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ABS/NBS Ulm-Augsburg - Wo soll die Trasse hin?

geschrieben von: mapaba

Datum: 15.10.20 22:21

Die DB stellt morgen Ergenisse vor:
Leider hinter Anmeldeschranke.
Kurz Zusammengefasst: Eigentlich wollen alle das Projekt - aber nur so, wie es der jeweiligen Region passt :-)

Sicht der Augsburger; [www.augsburger-allgemeine.de]

Sicht der Günzburger: [www.augsburger-allgemeine.de]

Ankündigung des Projekts: [www.ulm-augsburg.de]

Es sollen wohl morgen ab 16.00 Uhr die Neuigkeiten auf der Homepage zu finden sein.

Beeindruckend

geschrieben von: 38815

Datum: 15.10.20 23:02

Beeindruckend, wie die Günzburger hinter ihrer Verkehrsanbindung stehen!

Die einen Städte wollen die Fernverkehrsanbindung (Darmstadt, Günzburg), andere lehnen sie ab (Coburg, Heidelberg), bzw. stellen sich bei der Trassenfindung quer.

Gruß

Re: Beeindruckend

geschrieben von: NBStrecke

Datum: 16.10.20 00:47

38815 schrieb:
Beeindruckend, wie die Günzburger hinter ihrer Verkehrsanbindung stehen!

Die einen Städte wollen die Fernverkehrsanbindung (Darmstadt, Günzburg), andere lehnen sie ab (Coburg, Heidelberg), bzw. stellen sich bei der Trassenfindung quer.
Hm ich seh da eher Parallelen zw. Coburg-Günzburg:
Zitat
„Das bedeutet, am bestehenden Günzburger Bahnhof in der Kernstadt müssen auch zukünftig die Fernzüge im zugesagten Takt halten und den Günzburgern und Pendlern zur Verfügung stehen. Ich werde in engem Schulterschluss mit Landrat Dr. Reichhart unser politisches Gewicht zur Begleitung dieses Projektes zum Wohle unserer Stadt einsetzen“, teilt Jauernig auf Anfrage unserer Zeitung mit. Nicht nur er ist sehr gespannt, welche Varianten die Bundesbahn am Freitag vorstellen wird. Denn immer wieder im Gespräch ist der Gedanke, dass Fernverkehrszüge künftig nicht mehr am heutigen Bahnhof Günzburg halten, sondern an einem neuen Haltepunkt außerhalb des Stadtgebiets stoppen sollen.
Wie in Coburg wollen die Günzburger einen Halt unbedingt am Bestandsbahnhof und nicht auf der Neubautrasse. Am Ende wird das wie in Coburg enden, die NBS fährt an der Autobahn vorbei, um den D-Takt halten zu können und ab und zu alle 1-2h fährt mal ein IC/EC auf die Seite raus, um Günzburg bedienen zu können.
Dabei gäbe es wie auch schon in Coburg, wo ebenfalls eine NV-Strecke die NBS kreuzt eine wunderschöne Option für einen Turmbahnhof, der der ganzen Region weiterhülfe und nicht nur der Kreisstadt/Großstadt. Außerdem könnte aufgrund des geringeren Umwegs sicher mehr Züge an diesem Bf halten. Im Endeffekt schneiden sich die Kirchturmpolitiker damit ins eigene Fleisch.

Etwas verwunderlich ist deshalb auch der Standpunkt von Ex-Verkehrsminister Richhart. Der Landkreis für den er jetzt zuständig ist geht immerhin ~35km in den Süden bis nach Hampeltshofen an der Mittelschwabenbahn, die den Turmbahnhof bedienen würde. Demgegenüber ist 10km nördlich von Günzburg aber Schluss, da ist abseits der Donauauen nicht mehr viel und dannt kommt schon die Landkreis-/Bundeslandgrenze zu BaWü. Die Ortschaften die danach kommen, haben dann außerdem auch schon ihren eigenen Bahnanschluss nach Ulm über die Brenzbahn.

Und dann ist da natürlich Günzburgs Sonderfaktor Legoland - das nahe eines Autobahnbahnhofs liegen würde und dadurch profitieren könnte, wenn Familien mit dem ICE anreisen könnten.

Re: Beeindruckend

geschrieben von: Flauschi

Datum: 16.10.20 01:24

Mal ganz ehrlich. Günzburg ist eisenbahnmäßig ein Kaff und sollte bei einer überregionalen Verbindung keine Berücksichtigun finden. Es hat gerade knapp über 20.000 Einwohner und sollte froh sein, wenn überhaupt eine Bahnstrecke daran vorbeifährt. Genügend andere Orte mit dieser Größe haben überhaupt keine Bahnverbindung. Der Vergleich mit Coburg hinkt gewaltig

Lage der NBS

geschrieben von: 38815

Datum: 16.10.20 01:32

NBStrecke schrieb:
38815 schrieb:
Beeindruckend, wie die Günzburger hinter ihrer Verkehrsanbindung stehen!

Die einen Städte wollen die Fernverkehrsanbindung (Darmstadt, Günzburg), andere lehnen sie ab (Coburg, Heidelberg), bzw. stellen sich bei der Trassenfindung quer.
Hm ich seh da eher Parallelen zw. Coburg-Günzburg:
Zitat
„Das bedeutet, am bestehenden Günzburger Bahnhof in der Kernstadt müssen auch zukünftig die Fernzüge im zugesagten Takt halten und den Günzburgern und Pendlern zur Verfügung stehen. Ich werde in engem Schulterschluss mit Landrat Dr. Reichhart unser politisches Gewicht zur Begleitung dieses Projektes zum Wohle unserer Stadt einsetzen“, teilt Jauernig auf Anfrage unserer Zeitung mit. Nicht nur er ist sehr gespannt, welche Varianten die Bundesbahn am Freitag vorstellen wird. Denn immer wieder im Gespräch ist der Gedanke, dass Fernverkehrszüge künftig nicht mehr am heutigen Bahnhof Günzburg halten, sondern an einem neuen Haltepunkt außerhalb des Stadtgebiets stoppen sollen.
Wie in Coburg wollen die Günzburger einen Halt unbedingt am Bestandsbahnhof und nicht auf der Neubautrasse. Am Ende wird das wie in Coburg enden, die NBS fährt an der Autobahn vorbei, um den D-Takt halten zu können und ab und zu alle 1-2h fährt mal ein IC/EC auf die Seite raus, um Günzburg bedienen zu können.
Dabei gäbe es wie auch schon in Coburg, wo ebenfalls eine NV-Strecke die NBS kreuzt eine wunderschöne Option für einen Turmbahnhof, der der ganzen Region weiterhülfe und nicht nur der Kreisstadt/Großstadt. Außerdem könnte aufgrund des geringeren Umwegs sicher mehr Züge an diesem Bf halten. Im Endeffekt schneiden sich die Kirchturmpolitiker damit ins eigene Fleisch.
Die Anbindung Günzburgs an die NBS ist doch schon beschlossene Sache.
Meines Wissens geht es bei den Forderungen der Günzburger darum, dass die neue ICE-Strecke durch den bestehenden Günzburger Bahnhof trassiert wird, damit der Fernverkehr nicht nur einen zentralen Halt hat, sondern auch möglichst viele Züge in Günzburg halten werden. Ich wüsste nicht, warum das mit den Fahrzeitvorgaben nicht vereinbar sein sollte.

In der Maßnahmenbeschreibung der ABS/NBS Ulm-Augsburg war vor nicht allzu langer Zeit sehr präzise die Rede einer NBS entlang der A8. Jetzt steht dort:

Zitat
ABS/NBS im Korridor Neu-Ulm – Günzburg – Jettingen – Dinkelscherben, Vmax = 250/200 km/h; Fernverkehrshalt Günzburg
Man hat also den Suchraum im Abschnitt Unterfahlheim-Jettingen entsprechend erweitert.
DB Netz schreibt u.a. in der Projektbroschüre, dass sowohl ein Ausbau der Bestandstrecke als auch eine Neubaubaustrecke in bestimmten Abschnitten denkbar wären. Vielleicht meinen die das auch nur als Gag.

Wenn Günzburg künftig wirklich stündlich vom Linienfernverkehr bedient werden soll und da werden wohl noch Tagesrand- und Verstärkerzüge hinzukommen, dann sollte zur Fahrzeitsenkung auch der in Günzburg haltenden Züge die NBS schon möglichst durch Günzburg verlaufen. Es wäre Quatsch, wenn ein Drittel der ICEs die NBS nicht nutzen könnte und nicht wesentlich schneller als heute unterwegs wäre.
Der Umstieg auf die Strecken nach Mindelheim und Donauwörth kann nicht am Legoland erfolgen.

Gruß

Coburg

geschrieben von: 38815

Datum: 16.10.20 01:41

Flauschi schrieb:
Mal ganz ehrlich. Günzburg ist eisenbahnmäßig ein Kaff und sollte bei einer überregionalen Verbindung keine Berücksichtigun finden. Es hat gerade knapp über 20.000 Einwohner und sollte froh sein, wenn überhaupt eine Bahnstrecke daran vorbeifährt. Genügend andere Orte mit dieser Größe haben überhaupt keine Bahnverbindung. Der Vergleich mit Coburg hinkt gewaltig
In Günzburg gibt es zwei Faktoren: Umsteiger von den Strecken nach Donauwörth und Mindelheim, sowie der Legoland-Tourismus.
In Ringsheim halten bald Fernzüge für den Europapark und da fahren die REs teilweise durch.

Bei Coburg stand im Raum, dass die ICE-Strecke durch den Bahnhof verläuft. Das wollten die Coburger nicht.
Bei Günzburg ist es genau umgekehrt. Ich finde, den Wunsch nach einer guten Anbindung soll man den Günzburgern dann schon erfüllen.

Re: Coburg

geschrieben von: NBStrecke

Datum: 16.10.20 01:46

38815 schrieb:
Bei Coburg stand im Raum, dass die ICE-Strecke durch den Bahnhof verläuft. Das wollten die Coburger nicht.
Bei Günzburg ist es genau umgekehrt. Ich finde, den Wunsch nach einer guten Anbindung soll man den Günzburgern dann schon erfüllen.
Tja, nix gegen Deiner Gönnerhaftigkeit, aber der D-Takt sollte schon eingehalten werden und da ist die Route über Günzburg halt schlecht, da östlich des Bahnhofs ne enge Kurve ist. Will man Schnellverkehr, muss man den an der bereits geraden Autobahn bauen, alles andere ist nichts.

Dass die Coburger dagegen waren, ist auch kein Wundern, bei denen liegt der Bahnhof mitten in der Stadt. In Günzburg dagegen am Standrand an der Donau. Prinzipiell praktisch - wären da nicht die o.g. schlechten Trassenparamenter.

Fahrzeit

geschrieben von: 38815

Datum: 16.10.20 01:49

NBStrecke schrieb:
38815 schrieb:
Bei Coburg stand im Raum, dass die ICE-Strecke durch den Bahnhof verläuft. Das wollten die Coburger nicht.
Bei Günzburg ist es genau umgekehrt. Ich finde, den Wunsch nach einer guten Anbindung soll man den Günzburgern dann schon erfüllen.
Tja, nix gegen Deiner Gönnerhaftigkeit, aber der D-Takt sollte schon eingehalten werden und da ist die Route über Günzburg halt schlecht, da östlich des Bahnhofs ne enge Kurve ist. Will man Schnellverkehr, muss man den an der bereits geraden Autobahn bauen, alles andere ist nichts.

Dass die Coburger dagegen waren, ist auch kein Wundern, bei denen liegt der Bahnhof mitten in der Stadt. In Günzburg dagegen am Standrand an der Donau. Prinzipiell praktisch - wären da nicht die o.g. schlechten Trassenparamenter.
Versteh ich nicht. Wenn man am Schloss Reisensburg eine NBS nach Burgau anschließt?! Das sollte für 250km/h reichen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.10.20 01:50.

Re: Lage der NBS

geschrieben von: NBStrecke

Datum: 16.10.20 02:28

38815 schrieb:
NBStrecke schrieb:
38815 schrieb:
Beeindruckend, wie die Günzburger hinter ihrer Verkehrsanbindung stehen!

Die einen Städte wollen die Fernverkehrsanbindung (Darmstadt, Günzburg), andere lehnen sie ab (Coburg, Heidelberg), bzw. stellen sich bei der Trassenfindung quer.
Hm ich seh da eher Parallelen zw. Coburg-Günzburg:
Zitat
„Das bedeutet, am bestehenden Günzburger Bahnhof in der Kernstadt müssen auch zukünftig die Fernzüge im zugesagten Takt halten und den Günzburgern und Pendlern zur Verfügung stehen. Ich werde in engem Schulterschluss mit Landrat Dr. Reichhart unser politisches Gewicht zur Begleitung dieses Projektes zum Wohle unserer Stadt einsetzen“, teilt Jauernig auf Anfrage unserer Zeitung mit. Nicht nur er ist sehr gespannt, welche Varianten die Bundesbahn am Freitag vorstellen wird. Denn immer wieder im Gespräch ist der Gedanke, dass Fernverkehrszüge künftig nicht mehr am heutigen Bahnhof Günzburg halten, sondern an einem neuen Haltepunkt außerhalb des Stadtgebiets stoppen sollen.
Wie in Coburg wollen die Günzburger einen Halt unbedingt am Bestandsbahnhof und nicht auf der Neubautrasse. Am Ende wird das wie in Coburg enden, die NBS fährt an der Autobahn vorbei, um den D-Takt halten zu können und ab und zu alle 1-2h fährt mal ein IC/EC auf die Seite raus, um Günzburg bedienen zu können.
Dabei gäbe es wie auch schon in Coburg, wo ebenfalls eine NV-Strecke die NBS kreuzt eine wunderschöne Option für einen Turmbahnhof, der der ganzen Region weiterhülfe und nicht nur der Kreisstadt/Großstadt. Außerdem könnte aufgrund des geringeren Umwegs sicher mehr Züge an diesem Bf halten. Im Endeffekt schneiden sich die Kirchturmpolitiker damit ins eigene Fleisch.
Die Anbindung Günzburgs an die NBS ist doch schon beschlossene Sache.
Meines Wissens geht es bei den Forderungen der Günzburger darum, dass die neue ICE-Strecke durch den bestehenden Günzburger Bahnhof trassiert wird, damit der Fernverkehr nicht nur einen zentralen Halt hat, sondern auch möglichst viele Züge in Günzburg halten werden. Ich wüsste nicht, warum das mit den Fahrzeitvorgaben nicht vereinbar sein sollte.
Naja schau Sie dir an. Das eine bedingt das andere. Mit Halt in Günzburg Bahnhof werden eben genau nicht "möglichst viele Züge halten", wenn man den DTakt fahren will, sondern nur das Nötigste, schlimmstenfalls nur ein paar Pendler ICs morgens und abends. Um das Versprechen nicht zu brechen vielleicht auch ein paar ICEs Marke BR415, die dann zw. München und Stuttgart Heckeneilzug spielen.

Selbst wenn es die ungünstig enge Kurve östl. Günzburgs nicht gäbe, sieht man mit Blick auf die Karte, dass ein ICE dort ziemlicher Mist wäre. Augsburg - Ulm sind gerade mal 85 km, begradigt mit einer NBS dann vielleicht 80 und dann soll man dort dann auch noch nach 30/50km einen Zwischenhalt einlegen, sorry, aber da rentiert sich dann definitv kein HGV mit ICEs mehr. Das ist ne typische IC-Strecke bei den Halteabständen, Vmax 200 reicht dafür dann auch.


Zitat:
In der Maßnahmenbeschreibung der ABS/NBS Ulm-Augsburg war vor nicht allzu langer Zeit sehr präzise die Rede einer NBS entlang der A8. Jetzt steht dort:

Zitat
Zitat:
ABS/NBS im Korridor Neu-Ulm – Günzburg – Jettingen – Dinkelscherben, Vmax = 250/200 km/h; Fernverkehrshalt Günzburg
Eben, da steht Ferverkehrshalt Günzburg und nicht ICE-Halt Günzburg Bahnhof. Das lässt alles Optionen offen, sowohl ICE-Halte an der Autobahn, als auch ICs in Günzburg. Ich denke Günzburg kann zufrieden sein, wenn sie nen Talgo-IC bekämen. Darauf wirds wohl rauslaufen, nachdem die Politiker das so vehement einfordern. Die wirklich schnellen ICEs werden dann vorbeirauschen - aber das ist dann eher gut so. Die Stadt ist über den IC zufrieden, die FV-Fahrgäste dass es schnell vorbei geht, Leidtragende sind nur die Leute des südl. Landkreises.


Zitat
Wenn Günzburg künftig wirklich stündlich vom Linienfernverkehr bedient werden soll und da werden wohl noch Tagesrand- und Verstärkerzüge hinzukommen, dann sollte zur Fahrzeitsenkung auch der in Günzburg haltenden Züge die NBS schon möglichst durch Günzburg verlaufen.
Also das ist jetzt aber mal ein schönes Bonmot. Ein Zug soll zur Fahrzeitsenkung den Umweg über die kurvige Langsam-Anfahrt zum Stadtbahnhof nehmen und dort auch noch anhalten. Äh nein- dadurch wird sich die Fahrzeit garantiert nicht senken lassen, das ist genau das Gegenteil davon.

Zitat
Es wäre Quatsch, wenn ein Drittel der ICEs die NBS nicht nutzen könnte und nicht wesentlich schneller als heute unterwegs wäre.
Eben, deshalb werden die ICEs an Günzburg vorbeirauschen und die Günzburger bekommen maximal nen Talgo, vielleicht auch nur nen Desiro HC analog Coburg-Erfurt oder nen Skoda-RE wie zw. Nürnberg-Ingolstadt. Versprochen wurde ja nur "Fernverkehr".

Zitat
Der Umstieg auf die Strecken nach Mindelheim und Donauwörth kann nicht am Legoland erfolgen.
Na schau mal auf die Karte, klar kann der Umstieg von/nach Mindelheim an der Autobahn passieren, da überquert die Strecke doch die Autobahn. Das ist quasi perfekt. Vom Legoland ist das ganze dann ca. 1km entfernt, kann man laufen oder halt nen Buspendel einführen. Allemal besser als aktuell der Umstieg in Günzburg Bf auf der anderen Seite der Stadt.

Die Strecke nach Donauwörth wird ganz einfach wie bisher in Günzburg Bf an den Talgo-IC oder Desiro-HC verknüpft, oder halt in Ulm Hbf mit den ICEs. Das sind gerade mal 30km und 3 RE-Haltestellen, die man dort extra nach Ulm fahren muss. In Anbetracht dessen, dass in Ulm aber die "echten", schnellen ICEs halten werden, dürfte unterm Strich kein Fahrzeitverlust entstehen. Am Ende ist man genauso schnell in Stuttgart Hbf, weil der ICE dorthin nonstop fährt, während der IC noch den Halt am Flughafen Stuttgart mitnehmen muss.

Also das wäre alles kein Problem. Im Endeffekt ist der Weg zum Desiro-IR eigentlich schon vorgezeichnet.

Re: Fahrzeit

geschrieben von: NBStrecke

Datum: 16.10.20 02:39

38815 schrieb:
NBStrecke schrieb:
38815 schrieb:
Bei Coburg stand im Raum, dass die ICE-Strecke durch den Bahnhof verläuft. Das wollten die Coburger nicht.
Bei Günzburg ist es genau umgekehrt. Ich finde, den Wunsch nach einer guten Anbindung soll man den Günzburgern dann schon erfüllen.
Tja, nix gegen Deiner Gönnerhaftigkeit, aber der D-Takt sollte schon eingehalten werden und da ist die Route über Günzburg halt schlecht, da östlich des Bahnhofs ne enge Kurve ist. Will man Schnellverkehr, muss man den an der bereits geraden Autobahn bauen, alles andere ist nichts.

Dass die Coburger dagegen waren, ist auch kein Wundern, bei denen liegt der Bahnhof mitten in der Stadt. In Günzburg dagegen am Standrand an der Donau. Prinzipiell praktisch - wären da nicht die o.g. schlechten Trassenparamenter.
Versteh ich nicht. Wenn man am Schloss Reisensburg eine NBS nach Burgau anschließt?!
Lass mich raten Du hast Dir die Naturschutz und Biotopkartierung nicht angeschaut?

Geometrisch hättest Du schon recht, aber irgendwo müsste man auf die Altstrecke kommen, bevor man dort aber ankommt liegt da u.a. das hier:
Zitat
Biotopkartierung (Flachland) (Biotopkartierung Bayern)
Biotophaupt Nr. 7528-1076 Biotopteilflächen Nr. 7528-1076-009 Überschrift Altwässer mit Auwald und Verlandungsvegetation in der Mindelaue östlich von Rettenbach Hauptbiotoptyp Vegetationsfreie Wasserflächen in geschützten Stillgewässern /kein LRT (49 %) Weitere Biotoptypen Auwälder / 91E0 (48 %); Großröhrichte / kein LRT (3 %) Teilflächengenaue Zuordnung Biotoptypen Ja Anteil Schutz Par.30 Art.23 100

Kann man vergessen. Planbare Alternative wäre vielleicht gerade noch ne Trasse die haarschaft zw. Silbersee und Remshart durchginge, dann nordöstlich knapp an Rettenbach vorbei. Aber das ist viel zu Siedlungsnah, da gehen Dir die Anwohner auf die Barrikaden.

Und selbst wenn, an der Altstrecke wärst Du immer noch nicht, da wäre noch die Mindel mit dem hier:
Zitat
Biotopkartierung (Flachland) (Biotopkartierung Bayern)
Biotophaupt Nr. 7528-1082 Biotopteilflächen Nr. 7528-1082-002 Überschrift Hochstaudenfluren, Röhricht und Auwald an der Mindel bei der Riedmühle Hauptbiotoptyp Auwälder / 91E0 (65 %) Weitere Biotoptypen Landröhrichte (20 %); Vegetationsfreie Wasserflächen in geschützten Stillgewässern /kein LRT (5 %); Großröhrichte / kein LRT (5 %); Feuchte und nasse Hochstaudenfluren, planar bis montan / kein LRT (5 %) Teilflächengenaue Zuordnung Biotoptypen Ja Anteil Schutz Par.30 Art.23 100


Also das ist alles nicht so einfach, wie man sich das nach Blick auf der reinen Landkarte vielleicht vorstellt.

Re: Lage der NBS

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 16.10.20 05:50

Kann der Skoda-RE nicht die Legoländer, Coburgs, Outletcenter, Käsereien, Getränke- und Jahrmärkte dieser Republik abklappern? Dann braucht künftig nicht der ECE Kopenhagen - Hamburg wegen der Erlebniswelt Marmeladenwerk in Bad Schwartau halten. Und das Hansaland nebenan in Sierksdorf nimmt der Skoda auch gleich mit.

Gruß, Olaf

(,“)
< />
_/\_
Was ist eigentlich eine Frau: Eine Frau ist ein Raum-Zeit-Kraftwerk, welches gigantische kinetische Energien aufbringt, ihre wahren Maße im Raum zu verbergen oder zu ihrem Vorteil zu krümmen - das machen die.
(Bernhard Hoecker in einer Harald Lesch-Parodie)

Re: Lage der NBS

geschrieben von: 103612

Datum: 16.10.20 09:54

Wer sich den Fahrplan für den D-Takt genau anschaut, sieht, dass der stündlich für Günzburg vorgesehen Fernzug zwischen Ulm und Augsburg genau 40 Minuten brauchen wird. Das hat der IC in der Vergangenheit auch schon auf der Altstrecke geschafft, allerdings ohne Halt Günzburg.

Um dem D-Takt zu genügen braucht man zur Anbindung von Günzburg also gar nicht viele Verrenkungen zu machen, es reicht einfach bei Burgau eine Verbindungskurve zu bauen, und schon schafft man locker die erfordelrichen 40 Minuten. Vielleicht sogar mit einem weiteren HGV Halt in Zusmarshausen oder Adelsried.

Re: ABS/NBS Ulm-Augsburg - Wo soll die Trasse hin?

geschrieben von: Gitgut

Datum: 16.10.20 10:23

Hallo, Vielleicht kann man ja auch die eine oder die zwei Kurven entfernen, dann hat man auch die Fahrzeit verkürzt, aber muss keine wichtigen Gemeinden auslassen
Augburg Ulm.PNG

"Giftgüter aus Osterspai"

Re: ABS/NBS Ulm-Augsburg - Wo soll die Trasse hin?

geschrieben von: rad3m

Datum: 16.10.20 11:43

mapaba schrieb:
Zitat:
Es sollen wohl morgen ab 16.00 Uhr die Neuigkeiten auf der Homepage zu finden sein.
"... Es lohnt sich also, immer wieder mal reinzuschauen. Aber jetzt: psst! "

Spannung aufbauen, um zu beweisen, dass es bei den Bahnplanern keine Corona- Pause gibt. Hat man statt der angekündigten Vermessungen mehr home- office mit Variantenplanungen durchgeführt? Solange kein Trassenfavorit vorliegt, kann man nur einige für viele Varianten zutreffende Problempunkte vermessen. Z.B. im Bereich des Günzburger Bahnhofs, wo man vielleicht auf ein k.o.- Kriterium hofft, um südlicheren Trassenvarianten einen Pluspunkt zu bringen.

Bevor die Bahn offiziell begonnen hat, gab es schon einige Variantenvorschläge der Hochschule Augsburg. Vor etwa einem Jahr hier diskutiert. Weil ich vor fast 10 Jahren ebenfalls so ähnlich aktiv war, hatte ich zum Jahreswechsel alles mal zusammengetragen. Es scheint mir aber nicht der richtige Zeitpunkt zu sein, daran mit Hochdruck weiter zu machen. Wahrscheinlich wird man auch in einem Jahr noch nichts entscheiden können. Wann und wie man die Realisierung finanzieren kann, ist angesichts der Corona-Verschuldung und den dringender erforderlichen Investitionen zum Klimaschutz und zur Vorbeugung gegen Folgen des Klimawandels (Hochwasserschutz, Nordseedeiche, Trinkwasserspeicher, Fernwasserleitungen usw. aber auch ÖPNV statt ICE- Strecken) nicht vorhersehbar.

Zum Diskutieren werden wir genug Zeit bekommen - Ich freue mich darauf. Lasst uns träumen und Pläne schmieden!...

Re: Lage der NBS

geschrieben von: NBStrecke

Datum: 16.10.20 11:52

103612 schrieb:
Um dem D-Takt zu genügen braucht man zur Anbindung von Günzburg also gar nicht viele Verrenkungen zu machen, es reicht einfach bei Burgau eine Verbindungskurve zu bauen, und schon schafft man locker die erfordelrichen 40 Minuten. Vielleicht sogar mit einem weiteren HGV Halt in Zusmarshausen oder Adelsried.
Die A8 Strecke ist aber doch gestrichen worden, im BVWP steht dazu:
Zitat
Vorgesehen sind der Bau eines 3. Gleises Neu-Ulm – Abzw. Unterfahlheim, Vmax 200 km/h sowie eine 2-gleisige NBS Abzw. Unterfahlheim – Burgau – Augsburg in Anlehnung an den Verlauf der BAB 8 , Vmax 250 km/h. Diese NBS wurde wegen höherer Investitionskosten gegenüber dem kombinierten Aus- und Neubau im Planfall 2-041-V02 verworfen.

[www.bvwp-projekte.de]

Merkwürdig dabei ist allerdings, dass der NKV 2,7 beträgt, bei der billigeren Variante aber nur 2,1.. naja ..



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.10.20 11:53.

Re: Lage der NBS

geschrieben von: junglok13

Datum: 16.10.20 12:05

103612 schrieb:
Wer sich den Fahrplan für den D-Takt genau anschaut, sieht, dass der stündlich für Günzburg vorgesehen Fernzug zwischen Ulm und Augsburg genau 40 Minuten brauchen wird. Das hat der IC in der Vergangenheit auch schon auf der Altstrecke geschafft, allerdings ohne Halt Günzburg.
Aber sind gerade hierbei die Zahlen des Deutschlandtaktes nicht bereits schon wieder überholt. Ich meinte dass man nun langfristig eine Fahrzeit München - Frankfurt in 2,5 Stunden anstrebt und deshalb auch damit plant, zumindest zukünftige Projekte.

Mannheim - Stuttgart will man evtl. doch nen zusätzlichen Tunnel bohren in den neuen Bahnhof S-tief, ebenso soll der Knoten Mannheim aufgeräumt werden, was eben zumindest dermaßen die Zeit senken könnte, bei Vmax. 280 km/h dass man zumindest auf eine Fahrzeit von 30 min kommt.
Stuttgart - Ulm ist man am überprüfen ob man die Vmax. nicht doch noch etwas anheben kann auf 260, 270 oder 280 km/h, zumal die Vmax. wegen der extrem langen Steigungen (ca. 30 km lang nur den Berg rauf) ja eh nur kurzfristig erreicht werden kann. Damit man die ursprüngliche theoretische Fahrzeit von 28 min eventuell zumindest in der Realität wohl auf zumindest 29-30 min senken kann, dass man die 28 min schafft, glaubt heute wohl keiner mehr. Aber immerhin besser als wie zuletzt befürchtet am Ende eine Fahrzeit von 31-32 min welche man für die NBS braucht, ohne Zwischenhalt am Flughafen.

Und da die Strecke Ulm - Augsburg ja eher eine Flachland NBS/ABS werden wird, soll genau hier viel kompensiert werden, bzw. die Minuten herausgeholt werden, welche anderswo fehlen, bzw. unerreichbar sind.
Neues Ziel ist doch für Ulm-Augsburg die Fahrzeit deutlich unter 30 min zu drücken, also eher auf 25-27 min.
Was wiederum bedeuten wurde dass man bei einem Zwischenhalt von Günzburg eher bei 30 min ist.

In Ulm sieht man ja, dass man auch eine NBS direkt in den Bahnhof führen kann, wieso sollte dies in Günzburg nicht möglich sein? Durch einen Tunnel oder aufgeständert. Einzig falsch in Ulm ist, dass man da wohl auch in Zukunft nur mit Vmax. 80 durchfahren kann, wobei dort ja eh alle Züge halten und somit nicht so gravierende Folgen haben. Dies sollte in Günzburg dann schon 140-160 km/h sein, sonst verspielt die NBS wirklich immens Zeit, bzw. muss anderweitig wieder teuer erkauft werden.

Künftige Bedienung Günzburgs

geschrieben von: 38815

Datum: 16.10.20 13:18

NBStrecke schrieb:Zitat
Zitat
Es wäre Quatsch, wenn ein Drittel der ICEs die NBS nicht nutzen könnte und nicht wesentlich schneller als heute unterwegs wäre.
Eben, deshalb werden die ICEs an Günzburg vorbeirauschen und die Günzburger bekommen maximal nen Talgo, vielleicht auch nur nen Desiro HC analog Coburg-Erfurt oder nen Skoda-RE wie zw. Nürnberg-Ingolstadt. Versprochen wurde ja nur "Fernverkehr".
Bislang halten die ECs in Günzburg. Nach Inbetriebnahme von S21 fallen die Halte in Plochingen und Göppingen weg und die IC60 werden dafür alle in Günzburg halten.
Im D-Takt-Zielnetz soll Günzburg von genau diesen beiden Linien bedient werden.
Die Linie 60 wird mittelfristig mit Sicherheit auf ICE umgestellt, die Linie 62 sofern die DB das Zugmaterial stellt (7-teilige ICE4).

Ist also nichts mit Talgo-IC, Skoda- oder Desiro-(I)RE.

Re: Lage der NBS

geschrieben von: 103612

Datum: 16.10.20 14:32

junglok13 schrieb:
103612 schrieb:
Wer sich den Fahrplan für den D-Takt genau anschaut, sieht, dass der stündlich für Günzburg vorgesehen Fernzug zwischen Ulm und Augsburg genau 40 Minuten brauchen wird. Das hat der IC in der Vergangenheit auch schon auf der Altstrecke geschafft, allerdings ohne Halt Günzburg.
Aber sind gerade hierbei die Zahlen des Deutschlandtaktes nicht bereits schon wieder überholt. Ich meinte dass man nun langfristig eine Fahrzeit München - Frankfurt in 2,5 Stunden anstrebt und deshalb auch damit plant, zumindest zukünftige Projekte.

Mannheim - Stuttgart will man evtl. doch nen zusätzlichen Tunnel bohren in den neuen Bahnhof S-tief, ebenso soll der Knoten Mannheim aufgeräumt werden, was eben zumindest dermaßen die Zeit senken könnte, bei Vmax. 280 km/h dass man zumindest auf eine Fahrzeit von 30 min kommt.
Stuttgart - Ulm ist man am überprüfen ob man die Vmax. nicht doch noch etwas anheben kann auf 260, 270 oder 280 km/h, zumal die Vmax. wegen der extrem langen Steigungen (ca. 30 km lang nur den Berg rauf) ja eh nur kurzfristig erreicht werden kann. Damit man die ursprüngliche theoretische Fahrzeit von 28 min eventuell zumindest in der Realität wohl auf zumindest 29-30 min senken kann, dass man die 28 min schafft, glaubt heute wohl keiner mehr. Aber immerhin besser als wie zuletzt befürchtet am Ende eine Fahrzeit von 31-32 min welche man für die NBS braucht, ohne Zwischenhalt am Flughafen.

Und da die Strecke Ulm - Augsburg ja eher eine Flachland NBS/ABS werden wird, soll genau hier viel kompensiert werden, bzw. die Minuten herausgeholt werden, welche anderswo fehlen, bzw. unerreichbar sind.
Neues Ziel ist doch für Ulm-Augsburg die Fahrzeit deutlich unter 30 min zu drücken, also eher auf 25-27 min.
Was wiederum bedeuten wurde dass man bei einem Zwischenhalt von Günzburg eher bei 30 min ist.

In Ulm sieht man ja, dass man auch eine NBS direkt in den Bahnhof führen kann, wieso sollte dies in Günzburg nicht möglich sein? Durch einen Tunnel oder aufgeständert. Einzig falsch in Ulm ist, dass man da wohl auch in Zukunft nur mit Vmax. 80 durchfahren kann, wobei dort ja eh alle Züge halten und somit nicht so gravierende Folgen haben. Dies sollte in Günzburg dann schon 140-160 km/h sein, sonst verspielt die NBS wirklich immens Zeit, bzw. muss anderweitig wieder teuer erkauft werden.
Die 40 Minuten für die Züge mit halt Günzburg ist der letzte Stand zum D-Takt.

Mannheim - Stuttgart soll laut D-Takt mit der neuen Einführung von Kornwestheim auf 31 Minuten beschleunigt werden. Stuttgart - Ulm auf 26 bzw. 27 Minuten. Ulm - Augsburg dementsprechend für Nonstop-Züge auf 26 Minuten.

Re: Lage der NBS

geschrieben von: junglok13

Datum: 16.10.20 15:23

103612 schrieb:
Stuttgart - Ulm auf 26 bzw. 27 Minuten.
Also die Zahl halte ich für völlig utopisch. Bzw. wie soll man die erreichen können? Das würde einen kompletten Neubau, der bisherigen NBS, welche noch garnicht fertig ist bedeuten.

Stuttgart 21 - Stuttgart Flughafen gelten 8 min als gesetzt, auch hierbei Problem Steigung, schon mal probiert dem Berg hinauf zu beschleunigen.
Und wie gesagt die ursprünglichen Planungen für
Stuttgart Flughafen - Ulm sahen 20 min als Fahrzeit,
wobei man aber mittlerweile weiß, dass diese Fahrzeit nur rein in einer Computeranimation mit falschen Ausgangswerten zustande gekommen ist. Nun man aber mittlerweile in der Praxis davon ausgeht, dass man die 250 km/h auf dem Steigungstreckenabschnitt nicht halten kann bzw. die Geschwindigkeit gar nicht erreicht wird, sondern die Geschwindigkeit auf 200-220 km/h abfällt, bei einem vollbesetzten Zug. Den Zug welcher die Geschwindigkeit halten kann, existiert in der Praxis bisher leider noch nicht. Eine Zeit lang hat die Bahn ja dann 31-32 min für Stuttgart - Ulm, als reale Fahrzeit genannt. Wie es genau aussieht, kann man wohl erst in 1-2 Jahren bei einem Praxistest machen, wie gut sich die einzelnen Zugtypen auf der Steigungsstrecke bewähren, bzw. welche Geschwindigkeit sie dort wirklich fahren können.

Die NBS, geht in beiden Richtung bis in den Bahnhof, wenn man die NBS welche zu S21 gehört dazu nimmt, daher wo will man da noch so stark nachbessern dass man da fast 5 min rausholen kann?

Ich glaube man darf überaus glücklich sein, wenn man wirklich auf 28 min kommt, wenn man vielleicht noch 1-2 Powercars zusätzlich in den Wagenverbund der ICE4 packt.

Re: Künftige Bedienung Günzburgs

geschrieben von: NBStrecke

Datum: 16.10.20 15:57

38815 schrieb:
NBStrecke schrieb:Zitat
Zitat
Es wäre Quatsch, wenn ein Drittel der ICEs die NBS nicht nutzen könnte und nicht wesentlich schneller als heute unterwegs wäre.
Eben, deshalb werden die ICEs an Günzburg vorbeirauschen und die Günzburger bekommen maximal nen Talgo, vielleicht auch nur nen Desiro HC analog Coburg-Erfurt oder nen Skoda-RE wie zw. Nürnberg-Ingolstadt. Versprochen wurde ja nur "Fernverkehr".
Bislang halten die ECs in Günzburg. Nach Inbetriebnahme von S21 fallen die Halte in Plochingen und Göppingen weg und die IC60 werden dafür alle in Günzburg halten.
Im D-Takt-Zielnetz soll Günzburg von genau diesen beiden Linien bedient werden.
Die Linie 60 wird mittelfristig mit Sicherheit auf ICE umgestellt, die Linie 62 sofern die DB das Zugmaterial stellt (7-teilige ICE4).

Ist also nichts mit Talgo-IC, Skoda- oder Desiro-(I)RE.
Also wenn Sie den D-Takt gelesen haben, dann wissen Sie doch selbst, welche Züge vorgesehen sind. Beim EC sind die Trassen für 230 berechnet, bei der Linie 62 für 250. Ergo sehr wohl Talgo (oder halt Railjet).

Ob man auf der 62 am Ende dann auch wirklich 250-Material einsetzen wird ist Stand heute außerdem ebenfalls noch überhaupt nicht in Stein gemeiselt. Die Züge pendeln nur Karlsruhe - München, wieso sollte man dafür einen teuren ICE4 bestellen, wenns auch ein billiger Talgo täte? Die Sekunden Fahrzeitgewinn die ein ICE4 durch die gerade mal 8% höhere VMax rausholen könnte, holt der Talgo locker am Bahnsteig durch die bahnsteiggleichen Türen wieder rein, unterm Strich dürfte das sogar noch schneller gehen. Nachteile 0, eigentlich für die Strecke sogar das bessere Fahrzeug.

Wie auch immer, zu viel darf man vom D-Takt momentan auch nicht erwarten, das Ding ist aktuell erst ein "Entwurf".



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.10.20 15:57.

Re: ABS/NBS Ulm-Augsburg - Wo soll die Trasse hin?

geschrieben von: Straktisie

Datum: 16.10.20 16:14

Bin schon überrascht, dass nicht eine einzige Variante durch Günzburg hindurchführt. Das wird den dortigen Politikern gar nicht schmecken. Die Varianten blau hell und türkis erwecken den Eindruck, dass man dort mit einen ähnlich hohen Tunnelanteil plant wie bei den Projekten im Fuldaraum.

Die Suchkorridore stehen nun fest

geschrieben von: ChrisM

Datum: 16.10.20 16:33

Interessante Karte, die da heute online gestellt wurde. Günzuburg scheint (zum Glück) außen vor zu bleiben.

[www.ulm-augsburg.de]

Re: Künftige Bedienung Günzburgs

geschrieben von: holgerb77

Datum: 16.10.20 16:33

Also um eine neue Hochgeschwindigkeitsstrecke zu bauen, die allen etwas bringt, dann gibt es eigentlich nur die Lösung, dass diese auf direktem und schnellstem Weg gebaut wird.

Die Bestandsstrecke sollte saniert und für den Regional-/Güterverkehr optimiert werden. Für Günzburg sehe ich nur eine Anbindung an das neue Netz. Die meisten ICEs werden und sollen da nicht halten, dafür sollen ECS oder der ein oder andere ICE über Günzburg fahren.

Über Günzburg reden wir ja von einem Zeitverlust von minimal 5-10 Minuten. Damit wird die Hochgeschwindigkeitsstrecke nicht für den D-Takt ausreichend sein.

meine Idee:

rot = Neubaustrecke
schwarz = Bestandsstrecke
gelb = Überleitung an Bestandsstrecke

Die Fahrzeit (rot) wäre 22 Minuten +3 Minuten Puffer, also inkl. Haltezeit wäre eine 30 Minuten Anbindung zwischen Ulm und Augsburg möglich

Die Fahrzeit (schwarz) ist aktuell 39-41 Minuten.

Vorteil der 2 Linien wäre eine Verdichtung des Regionalverkehrs (S-Bahn).
Screenshot 2020-10-16 162717.png

Keine Talgo-ECx!

geschrieben von: 38815

Datum: 16.10.20 16:38

NBStrecke schrieb:
38815 schrieb:
NBStrecke schrieb:Zitat
Zitat
Es wäre Quatsch, wenn ein Drittel der ICEs die NBS nicht nutzen könnte und nicht wesentlich schneller als heute unterwegs wäre.
Eben, deshalb werden die ICEs an Günzburg vorbeirauschen und die Günzburger bekommen maximal nen Talgo, vielleicht auch nur nen Desiro HC analog Coburg-Erfurt oder nen Skoda-RE wie zw. Nürnberg-Ingolstadt. Versprochen wurde ja nur "Fernverkehr".
Bislang halten die ECs in Günzburg. Nach Inbetriebnahme von S21 fallen die Halte in Plochingen und Göppingen weg und die IC60 werden dafür alle in Günzburg halten.
Im D-Takt-Zielnetz soll Günzburg von genau diesen beiden Linien bedient werden.
Die Linie 60 wird mittelfristig mit Sicherheit auf ICE umgestellt, die Linie 62 sofern die DB das Zugmaterial stellt (7-teilige ICE4).

Ist also nichts mit Talgo-IC, Skoda- oder Desiro-(I)RE.
Also wenn Sie den D-Takt gelesen haben, dann wissen Sie doch selbst, welche Züge vorgesehen sind. Beim EC sind die Trassen für 230 berechnet, bei der Linie 62 für 250. Ergo sehr wohl Talgo (oder halt Railjet).
1. Du verwechselst gerade die Linien...
FV40 = EC62 = Frankfurt(M) - Klagenfurt/Graz
FV41 = IC60 = Karlsruhe - München

2. Neufahrzeuge kommen spätestens mit S21 und ein ECx-Einsatz ist von unserem DSO-Staruser ausgeschlossen worden. Es kämen DB-seitig siebenteilige ICE4. Siehe hier und hier.
Zumindest für die Strecke durchs Fritztal weiß ich, dass Testfahrten mit dem ICE4 stattgefunden haben.

Gruß

Re: Künftige Bedienung Günzburgs

geschrieben von: 38815

Datum: 16.10.20 16:43

holgerb77 schrieb:
Also um eine neue Hochgeschwindigkeitsstrecke zu bauen, die allen etwas bringt, dann gibt es eigentlich nur die Lösung, dass diese auf direktem und schnellstem Weg gebaut wird.

Die Bestandsstrecke sollte saniert und für den Regional-/Güterverkehr optimiert werden. Für Günzburg sehe ich nur eine Anbindung an das neue Netz. Die meisten ICEs werden und sollen da nicht halten, dafür sollen ECS oder der ein oder andere ICE über Günzburg fahren.

Über Günzburg reden wir ja von einem Zeitverlust von minimal 5-10 Minuten. Damit wird die Hochgeschwindigkeitsstrecke nicht für den D-Takt ausreichend sein.

meine Idee:

rot = Neubaustrecke
schwarz = Bestandsstrecke
gelb = Überleitung an Bestandsstrecke

Die Fahrzeit (rot) wäre 22 Minuten +3 Minuten Puffer, also inkl. Haltezeit wäre eine 30 Minuten Anbindung zwischen Ulm und Augsburg möglich

Die Fahrzeit (schwarz) ist aktuell 39-41 Minuten.

Vorteil der 2 Linien wäre eine Verdichtung des Regionalverkehrs (S-Bahn).
[attachment]

Also in dem Fall wäre ich auch für einen neuen Fernbahnhof für Günzburg an der A8.

Re: Lage der NBS

geschrieben von: 103612

Datum: 16.10.20 16:43

junglok13 schrieb:
103612 schrieb:
Stuttgart - Ulm auf 26 bzw. 27 Minuten.
Also die Zahl halte ich für völlig utopisch. Bzw. wie soll man die erreichen können? Das würde einen kompletten Neubau, der bisherigen NBS, welche noch garnicht fertig ist bedeuten.

Stuttgart 21 - Stuttgart Flughafen gelten 8 min als gesetzt, auch hierbei Problem Steigung, schon mal probiert dem Berg hinauf zu beschleunigen.
Und wie gesagt die ursprünglichen Planungen für
Stuttgart Flughafen - Ulm sahen 20 min als Fahrzeit,
wobei man aber mittlerweile weiß, dass diese Fahrzeit nur rein in einer Computeranimation mit falschen Ausgangswerten zustande gekommen ist. Nun man aber mittlerweile in der Praxis davon ausgeht, dass man die 250 km/h auf dem Steigungstreckenabschnitt nicht halten kann bzw. die Geschwindigkeit gar nicht erreicht wird, sondern die Geschwindigkeit auf 200-220 km/h abfällt, bei einem vollbesetzten Zug. Den Zug welcher die Geschwindigkeit halten kann, existiert in der Praxis bisher leider noch nicht. Eine Zeit lang hat die Bahn ja dann 31-32 min für Stuttgart - Ulm, als reale Fahrzeit genannt. Wie es genau aussieht, kann man wohl erst in 1-2 Jahren bei einem Praxistest machen, wie gut sich die einzelnen Zugtypen auf der Steigungsstrecke bewähren, bzw. welche Geschwindigkeit sie dort wirklich fahren können.

Die NBS, geht in beiden Richtung bis in den Bahnhof, wenn man die NBS welche zu S21 gehört dazu nimmt, daher wo will man da noch so stark nachbessern dass man da fast 5 min rausholen kann?

Ich glaube man darf überaus glücklich sein, wenn man wirklich auf 28 min kommt, wenn man vielleicht noch 1-2 Powercars zusätzlich in den Wagenverbund der ICE4 packt.
Die halbstündlichen Grundtaktlinien Mannheim - München sind alle mit 300km/h Material geplant. Ob der D-Takt da noch eine Geschwindigkeitserhöhung zwischen Stuttgart und Ulm vorsieht, kann ich nicht sagen. Aber die 26 bzw. 27 Minuten stehen so drin und werden sicherlich auf irgendeiner Basis auch gerechnet sein.
S21 - Flughafen geht übrigens im Fernverkehr in 6 Minuten bergauf und in 7-8 Minuten bergab. Im Regionalverkehr sind es in der Regel in beide Richtungen 7 Minuten.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.10.20 17:04.

Re: Lage der NBS

geschrieben von: holgerb77

Datum: 16.10.20 16:47

Es sollen Teilstrecken für 300 km/h zertifiziert werden. Dann schaffen die es auch locker in 26 Minuten.

Re: Lage der NBS

geschrieben von: Flauschi

Datum: 16.10.20 17:00

Werden auf den Karten nur Striche gemalt oder hat auch jemand auf dem Schirm, daß hier mehrere Nord-Süd-Täler gekreuzt werden müßten. Die Höhenunterschiede sind für Einschnitte zu groß und würden wohl Tunnels erforderlich machen.

Re: Lage der NBS

geschrieben von: holgerb77

Datum: 16.10.20 17:14

Ja, die Höhenunterschiede hatte ich auf dem Schirm. Das bedeutet zwar einige Tunnel, aber dadurch kein tiefer Eingriff in die Oberfläche.

Quasi ähnlich wie NBS Ulm-Stuttgart.

Laut der Skizze wären es ca. 5 größere Tunnel:

- Buchberg (Neu-Ulm) ca. 2 km
- Limbach (Günzburg) ca. 5 km mit Unterquerung der A8
- Jettingen-Scheppach Richtung Zusmarshausen ca. 2 km
- Lüftenberg/Adelsried ca. 5 km
- Aystetten/Hirblingen ca. 5 km mit Unterquerung der A8

Re: Künftige Bedienung Günzburgs

geschrieben von: NBStrecke

Datum: 16.10.20 17:43

38815 schrieb:
Also in dem Fall wäre ich auch für einen neuen Fernbahnhof für Günzburg an der A8.
Woher jetzt der plötzliche Sinneswandel? Wenn das so käme, würde der ICwasauchimmer über die Spange bei Burgau die 40min inkl. Halt in Günzburg einhalten können. Von daher würde man sich in dem Fall ausnahmsweise nen extra Turmbahnhof sparen.

Re: Keine Talgo-ECx!

geschrieben von: NBStrecke

Datum: 16.10.20 17:56

38815 schrieb:
NBStrecke schrieb:
38815 schrieb:
NBStrecke schrieb:Zitat
Zitat
Es wäre Quatsch, wenn ein Drittel der ICEs die NBS nicht nutzen könnte und nicht wesentlich schneller als heute unterwegs wäre.
Eben, deshalb werden die ICEs an Günzburg vorbeirauschen und die Günzburger bekommen maximal nen Talgo, vielleicht auch nur nen Desiro HC analog Coburg-Erfurt oder nen Skoda-RE wie zw. Nürnberg-Ingolstadt. Versprochen wurde ja nur "Fernverkehr".
Bislang halten die ECs in Günzburg. Nach Inbetriebnahme von S21 fallen die Halte in Plochingen und Göppingen weg und die IC60 werden dafür alle in Günzburg halten.
Im D-Takt-Zielnetz soll Günzburg von genau diesen beiden Linien bedient werden.
Die Linie 60 wird mittelfristig mit Sicherheit auf ICE umgestellt, die Linie 62 sofern die DB das Zugmaterial stellt (7-teilige ICE4).

Ist also nichts mit Talgo-IC, Skoda- oder Desiro-(I)RE.
Also wenn Sie den D-Takt gelesen haben, dann wissen Sie doch selbst, welche Züge vorgesehen sind. Beim EC sind die Trassen für 230 berechnet, bei der Linie 62 für 250. Ergo sehr wohl Talgo (oder halt Railjet).
1. Du verwechselst gerade die Linien...
FV40 = EC62 = Frankfurt(M) - Klagenfurt/Graz
FV41 = IC60 = Karlsruhe - München
Ja Danke fürs aufpassen.
Zitat:
2. Neufahrzeuge kommen spätestens mit S21 und ein ECx-Einsatz ist von unserem DSO-Staruser ausgeschlossen worden. Es kämen DB-seitig siebenteilige ICE4. Siehe hier und hier.
Ja, für die Linie 62, aber was ist mit der 60er? Offiziell zwar 250, aber wie gesagt, ein Talgo würde die Fahrzeiten auch schaffen, erst recht, wenn er kürzer wäre. Alternativ lässt man den Zug wie beim ECx auf 255m und hat damit mehr Platzangebot. Wie auch immer, nach der nächsten Sparrunde bleibt jeder Plan sowieso Makulatur.

Re:Ist doch absehbar gewesen

geschrieben von: Strizie

Datum: 16.10.20 17:57

Entweder entlang der A 8 oder eben so, dass man den heutigen ABS-Abschnitt für 200 km/h Dinkelscherben - Augsburg-Oberhausen weiterhin mitnutzt.

Beim ABS-Abschnitt Dinkelscherben - Augsburg-Oberhausen wäre wohl ein viergleisiger Ausbau erforderlich. Das ist in bewohnten Gebieten immer so eine Sache. Davon abgesehen sollte man natürlich prüfen ob eine weitere Vmax.-Anhebung möglich wäre.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.10.20 17:57.

Re: Die Suchkorridore stehen nun fest

geschrieben von: NBStrecke

Datum: 16.10.20 17:57

ChrisM schrieb:
Interessante Karte, die da heute online gestellt wurde. Günzuburg scheint (zum Glück) außen vor zu bleiben.

[www.ulm-augsburg.de]
Irgendwie hab ich da ein Deja-Vu, die ganzen Varianten gabs schon mal.

Danke fürs Bescheidgeben

NBS



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.10.20 17:58.

Re: ABS/NBS Ulm-Augsburg - Wo soll die Trasse hin?

geschrieben von: NBStrecke

Datum: 16.10.20 18:03

Straktisie schrieb:
Bin schon überrascht, dass nicht eine einzige Variante durch Günzburg hindurchführt. Das wird den dortigen Politikern gar nicht schmecken. Die Varianten blau hell und türkis erwecken den Eindruck, dass man dort mit einen ähnlich hohen Tunnelanteil plant wie bei den Projekten im Fuldaraum.
Ne, das war zu erwarten, oder hättest Du wirklich mit ner aufgeständerte Trasse a la China mitten durchs Günzburger Stadtgebiet bzw. G21 gerechnet? :)

Mit ner Verbindungsspange käme der Zug trotzdem auf die Altstrecke und damit auch am Günzburger Bahnhof vorbei, alles kein Problem.

Re: Die Suchkorridore stehen nun fest

geschrieben von: holgerb77

Datum: 16.10.20 18:17

Die Varianten über Burlafingen haben aber das Problem bezüglich des nicht vorhandenen Platzes. Hier müsste es eigentlich 4-Spurigen werden. Dazu der neue Bahnhof für die S-Bahn.

Andererseits heißt das weniger Eingriff in die Natur.

Re: Lage der NBS

geschrieben von: rad3m

Datum: 16.10.20 18:47

Flauschi schrieb:
Werden auf den Karten nur Striche gemalt oder hat auch jemand auf dem Schirm, daß hier mehrere Nord-Süd-Täler gekreuzt werden müßten. Die Höhenunterschiede sind für Einschnitte zu groß und würden wohl Tunnels erforderlich machen.
Jawohl, billig ist südlich von Günzburg wohl keine Varante zu realisieren. Wobei ich, vor zehn Jahren rein mit topographischen Karten arbeitend, zu dem Schluss kam, dass es in der Nähe der Autobahn am schwierigsten würde. In der Osthälfte dagegen ist es bei der Autobahn weniger wellig. Allerdings ist es von dort zum Augsburger Bahnhof weiter.

Im Grunde müsste man drei Planungen bis ins Detail vorplanen:
1) Ohne Rücksicht auf die Baukosten mit Ziel kürzester Fahrzeit Ulm-Augsburg. So, als ob bei Mannheim- Ulm keine wesentlichen Beschleunigungen mehr durch Streckenneubau berücksichtigt werden kann. Allenfalls ein wenig durch schnellere Züge. Beides wiederum abhängig vom Fertigstellungs- Ziel. Ein sehr fernes Ziel könnte die Beschleunigung auf die ganze Distanz Mannheim-München verteilen. So scheinen mir die meisten Wunschdenken- D-Takt- Planungen zu liegen. "Kommt Zeit, kommt Rat (und Geld)!" interessiert mich nicht weiter...

2)Mit Rücksicht auf die voraussichtlich künftig für Schnellverkehr knapperen Mittel, um vor dem Verschwinden der ICE- D-Takt- Ideen wenigstens diese letzte Lücke noch schließen zu können. Also Optimierung nicht auf kürzeste Fahrzeit, sondern kürzeste Planungs- und Bauzeit.

3)Um nicht alle D-Takt- Ideen verschütt gehen zu lassen, wäre ein Mittelweg sinnvoll, der ein Kompromiss mit Optimierung der Flexibilität wäre. In zehn Jahren wird hoffentlich klar sein, welcher schnelle Fernverkehr wieder vom Flugverkehr übernommen werden soll und kann. Und wie es mit dem Berufspendler- Verkehr weitergeht. Home Office oder ÖPNV? Wird Günzburg am Ende ein S-Bahn- Knoten? Und von der anderen Seite betrachtet: Falls Sprinter-ICEs langfristig den innerdeutschen Flugverkehr ersetzen müssen, werden diese vielleicht im Wechsel an Ulm und/oder Augsburg vorbeifahren müssen. Dazu passt keine der bisherigen Varianten. In Ulm endet der SFS-Tunnel von Nordwesten zwar im Bahnhof, aber bis zum Beginn der SFS nach Augsburg gibt es die lange Bummelstrecke durch Neu-Ulm. Daher sollte man eine Umgehungsstrecke zwischen Dornstadt und einer Donaubrücke irgendwo vor Günzburg in Reserve haben.

Zum Schluss wollte ich noch den Link zu meiner Übersicht wiederholen. Die Varianten der Hochschule Augsburg, als Studienarbeit wohl nicht weiterverfolgt, und meine alten und neueren Vorstellungen sind dort zusammengefasst. Nun werde ich mal wieder darangehen und die neuen Korridore der Bahnplaner darüber legen. Wegen der Corona- Einschränkungen konnte mein Kontakt mit Augsburg noch nicht wieder in Gang kommen. Deshalb bin ich Diskussionen über Mischvarianten bisher aus dem Weg gegangen. Momentan fehlt mir auch die Zeit, dreigleisig nach Philosophie 1), 2) und 3) weiter zu entwickeln. Vielleicht im Winter...

Einige ältere Varianten Ulm- Augsburg

Re: Die Suchkorridore stehen nun fest

geschrieben von: NBStrecke

Datum: 16.10.20 18:52

holgerb77 schrieb:
Die Varianten über Burlafingen haben aber das Problem bezüglich des nicht vorhandenen Platzes. Hier müsste es eigentlich 4-Spurigen werden. Dazu der neue Bahnhof für die S-Bahn.
Naja, für 4gleise ist noch locker Platz und den SBahnhof mit notfalls Gleisen 5+6 kann man am Nordostrand bauen, wo noch keine Häuser stehen. Dort gibts sowieso schon ne Straßenbrücke über die Gleise (Adenauerstr.) dort könnte man die Brücke einfach verbreitern und hätte dann genug Platz. Die NBS-Gleise müssten ja sowieso nach Osten verschwenkt werden.

Auch nicht auf der 60

geschrieben von: 38815

Datum: 16.10.20 18:54

NBStrecke schrieb:
38815 schrieb:
NBStrecke schrieb:
38815 schrieb:
NBStrecke schrieb:Zitat
Zitat
Es wäre Quatsch, wenn ein Drittel der ICEs die NBS nicht nutzen könnte und nicht wesentlich schneller als heute unterwegs wäre.
Eben, deshalb werden die ICEs an Günzburg vorbeirauschen und die Günzburger bekommen maximal nen Talgo, vielleicht auch nur nen Desiro HC analog Coburg-Erfurt oder nen Skoda-RE wie zw. Nürnberg-Ingolstadt. Versprochen wurde ja nur "Fernverkehr".
Bislang halten die ECs in Günzburg. Nach Inbetriebnahme von S21 fallen die Halte in Plochingen und Göppingen weg und die IC60 werden dafür alle in Günzburg halten.
Im D-Takt-Zielnetz soll Günzburg von genau diesen beiden Linien bedient werden.
Die Linie 60 wird mittelfristig mit Sicherheit auf ICE umgestellt, die Linie 62 sofern die DB das Zugmaterial stellt (7-teilige ICE4).

Ist also nichts mit Talgo-IC, Skoda- oder Desiro-(I)RE.
Also wenn Sie den D-Takt gelesen haben, dann wissen Sie doch selbst, welche Züge vorgesehen sind. Beim EC sind die Trassen für 230 berechnet, bei der Linie 62 für 250. Ergo sehr wohl Talgo (oder halt Railjet).
1. Du verwechselst gerade die Linien...
FV40 = EC62 = Frankfurt(M) - Klagenfurt/Graz
FV41 = IC60 = Karlsruhe - München
Ja Danke fürs aufpassen.
Zitat:
2. Neufahrzeuge kommen spätestens mit S21 und ein ECx-Einsatz ist von unserem DSO-Staruser ausgeschlossen worden. Es kämen DB-seitig siebenteilige ICE4. Siehe hier und hier.
Ja, für die Linie 62, aber was ist mit der 60er? Offiziell zwar 250, aber wie gesagt, ein Talgo würde die Fahrzeiten auch schaffen, erst recht, wenn er kürzer wäre. Alternativ lässt man den Zug wie beim ECx auf 255m und hat damit mehr Platzangebot. Wie auch immer, nach der nächsten Sparrunde bleibt jeder Plan sowieso Makulatur.
Wenn für die Linie 62 keine ECx kommen, dann für die Linie 60 erst recht nicht.
Kurzfristig stand mal im Raum, die Linie 60 auf verkürzte ICE1 umzustellen. Langfristig werden da 7-teilige ICE4 kommen.
Ich wüsste nicht, was man mit den ECx auf der Strecke groß anfangen will.

Vielleicht liest ja Herr Nagl mit oder Du stellst die Frage in einem anderen Topic.

Gruß

Re: Auch nicht auf der 60

geschrieben von: NBStrecke

Datum: 16.10.20 18:57

38815 schrieb:
NBStrecke schrieb:
38815 schrieb:
NBStrecke schrieb:
38815 schrieb:
NBStrecke schrieb:Zitat
Zitat
Es wäre Quatsch, wenn ein Drittel der ICEs die NBS nicht nutzen könnte und nicht wesentlich schneller als heute unterwegs wäre.
Eben, deshalb werden die ICEs an Günzburg vorbeirauschen und die Günzburger bekommen maximal nen Talgo, vielleicht auch nur nen Desiro HC analog Coburg-Erfurt oder nen Skoda-RE wie zw. Nürnberg-Ingolstadt. Versprochen wurde ja nur "Fernverkehr".
Bislang halten die ECs in Günzburg. Nach Inbetriebnahme von S21 fallen die Halte in Plochingen und Göppingen weg und die IC60 werden dafür alle in Günzburg halten.
Im D-Takt-Zielnetz soll Günzburg von genau diesen beiden Linien bedient werden.
Die Linie 60 wird mittelfristig mit Sicherheit auf ICE umgestellt, die Linie 62 sofern die DB das Zugmaterial stellt (7-teilige ICE4).

Ist also nichts mit Talgo-IC, Skoda- oder Desiro-(I)RE.
Also wenn Sie den D-Takt gelesen haben, dann wissen Sie doch selbst, welche Züge vorgesehen sind. Beim EC sind die Trassen für 230 berechnet, bei der Linie 62 für 250. Ergo sehr wohl Talgo (oder halt Railjet).
1. Du verwechselst gerade die Linien...
FV40 = EC62 = Frankfurt(M) - Klagenfurt/Graz
FV41 = IC60 = Karlsruhe - München
Ja Danke fürs aufpassen.
Zitat:
2. Neufahrzeuge kommen spätestens mit S21 und ein ECx-Einsatz ist von unserem DSO-Staruser ausgeschlossen worden. Es kämen DB-seitig siebenteilige ICE4. Siehe hier und hier.
Ja, für die Linie 62, aber was ist mit der 60er? Offiziell zwar 250, aber wie gesagt, ein Talgo würde die Fahrzeiten auch schaffen, erst recht, wenn er kürzer wäre. Alternativ lässt man den Zug wie beim ECx auf 255m und hat damit mehr Platzangebot. Wie auch immer, nach der nächsten Sparrunde bleibt jeder Plan sowieso Makulatur.
Wenn für die Linie 62 keine ECx kommen, dann für die Linie 60 erst recht nicht.
Kurzfristig stand mal im Raum, die Linie 60 auf verkürzte ICE1 umzustellen. Langfristig werden da 7-teilige ICE4 kommen.
Ich wüsste nicht, was man mit den ECx auf der Strecke groß anfangen will.
Gegenfrage, was würde denn beim ECx fehlen? Ich fände den sogar besser als nen ICE4. Laufruhiger und schöne barrierefreie Einstiege. Was kann der ICE4, was der ECx nicht kann?

Zitat:
Vielleicht liest ja Herr Nagl mit oder Du stellst die Frage in einem anderen Topic.
Nicht so wichtig, bis die Strecke mal gebaut ist, ist Herr Nagl lange nicht mehr im Job und keiner weiss, was dann Sache ist.

Re: Künftige Bedienung Günzburgs

geschrieben von: 38815

Datum: 16.10.20 19:00

NBStrecke schrieb:
38815 schrieb:
Also in dem Fall wäre ich auch für einen neuen Fernbahnhof für Günzburg an der A8.
Woher jetzt der plötzliche Sinneswandel? Wenn das so käme, würde der ICwasauchimmer über die Spange bei Burgau die 40min inkl. Halt in Günzburg einhalten können. Von daher würde man sich in dem Fall ausnahmsweise nen extra Turmbahnhof sparen.
Weil man dann in den beiden Linien noch mehr Zeit verliert in Parallele zur Schnellfahrstrecke. Mit einem Halt an der NBS ist man viel schneller.

Gruß

Re: Künftige Bedienung Günzburgs

geschrieben von: NBStrecke

Datum: 16.10.20 19:23

38815 schrieb:
NBStrecke schrieb:
38815 schrieb:
Also in dem Fall wäre ich auch für einen neuen Fernbahnhof für Günzburg an der A8.
Woher jetzt der plötzliche Sinneswandel? Wenn das so käme, würde der ICwasauchimmer über die Spange bei Burgau die 40min inkl. Halt in Günzburg einhalten können. Von daher würde man sich in dem Fall ausnahmsweise nen extra Turmbahnhof sparen.
Weil man dann in den beiden Linien noch mehr Zeit verliert in Parallele zur Schnellfahrstrecke. Mit einem Halt an der NBS ist man viel schneller.
Ok, aber dass man ne NBS baut, um schneller fahren zu können war von vorne herein klar, ist ja nicht die erste Untersuchung in der Gegend, die ganzen Entwürfe gabs schon mal.
Aber keine Beschwerde, jetzt decken sich unsere Ansichten ja ;) Halt nur blöd, dass die Politiker ziemlich sicher trotzdem den Halt in Günzburg Bf verlangen werden wollen. Für nen ziemlich teuren ICE4 wäre mir das eben zu viel Gebummel, es käme ja auch niemand auf die Idee mit nem Ferrari zum Supermarkt zu fahren ;)

Re: ABS/NBS Ulm-Augsburg - Wo soll die Trasse hin?

geschrieben von: NBStrecke

Datum: 16.10.20 19:28

Gitgut schrieb:
Hallo, Vielleicht kann man ja auch die eine oder die zwei Kurven entfernen, dann hat man auch die Fahrzeit verkürzt, aber muss keine wichtigen Gemeinden auslassen
[attachment]
Irgendwie vermisse ich jetzt Deine Lösung, so schlecht ist die nicht und riesige Raumwiderstände gibts da auch keine. Ok - es wäre ein Umweg, da man erst südlich iR Dinkelscherben runterführe und dort dann wieder rauf - gerade aus wäre sicher kürzer, aber ich zweifle es stark an, dass man bei der geraden Trasse gleich 3 Flußtäler (Mindel, Kammel, Günz) neu zerschneiden würde. Außerdem wäre Legoland und Günzburg weit weg.

Also die Variante dürften - wie schon beim letzten Mal - die ersten Streichkandidaten sein.

Re: Lage der NBS

geschrieben von: holgerb77

Datum: 16.10.20 19:36

Also langfristig wird der Innerdeutsche Flugverkehr deutlich reduziert. Ein E-/Wasserstoffflugzeug wird noch Jahrzehnte brauchen.

Auch um den Autoverkehr zu reduzieren, braucht es sehr schnelle NBS. Darum alles darauf setzen, dass die Strecke möglichst kurz und kaum Steigung hat, um Möglichst wenig Strom zu verbrauchen.

Wegen ein oder zwei Sprinter jetzt eine Ostumfahrung zu bauen, zumal die innerstädtische Strecke in Ulm/Neu-Ulm echt kurz ist 2-3 Kilometer.

Das wäre eher was für den Güterverkehr, bedarf aber auch nen längeren Tunnel und eine teure Brücke. Auch sind sinnvolle Verbindungen nur durch geschützte Auwälder möglich oder führen wieder an dichte Bebauung vorbei, was den Sinn der ganzen Maßnahme in Frage stellt.

Re: ABS/NBS Ulm-Augsburg - Wo soll die Trasse hin?

geschrieben von: holgerb77

Datum: 16.10.20 19:43

Also von Ulm nach Günzburg sind es mit der Regionalbahn ca. 17-20 Minuten. Mit dem ICE/EC ca. 12 Minuten.

Wieso muss da ein ICE zukünftig halten?

Die ECs und morgens/abends ein ICE reichen locker aus.
Dafür braucht es kein Neuen Bahnhof für Günzburg.

Re: ABS/NBS Ulm-Augsburg - Wo soll die Trasse hin?

geschrieben von: Flauschi

Datum: 16.10.20 19:53

Was man hier gar nicht bedacht hat, daß die Option offengehalten werden sollte Augsburg südlich zu umfahren, also von Gessertshausen nach Mering. Das würde gewaltig Zeit sparen und den Güterverkehr aus der Stadt holen.

und bitte auch an Ulm vorbei! (o.w.T)

geschrieben von: 38815

Datum: 16.10.20 20:30

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)

Re: und bitte auch an Ulm vorbei!

geschrieben von: holgerb77

Datum: 16.10.20 20:34

Ähm bei 180.000 Einwohnern wird keine NBS um die Stadt gebaut. Höchstens für den Güterverkehr ...

Re: ABS/NBS Ulm-Augsburg - Wo soll die Trasse hin?

geschrieben von: holgerb77

Datum: 16.10.20 20:39

Die einzig freie Passage wäre südlich Königsbrunn, schon sehr weit südlich. Auch müsste es da durch die Auwälder des Lechs. Schwierig und persönlich glaube ich nicht, dass man sowas für Güterverkehr durchbringt, ziehe Anbindung Brennertunnel.

Re: Künftige Bedienung Günzburgs

geschrieben von: 38815

Datum: 16.10.20 20:41

NBStrecke schrieb:
38815 schrieb:
NBStrecke schrieb:
38815 schrieb:
Also in dem Fall wäre ich auch für einen neuen Fernbahnhof für Günzburg an der A8.
Woher jetzt der plötzliche Sinneswandel? Wenn das so käme, würde der ICwasauchimmer über die Spange bei Burgau die 40min inkl. Halt in Günzburg einhalten können. Von daher würde man sich in dem Fall ausnahmsweise nen extra Turmbahnhof sparen.
Weil man dann in den beiden Linien noch mehr Zeit verliert in Parallele zur Schnellfahrstrecke. Mit einem Halt an der NBS ist man viel schneller.
Ok, aber dass man ne NBS baut, um schneller fahren zu können war von vorne herein klar, ist ja nicht die erste Untersuchung in der Gegend, die ganzen Entwürfe gabs schon mal.
Aber keine Beschwerde, jetzt decken sich unsere Ansichten ja ;) Halt nur blöd, dass die Politiker ziemlich sicher trotzdem den Halt in Günzburg Bf verlangen werden wollen. Für nen ziemlich teuren ICE4 wäre mir das eben zu viel Gebummel, es käme ja auch niemand auf die Idee mit nem Ferrari zum Supermarkt zu fahren ;)
Find ich halt gar nicht. Es hat ja keinen Sinn, für Milliarden neue Hochgeschwindigkeitsstrecken zu bauen, um dann irgendeinen Wasserkocher drauf zu stellen.
Du kannst vom Abzw. Rollenberg bis München fast überall 230 und in weiten Teilen gar 250 fahren. Das ist wie maßgeschneidert für den ICE4.
Den Talgo kann man da einsetzen, wo man ins Unelektrifizierte muss etc.

Ich denke schon, dass DB Fernverkehr ein Interesse hat, Günzburg zu bedienen: Legoland, Mittelzentrum, Umstiegsknoten und Pendlernest.
Andernfalls würde man das Angebot nicht sukzessive ausweiten.

Stuttgart--Ulm [Re: Lage der NBS]

geschrieben von: bigbug21

Datum: 16.10.20 20:42

Hallo junglok13,

aus eigener (auch beruflicher) Befassung ein paar Einordnungen zur Strecke Stuttgart--Ulm:

junglok13 schrieb:
103612 schrieb:
Stuttgart - Ulm auf 26 bzw. 27 Minuten.
Also die Zahl halte ich für völlig utopisch. Bzw. wie soll man die erreichen können? Das würde einen kompletten Neubau, der bisherigen NBS, welche noch garnicht fertig ist bedeuten.

Die Strecke ist 85 km lang, eine Fahrzeit von 27 Minuten entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 190 km/h -- mit wenigstens 250 km/h schnellen Triebzügen.

Zitat:
Stuttgart 21 - Stuttgart Flughafen gelten 8 min als gesetzt, auch hierbei Problem Steigung, schon mal probiert dem Berg hinauf zu beschleunigen.

Zwischen Stuttgart Hauptbahnhof und dem Flughafen, beides Teil von Stuttgart 21, sind 12 km, die im Deutschlandtakt inzwischen vielfach mit 6 Minuten hinterlegt sind. Darin spiegeln sich auch die vielen gut beschleunigenden Triebzüge wieder, zumal die ersten vier dreieinhalb Kilometer des Fildertunnels als Beschleunigungsstrecke mit weitgehend 4 Promille Steigung trassiert wurden. Darin erreichen praktisch alle geplanten Züge auch zumindest 160 km/h, teils auch mehr, soweit es die Infrastruktur zulässt.

Das ist aber hier gar nicht das Thema, da sich die 27 Minuten auf Züge beziehen, die am Flughafen durchrauschen und dort gerade eben nicht halten und damit den Filderaufstieg (10 km) in um die vier Minuten bewältigen.

Zitat:
Und wie gesagt die ursprünglichen Planungen für
Stuttgart Flughafen - Ulm sahen 20 min als Fahrzeit,
wobei man aber mittlerweile weiß, dass diese Fahrzeit nur rein in einer Computeranimation mit falschen Ausgangswerten zustande gekommen ist.
Nun man aber mittlerweile in der Praxis davon ausgeht, dass man die 250 km/h auf dem Steigungstreckenabschnitt nicht halten kann bzw. die Geschwindigkeit gar nicht erreicht wird, sondern die Geschwindigkeit auf 200-220 km/h abfällt, bei einem vollbesetzten Zug.

Stimmt, der ICE 3 fällt bis zum Scheitelpunkt des Albaufstiegs auf gut 200 km/h ab. Es reichen aber im Mittel 190 km/h aus, um die 85 km lange Strecke in 27 Minuten zu bewältigen und die Ein- und Ausfahrt in den beiden Hauptbahnhöfen mit mindestens 100 km/h erfolgt.

Zitat:
Den Zug welcher die Geschwindigkeit halten kann, existiert in der Praxis bisher leider noch nicht. Eine Zeit lang hat die Bahn ja dann 31-32 min für Stuttgart - Ulm, als reale Fahrzeit genannt. Wie es genau aussieht, kann man wohl erst in 1-2 Jahren bei einem Praxistest machen, wie gut sich die einzelnen Zugtypen auf der Steigungsstrecke bewähren, bzw. welche Geschwindigkeit sie dort wirklich fahren können.

Naja, für Fahrdynamik und Fahrzeitrechnungen gibt es Spezialisten mit Jahrzehnten Erfahrung. Die wissen schon ziemlich genau, welche Fahrzeiten erreichbar sind. Die 31 Minuten bezogen sich noch auf den langen ICE 1, den es auf der Strecke nicht mehr geben wird.

Viele Grüße
Peter

--
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[wiki.openstreetmap.org] – unterwegs für freie Eisenbahndaten

Re: ABS/NBS Ulm-Augsburg - Wo soll die Trasse hin?

geschrieben von: holgerb77

Datum: 16.10.20 20:45

Ich denke auch das die Bahn eher einen IC oder eine REexpress zwischen München und Ulm vielleicht Stuttgart dann irgendwann mal bringen wird. Augsburg-Zusmmarshausen-Günzburg-Neu/Ulm-Ulm-Geislingen-Göppingen...

Hat es schon gegeben

geschrieben von: 38815

Datum: 16.10.20 20:47

holgerb77 schrieb:
Ähm bei 180.000 Einwohnern wird keine NBS um die Stadt gebaut. Höchstens für den Güterverkehr ...
Da gab's in der Vergangenheit aber schon so einige Beispiele.
Warum muss man Ulm davor verschonen?

Re: Hat es schon gegeben

geschrieben von: holgerb77

Datum: 16.10.20 21:03

Du beziehst dich auf Heidelberg, oder? Wenn ja, Heidelberg liegt ca. 20 km von Mannheim entfernt und nicht an der NBS. Das ist was anderes.

Die Zeitersparnis Ulm auszulassen und über eine Ostumgehung zu fahren liegt bei 5-7 Min. Nicht die Welt, dass wird kein Politiker wollen. Wieso auch.

Die Ostumgehung würde viel Geld kosten, da bist mit ner 3/4 Milliarde locker dabei.

Es wird eher Diskussionen wie bei Limburg geben. Halt für Günzburg. Kostet halt nochmal 30-50 Millionen.

Re: ABS/NBS Ulm-Augsburg - Wo soll die Trasse hin?

geschrieben von: Strizie

Datum: 16.10.20 21:11

holgerb77 schrieb:
Ich denke auch das die Bahn eher einen IC oder eine REexpress zwischen München und Ulm vielleicht Stuttgart dann irgendwann mal bringen wird. Augsburg-Zusmmarshausen-Günzburg-Neu/Ulm-Ulm-Geislingen-Göppingen...
Warum sollen die Besteller eigentlich auf gut frequentierten Hauptachsen schnellen Regionalverkehr bestellen?

Solche Züge kann man auch eigenwirtschaftlich betreiben geht ja mit den ICE-Zügen welche im B-Verkehr fahren ja auch.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.10.20 21:12.

Re: ABS/NBS Ulm-Augsburg - Wo soll die Trasse hin?

geschrieben von: Strizie

Datum: 16.10.20 21:14

holgerb77 schrieb:
Also von Ulm nach Günzburg sind es mit der Regionalbahn ca. 17-20 Minuten. Mit dem ICE/EC ca. 12 Minuten.

Wieso muss da ein ICE zukünftig halten?

Die ECs und morgens/abends ein ICE reichen locker aus.
Dafür braucht es kein Neuen Bahnhof für Günzburg.
Also ich kann Dir sagen, dass die Besucher vom Phantasialand nicht nur aus Köln oder Bonn kommen und das dürfte beim Legoland ähnlich sein.

Re: Hat es schon gegeben

geschrieben von: Strizie

Datum: 16.10.20 21:19

In Frankreich baut man sogar Umfahrungen um Paris oder Lyon und das sind keine Kleinstädte.

In Ulm bietet sich einfach ein Synergieeffekt an. Den heutigen Güterverkehr weiterhin durch den Knoten Ulm zu führen ist nicht gerade eine gute Sache.

Die Umfahrung macht daher schon Sinn allerdings nur Güterzugtauglich. Dabei könnte man in der Tat auch den ICE-Verkehr mitnehmen.

Was am wenigsten Sinn macht sind durchfahrende ICE-Züge in Ulm Hbf wo man dann bei Verspätungen noch die haltenden Takt-ICE Überholen muss und diese dann auch Verspätung bekommen.

Re: Hat es schon gegeben

geschrieben von: Gitgut

Datum: 16.10.20 21:35

Auch da könnte man die Strecke verlegen und das gebiet nördlich der Strecke in ein Naturschutzgebiet verwandeln
Augsburg Ulm 2.PNG
Auch am anderen Bahnhof könnte man die Kurve vergrößern
Augsburg Ulm 3.PNG


"Giftgüter aus Osterspai"

Re: Lage der NBS

geschrieben von: Strizie

Datum: 16.10.20 21:38

holgerb77 schrieb:
Also langfristig wird der Innerdeutsche Flugverkehr deutlich reduziert. Ein E-/Wasserstoffflugzeug wird noch Jahrzehnte brauchen.

Wegen ein oder zwei Sprinter jetzt eine Ostumfahrung zu bauen, zumal die innerstädtische Strecke in Ulm/Neu-Ulm echt kurz ist 2-3 Kilometer.
Wie kommst Du darauf, dass der Flugverkehr deutlich reduziert würde? Der ICE ist auf vielen Routen in Deutschland derzeit keine Alternative zum Flieger.

Wenn man mal Köln-München betrachtet, dann bedeutet eine Umfahrung in Mannheim und Ulm immerhin einen Fahrzeitgewinn von etwa 20 Minuten.

Man muss ja schließlich auch berücksichtigen, dass man zwischen zwei Halten immer Fahrzeitreserven benötigt, welche die Fahrzeiten für Langstrecken dann noch mal unattraktiver macht.

Zwischen Brüssel und Paris lässt sich das beim Thalys sehr gut beobachten. Da kommt man in Paris auch mal 5-10 Minuten vor der Ankunftszeit an obwohl die Fahrzeit absolut konkurrenzfähig ist.

Wenn man künftig von Frankfurt nach München mit Halten in Mannheim, Stuttgart, Ulm und Augsburg fährt kann man davon ausgehen, dass dort insgesamt locker 15-20 Minuten Pufferzeit liegen. Bei Umleitungen über die Bestandsstrecke ab Ulm lassen sich aber nur noch die Pufferzeiten nutzen, welche der Takt-ICE zwischen Ulm und München hat, während der Sprinter auch die Pufferzeiten von Stuttgart-Ulm dort mit hinein tragen könnte.

Das ist halt mit ein Vorteil von Sprinterzügen. Man kann die Pufferzeiten flexibler auf der Gesamtstrecke verwenden als das bei ständig haltenden ICE möglich ist.

Zitat
Auch um den Autoverkehr zu reduzieren, braucht es sehr schnelle NBS. Darum alles darauf setzen, dass die Strecke möglichst kurz und kaum Steigung hat, um Möglichst wenig Strom zu verbrauchen.
Falsch. Der Autofahrer möchte vor allem Direktverbindungen haben und dazu eignet sich das ICE-Netz nicht so sehr.

Zitat
Das wäre eher was für den Güterverkehr, bedarf aber auch nen längeren Tunnel und eine teure Brücke. Auch sind sinnvolle Verbindungen nur durch geschützte Auwälder möglich oder führen wieder an dichte Bebauung vorbei, was den Sinn der ganzen Maßnahme in Frage stellt.
Aha gut wie immer das gleiche Problem. Autobahn geht und ist kein Problem eine Schienenstrecke geht dagegen nicht.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.10.20 21:38.

Re: Lage der NBS

geschrieben von: holgerb77

Datum: 16.10.20 22:17

Der Ausbau der B10 zwischen Neu-Ulm und Nersingen auf 4 Spuren hat enormen Gegenwind gegeben, aber die Politik wollte es.

Ich bin definitiv für mehr Schiene, aber ich befürchte das der Protest bei der NBS oder eine Ostumfahrung extrem sein wird.

Re: Lage der NBS

geschrieben von: holgerb77

Datum: 16.10.20 22:25

Das mit dem Fliegern ist immer eine Sache des Standorts. München - Berlin hat man ja gesehen, dass mehr Leute auf den Zug wechseln.

Fliegen wird immer mehr geächtet werden und die Wirtschaft wird sich dank Corona auch in der Reistätigkeit verändern. Morgens in den Flieger und abends zurück wird es nicht mehr so geben. Dank Onlinemeetings ist das sehr gut anpassbar.

Übrigens sollte die Bahn über eine Businessclass mal nachdenken. Also eigene Kabinen für 1-2 bzw. 4 Personen. Mit kleinem Schreibtisch für Laptop und sehr gutem zuverlässigem Internet. Dann kann man auch im Zug perfekt arbeiten und dann kann die Fahrt auch mal 5-20 Minuten länger dauern.

Re: Künftige Bedienung Günzburgs

geschrieben von: NBStrecke

Datum: 17.10.20 00:22

38815 schrieb:
NBStrecke schrieb:
38815 schrieb:
NBStrecke schrieb:
38815 schrieb:
Also in dem Fall wäre ich auch für einen neuen Fernbahnhof für Günzburg an der A8.
Woher jetzt der plötzliche Sinneswandel? Wenn das so käme, würde der ICwasauchimmer über die Spange bei Burgau die 40min inkl. Halt in Günzburg einhalten können. Von daher würde man sich in dem Fall ausnahmsweise nen extra Turmbahnhof sparen.
Weil man dann in den beiden Linien noch mehr Zeit verliert in Parallele zur Schnellfahrstrecke. Mit einem Halt an der NBS ist man viel schneller.
Ok, aber dass man ne NBS baut, um schneller fahren zu können war von vorne herein klar, ist ja nicht die erste Untersuchung in der Gegend, die ganzen Entwürfe gabs schon mal.
Aber keine Beschwerde, jetzt decken sich unsere Ansichten ja ;) Halt nur blöd, dass die Politiker ziemlich sicher trotzdem den Halt in Günzburg Bf verlangen werden wollen. Für nen ziemlich teuren ICE4 wäre mir das eben zu viel Gebummel, es käme ja auch niemand auf die Idee mit nem Ferrari zum Supermarkt zu fahren ;)
Find ich halt gar nicht. Es hat ja keinen Sinn, für Milliarden neue Hochgeschwindigkeitsstrecken zu bauen, um dann irgendeinen Wasserkocher drauf zu stellen.
Du kannst vom Abzw. Rollenberg bis München fast überall 230 und in weiten Teilen gar 250 fahren. Das ist wie maßgeschneidert für den ICE4.
Den Talgo kann man da einsetzen, wo man ins Unelektrifizierte muss etc.
Naja, aber unterschätz mal den Talgo nicht. Das Ding bekommt ne 6MW Lok, wenn man auf 200m verkürzt würde es noch leichter werden, also so schlecht wird der Talgo nicht abschneiden. Da würde ich keine alten Vergleiche mit ICs gelten lassen, die Talgowagen sparen ja ~30% Gewicht.
Zitat

Ich denke schon, dass DB Fernverkehr ein Interesse hat, Günzburg zu bedienen: Legoland, Mittelzentrum, Umstiegsknoten und Pendlernest.
Andernfalls würde man das Angebot nicht sukzessive ausweiten.
Ja, da Frage ist nur, ob man mit dem RollsRoyce vorfährt, oder mit "nur" mit dem BMW ;)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.10.20 00:22.

Re: Lage der NBS

geschrieben von: Strizie

Datum: 17.10.20 01:10

holgerb77 schrieb:
Das mit dem Fliegern ist immer eine Sache des Standorts. München - Berlin hat man ja gesehen, dass mehr Leute auf den Zug wechseln.

Fliegen wird immer mehr geächtet werden und die Wirtschaft wird sich dank Corona auch in der Reistätigkeit verändern. Morgens in den Flieger und abends zurück wird es nicht mehr so geben. Dank Onlinemeetings ist das sehr gut anpassbar.

Übrigens sollte die Bahn über eine Businessclass mal nachdenken. Also eigene Kabinen für 1-2 bzw. 4 Personen. Mit kleinem Schreibtisch für Laptop und sehr gutem zuverlässigem Internet. Dann kann man auch im Zug perfekt arbeiten und dann kann die Fahrt auch mal 5-20 Minuten länger dauern.
München - Berlin ist nur eine Route von vielen.

Bei Köln - Hamburg werden die Fahrzeiten der Sprinter zum Fahrplanwechsel wieder verlängert.

Bei Köln - Berlin ist der politische Gegenwind so groß gewesen, dass man zurückgerudert ist. Statt 4 Stunden werden es 4 Stunden 10 Minuten sein.

Köln - München gab es mal eine morgendliche Verbindung welche 4 Stunden benötigte aber keinen Gegenzug. Dieser ist wieder abgeschafft worden. Die Taktzüge benötigen 25 Minuten länger.

So wie man derzeit mit den Sprinterverbindungen umgeht scheint man kein wirkliches Interesse zu haben.

Man könnte auch noch Hamburg - Berlin mit 90 Minuten oder Berlin - Leipzig mit 59 Minuten aufführen. Gibt es auch nicht mehr.

FFH Gebiet !

geschrieben von: schoema

Datum: 17.10.20 09:32

FFH Gebiet - Vorschläge absolut chancenlos!

Re: Hat es schon gegeben

geschrieben von: rad3m

Datum: 17.10.20 09:47

Gitgut schrieb:
Auch da könnte man die Strecke verlegen und das gebiet nördlich der Strecke in ein Naturschutzgebiet verwandeln
[attachment]
Auch am anderen Bahnhof könnte man die Kurve vergrößern
[attachment]
Westlich vom Bahnhof Günzburg umfährt die S- Kurve der Altstrecke ein Wasserschutzgebiet. Wenn dort nur Donautal- Tiefengrundwasser hochgepumpt würde, wäre ein schützender Tunnelbau theoretisch möglich, allerdings recht teuer, wie beim Stuttgarter Anhydrit-Tunnelbau. Genehmigung eher unwahrscheinlich, weil man kein Vorbild schaffen will. Die betrachteten Korridore haben manche zunächst unverständliche Abweichungen von günstiger erscheinenden Trassierungen wegen Wasserschutzgebieten. Fast so häufig wie die Entwicklungsachsen der Gemeinden mit ihren Neubaugebieten.

Die zweite Kartenskizze, Neuoffingen betreffend, ist nur bezüglich Vogelschutzgebieten usw. etwas eingeschränkt. Davon gibt es allerdings dort mehr Ausweichflächen. Ich hatte beim Nachmessen allerdings eine gewisse Enttäuschung bezüglich des erreichbaren Kurvenradius erlebt. Die Kurve innerhalb der Bebauung ist ebenfalls recht eng.

Re: Hat es schon gegeben

geschrieben von: 103612

Datum: 17.10.20 10:21

Ich bin verwundert, dass es keine Variante gibt, die zwischen Dinkelscherben und Burgau beide Variantenbündel verknüpft?

Re: Stuttgart--Ulm [Re: Lage der NBS]

geschrieben von: Florian Ziese

Datum: 17.10.20 11:28

bigbug21 schrieb:
Stimmt, der ICE 3 fällt bis zum Scheitelpunkt des Albaufstiegs auf gut 200 km/h ab. Es reichen aber im Mittel 190 km/h aus, um die 85 km lange Strecke in 27 Minuten zu bewältigen und die Ein- und Ausfahrt in den beiden Hauptbahnhöfen mit mindestens 100 km/h erfolgt.
Also in Stuttgart sind höchstens 100 km/h möglich. Und das auch nur bei einem einzigen Gleis, ist dieses schon besetzt, sind es 80 oder schlimmstenfalls gar nur 60 km/h. Und das auch nur ohne Doppelbelgungen, von denen die ICE hoffentlich im Gegensatz zu vielen Regionalzügen verschont bleiben werden.

Zudem brauchen die Fahrpläne ja auch eine gewisse Reserve, um stabil gefahren werden zu werden. Und ICE 4 wird es dann auch geben, die etwas länger als die ICE 3 brauchen werden.
So ohne ist die Steigung jedenfalls nicht, in den Simulationen war eine 146 mit 5 Dosto jedenfalls nicht in der Lage, bergauf 160 km/h zu halten.

Gruss

Florian



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.10.20 11:28.

Re: Die Suchkorridore stehen nun fest

geschrieben von: rad3m

Datum: 17.10.20 11:34

NBStrecke schrieb:
holgerb77 schrieb:
Die Varianten über Burlafingen haben aber das Problem bezüglich des nicht vorhandenen Platzes. Hier müsste es eigentlich 4-Spurigen werden. Dazu der neue Bahnhof für die S-Bahn.
Naja, für 4gleise ist noch locker Platz und den SBahnhof mit notfalls Gleisen 5+6 kann man am Nordostrand bauen, wo noch keine Häuser stehen. Dort gibts sowieso schon ne Straßenbrücke über die Gleise (Adenauerstr.) dort könnte man die Brücke einfach verbreitern und hätte dann genug Platz. Die NBS-Gleise müssten ja sowieso nach Osten verschwenkt werden.
Erst die "Adenauerstr," hat mir bestätigt, das Ihr wirklich das Neu-Ulmer Burlafingen meint. Denn dort wird eine S-Bahn ja nicht die Bedeutung wie eine Stuttgarter S- Bahn erlangen. Wenn es dort an der Altstrecke wieder Bahnsteige gäbe, würde es reichen. Aber für zwei SFS- Gleise zusätzlich müssten trotzdem kleine Häuser abgerissen werden. Nach Katasterplan dürften diese auf Bahngrundstücken stehen - vielleicht auf Widerruf ohne Lanzeitgarantie? Ich hatte die SFS-Abzweigung vorsichtshalber zwischen Neu-Ulm und Burlafingen gesehen. Auch weil man für eine Überwerfung Platz braucht.

Ich war also etwas befriedigt, als ich in der oben verlinkten Suchkorridor- Karte den dunkelgrünen (türkis) Vorschlag entdeckte. Ich hatte die Augsburger Gruppe schon längst fragen wollen, warum sie den Bogen der Abzweigung so weit nach Norden fast nach Nersingen gelegt hatten. Wie es jetzt auch die anderen drei Korridore zeigen. Freilich zeigt die Karte parallel zur Altstrecke zwischen Neu-Ulmer Industriegebiet und der Autobahn bei Burlafingen hellrosa Farbe, was immer das sagen soll. Im Mindeltal südlich von Burgau scheint es nichts zu bedeuten. Außer dass in den ehemaligen Feuchtgebieten das Bauen aufwendiger sein kann. Überhaupt scheint mir die türkise Variante nachträglich hinzugekommen zu sein, um noch eine zum Wegstreichen zu haben. Sie ähnelt ausgerechnet in demjenigen Abschnitt meinen alten Ideen, wo ich wegen eines Wasserschutzgebietes schon wieder davon Abstand genommen habe: Südlich von Straß. Östlich des Bibertals hat sie einige Vorteile, insbesondere gegenüber der Autobahn- nahen Trasse.

Der hellblaue Korridor zwischen Pfaffenhofen und Ichenhausen ist mir neu. Soweit südwestlich von Günzburg entfernt hatte ich bisher nicht geschaut. Weil aber der Umsteigebahnhof südlich von Ichenhausen genau meine Wahl ist, und von dort bis Dinkelscherben nur kleine Verschwenkungen, je nach favorisierter Höhenlage der Tunnel und Viadukte vorkommen, könnte das ein guter Kompromiss mit relativ schneller Realisierung werden.

Östlich von Burgau sind Korridore hinzugekommen, die sicher andere besser beurteilen können als ich. Je näher an Augsburg, desto seltener war ich dort. Violett und Grün - unabhängig davon, wie diese sich im Westen schlagen - wie muss man sie bei der Einschleifung in den Siedlungsgebieten vor Augsburg beurteilen? Grün geht ja brutal direkt als langes Viadukt? Auch die Querung des Kammeltals bei Goldbach dürfte fast so teuer werden, wie die violette autobahnnahe Trasse.

Re: Die Suchkorridore stehen nun fest

geschrieben von: junglok13

Datum: 17.10.20 12:06

rad3m schrieb:
Östlich von Burgau sind Korridore hinzugekommen, die sicher andere besser beurteilen können als ich. Je näher an Augsburg, desto seltener war ich dort. Violett und Grün - unabhängig davon, wie diese sich im Westen schlagen - wie muss man sie bei der Einschleifung in den Siedlungsgebieten vor Augsburg beurteilen? Grün geht ja brutal direkt als langes Viadukt? Auch die Querung des Kammeltals bei Goldbach dürfte fast so teuer werden, wie die violette autobahnnahe Trasse.

Bzgl. Anbindung Augsburgs, wie auch Neu-Ulms, bei manchen Varianten, wird eine Untertunnelung der Stadtgebiete, analog zur NBS Anbindung in Ulm vorgeschlagen, die NBS endet direkt im Bahnhofsvorfeld, kommt da wieder ans Tageslicht.
Nähere Infos hier:
Infomarkt Ulm-Augsburg

Re: Die Suchkorridore stehen nun fest

geschrieben von: holgerb77

Datum: 17.10.20 12:26

Ich versteh gar nicht wieso die NBS unbedingt durch Günzburg durch soll.

Jetzt fahren die ICEs mit ganz weniger Ausnahmen auch durch. IC/EC halten.

So kann das doch weiterhin auch bleiben.

Es geht hier nur um Pendler Richtung München und Stuttgart. Da reichen die IC/EC und ICEs zu Randzeiten aus. Zum Legoland kann man auch einen Halt ca. 2 km nördlich von Kleinkötz einrichten, aber das hätte man jetzt auch schon machen können. Ist halt nur von März bis November eigentlich notwendig.

Aus Richtung Ulm ist Günzburg sehr gut erreichbar und wird durch Regio S-Bahn noch besser. Aus Richtung Augsburg braucht die Bimmelbahn zu lange, hier wäre ein Interregio mit Halt in Zusmarshausen, Günzburg und Neu-Ulm eine Alternative.

Re: Stuttgart--Ulm [Re: Lage der NBS]

geschrieben von: bigbug21

Datum: 17.10.20 14:01

Hallo Florian,

bigbug21 schrieb:
Stimmt, der ICE 3 fällt bis zum Scheitelpunkt des Albaufstiegs auf gut 200 km/h ab. Es reichen aber im Mittel 190 km/h aus, um die 85 km lange Strecke in 27 Minuten zu bewältigen und die Ein- und Ausfahrt in den beiden Hauptbahnhöfen mit mindestens 100 km/h erfolgt.
Also in Stuttgart sind höchstens 100 km/h möglich. Und das auch nur bei einem einzigen Gleis, ist dieses schon besetzt, sind es 80 oder schlimmstenfalls gar nur 60 km/h. Und das auch nur ohne Doppelbelgungen, von denen die ICE hoffentlich im Gegensatz zu vielen Regionalzügen verschont bleiben werden.

Das stimmt, die strukturgebenden Linien des Deutschlandtakts nutzen jedoch in beiden Hauptbahnhöfen die mit 100 km/h befahrbaren Gleise.

Zitat:
Zudem brauchen die Fahrpläne ja auch eine gewisse Reserve, um stabil gefahren werden zu werden. Und ICE 4 wird es dann auch geben, die etwas länger als die ICE 3 brauchen werden.
So ohne ist die Steigung jedenfalls nicht, in den Simulationen war eine 146 mit 5 Dosto jedenfalls nicht in der Lage, bergauf 160 km/h zu halten.

Die reine Fahrzeit Stuttgart--Ulm, einschließlich 5 % Regelzuschlag, wurde für den ICE 3 schon 2011 mit 25,5 Minuten angegeben. Seither hat sich die Infrastruktur weiterentwickelt, unter anderem durch die mit ETCS schnellere Einfahrt in Ulm. Bei einer Fahrzeit von 27 Minuten ergibt sich damit eine Reserve von 3 Minuten. Die 146 mit 5 Dosto-Wagen sind auch überholt, moderne spurtstärke Triebzüge halten auch in 25 Promille Steigung Tempo 160, der ICE 3 ist da sogar noch schneller.

Viele Grüße
Peter

--
[de.wikipedia.org]
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Re: Die Suchkorridore stehen nun fest

geschrieben von: rad3m

Datum: 17.10.20 18:01

junglok13 schrieb:
Bzgl. Anbindung Augsburgs, wie auch Neu-Ulms, bei manchen Varianten, wird eine Untertunnelung der Stadtgebiete, analog zur NBS Anbindung in Ulm vorgeschlagen, die NBS endet direkt im Bahnhofsvorfeld, kommt da wieder ans Tageslicht.
Nähere Infos hier:
Infomarkt Ulm-Augsburg
Danke für den zusätzlichen Link zum Infomarkt, wo man künftig gezieltere Infos erhoffen kann. Im Moment hat die dortige Karte nur den Vorteil, dass der Korridor mit der Straßenkarte, also dem Augsburger Stadtplan verknüpft ist. Ich hatte mir halt openstreetmap in einem zweiten Fenster daneben geöffnet, was mich auch so darauf brachte, dass der letzte Kilometer über der ganz alten, kürzeren Westeinfahrt verlaufen würde, wo heute wohl nur noch ein Gütergleis liegt. (Openstreetmap zeigt in dessen Verlängerung übrigens als Radwanderweg die ehemalige Bahnstrecke nach Welden.)

Ob man dort für diese SFS-Trasse einen Tunnel planen würde, scheint mir zweifelhaft, weil das Tal der Schmutter bei Ottmarshausen sehr tief liegt. Entsprechend weit nach Westen würde das Tunnelportal rücken müssen, wahrscheinlich sogar bis Horgau. Als Basistunnel wären das dann fast zwanzig Kilometer ab B17 gerechnet. Wenn man nach Unterquerung des Tals gleich steil hinaufgeht und im Wald einen liefen Einschnitt planen darf, käme man mit Portal nördlich von Biburg oder nahe bei Aystetten auf etwa zehn Kilometer Länge. Ein Tunnel unter solch einem Schotter- gefüllten Tal ist aber riskant zu bauen. Bei Stuttgart 21 erwies sich die Untertunnelung des Neckartals bei Untertürkheim als schwierigster Abschnitt. Wenn es nur um den Lärmschutz geht, ist ein Viadukt über das Schmuttertal, genauer gesagt ein geschlossener Tunnel auf Pfeilern, der bessere Kompromiss. Bei der schrägen Lage etwa knapp 3km lang. Durch das Industriegebiet könnte eine offene Wanne reichen. Wo Wohnbebauung nahe heranreicht: Wanne mit Deckel bzw. Tunnel in offener Bauweise. Dann bleibt als echter Tunnel nur noch der bewaldete Bergrücken von einigen Kiometer Länge.

Re: Stuttgart--Ulm [Re: Lage der NBS]

geschrieben von: rad3m

Datum: 17.10.20 18:53

Hallo bigbug21 und Florian, weil Ihr immer noch um Minuten feilscht, komme ich doch nochmal dazu, Genaueres zum Langsamfahrt- Abschnitt Neu-Ulm zu erfragen.

In einigen Nebensätzen (bei anderen Unterthemen) liest man heraus: Ulm wirkt nicht als Bremse. Das stimmt für Wendlingen-Ulm, wenn die Einfahrgeschwindigkeit passend zur Kurve beim Portal des Albabsteigstunnels geregelt wird. Und bei Fahrt hinauf Richtung Stuttgart gibt es sowieso keine Probleme. Gleiches gilt analog bis auf die Donaubrücke. Für Neu-Ulm hat sich irgendwie im Bewusstsein der Werbespruch festgesetzt: "Neu-Ulm-21" war der erste fertiggestellte Bauabschnitt der SFS nach München.

Mag sein, aber ist es Teil einer Schnellfahrstrecke? Hat jemand aktuelle Daten über die Fahrgeschwindigkeit der ICEs? Ich habe regelmäßig beobachtet, dass von München kommende ICEs schon bei Bulafingen zu bremsen beginnen. Bei Neu-Ulm-Pfuhl gibt es eine Feldweg-Überführung, unter der alle Züge bremsen. Denn hinter der Kurve kommt schon die Abzweigung der zwei südlichen Bahnhofsgleise. Stadteinwärts folgt eine Straßen-, und dann noch eine Fußgängerüberführung über die dort dann fünf Gleise. Dort sind alle Züge in beide Richtungen langsam unterwegs, weil zwischen dort und den Bahnsteigen eine enge S-Kurve liegt. Mit ähnlichem Radius wie zwischen Bahnhof Neu-Ulm und der Donau. Diese S- Kurve kann ich nur als kleinkariert bezeichnen. Wollte man eine zu schnelle Durchfahrt der Bahnsteiggleise verhindern? Heute würde man vielleicht auf ein Bahnsteiggleis verzichten, damit ICEs gleich außerhalb der Donaubrücken- Kurve schneller fahren können. Es geht immerhin um 2km oder 3,5km, falls noch eine mittlere Begrenzung wegen der Anzweigweichen notig ist.

Wenn man bei Openstreetmap hineinzoomt, entdeckt man sogar zwei leichte S- Kurven, jeweils am Anfang und Ende der schon bei gröberen Maßstäben offensichtlichen Kurve. Die Konstrukteure dieses Neubaustrecken- Stücks hatten wohl Grundstücksprobleme. Auch das Bahn- Umspannwerk könnte mit seinen Zuleitungsmasten ein Verschieben der Strecke nach Memmingen verhindert haben. Egal, jetzt ist dort nichts mehr zu machen. Aber wie sind die Auswirkungen? Vielleich ist das "Schleichtempo" ja doch erträglich? Von außen täuscht man sich ja leicht beim Abschätzen.
Hallo rad3m,

rad3m schrieb:
Hallo bigbug21 und Florian, weil Ihr immer noch um Minuten feilscht, komme ich doch nochmal dazu, Genaueres zum Langsamfahrt- Abschnitt Neu-Ulm zu erfragen.

In einigen Nebensätzen (bei anderen Unterthemen) liest man heraus: Ulm wirkt nicht als Bremse. Das stimmt für Wendlingen-Ulm, wenn die Einfahrgeschwindigkeit passend zur Kurve beim Portal des Albabsteigstunnels geregelt wird. Und bei Fahrt hinauf Richtung Stuttgart gibt es sowieso keine Probleme. Gleiches gilt analog bis auf die Donaubrücke. Für Neu-Ulm hat sich irgendwie im Bewusstsein der Werbespruch festgesetzt: "Neu-Ulm-21" war der erste fertiggestellte Bauabschnitt der SFS nach München.
Die Bögen in beiden Köpfen des Bahnhofs Neu-Ulm sind für 120 km/h zugelassen (siehe auch [www.openrailwaymap.org] und geben leider auch nicht wesentlich mehr her. Allerdings ist es auch keine große Kunst, auf einer ohnehin weitgehend neu gebauten Strecke rund 70 km stabil in 26 Minuten mit 300 km/h schnellen Zügen zurückzulegen.

Heute liegen zwischen Ulm und Augsburg erhebliche Reserven im Fahrplan, bei planmäßigen Verlauf sind Schleichfahrten nichts Ungewöhnliches.

Zitat:
(...)
Viele Grüße
Peter

--
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Re: Lage der NBS

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 18.10.20 02:10

Alibizugpaar schrieb:Zitat:
Kann der Skoda-RE nicht die Legoländer, Coburgs, Outletcenter, Käsereien, Getränke- und Jahrmärkte dieser Republik abklappern? Dann braucht künftig nicht der ECE Kopenhagen - Hamburg wegen der Erlebniswelt Marmeladenwerk in Bad Schwartau halten. Und das Hansaland nebenan in Sierksdorf nimmt der Skoda auch gleich mit.
Wenn du den Aufgabenträgern das Geld dafür sponsorst, dann können wir eher drüber reden.

Wir sollten aber nicht vergessen, dass die Menschen nicht nur im Berlin, Hamburg, München wohnen, sondern auch irgendwo dazwischen... Gleiches gilt mit Zielen, mit Arbeitsplätzen, Tourismus usw...

Es ist alles eben eine Abwägungssache zwischen den verschiedenen Verkehrsströmen in den jeweiligen Quantitäten. Von einem Fernverkehrshalt in Günzburg profitieren auch nicht nur diejenigen, die ihre Reise in Günzburg starten oder beenden, sondern auch jene, die dort wiederum umsteigen oder das Verkehrsmittel wechseln.

Und ob wirklich ECE nach Kopenhagen fahren, wird die Zukunft zeigen.

Der Bundesverkehrswegeplan benennt grundsätzlich nur, dass es sich um Fernverkehrszüge handelt. Erst die Verkehrsunternehmen definieren, ob es dem IC, dem EC, dem ICE, dem ECE oder auch de, Flix zugeordnet wird... Deswegen sprechen wir auch nicht vom ICE-Halt Günzburg sondern eben vom FV-Halt Günzburg. Das kann ein IC sein, oder eben ein ICE - den Bund juckt sowas nicht (die Fahrgäste auch nicht). Nur ein paar Freaks, die sich Definitionen ausdenken und hysterische Anfälle haben, wenn ihre selbst erdachte Definition mit der Realität kollidiert und mal anders aussieht.

Manche (private) Dogmen sollte man einfach über Bord werfen, anstatt sich drüber aufzuregen.

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]
bigbug21 schrieb:
Die Bögen in beiden Köpfen des Bahnhofs Neu-Ulm sind für 120 km/h zugelassen (siehe auch [www.openrailwaymap.org] und geben leider auch nicht wesentlich mehr her.
....
Viele Grüße
Peter
Danke für den Link. Darauf war ich tatsächlich nie wegen der Höchstgeschwindigkeiten. Über die hatte ich mich auf einer Bahn- Infrastrukturseite informiert, die ich jetzt leider nicht wiedergefunden habe. Auch dort waren aber nur größere, einheitliche Abschnitte zu finden gewesen. Nicht die vielen wegen irgendwelcher maroden kleinen Brücken. Hier fand ich jetzt immerhin die Auswirkung der Abzweigweichen zu den beiden Südgleisen, die allerdings auch noch mit 100kmh befahren werden dürfen. Das einzigemal, als ich dort einen Zug fahren sah, war es ein Güterzug, der das nicht wusste (oder konnte) und mit höchstens Tempo 60 Richtung Günzburg einbog.

Ich vermute, dass man zur Zeit nach Fahrplan auf freier Strecke von Nersingen bis an Burlafingen vorbei eher schneller als 160kmh fährt, dann aber durch Neu-Ulm deutlich unter 100, ich schätze sogar unter 80. Gerade so, dass der Schwung die Steigung nach Ulm hinauf reicht, um mit Bahnsteig- gemäßer Geschwindigkeit hinein zu rollen. Wenn man beim Neu-Ulmer Bahnhof über dem Einfahrgleis steht und zur Kurve nach Osten schaut, kommt ein ICE weniger als halb so schnell herein, als man ihn auf der Brücke bei Burlafingen von Günzburg kommen sieht.

Ich weiß nicht, ob man aus Lärmschutzgründen so langsam fährt, ob die Bahnsteige oft zu voll sind, oder ob openrailwaymap nicht aktuell ist. Am anderen Ende von Ulm kann auch etwas nicht stimmen: Richtung Blaubeuren ausfahrende IREs nach Sigmaringen haben bei Durchfahrt des Bahnhofs Söflingen fast immer rund 100km/h und kommen bis vor Blaustein bis auf 140 (, wenn sie Verspätung haben). Beim Einfahren von Westen stimmen die angegebenen Werte wohl besser.
rad3m schrieb:Zitat:
Danke für den Link. Darauf war ich tatsächlich nie wegen der Höchstgeschwindigkeiten. Über die hatte ich mich auf einer Bahn- Infrastrukturseite informiert, die ich jetzt leider nicht wiedergefunden habe. Auch dort waren aber nur größere, einheitliche Abschnitte zu finden gewesen. Nicht die vielen wegen irgendwelcher maroden kleinen Brücken. Hier fand ich jetzt immerhin die Auswirkung der Abzweigweichen zu den beiden Südgleisen, die allerdings auch noch mit 100kmh befahren werden dürfen. Das einzigemal, als ich dort einen Zug fahren sah, war es ein Güterzug, der das nicht wusste (oder konnte) und mit höchstens Tempo 60 Richtung Günzburg einbog.

Ich vermute, dass man zur Zeit nach Fahrplan auf freier Strecke von Nersingen bis an Burlafingen vorbei eher schneller als 160kmh fährt, dann aber durch Neu-Ulm deutlich unter 100, ich schätze sogar unter 80. Gerade so, dass der Schwung die Steigung nach Ulm hinauf reicht, um mit Bahnsteig- gemäßer Geschwindigkeit hinein zu rollen. Wenn man beim Neu-Ulmer Bahnhof über dem Einfahrgleis steht und zur Kurve nach Osten schaut, kommt ein ICE weniger als halb so schnell herein, als man ihn auf der Brücke bei Burlafingen von Günzburg kommen sieht.

Ich weiß nicht, ob man aus Lärmschutzgründen so langsam fährt, ob die Bahnsteige oft zu voll sind, oder ob openrailwaymap nicht aktuell ist. Am anderen Ende von Ulm kann auch etwas nicht stimmen: Richtung Blaubeuren ausfahrende IREs nach Sigmaringen haben bei Durchfahrt des Bahnhofs Söflingen fast immer rund 100km/h und kommen bis vor Blaustein bis auf 140 (, wenn sie Verspätung haben). Beim Einfahren von Westen stimmen die angegebenen Werte wohl besser.
Kein Lärmschutz, um den brauchen die Fernzüge sich auch keine Sorgen machen. Stell dich mal in Neu-Ulm bei einer Güterzugdurchfahrt auf den Bahnsteig, dann kannst du das Scheppern und Lärmen vom Betontrog aufgeschaukelt so richtig schön genießen. Die Anwohner der Meininger Allee wären froh, wenn beim Bau des Bahnhofs jemand an Lärmschutz gedacht hätte.
Der Fernverkehr von Osten kommend nach Ulm rein hat es schlichtweg nicht nötig, die Geschwindigkeiten bis zum letzten auszureizen und dann voll in die Eisen zu gehen. Augsburg -> Ulm hat so viele Puffer im Fahrplan, dass man bequem weit östlich ausrollen lassen kann und dann ohne viel Bremsen bis zur Donaubrücke kommt.
Andersherum ist es etwas anders, insbesondere wenn die Züge verspätet aus Stuttgart kommen, wird aus Ulm auch so ausgefahren, dass man die Geschwindigkeit voll nutzen kann. Da gibt es auch nicht mehr viel zu optimieren, so stark beschleunigen die ICE nicht, dass sie bei 70 km/h auf der Donaubrücke einen halben Kilometer weiter schon mit 160 km/h durch Neu-Ulm fahren könnten.

Blaue Varianten kompatibel zum Deutschland-Takt?

geschrieben von: Abteil

Datum: 18.10.20 13:04

Die beiden blauen Varianten dürften es - vorsichtig ausgedrückt- sehr schwer haben, die im Deutschland-Takt vorgesehene Fahrzeit von 40 Minuten zwischen Ulm und Augsburg mit Halt in Günzburg einzuhalten. Denn die Streckenlänge für diese Züge würde kaum verkürzt und die Geschwindigkeit auch nur auf sehr kurzen Ausbaubereichen angehoben. Für meine Begriffe werden die blauen Trassen nur pro forma aufgeführt, um sie alsbald wieder verwerfen zu können. So hat man fürs ROV zumindest der geforderten großräumigen Variantenabwägung Genüge getan.

Es läuft mithin auf grün, türkis oder violett hinaus, die neben den in Günzburg haltenden Zügen auch die in 26 Minute vorgesehene Nonstopverbindung Ulm - Augsburg auf kürzerer Strecke liefert.

Wobei ich zumindest eine Verknüpfung von den drei genannten Varianten bei Burgau (also grün, türkis und violett im Westteil bis Burgau) mit Dinkelscherben (blau im Ostteil ab Dinkelscherben) gerne geprüft sähe. In der Diretissima Burgau - Dinkelscherben sind kaum Raumwiderstände verzeichnet, sodass eigentlich nichts gegen die Verknüpfung dieser beiden Gelenkpunkte spricht, allenfalls die Fahrzeit, da möglicherweise zu umwegig. Gut möglich, dass dieser Verbindungskorridor noch ergänzt wird.

Was Günzburg angeht, kann mit der äußerst wahrscheinlichen Führung über Burgau (grün, türkis, violett) der regelmäßige Fernzughalt gemäß Deutschland-Takt entweder per Ausschleifung ebendort oder (violett) per NBS-Turmbahnhof über der Mittelschwabenbahn am Legoland sichergestellt werden. Da es ohnehin nicht auf blau hinausläuft, zumindest im Westteil nicht, hat der Günzburger Landrat allen Grund, entspannt das Trassenauswahlverfahren zu beobachten. Eine gute Anbindung wird es damit in jedem Fall geben.

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Re: Blaue Varianten kompatibel zum Deutschland-Takt?

geschrieben von: JoergAtDSO

Datum: 18.10.20 17:25

Hallo Abteil

Abteil schrieb:
Die beiden blauen Varianten dürften es - vorsichtig ausgedrückt- sehr schwer haben, die im Deutschland-Takt vorgesehene Fahrzeit von 40 Minuten zwischen Ulm und Augsburg mit Halt in Günzburg einzuhalten. Denn die Streckenlänge für diese Züge würde kaum verkürzt und die Geschwindigkeit auch nur auf sehr kurzen Ausbaubereichen angehoben. Für meine Begriffe werden die blauen Trassen nur pro forma aufgeführt, um sie alsbald wieder verwerfen zu können.
Wenn man eine der blauen Varianten realisiert würde es sich anbieten, die alte kurvige Strecke zwischen Dinkelscherben-Freihalden-Jettingen stillzulegen und diese durch eine kurz Neubauspange von der blauen Trasse bei Oberwaldbach bis Jettingen zu ersetzen. Somit liesse sich eine geradlinige Streckenführung von Oberwaldbach bis Offingen realisieren und die Züge nach Günzburg könnten von Augsburg bis Offingen mit 200km/h verkehren.

Gruß Jörg

Re: Die Suchkorridore stehen nun fest

geschrieben von: schoema

Datum: 18.10.20 21:00

Zitat
Ich hatte mir halt openstreetmap in einem zweiten Fenster daneben geöffnet, was mich auch so darauf brachte, dass der letzte Kilometer über der ganz alten, kürzeren Westeinfahrt verlaufen würde, wo heute wohl nur noch ein Gütergleis liegt. (Openstreetmap zeigt in dessen Verlängerung übrigens als Radwanderweg die ehemalige Bahnstrecke nach Welden.)
An diesem Gütergleis liegt ein Stützpunkt von DB Gleisbau; das Gleis führt dann wieder bei Westheim auf die Hauptstrecke. Eine Verbindung zur ehemaligen Weldenbahn gab es nicht; die zweigte bereits nach Neusäß aus der Hauptbahn ab.

Re: Blaue Varianten kompatibel zum Deutschland-Takt?

geschrieben von: Felin

Datum: Gestern, 12:45:54

Abteil schrieb:
Die beiden blauen Varianten dürften es - vorsichtig ausgedrückt- sehr schwer haben, die im Deutschland-Takt vorgesehene Fahrzeit von 40 Minuten zwischen Ulm und Augsburg mit Halt in Günzburg einzuhalten.
Warum das? Aktuell finde ich Augsburg - Ulm in 42 - 44min mit Halt in Günzburg. Das wäre ja eigentlich gar nicht so viel Zeit, die man einsparen müsste, um auf die 40min zu kommen. Wobei ich zustimme: bei den blauen Varianten wäre das sicher dann arg auf Kante genäht, weshalb kleinere zusätzliche Begradigungen, wie hier im Faden schon geschrieben wurde, trotz allem sinnvoll/nötig wären. Der Vorteil bei den blauen Varianten ist halt, dass ca. 1/3 entlang der Bestandesstrecke verläuft.

Re: Blaue Varianten kompatibel zum Deutschland-Takt?

geschrieben von: holgerb77

Datum: Gestern, 13:05:26

Ich bin mir da nicht so sicher, ob es ein Vorteil ist, wenn relativ viel auf der Bestandstrecke laufen würde. Da würde ja sicherlich nicht von 2 auf 4 Gleise erhöht werden, dafür ist ja teilweise kein Platz und einige Bahnhöfe müssten aufwendig umgebaut werden.

Dazu kommt, das die Strecke ja schon relativ viel Verkehr hat. Wie soll da sinnvoll ein Betrieb aus langsamen Güterverkehr/Regionalbahn und schnellem ICE funktionieren?

Ich hoffe es wird so wie bei der Rheintalstrecke. 2 Gleise für den schnellen ICE Verkehr und 2 optimierte Gleise für Güter und Regionalverkehr. Um in Zukunft hier keinen Engpass zu haben. Es soll ja mehr Güter auf die Schiene.

Da wäre auch die Begradigung zwischen Dinkelscherben und Freihalten sinnvoll. Andererseits wäre ein Halt bei Gabelbach für die umliegenden Orte und Zusamershausen interessant.

Die direkte Linienführung würde 2 Kilometer weniger Strecke bedeuten, vor allem aber eine deutlich schneller Geschwindigkeit ermöglichen. 200 km/h wäre dann da locker möglich, sprich eine Verbesserung von ca. 2,5 Minuten
Screenshot 2020-10-19 125645.png

Re: Blaue Varianten kompatibel zum Deutschland-Takt?

geschrieben von: Abteil

Datum: Gestern, 18:20:02

Felin schrieb:
Wobei ich zustimme: bei den blauen Varianten wäre das sicher dann arg auf Kante genäht, weshalb kleinere zusätzliche Begradigungen, wie hier im Faden schon geschrieben wurde, trotz allem sinnvoll/nötig wären. Der Vorteil bei den blauen Varianten ist halt, dass ca. 1/3 entlang der Bestandesstrecke verläuft.

Eben deswegen, arg auf Kante genäht passt nicht zum Deutschland-Takt, der gute und verlässliche Anschlussbeziehungen sicherstellen soll. Einschließlich der nötigen Regel- und Bauzuschläge sowie einer angemessenen Verspätungsreserve dürften die 40 Minuten so kaum zu machen sein. Heute brauchen die allermeisten Züge mit Halt in Günzburg mindestens 44 Minuten. Östlich Dinkelscherbens sind wir dabei schon heute bei 200 km/h. Hier brächte eine Geschwindigkeitserhöhung der 230-km/h-Linie vielleicht eine Minute. Dann müsste man zwischen Dinkelscherben und Burgau schon mindestens 3 Minuten rausholen - äußerst sportlich.

Wenn überhaupt mit den blauen Varianten, dann wohl nur mit der von Joerg angesprochenen Verbindungsspange nach Burgau, welche die genannten drei Minuten liefern müsste. Wobei die Mehrkosten dafür fraglich erscheinen. Wenn schon dort hoch trassiert wird, kann man von den blauen Trassenvarianten von Augsburg - Dinkelscherben kommend auch gleich über Burgau trassieren und dort Richtung Westen auf grün/türkis/violett übergehen, was ich ja im Ursprungsbeitrag schon angerissen hatte. Damit hätten wir den von Dir o.g. Vorteil mit einer günstigen Ausschleifung in Burgau kombiniert.

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