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Mit deutlicher Verspätung begann am 16.11.2020 das Planfeststellungsverfahren für die Elektrifizierung der Taunusbahnstrecke von Friedrichsdorf bis Usingen bei gleichzeitig projektbezogenen Veränderungen bis Brandoberndorf.

Hierzu berichteten in den letzten Tagen u. a. die Taunus Zeitung und der Usinger Anzeiger, wobei nicht alle Beiträge verlinkbar- oder mit einer Bezahlschranke versehen sind.

Den Link des Verkehrsverbandes Hochtaunus mit seiner Pressemitteilung stelle ich hier mal ein.

[taunusbahn.de]

Nach neuesten Informationen soll der elektrische Betrieb im Dezember 2023 trotz Bedenken der Wehrheimer Bürgerinitiative, die die Taunusbahn grundsätzlich befürwortet, aber andere Antriebskonzepte fordert, realisiert werden.
Schwerpunkte des Projektes sind der zweigleisige Ausbau des Abschnitts Saalburg - Wehrheim zwecks flexibeler Kreuzungsmöglichkeiten, eine grundsätzliche Neugestaltung des Bahnhofs Usingen mit zwei Inselbahnsteigen, Überführungen zu den Bahnsteigen und dem Industriegebiet bei Wegfall der dort vorhandenen Abstellanlage. In Hundstadt wird es eine neue Kreuzungsmöglichkeit geben. Ferner ist die Einrichtung einer Abstellanlage für Triebwagen in Brandoberndorf geplant.

Meine Aufnahme zeigt ein Motiv von Juni 2019 aus Usingen, was so in dieser Form in zwei bis drei Jahren nicht mehr möglich ist. Links vom jetzigen Bahnsteig wird ein zweiter entstehen und quer über das Bahngelände verläuft dann eine Brücke für Fußgänger und Radfahrer. Auch das mittlerweile aufgegebene Raiffeisengebäude im Hintergrund wird in dieser Form auf Dauer keinen Bestand mehr haben. Das hat aber mit der Bahn nichts zu tun.

An dieser Stelle nochmals der Hinweis: Wer die auf der Taunusbahnstrecke eingesetzten VT 2 E und das jetzige Ambiente fotografieren möchte, sollte sich langsam auf den Weg machen.

https://up.picr.de/39885912ln.jpg

Bleibt alle gesund und beste Grüße!
Hej,

danke für die Info!

Der Mann aus dem Feld schrieb:
Nach neuesten Informationen soll der elektrische Betrieb im Dezember 2023 trotz Bedenken der Wehrheimer Bürgerinitiative, die die Taunusbahn grundsätzlich befürwortet, aber andere Antriebskonzepte fordert, realisiert werden.
Da sieht man mal wieder die Ablehnung gegen jede Veränderung.

Wenn jemand mit einem anderen Plan kommt, sind die doch auch dagegen - Typisch Deutsch eben...

Der Mann aus dem Feld schrieb:
Schwerpunkte des Projektes sind der zweigleisige Ausbau des Abschnitts Saalburg - Wehrheim zwecks flexibeler Kreuzungsmöglichkeiten, eine grundsätzliche Neugestaltung des Bahnhofs Usingen mit zwei Inselbahnsteigen, Überführungen zu den Bahnsteigen und dem Industriegebiet bei Wegfall der dort vorhandenen Abstellanlage. In Hundstadt wird es eine neue Kreuzungsmöglichkeit geben. Ferner ist die Einrichtung einer Abstellanlage für Triebwagen in Brandoberndorf geplant.
Wegfall von Abstellgleisen? Interessant...

Gruß
Tz 4683
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Mich würde auch mal interessieren, welche anderen Antriebskonzepte sich die Bürgerinitiative vorstellt (am besten mit Beleg). Irgendwie fehlt mir gerade die Phantasie, aus welchen Gründen man eine wie auch immer geartete Alternative vorziehen sollte, wenn man auch eine Elektrifizierung bekommen kann.
Hallo,

den Ausbau der Strecke sehe ich als weiteren Meilenstein in der Erfolgsgeschichte der Taunusbahn! Ich habe selber den trägen und veralteten Betrieb zu Zeiten der Deutschen Bundesbahn auf der Strecke noch erlebt. Leider ließ sich der Abriss der Strecke ab dem Hasselborner Tunnel bis Albshausen nicht verhindern trotz des Ankaufs der jetzt betriebenen Strecke durch den Hochtaunuskreis. Leider begannen damals schon die "Probleme" der Regionalisierung zu greifen: Der Hochtaunuskreis kauft seinen Streckenteil und macht Etwas daraus, der Lahn-Dill-Kreis zeigte kein Interesse. Zwar wurde ja das Teilstück vom Hasselborner Tunnel bis Brandoberndorf wieder aufgebaut, aber die restliche Strecke ist wohl für immer verloren!

Nichtsdestotrotz ist die betriebene Strecke sehr erfolgreich. Selbst die Optimisten wurden positiv überrascht! Ich bin mir sicher, dass die Erfolgsgeschichte weitergeht. Der S-Bahn-Betrieb bis Usingen ist noch attraktiver, da engerer Zeittakt. Zudem wird die weitere Strecke aufgewertet! Ich hoffe mal, dass auch neue Fahrzeuge sich auf dieser Strecke gut bewähren, damit der Betrieb weiter so zuverlässig durchgeführt werden kann. Die VT2E-Triebwagen sind ja bekannt für Ihre Zuverlässigkeit. Das sie jetzt langsam ans Ende ihrer Lebensdauer kommen ist verständlich. Ich war damals begeistert, als auch einer dieser Triebwagen fabrikneu auf meiner Hausstrecke, der Aartalbahn, Probefahrten absolvierte und sich dabei hervorragend bewährte. Mit vielen Antriebsachsen und ordentlicher Antriebsleistung ist eine Bergstrecke auch kein Problem für diese Züge.

Wenn die Coronazeit wieder rum ist, werde ich auch mal wieder diese erfolgreiche Bahn "einfach so" wieder bereisen. Ich wünsche der Taunusbahn eine weiterhin sehr erfolgreiche Zukunft!

Freundliche Grüße
Klaus Röhrich

BI befürwortet BEMU-Triebwagen

geschrieben von: ETLO 528

Datum: 17.11.20 19:10

Die Bürgerinitiative (BI) „Pro Taunusbahn“ wendet sich gegen den "millionenschweren Bau der Oberleitung zwischen
Friedrichsdorf und Usingen, einen 2. Bahnsteig und eines teuren elektrischen Stellwerks in Usingen". Stattdessen
könnten BEMU-Züge (E-/Akku) im Halbstundentakt von Frankfurt nach Grävenwiesbach sowie Brandoberndorf und
zurück pendeln.
Die bestellten 27 ET vom Typ Coradia-iLint reichen für den Betrieb auf vier Taunus-Strecken - ohne gleichzeitigen
S-Bahn-Ausbau - nicht aus. Aber: „Zusätzliche Wasserstoffzüge sollen nicht beschafft werden“, betont RMV-Spre-
cherin Vanessa Rehermann.
Wie soll die Lücke geschlossen werden? fragt die Frankfurter Neue Presse dem verlinkten Artikel vom 27.09.2020.
Genau diese Frage gelte es jetzt vor dem Start der Ausschreibung "Taunus-Netz" zu beantworten. Der RMV prüfe
derzeit verschiedene Varianten ...

Die Suche nach dem Zug der Zukunft
[www.fnp.de]

Re: BI befürwortet BEMU-Triebwagen

geschrieben von: Befuerworter

Datum: 17.11.20 20:23

Vielen Dank, das und ein paar weitere Recherchen sind sehr aufschlussreich und interessant. Es ist natürlich nachvollziehbar, wenn sich die BI durch die die BEMU-Triebwagen erhofft, dass man dann bis Brandoberndorf durchfahren könnte, während die Elektrifizierung auf halber Strecke in Usingen enden soll, so dass man dann einen Parallelbetrieb von elektrischer S-Bahn bis Usingen und Wasserstoff-RB bis Brandoberndorf (größtenteils unter Fahrdraht) hat. Es werden durch die Elektrifizierung ja auch noch zwei Gleisabsenkungen und ein Brückenneubau nötig, wie man den Vortragsfolien ganz unten auf der Seite https://taunusbahn.de/mediathek/ entnehmen kann. So gesehen kann man das jetzige Konzept schon für etwas halbgar halten, auch wenn es natürlich günstiger ist als die wohl auch noch einen Fahrzeugmehrbedarf verursachende Voll-Elektrifizierung.

Re: BI befürwortet BEMU-Triebwagen

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 17.11.20 23:27

Man muss halt auch verstehen, dass der Hasselborner Tunnel den Engpass darstellt: Dieser lässt sich ohne aufwändigen Um- oder Neubau nicht elektrifizieren und das trotz abgeschlossener Renovierung. Das heißt, alle Züge, die nach Brandoberndorf fahren sollen, werden dies nicht im Oberleitungsbetrieb tun können.
Das muss man als Endzustand im Auge haben.

Jetzt plant man nur einen Zwischenzustand, bei dem die S-Bahn in Usingen endet. In einem zweiten Schritt soll sie dann bis Grävenwiesbach fahren. In der Folge bliebe eine "Wasserstoff"-Insel Grävenwiesbach - Brandoberndorf übrig - damit mit Umsteigezwang (womöglich außer HVZ-Einzelfahrten) und das wird diesen Ast weiter schwächen.

Zudem muss man auch bedenken, dass durch die S-Bahn natürlich auch deren Störungen auf die weitestgehend eingleisige Taunusbahn ausstrahlen. Das wird bei den Bürgern und den Fahrgastverbänden bereits eher kritisch gesehen. Daher gibt es den Wunsch, die RB15 weiterhin separat anstatt der S5 zu führen, dann aber umgekehrt als Taktlinie nach Frankfurt Hbf (oben) und nicht nur mit einzelnen HVZ-Fahrten.

Bei der BI und einigen anderen Bürgern wollen keine Bäume gefällt haben, weswegen sie sich gegen die Elektirifzierung an sich aussprechen. Das ist auch ein Hintergrund für die Forderung nach Batteriezügen. Wobei man andererseits durchaus zu recht sagen muss, dass es etwas sinnfrei ist, auf längeren, elektrifizierten Strecken mit Wasserstrofftriebwagen zu fahren. Das gilt sowohl für (Frankfurt -) Bad Homburg - Usingen (- Grävenwiesbach), als auch für Frankfurt - Frankfurt-Höchst.
Das ist eben ein Problem mit der Wasserstofftankstelle in Frankfurt-Höchst: Es fehlen die passenden Strecken dazu, da alle Strecken ab Frankfurt größere elektrifiizierte Abschnitte haben und eher eine S-Bahnmäßig beschleunigende Fahrzeuge benötigen.

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]

Re: BI befürwortet BEMU-Triebwagen

geschrieben von: Flauschi

Datum: 18.11.20 08:38

Das mit dem Hasselborner Tunnel müßte man mal einem Österreicher erzählen. Dort wird einfach gebaut wenn etwas angebunden werden soll. Aber hier im Autoland, wird kleingeistig totgerechnet und am Ende kommt ein Flickwerk heraus, was im Grund nur teuer und umständlich ist. Daher durchelektrifizieren. Später kräht kein Hahn mehr nach den Kosten wie in anderen Bereichen auch.

Re: BI befürwortet BEMU-Triebwagen

geschrieben von: Tz 4683

Datum: 18.11.20 18:18

Flauschi schrieb:
Das mit dem Hasselborner Tunnel müßte man mal einem Österreicher erzählen. Dort wird einfach gebaut wenn etwas angebunden werden soll. Aber hier im Autoland, wird kleingeistig totgerechnet und am Ende kommt ein Flickwerk heraus, was im Grund nur teuer und umständlich ist. Daher durchelektrifizieren. Später kräht kein Hahn mehr nach den Kosten wie in anderen Bereichen auch.
Autoland, du sagst es...

Die BI wollen, das keine Bäume gefällt werden - Es müssen ja ausgleichsbäume gesetzt werden.

Und es werden deutlich weniger Bäume zum Opfer fallen als bei der A49, aber egal wir wollen keinen Bahnausbau *seufz*

Gruß
Tz 4683
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Re: BI befürwortet BEMU-Triebwagen

geschrieben von: Henra

Datum: 18.11.20 21:04

Tz 4683 schrieb:
Autoland, du sagst es...

Die BI wollen, das keine Bäume gefällt werden - Es müssen ja ausgleichsbäume gesetzt werden.

Und es werden deutlich weniger Bäume zum Opfer fallen als bei der A49, aber egal wir wollen keinen Bahnausbau *seufz*
Bei der A49 wird auch und sogar wesentlich vehementer demonstriert. Der eigentliche Unterschied ist ein anderer: Bei der Bahn wird daraus die Schlussfolgerung gezogen, dass der Ausbau nicht gewünscht ist und wird damit beerdigt, bei der Autobahn schickt man Panzer, um die Aufstände niederzuschlagen.

Re: BI befürwortet BEMU-Triebwagen

geschrieben von: Tz 4683

Datum: 19.11.20 10:45

Henra schrieb:
Tz 4683 schrieb:
Autoland, du sagst es...

Die BI wollen, das keine Bäume gefällt werden - Es müssen ja ausgleichsbäume gesetzt werden.

Und es werden deutlich weniger Bäume zum Opfer fallen als bei der A49, aber egal wir wollen keinen Bahnausbau *seufz*
Bei der A49 wird auch und sogar wesentlich vehementer demonstriert. Der eigentliche Unterschied ist ein anderer: Bei der Bahn wird daraus die Schlussfolgerung gezogen, dass der Ausbau nicht gewünscht ist und wird damit beerdigt, bei der Autobahn schickt man Panzer, um die Aufstände niederzuschlagen.
Ja, der Protest im Dannenröder Forst ist schon ne andere Hausnummer...

Gibts ne Quelle für die Panzer?

Soweit mir bekannt, hat die hess. Landespolizei keine Panzer.

Gruß
Tz 4683
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Re: BI befürwortet BEMU-Triebwagen

geschrieben von: Henra

Datum: 19.11.20 23:45

Tz 4683 schrieb:
Gibts ne Quelle für die Panzer?

Soweit mir bekannt, hat die hess. Landespolizei keine Panzer.
Sonderwagen 4 (Thyssen/Rheinmetall TM-170):
[www.polizeiautos.de]