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Re: Denn sie wissen nicht was sie sagen

geschrieben von: Falk12

Datum: 18.11.20 19:30

Bruno Schötz schrieb:
Hallo....ich weiss eigentlich nicht,was es an diesem Thema ewig zu diskutieren gibt...in einem Flächenland mir verteilter Siedlungsstruktur geht das nicht,das weiss auch die DB.Wer oft unterwegs ist weiss,dass bei spätestens 2-3 Umstiegen die Anschlussverlusthäufigkeit unter 50% sinkt,von anderen Störungen ganz abgesehen.(oft geht auch die reservierungsanzeige gar nicht).Zudem gibt es leider einige Reisende im Zugverkehr,in deren Nähe ich nicht plaziert werden möchte und meinen Platz nicht einnehmen würde....Gruss ,Bruno
Hallo,

die Probleme liegen also im Betriebszustand der DB AG. Diese Probleme sind aber mit fähigen Managern lösbar und selbst bei verpassten Anschluss könnte man schon während der Fahrt im verspäteten Zug, den nachfolgenden Anschluss in der App reservieren, also wo ist das Problem?
Iarn schrieb:
Klaus Peterson schrieb:
Das bedeutet, dass man Dienstreisen oder auch Reisen, bei denen man die Reisezeiten nicht 100% vorher absehbar, nur noch mit dem Auto durchführen kann. Denn sonst bleibt man ggf. stundenlang am Bahnsteig stehen, wenn die nachfolgenden Züge ausgebucht sind.

Das kann doch nicht das Ziel sein!
Ich vergleich das mal mit dem Flugzeug, wo es ebenfalls eine Reservierungspflicht gibt.
Da habe ich auf Dienstreisen eine Buchung (meist relativ spät am Tag) und wenn ich früher fertig bin, dann buche ich halt auf eine frühere Verbindung um wenn die frei ist. Geht dann Apps ja in Sekunden.

Und ich bin nie auf die Idee gekommen deswegen mit dem Auto zu fahren.
Hallo,

gutes Beispiel. Beim Flugzeug kommt kein Geschäftsreisender auf die Idee mit dem Auto zu fahren, nur weil er nicht weiß, wann die Konferenz, Tagung oder Messe oder Kundenbesuch zu Ende ist.
Der Unterschied ist nur: Die Airlines haben eine schon seit Jahrzehnten eine durchorganisierte Struktur, welche nicht nur National sondern über die IATA international weltweit völlig gleich ist, womit es völlig egal ist ob ich mich in einem hochentwickelten Land wie Deutschland oder in einem totalen Entwicklungsland wie Bolivien oder Niger befinde, überall ist das Prozedere bei Änderungen gleich, die Unterschiede gibt es nur im Tarif, den ich bezahlt habe, wie es bei der DB AG ja auch gibt, ob ich einen flexiblen oder Spartarif bezahlt habe. Das Problem dazu ist die DB AG nicht in der Lage, man ist ja nicht mal in der Lage, europaweit für jede Bahnstrecke eine Fahrkarte zu kaufen bei der DB AG. Da könnte man sich mal ein Beispiel an den Airlines nehmen und Beispiele dafür gibt es ja, das bei der SNCF benutze System stammt ursprünglich von Air France. Und wenn man die bösen Airlines auf vielen Strecken in Europa ablösen will, dann muss man das so gar, denn wenn es so steinzeitmäßig wie jetzt bleibt , dann wechselt sicher kein einziger Fluggast auf die Bahn, das ist schon mal Fakt!!
kmueller schrieb:
Und wie oft hast du da einen Umstieg drin?
Hall, waso,

oft genug, gerade wenn es auf Fernreisen geht!!
Das Problem, bei den Airlines ist bei Verspätungen das Prozedere klar geregelt und ich habe an dem Flughafen, egal wo auf der Welt einen Ansprechpartner, denn verantwortlich ist die Airline, die die Verspätung hatte oder mir das Ticket verkauft hat. Und da gibt es klar geregelt internationale Standards, für was die Airline verantwortlich ist: Umbuchung auf die nächst mögliche Verbindung zu meinem Endziel, egal ob direkt oder mit einem weiteren Umstieg und egal ob die Route teurer wird, denn die Differenz muss der Verspätungsverursacher und nicht der Kunde zahlen. Wahrscheinlich wäre die DB AG in 3 Monaten Pleite, wenn man das in Deutschland einführen würde. Dazu die Fahrgastrechte, die bei den Airlines was Schadensersatz anbetrifft, weit härter als bei der Bahn sind, das würde vielleicht mal hilfreich sein, wenn man das bei der Bahn einführt, dann würde man Trassen mit Reserven ausstatten, so das im Störfall nicht wie jetzt sofort das ganze Netz zusammenbricht, wie es jetzt normaler Zustand ist.

Re: Ich bin völlig Deiner Meinung!

geschrieben von: Falk12

Datum: 18.11.20 20:15

E 44 051 schrieb:



Du sprichst mir aus der Seele. Schon oft musste ich in IT, FR, ES und PT meine Reisepläne ändern, weil der Wunschzug nicht mehr buchbar war (in PL hatte ich bisher immer Glück).

Pendler in den genannten Ländern, die auch mal spontan einen Zug früher oder später nutzen möchten, könnten sicher ein Lied davon singen, wie "angenehm" die Reservierungspflicht ist.

Freundliche Grüße aus Leipzig von
Ralf[/size]
Hallo Ralf,

wenn man immer auf den letzten Drücker reserviert, wird das natürlich nichts und die vielen Leute, welche dir in den genannten Ländern vom vielen Ärger mit den Platzreservierungen erzählen , wirst du auch nicht finden, denn dort wird man von Kind an daran gewöhnt und kennt auch als Geschäftsmann, die Zeiten wo es nicht so voll ist und man auch kurzfristig einen Platz bekommt. Dazu ist man dort auch in der Lage Termine so zu legen, das man auch am gleichen Tag noch Hause kommt oder plant von vornherein eine Übernachtung ein, ein Problem haben damit nur deutsche Urlauber wie du, die sich mit den Gepflogenheiten des Landes nicht befassen, sondern meinen, weil sie Geld in das Land bringen, muss alles nach Ihren Gusto gehen, diese deutsche Überheblichkeit begegnet mir in meinem Beruf regelmäßig, als völlig normal. Man sollte sich dann aber eben auch nicht beschweren, wenn es dann nicht so läuft wie man es sich vorstellt. Wer im Ausland alles so haben will wie zu Hause, sollte Urlaub im eigenen Land machen. Ich bin eigentlich deshalb in einem drittel der Länder dieser Welt gewesen, weil es eben dort nicht alles so ist wie zu Hause.
Nichts für ungut.

Gruß Falk12

Re: Pendler

geschrieben von: Falk12

Datum: 18.11.20 20:18

Frank Schönow schrieb:
Wenn es ums Auto und den MIV geht, wird Pendler von der Umweltlobby gern empfohlen sich einen Arbeitsplatz am Wohnort oder einen Wohnort am Arbeitsplatz zu suchen - der Umwelt zu Liebe.
Jetzt frage ich mich, warum wird diese Meßlatte bei Bahnpendler im Fernverkehr nicht auch angelegt? Die Fernzüge fahren um ferne Ziele zu erreichen statt mit dem Flugzeug oder Auto und nicht um ein Heer von Pendlern zu befriedigen, welche den Fernzug mit dem Arbeitsplatz verwechseln.
Wer als überzeugter Autofahrer oder Vielflieger einmal in einem überfüllten Fernzug saß und die Gürtellinien fremder Personen vor der Nase hatte, der kommt niemals zurück und wer diese Zustände öfter erleben mußte der wird eher zum Autofahrer oder Vielflieger statt zum Bahnfahrer.
Komfort ist halt mehr als eine Abteiltür oder ein Speisewagen den viele Fahrgäste in überfüllten Zügen gar nicht erreichen können, entweder weil der Zug maßlos überfüllt ist oder nicht gewährleistet ist nach dem Mal im Bordbistro seinen reservierten Sitzplatz ohne Streitereien wieder zu bekommen.
Hallo,

guter Beitrag!!
Falk12 schrieb:
Hallo,

wieder einmal zeigt sich, das die Mehrheit der Menschen eben Ihre Reise planen und nicht einfach mal kurz entschlossen auf eine Fernreise gehen, was eigentlich normal ist. Die Mär von den Geschäftsreisenden, welche die Flexibilität angeblich dringend bräuchten, widerlegen die Geschäftsleute in Spanien, Frankreich und Italien, welche dort zum Teil häufiger als bei uns die Bahn nutzen und eben auch reservieren müssen und damit seit Jahrzehnten zum Teil gut leben.
Das hier im Forum so ein Problem daraus gemacht wird, zeigt wieder mal nur, das vor Allem die Angestellten der DB AG und da wohl zu erst wohl in den höheren Etagen ein Problem damit haben. Ich weiß auch nicht was einem mit BC 100 daran hindert einen Platz zu reservieren, wenn man dies kostenfrei bis kurz vor Abfahrt am Schalter, in der App oder am Automaten machen könnte.
Warum willst du was krampfhaft verkomplizieren und verbürokratisieren, was bisher gut funktioniert?

"Ich hab die riesen geniale Idee - und das tollste, dadurch wird gar nicht alles so viel schlechter"... klingt nicht wirklich so als braucht man das.

Re: Wagen 31-37 fehlt

geschrieben von: Falk12

Datum: 18.11.20 20:21

Christof 421 schrieb:
und dann bleibst du erst mal stehen bis zum nächsten, noch reservierbaren Zug, der in Richtung zum Ziel fährt. Dann ist aber der Anschlusszug voll und nicht mehr reservierbar.
Oder heute ohne Wagen 8. Oder heute Ersatzzug 29... ohne Platzreservierung. Oder heute Platzreservierung defekt, bitte Fahrgästen mit Reservierung Plätze freigeben. Oder ganz einfach der Klassiker, Zug fällt heute leider aus. Was hat die DBAG noch so für Unwägbar- und Nichtplanbarkeiten im Angebot?

Gruss aus Südbaden
Christof 421
Hallo,

ja dann muss man mal endlich die Zustände bei der DB AG ändern!!

Re: Ich bin völlig Deiner Meinung!

geschrieben von: nozomi07

Datum: 18.11.20 20:21

Falk12 schrieb:
wenn man immer auf den letzten Drücker reserviert, wird das natürlich nichts und die vielen Leute, welche dir in den genannten Ländern vom vielen Ärger mit den Platzreservierungen erzählen , wirst du auch nicht finden, denn dort wird man von Kind an daran gewöhnt und kennt auch als Geschäftsmann, die Zeiten wo es nicht so voll ist und man auch kurzfristig einen Platz bekommt.
Sind die nicht eher von Kind an daran gewöhnt, einfach schnell das Auto zu nehmen? Und wie willst du solche Leute für die Bahn begeistern? Mit Bürokratie?

Was funktioniert bisher gut?

geschrieben von: IC 241

Datum: 18.11.20 20:54

Hallo,

das Einnehmen der Sitzplätze in Fernverkehrszügen ist regelmäßig Chaos, das eigentlich einem Fernzugangebot nicht würdig ist.

Hier sollte man sich mal was überlegen, wie Reisende besser zu ihren Sitzen geleitet werden. Das ganze kann ja nur in Verbindung mit einer Sitzplatzreservierung für jeden funktionieren. Also geregelte Sitzplatzeinnahme ohne Gedränge und Kofferschubserei, und keine stehenden Fahrgäste mehr in Fernzügen, das wäre doch eine deutliche Komfortsteigerung. Der Ruf des Fernzugfahrens würde sich deutlich bessern.

Hierzu müsste man sich mal sinnvolle und nachhaltige digitale Lösungen überlegen und umsetzen. Stattdessen lässt man seit Monaten Züge leer durch die Gegend fahren und verbrennt Milliarden, die man für kluge, langfristig angelegte Konzepte sinnvoll investieren könnte.

Ich bin regelmäßiger Fernzugfahrer und für die obligatorische Sitzplatzreservierung. Über einen Wagen für Fahrgäste ohne Reservierung kann man reden. Dann muss aber auch dafür gesorgt sein, dass die Fahrgäste dieses Wagens auch dort einsteigen und nicht durch den ganzen Zug mit Koffer laufen bis zu ihrem Stehplatz.

IC 241

Und wieviele davon nutzen den Bahn-Fernverkehr?

geschrieben von: Thomas I

Datum: 18.11.20 21:04

Oberdeichgraf schrieb:
Berlin. Intercity und ICE sind in der Corona-Pandemie nur gering ausgelastet. Dennoch würde viele Menschen in Deutschland eine Reservierungspflicht begrüßen, damit der nötige Abstand gesichert ist.
Eine deutliche Mehrheit der Deutschen ist nach einer Umfrage in der Corona-Krise für eine Reservierungspflicht im Bahn-Fernverkehr.
63 Prozent sprachen sich in einer Yougov-Umfrage zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus dafür aus. 18 Prozent sind dagegen.
[www.noz.de]
Und das sind alles regelmäßige Nutzer des Bahn-Fernverkehrs?
bollisee schrieb:
Würdest Du das einschränken auf die Leute, die den Fernverkehr nutzen, dann käme wohl das umgekehrte Ergebnis raus...
Das sehe ich auch so.

Ich gebe aber auch zu bedenken, dass sich bei solchen Einschränkungen auch bei anderen Themen ganz andere Umfrageergebnisse herauskämen.
Hallo Falk,

ich möchte mir ausdrücklich persönliche Angriffe verbitten (an denen auch ein "Nichts für ungut" nichts ändert). Nebenbei stellt sich mir die Frage, wer von uns Beiden hier überheblicher ist...

Im Ausgangsbeitrag ging es um eine Einführung der Reservierungspflicht in DE. Dann muss ich ja danach in Zukunft, nach Deiner Logik, zu Hause bleiben...

Freundliche Grüße aus Leipzig von
Ralf


Meine Reiseberichte: [www.drehscheibe-online.de]

Re: Wagen 31-37 fehlt

geschrieben von: Mw

Datum: 18.11.20 21:25

Falk12 schrieb:
Christof 421 schrieb:
und dann bleibst du erst mal stehen bis zum nächsten, noch reservierbaren Zug, der in Richtung zum Ziel fährt. Dann ist aber der Anschlusszug voll und nicht mehr reservierbar.
Oder heute ohne Wagen 8. Oder heute Ersatzzug 29... ohne Platzreservierung. Oder heute Platzreservierung defekt, bitte Fahrgästen mit Reservierung Plätze freigeben. Oder ganz einfach der Klassiker, Zug fällt heute leider aus. Was hat die DBAG noch so für Unwägbar- und Nichtplanbarkeiten im Angebot?

Gruss aus Südbaden
Christof 421
Hallo,

ja dann muss man mal endlich die Zustände bei der DB AG ändern!!
Die DB AG spielt doch seit Jahren so wie gestern Löws Truppe in Spanien. >>In allem schlecht<<

Gruß
Mw

Bei der Fülle des zu verarbeitenden Materials sind einzelne Fehler oder Unrichtigkeiten nicht gänzlich zu vermeiden (Kursbuch Deutsche Bundesbahn)
Falk12 schrieb:
Die Mär von den Geschäftsreisenden, welche die Flexibilität angeblich dringend bräuchten, widerlegen die Geschäftsleute in Spanien, Frankreich und Italien, welche dort zum Teil häufiger als bei uns die Bahn nutzen und eben auch reservieren müssen und damit seit Jahrzehnten zum Teil gut leben.
In Frankreich gibt es für den flexiblen Geschäftsreisenden den Tarif "Business Première". Damit kann jederzeit umgebucht werden und es können alle Züge am gleichen Tag genutzt werden, auch wenn diese eigentlich ausgebucht sind - notfalls im Stehen.

Diesen "Service" lässt sich die SNCF allerdings auch etwas kosten: Eine Fahrkarte "Business Première" für eine einfache Fahrt Straßburg - Paris kostet 152 €.

Zum Vergleich: Frankfurt - München ist in etwa eine ähnliche Entfernung. Bei der DB kostet diese Fahrt mit Flexpreis 1. Klasse 94,20 € (wobei man natürlich deutlich länger unterwegs ist).

Gruß
X73900
Erstaunlich!

Seit Stunden wird - auch von Vielfahrern - aus der Praxis der Unsinn eines Platzkarten-Zwanges dargestellt, und dann das:

"Ich weiß auch nicht was einem mit BC 100 daran hindert einen Platz zu reservieren, wenn man dies kostenfrei bis kurz vor Abfahrt am Schalter, in der App oder am Automaten machen könnte."
Erstens ist es lästig. Es wird auch keinem Autofahrer zugemutet, sich vor seiner Abfahrt auf eine bestimmte Straße oder Fahrspur festzulegen. Er fährt einfach los.
Das Hauptproblem ist aber (auch schon beschrieben), dass ich auf der Gesamtstrecke Hamburg - Stuttgart (700 km) nicht mitfahren darf, nur weil der Zug zwischen Franfurt(M) Hbf und Ffm Flughafen (10 km) ausreserviert ist oder die Reservierungsstrecken freier Plätze nicht aneinander anschließen. Das kann doch nicht euer Ernst sein!

Und der Pendler, der 3 min vor der Abfahrt an den Bahnsteig kommt, darf auch nicht mit, weil er erstmal zum Automaten/an den Schalter/sein Smartphone malträtieren muss. Schau dir mal an, wie es um 16:45 Uhr unter der Woche in einem Großstadtbahnhof ausschaut. Oder wenn die Züge wieder nicht ganz so fahren, wie es im Fahrplan steht. Da kommen die Leute wirklich auf den letzten Pfiff.

"Für kürzere Reisen kann man ja den Nahverkehr nutzen und der ist ja bekanntermaßen reservierungsfrei und damit voll flexibel!!"
Jetzt wird es albern...

Wer reservieren will, der kann es doch tun. Aber warum sollen es auch alle anderen müssen? Das begreife ich nicht.

Heiko

http://www.desiro.net/Signatur-Abteil.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2020:11:18:21:59:52.
Wenn eine Mehrheit potentieller Bahnfahrgäste sich das wünscht, sollte man das auch machen. Rein schon deswegen um auch in Coronazeiten wieder Fahrgäste in die Bahnen zu locken. Temporär kann man ja die Auslastung dann auch problemlos auf 50 % deckeln.
Im Anschluss, also postpandemisch, kann man wieder mehr zu lassen. Grundsätzlich müsste dann halt eine Reservierung immer inklusive sein, die dann bei Zugausfall, Fahrzeugtausch, Ersatzzügen und Verspätung einfach wie im Flugverkehr üblich auf die neuen Verbindung umgebucht werden. Zugreihungen und Fahrzeugeinsätze sind ja planbar, und informationstechnisch ist das zwar ein bisschen Arbeit, würde aber unter dem Strich für sehr viel mehr Komfort sorgen. Das ist ja auch einfach der Wunsch der Mehrheit.

Nur weil in einem Eisenbahnforum vielleicht ein paar laute Stimmen dagegen sind, scheint es ja in der Bevölkerung eine klare Mehrheit für solche Inklusivreservierungen (klingt positiver als "Pflicht" oder "Zwang")zu geben. Alle Entwicklungen der letzten Zeit wie der Komfort-Checkin und die automatische Umreservierung in Ersatzzügen deuten ja sehr darauf, dass die Entwicklung genau in diese Richtung geht.

Re: Geschäftsmodell ...

geschrieben von: CHB

Datum: 18.11.20 22:16

bahnratefuchs schrieb:
So aber werden Überfüllungen hingenommen und man verdient gut dran.
Für die stehenden Fahrgäste eine Zumutung. Und für Sitzplatzinhaber auch, wenn sie zum WC/Ausgang/Bistro wollen.
Die heute stehenden Fahrgäste kommen dann gar nicht mehr mit, weil eben für sie kein Platz reserviert ist. Das sollte berücksichtigen, wer heute meint, flexibel zur absoluten Spitzenzeit z.B. am Freitagnachmittag reisen zu können. Das geht dann eben nicht mehr.

Re: Denn sie wissen nicht was sie sagen

geschrieben von: Patrick Rudin

Datum: 18.11.20 22:17

Rollo schrieb:
War die Frage der Reservierungspflicht da nicht auch abhängig von den Sitzbereichen - in Bereichen mit Reservierungspflicht weniger Plätze pro Reihe als in Bereichen ohne Reservierungspflicht?

In der Regel nicht, manchmal schon: bei JR Kyushu und den 500ern von JR West (2+2 statt 2+3) sowie den Doppelstöckern von JR East (2+3 statt 3+3).

Re: Ansporn für neues Denken!

geschrieben von: CHB

Datum: 18.11.20 22:23

bahnratefuchs schrieb:
Zitat:
Das krasseste Beispiel ist, dass ein Zug, der zwischen Frankfurt Hbf und Flughafen ausreserviert ist, ansonsten aber nur halb voll, nicht mehr für Fahrten buchbar wäre, die diesen Abschnitt beinhalten.
Richtig. Dann gäbe es zwischen Hbf und Flughafen einen zusätzlichen Zug, um die Kurzreisenden damit zu befördern. Damit der langlaufende Zug frei bleibt für Langstreckenreisende. Das Angebot würde größer, was die Nachfrage erhöht.
Und wenn die "Kurzreisenden" dann trotzdem alle für den anderen (lang laufenden) Zug einen Platz buchen, weil er prima zu ihren Bedürfnissen passt? Schon ist Dein Zusatzzug nur halb ausgelastet und beim Langläufer bleibt in Stuttgart oder Duisburg Reisendenpotential vor der Tür stehen, weil sie eben keine Reservierung für ihre Reise mehr bekommen.

Im Paris-fokussierten Frankreich funktioniert das ganz gut, aber im polyzentrischen Deutschland wirft das Prinzip zu viele nicht oder sehr unbefriedigend beantwortbare Fragen auf.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2020:11:18:22:23:37.
Und die solventeren DB-Geschäftsreisenden haben eine ICE-Zeitkarte oder BahnCard 100. Wenn sie nicht genau wissen, wann sie aus der Firma rauskommen, kaufen sie sich einfach drei Reservierungen, eine für 13.46 Uhr, eine für 14.46 Uhr, eine für 15.46 Uhr.

Auch allein wegen verpasster Anschlüsse wird es immer wieder passieren, dass einige reservierte Plätze frei bleiben, obwohl andere Fahrgäste vergeblich versucht haben, einen Platz zu ergattern.

Ich denke, die Fahrgäste, die eine Reservierungspflicht fordern, sind die, die nur gelegentlich (0 bis 15 mal im Jahr) mit der Bahn fahren. Für die ist es vielleicht fast selbstverständlich, vorher einen Platz zu reservieren.
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