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Re: Was funktioniert bisher gut?

geschrieben von: Werntalbahn

Datum: 19.11.20 15:15

IC 241 schrieb:
Zumindest brauche ich nicht den Kick entgegenkommender sowie von hinten schiebender Fahrgäste, jeweils mit Koffern, davon Leute, die sich im falschen Wagen befinden, und solche, die gar keinen Sitzplatz haben.
Es gibt immer Irrläufer, aber es wird ja überhaupt nichts getan, den Fahrgastwechsel zu optimieren. Dafür gibt es viele Möglichkeiten.
Und im Flieger haben die Leute nur Handgepäck und bewegen sich beim Einstieg in eine Richtung.
Cool, und trotzdem gibt es im Flieger Stau und Chaos. ;-)

Zum Optimieren getan wird übrigens u.a. auch etwas mit den neuen IRIS+ Anzeigen mit Wagennummern entsprechend Iststand:

file.jpg

Und jetzt mal ehrlich: "Leute ohne Sitzplatz" waren selbst vor Corona doch eher die Ausnahme.

Soziale Kompetenz gleich Null... (o.w.T)

geschrieben von: Null2

Datum: 19.11.20 15:57

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
Carlo Schmid (SPD) 1948

„Si vis pacem para bellum“ Marcus Tullius Cicero

Re: Was funktioniert bisher gut?

geschrieben von: kmueller

Datum: 19.11.20 16:01

E-Oldtimer schrieb:
IC 241 schrieb:
das Einnehmen der Sitzplätze in Fernverkehrszügen ist regelmäßig Chaos, das eigentlich einem Fernzugangebot nicht würdig ist.
was ist denn da der große Unterschied zum Einsteigen in ein Flugzeug?
Daß das Tohuwabohu mehrmals entlang der Strecke auftritt. Zwischenstationen mit gefühlt 50% und mehr an Fahrgastwechsel sind u.a. Hannover, Dortmund/Essen, Düsseldorf/Köln, Frankfurt, Mannheim, Stuttgart und Nürnberg. Dazu Hamburg und München, wo allerdings viele Züge sowieso enden bzw. beginnen.

Re: Ich bin völlig Deiner Meinung!

geschrieben von: kmueller

Datum: 19.11.20 16:05

1.Klasse schrieb:
In Österreich, der Schweiz, den Niederlanden (alles im Übrigen Länder, in denen die Bahn sehr gut angenommen wird), in denen sind die Fahrgäste von Kind auf an gewöhnt, sich ein Ticket zu holen und dann einfach in einen Zug nach Wahl einsteigen zu können - oder auch den nächsten.
Ergänzung: Belgien, Luxemburg, Dänemark.

1.Klasse schrieb:
Gerade bei Geschäftsterminen sollte sich das Verkehrsmittel an den Terminkalender des Kunden anpassen. Dafür bezahlt man dann gerne einen Flexpreis
Interessanterweise braucht man gerade dort den Normalpreis/Mondpreis-Dualismus samt damit verbundenem Aufwand gar nicht (mehr).

Re: Ich bin völlig Deiner Meinung!

geschrieben von: bauigel

Datum: 19.11.20 16:32

1.Klasse schrieb:
bauigel schrieb:
Nöö- auch nicht besser als hierzulande, aber dafür
Falk12 schrieb:Zitat:
plant von vornherein eine Übernachtung ein
und nutzt die Zeit dazwischen noch für - in Deutschland oft kaum vorstellbar - für soziale Kontakte unter Geschäftspartnern. Und selbstverständlich wird auf Firmenkosten übernachtet - in Geiz-ist-geil-Deutschland schiesst man sich damit ja schon fast ins Abseits...
Nein, das ist völlig falsch. Wer Erfolg haben will, der kommt auch in Deutschland um ein bestens funktionierendes Netzwerk nicht herum. Als Selbständiger überlege ich jedoch dreimal, ob ich teuer übernachte (im Wettbewerb zählt nun einmal die Kostenstruktur) oder abends noch heimfahre. Das kommt auf die Situation an. Die Freiheit, das situativ zu entscheiden, möchte ich mir schon garnicht von Mitmenschen nehmen lassen, die nie eigenverantwortlich unternehmerisch tätig waren.
Genau dieses 'Netzwerken' (womöglich noch mit Aufwand-Nutzen-Betrachtung) steht da eben nicht im immer im Vordergrund. Da geht es bei weitem nicht nur um Führungs- oder Entscheiderebenen, sondern auch bis auf Ebenen herunter, auf denen man in Deutschland nicht mal gemeinsam in die Kantine gehen würde.
Und weil es dort absolut üblich ist (auch bei den Wettbewerbern), geht es bei den Kosten nicht so sehr darum, ob oder ob nicht übernachtet wird - sondern nur darum, in welcher Preisklasse...

Antwort zur Aufklärung

geschrieben von: Mw

Datum: 19.11.20 16:40

Ich glaube das hast Du diametral falsch verstanden.

Ich wollte zum Ausdruck bringen, daß wenn man versucht mit "Grölenden" zu reden, Gefahr läuft, daß diese ein Messer zücken oder sonstwie zuschlagen.
Entsprechende Fälle dürften bekannt sein.

Gruß
Mw

Bei der Fülle des zu verarbeitenden Materials sind einzelne Fehler oder Unrichtigkeiten nicht gänzlich zu vermeiden (Kursbuch Deutsche Bundesbahn)




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.11.20 16:41.
IC 241 schrieb:
Der Vorteil wäre, dass weniger Fahrgäste in den Zügen umherlaufen auf der Suche nach einem Platz. Der weitere, bereits mehrfach genannte wäre, dass keine Fahrgäste auf den Gängen/im Einstiegsbereich/ vor den Toiletten herumstehen.
Klar, die anderen sollen doch lieber stundenlang auf dem kalten Bahnsteig warten und viel später daheim sein, oder gar unterwegs zusätzliche übernahcten zu müssen, nur damit du sie nicht während der Fahrt ansehen musst.

Überfüllte Züge sind doch eher die Ausnahme, in den meisten Zügen gibt es doch genügend Platz. Und da setzt sich der Fahrgast ohne Reservierung einfach nur auf den nächsten Sitzplatz und gut ist. Während hingegen auch in fast leeren Zügen zu viele Reisende mit Reservierung ewig auf der Suche nach ihrem Sitzplatz umherirren und damit die anderen Reisenden gewaltig nerven. Haben Sitzplatz 91 reserviert. Also erst beim Einsteigen erstmal ausgibig nach den Nummer gesucht. Oh hier ist Sitzplatz 12, als geht man zwei Schritte vor und findet Sitzplatz 21, nach weiterer umfangreiche findete man nach einigen Minuten Platz 33, immer noch nicht. Nach gefühlt 10 min dann an Platz 91 angekommen, nur sitzt da schon jemand. Und der lässt sich nicht verscheuchen, also wird riesen Radau gemacht, nur um nach 5 min festzustellen, dass man 10 min lang vergeblich im falschen Wagen nach dem Platz gesucht hat, oder wahlweise im falschen Zug oder auf die falsche Reservierung für einen anderen Zug geschaut hat.

Auch in leeren Zügen nerven da die Reisenden, die da noch 5-10 min nach Abfahrt mit ihren rieisgen Schrankwandkoffern durch den Zug irren um unbedingt ihren reservierten Platz zu finden, auch wenn sie schon an 50 leeren und auf dem komplett Laufweg unreservierten Plätzen vorbei gegangen sind.

Für bei der Gäubahn-Sparübung, als durch das Abkuppeln von zwei Wagen bei einem Zugpaar fast die Hälfte der Züge die Wagennummer nicht durchgehend aufsteigend waren, war es immer extrem wieviele Reisende zu faul oder zu blöd waren auf den Wagenstandsanzeiger oder die Nummern beim einfahrenden Zug zu schauen und so auf der Suche nach Wagen 304 und 305 im Wagen 303 strandeten und erst Mal massiv Unruhe reinbrachten. Und dann vor allem wie viele sich dann, mehrer Minuten nach Zugabfahrt mit all ihren Koffern doch auf den Weg ans andere Zugende machten und sämtliche anderen Reisendem im Zug dabei störten, auch wenn ihnen der Zugbegleiter zuvor dreimal erklärt hatte, dass es in diesem Wagen mehr als genug frei unreservierte Sitzplätze gibt und sie sich einfach nur hinsetzen könnten.

Für mich wäre ein Reservierungszwang jedfalls ein dickes Minus, das sicher durch die erzeugten Unannehmlichkeiten und Einschränkungen und zusätzlichen Stress zur ein oder anderen Fahrt weniger führen würdem, weil das Bahnfahren insgesamt unattraktiver würde.

Zum einen weil man eben oft nicht vorher weiss, wann man fahren wird. Und dann ja auch noch versucht, einen Zug früher zu erwischen. Aus dem Bus rausspringen, schnell durch den Bahnhof rennen und die Treppe hoch und mit dem Piff in den minimal verspätetetn Zug einsteigen. War ich 1 1/2 Stunden früher daheim. Mir Resevierungspflicht hätte ich dem Zug hinterherschauen dürfen.

Oder letztes Jahr, Zug aus Hamburg ist zu spät und der Anschluss in Mannheim sicher weg, aber laut RIS gurkt wohl offensichtlich ein noch stärker verspäteter ICE aus Berlin im Blockabstand vor uns her. Also in Frankfurt schnell raus und schauen ob die Wendezeit des anderen lang genug ist um den zu erwischen, sonst wieder zurück in den ursprünglichen Zug. Hat gereicht, so konnte kräftig Verspätung reduzieren, was mit Reservierungspflicht unmöglich gewesen wäre.

Als Einzelreisende reserviere ich sowieso fast nie, mit mehreren schon eher mal (vor allem wenn die anderen reservieren wollen...). Aber wenn ich doch mal eine Reservierung habe, dann bin ich in mindestens der Hälfte der Fälle nicht so gefahren, wie reserviert. Entweder wegen Verspätung und folgendem Anschlussbruch oder Ersatzzug. Oder weil ich einen früheren oder späteren Zug genommen haben.
Und in der anderen Hälfte, wo ich doch in den reservierten Zügen sass, bin ich nicht unbedingt auf den reservierten Plätzen gesessen. Gerade auf Kurzstrecken mache ich mir doch nicht die Arbeit, mir den reservierten Wagen zu suchen und da noch weite Wege auf dem Bahnsteig umherrennen, gerade bei kurzen Umsteigezeiten. So wie die Fahrt nach Berlin zu zweit, in Stuttgart die Sitzplatzreservierung ignoriert, sondern so eingesteigen, dass in Mannheim der Umstiegsweg in den Anschlusszug zu den dort reservierten Plätzen recht kurz ist statt einmal längs über den Bahnsteig. Wobei wir dann auch nur kurz auf den reservierten Plätzen sassen und schon kurz vor Frankfurt für den Rest der Fahrt auf bessere Plätze wechselten...

Von Bonn zurück hatte ich einmal sogar drei reservierte Plätze für mich alleine, da ein andere Mitreisende doch früher gefahren war und ein anderer doch kurzfristig in die entgegengesetzte Richtung wollte. Da ich schon mit einem leeren Zug rechnete und einen guten Sitzplatz mit schöner Rheinsicht wollte, habe ich mir nicht mal die Mühe gemacht, überhaupt die für mich ziemlich nutzlose Reservierung zu lesen. Sondern gleich schöner ruhiger Wagen mit nur 5 anderen Reisenden am Zugschluss. Bis dann knapp 10 min nach Abfahrt ein Ehepaar lautstark und ausser Atem den Wagen mit grossen Koffern enterten und erst mal miteinander laut diskutierten, ob sie nun endlich im reservierten Wagen wären, dann laut nach ihren Plätzen gesucht, indem man sich gefühlt sämtliche Sitzplatznummern gegenseitig vorgelesen hat, bis man endlich bei seinen Plätzen am anderen Wagenende war. Und kaum sassen sie, sich laut darüber aufregten, dass die Plätze ja gegen die Fahrtrichtung wären. In einem fast leeren Wagen mit kaum vorhandenen Reservierungen, gewechselt haben sie aber nicht...

Gruss

Florian

Re: Was funktioniert bisher gut?

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 19.11.20 20:01

Patrick Rudin schrieb:
Ich muss krümelkacken: Bei JR East gibt es die Reservierungspflicht in den meisten durchgehenden Zügen von Tokio nach Aomori/Hakodate. Wollte nur das sagen, ansonsten unterschreibe ich obigen Beitrag zu 100% mit ;)

Die Direktzüge Tokio - Kanazawa sind teilweise auch reservierungspflichtig.

E-Oldtimer schrieb:
Die Bahn könnte vielleicht die Markierungen an den Bahnsteigen verfeinern - also nicht einfach A bis E, sondern direkt mittels Displays, wo welcher Wagen hält. Das würde aber auch nicht bei den Fahrgästen helfen, die jetzt schon drei Wagen weiterrennen müssen, weil sie sich nicht mit dem Wagenstandsanzeiger beschäftigt haben.

Als erstes würde es schon mal helfen, wenn Wagenstandsanzeiger und Realität übereinstimmen würden. Damit meine ich nicht geänderte Wagenreihungen, sondern unpräzise Angaben bei regulärer Wagenreihung.

Exakte Anzeigen der Wagennummern gibt es z. B. in Italien. Da sind Bildschirme an den Haltepositionen angebracht, die die jeweils zutreffende Wagennummer anzeigen.

In Japan gibts stattdessen auf dem Bahnsteig aufgeklebte Markierungen, zudem dann noch mit Markierung, wo die Warteschlange des jeweiligen Wagens stehen soll. Das variiert dann je nach Zugtyp, so dass man jede Menge Markierungen in unterschiedlichen Farben hat.

Aber auch die DB geht weiter, so kann man sich jetzt bei gebuchtem Platz die Position des Wagens in der App anzeigen lassen.

Re: Was funktioniert bisher gut?

geschrieben von: Michael1705

Datum: 19.11.20 20:19

Hallo,

hier ist mal der Link zur Befragung. Dort gibt es auch ein paar weitere Infos.

[yougov.de]

Demnach sind nur etwa 30% der Befragten für eine zwingende Reservierungspflicht, ein weiteres Drittel stimmt der Aussage eher zu (die Zustimmung ist also an Bedingungen gebunden).

MfG
Michael

Re: Was funktioniert bisher gut?

geschrieben von: kariadsko

Datum: 19.11.20 22:54

Michael1705 schrieb:
Hallo,

hier ist mal der Link zur Befragung. Dort gibt es auch ein paar weitere Infos.

[yougov.de]

Demnach sind nur etwa 30% der Befragten für eine zwingende Reservierungspflicht, ein weiteres Drittel stimmt der Aussage eher zu (die Zustimmung ist also an Bedingungen gebunden).

MfG
Michael
Hallo Michael,

vielen Dank für den Link.

Aber jetzt mal ehrlich: Damit halte ich die Umfrage erst recht für wertlos, denn die Frage ist stark suggestiv gestellt:

Zitat
Inwieweit stimmen Sie der folgenden Aussage zu? Für Reisen im Fernverkehr der Deutschen Bahn sollte es zum Schutz der Fahrgäste vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus eine Reservierungspflicht geben.
Jetzt stellt Euch mal einen Befragten vor, der nie irgend etwas mit der Bahn zu tun hatte (sind in D ja leider ziemlich viele) und keine Ahnung hat, was und warum Reservierungen sind - aber gegen Schutz vor Ansteckung kann doch kein Mensch etwas haben. Also: Ja klar stimmt er der Aussage zu.
Die Hoffnung, dass die Antworten irgendwie aufgeteilt seien nach "Wie oft sind Sie in den letzten zwölf Monaten mit dem Fernverkehr der Deutschen Bahn gefahren?" hat sich auch nicht erfüllt.

Also vergessen wir die Umfrage und diskutieren lieber weiter die Frage als solche.

Re: Was funktioniert bisher gut?

geschrieben von: Heckeneilzugfan

Datum: 19.11.20 23:02

Man darf auch nicht vergessen:
Gegenüber Flugzeugen, Konkurrenz-Eisenbahnunternehmen und Fernbussen hat die DB Fernverkehr den großen Vorteil, durch ihr dichtes Netz an ICE- und IC-Taktverkehren eine hohe Flexibilität bieten zu können. Wenn die DB diesen Wettbewerbsvorteil nur noch teilweise ausnutzt, verzichtet sie auch auf Fahrgäste.

Mein Vorschlag:
1) Super-Sparpreise (evtl. auch Sparpreise) erfordern eine kostenpflichtige Reservierung, an die der Fahrgast auch gebunden ist.
2) Zu Flexpreisen gibt es eine Gratis-Reservierung (wie derzeit in der 1. Klasse), an die der Fahrgast jedoch nicht gebunden ist. Eine Umbuchung ist zudem möglich.
Florian Ziese schrieb:
wenn ich doch mal eine Reservierung habe, dann bin ich in mindestens der Hälfte der Fälle nicht so gefahren, wie reserviert. Entweder wegen Verspätung und folgendem Anschlussbruch oder Ersatzzug.
Den Anschlußbruch vermeidet man, indem man nur noch Direktverbindungen nutzt, sobald irgendwas (Termin, Spätverbindung...) kritisch ist. Das erleichtert es den Fluggesellschaften, auf vielen Relationen den Rahm abzuschöpfen, weil sich Punkt zu Punkt 120-180 Sitzplätze deutlich leichter füllen lassen als ein (zumindest Halb-)Zug. Es ist verblüffend zu sehen, was zuletzt alles an direkten Flugverbindungen aufgetaucht ist, die an Nützlicheit sogar mit Autofahrten konkurrieren können.

Wenn es terminlich nicht kritisch ist, kann man sich mit den bekannten Tricks ein Billigst-Bahnticket suchen. Damit wiederum können die Flieger nicht mithalten.
Das würde dann auf die Praxis wie in Spanien hinauslaufen: Tickets immer vorbuchen, sonst kommst du nicht mehr mit und bleibst am Bahnsteig stehen. Und eine Erstattung des Tickets ein paar Stunden vor Abfahrt, wenn man plötzlich krank wird oder sich der Termin für die Reise verschiebt, wird auch schwierig sein.
Dadurch wäre das System Bahn auch für die Fahrgäste vollkommen unflexibel.

Re: Geschäftsmodell ...

geschrieben von: apfelpfeil

Datum: 23.11.20 03:54

... Du gewinnst dann neuen Klimbim dazu. Und der macht es nicht besser.

Dann brauche ich auch keinen Stundentakt mehr, denn wenn meine Besprechung mal überraschend eine Stunde früher endet kann ich mangels Reservierung nicht mehr einen Takt früher für die Heimfahrt nehmen. Um dann nach einer Stunde Wartezeit festzustellen, mein eigentlich gebuchter Zug fällt nun heute mal aus... echt klasse. Ich dachte eigentlich, die Planwirtschaft á là DDR wäre überwunden, Freiheit und Flexibilität hätten gewonnen?

Dauert sie allerdings mal eine Stunde länger oder habe ich mit einem Supersparpreis mit Zugbindung meinen Anschluss versäumt hab ich mangels Reservierung in der nächsten Verbindung gleich eine extra Hotelübernachtung gewonnen oder was? Welcher Klimbim kommt denn dann zum Tragen? Das trifft doch alle Bahnfahrer, nicht nur wenige Meckerköpfe. Oder soll ich mir dann am Besten gleich für alle denkbaren Züge eine Fahrkarte/Reservierung kaufen mit denen ich vielleicht unter Umständen fahren können müsste?? Wenn das alle machen dann fährst Du aber sauber und gut bezahlt nur noch reservierte aber leere Plätze spazieren. Kann das sinnvoll sein?

Könnt ja dann auch für U-Bahnen einen Zwang zur Platzreservierung einführen. Da sieht man schön wie hirnrissig das im öffentlichen Verkehr ist, egal ob nah oder fern. Taxi oder PKW muss ich auch nicht vorher reserviert haben, um damit fahren zu können. So kann die Bahn nur verlieren.

bahnratefuchs schrieb:
Hey.

AlexK schrieb:
Klar gibt es punktuell überlastete Züge, hier ließe sich die Problematik aber ggf. durch die Entzerrung des Reiseverkehrs entschärfen oder punktuell auch durch die Schaffung zusätzlicher Transportkapazitäten.

Gerade wegen letzterem wehrt sich die DB ja dagegen.

Denn bei hoch ausgelasteten Verbindungen müsste sie dann endlich angemessene Kapazitäten bereitstellen!

So aber werden Überfüllungen hingenommen und man verdient gut dran.

Für die stehenden Fahrgäste eine Zumutung. Und für Sitzplatzinhaber auch, wenn sie zum WC/Ausgang/Bistro wollen.

Da ist ein Sitzplatzzwang oder anders gesagt eine SitzplatzSICHERHEIT eine echte Komfortsteigerung, die, passend vermarktet, neue Fahrgastgruppen erschließt. Diese ganzen bahn.comfort-Vorzugssitzplatzdiskussionen und all der Klimbim entfällt. Und niemand braucht Sorge haben, dass ihm wer den Platz streitig macht und sich dreist hinsetzt.


Auf die paar DS-O-Meckerköppe, die dann - angeblich - wegbleiben, kann man dann verzichten.

Aber die Diskussion wird aus o.g. Grund hypothetisch bleiben.


Schöne Grüße von jörg
Sehr schlau. Wirklich!
Um Direktverbindungen nutzen zu können, muss man erstmal eine haben, das Glück haben nur ganz wenige, und auch die nicht überall hin!

Ich habe weder eine Direktverbindung noch nichtmal bis zum zum Flughafen noch eine mit der Bahn Richtung Westen über 20 km hinaus. Schließlich sind ja jegliche Kurswagenverbindungen längst abgeschafft, und RE/RB fahren nicht weiter.
Die einzigen Direktverbindungen zu beliebigen Zielen sind ein PKW. Da brauchen wir über eine Bahn überhaupt nicht mehr diskutieren, dann hat die sich rausgekickt. Nur noch Direktverbindungen. Lachhaft!
Doch ich hab noch welche. Virtuell. Da komme ich direkt weltweit überall hin. Und wieder zurück. Fast immer. Ganz bequem von zuhause aus. Blöd wer persönlich anwesend sein muss...

kmueller schrieb:
Florian Ziese schrieb:
wenn ich doch mal eine Reservierung habe, dann bin ich in mindestens der Hälfte der Fälle nicht so gefahren, wie reserviert. Entweder wegen Verspätung und folgendem Anschlussbruch oder Ersatzzug.
Den Anschlußbruch vermeidet man, indem man nur noch Direktverbindungen nutzt, sobald irgendwas (Termin, Spätverbindung...) kritisch ist. Das erleichtert es den Fluggesellschaften, auf vielen Relationen den Rahm abzuschöpfen, weil sich Punkt zu Punkt 120-180 Sitzplätze deutlich leichter füllen lassen als ein (zumindest Halb-)Zug. Es ist verblüffend zu sehen, was zuletzt alles an direkten Flugverbindungen aufgetaucht ist, die an Nützlicheit sogar mit Autofahrten konkurrieren können.

Wenn es terminlich nicht kritisch ist, kann man sich mit den bekannten Tricks ein Billigst-Bahnticket suchen. Damit wiederum können die Flieger nicht mithalten.
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