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Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: Fahrdienstleiter Musterstadt

Datum: 15.11.20 11:48

[www.volksstimme.de]

Magdeburg l Der Worte sind genug gewechselt – jetzt müssen Taten folgen. Diesen Eindruck macht eine Stellungnahme der Magdeburger Stadtverwaltung zu ihren Gesprächen mit der Deutschen Bahn mit dem Ziel, die Stadt besser in das Fernbahnnetz einzubinden.

Tatsächlich besteht in Magdeburg ein Mangel an Verbindungen in den wirtschaftsstarken Süden, nach München oder Stuttgart.
Wünschenswert wäre es auch Magdeburg an den Warschauer EC anzubinden, in dem er ab Berlin noch bis Magdeburg weiter fährt.

Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: 103612

Datum: 15.11.20 12:05

EC 44 und 45 haben ab Berlin keine Vor- bzw. Nachleistung mehr und könnten nach Magdeburg weiterfahren und da übernachten. Für 10 Uhr Termine in der Hauptstadt wäre das zumindest ein interessanter Zug.

Ansonsten finde ich Magdeburg über die Taktknoten Halle und Braunschweig sehr gut an den Fernverkehr Richtung Süden angebunden.
Problematisch ist eher die schlechte Anbindung Richtung Hamburg oder Rostock.

Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: Tz 4683

Datum: 15.11.20 12:07

103612 schrieb:
EC 44 und 45 haben ab Berlin keine Vor- bzw. Nachleistung mehr und könnten nach Magdeburg weiterfahren und da übernachten. Für 10 Uhr Termine in der Hauptstadt wäre das zumindest ein interessanter Zug.

Ansonsten finde ich Magdeburg über die Taktknoten Halle und Braunschweig sehr gut an den Fernverkehr Richtung Süden angebunden.
Problematisch ist eher die schlechte Anbindung Richtung Hamburg oder Rostock.
Wenn du schon die ICs Richtung Westen/Norden erwähnst, mit Umstieg in Hannover ist Hamburg aber gut angeschlossen.

Rostock, na ja man kann eben nicht alles haben...

Gruß
Tz 4683
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Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: Mesosphere

Datum: 15.11.20 12:26

Tja, Magdeburg ist halt eben abseits der ICE-Strecken. Das waren Zeiten, als der ICE von 1993-98 regelmäßig in MD gehalten hat. Doch mit Berlin - Wolfsburg im Norden und jetzt auch Leipzig/Halle - Erfurt ( - Frankfurt/München) im Süden liegt MD dazwischen, allerdings mit raschen Anbindungen zu Braunschweig bzw Halle.

Andererseits ist die Strecke ri. Hannover alles andere als gut ausgebaut für eine IC-Strecke. Bis Helmstedt gibt es Abschnitte mit 160km/h, Helmstedt - Braunschweig erlaubt gerade mal 120km/h, und Braunschweig - Lehrte, eine fast kerzengerade Stecke, ist für 140km/h vorgesehen. 160km/h sollte überall vorgesehen sein, sofern Kurven es erlauben. Wenn ich daran denke, dass so manche Strecke ohne oder fast ohne Fernverkehr auf 160km/h ausgebaut werden soll (Leipzig - Crimmitschau, Bitterfeld - Dessau - Wiesenburg/Magdeburg) oder eine Strecke wie Hoyerswerda - Horka, auf 160km/h ausgebaut, nur von Güterverkehr und alle 2h von einen RB befahren wird...

Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: tmmd

Datum: 15.11.20 12:59

So schlecht sind wir hier in Magdeburg nicht angebunden. Zumindest ich kam von hier immer dorthin wo ich hinwollte. Magdeburg - Schwerin bekommt ab 2022 eine IC-Linie im 2h-Takt. Damit ist die Anbindung nach Norden bedeutend besser. Der Rest geht für mich eigentlich okay.

Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: PotsdamerEiche

Datum: 15.11.20 13:07

tmmd schrieb:
So schlecht sind wir hier in Magdeburg nicht angebunden. Zumindest ich kam von hier immer dorthin wo ich hinwollte. Magdeburg - Schwerin bekommt ab 2022 eine IC-Linie im 2h-Takt. Damit ist die Anbindung nach Norden bedeutend besser. Der Rest geht für mich eigentlich okay.
Und der bisher 1x tägliche IC Richtung Potsdam-Berlin ( - Cottbus ) soll auch aufgestockt werden.

Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 15.11.20 15:37

Taucht das alles überhaupt im Deutschlandtakt auf?

Gruß, Olaf

(,“)
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_/\_
Was ist eigentlich eine Frau: Eine Frau ist ein Raum-Zeit-Kraftwerk, welches gigantische kinetische Energien aufbringt, ihre wahren Maße im Raum zu verbergen oder zu ihrem Vorteil zu krümmen - das machen die.
(Bernhard Hoecker in einer Harald Lesch-Parodie)

Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: Node

Datum: 15.11.20 15:38

PotsdamerEiche schrieb:
tmmd schrieb:
So schlecht sind wir hier in Magdeburg nicht angebunden. Zumindest ich kam von hier immer dorthin wo ich hinwollte. Magdeburg - Schwerin bekommt ab 2022 eine IC-Linie im 2h-Takt. Damit ist die Anbindung nach Norden bedeutend besser. Der Rest geht für mich eigentlich okay.
Und der bisher 1x tägliche IC Richtung Potsdam-Berlin ( - Cottbus ) soll auch aufgestockt werden.
Leider verpasst der IC nach Warnemünde den Anschluss an den Prager EC in Wittenberge um wenige Minuten. Dann wäre man bei ca 2:20 Fahrzeit Magdeburg - Hamburg, was denke ich sehr sehr konkurrenzfähig wäre.

Zusätzlich hat Rainer Engel auf seiner Homepage zur NBS Hannover - Bielefeld einen interessanten Alternativvorschlag mit zusätzlichem Ausbau Braunschweig - Magdeburg erstellt, um den in seiner Lösung entstehenden Verzug im Knoten Hannover auszugleichen.

Und wenn nicht?

geschrieben von: BR146106

Datum: 15.11.20 16:17

Moin,

schafft man dann den D-Takt wieder ab? Oder wieso muss immer alles, mit irgendwelchen Konstrukten übereinstimmen, die irgendwann bis Anno Tuck umgesetzt werden, wenn denn mal Geld dafür über ist.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: Magdeburg (?HBS/HH?) und EC/IC aus Berlin/PL

geschrieben von: Pio

Datum: 15.11.20 17:45

Im Deutschlandtakt ist ja so eine Stummel IC Linie Berlin-Magdeburg (I.Entwurf BFP-LM/ II.Entwurf nichts/ III.Entwurf BHF-LM) vorgesehen. Die Lrv/Lrz würden wie auch immer der Zug durch Berlin geleitet wird, den Knoten Berlin belasten. Gleiches ist für die PL EC/IC anzunehmen. Eine Durchbindung von PL bis LM würde die Leerfahrten aus dem Berliner Netz nehmen und dieses dadurch entlasten. Und ein glatter 2 h, Takt über BFP nach PL, ist schon lange überfällig. Wenn die Talgo da sind, könnte man vorerst die aus NL verkehr frei werdenden, IC 1 Parks verwenden.
Besser währe die Durchbindung bis HBS/HH. Da könnten perspektivisch die aus LL kommenden IC 2, alle 2 h nach Schwerin (Lübeck/?Kiel?) durchgebunden werden.
Und alle 2h könnten die aus (PL) Berlin kommenden (EC) IC diesen Takt zumindest bis HH übernehmen. Man muß sich perspektivisch sowieso Gedanken machen, wie und mit welchem Fahrzeugmaterial man in der Zukunft, den SPFV von D nach PL, über die EGüSt. Tantow, (> 2030 Kietz), Frankfurt, Horka und Görlitz durchführt.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!

Dann nicht.

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 15.11.20 18:03

Ich frage nach, weil diese Planungsgrundlage noch kein halbes Jahr alt ist?

Und außerdem muß man sich endlich mal entscheiden, weil die Länder sonst wieder lange Regiobestellverträge eingehen, was langlaufende IC-Linien durch mehrere Länder bei späteren Umplanungen wieder zeitlich stark behindern kann.

Gruß, Olaf

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2-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.11.20 18:18.

IC-Kreuz Magdeburg

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 15.11.20 18:12

Im Deutschlandtakt ist ja so eine Stummel IC Linie Berlin-Magdeburg vorgesehen.

Eben. Was dann wohl nichts großartig anderes sein wird als ein RE. Ich hätte ein Magdeburger IC-Kreuz prima gefunden:

Stunde 1
IC Köln - Magdeburg - Dresden wie heute

Stunde 2
IC Norddeich - Magdeburg - Berlin - Görlitz
kreuzt
IC Rostock - Magdeburg - Leipzig

Aber ähnliche Überlegungen sind leider genau wieder verschwunden wie der ECE Kopenhagen - Lübeck - Schwerin - Berlin.

Gruß, Olaf

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(Bernhard Hoecker in einer Harald Lesch-Parodie)

Re:

geschrieben von: Streckenrangierbezirk

Datum: 15.11.20 18:19

103612 schrieb:
EC 44 und 45 haben ab Berlin keine Vor- bzw. Nachleistung mehr und könnten nach Magdeburg weiterfahren und da übernachten. Für 10 Uhr Termine in der Hauptstadt wäre das zumindest ein interessanter Zug.

Dazu müßten die EC den RE 1 überholen dürfen. Und das ist leider ausgeschlossen.

SRB

Re: Re:

geschrieben von: Frank Schönow

Datum: 15.11.20 18:26

Streckenrangierbezirk schrieb:
103612 schrieb:
EC 44 und 45 haben ab Berlin keine Vor- bzw. Nachleistung mehr und könnten nach Magdeburg weiterfahren und da übernachten. Für 10 Uhr Termine in der Hauptstadt wäre das zumindest ein interessanter Zug.

Dazu müßten die EC den RE 1 überholen dürfen. Und das ist leider ausgeschlossen.

SRB

Warum?

Frank aus der Prignitz
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Eisenbahn ist für mich Freizeit, nicht Lebensinhalt!

Tillig-Elite und Weinert-MeinGleis haben vorbildorientiert keine Herzstücke - Weisheiten eines Spielbahners

Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: tmmd

Datum: 15.11.20 18:32

PotsdamerEiche schrieb:
tmmd schrieb:
So schlecht sind wir hier in Magdeburg nicht angebunden. Zumindest ich kam von hier immer dorthin wo ich hinwollte. Magdeburg - Schwerin bekommt ab 2022 eine IC-Linie im 2h-Takt. Damit ist die Anbindung nach Norden bedeutend besser. Der Rest geht für mich eigentlich okay.
Und der bisher 1x tägliche IC Richtung Potsdam-Berlin ( - Cottbus ) soll auch aufgestockt werden.
Das geschieht mit der Einführung der Linie Leipzig - Magdeburg - Schwerin. Dann wird der aus Emden/Norddeich kommende IC nicht nach Leipzig, sondern nach Berlin geschickt.

Re: IC-Kreuz Magdeburg

geschrieben von: 103612

Datum: 15.11.20 18:42

Im Prinzip finde ich das/dein Konzept sehr gut, allerdings sollte der IC in Stunde 2 Hamburg - Magdeburg - Leipzig fahren. Nach Rostock reicht eine Anschlussverbindung. Wenn die A14 fertig ist, fährt eh niemand man mehr mit der Bahn an die Ostsee. Ein IC, der in 2 Stunden in Hamburg ist, wäre hingegen auch mit A14 noch konkurrenzfähig.


Alibizugpaar schrieb:Zitat:
Im Deutschlandtakt ist ja so eine Stummel IC Linie Berlin-Magdeburg vorgesehen.

Eben. Was dann wohl nichts großartig anderes sein wird als ein RE. Ich hätte ein Magdeburger IC-Kreuz prima gefunden:

Stunde 1
IC Köln - Magdeburg - Dresden wie heute

Stunde 2
IC Norddeich - Magdeburg - Berlin - Görlitz
kreuzt
IC Rostock - Magdeburg - Leipzig

Aber ähnliche Überlegungen sind leider genau wieder verschwunden wie der ECE Kopenhagen - Lübeck - Schwerin - Berlin.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.11.20 18:43.

Re: IC-Kreuz Magdeburg

geschrieben von: Pio

Datum: 15.11.20 18:52

Berlin-Hamburg wird in der Stunde 2x bedient. Der Nordquerverkehr Hamburg - von/nach Rostock/Stralsund kommt ja zusätzlich zum RE auch noch in Richtung Hamburg dazu.
Wenn die Umsteigeverbindungen in WW/WL und WS gut abgestimmt werden, dürfte das reichen. Und LL-WS ist nur ein Anfang weil ja beim Ausbau und der Elektrrifizierung
Schwerin/Bad Kleinen - Lübeck wieder mal gemauert wird. Diese N/S-Verbindung sollte im Focus stehen.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!

Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: Winterkind

Datum: 15.11.20 20:24

Alibizugpaar schrieb:
Taucht das alles überhaupt im Deutschlandtakt auf?
Im Entwurf von Juni 2020 gibt es keine Linie Magdeburg-Schwerin. Nicht dass ich etwas dagegen hätte.

Aber wie willst du die Linie in den Nullknoten Wittenberge kriegen - neben einem stündlichen RE Berlin - Wismar und einem stündlich in Wittenberge haltenden IC(E) Berlin - Hamburg? Schon das wird erst richtig funktionieren, wenn in Wittenberge eine zusätzliche Bahnsteigkante fertig ist.

Abgesehen davon, dass der Nullknoten Magdeburg nicht zum Nullknoten Wittenberge passt. Deswegen ist die S-Bahn auch viel zu früh in Wittenberge. Und der IC nach Warnemünde 10 Minuten zu spät - weswegen der Anschluss nach Hamburg weg ist, wie Node schon schrieb.

Und der nach Perleberg übrigens auch, weswegen ich diesen IC nur in und aus Richtung Norden nutze. Das aber ganz gerne - wenn er fährt.

Re: IC-Kreuz Magdeburg

geschrieben von: Node

Datum: 15.11.20 20:37

103612 schrieb:
Im Prinzip finde ich das/dein Konzept sehr gut, allerdings sollte der IC in Stunde 2 Hamburg - Magdeburg - Leipzig fahren. Nach Rostock reicht eine Anschlussverbindung. Wenn die A14 fertig ist, fährt eh niemand man mehr mit der Bahn an die Ostsee. Ein IC, der in 2 Stunden in Hamburg ist, wäre hingegen auch mit A14 noch konkurrenzfähig.


Alibizugpaar schrieb:Zitat:
Im Deutschlandtakt ist ja so eine Stummel IC Linie Berlin-Magdeburg vorgesehen.

Eben. Was dann wohl nichts großartig anderes sein wird als ein RE. Ich hätte ein Magdeburger IC-Kreuz prima gefunden:

Stunde 1
IC Köln - Magdeburg - Dresden wie heute

Stunde 2
IC Norddeich - Magdeburg - Berlin - Görlitz
kreuzt
IC Rostock - Magdeburg - Leipzig

Aber ähnliche Überlegungen sind leider genau wieder verschwunden wie der ECE Kopenhagen - Lübeck - Schwerin - Berlin.
Gemäß den letzten Verlautbarungen sollte das noch der aktuelle Stand sein. Man nehme den Fahrplan von IC 2238/2239 Leipzig - Warnemünde und des Zugpaares Cottbus - Norddeich und fahre die alle 2h.

Aktuell reicht es leider nicht ganz, um in Wittenberge den Anschluss nach Hamburg zu erreichen. Der IC kommt aktuell 10:08 an, der Zug nach Hamburg fährt 10:02. Um 10 Minuten rauszuholen müssten bei unveränderter Abfahrt in Leipzig die Haltezeiten in Halle und Magdeburg von 6 auf 2 Minuten verkürzt werden, zusätzlich Reduktion der Haltezeiten in Stendal und Köthen auf 1 Minute. Dann käme man auf folgende mögliche Reisekette:

Leipzig 7:42
Halle 8:00/8:02
Köthen
Magdeburg 8:48/8:50
Stendal 9:24/9:25
Wittenberge 9:58
(Hamburg Hbf 11:12)

Überholung und Anschluß nach Hamburg/von Berlin, dann weiter nach Schwerin.

Knapp wird es allerdings mit den 5 Bahnsteigen in Wittenberge, wenn da 7 Züge Knoten spielen sollen. Zumindest die S-Bahn müsste wohl irgendwo außerhalb wenden (Ankunft ja schon 9:44), die RE nach Neuruppin und der RE2 müssten sich Gleis 1 teilen. Würde alles relativ eng auch mit den Kreuzungen im Vorfeld.

Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 15.11.20 21:15

Irgendwo muß man natürlich immer mal abwägen, ob in einem Unterwegsbahnhof zwingend ein 00-15-30-45 Knoten erreicht werden muß. Ich fahre da keine grundsätzlichen Abwehrbarrikaden auf, daß man hier auf einen umsteigefreien IC von Leipzig - Halle - Magdeburg nach Schwerin - Rostock verzichten soll, nur weil in Wittenberge eine RB nach Wittstock nicht erreicht wird. Wie man beim neuen IC Münster - Siegen - Frankfurt ja auch ganz neue Kompromisse eingeht, indem man an den Großstädten Hagen und Gießen haarscharf vorbei fahren will. Es wird immer gute und schlechte Gründe für das eine oder andere geben.

Gruß, Olaf

(,“)
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2-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.11.20 23:22.

Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: Node

Datum: 15.11.20 21:20

Winterkind schrieb

Aber wie willst du die Linie in den Nullknoten Wittenberge kriegen - neben einem stündlichen RE Berlin - Wismar und einem stündlich in Wittenberge haltenden IC(E) Berlin - Hamburg? Schon das wird erst richtig funktionieren, wenn in Wittenberge eine zusätzliche Bahnsteigkante fertig ist.

Abgesehen davon, dass der Nullknoten Magdeburg nicht zum Nullknoten Wittenberge passt. Deswegen ist die S-Bahn auch viel zu früh in Wittenberge. Und der IC nach Warnemünde 10 Minuten zu spät - weswegen der Anschluss nach Hamburg weg ist, wie Node schon schrieb.
Wobei 112 km Magdeburg - Wittenberge mit einem Halt in Stendal mit einem 160 km/h-Fahrzeug schon machbar sind, wenn man die Strecke konsequent auf 160 km/h ertüchtigt. Da sehe ich eher das Problem. Die S-Bahn liegt mit 1,5h Fahrzeit dann jeweils etwas vor/nach den Knoten. Ist aber nicht problematisch finde ich, da die Verkehrszwecke andere sind.

Wittenberge

geschrieben von: ulrich

Datum: 15.11.20 21:22

Zu wenig Bahnsteige in Wittenberge? Immerhin hat man vor einiger Zeit gemeint man könne den westlichen Bahnhofsteil plattmachen weil überflüssig. Das war wohl zu kurz gedacht.

Ulrich

Re: Wittenberge

geschrieben von: Tz 4683

Datum: 15.11.20 22:18

Hej,

ulrich schrieb:
Zu wenig Bahnsteige in Wittenberge? Immerhin hat man vor einiger Zeit gemeint man könne den westlichen Bahnhofsteil plattmachen weil überflüssig. Das war wohl zu kurz gedacht.
sowas ist doch beliebt in Deutschland.

Erst werden Bahnsteige geschlossen/Gleise stillgelegt, dann zurück gebaut und ein paar Jahre später alles super "optimiert" wieder aufgebaut...

Gruß
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Re: IC-Kreuz Magdeburg

geschrieben von: ReneRomann

Datum: 15.11.20 22:48

Node schrieb:
Knapp wird es allerdings mit den 5 Bahnsteigen in Wittenberge, wenn da 7 Züge Knoten spielen sollen. Zumindest die S-Bahn müsste wohl irgendwo außerhalb wenden (Ankunft ja schon 9:44), die RE nach Neuruppin und der RE2 müssten sich Gleis 1 teilen. Würde alles relativ eng auch mit den Kreuzungen im Vorfeld.
Sieben? Warum Sieben?

Oder rechnest du jetzt mit einem Vollknoten mit:
2x FV Berlin<->Hamburg
2x FV Magdeburg<->Schwerin
1x RE/RB Pritzwalk
1x RB/S Magdeburg
1x RE Berlin

Wobei sich die Züge nach Pritzwalk und nach Berlin respektive Pritzwalk und Magdeburg auch ohne Einschränkungen ein Gleis teilen könnten...

Was mir jedoch noch auffällt - kann der alte Magdeburger Hausbahnsteig eigentlich noch angefahren werden?
Weil das sonst die "Lösung" mit der 6. Kante wäre - die S/RB aus Magdeburg dann quasi am (alten) westlichen Hausbahnsteig enden lassen, während sich der Regionalverkehr nach Pritzwalk und Berlin einen Bahnsteig teilen.

Re: IC-Kreuz Magdeburg

geschrieben von: Reichsbahnher 67

Datum: 15.11.20 23:08

Zitat

" Eben. Was dann wohl nichts großartig anderes sein wird als ein RE. Ich hätte ein Magdeburger IC-Kreuz prima gefunden:

Stunde 1
IC Köln - Magdeburg - Dresden wie heute

Stunde 2
IC Norddeich - Magdeburg - Berlin - Görlitz
kreuzt
IC Rostock - Magdeburg - Leipzig "

Dann wären wir wieder im Prinzip bei den alten IC/ICE-Linien vor der Einstellung/Umwandlung der IR in IC bzw. deren Einstellung..
Also absolut nichts neues.

Gruß Wolfgang



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.11.20 23:09.

Re: IC-Kreuz Magdeburg

geschrieben von: PL

Datum: 16.11.20 08:16

Magdeburg, Brandenburg, Braunschweig, Potsdam? "In 10 Minuten, das ist so als wenn sie ähh". Ja, zwischen Hannover und Berlin ist noch sehr viel normales Leben.


Grüße aus Würzburg

TW 239
ReneRomann schrieb:
Node schrieb:
Knapp wird es allerdings mit den 5 Bahnsteigen in Wittenberge, wenn da 7 Züge Knoten spielen sollen. Zumindest die S-Bahn müsste wohl irgendwo außerhalb wenden (Ankunft ja schon 9:44), die RE nach Neuruppin und der RE2 müssten sich Gleis 1 teilen. Würde alles relativ eng auch mit den Kreuzungen im Vorfeld.
Sieben? Warum Sieben?

Oder rechnest du jetzt mit einem Vollknoten mit:
2x FV Berlin<->Hamburg
2x FV Magdeburg<->Schwerin
1x RE/RB Pritzwalk
1x RB/S Magdeburg
1x RE Berlin

Wobei sich die Züge nach Pritzwalk und nach Berlin respektive Pritzwalk und Magdeburg auch ohne Einschränkungen ein Gleis teilen könnten...

Was mir jedoch noch auffällt - kann der alte Magdeburger Hausbahnsteig eigentlich noch angefahren werden?
Weil das sonst die "Lösung" mit der 6. Kante wäre - die S/RB aus Magdeburg dann quasi am (alten) westlichen Hausbahnsteig enden lassen, während sich der Regionalverkehr nach Pritzwalk und Berlin einen Bahnsteig teilen.
Und den RE nach Wismar unterschlägst Du einfach?

Wobei mir der Prignitzexpress an Gleis 1 gar nicht gefällt, da er das gesamte nördliche Gleisvorfeld je Halt zweimal höhengleich kreuzt. Daher würde ich es folgendermaßen verbessern:

Entweder: Wie es Node vorschwebt, ein Abstellgleis im Nordwesten von Gleis 1, womit die S-Bahn aus Magdeburg vor dem Knoten Gleis 1 belegt und zur Knotenzeit auf dem Abstellgleis wendet, um danach wieder über Gleis 1 nach Magdeburg zurückzufahren.

Oder: Einbau einer Weichenverbindung von Gleis 1 Nord nach 2 Süd. Dadurch kann der RE Wismar -> Berlin an Gleis 1 Nord halten, aber vor der auf Gleis 1 Süd stehenden S-Bahn nach Magdeburg ausfahren.

Inselbahnsteig 2/3 für die FV-Korrespondenz in Südrichtung. Analog Inselbahnsteig 4/5 für FV-Korrespondenz in Nordrichtung.

Dann bräuchten wir aber immer noch mind. eine neue, sechste Bahnsteigkante für den Prignitzexpress und den RE Berlin -> Wismar, am besten gleich als Inselbahnsteig 6/7, damit die Linien ihre eigene Kante haben und sich nicht in die Quere kommen.


Ob sich der angedachte IC Leipzig - Magdeburg - Wittenberge - Rostock durchsetzen kann, wird man sehen. Leider bin ich eher skeptisch. Auch der Deutschland-Takt sieht leider keine ausreichende Nachfrage dafür.

Damit fallen der FV-Korrespondenzknoten Wittenberge und das IC-Kreuz Magdeburg wohl ins Wasser. In Magdeburg ist für ein IC-Kreuz neben der Nordlinie auch die Ostlinie fraglich. Das liegt einfach daran, dass man mit Ausnahme von Helmstedt von allen westlich gelegenen Halten, die der IC bedient, schneller nach Berlin kommt: aus Hannover und Braunschweig nehmen die Leute eben den ICE über die SFS. Cottbus wird im D-Takt stattdessen über Berlin mit Stettin angebunden. Mit Norddeich - Chemnitz und Köln - Dresden, zwischen Hannover und Leipzig zum Stundentakt gebündelt, gibt es allerdings auch so kein schlechtes Angebot in Magbedurg.

Mir erscheint all das oben geschriebene genauso wünschenswert wie unwahrscheinlich - leider! Um den IC-Knoten Magdeburg dennoch aufzuwerten, sollte das Land einen schnellen RE in den Taktknoten Wittenberge bestellen. Für Magdeburg - Berlin sieht der Deutschland-Takt einen Kurzläufer-FV (FR 8) vor, von dem ich wenig halte. Viel sinnvoller wäre in der Tat die nun vorgeschlagene Verlängerung des Warschau-FV nach Magedeburg. Glücklicherweise passen die Trassenlagen der FR8 und des Polen-FV (FV 28) ideal zusammen, sodass FR8 problemlos in als Verlängerung in die FV28 integriert werden kann. Neben mehr Direktverbindungen spart man damit auch eine wertvolle Trasse auf der Berliner Stadtbahn.
[assets.ctfassets.net]

+ Pro Reisekultur und intelligente Netzausbauten

- Contra grell ausgeleuchtete Großräume und Prestigebauten ohne Zielfahrplan
Ich teile deine Skepsis zur Verlängerung nach Rostock. Ich hielte da Hamburg für nachfragestärker von Magdeburg. Ideal wäre natürlich die zweistündliche Durchbindung von Chemnitz - Leipzig - Magdeburg - Hamburg.

Im Sinne des ITF wäre es wichtig die Strecke Magdeburg - Wittenberge für mindestens 160km/h zu ertüchtigen. 54 Minuten Fahrzeit mit Halt in Stendal wären schon erforderlich, was einem Schnitt von 130km/h entspricht. Das würde es auch erlauben einzelne IC-Züge statt nach Hamburg doch nach Rostock zu führen und trotzdem in Wittenberge Anschluss an die zukünftig stündlichen EC's zu haben.

Eine durchgehenden Linie Magdeburg - Warschau war in einem der vorherigen Entwürfe zum D-Takt durchaus vorgesehen. Das gab aber wohl Kritik vor Ort und wurde wieder geändert in die jetzt vorgesehenen 2 separaten Linien. Aus Sicht des Trassenverbrauchs auf der Berliner Stadtbahn machte die Durchbindung durchaus Sinn, andererseits behält man sich jetzt die Option mit dem Linientausch in Magdeburg offen, dass wäre bei einer durchgehenden Linie in Berlin eher schwierig geworden.
Ein bisschen Träumerei:

Man könnte die Strecke Magdeburg - Sangerhausen (- Erfurt) elektrifizieren und wenigstens auf 140km/h ausbauen, dabei den langsamen Abschnitt Klostermannsfeld bis zum Blankenheimner Tunnel 2-gleisig neu trassieren für 100-140km/h; weiter könnte man die Strecke Erfurt - Schweinfurt (-Würzburg) elektrifizieren, dabei einen Neubautunnel bauen, der ungefähr parallel zum Rennsteigtunnel der A71 verläuft. Der bisherige Tunnel kämpft seit dem Bestehen der Autobahn verstärkt mit Wassereinbrüchen.

Dann könnte man einen hecken-eilzugartigen Langläufer-IC von Stuttgart (warum nicht gleich Konstanz?) nach Wismar, alternativ Warnemünde, einrichten über Heilbronn, Würzburg, Schweinfurt, Suhl, Erfurt, Sangerhausen, Magdeburg, Stendal, Wittenberge, Schwerin (nicht alle möglichen Zwischenhalte angegeben). Doch eher wird wohl ein Transrapid in Deutschland wahrer...
Ja, zurecht. Weil solche Züge kaum eine Verkehrsnachfrage bedienen dürften. Auf längeren Relationen gibt es den IC/ICE und für mittlere Strecken fährt man Regionalzug.

Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: ex-Magdeburger

Datum: 16.11.20 16:20

Es klang schon in einigen Antworten an: Die Strecken in der (weiteren) Umgebung Magdeburgs sind auf Maximal 160 km/h ausgebaut. Das ist (auch von mir vorgebracht) ein beliebtes Argument gegen den IC(E) nach Berlin. ("Brringt nichts. Ist kaum schneller als der RE1...")

Erstgemeinte Frage: Warum baut man - zumindest die Strecke Braunschweig - Berlin - nicht auf 230 km/h aus? Jetzt mag man einwenden das - in Ost-West-Richtung - die SFS nicht weit weg ist. Das ist sicher richtig, aber vergleichbare Abstände, auch in dünnbesiedeltem Gebiet (die SFS ist ca. 60 km von Magdeburg entfernt) sind kein Grund eine Autobahn nicht zu bauen. Klar: Das wird eine Sache die Mindestens 20 Jahre dauert, aber man hätte durchaus einen Mehrwert. Das die IC 2 nur auf 160 km/h ausgelegt sind weiß ich auch, aber die müssen ja nicht bis ans Ende aller Tage auf den derzeigigen Linien eingesetzt werden.

Re: Magdeburg-Warschau-Express

geschrieben von: Streckenrangierbezirk

Datum: 16.11.20 16:57

Abteil schrieb:Zitat:
...
Mir erscheint all das oben geschriebene genauso wünschenswert wie unwahrscheinlich - leider! Um den IC-Knoten Magdeburg dennoch aufzuwerten, sollte das Land einen schnellen RE in den Taktknoten Wittenberge bestellen. Für Magdeburg - Berlin sieht der Deutschland-Takt einen Kurzläufer-FV (FR 8) vor, von dem ich wenig halte. Viel sinnvoller wäre in der Tat die nun vorgeschlagene Verlängerung des Warschau-FV nach Magedeburg. Glücklicherweise passen die Trassenlagen der FR8 und des Polen-FV (FV 28) ideal zusammen, sodass FR8 problemlos in als Verlängerung in die FV28 integriert werden kann. Neben mehr Direktverbindungen spart man damit auch eine wertvolle Trasse auf der Berliner Stadtbahn.

[assets.ctfassets.net]
Hallo,

ich weiß nicht, ob ich im verlinkten Liniennetz-/ Minutenplan etwas übersehen oder falsch gedeutet habe: Die Züge aus Polen sollen demnach zur Minute 30 in Frankfurt (Oder) und eine Stunde später zur Minute 30 in Berlin Ostkreuz abfahren? Das ist m.E. ein ziemlich schlechter Scherz.

Schon heute sind die Polenzüge, wenn sie 15 Minuten verspätet in Frankfurt (Oder) starten (also statt XX.15 Uhr zur Minute 30) wieder pünktlich (nach 36 min !!!) in Berlin Ostbahnhof (Planankunft XX.06 Uhr). Dabei können sie auch einmal so richtig ihre Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h ausfahren, was bei planmäßiger Fahrt nie möglich ist. Schon in Fangschleuse würde der EC auf den RE 1 auflaufen, der mit 16 min Vorsprung (XX.59 Uhr) Frankfurt (Oder) verlassen hat. Der RE 1 hält in Erkner und Ostkreuz. Weil das noch nicht reicht, wird dem EC ab Abzweig Ostendgestell noch der RE 7 vor die Nase gesetzt, der ebenfalls in Ostkreuz hält. Somit dümpelt der EC aus Polen ab Erkner mit 60 bis 40 km/h den RE hinterher.

Beachtenswert sind auch die Start- und Zielbahnhöfe der Klientel in den polnischen Zügen. Denn nicht alle pendeln Polen - Berlin - Polen. Mit der heutigen Ankunft zur Minute 15 am Berliner Hbf werden fast alle Richtungen erreicht: Stralsund/Rostock über Neustrelitz, Schwedt/Stralsund über Eberswalde, Hamburg im ICE, München und Frankfurt über Halle/Leipzig, Frankfurt über Kassel, Amsterdam und das Ruhrgebiet über Hannover.

Um Richtung Magdeburg weiterzufahren, müßte der EC künstlich aufgehalten werden. Das geht maximal am Berliner Ostbahnhof zu Lasten der Umsteiger am Hbf. Den EC in Berlin Zoo oder Berlin=Charlottenburg warten zu lassen ist ebenso unsinnig, denn Umsteiger vom Hbf nach Magdeburg müßten dorthin vorfahren und nochmals umsteigen oder eben im Zug warten. Ist unattraktiv. Den EC ohne Kunstpausen durch Berlin zu fahren bedeutet, dass dieser alsbald dem RE 1 im Nacken hängt. Doch wo könnte dieser überholt werden? Mutet man dem RE 1 einen Überholungshalt zu? Wertvolle Minuten, die schon heute einer pünktlichen Wende in Magdeburg fehlen. Was passiert mit dem RE 1, wenn dank Zweistundentakt kein EC überholt oder der EC verspätet ist? Wie lassen sich in Zukunft überhaupt die polnischen Züge sinnvoll in den angedachten angenäherten 20-Minuten-Takt des RE 1 zwischen Frankfurt (Oder), Berlin und Brandenburg (Havel) unterbringen? Wo bleibt der ganze Güterverkehr zwischen Frankfurt (Oder) und Berlin=Köpenick, der es heute schon schwer hat, den Abschnitt zu bewältigen? (Diese Frage muß auch für die Strecke Berlin - Wittenberge - Hamburg beantwortet werden.)

Grüße vom SRB
(kein Nein-Sager, aber Nachdenker und Skeptiker ;-) )

Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: Frank Schönow

Datum: 16.11.20 16:57

ex-Magdeburger schrieb:

Erstgemeinte Frage: Warum baut man - zumindest die Strecke Braunschweig - Berlin - nicht auf 230 km/h aus?

Weil es im Gegensatz zum Nutzen zu viel kostet. Vielviel "Zeitersparnis" gäbe es denn im Vergleich zu den heutigen 160km/h und wo wäre der effektive Nutzen?

Frank aus der Prignitz
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Eisenbahn ist für mich Freizeit, nicht Lebensinhalt!

Tillig-Elite und Weinert-MeinGleis haben vorbildorientiert keine Herzstücke - Weisheiten eines Spielbahners

Re: Re:

geschrieben von: Streckenrangierbezirk

Datum: 16.11.20 17:00

Frank Schönow schrieb:
Warum?
Darum:

Antwort hier platziert.

Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: Reichsbahnher 67

Datum: 16.11.20 17:09

ex-Magdeburger schrieb:
Es klang schon in einigen Antworten an: Die Strecken in der (weiteren) Umgebung Magdeburgs sind auf Maximal 160 km/h ausgebaut. Das ist (auch von mir vorgebracht) ein beliebtes Argument gegen den IC(E) nach Berlin. ("Brringt nichts. Ist kaum schneller als der RE1...")

Erstgemeinte Frage: Warum baut man - zumindest die Strecke Braunschweig - Berlin - nicht auf 230 km/h aus? Jetzt mag man einwenden das - in Ost-West-Richtung - die SFS nicht weit weg ist. Das ist sicher richtig, aber vergleichbare Abstände, auch in dünnbesiedeltem Gebiet (die SFS ist ca. 60 km von Magdeburg entfernt) sind kein Grund eine Autobahn nicht zu bauen. Klar: Das wird eine Sache die Mindestens 20 Jahre dauert, aber man hätte durchaus einen Mehrwert. Das die IC 2 nur auf 160 km/h ausgelegt sind weiß ich auch, aber die müssen ja nicht bis ans Ende aller Tage auf den derzeigigen Linien eingesetzt werden.
Hallo

Ausbau auf 230 km/h ? Wofür ? Für jeweils einen Zug pro Stunde in jeder Richtung ?
Bitte mal folgendes Bedenken:
- Aufgabe aller Schienengleicher Übergänge da bei Geschwindigkeiten über 160 m/h nicht zulässig. Also Bau von Brücken oder Unterführungen.
- Umrüstung auf ETCS. Z.Z PZB. Neubau LZB nicht mehr zulässig. Entsprechende Umrüstungen an den Signalanlagen und ESTW in größerem Umfang
- Korrektur der Linienführung zumindest im Bereich Helmstedt - Mg-Sudenburg weil kurvenreich.
- ein schnellfahrender Zug pro Stunde bringt den ganzen anderen nicht so schnellen Zugverkehr durcheinander. Im Klartext Reduzierung der Durchlassfähigeit der gesamten Strecke.
- Auf fast der gesamten Strecke liegen die Bahnsteige am durchgehendem Hauptgleis. Zulässig ? Zumindest wären zusätzliche Sicherungsmaßnahmen für Reisende auf diesen Bahnsteigen erforderlich.
Für mich eine Geldvernichtung in großem Umfang.
Man hat damals mit der Entscheidung die HG über Oebisfelde - Ribeck zu führen die Chance für den Ausbau der Strecke Braunschweig - Helmstedt - Magdeburg - Brandenburg - Berlin vertan.

Gruß Wolfgang

Träume und Realitäten

geschrieben von: D-Takter

Datum: 16.11.20 17:59

Hallo,

natürlich können wir uns viel vorstellen, wo man überall ausbauen könnte.
Aber die Analyse des Zielfahrplans 2030+ ergibt ein niederschnetterndes Ergebnis. Da wird an ein paar Stellen geklotzt (Bielefeld - Hannover) und schon im Hochgeschwindigkeitsverkehr wird gleich östlich von Hannover gespart und nur 27 km zwischen Hannover und Wolfsburg viergleisig ausgebaut, damit mal gerade eben zwei HGV-Züge den Nahverkehr überholen können. Ein Ausbau der Linie Dortmund - Münster - Osnabrück - Bremen (- Hamburg) wird nicht verfolgt. Stattdessen werden einige irrwitzige Tunnelbauten in Nürnberg und Stuttgart verfolgt, um eine "integrale" Taktzeit hinzuzimmern. Allein diese Zusammenhänge zeigen, dass für die neuen Bundesländer schlicht nichts übrig bleibt.

Und wir können uns natürlich auch sehr viel mehr Fernverkehrszüge vorstellen. Aber da fehlt leider die Nachfrage. Es war doch bezeichnend, dass der "König Otto" (Magdeburg - Berlin) leider das Zeitlich gesegnet hat, weil da nur 50 Leute drinsaßen. Da hat die DB natürlich kein besonderes Interesse, mehr anzubieten. Ich befürchte ernsthaft, dass die zusätzlichen IC-Verbindungen bald wieder weg sind. Selbst für den Standard-IC Hannover - Leipzig hat der DoSto bequem ausgereicht, so oft ich darin gefahren bin.

Was also tun für Magdeburg? Der Umsteigezwang alle zwei Stunden zwischen Hannover und Leipzig wird niemanden begeistern, die durchgehende Fahrmöglichkeit von Hannover nach Brandenburg und Potsdam auch keine Heerscharen anziehen.

Dem Deutschlandtakt fehlt insoweit auch die Phantasie. Hannover - Stendal - Magdeburg - Leipzig ohne Kopfmachen? Nie gehört. Hannover - Magdeburg - Dessau - Leipzig auch ohne Kopfmachen? Nie gehört. Ach doch, als Köthen gesperrt war...

Da fehlt einfach auf allen Ebenen die Phantasie, teilweise auch das Geld, um Verkehre aufzubauen, die attraktiv sind. Die Niedersacchsen haben das mit Bremen - Norddeich besser gemacht. Die machen nicht alles besser, aber dieses schon. Und wir bräuchten Fahrzeuge, die das können, selbst der DoSto ist eine Nummer zu groß, der verkleinerte ICE-1 erst recht.

Aber es fehlt auch der Druck auf die richtigen Leute. Warum reden die Stadt-Leute eigentlich mit der DB, damit die eigenwirtschaftliche Züge fahren? Das ist so, wie wenn sie mit Karstadt reden, dass die einen neuen Laden aufmachen. Das eine wie das anderen wird nicht funktionieren. Da muss man schon Einkäufer und Fahrgäste motivieren, damit ein Markt entsteht. Oder selbst machen.

Symptomatisch ist auch, dass Sachsen-Anhalt - wie einige Nachbarländer - immer noch keinen flächendeckenden Verkehrsverbund hat. Das ist zuallererst eine Frage des Denkens. Das ist kein Ost-Problem, in Niedersachen und Bayern ist es ja nicht besser. In anderen Bundesländern hat sich das vernetzte Denken, das auch für Verkehrsverbünde notwendig ist, sehr positiv auch auf das Bahn-Angebot ausgewirkt.

Nein, auch der Deutschlantakt wird es nicht richten. Da muss schon etwas anderes passieren, zuerst in den Köpfen.

Der D-Takter

Re: Träume und Realitäten

geschrieben von: 103612

Datum: 16.11.20 19:06

D-Takter schrieb:
Da fehlt einfach auf allen Ebenen die Phantasie, teilweise auch das Geld, um Verkehre aufzubauen, die attraktiv sind. Die Niedersacchsen haben das mit Bremen - Norddeich besser gemacht.
Mit einem Bimmel-IC wie zwischen Emden und Bremen ist Magdeburg aber auch nicht gedient!

Natürlich könnte man den IC zwischen Magdeburg und Halle für NV öffnen und damit die fehlende RE-Verbindung zwischen den beiden größten Städten in Sachsen-Anhalt herstellen. Aber zusätzliche Halte und eine Verbimmelbahnisierung wäre kontraproduktiv.

Re: Träume und Realitäten

geschrieben von: PotsdamerEiche

Datum: 16.11.20 19:10

103612 schrieb:
D-Takter schrieb:
Da fehlt einfach auf allen Ebenen die Phantasie, teilweise auch das Geld, um Verkehre aufzubauen, die attraktiv sind. Die Niedersacchsen haben das mit Bremen - Norddeich besser gemacht.
Mit einem Bimmel-IC wie zwischen Emden und Bremen ist Magdeburg aber auch nicht gedient!

Natürlich könnte man den IC zwischen Magdeburg und Halle für NV öffnen und damit die fehlende RE-Verbindung zwischen den beiden größten Städten in Sachsen-Anhalt herstellen. Aber zusätzliche Halte und eine Verbimmelbahnisierung wäre kontraproduktiv.
Gibt da einen RE30 im Stundentakt zwischen Magdeburg und Halle :-)

Re: Träume und Realitäten

geschrieben von: 103612

Datum: 16.11.20 19:19

PotsdamerEiche schrieb:
103612 schrieb:
D-Takter schrieb:
Da fehlt einfach auf allen Ebenen die Phantasie, teilweise auch das Geld, um Verkehre aufzubauen, die attraktiv sind. Die Niedersacchsen haben das mit Bremen - Norddeich besser gemacht.
Mit einem Bimmel-IC wie zwischen Emden und Bremen ist Magdeburg aber auch nicht gedient!

Natürlich könnte man den IC zwischen Magdeburg und Halle für NV öffnen und damit die fehlende RE-Verbindung zwischen den beiden größten Städten in Sachsen-Anhalt herstellen. Aber zusätzliche Halte und eine Verbimmelbahnisierung wäre kontraproduktiv.
Gibt da einen RE30 im Stundentakt zwischen Magdeburg und Halle :-)
Der hält aber alle 4 Minuten an jedem Bimmelbahnhof. Nicht überall wo RE drauf steht ist auch ein RE drin!
Da wird auf der Westseite nichts mehr aufgebaut. Aber das ist das Resultat aus dem Optimierungswahn.
Alles was z.Z. nicht unbedingt notwendig ist, wird stillgelegt, entwidmet und verscherbelt. Verursacht ja z.Z. nur unnötige Kosten.
Was später alles nicht mehr geht, weil verscherbelt und verbaut, vollkommen egal. Und das ganze wird dem dummen Michel dann auch noch als Modernisierung und Leistungssteigerung verkauft. Und der Bahnhof war ja mal ein 2 Seiten Bahnhof, weil sich hier 2 wichtige zweigleisig Hauptstraßen kreuzten. Das nach 1961 die eine nicht mehr benötigt wurde, ist den politischen Umständen der Zeit geschuldet gewesen. Das man aber Lulu-Dömitz durch Brückenabriss verunmöglichte ist eine reine BWL Entscheidung dieser Zeit gewesen, weil sie ja auch für die BAB Mehrkosten generiert hätte. Und über WW-Dömitz-Danneberg-........ wurde ja hier schon von vielen, viel geschrieben. Aber das alles wird ja nun selbst wenn man es wirklich wollte, schwierig bis unmöglich. Ich staune immer wieder wie weit unsere Urvater in die Zukunft planten, und wie kurzsichtig wir heute vieles vorsätzlich, wegen kurzfristiger Sichtweisen, vernichten.
Auftrag erfüllt, Fahrgast wanderte ab und benutzt nun den MIV. BAB von Magdeburg bis Wismar unbedingt notwendig. Und schau, dafür ist Geld und Planungsrecht immer ganz schnell vorhanden. Die Wünsche der Lobbyisten wurden wie gewünscht erfüllt.

Spare mit jedem Gramm, jeden Pfennig, koste es, was es wolle.

Die neue Quallität besteht in Cent statt Pfennig.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.11.20 19:39.

Re: IC-Kreuz Magdeburg

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 16.11.20 19:40

Absolut, das war schon mal da. Man kann den Rostocker noch bis Chemnitz verlängern. Viele andere Alternativen gibt es aber nicht, da die Stendaler NBS auch in Zukunft alle für Magdeburg denkbaren ICE-Verkehre an sich ziehen wird.

Einzig kann ich mir noch vorstellen, daß irgendwann einmal ein Zugteil eines ICE München - Erfurt - Berlin ab Halle den Weg über Magdeburg nach Hamburg nimmt, damit in der Wittenberger Zeitlage ein ICE aus Berlin verschwenkt werden kann nach Schwerin und Lübeck, um für diese beiden Großstädte eine umsteigefreie Tagesrandverbindung mit der Hauptstadt Berlin anbieten zu können. Klar, Elektrifizierung vorausgesetzt.

Zudem würde ich gerne die IC Karlsruhe - Nürnberg - Saaletal ab Leipzig (Anschlussaufnahme aus ICE von Frankfurt/München) über Dessau nach Potsdam(!) - Berlin verlängern.

Gruß, Olaf

(,“)
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_/\_
Was ist eigentlich eine Frau: Eine Frau ist ein Raum-Zeit-Kraftwerk, welches gigantische kinetische Energien aufbringt, ihre wahren Maße im Raum zu verbergen oder zu ihrem Vorteil zu krümmen - das machen die.
(Bernhard Hoecker in einer Harald Lesch-Parodie)
Glücklicherweise passen die Trassenlagen der FR8 und des Polen-FV (FV 28) ideal zusammen, sodass FR8 problemlos in als Verlängerung in die FV28 integriert werden kann. Neben mehr Direktverbindungen spart man damit auch eine wertvolle Trasse auf der Berliner Stadtbahn.

Ob die EC aber den Berliner RE-Berufsverkehr 1:1 aufnehmen können, wo schon heute fünf Doppelstockwagen nur leidlich bis gar nicht mehr passen?

Gruß, Olaf

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Was ist eigentlich eine Frau: Eine Frau ist ein Raum-Zeit-Kraftwerk, welches gigantische kinetische Energien aufbringt, ihre wahren Maße im Raum zu verbergen oder zu ihrem Vorteil zu krümmen - das machen die.
(Bernhard Hoecker in einer Harald Lesch-Parodie)




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.11.20 19:46.

Re: Wittenberge

geschrieben von: Winterkind

Datum: 16.11.20 19:58

Pio schrieb:
Da wird auf der Westseite nichts mehr aufgebaut. Aber das ist das Resultat aus dem Optimierungswahn.
Alles was z.Z. nicht unbedingt notwendig ist, wird stillgelegt, entwidmet und verscherbelt. Verursacht ja z.Z. nur unnötige Kosten.
Was später alles nicht mehr geht weil verscherbelt und verbaut, vollkommen egal. Und das ganze wird dem dummen Michel dann auch noch als Modernisierung und Leistungssteigerung verkauft.
Auftrag erfüllt, Fahrgast wanderte ab und benutzt nun den MIV. BAB von Magdeburg bis Wismar unbedingt notwendig. Und schau, dafür ist Geld und Planungsrecht immer ganz schnell vorhanden. Die Wünsche der Lobbyisten wurden wie gewünscht erfüllt.
Hallo,

du verwechselst hier etwas, sorry.

Dass für die Autobahn 14 mehr Geld und mehr Aufmerksamkeit vorhanden ist als für die parallele Bahnverbindung, ist bedauerlich. Aber mit der Verlegung der Magdeburger Züge auf die Ostseite des Wittenberger Bahnhofes hat das nichts zu tun.

Natürlich sind fünf Bahnsteigkanten zu wenig, die man vor knapp 20 Jahren dort gebaut hat. Da war man damals zu sparsam, da hast du recht. Ärgerlich genug, dass man das jetzt aufwändig korrigieren muss.

Aber die Magdeburger Gleise möchte nun wirklich niemand zurück haben! Durch die Verlegung wurde der Weg in und aus der Stadt kürzer. Weißt du, wie es in Wittenberge bis 2004 ausgesehen hat? Fußgänger und Radfahrer mussten große Umwege machen, die Bushaltestelle war einen halben Kilometer entfernt. Die Hunderte Pkw, die zzt. täglich am Wittenberger Bahnhof parken, hätten auf die damals vorhandenen Parkplätze gar nicht hingepasst.

Das Bahnhofsgebäude wird in den nächsten Jahren denkmalgerecht umgebaut, Jobcenter und Stadtbibliothek werden dort einziehen. Auch hier: Schade, dass es sich so viele Jahre hingezogen hat, bis es soweit war.
[www.wg-wittenberge.de]

Diese Entwicklung wäre undenkbar, wenn sich der Bahnhof noch in der früheren Insellage befände.

Viele Grüße



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.11.20 20:12.

Re: IC-Kreuz Magdeburg

geschrieben von: Winterkind

Datum: 16.11.20 20:07

Alibizugpaar schrieb:
ein ICE aus Berlin verschwenkt werden kann nach Schwerin und Lübeck, um für diese beiden Großstädte eine umsteigefreie Tagesrandverbindung mit der Hauptstadt Berlin anbieten zu können. Klar, Elektrifizierung vorausgesetzt.
Ein IC(E) von Berlin über Schwerin nach Lübeck wäre auch nach Bau der Bad Kleinener Kurve langsamer als die Umsteigeverbindung über Büchen. Die Übergangszeit dort ist im Entwurf des Deutschlandtaktes kürzer als heute, wie du vermutlich weißt.
Alibizugpaar schrieb:
Glücklicherweise passen die Trassenlagen der FR8 und des Polen-FV (FV 28) ideal zusammen, sodass FR8 problemlos in als Verlängerung in die FV28 integriert werden kann. Neben mehr Direktverbindungen spart man damit auch eine wertvolle Trasse auf der Berliner Stadtbahn.

Ob die EC aber den Berliner RE-Berufsverkehr 1:1 aufnehmen können, wo schon heute fünf Doppelstockwagen nur leidlich bis gar nicht mehr passen?
Wird man sehen, aber das ist doch gar nicht Aufgabe des FV. Wende Dich an das Land Brandenburg, das diesen Missstand zu verantworten hat. Dessen Sparsamkeit an falscher Stelle führt dazu, dass die Kapazität der Nachfrage nicht ansatzweise gerecht wird. Der FV wäre ein Zusatzangebot, welches einen viel dichter getakteten und mit mehr Sitzplätzen ausgestatteten RE ergänzen, aber nicht ersetzen sollte.

+ Pro Reisekultur und intelligente Netzausbauten

- Contra grell ausgeleuchtete Großräume und Prestigebauten ohne Zielfahrplan

Re: Magdeburg-Warschau-Express

geschrieben von: Pio

Datum: 16.11.20 20:15

Bahnhof Fürstenwalde / Spree, durch wegrationalisieren der Kleinbahnbahnsteige verschlimmbessert. RE1 kann nicht überholt werden, da Kleinbahn am Bahnsteig wendet und dieses Gleis blockiert. RE 1 in Richtung Berlin, kann auch nicht an den Hausbahnsteig ausweichen, da in Richtung Berlin die Weichen zurück, auf das rechte Gleis, ebenfalls wegrationalisiert wurden. Gleiches gilt ja auch für den Vorortbahnsteig, welcher sinnvoll eigentlich nur in Richtung Frankfurt/O benutzt werden kann.
Nächst Überholmöglichkeit Erkner durch "Modernisierung" so verschlimbessert, das der Vorortbahnsteig (bzw 3 Bahnsteigkanten + 1 Lokumfahrgleis) nicht mehr erreichbar sind. In Zukunft kommt ja für den RE 1 auch noch der Halt in Köpenick dazu. Frankfurt Pbf bis E-sig. Köpenick sind durchgehend 160 km/h fahrbar. Bis auf die Dauemangelstelle Köpenick mit 50 km/h geht es bis Berlin Osb mit 120/100/120 weiter. Bei 86 km von BFP bis BHF sind die 60 min Fahrzeit für einen EC in der Planung für 2030 einfach nur traurig. Da fuhren bei der doch "so maroden" DR, die beschleunigten Personenzüge (mit halt in Kh, Füw) und D Züge mit der 1800 PS 118 schneller.
Was an fantastereien in Fangschleuse mit TESLA auf uns zu kommt, das wird uns z.Z. noch nicht verraten. Die Studien der DB Netz welche öffentlich gemacht wurden, bezogen sich nur auf den zu erwartenden Güterverkehr.

Wir bauen auf und reißen nieder, drum gibt es Arbeit immer wieder!?¿?

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.11.20 15:52.

Re: Wittenberge

geschrieben von: Pio

Datum: 16.11.20 20:22

Lesen und verstehen.
Es wurde folgendes geschrieben.

Das man aber Lulu-Dömitz durch Brückenabriss verunmöglichte ist eine reine BWL Entscheidung dieser Zeit gewesen, weil sie ja auch für die BAB Mehrkosten generiert hätte.

Das hat nichts mit WW zu tun, würde aber auf WW-Dömitz ebenfalls zutreffen.


Hier währen wohl Brücken zu errichten gewesen.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!

Was willst du denn mit LuLu - Dömitz?

geschrieben von: Frank Schönow

Datum: 16.11.20 21:25

Was willst du denn mit dieser toten Nebenbahn? Die war schon zu DDR-Zeiten am röcheln und ist mit dem 09.11.89 gestorben.
Was Wittenberge - Dömitz - Dannenberg betrifft, vergleiche einfach die aktuelle Gesetzeslage mit derer um 1900 und du kapierst ganz schnell warum man heute so eine Strecke nicht mal eben in einem Jahr in die Landschaft setzt, obwohl es heute technisch viel einfacher wäre dies zu tun.

Frank aus der Prignitz
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Re: Was willst du denn mit LuLu - Dömitz?

geschrieben von: Saxobav

Datum: 17.11.20 00:33

Frank Schönow schrieb:
Was willst du denn mit dieser toten Nebenbahn?
Hallo Frank,
also ich verstehe die Bedeutung als strategische Umgehung Hamburgs, wenn man von Fehmarn Richtung Hannover will. Darüber hinaus ist es eine fehlende „Diagonale“ von Hannover und Hinterland Richtung Rostock, Rügen, Stettin etc. Mithin dient es der doppelten Nutzung der Dömitzer Brücke neben dem Seehafen-Hinterlandverkehr der südlichen Hamburger Häfen.

Kurz gesagt, der Netzfunktion der Eisenbahn, wenn man schon gegenüber dem Gummirad unflexibel ist.

Viele Grüße, saxobav.
Ich habe vernommen, daß auf dem RE1 kein 6. Wagen möglich ist, weil die DB im Rahmen einer Euphorie Bahnsteige denkbar knapp auf genau fünf Wagen eingekürzt hatte. Damals schon hatte ich hier im Forum scharf protestiert, weil das jeden Ansatz von vorausschauendem Handeln auf lächerliche Art vollkommen ad absurdum führt.


Wird man sehen, aber das ist doch gar nicht Aufgabe des FV.[i][/i]

Da habe auch ich meine Volumen-Bedenken. Weiter oben hatte ein Kollege vorgeschlagen den RE durch den EC 1:1 auf dessen Trasse zu ersetzen. Das wird wohl nicht gut gehen. EC zusätzlich ja, aber nicht als RE-Ersatz.

Gruß, Olaf

(,“)
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Was ist eigentlich eine Frau: Eine Frau ist ein Raum-Zeit-Kraftwerk, welches gigantische kinetische Energien aufbringt, ihre wahren Maße im Raum zu verbergen oder zu ihrem Vorteil zu krümmen - das machen die.
(Bernhard Hoecker in einer Harald Lesch-Parodie)

Re: IC-Kreuz Magdeburg

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 17.11.20 09:04

Trotzdem könnte man so fahren. Wie auch heute viele Leute den Rheintal-IC nehmen statt die ICE-Rennstrecke. Weil sie eben nicht umsteigen wollen.

Gruß, Olaf

(,“)
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(Bernhard Hoecker in einer Harald Lesch-Parodie)
Alibizugpaar schrieb:
Ich habe vernommen, daß auf dem RE1 kein 6. Wagen möglich ist, weil die DB im Rahmen einer Euphorie Bahnsteige denkbar knapp auf genau fünf Wagen eingekürzt hatte. Damals schon hatte ich hier im Forum scharf protestiert, weil das jeden Ansatz von vorausschauendem Handeln auf lächerliche Art vollkommen ad absurdum führt.


Wird man sehen, aber das ist doch gar nicht Aufgabe des FV.

Da habe auch ich meine Volumen-Bedenken. Weiter oben hatte ein Kollege vorgeschlagen den RE durch den EC 1:1 auf dessen Trasse zu ersetzen. Das wird wohl nicht gut gehen. EC zusätzlich ja, aber nicht als RE-Ersatz.
In 2 Jahren gibt es auf dem RE1 ja nun eine kräftige Aufstockung seitens des VBB.
Erstmal durch mehr Kapazität im Desiro HC gegenüber 5 Dostos, dann auch durch einen 3. Zug je Stunden in der HVZ ( 2. Zug dann zwischen Brandenburg an der Havel und Magdeburg ).

Meine Erfahrung auf der Strecke ist übrigens, das zwischen Magdeburg und Brandenburg an der Havel der stündliche RE1 nie überfüllt war, egal an welchen Wochentag oder zu welcher Zeit.
PotsdamerEiche schrieb:
Meine Erfahrung auf der Strecke ist übrigens, das zwischen Magdeburg und Brandenburg an der Havel der stündliche RE1 nie überfüllt war, egal an welchen Wochentag oder zu welcher Zeit.
Das ist richtig (außer zu besten SWT-Zeiten). Das Problem ist, dass man eine Pendelstrecke über die Entfernung Magdeburg - Berlin nicht mit dem Zug fährt, wenn man jeden Nachmittag nach Feierabend erst eine Dreiviertelstunde stehen muss. Das mag für den einen oder anderen, der nur diese Dreiviertelstunde fahren muss, noch hinnhembar sein, über die längere Entfernung ist die Kombination aus Vorortzug und Fernzug (egal ob er RE oder IC heißt) der Nachfrage nicht zuträglich.

Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: ex-Magdeburger

Datum: 17.11.20 11:39

Punkt 1, ich weiß nicht wie viel Zeitersparnis es gäbe. Nur: Die 160 km/h sind gegenüber der Paralel verlaufenden A2 eher weniger konkurenzfähig, sofern man nicht von Bahnhof zu Bahnhof will, was nur die wenigsten wollen.
Ja, es hätte nur einen Schnellzug pro Stunde. Nur: Es wäre auch eine Redundanz für die Schnellfahrstecke über Stendal. Ich finde wir haben im Bahnnetz derzeit zu wenig Redundanzen/Ausweichmöglichkeiten. Außerdem: Ein Fernzug pro Stunde ist der Status Quo. Das heiß aber nicht dass es für immer so bleiben muss. Und zu den Kosten: Ich verstehe was du meinst: Es wäre echt in Ding der Unmöglichkeit, wenn ein Teil des Verkehrsetats der Bundesregierung in den Osten statt nach Bayern und Baden-Württemberg geht... ;)

Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: Siggis Malz

Datum: 17.11.20 12:48

ex-Magdeburger schrieb:
Punkt 1, ich weiß nicht wie viel Zeitersparnis es gäbe. Nur: Die 160 km/h sind gegenüber der Paralel verlaufenden A2 eher weniger konkurenzfähig, sofern man nicht von Bahnhof zu Bahnhof will, was nur die wenigsten wollen.
Ja, es hätte nur einen Schnellzug pro Stunde. Nur: Es wäre auch eine Redundanz für die Schnellfahrstecke über Stendal. Ich finde wir haben im Bahnnetz derzeit zu wenig Redundanzen/Ausweichmöglichkeiten. Außerdem: Ein Fernzug pro Stunde ist der Status Quo. Das heiß aber nicht dass es für immer so bleiben muss. Und zu den Kosten: Ich verstehe was du meinst: Es wäre echt in Ding der Unmöglichkeit, wenn ein Teil des Verkehrsetats der Bundesregierung in den Osten statt nach Bayern und Baden-Württemberg geht... ;)
Das größte Problem, das ich hier sehe, sind die Trassen. Damit die "Rennpiste" über Stendal das sein kann, was sie ist, nämlich eine Rennpiste, werden dort kaum Güterzugtrassen bereitgestellt. Das wird trotz 3-Gleisigkeit mit 300 km/h nicht viel besser.
Folglich wird quasi sämtlicher Güterverkehr über Magdeburg geleitet, deswegen sind 160 km/h hier eigentlich das Ende der Fahnenstange. Sonst brauchts gleich direkt eine neue Güterzugtrasse. Und alleine dieser Fakt würde dem ganzen einen NKV von unter 0 geben.
Da teilt sich die Strecke ein Schicksal mit Hamm - Kassel, Kassel - Halle und mit Abstrichen auch Bremen - Hannover. Diese Strecken sind im B-FV-Netz nicht mehr (für schnelle Geschwindigkeiten) vorgesehen, sondern sollen vor allem die Kapazitäten für GV bereit stellen. Die einen freuts, die andern sind traurig drum. Und keine dieser 4 Strecken hat eben ein Aufkommen wie Hannover - Hamburg oder Karlsruhe - Basel, bei der die selben Problematiken besteht, wo aber der Bedarf an GV und PV so hoch ist, dass es zwingend neue Gleise braucht.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.11.20 12:49.

Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: 103612

Datum: 17.11.20 13:24

Statt Magdeburg - Potsdam auszubauen, könnte man auch eine Kurve im Süden von Stendal auf die NBS nach Berlin vorsehen. Zusammen mit einem Ausbau für 200km/h zwischen Magdeburg und Wittenberge für den IC Magdeburg - Hamburg könnten sich dadurch sehr interessante Fahrzeiten Berlin - Magdeburg ergeben.

Im D-Takt benötigt der IC von Magdeburg zum Berliner Hbf 88 Minuten. Da kann man durch einen Ausbau auf 200km/h noch etwas machen, aber mehr als 10 Minuten sehe ich da nicht.

Ein Pendler-ICE Magdeburg - Berlin über eine neue Kurve bei Stendal könnte die Strecke hingegen in etwas über einer Stunde (ca. 66 Minuten) zurücklegen:
(Magdeburg - Stendal 27 Minuten, Stendal - Spandau 29 Minuten, 2 Minuten Halt Spandau, Spandau - Hbf 8 Minuten)

Aber es muss klar sein, dass so eine Kurve ein reiniges Nahverkehrsprodukt für Pendler Magdeburg - Berlin wäre. Überregionale Bedeutung sehe ich da nicht, im Gegensatz zum Ausbau für einen IC Magdeburg - Hamburg.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.11.20 13:26.

Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: ex-Magdeburger

Datum: 17.11.20 14:15

Bliebe nur noch die Frage wo man den abzweig baut. An der Umfahrung oder Innerorts. Beides wäre nicht so einfach meiner Einschätzung nach nicht ohne weiteres gehen. Innerorts stehen Bauwerke im Weg (wenn auch nur in einem Industriegebiet), ein Anschluss an die Umfahrung dürfte für die Ingenieure anspruchsvoll sein.

Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: 103612

Datum: 17.11.20 14:53

ex-Magdeburger schrieb:
Bliebe nur noch die Frage wo man den abzweig baut. An der Umfahrung oder Innerorts. Beides wäre nicht so einfach meiner Einschätzung nach nicht ohne weiteres gehen. Innerorts stehen Bauwerke im Weg (wenn auch nur in einem Industriegebiet), ein Anschluss an die Umfahrung dürfte für die Ingenieure anspruchsvoll sein.
Aus meiner Sicht wäre das zwingend außerorts. Baulich sehe da nichts im Weg, oder hat man die Bahnsumfahrung schon wieder mit Gewerbegebieten vollgeklatscht?

Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: ex-Magdeburger

Datum: 17.11.20 15:07

103612 schrieb:
Aus meiner Sicht wäre das zwingend außerorts. Baulich sehe da nichts im Weg, oder hat man die Bahnsumfahrung schon wieder mit Gewerbegebieten vollgeklatscht?

Nee, und das wird (zumindest südlich der Umfahrung) mindestens die nächsten 20 Jahre nicht kommen. Dafür ist Stendal einfach zu klein.

Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: Meier Zwo

Datum: 17.11.20 15:09

103612 schrieb:
ex-Magdeburger schrieb:
Bliebe nur noch die Frage wo man den abzweig baut. An der Umfahrung oder Innerorts. Beides wäre nicht so einfach meiner Einschätzung nach nicht ohne weiteres gehen. Innerorts stehen Bauwerke im Weg (wenn auch nur in einem Industriegebiet), ein Anschluss an die Umfahrung dürfte für die Ingenieure anspruchsvoll sein.
Aus meiner Sicht wäre das zwingend außerorts. Baulich sehe da nichts im Weg, oder hat man die Bahnsumfahrung schon wieder mit Gewerbegebieten vollgeklatscht?
Zumindest verläuft nördlich direkt anschließend die B 188, südlich der SFS könnte eine eingleisige Kurve möglich sein. Allerdings würde der Anschluss einen erheblichen Eingriff in die Feste Fahrbahn der SFS sein, der auch an anderer Stelle Lösungen verhindert (z. B. Ausweichgleise für Halt Radefeld bei Leipzig)

Re:Südostkurve vor LS ???

geschrieben von: Pio

Datum: 17.11.20 15:12

Sinn der Verbindung Berlin-Magdeburg ist, die Bundeshauptstadt mit den Landeshauptstädten Potsdam und Magdeburg, sowie die beiden Landeshauptstädte untereinander zu verbinden. Außerdem ist es ausdrücklich gewünscht den Verwaltungsstandort Brandenburg (Genthin und Burg vernachlässigen wir mal? Warum eigentlich?) anzuschließen. Die Ertüchtigung von Magdeburg-Stendal auf 200 währe zwar wünschenswert, aber es währe schon ein Erfolg wenn irgendwann einmal mal von LM nach LS (WW) 160 km/h zumindest größten teils erreicht werden könnten. Und erst mal einen Umweg nach Nord um danach in Richtung Ost beizudrehen, dürfte wohl kaum Fahrzeitvorteile gegenüber dem direkten Weg über LB bringen. Ganz abgesehen davon, das wir wieder im überlasteten Knoten Spandau landen. Aufwand und Nutzen stehen in keinem Verhältnis. Der Magdeburg RE 1ist ja mehr oder weniger auch nur eine schneller fahrende RB, und dadurch für den Kunden im FV unatraktiv.
Die A2 mit iren häufigen Staus und Unregelmäßigkeiten ist auch nicht wirklich eine alternativ. Man muß erst einmal aus Berlin/Potsdam raus kommen auf diese BAB.
Große Teile der BAB 10/2 dürfen auch nicht mit 160 km/h befahren werden, sofern das überhaupt verkehrsbedingt möglich währe.
Ostbahnhof-Brandenburg-Magdeburg sind 150 km, Ostbahnhof-Stendal-Magdeburg sind jedoch 174 km, da bist Du auch mit 200 km/h nicht schneller als mit 160 km/h über LB, zumal einige Streckenabschnitte incl. der zu erichtenden Verbindungskurven nicht auf 200 km/h kommen.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.11.20 15:46.
Ob sie nun Heckeneilzüge, RE-X, IR oder FR heißen: Die Frage, ob eben zwischen diesen beiden Segmenten nicht vielleicht doch noch etwas fehlt wird lange ud viel disskutiert. Die DB AG als Marktbeherrschendes Unternehmen ist davon nicht zu beeindurcken, weshalb dafür zunehmend die Länder für solchen F"X" Verlehr in die Pflicht genommen werden -> Alex -> Ausschreibung MDV Erfurt-Gera, Annerkennung von C Tickets im IC Verkehr, etc...
Ob es solch ein sehr langer Heckeneilzug gleich sein sollte bleibt die Frage. Aber dass bennante Streckenabschnitte für anglaufende REs oder FRs aus dem D-Takt infrage kämen, teile ich absolut. Denn die teuren HGV Trassen schlagen berechtigter weise große Lücken in das Netz, da natürlich das Groß der Fernverkehrsgäste die jeweils schnelleren Strecken wählt. Aber erade deswege brauchen die damit abgeschlagenen Zentren trozdem ein attraktives Grundangebot - und wie man wahrnehmen kann, wird die Bahn eben in Gebieten die ausschließlich mit RegioVerkehr angeboten werden wo man spätestens nach 100km umsteigen muss, den Zug als attraktives Fernverkehrsmittel kaum wahr. Wenn man die Verkehrswende schaffen will, bracuht es ziemlich sicher solche Angebote.
Ich denke es braucht auf besagten Strecken nun endlich auch einmal ein Ausbaukonzept, natürlich vom RE-Verkehr massenmäßig getragen, aber eben durchaus auch um solche Langläufer mit aufnehmen zu können... Dies bringen das i tüpfcheln für die Lokal- und Landespolitik und bilden eine gute Basis für das Preisgünstige Reisen für Menschen mit Zeit. Wenn der Verkehrsmarkt gleichberechtigt aufgestellt wäre, wäre das ziemlich sicher keine neue Domäne des Busverkehrs...

Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: ex-Magdeburger

Datum: 17.11.20 15:17

Auf dem kurzen Abschnitt links und rechts der Magderbuger Bahn hat sogar auch (neben der B188) die B189 Ihre Strecke. Sprich: Es dient nicht nur für die Bahn, sondern auch den Autos, als Umfahrung Stendal. Daher habe ich eine Abzweig nördlich, auch gleich Gedanklich ausgeschlossen. Zumal der gegraphisch nicht sehr schlau ist, wenn man nach Süden will.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.11.20 15:28.

Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: Frank Schönow

Datum: 17.11.20 15:20

ex-Magdeburger schrieb:
Und zu den Kosten: Ich verstehe was du meinst: Es wäre echt in Ding der Unmöglichkeit, wenn ein Teil des Verkehrsetats der Bundesregierung in den Osten statt nach Bayern und Baden-Württemberg geht... ;)

Nein du verstehst nicht, denn allein zwischen Potsdam und Magdeburg hab ich jetzt beim überfliegen 32 Bahnübergänge gezählt, die durch Brücken ersetzt werden müssen, nur damit 1(!) Zug pro Stunde schneller als 160km/h fahren kann. Das Geld was hier beötigt wird, wäre besser aufgehoben in den zweigleisigen Ausbau der Stammstrecke Wustermark - Stendal und der Amerikalinie.
Damit hat man nämlich die ideale Güterstrecke für den Hafen Hinterlandverkehr aus Hamburg und Wilhelmshaven.

Frank aus der Prignitz
____________________________________________________

Eisenbahn ist für mich Freizeit, nicht Lebensinhalt!

Tillig-Elite und Weinert-MeinGleis haben vorbildorientiert keine Herzstücke - Weisheiten eines Spielbahners




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.11.20 15:23.

Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: ex-Magdeburger

Datum: 17.11.20 15:26

Gibt es nicht sowieso ein Programm des Verkehrsministeriums zur Beseitigung der Bahnübergänge?

Re: IC-Kreuz Magdeburg - eben bitte mindestens im D-Takt

geschrieben von: heirei

Datum: 17.11.20 15:45

Ja, und das muss eben wieder auf die Tagesordnung.

So wichtig und Gut das Konzept des D-Taktes als Instrument der InfraPlanung ist, so ist es gleichzeitig ein Renifall für Ostdeutschland. Und das liegt nicht am D-Takt, weil ein Planer Konsortium, dazu unter der Fuchtel des Dobrindt/Scheuer Ministeriums, die das aber immerhin auf die Tagesordnung hoben, nicht mal eben alle Konzept, Planungs und FinanzLücken in den ostdeutschen Ländern in Sachen Bahn ausgleichen können. Da wurde in vielen Ländern Westdeutschlands viel mehr Vorarbeit geleistet, ja und auch ein bisschen in TH, BB, BE und SA, aber eben doch zu wenig...
Ich denek, der derzeitige Entwurf/Plan muss in Ostdeutschland als Anlass genommen werden um etwas aus dem teilweisen Überangebot auf den´Trassen des etablierten FV jetzt auch einmal etwas in die Fläche zu bringen. Das meint FR Verkehr auch um den Harz herum, im Westerzgebirge und Vogtland und über und an sämtlichen Grenzen zu Polen, Tschechien, ja und auch Schweden...
Und meint das vor allem auch, dass man solche Knoten wie Berlin und Leipzig, die im Übergang zwischen wesentlichen Linien (B: FV-FV | L: FV-Regio) kaum etwas bringen, was in dem zu realsierendem Angebot derzeit schlicht nur untergeht. Und wie sieht es mit der internationalen Anbindung aus? Aus Mitteldeutschland nach Paris oder Brüssel, allein schon Köln, ein weiter bestehender Graus mit langem Übergängen in Frankfurt. Polen außer der hier schon schlecht gemachten Trasse nach Warschau: Magelware... Stettin als Knoten Vorpommerns: Fehlanzeige. Durchgängiger HGV von FRA nach PRG nur optional -Warum?
Das alles und noch viel mehr sind nur so einige Punkte, die einem aus den Entwürfen ja geradezu nur so entgegenschreien. Aber noch Ohrenbetäubender finde ich das Schweigen dazu aus den ostdeutschen Verbänden dazu. Ich habe das dumme Gefühl, wir verpassen da gerade einen wichtigen Zug... Klar ist es Zeit nun einmal die großen Probleme in Westdeutschland im FV zu klären, was aber nicht heißen soll, dass wir das große mittlere Segment in ostdeutschland vergessen sollten - weil hier eben das Paradox herscht, dass der HGV zwar so gut wie komplett ist, der Normale 140kmh Verkehr aber noch weitgehend auf 80er Trassen unterwegs sein muss.
Und Magdeburg muss mindestens auch FR verkehr zum Harz, nördlich und östlich anbieten und Wittenberg sollte als Knoten nicht nur zwischen den Relationen HH-B und Magdeburg -Schwerin - Rostock/Wismar/Lübeck dienen sondern eben auch Wolfsburg-Neubrandenburg - hmm wo könnte das lang gehen?... Als Benchmark für die Regionalplanerische Rolle dieser Relation weise ich dazu auf das Autobahnkonzept der Vekehrsuntersuchung Nord Ost hin, die zur Hosenträgervariante A39/A14/B190/B189/198 führte.

Das ist Holzschnittartig, soll es zur verdeutlichung aber auch sein...! Wir sollten uns einfach nicht mehr erzählen lassen, das es all soetwas nicht braucht. Es wohnen immer noch eine ganze Menge Menschen in Ostdeutschland, wo es in weiten Teilen noch kein ordentlichen Grund- und Gesamtkonzept für den Bahnverkehr gibt, das Bahnnetz dort aber in Struktur und Organisation wesentlich krassere Zäsuren erfahren hat, als dass der Bundesbahn und die letzten 30 Jahre eben nicht "nur" Fortschritte erziehlt wurden und die Rückschritte auch sehr krass waren. Es war '89 klar das es so kommt, aber will man die Verkehrswende auch hier schaffen, braucht es dazu jetzt Konzepte.

Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: 103612

Datum: 17.11.20 15:57

Pio schrieb:
Sinn der Verbindung Berlin-Magdeburg ist, die Bundeshauptstadt mit den Landeshauptstädten Potsdam und Magdeburg, sowie die beiden Landeshauptstädte untereinander zu verbinden. Außerdem ist es ausdrücklich gewünscht den Verwaltungsstandort Brandenburg (Genthin und Burg vernachlässigen wir mal? Warum eigentlich?) anzuschließen. Die Ertüchtigung von Magdeburg-Stendal auf 200 währe zwar wünschenswert, aber es währe schon ein Erfolg wenn irgendwann einmal mal von LM nach LS (WW) 160 km/h zumindest größten teils erreicht werden könnten. Und erst mal einen Umweg nach Nord um danach in Richtung Ost beizudrehen, dürfte wohl kaum Fahrzeitvorteile gegenüber dem direkten Weg über LB bringen. Ganz abgesehen davon, das wir wieder im überlasteten Knoten Spandau landen. Aufwand und Nutzen stehen in keinem Verhältnis. Der Magdeburg RE 1ist ja mehr oder weniger auch nur eine schneller fahrende RB, und dadurch für den Kunden im FV unatraktiv.
Die A2 mit iren häufigen Staus und Unregelmäßigkeiten ist auch nicht wirklich eine alternativ. Man muß erst einmal aus Berlin/Potsdam raus kommen auf diese BAB.
Große Teile der BAB 10/2 dürfen auch nicht mit 160 km/h befahren werden, sofern das überhaupt verkehrsbedingt möglich währe.
Ostbahnhof-Brandenburg-Magdeburg sind 110 km, Ostbahnhof-Stendal-Magdeburg sind jedoch 174 km, da bist Du auch mit 200 km/h nicht schneller als mit 160 km/h über LB.
Wenn der Umweg über Stendal nunmal 20 Minuten schneller ist, dann ist das halt so.
Und wenn man möglichst schnell von Magdeburg nach Berlin will, so dass der Weg auch für tägliche Pendler interessant wird, dann wird der Weg via Potsdam zwar ganauso teuer aber trotzdem länger dauern, als eine Kurve bei Stendal.

Für die Unterwegsbahnhöfe untereinander ist der RE 1 völlig ausreichend.

Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: Pio

Datum: 17.11.20 16:15

Wie soll er mit +64 km über LS, und nicht überall erreichbaren 200 km/h, schneller sein ? Was meinst Du mit teurer gegenüber der Strecke über LB ? Biederitz-Magdeburg wird 2021 überarbeitet.Über LB muß nur instand gehalten, aber nicht ausgebaut werden, während in der erwünschten Variante über LS mit 200 km/h, praktisch ein kompletter Neubau notwendig ist. Teurer ist der größere Aufwand für die erhöhte Vmax, mit dem erhöhten Aufwand für das Fahrzeugmaterial (1 Umlauf +128 km × 10 am Tag × 365 Tage = 467.200 km/Jahr), der erhöhtete Energieufwand für die Umwegkilometer im zusammenhang mit der höheren Vmax (steigt mit der V im Quadrat). Fahrzeuge mit 160 km/h haben auch andere Fristen, als welche für 200 km/h. Als besteht auch ein höherer Instandhaltungsaufwand und dadurch ein Fahrzeug und Personalmehrbedarf.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.11.20 16:17.

Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: 103612

Datum: 17.11.20 17:06

Ich zitiere nur die Fahrzeiten aus dem D-Takt.

Magdeburg - Berlin Hbf mit Halt nur in Brandenburg, Potsdam und Zoo dauer damnach halt 88 Minuten.

Für die Fahrzeit via Stendal zitiere ich mich dann mal selber:

103612 schrieb:
Zitat:
Ein Pendler-ICE Magdeburg - Berlin über eine neue Kurve bei Stendal könnte die Strecke hingegen in etwas über einer Stunde (ca. 66 Minuten) zurücklegen:
(Magdeburg - Stendal 27 Minuten, Stendal - Spandau 29 Minuten, 2 Minuten Halt Spandau, Spandau - Hbf 8 Minuten)
Zwischen Magdeburg und Stendal braucht der IC heute 34 Minuten. Ein Ausbau von heute 120km/h auf 160 oder sogar 200km/h sollte zusammen mit einer Kurve direkt auf die NBS problemlos 7 Minuten sparen, so dass obige Rechnung mit 66 Minuten sogar eher konservativ seien dürfte.
Ich sehe nicht, wie man via Potsdam 22 Minuten bis Berlin rausholen können sollte.

Und Spandau wird übrigens im D-Takt deutlich ausgebaut, so dass ich dort keine Kapazitätsengpässe mehr erwarten würde.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.11.20 17:07.

Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: PotsdamerEiche

Datum: 17.11.20 17:12

103612 schrieb:
Und Spandau wird übrigens im D-Takt deutlich ausgebaut, so dass ich dort keine Kapazitätsengpässe mehr erwarten würde.
Dann nenn uns dafür mal konkrete Maßnahmen ;-)
Man hat gerade angefangen Machbarkeitsstudien in Auftrag zu geben....

Wie oben aber geschrieben wurde, geht es um schnelle Verkehre auf der Achse Magdeburg-Brandenburg-Potsdam-Berlin!
Da, wo auch Aufkommen ist!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.11.20 17:13.

Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: 103612

Datum: 17.11.20 17:45

PotsdamerEiche schrieb:
103612 schrieb:
Und Spandau wird übrigens im D-Takt deutlich ausgebaut, so dass ich dort keine Kapazitätsengpässe mehr erwarten würde.
Dann nenn uns dafür mal konkrete Maßnahmen ;-)
Man hat gerade angefangen Machbarkeitsstudien in Auftrag zu geben....

Wie oben aber geschrieben wurde, geht es um schnelle Verkehre auf der Achse Magdeburg-Brandenburg-Potsdam-Berlin!
Da, wo auch Aufkommen ist!
Kannst du dir im PEK der DB Netz sogar selber durchlesen. Seite 41 bis 43:
- Umbau Überwerfung Spandau West (obwohl ich Spandau-Ost baulich einfacher fände)
- Bahnsteig 7 & 8 Spandau
- Güterzugkurve Wustermark
- 3 & 4 Gleise Spandau Ost - Moabit
- Umbau Spandau Ost


Schnellere Verkehre zwischen Magdeburg und Berlin über Potsdam wird es hingegen wohl nie geben. Die Strecke ist zu dicht belastet mit Nah- und Güterverkehr und eine bauliche Anpassung für Geschwindigkeiten höher als die derzeit erlaubten 160km/h nicht finanzierbar. Insbesonder vor dem Hintergrund, dass man mit einer Kurve in Stendal einfacher mehr erreichen kann würde das auch wenig Sinn machen.

Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: Frank Schönow

Datum: 17.11.20 17:49

Ein Link wäre schön gewesen.

103612 schrieb:

- 3 & 4 Gleise Spandau Ost - Moabit


Allein hier frage ich mich wie man das ob der Platzverhältnisse realisieren will.

Frank aus der Prignitz
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Tillig-Elite und Weinert-MeinGleis haben vorbildorientiert keine Herzstücke - Weisheiten eines Spielbahners

Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: PotsdamerEiche

Datum: 17.11.20 17:59

103612 schrieb:
PotsdamerEiche schrieb:
103612 schrieb:
Und Spandau wird übrigens im D-Takt deutlich ausgebaut, so dass ich dort keine Kapazitätsengpässe mehr erwarten würde.
Dann nenn uns dafür mal konkrete Maßnahmen ;-)
Man hat gerade angefangen Machbarkeitsstudien in Auftrag zu geben....

Wie oben aber geschrieben wurde, geht es um schnelle Verkehre auf der Achse Magdeburg-Brandenburg-Potsdam-Berlin!
Da, wo auch Aufkommen ist!
Kannst du dir im PEK der DB Netz sogar selber durchlesen. Seite 41 bis 43:
- Umbau Überwerfung Spandau West (obwohl ich Spandau-Ost baulich einfacher fände)
- Bahnsteig 7 & 8 Spandau
- Güterzugkurve Wustermark
- 3 & 4 Gleise Spandau Ost - Moabit
- Umbau Spandau Ost


Schnellere Verkehre zwischen Magdeburg und Berlin über Potsdam wird es hingegen wohl nie geben. Die Strecke ist zu dicht belastet mit Nah- und Güterverkehr und eine bauliche Anpassung für Geschwindigkeiten höher als die derzeit erlaubten 160km/h nicht finanzierbar. Insbesonder vor dem Hintergrund, dass man mit einer Kurve in Stendal einfacher mehr erreichen kann würde das auch wenig Sinn machen.
Ist irgendetwas davon in Vorplanungen, Planfeststellung etc.?

"Einfacher mehr erreichen"....die Frage ist gibt es überhaupt soviel Aufkommen point to point zwischen Magdeburg und Berlin?
Die geplante Linie ist eben mit Blick auf Brandenburg und Potsdam geplant.

Wenn dann würde ich deine Idee als Zusatz sehen, nicht als Alternative.

Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: 103612

Datum: 17.11.20 19:01

PotsdamerEiche schrieb:
103612 schrieb:
PotsdamerEiche schrieb:
103612 schrieb:
Und Spandau wird übrigens im D-Takt deutlich ausgebaut, so dass ich dort keine Kapazitätsengpässe mehr erwarten würde.
Dann nenn uns dafür mal konkrete Maßnahmen ;-)
Man hat gerade angefangen Machbarkeitsstudien in Auftrag zu geben....

Wie oben aber geschrieben wurde, geht es um schnelle Verkehre auf der Achse Magdeburg-Brandenburg-Potsdam-Berlin!
Da, wo auch Aufkommen ist!
Kannst du dir im PEK der DB Netz sogar selber durchlesen. Seite 41 bis 43:
- Umbau Überwerfung Spandau West (obwohl ich Spandau-Ost baulich einfacher fände)
- Bahnsteig 7 & 8 Spandau
- Güterzugkurve Wustermark
- 3 & 4 Gleise Spandau Ost - Moabit
- Umbau Spandau Ost


Schnellere Verkehre zwischen Magdeburg und Berlin über Potsdam wird es hingegen wohl nie geben. Die Strecke ist zu dicht belastet mit Nah- und Güterverkehr und eine bauliche Anpassung für Geschwindigkeiten höher als die derzeit erlaubten 160km/h nicht finanzierbar. Insbesonder vor dem Hintergrund, dass man mit einer Kurve in Stendal einfacher mehr erreichen kann würde das auch wenig Sinn machen.
Ist irgendetwas davon in Vorplanungen, Planfeststellung etc.?

"Einfacher mehr erreichen"....die Frage ist gibt es überhaupt soviel Aufkommen point to point zwischen Magdeburg und Berlin?
Die geplante Linie ist eben mit Blick auf Brandenburg und Potsdam geplant.

Wenn dann würde ich deine Idee als Zusatz sehen, nicht als Alternative.
Es steht im PEK. Mal gucken was daraus wird. Ein Ausbau via Brandenburg steht hingegen noch nirgendwo...

Aufkommen ist natürlich keins da! Aber darum ging es ja auch ursprünglich gar nicht, sondern um die Frage, wie man Magdeburg - Berlin am sinnvollsten und meisten beschleunigen kann. Das ist nunmal via Stendal.

Ich glaube nicht, dass es vorrangig um Potsdam oder Brandenburg geht.
Sowohl Brandenburg als auch Potsdam haben den RE1 im 30-Minutentakt nach Berlin. Die Fahrzeiten sind im D-Takt trotz 3 zusätzlichen Halten gegenüber dem IC gleich. Solange der IC nicht Tarifintegriert fährt, wird von dort niemand diesen nach Berlin nehmen.
Von Brandenburg oder Potsdam nach Magdeburg fährt ebenfalls der RE1 deutlich günstiger, allerdings spart man hier zumindest 15 Minuten mit dem IC. Allerdings was soll man in Magdeburg, wie groß ist das Aufkommen? Zum weiteren Fernverkehr Richtung Westen muss man erneut umsteigen um dann in Magdeburg oder Hannover nochmal in richtig schnelle Züge umzusteigen. Wenn amn den Umstieg in Magdeburg wegbekommt indem jeder 2. IC von Leipzig nach Wittenberge - Hamburg / Rostock geführt wird, könnte man vielleicht wenigstens ein paar Rentner aus Potsdam oder Brandenburg für diesen Fernverkehr gewinnen.

Wenn man langfristig einen Markt für Pendler von Magdeburg nach Berlin entwickeln will, dann muss man in den Ausbau via Stendaler Kurve investieren. Bei einer Fahrzeit von um die 60 Minuten wird das interessant.

Potsdam muss sehen, dass es schnelle RB's mit guten Anschlüssen via Stammbahn zum Südkreuz und einen schnellen 15-Minutentakt zum Berliner Hbf bekommt. Vielleicht sind auch RB's via Westend nach Spandau denkbar.

Brandenburg muss hoffen, dass zumindest der Bimmel-IC mit Durchbindung nach Hannover kommt um besser an den Fernverkehr angeschlossen zu sein. Aber Brandenburg ist jetzt auch nciht die Welt.

Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: Pio

Datum: 17.11.20 21:17

Begreifst Du es nicht, oder möchtest Du es nicht begreifen?
Keiner möchte in Berlin-Potsdam-Brandenburg-Magdeburg zusätzlich investieren.
Die Strecke ist für 160 km/h ausgebaut und das wird so bleiben.
Es gibt ausdrückliche Wünsche für die Bedienung bestimmter Bahnhöfe durch einen FV Zug.
Es gibt ausdrückliche Wünsche zur Bedienung der Bahnhöfe Götz, Groß Kreuz und Werder durch den RE 1, welcher dadurch im Durchschnitt langsamer wird.
Die Einwohner-/Pendlerzahlen auf der Relation Brandenburg-Potsdam-Berlin steigen weiterhin ständig. Und es gilt hier die Pendlerströme vom MIV zum ÖPNV zu lenken.
Der Ausbau auf 200 km/h von Magdeburg nach Stendal kommt einem Neubau mit enormen Kosten und Rechtsfragen gleich. Auch auf der momentanen Trassenlage sind 200 km/h kaum möglich. Die zu bauende Südostabindung bei Stendal müßte erst einmal Projektiert, Genehmigt und gebaut werden. Kosten und Nutzen stehen in keinem Verhältnis zueinander. Wann möchtest Du damit durch alle Instanzen und Vorgänge fertig sein? Wann soll deiner Meinung nach diese Strecke in Betrieb gehen?
Was meinst Du wer die fast 500.000 km/Jahr mehr mit all seinen Kosten freiwillig zahlt, wo doch König Otto bewiesen hat, das der direkt Bedarf Berlin-Magdeburg nicht unbedingt besteht. Also Potsdam, Brandenburg, (Genthin, Burg) auf dieser Relation als Kundenbringer hervorragend in das Konzept passen.
IC 148 fährt von Berlin Osb bis Stendal 1h08. Und die 59 km bis LM fährst Du dann in 29 min. um zumindest eine vergleichbare Fahrzeit zu erreichen? Wenn da mal was kommen sollte dann maximal 160 km/h, und das frühstens ab Rothensee, und durch Kurvenradien auch nicht unbedingt durchgehend bis Stendal.
IC 2432 fährt von Berlin Osb bis Magdeburg 1h37.
Und wenn auf der O/W Strecke was ausgebaut werden müßte, dann ist das der Abschnitt HHE-HBS auf 140 km/h (wünschenswert 160 km/h) und HBS-HLER auf 160 km/h.
Aber man sollte halbwegs realistisch an das machbare, bezahlbare und auch durchsetzbar herangehen.
Dein Traum klingt gut, wird aber an der Realität scheitern. Und ich bin grundsätzlich für Havarie-/Strategie- und Umleitungsverbindungskurven zwischen verschiedenen Strecken.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.11.20 21:46.

Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: Strizie

Datum: 17.11.20 22:16

103612 schrieb:
Zwischen Magdeburg und Stendal braucht der IC heute 34 Minuten. Ein Ausbau von heute 120km/h auf 160 oder sogar 200km/h sollte zusammen mit einer Kurve direkt auf die NBS problemlos 7 Minuten sparen, so dass obige Rechnung mit 66 Minuten sogar eher konservativ seien dürfte.
Der Abschnitt Stendal - Magdeburg ist als alternativer Güterzugkorridor vorgesehen.

Das einzige was dort kommen könnte ist eine höhere Blockdichte.

Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: bauigel

Datum: 18.11.20 10:49

ex-Magdeburger schrieb:
Gibt es nicht sowieso ein Programm des Verkehrsministeriums zur Beseitigung der Bahnübergänge?
Einfach gesagt, gibt es das nicht...
Es gibt einen Topf, aus dem für den Fall der Kostendrittelung nach §13 Eisenbahnkreuzungsgesetz bestimmte Straßenbaulastträger (Kommunen und Kreise) Zuschüsse zu ihrem Kostendrittel bekommen können. Ziel ist nur, dass reine Bahnübergangsbeseitigungen mit Kostenteilung nach §13 nicht an klammen kommunalen Kassen scheitern. Für die Bahnen (egal ob DB oder NE) hat sich gar nichts geändert.

Kostendrittelung gilt aber nur, wenn es keine anderen Gründe für die Bahnübergangsbeseitigung gibt als die "allgemeine Verkehrssicherheit". Wenn sich bei mindestens einem der beiden Verkehrsträger die Anforderungen ändern (also einseitiges oder beidseitiges Verlangen bzw. Hätte-verlangen-müssen), ist man im §12 EKrG und die Kostendrittelung greift nicht.
Ein Streckenausbau für >160 km/h ist ein "Verlangen der Bahn" aus dem Lehrbuch - schon alleine deshalb, weil das Regelwerk auch für Bauwerke bei einzelnen Punkten für v>160 und für v<160 unterschiedliche Anforderungen stellt. Und selbst bei anderer Kostenteilung (nach §12 EKrG) würden die Mehrkosten, die dieser Unterschied verursacht (egal wie groß oder klein sie im konkreten Fall sein mögen), nicht geteilt sondern wären voll von der Bahn zu tragen.
Und sobald der Straßenbaulastträger ein Verlangen stellen will oder muss (z. B. Anlegen eines im Bestand nicht vorhandenen Geh- oder Radwegs, weil man es gerne hätte [Verlangen] oder weil der BÜ ein neu ausgewiesenes Wohngebiet auf der anderen Bahnseite erschließt [hätte verlangen müssen]), ist es keine reine BÜ-Beseitigung und der Straßenbaulastträger bekommt auch kein Geld mehr aus diesem Topf.

Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: 103612

Datum: 18.11.20 11:02

Pio schrieb:
Begreifst Du es nicht, oder möchtest Du es nicht begreifen?
Keiner möchte in Berlin-Potsdam-Brandenburg-Magdeburg zusätzlich investieren.
Die Strecke ist für 160 km/h ausgebaut und das wird so bleiben.
Es gibt ausdrückliche Wünsche für die Bedienung bestimmter Bahnhöfe durch einen FV Zug.
Es gibt ausdrückliche Wünsche zur Bedienung der Bahnhöfe Götz, Groß Kreuz und Werder durch den RE 1, welcher dadurch im Durchschnitt langsamer wird.
Die Einwohner-/Pendlerzahlen auf der Relation Brandenburg-Potsdam-Berlin steigen weiterhin ständig. Und es gilt hier die Pendlerströme vom MIV zum ÖPNV zu lenken.
Der Ausbau auf 200 km/h von Magdeburg nach Stendal kommt einem Neubau mit enormen Kosten und Rechtsfragen gleich. Auch auf der momentanen Trassenlage sind 200 km/h kaum möglich. Die zu bauende Südostabindung bei Stendal müßte erst einmal Projektiert, Genehmigt und gebaut werden. Kosten und Nutzen stehen in keinem Verhältnis zueinander. Wann möchtest Du damit durch alle Instanzen und Vorgänge fertig sein? Wann soll deiner Meinung nach diese Strecke in Betrieb gehen?
Was meinst Du wer die fast 500.000 km/Jahr mehr mit all seinen Kosten freiwillig zahlt, wo doch König Otto bewiesen hat, das der direkt Bedarf Berlin-Magdeburg nicht unbedingt besteht. Also Potsdam, Brandenburg, (Genthin, Burg) auf dieser Relation als Kundenbringer hervorragend in das Konzept passen.
IC 148 fährt von Berlin Osb bis Stendal 1h08. Und die 59 km bis LM fährst Du dann in 29 min. um zumindest eine vergleichbare Fahrzeit zu erreichen? Wenn da mal was kommen sollte dann maximal 160 km/h, und das frühstens ab Rothensee, und durch Kurvenradien auch nicht unbedingt durchgehend bis Stendal.
IC 2432 fährt von Berlin Osb bis Magdeburg 1h37.
Und wenn auf der O/W Strecke was ausgebaut werden müßte, dann ist das der Abschnitt HHE-HBS auf 140 km/h (wünschenswert 160 km/h) und HBS-HLER auf 160 km/h.
Aber man sollte halbwegs realistisch an das machbare, bezahlbare und auch durchsetzbar herangehen.
Dein Traum klingt gut, wird aber an der Realität scheitern. Und ich bin grundsätzlich für Havarie-/Strategie- und Umleitungsverbindungskurven zwischen verschiedenen Strecken.
Nochmal für dich woher die Diskussion kommen:

Ausgangspunkt war, dass rumgeheult wurde, dass Magdeburg zu schlecht im Fernverkehr angebunden sein.

Dazu habe ich Vorschläge gemacht, wo es aus meiner Sicht hapert, was insbesondere Richtung Berlin und Hamburg der Fall ist.

Und wenn man rumjammert, dass es nach Berlin zu lange dauert, dann muss man sich auf die Strecke mit den schenllstmöglichen Fahrzeiten konzentrieren, was eben die Strekce via einer Kurve bei Stendal wäre.

Was die Strecke Magdeburg - Wittenberge angeht, so ist diese sicherlich eine Vorrangstrecke für GV, aber das ist Uelzen - Stendal genau so. Und dort fährt man auch ganz selbstverständlich mit 160km/h. Warum sollte dass auf der Strecke Magdeburg - Stendal - Wittenberge plötzlich nicht funktioneren?
Um die beiden Nullknoten Magdeburg und Wittenberge mit einem IC in 54 Minuten zu bedienen, benötigt man eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 125km/h. Ob dafür 160km/h Höchstgeschwindigkeit ausreichen oder stellenweise (z.B. auf dem schnurgeraden Abschnitt Angern - Stendal) 200km/h erforderlich ist, müsste man prüfen.

Darüber hinaus wäre es interessant zu erfahren, ob du dehn auch irgendwelche Verbesserungsideen hast oder nur rumnörgelst?
Magdeburg - Potsdam ist bereits 160km/h.
Im Grunewald 160 statt 120 zu fahren wird noch so viel bringen.
Noch weniger Halte als im D-Takt (Brandenburg, Potsdam, Zoo) ist auch kaum möglich, zumindest wenn man an die Strecke über Potsdam gebunden bleibt.

Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: Winterkind

Datum: 18.11.20 11:06

103612 schrieb:
Aufkommen ist natürlich keins da! Aber darum ging es ja auch ursprünglich gar nicht, sondern

(...)
Brandenburg muss hoffen, dass zumindest der Bimmel-IC mit Durchbindung nach Hannover kommt um besser an den Fernverkehr angeschlossen zu sein. Aber Brandenburg ist jetzt auch nciht die Welt.
Ausgezeichneter Humor! Es ist kein Aufkommen da, aber trotzdem führen wir hier eine umfangreiche Diskussion.

Eine "Magdeburger Kurve" südlich von Stendal, um dort einen Pendlerzug morgens hin und nachmittags zurück drüber zu schicken, der dann nach ein paar Jahren eingestellt wird - das erinnert mich an den Wiesbadener Abzweig von der Schnellfahrstrecke Köln - Frankfurt.

Was Brandenburg an der Havel betrifft: Ein zweistündlicher Halt von IC(E) in Rathenow mit gutem Anschluss an die Linie von und nach Brandenburg wäre für Brandenburg - Westdeutschland nützlicher als der viel langsamere Weg über Magdeburg und Helmstedt, oder?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.11.20 12:56.
heirei schrieb:
Wittenberge sollte als Knoten nicht nur zwischen den Relationen HH-B und Magdeburg -Schwerin - Rostock/Wismar/Lübeck dienen sondern eben auch Wolfsburg-Neubrandenburg - hmm wo könnte das lang gehen?... Als Benchmark für die Regionalplanerische Rolle dieser Relation weise ich dazu auf das Autobahnkonzept der Vekehrsuntersuchung Nord Ost hin, die zur Hosenträgervariante A39/A14/B190/B189/198 führte.

Das ist Holzschnittartig, soll es zur verdeutlichung aber auch sein...! Wir sollten uns einfach nicht mehr erzählen lassen, das es all soetwas nicht braucht. Es wohnen immer noch eine ganze Menge Menschen in Ostdeutschland
"e" ergänzt. :)

Eine ganze Menge Menschen, aber zu wenig auf zu viel Fläche leider.

Ich wäre der Letzte, der sich über eine gute Verbindung zwischen Prignitz und Mecklenburger Seenplatte ärgern würde! Aber da gerade in dieser Gegend fast niemand wohnt, wird die Nachfrage für eine Verbindung leider nicht da sein.

Der "Hosenträger" und die geplanten Fernstraßen östlich von Wittstock sind nicht weniger überflüssig.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.11.20 11:16.

Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: Baumstachler

Datum: 18.11.20 11:24

103612 schrieb:
Zitat:
Schnellere Verkehre zwischen Magdeburg und Berlin über Potsdam wird es hingegen wohl nie geben. Die Strecke ist zu dicht belastet mit Nah- und Güterverkehr und eine bauliche Anpassung für Geschwindigkeiten höher als die derzeit erlaubten 160km/h nicht finanzierbar. Insbesonder vor dem Hintergrund, dass man mit einer Kurve in Stendal einfacher mehr erreichen kann würde das auch wenig Sinn machen.
Das ist deine bescheidene Meinung. Stattdessen fährt man über Stendal kilometerweit an der Nachfrage vorbei - herzlichen Glückwunsch, sehr durchdacht dieser Plan ... Vielleicht sollte man sich lieber endlich mal mit dem Gedanken anfreunden, auf der Achse Magdeburg - Potsdam - Berlin die Verkehre mittelfristig zu entzerren, denn darum wird man langfristig gar nicht herumkommen. Es ist, sowohl beim RE1 als auch beim RE7 aus Dessau, immer die dieselbe Leier: Während ST sich durchaus mehr Verkehr vorstellen kann, kommen aus Brandenburg und Berlin immer nur Gründe warum etwas nicht geht. Es ist schon sehr erstaunlich, mit welcher Vehemenz man sich hier gegen eine deutlich bessere Erreichbarkeit der Bundes(!)hauptstadt weigert. Ich kann dem Gefühl, dass Ausbaubeiträge nur dann gut angelegt sind, wenn sie nach Bayern oder BaWü verschoben werden, inzwischen schon ein gewisses Verständnis entgegenbringen ...
Das klingt in dem knapp über einem Jahr alten Artikel aber anders: [www.zeit.de] Genau das hatte ich im Kopf.

Außer einer Ganzen Reihe von Artikeln vom 4. bzw. 5. November 2019 - die sich offenbar auf die Gleiche Pressemitteilung beziehen - finde ich auf die Schnelle nichts. Daher die Frage in die Runde: Was ist draus geworden? Ist es bei der Ankündigung geblieben?

Fortsetzung Exkurs

geschrieben von: bauigel

Datum: 18.11.20 13:49

ex-Magdeburger schrieb:
Das klingt in dem knapp über einem Jahr alten Artikel aber anders: [www.zeit.de] Genau das hatte ich im Kopf.

Außer einer Ganzen Reihe von Artikeln vom 4. bzw. 5. November 2019 - die sich offenbar auf die Gleiche Pressemitteilung beziehen - finde ich auf die Schnelle nichts. Daher die Frage in die Runde: Was ist draus geworden? Ist es bei der Ankündigung geblieben?
Der verlinkte Artikel klingt so anders nicht; man beachte, was dort steht und was dort nicht steht.
Zitat
Dazu ist geplant, Kommunen bei der Finanzierung von Brücken und Unterführungen zu entlasten.
[...]
Bisher tragen Bund, die Bahn und Kommunen jeweils ein Drittel der Kosten, wenn es darum geht, Bahnübergänge zu beseitigen. Dies führt nach Angaben aus der Bahnbranche aber dazu, dass viele Bahnübergänge nicht abgeschafft werden - weil viele Kommunen die Finanzmittel dafür nicht haben. Künftig soll der Bund die Hälfte tragen, die Bahn ein Drittel und das Land, in dem die Kreuzung liegt, ein Sechstel der Kosten.
Das heißt (vgl. auch meine Hervorhebungen), auch diese Ankündigung bezieht sich nur auf die pauschale Kostendrittelung nach §13 EKrG - und NICHT auf die Kostenteilung nach §12 EKrG bei Änderungsverlangen und es war auch nie beabsichtigt, einen anderen als die kommunalen Kostenträger zu entlasten - insbesondere die Bahnen (was die eine oder andere NE-Bahn gewünscht hatte).

Insofern entspricht das genau dem, was ich oben ausgeführt habe - auch die nicht unter diese Regelung fallenden Maßnahmen...

Das einzige, was ich in meinem vorigen Beitrag nicht angesprochen hatte, war die Übernahme des restlichen Kosten-Sechstels durch das Land. Das passierte nur auf freiwilliger Basis seitens einiger Bundesländer - zumindest zunächst; ich meine, das hätte sich auch noch nicht geändert. Ich habe bis jetzt in keinem der ursprünglich ablehnenden Länder mit einer neuen §13-BÜ-Beseitigung zu tun gehabt.

Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: Meier Zwo

Datum: 18.11.20 13:51

Baumstachler schrieb:
Vielleicht sollte man sich lieber endlich mal mit dem Gedanken anfreunden, auf der Achse Magdeburg - Potsdam - Berlin die Verkehre mittelfristig zu entzerren, denn darum wird man langfristig gar nicht herumkommen. Es ist, sowohl beim RE1 als auch beim RE7 aus Dessau, immer die dieselbe Leier: Während ST sich durchaus mehr Verkehr vorstellen kann, kommen aus Brandenburg und Berlin immer nur Gründe warum etwas nicht geht.
Zusätzliche schnelle Verkehre aus Sachsen-Anhalt würden die für den ohnehin schon überlasteten Pendlerverkehr benötigten Trassen in Berlin und Umland blockieren. Die Interessen der brandenburgischen Pendler werden da in Berlin und Potsdam sicherlich höher bewertet und es gibt auch keinen großen Bedarf für Brandenburger nach Magdeburg und Dessau-Roßlau zu fahren. Insofern ist die Interessenlage an einer schnellen Anbindung hauptsächlich auf sachsen-anhaltischer Seite und müsste von dort veranlasst werden.

Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: 103612

Datum: 18.11.20 14:02

Winterkind schrieb:
103612 schrieb:
Aufkommen ist natürlich keins da! Aber darum ging es ja auch ursprünglich gar nicht, sondern

(...)
Brandenburg muss hoffen, dass zumindest der Bimmel-IC mit Durchbindung nach Hannover kommt um besser an den Fernverkehr angeschlossen zu sein. Aber Brandenburg ist jetzt auch nciht die Welt.
Ausgezeichneter Humor! Es ist kein Aufkommen da, aber trotzdem führen wir hier eine umfangreiche Diskussion.

Eine "Magdeburger Kurve" südlich von Stendal, um dort einen Pendlerzug morgens hin und nachmittags zurück drüber zu schicken, der dann nach ein paar Jahren eingestellt wird - das erinnert mich an den Wiesbadener Abzweig von der Schnellfahrstrecke Köln - Frankfurt.

Was Brandenburg an der Havel betrifft: Ein zweistündlicher Halt von IC(E) in Rathenow mit gutem Anschluss an die Linie von und nach Brandenburg wäre für Brandenburg - Westdeutschland nützlicher als der viel langsamere Weg über Magdeburg und Helmstedt, oder?
Wir diskutieren ja angebotsorientiert, nicht nachfrageorientiert.

Angebotsorientiert wäre eine sehr schnelle Anbindung von Magdeburg an Berlin eine feine Sache, nachfrageorientiert und vor allem eigenwirtschaftlich hingegen kaum umsetzbar.
Die Wiesbadener Kurve leidet ebenfalls unter dem Widerspruch aus Angebots- und Nachfrageorientierung.

Re: Fortsetzung Exkurs

geschrieben von: ex-Magdeburger

Datum: 18.11.20 14:03

Ich lese zwischen den Zeilen, dass der Bundestag die Gesetztesvorlage aber noch nicht beschlossen hat?!?

Welche Länder sind/waren es denn konkret, die die 17% nicht zahlen wollen?

Entschuldige, dass du bei mir bei Adam und Eva anfangen musst, ich bin tatsächlich nicht im Bilde, ich tue nicht nur so. (P.S.: Ich treibe eher im Staraßenbahnforum mein unwesen. Da ist diese konkrete Thematik doch eher weniger relevant... ;) )

Re: Was willst du denn mit LuLu - Dömitz?

geschrieben von: nordstern

Datum: 18.11.20 14:57

Vollkommen richtig, dieser Ansatz, da der Hamburger Knoten alleine durch FV und SPNV überlaufen wird und der Güterverkehr dann im derzeitigen Netz fast nur noch in den Nachtstunden möglich wäre.....
Schaut dazu bitte mal auf die angehängte Karte.

Handbreit Roger
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Re: Fortsetzung Exkurs

geschrieben von: bauigel

Datum: 18.11.20 16:12

ex-Magdeburger schrieb:
Ich lese zwischen den Zeilen, dass der Bundestag die Gesetztesvorlage aber noch nicht beschlossen hat?!?
Doch - ist inzwischen in Kraft getreten (vgl. diese Bekanntmachung). Da steht auch tatsächlich das verbindliche Landes-Sechstel drin.

Und die verschiedenen Rund-/Info- und sonstigen Schreiben, dass (oder eben dass nicht) im Vorgriff auf diese Regelung eventuell existierende Förderprogramme des Landes angepasst bzw. sogar neu geschaffen werden, sind bei mir unter "gelesen, gelacht, gelocht" gelaufen; haben schließlich keine aktuellen Projekte betroffen. Da kann ich mich nicht mehr an jeden Briefkopf erinnern. Aber gerade die "Negativbescheide" haben in puncto Deutlichkeit doch ein bißchen Eindruck gemacht ('Stichtag frühestens mit Inkrafttreten einer gesetzlichen Regelung', 'vorzeitiger Planungsbeginn ist fördermittelschädlich, von Anträgen auf Unbedenklichkeitbescheinigung ist aufgrund der zu erwartenden Bearbeitungszeit abzusehen'; etc.)

Re: Was willst du denn mit LuLu - Dömitz?

geschrieben von: Frank Schönow

Datum: 18.11.20 16:51

Saxobav schrieb:

also ich verstehe die Bedeutung als strategische Umgehung Hamburgs, wenn man von Fehmarn Richtung Hannover will. Darüber hinaus ist es eine fehlende „Diagonale“ von Hannover und Hinterland Richtung Rostock, Rügen, Stettin etc. Mithin dient es der doppelten Nutzung der Dömitzer Brücke neben dem Seehafen-Hinterlandverkehr der südlichen Hamburger Häfen.

Kurz gesagt, der Netzfunktion der Eisenbahn, wenn man schon gegenüber dem Gummirad unflexibel ist.


Nur wer fährt bitte von Fehmarn über LuLu nach Hannover? Zumal du spätestens in Uelzen auf die Nordsüd Strecke triffst. Da wäre es sinnvoller die Linie LÜbeck - Büchen - Lüneburg zu ertüchtigen als Umgehungsbahn für Hamburg.
Rostock ist tot, das wird wieder ein kleiner Fischerei- und Fährhafen so wie es vor Gründung der DDR auch war.
Als Hinterladverbindung für den wichtigen Containerverkehr der Nordseehäfen hat die Amerikalinie Wilhelmshaven - Bremen - Uelzen - Salzwedel - Stendal und die Stammstrecke Stendal - BAR/Wustermark weit mehr Potenzial was nicht annähernd ausgenutzt wurde.
Hannover - Rostock/Rügen ist für den Güterverkehr uninteressant, die paar Züge können die nicht ausgelastete Nord- und Lloybahn nutzen und dann über BAR und Stendal nach Hannover. Nach Stettin gehts einfacher über Stendal - BAR - Angermünde.

Frank aus der Prignitz
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Eisenbahn ist für mich Freizeit, nicht Lebensinhalt!

Tillig-Elite und Weinert-MeinGleis haben vorbildorientiert keine Herzstücke - Weisheiten eines Spielbahners

Stimmt, braucht es aber trotzem ...

geschrieben von: heirei

Datum: 23.11.20 12:21

mit folgendem hast Du sicher - Status Quo - recht, aber von nix, kommt eben auch nix.

Zitat:
Hannover - Rostock/Rügen ist für den Güterverkehr uninteressant, die paar Züge können die nicht ausgelastete Nord- und Lloybahn nutzen und dann über BAR und Stendal nach Hannover. Nach Stettin gehts einfacher über Stendal - BAR - Angermünde.
Ich finde die Lücke zwischen BAR und Güstrow trotzdem schon strukturpolitisch fragwürdig. Hier wird die raumplanersiche RIN schon herausgefordert, aber eine solch komplette vernachlässigung jeglicher Optionen eines Ost-West-Verkehrs finde ich schon erheblich, zumal man sich vergegenwärtigen muss, dass Berlin und Hamburg jeweils die größten Konkurrenten und Nadelöhre gleichzeitig für die Häfen MVs sind.
Allerdings sehe ich da die schlichte Aktivierung Neustrelitz-Mirow-Wisttock-Wittenberge - eventuell bis Salzwedel oder gar Oebisfelde einfacher und netzwirksamer. Da kann die Elbebrücke erst einmal genutzt werden, lokale Schwerpünktchen werden abgeklappert und innerhalb der Logik einer Netzknotendichte gestärkt, dazu bildet dieser Durchmesser ziemlich die Hälfte des klaffenden Netzkappung zwischen Güstrow und Henningsdorf.
Die MV Häfen müssen sehr diverse Angebote bereitstellen um mithalten zu können. In dem geographisch direktesten Feld, der Küstenlinie, die sie zwischen Ostseeraum und den Wirtschaftsräumen der "Blauen Banane" bildet, kann sie aber derzeit mangels direkter Hinterlandverbinung am allerwenigsten nachkommen und wird von HH/HL, ferner Vogelfluglinie und Berlin als HUB zu einer "ViaBaltica" annährnd komplett marginalisiert. Ich denke schon, dass man da an solch an sich simplen Option selbst (MV BB) basteln sollte, damit man von einer "Seidenstr ab Mukran" weiter träumen und bauen kann - immerhin ist der Weg über Mukran und die Ostsee nach Ostchina, aber auch Korea und Japan der direkteste (Halbmesserlinien, vgl. Flugrouten) und könnte dazu die derzeitig schon gut ausgelasteten Korridore bis Jekatherinburg umgehen. Starten könnte man da ebenso gut auch in Oebisfelde... (-;



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.11.20 12:21.

Re: Stimmt, braucht es aber trotzem ...

geschrieben von: bauigel

Datum: 23.11.20 13:39

heirei schrieb:
mit folgendem hast Du sicher - Status Quo - recht, aber von nix, kommt eben auch nix.

Zitat:
Hannover - Rostock/Rügen ist für den Güterverkehr uninteressant, die paar Züge können die nicht ausgelastete Nord- und Lloybahn nutzen und dann über BAR und Stendal nach Hannover. Nach Stettin gehts einfacher über Stendal - BAR - Angermünde.
Ich finde die Lücke zwischen BAR und Güstrow trotzdem schon strukturpolitisch fragwürdig.
Es gehört aber nicht zu den Aufgaben von DB Netz, strukturpolitisch tätig zu werden. Und bis auf der politischen Seite jemand mit dieser Begründung ernsthaft - für einen Ausbau im Bahnnetz - losläuft, fließt sehr viel Wasser in Nord- und Ostsee...

Re: Magdeburg macht Dampf für den IC

geschrieben von: Maurizio

Datum: 23.11.20 23:25

Eine erste Ausweitung soll schon in einem Jahr erfolgen.