Bahn wird da nicht helfen können...
wenn nicht, wäre es sicher auch nicht Recht

Gute Antwort........

geschrieben von: nordicocean

Datum: 25.11.20 15:09

Sebastian Berlin schrieb:
Crispin schrieb:
So können eigentlich nur Foristen argumentieren, die Fernverkehr haben und aus ihrem Elfenbeinturm kluge Ratschläge geben. In Oldenburg ist die Welt eben in Ordnung. In Chemnitz und Bremerhaven nicht. Eigentlich wäre jetzt die beste Zeit für DB Fernverkehr mal ihre ICE (Chemnitz ICE-Anbindung über Dresden wegen fehlender Elektrifizierung über Leipzig) in diese Regionen zu schicken. Das Argument der fehlenden Züge ist im Moment ja nicht haltbar. Und das Nachfrageargument ist auch im Moment kein Argument mehr. Gleichzeitig könnten die Triebfahrzeugführer Streckenkunde sammeln. Der ICE 922 Bremen - Hamburg (ab Bremen 7:18) könnte zum Beispiel jetzt in Bremerhaven starten und würde den relativ vollen RE entlasten und die Abstände im Zug erhöhen. Für Chemnitz gibt es sicher auch sinnvolle Beispiele.
Entschuldige bitte, aber mit Bremerhaven und Oldenburg hat das nichts zu tun.
Es geht in diesem Fall nicht darum, jeder Provinzstadt einen Fernverkehrsanschluss zu verpassen, sondern das aktuelle Grundangebot im Bestandnetz zu erhalten.
Ein von dir vorgeschlagener Alibi-ICE hilft Bremerhaven doch genauso wenig. Oder besteht um diese Zeit die Nachfrage von Pendlern, die von Bremerhaven nach Hamburg möchten?
Für Oldenburg ist die Situation noch eine andere, da eine Ausdünnung des IC-Takts automatisch auch das Angebot im Regionalverkehr nach Bremen drastisch reduzieren würde. Mir persönlich ist es übrigens egal, ob ich gelegentlich im Teppich-RE oder im normalen RE von Oldenburg nach Bremen fahre. Hauptsache, ich habe die Möglichkeit, zeitlich flexibel zu reisen und dann auch stündlich weiter zu kommen.


....zu den kruden Ansichten des Users!

Gruss
nordic

Du verstehst es wirklich nicht......

geschrieben von: nordicocean

Datum: 25.11.20 15:14

Crispin schrieb:
Sebastian Berlin schrieb:
Schaffner77 schrieb:
Und was ist mit Gegenden wo der Fernverkehr nicht hinfahren will?? Chemnitz zum Beispiel... Wo ist da die Daseinsvorsorge?
Da kannst du bei längeren Fahrten trotzdem einen großen Teil mit dem Fernverkehr fahren und das letzte Stück nach Chemnitz dann mit dem Regionalverkehr. Der Fernverkehr ist ja nicht für die alleinige Daseinsvorsorge zuständig. Auf weiteren Strecken ist er aber ein wichtiger Teil derselben, wenn man nicht den ganzen Tag unterwegs sein möchte.
So können eigentlich nur Foristen argumentieren, die Fernverkehr haben und aus ihrem Elfenbeinturm kluge Ratschläge geben. In Oldenburg ist die Welt eben in Ordnung. In Chemnitz und Bremerhaven nicht. Eigentlich wäre jetzt die beste Zeit für DB Fernverkehr mal ihre ICE (Chemnitz ICE-Anbindung über Dresden wegen fehlender Elektrifizierung über Leipzig) in diese Regionen zu schicken. Das Argument der fehlenden Züge ist im Moment ja nicht haltbar. Und das Nachfrageargument ist auch im Moment kein Argument mehr. Gleichzeitig könnten die Triebfahrzeugführer Streckenkunde sammeln. Der ICE 922 Bremen - Hamburg (ab Bremen 7:18) könnte zum Beispiel jetzt in Bremerhaven starten und würde den relativ vollen RE entlasten und die Abstände im Zug erhöhen. Für Chemnitz gibt es sicher auch sinnvolle Beispiele.



....und offensichtlich sind dir Betriebsabläufe bei der Bahn nicht bekannt.

Wie soll denn die Zuführung des Zugs erfolgen, damit deine geniale "Idee" umgesetzt werden kann? - Hast Du schon mal was von Umläufen gehört? - Und wer soll die Kosten übernehmen?

Crispin, das Ganze ist keine Modellbahn, sondern muss unter unternehmerischen Gesichtspunkten betrachtet werden.

Aber die scheinen dir fremd zu sein.

Gruss
nordic


Re: Du verstehst es wirklich nicht......

geschrieben von: kmueller

Datum: 25.11.20 16:56

nordicocean schrieb:
das Ganze ist keine Modellbahn, sondern muss unter unternehmerischen Gesichtspunkten betrachtet werden.
Es gibt aber schon eine deutliche Parallele zur Modellbahn, nämlich den gutverdienenden Bund, der zu Weihhnachten die Gleise und demnächst auch die Fahrzeuge kauft, mit denen Sprößling Ronald danach spielen kann.

PM Mofair (20.11.) dazu

geschrieben von: gastronomie1916

Datum: 25.11.20 21:09

Pressemitteilung von Mofair und NEE (20.11.) dazu: [mofair.de]