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Re: Interview mit der Bahn-Vorständin Sigrid Nikutta

geschrieben von: Rollo

Datum: 17.11.20 10:29

ingo st. schrieb:
De David schrieb:
Die Branche hat auch Ideen: [www.eurotransport.de]
Sie wollen halt ums verrecken mehr Gewicht haben, die 44 Tonnen des kombinierten Verkehrs, mehr Ladevolumen auf der A5 und A7 durch 2 Auflieger pro Zugmaschine, und daß der Zu- und Ablauf von Häfen auch als Kombinierter Verkehr angesehen wird (und damit sowieso 44 t darf), auch wenn keine Container umgeschlagen werden sondern nur das Ladegut selbst.
Die Idee werden immer verrückter, noch länger als ein Gigaliner.
Man vergisst dabei, das wir in Deutschland Straßen nach einer Norm bauen, wo dieser Truck keine Berücksichtigung findet.
Vergessen trifft es nicht wirklich. Weil es die Normen gibt, will man ja schauen, welche Relationen es dennoch erlauben. Denn wie der Bezug zum europäischen Ausland nahe legt, gibt es ja im Ausland bewährte Normen, die man der bei Prüfung der vorhandenen Infrastruktur auf den betrachteten Relationen heran ziehen kann.

Zudem zeigt schon die Geschichte des LKW in Deutschland, dass der Vorgang nicht ungewöhnlich ist. Die LKW veränderten sich, obwohl es immer auch vorhandene Infrastruktur gab.

Re: Interview mit der Bahn-Vorständin Sigrid Nikutta

geschrieben von: ingo st.

Datum: 17.11.20 11:41

Rollo schrieb:
Zitat:
Vergessen trifft es nicht wirklich. Weil es die Normen gibt, will man ja schauen, welche Relationen es dennoch erlauben. Denn wie der Bezug zum europäischen Ausland nahe legt, gibt es ja im Ausland bewährte Normen, die man der bei Prüfung der vorhandenen Infrastruktur auf den betrachteten Relationen heran ziehen kann.

Zudem zeigt schon die Geschichte des LKW in Deutschland, dass der Vorgang nicht ungewöhnlich ist. Die LKW veränderten sich, obwohl es immer auch vorhandene Infrastruktur gab.
Das nennt sich Lobbyarbeit der Autoindustrie mit Mercedes-Benz ein starker LKW-Hersteller für ein autogerechtes Land. Den Einzelwagenverkehr unwirtschaftlich machen, die Gütergleise und -bahnhöfe zu Supermärkten und Bauhäuser umwandeln und diese mit LKWs beliefern, der perfekte Lobbykreislauf.

Re: Interview mit der Bahn-Vorständin Sigrid Nikutta

geschrieben von: De David

Datum: 18.11.20 22:18

Naja es geht ja um die A5 und A7. Autobahnen von einem Charakter die solche Fahrzeuge absolut problemlos erlauben, sind sie doch bis auf ein Mittelteil qausi topfeben und kerzengerade. Um mehr gehts im Vorschlag ja nicht.

Aber auch sonst, mit gelenkten Achsen ist heutzutage alles hin zu bekommen. Nur mögen die die Speditionen nicht, wegen Klapparatismus, und so erschöpft es sich eben schneller als ihnen lieb ist.

Als Spediteur würde mich das auch ankeksen, nur mit solch ineffizient kleinen Lastwägelchen mit nur 80 km/h herum fahren zu müssen, wo sich doch aber seit den 50ern wo dies alles mal festgelegt wurde, bei der Technik "ein wenig etwas" getan hat.

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif
[www.swr.de]

Hier kann man das gesamte Gespräch nachhören, dauert ungefähr 35 Minuten. Die gesamte Sendung waren zwei Stunden, unter rochen von Musik, Nachrichten, Wetter und Verkehrsmeldungen.

Anreize und übergreifende Infrastrukturnutzung

geschrieben von: Saxobav

Datum: 23.11.20 18:36

Mw schrieb:
Marienfelde schrieb u.a.:
Einen Lösungsvorschlag kann ich ja spaßhalber anbieten, nämlich die Einführung von LKW-Spuren auf Autobahnen, damit die volkswirtschaftlich vorrangigen Gütertransporte in zuverlässiger Qualität erbracht werden können.
Gibts doch schon immer. Nämlich die rechte Spur. Da gehörn se hin.
Ich könnte noch die A4 östlich von Chemnitz bis Görlitz anbieten. Da „Verbremsen“ sich gelegentlich erfahrene PKW-Fahrer und können zwischen den LKW hindurch nicht die gewünschte Ausfahrt erreichen. Der Zustand ist also bereits erreicht.

Ein Effizienzproblem ist der Verteil- und Einsammelverkehr bei Bahnens, was durch den Abbau der Gleis- und Ladeanschlüsse „gelöst“ wurde. Ähnlich Sammeltaxis und Rufbussen müssen dezentral die Waren auf den letzten Kilometern bewegt werden. Ich sehe einzig im wenig geliebten ETCS eine universelle Infrastruktur, wo autonome (unbemannte) Schienentraktoren und Kleinloks diese Arbeit übernehmen (GoA). Der Effizienz der gemeinsam mit dem PV genutzten Infrastruktur läuft aber die für den PV optimierte Nebenbahnstruktur ohne Weichen, Überhol- und Anschlußgleise zuwider. Dazu noch mit Planungshorizonten für die Bestell- und Einrichtungszeiten, die die Firmen nicht überleben lassen. Das kann m.E. eine einzelne Bahngesellschaft nicht durchgängig leisten, seit es mehr als eine gibt. Dazu bedarf es getakteter Fünfjahrespläne von Regionen, damit sich z.B. die internen Zulieferungen in BW wieder auf die Bahn verlegen ließen.
Wie so etwas gesamtstaatlich geht, hat Polen mit der Trockenlegung des Skandinavienverkehrs von Rügen gezeigt. Und ist sicherlich noch nicht am Ende der Initiativen zur Wirtschaftbelebung von Stettin, ohne vornehmlich als Störer bei Dritten aufzufallen. Ähnlich organisiert müßte die Bahnwirtschaft auftreten, damit sich der Eigenbetrieb mal wieder rechnet. Nur mit Subventionen an Kunden wird man nicht Sexy.
Bis dahin sind gewisse organisatorische Randbedingungen wie Blockabfertigung, mengenmäßiger Begrenzungen von Grenzübertritten >20t Bruttomasse etc. förderlich. Ohne die zänkischen Alpenvölker würden ja sonst auch 8-10spurige Autobahnen gebaut. Warum nicht an Rhein, Main, Oder und Neckar gleiches Vorgehen, um den Binnenfernverkehr zu regulieren?

Viele Grüße, saxobav.
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