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Kübler übernimmt DAHER

geschrieben von: WorldwideKreiseisenbahn

Datum: 15.11.20 11:12

Falls noch nicht bekannt:

Die schwäbische Spedition KÜBLER (seit längerem bekannt durch ihre Schwertranporte von Schienenfahrzeugen auf der Straße und seit einigen Jahren auch durch den selbstorganisierten Transport von Schwergut auf der Schiene) wird den Bereich Schwergut der deutschen DAHER PROJECTS GmbH übernehmen.
Diese wiederum hatte vor einigen Jahren den Bereich der Schwertransporte von Schenker/Cargo übernommen und ist m. W. auch bei der Organisation der Castortransporte auf der Schiene beteiligt (nun: gewesen?).
Damit dürften die noch vorhandenen ex DB Tragschnabelwagen usw. nun alle (?) zu Kübler übergehen.

Kübler übernimmt Daher

Schwertransportwagen von Daher (etwas runterscrollen)

Mal sehen, wie sie der Transportbereich unter der Regie von Kübler weiterentwickelt.

Grüße ringsum an die Freunde des Schienengüterverkehrs.

Re: Kübler übernimmt DAHER

geschrieben von: cavemaen

Datum: 15.11.20 12:05

Raider heißt jetzt Twix - sonst ändert sich nix...

e-on hat die Stromnetze an TenneT verkauft, deren Briefköpfe heißen nun Avacon bis...


... ja bis nach Abschöpfung der Gewinne wieder ein neuer Name kreiert wird.

Kübler hat längere Erfahrungen im Schwerlastverkehr, daher ist es vernünftig, das geballte Wissen zu konzentrieren.

R.

Re: Kübler übernimmt DAHER

geschrieben von: ThomasR

Datum: 15.11.20 13:17

WorldwideKreiseisenbahn schrieb:
Falls noch nicht bekannt:

Die schwäbische Spedition KÜBLER (seit längerem bekannt durch ihre Schwertranporte von Schienenfahrzeugen auf der Straße und seit einigen Jahren auch durch den selbstorganisierten Transport von Schwergut auf der Schiene) wird den Bereich Schwergut der deutschen DAHER PROJECTS GmbH übernehmen.
Diese wiederum hatte vor einigen Jahren den Bereich der Schwertransporte von Schenker/Cargo übernommen und ist m. W. auch bei der Organisation der Castortransporte auf der Schiene beteiligt (nun: gewesen?).
Damit dürften die noch vorhandenen ex DB Tragschnabelwagen usw. nun alle (?) zu Kübler übergehen.

Kübler übernimmt Daher

Schwertransportwagen von Daher (etwas runterscrollen)

Mal sehen, wie sie der Transportbereich unter der Regie von Kübler weiterentwickelt.

Grüße ringsum an die Freunde des Schienengüterverkehrs.
Ich bin mir nicht sicher, wieviele Castoren noch kommen. Aber deren Transport m.W. erfolgte noch nie mit den Wagen von Daher Deutschland bzw. NCS wie die Schenkertochter mal hieß.

Re: Kübler übernimmt DAHER

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 15.11.20 13:58

Ich bin mir nicht sicher ob das o gut ist. Gerade erst hat Enercon seine Bahnsparte aufgegeben, und jetzt zieht sich der nächste Player aus dem Bereich der Spezialtransporte auf der schiene zurück, und diesmal sogar der Platzhirsch in Deutschland (oder sollte ich mich da täuschen). Das lässt irgendwie vermuten, dass das Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit dieses Marktes nicht sonderlich hoch ist.

Wer bietet denn jetzt überhaupt noch Trafotransporte auf der Schiene an? Neben Kübler fällt mir da noch Felbermayr aus Österreich ein.

Re: Kübler übernimmt DAHER

geschrieben von: Festlegemelder

Datum: 15.11.20 15:07

ThomasR schrieb:
Ich bin mir nicht sicher, wieviele Castoren noch kommen. Aber deren Transport m.W. erfolgte noch nie mit den Wagen von Daher Deutschland bzw. NCS wie die Schenkertochter mal hieß.
Genau, deswegen steht das Kürzel NCS ja auch für Nuclear Cargo Services...

Re: Kübler übernimmt DAHER

geschrieben von: Festlegemelder

Datum: 15.11.20 15:11

MrEnglish schrieb:
Gerade erst hat Enercon seine Bahnsparte aufgegeben, und jetzt zieht sich der nächste Player aus dem Bereich der Spezialtransporte auf der schiene zurück, [...]
Enercon hat nichts aufgegeben, und zieht sich nicht zurück (beides impliziert, dass sich die Anzahl der Anbieter verringert), sondern hat die e.g.o.o. verkauft an ein Familienunternehmen, was die Sparte weiterführen möchte.

Re: Kübler übernimmt DAHER

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 15.11.20 15:43

Doch, Enercon hat das aufgegeben. Ob der neue Eigner damit mehr Freude hat muss sich dann erst noch zeigen, aber immerhin sollten die das Geschäft ja schon kennen.

Re: Kübler übernimmt DAHER

geschrieben von: aba

Datum: 15.11.20 19:48

MrEnglish schrieb:
Doch, Enercon hat das aufgegeben. Ob der neue Eigner damit mehr Freude hat muss sich dann erst noch zeigen, aber immerhin sollten die das Geschäft ja schon kennen.
Einfach anschauen, warum Enercon den Anbieter aufgebaut hatte (Transport von Windkraftanlagen), wie sich dieses Geschäft in Deutschland entwickelt (Bundesregierung hat es abgeschnürt, Hersteller macht Standorte zu), und damit war klar was passiert. Der Verkauf dort ist die logische Konsequenz der Energiepolitik.


Viele Grüße,
Andi

Re: Kübler übernimmt DAHER

geschrieben von: ThomasR

Datum: 15.11.20 19:59

aba schrieb:
MrEnglish schrieb:
Doch, Enercon hat das aufgegeben. Ob der neue Eigner damit mehr Freude hat muss sich dann erst noch zeigen, aber immerhin sollten die das Geschäft ja schon kennen.
Einfach anschauen, warum Enercon den Anbieter aufgebaut hatte (Transport von Windkraftanlagen), wie sich dieses Geschäft in Deutschland entwickelt (Bundesregierung hat es abgeschnürt, Hersteller macht Standorte zu), und damit war klar was passiert. Der Verkauf dort ist die logische Konsequenz der Energiepolitik.


Viele Grüße,
Andi
In der Branche erneuerbare Energien hat die Bundesregierung kalt lächelnd 100.000 Arbeitsplätze vernichtet, um in der Braunkohle 20.000 zu retten. Ich könnte den Altmeyer dahin treten, wo auch er es spürt.

Re: Kübler übernimmt DAHER

geschrieben von: Käfermicha

Datum: 15.11.20 20:40

cavemaen schrieb:
Raider heißt jetzt Twix - sonst ändert sich nix...

e-on hat die Stromnetze an TenneT verkauft, deren Briefköpfe heißen nun Avacon bis...

Nicht ganz. E-ON hat das Übertragungsnetz (380/220kV Ebene) verkauft, genau wie RWE. Die Verteilnetze gehören E.ON weiterhin zu großen Teilen, unter anderem die Avacon, Westnetz, E.DIS und andere.

EE-Branche Arbeitsplatzverluste

geschrieben von: Lalu

Datum: 15.11.20 21:35

ThomasR schrieb:
aba schrieb:
MrEnglish schrieb:
Doch, Enercon hat das aufgegeben. Ob der neue Eigner damit mehr Freude hat muss sich dann erst noch zeigen, aber immerhin sollten die das Geschäft ja schon kennen.
Einfach anschauen, warum Enercon den Anbieter aufgebaut hatte (Transport von Windkraftanlagen), wie sich dieses Geschäft in Deutschland entwickelt (Bundesregierung hat es abgeschnürt, Hersteller macht Standorte zu), und damit war klar was passiert. Der Verkauf dort ist die logische Konsequenz der Energiepolitik.


Viele Grüße,
Andi
In der Branche erneuerbare Energien hat die Bundesregierung kalt lächelnd 100.000 Arbeitsplätze vernichtet, um in der Braunkohle 20.000 zu retten. Ich könnte den Altmeyer dahin treten, wo auch er es spürt.
Hallo,

es ist unredlich den Verlust der Arbeitsplätze in der Braunkohlenindustrie mit dem Verlust der Arbitsplätze in der EE-Branche gegenzurechnen. Der Verlust resultiert hauptsächlich aus dem Rückgang in der Solarbranche seit 2011. Die Bundesregierung hat 2011 die Boni-Systeme für die Bioenergie sowie die Einspeisetarife zuungunsten der Solarenergie verändert. Und gleichzeitig wurden die staatlichen Subvention für chinesische Produzenten massiv erhöht. Der Ausstieg aus der Braunkohle wurde erst viel später aktuell. Und da es schnell gehen muß wurde es auch unnötig teuer. Die Nichtverlängerung der Laufzeitgenehmigungen (also nur wenige Jahre nach 2038) hätte Milliarden an neuen Verpflichtungen gespart.

Grüße,
Lalu

(Quelle: [www.umweltbundesamt.de] )
C81D29AB-950D-4E59-85F1-61E43CF12CAE.jpeg



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.11.20 21:37.
Moin,

nicht nur die Chinesen mit ihren preiswerteren Solarmodulen waren ein Killer für die Solarindustrie, sondern u.a. auch die dubiosen Entscheidungen der Bundesregierung, vor der Katastophe von Fukushima, zu den Laufzeiten der AKW sorgten für das Aus der deutsche Solarindustrie! Bei der Windkraftbranche schafft man es sicher auch noch! Es lebe die Kohle und die Konkurrenz aus China!

Gruß aus Mannheim
RZ



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.11.20 22:53.

Re: EE-Branche Arbeitsplatzverluste

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 16.11.20 01:49

Lalu schrieb:
es ist unredlich den Verlust der Arbeitsplätze in der Braunkohlenindustrie mit dem Verlust der Arbitsplätze in der EE-Branche gegenzurechnen. Der Verlust resultiert hauptsächlich aus dem Rückgang in der Solarbranche seit 2011. Die Bundesregierung hat 2011 die Boni-Systeme für die Bioenergie sowie die Einspeisetarife zuungunsten der Solarenergie verändert. Und gleichzeitig wurden die staatlichen Subvention für chinesische Produzenten massiv erhöht. Der Ausstieg aus der Braunkohle wurde erst viel später aktuell. Und da es schnell gehen muß wurde es auch unnötig teuer. Die Nichtverlängerung der Laufzeitgenehmigungen (also nur wenige Jahre nach 2038) hätte Milliarden an neuen Verpflichtungen gespart.

Grüße,
Lalu

(Quelle: [www.umweltbundesamt.de] )
[attachment]
Also ich sehe da über 40.000 Arbeitsplätze weniger als zum Höchststand 2016, mittlerweile sind es sicher nochmal weniger. Die Braunkohleindustrie hat inkl. Kraftwerke noch 20.000 Beschäftigte. Die 20.000 schützt man mit Übergangsfristen und Kohlekomissionen, die 40.000 hat man durch Verschlechterung, vor allem schleppende Genehmigungen, aktiv vernichtet.
Wenn man jetzt noch einbezieht, dass die 20.000 das Klima massiv schädigen, die 40.000 es dagegen schützen, dann darf man doch mal fragen, was da schief läuft. Und bevor jemand damit kommt, auch die Jobs in der Windenergie sind Großteils in strukturschwachen Regionen angesiedelt.

Re: Kübler übernimmt DAHER

geschrieben von: TomyN

Datum: 16.11.20 06:49

Und diese Verkäufe mussten getätigt werden, dass waren politische Vorgaben.

Re: EE-Branche Arbeitsplatzverluste

geschrieben von: TomyN

Datum: 16.11.20 06:49

Welchen Sinn macht es dauerhaft Arbeitsplätze/Wirtschaftszweige zu subventionieren?

Re: EE-Branche Arbeitsplatzverluste

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 16.11.20 08:14

Wer redet denn von dauerhafter Subvention? Es wäre schon hilfreich gewesen wenn man noch vernünftig Windparks genehmigt bekommen würde.
Welchen Sinn macht es denn seit Jahrzehnten einen sterbenden Industriezweig künstlich am Leben zu halten, der nicht nur das Klima zerstört, sondern auch noch Familien ihre Heimat nimmt? Bei den Windparks wird auf Hinz und Kunz Rücksicht genommen, damit ja keiner vielleicht bei ungünstigem Wind auch nur irgendwas davon hören kann und bloß keiner in seiner Aussicht behindert wird, für die Kohle baggert man munter weiter ganze Dörfer weg.

Re: Kübler übernimmt DAHER

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 16.11.20 08:15

TomyN schrieb:
Und diese Verkäufe mussten getätigt werden, dass waren politische Vorgaben.
Interessant, welche Vorgaben waren das denn genau, und warum gab es die?

Re: Kübler übernimmt DAHER

geschrieben von: frank paulsen

Datum: 16.11.20 11:43

MrEnglish schrieb:
Interessant, welche Vorgaben waren das denn genau, und warum gab es die?

konkret das Energiewirtschaftsgesetz von 1998, aber das ist halt auch nur die umsetzung der regelungen zum einheitlichen zugang zum energiemarkt.

fuer einen forenbeitrag ist waere da sehr viel zu erklaeren, evtl. faengst du da mit dem lesen an, quellen gibts da auch: [de.wikipedia.org]

Re: Kübler übernimmt DAHER

geschrieben von: Käfermicha

Datum: 16.11.20 12:24

MrEnglish schrieb:
TomyN schrieb:
Und diese Verkäufe mussten getätigt werden, dass waren politische Vorgaben.
Interessant, welche Vorgaben waren das denn genau, und warum gab es die?
Es ging um die Entflechtung. Historisch gewachsen waren die Energiekonzerne so aufgestellt dass sie auf der gesamten Wertschöpfungskette verdient haben. Als Beispiel RWE

1. Tagebau (Rheinbraun) - verkaufen die Kohle, überwiegend allerdings an RWE, aber auch an Dritte, ferner kohlenahe Produkte.
2. Kraftwerke: Verkaufen den Strom an der Strombörse. Früher ein Milliardengeschäft.
3. Übertragungsnetze (die verkauft werden mussten): Die Übertragungsnetzbetreiber steuern die Netzstabilität. Sie fordern kurzfristig schnell regelbare Kraftwerke an oder schalten diese ab, damit der Strom immer bei 50 Herz bleibt. Hiervon gibt es 4 in Deutschland (Amprion - ex RWE, Tennet ex E.ON, TransnetBW ex EnbH, 50 Hz ex Vattenfall). Diese wurden verkauft aufgrund regulatorischer Vorgaben.
4. Verteilnetze: Die transportieren den Strom vom Übergabepunkt des 380kV Höchstspannungsnetzes zu den Stadtwerken und Verbrauchern. Bespiel die Westnetz (früher RWE, dann innogy, jetzt E.ON).
Darunter dann meist noch die örtlichen Netze die bis ins Haus gehen.

Dann noch Stromhandel an der Börse, sowie das Endkundengeschäft.

Zum Endkundengeschäft:

Ein Stromanbieter wie z.B. RWE, der Dir Strom liefert, muss alle diese einzelnen Bestandteile bezahlen. Er kauft zum Beispiel in Norwegen Ökostrom ein, der in Norwegen eingespeist wird, und "virtuell" von seinen Kunden in gleicher Höhe verbraucht wird (das nennt man Bilanzkreis - man muss immer so viel einspeisen und einkaufen wie man verbraucht - für Privathaushalte wird das aber nicht individuell ermittelt, sondern statistisch angenommen mit dem sogenannten Standardlastprofil - das ist ein Durchschnittshaushaltskunde - wenn man davon dann 50.000 hat dann gleicht sich das wieder halbwegs aus). Der Stromanbieter bezahlt dann den Übertragungsnetzbetreiber und die Verteilnetzbetreiber sowie den Messstellenbetreiber (der den Stromzähler betreibt) dafür, dass sie den Strom zu Dir nach hause liefern.

Selbst wenn du Kunde bei Lichtblick oder der EWS bist, fließen von deinen 30 Cent also ein paar Cent an E.ON und die Übertragungsnetzbetreiber, denn die muss Lichtblick bezahlen um dir den Strom liefern zu können.

Der Gesetzgeber hatte jetzt die Sorge, dass die großen Energieversorger zu viel Macht haben, wenn sie die Übertragungsnetze behalten. Ob zu Recht oder nicht, sollen andere bewerten.

Re: Kübler übernimmt DAHER

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 16.11.20 13:19

Danke für die gute Zusammenfassung.
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