DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 01 - News 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Testforum aufsuchen!
News und aktuelles Betriebsgeschehen - Fragen sind keine News, können aber in den anderen Foren gerne gestellt werden. Für Updatemeldungen von Websites bitte das Forum Bahn und Medien verwenden.
Seiten: 1 2 3 All Angemeldet: -
Die HESSENSCHAU berichtet heute davon, dass der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) Corona-beding etwa 25 % weniger Fahrgeldeinnahmen zu verzeichnen haben.

Hier der Link:

[www.hessenschau.de]



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.10.20 21:11.
Fürchte das sind sehr nachhaltige Änderungen. Viele Menschen verändern ihre Gewohnheiten nach ein paar Monaten Auto auf Dauer und kehren dem ÖPNV den Rücken. Zudem werden durch homeoffice viele Fahrten eingespart. Bin gespannt, wie es sich entwickelt, aber gehe von einer nachhaltigen Trendwende bei den Fahrgästen insb. im Berufsverkehr aus.
Sebastian schrieb:
Fürchte das sind sehr nachhaltige Änderungen. Viele Menschen verändern ihre Gewohnheiten nach ein paar Monaten Auto auf Dauer und kehren dem ÖPNV den Rücken.
Das hängt m.E. stark von der Gesamt- Verkehrsentwicklung ab. Sinkt das Gesamt- Verkehrsniveau, reduzieren sich im ersten Schritt vor allem die Nachteile der Autofahrt. Man braucht keine Stunde mehr sondern vielleicht 40 Minuten. Parkplätze findet man auch leichter. So lange das so ist, gewinnt erstmal das Auto. Steigt das Verkehrsaufkommen so weit wieder an, dass man wieder eine Stunde braucht oder keine Parkplätze mehr findet, holt der SPNV wieder auf.
Deswegen tut:
Zitat
Zudem werden durch homeoffice viele Fahrten eingespart.
erstmal ganz besonders dem ÖV weh. Dieser Trend zum Homeoffice wird sich aber wohl nicht komplett zurückdrehen, insofern sehe ich tatsächlich auf kurze bis mittlere Sicht auch in der Tat tendenziell eine Schwächung des ÖV.

Zitat
Bin gespannt, wie es sich entwickelt, aber gehe von einer nachhaltigen Trendwende bei den Fahrgästen insb. im Berufsverkehr aus.
Wie erwähnt dürfte da ganz maßgeblich sein, wie sich der Gesamtverkehr und damit die Stauerfahrung der Autofahrer entwickelt. Die Menschen fahren im überwältigenden Anteil nicht aus altruistischen Motiven mit der Bahn, sondern weil sie es für sich als vorteilhaft identifiziert haben (da wird dann noch ein bisschen argumentativer Schmuck drum gehängt, man sollte das aber nicht überinterpretieren). Sinkt der Vorteil, sinkt die Nutzung.
Der Rückgang von Einnahmen in dem Ausmaß ist eine durch die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen hervorgerufene Sondersituation. Wenn es im kommenden Jahr keine Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen wie im März und April 2020 geben wird, wird es auch einen geringeren Rückgang von Einnahmen geben.
Dass es auch langfristige Effekte wie die Stärkung der Heimarbeit gibt, ist unstrittig, aber nicht in dem Ausmaß.

Bemerkenswert sind die großen Unterschiede zwischen NVV und RMV und dass die Zahlen im RMV so niedrig sind.
erbsenzähler89 schrieb:
Zitat:
Der Rückgang von Einnahmen in dem Ausmaß ist eine durch die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen hervorgerufene Sondersituation. Wenn es im kommenden Jahr keine Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen wie im März und April 2020 geben wird, wird es auch einen geringeren Rückgang von Einnahmen geben.
Dass es auch langfristige Effekte wie die Stärkung der Heimarbeit gibt, ist unstrittig, aber nicht in dem Ausmaß.
Ich denke es ist komplexer.
1. Es gibt nun eine Trend zum Rad - was für den ÖPNV nur eine Verstärkung der Winterspitzen zur Folge haben kann.
2. Die Kontaktbeschränkung kann vielfach zu Abokündigungen geführt haben. Es sind jedenfalls deutlich weniger Neukunden vorhanden als in vergangenen Jahren. Es handelt sich ja nicht nur um Ausflugsverkehre oder Gelegenheitsfahrten, sondern wirklich um Pendler. Zudem kommt mit dem wirtschaftlichen Rückgang eine (leicht) höhere Arbeitslosigkeit dazu, was ja wiederum zu geringeren Fahrkartenverkäufen führt.
3. Homeoffice: Noch gibt's keinen deutlichen Trend. Mein Arbeitgeber äußert sich hierin sehr kritisch. Er möchte die Homeoffice (weitestgehend) wieder aufgeben. Ob nun primär oder ausschließlich Präsensarbeit die Folge ist und wie dies bei anderen Arbeitgebern aussieht, bleibt offen.
4. Die Straßen sind durch die Homeoffice freier auch durch weniger Ausflügler usw. - das macht den Autoverkehr attraktiver.
5. Ganz problematisch sind nicht nur jene, die auf das Auto umsteigen - sondern jene, die ein neues Auto anschaffen - ist dies erstmal da, wird es auch intensiver (langfristig) genutzt werden!
6. Man wird Angebote entwickeln müssen, die sich für geringere, aber regelmäßige ÖPNV-Nutzung lohnen - damit man auch jene einfangen kann, die nun verstärkt in Homeoffice arbeiten. RMV-seitig gibt es dafür den Prepaidrabatt bei Handytickets.

erbsenzähler89 schrieb:
Bemerkenswert sind die großen Unterschiede zwischen NVV und RMV und dass die Zahlen im RMV so niedrig sind.
Wundert mich, ehrlich gesagt, überhaupt nicht.
Der NVV ist viel ländlicher strukturiert, als der RMV. Dementsprechend hat der NVV einen deutlich höheren Anteil an Ausbildungsverkehren. Und da die Schulen wieder offen sind, stieg dieser Verkehr stärker an als der Berufsverkehr (Homeoffice / Umstieg auf PKW und Rad)...

Und ja, man merkt es auch im ÖPNV, wobei ich die 92% korrekt die Maske trangende Fahrgäste so nicht bestätigen kann, ich empfinde diese deutlich geringer (wenn das Personal nicht da ist).

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]
Am Anfang der Corona-Krise wurde der Fahrkartenverkauf an personalbedienten Stellen, beim Busfahrer oder am Schalter, sowie die Fahrkartenkontrollen eingestellt. Fahrgäste wurden gebeten, Fahrkarten per App, im DB Navigator, RMV-App oder NVV-App oder am Automaten zu kaufen.
Viele Fahrgäste nutzten es aus zum Schwarzfahren, ohne Fahrkarte in den Bus zu steigen, auch dann, wenn die Möglichkeit bestanden hat, am Automaten eine Karte zu kaufen.
Nach und nach wurden die Schutzfolien und Schutzscheiben in den Bussen eingebaut und offiziell ab Pfingsten wurde der Fahrkartenverkauf wieder aufgenommen.
Sinkende Fahrgastzahlen durch den Lockdown der Barzahler, die Einzel- und Tageskarten kaufen, Abo-Pausen und Teilerstattung von zurückgegebenen Monatskarten, die Aktionstage während der Sommerferien, wo Jahreskarten im gesamten Verkehrsverbund gültig waren und Tageskarten für Einzelpersonen und Multi-Ticket single für die ganze Familie gültig waren, und die Schwarzfahrer, machten den Rückgang der Einnahmen aus.
Ich würde sagen, mit 25 % liegt man noch gut.

Nach den Herbstferien sollen im Schulverkehr zusätzliche Busse eingesetzt werden, die weitere Kosten verursachen, für die jedoch das Land einspringt.

War das nicht schon im Vorhinein klar? (o.w.T)

geschrieben von: Matzeee

Datum: 15.10.20 07:10

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)

Homeoffice wird noch wesentlich mehr werden

geschrieben von: pm

Datum: 15.10.20 10:29

Wenn ich keinen eigenen Büroarbeitsplatz mehr habe bleibe dann sogar ich zu Hause-und die Firmenchefs freuen sich darauf 30% der Mietflächen einzusparen.Wenn die bestehenden Verträge auslaufen wird es so einen Luxus wie eigenes Büro für fast alle Mitarbeiter nicht mehr geben-die Neuen bei uns bekommen soetwas gar nicht mehr.

Re: Homeoffice wird noch wesentlich mehr werden

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 15.10.20 10:38

pm schrieb:Zitat:
Wenn ich keinen eigenen Büroarbeitsplatz mehr habe bleibe dann sogar ich zu Hause-und die Firmenchefs freuen sich darauf 30% der Mietflächen einzusparen.Wenn die bestehenden Verträge auslaufen wird es so einen Luxus wie eigenes Büro für fast alle Mitarbeiter nicht mehr geben-die Neuen bei uns bekommen soetwas gar nicht mehr.
Wie gesagt: Das kommt auf die Unternehmen an. Die Beharrungskräfte sollte man nicht unterschätzen. Klar kann man Mietflächen reduzieren, wenn man Arbeitsplätze zusammenlegt (und wechselseitig in Homeoffice arbeitet) oder Stammarbeitsplätze aufgeben.
Nur es gibt genügend Unternehmen, die auf viel Präsensarbeitszeit nicht verzichten wollen - auch wenn es gehen würde.

Homeoffice hat Vor- und Nachteile, das erlebe ich deutlich. Dennoch fände ich es gut, wenn man als Arbeitnehmer eine freiere Wahl hierbei hätte. Es ist sehr naiv zu glauben, dass eine flexiblere Lösung durch dies Betriebsrat und Arbeitgeber genauso setzbar wäre, wie wenn der Gesetzgeber dies vorgibt. Denn es funktioniert nur, wenn beide Seiten wollen.

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]
Schwarzfahrer74 schrieb:
Am Anfang der Corona-Krise wurde der Fahrkartenverkauf an personalbedienten Stellen, beim Busfahrer oder am Schalter, sowie die Fahrkartenkontrollen eingestellt. Fahrgäste wurden gebeten, Fahrkarten per App, im DB Navigator, RMV-App oder NVV-App oder am Automaten zu kaufen.
Viele Fahrgäste nutzten es aus zum Schwarzfahren, ohne Fahrkarte in den Bus zu steigen, auch dann, wenn die Möglichkeit bestanden hat, am Automaten eine Karte zu kaufen.
Nach und nach wurden die Schutzfolien und Schutzscheiben in den Bussen eingebaut und offiziell ab Pfingsten wurde der Fahrkartenverkauf wieder aufgenommen.
Sinkende Fahrgastzahlen durch den Lockdown der Barzahler, die Einzel- und Tageskarten kaufen, Abo-Pausen und Teilerstattung von zurückgegebenen Monatskarten, die Aktionstage während der Sommerferien, wo Jahreskarten im gesamten Verkehrsverbund gültig waren und Tageskarten für Einzelpersonen und Multi-Ticket single für die ganze Familie gültig waren, und die Schwarzfahrer, machten den Rückgang der Einnahmen aus.
Ich würde sagen, mit 25 % liegt man noch gut.

Nach den Herbstferien sollen im Schulverkehr zusätzliche Busse eingesetzt werden, die weitere Kosten verursachen, für die jedoch das Land einspringt.
Hallo Schwarzfahrer,

schön dass sich hier einer der Mitverursacher der Misere zum Thema äußert ;-)

An wie vielen Bushaltestellen stehen Fahrscheinautomaten? Welcher RMV-Vertriebspartner hat zwischen 18:00 und 06:00 geöffnet? Das solche Zustände zum Schwarzfahren einladen (zumal auch noch durch Aushang an den Bustüren auf die Pflicht zum Fahrscheinkauf hingewiesen wird) ist doch klar. Zudem hat zumindest Marburg auch den Busfahrplan ziemlich reduziert, teilweise fuhren weniger Busse als in den Ferien...

Zum Schülerverkehr: Da wird m.E. nichts passieren, die Landkreise werden das Problem aussitzen. Es gibt (angeblich) zu wenig Busse und Busfahrer. Kurzfristig einsatzfähig wären Reisebusse, aber die sind mit Ihrem Hocheinstieg, fehlendem Mehrzweckbereich und fehlenden Stehplätzen natürlich nicht geeignet. Außerdem sind die Busse oftmals abgemeldet und benötigen eine neue Sicherheitsuntersuchung. Sollten sich Unternehmer und Kostenträger hier nicht einigen, bleiben die Busse auf dem Hof stehen.
Und die finanzielle Seite ist sicherlich auch noch nicht zu Ende diskutiert: Es wird viel versprochen, aber die Gesetze und Verordnungen sehen dann ganz anders aus und statt Kostenerstattung bekommt man ein paar Brotkrumen.
Also werden die Landkreise, die ja auch einen riesigen Kostenblock zusätzlich haben (Infektionsschutz in den Schulen und Einrichtungen der Kreise, Gesundheitsämter mit Corona-Nachverfolgung etc.) da ganz fest auf die Kostenbremse treten.

Viele Grüße von der Lahn

HPNuller

"Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware, sprich, du kannst sie kostenlos nutzen.
Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen."

PS: Setzt bitte einen passende Themabeschreibung über euren Text!
Ein guter Titel über dem Beitrag ist das Tüpfelchen auf dem i für einen wirklich guten Beitrag oder eine wirklich gute Antwort!

Re: Homeoffice wird noch wesentlich mehr werden

geschrieben von: Spessartspecht

Datum: 15.10.20 11:41

Ja, ein Stück weit ist es momentan ein Blick in die Glaskugel.

Home-office im aktuellen Umfang ist für die meisten Unternehmen, wie auch für die betroffenen (Schreibtisch-)Mitarbeiter mit Sicherheit noch Neuland. Die ersten Schlüsse dürften sein:
- Das Unternehmen kollabiert nicht augenblicklich, wenn das Büro zusperrt.
- Das Unternehmen kann Büromiete sparen.
- Die eingesparten Zeiten beim Pendeln lassen sich prima anderweitig nutzen.
- Daheim bleiben spart Fahrtkosten.

Jetzt wird Corona uns sicher noch eine Weile zu Hause festketten und dann irgendwann hoffentlich vorbei sein.

Dann kann man ein Resümee ziehen – welches je nach Branche, Unternehmen und sogar Abteilung aber unterschiedlich ausfallen dürfte:
- Welche Tätigkeiten lassen sich komplett und dauerhaft ins HO verlagern?
- Welche Tätigkeiten funktionieren in hybriden Modellen problemlos?
- Welche Tätigkeiten funktionieren in hybriden Modellen nur bedingt?

Ich persönlich glaube, dass sich repetitive und administrative Tätigkeiten größtenteils problemlos und dauerhaft ins HO verlagern lassen. Hier werden viele Unternehmen in Zukunft hybride Modelle anbieten, alleine schon, um sich neue Mitarbeiter geographisch zu erschließen, oder erfahrene Mitarbeiter nicht zu verlieren.

Für kreative-konzeptionelle Prozesse, die jedes Unternehmen braucht, um sich weiterzuentwickeln, halte ich den persönlichen Austausch aber für unersetzbar.
Und letztlich werden es dann Einzelfallentscheidungen sein, sowie eine Frage der persönlichen Präferenzen (seitens Chef und Mitarbeiter selbst), welcher Mitarbeiter noch wie häufig ins Büro kommen wird.

Welche Verkehrsmittel(-Mixe) zukünftig für die Präsenztage genutzt werden, ist dann wieder eine abgeleitete Frage.
Sicherlich wird es auch zukünftig von der Qualität des örtlichen ÖPNV abhängen (Fahrzeit, Verlässlichkeit, Preis), aber auch von der zukünftigen Attraktivität des MIV (Ausgestaltung der Pendlerpauschale, CO2-Steuer,…).

Beispiel: Ein Unternehmen, das bislang nur Präsenzarbeitsplätze angeboten hat, erlaubt nun 3 Tag HO pro Woche.
Für einen Arbeitnehmer, der z.B. 1 Stunde entfernt wohnt, stellt dieses Unternehmen nun vielleicht plötzlich einen möglichen Arbeitgeber dar.
Denn wenn für jemanden früher 5 Tage x 2 Fahrten/Tag x 1 Stunde/Fahrt das Pendeln nicht in Frage kam, sieht es bei nun 2 Tage x 2 Fahrten/Tag x 1 Stunde/Fahrt vielleicht schon ganz anders aus mit der Attraktivität des Jobs.

Ich finde also auch, dass es noch viel zu früh ist, hier einen Trend für die Nach-Corona-Zeit schon herzuleiten.

Gruß,
Spessartspecht



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.10.20 11:44.

Re: Nix Schwarzfahrer, sondern für Umme fahren

geschrieben von: Frankfurter

Datum: 15.10.20 12:57

HPNuller schrieb:
Schwarzfahrer74 schrieb:
Am Anfang der Corona-Krise wurde der Fahrkartenverkauf an personalbedienten Stellen, beim Busfahrer oder am Schalter, sowie die Fahrkartenkontrollen eingestellt. Fahrgäste wurden gebeten, Fahrkarten per App, im DB Navigator, RMV-App oder NVV-App oder am Automaten zu kaufen.
Viele Fahrgäste nutzten es aus zum Schwarzfahren, ohne Fahrkarte in den Bus zu steigen, auch dann, wenn die Möglichkeit bestanden hat, am Automaten eine Karte zu kaufen.
Nach und nach wurden die Schutzfolien und Schutzscheiben in den Bussen eingebaut und offiziell ab Pfingsten wurde der Fahrkartenverkauf wieder aufgenommen.
Sinkende Fahrgastzahlen durch den Lockdown der Barzahler, die Einzel- und Tageskarten kaufen, Abo-Pausen und Teilerstattung von zurückgegebenen Monatskarten, die Aktionstage während der Sommerferien, wo Jahreskarten im gesamten Verkehrsverbund gültig waren und Tageskarten für Einzelpersonen und Multi-Ticket single für die ganze Familie gültig waren, und die Schwarzfahrer, machten den Rückgang der Einnahmen aus.
Ich würde sagen, mit 25 % liegt man noch gut.

Nach den Herbstferien sollen im Schulverkehr zusätzliche Busse eingesetzt werden, die weitere Kosten verursachen, für die jedoch das Land einspringt.
Hallo Schwarzfahrer,

schön dass sich hier einer der Mitverursacher der Misere zum Thema äußert ;-)

An wie vielen Bushaltestellen stehen Fahrscheinautomaten? Welcher RMV-Vertriebspartner hat zwischen 18:00 und 06:00 geöffnet? Das solche Zustände zum Schwarzfahren einladen (zumal auch noch durch Aushang an den Bustüren auf die Pflicht zum Fahrscheinkauf hingewiesen wird) ist doch klar. Zudem hat zumindest Marburg auch den Busfahrplan ziemlich reduziert, teilweise fuhren weniger Busse als in den Ferien...

...

Viele Grüße von der Lahn

HPNuller

Gude,

Ein Schwarzfahrer*/In - oh sorry, ein ÖPNV-Nutzer*/In mit coloriertem Hintergrund - ist einer*/In, der sich ums Bezahlen drückt, obwohl es machbar ist. Da es in Frankfurt immer noch Busse*/In gibt, in denen keine Fahrscheine*/In verkauft werden, hängt dort irgendwo ein Zettel*/In, der darauf hinweist, daß man*/In sich einen Fahrschein*/In beim Umsteigen an einem Automaten*/In oder per Handyäpp*/In besorgen möge.

Hatte man immer noch kein RMV-Gratis-Handy mit Handyäpp*/In im Briefkasten*/In oder steigt man*/In nicht um, fährt man*/In NICHT schwarz, sondern einfach für Umme. Rechtlich ist das doch ein Unterschied*/In.

Noch en Gude,
Manfred*/In

PS: Immer schön, den Schnüsslappen*/In tragen!
PS1: Komma*/In korrigiert.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.10.20 12:59.

Re: Homeoffice wird noch wesentlich mehr werden

geschrieben von: pm

Datum: 15.10.20 13:08

Momentan wollen wesentlich mehr von Hause arbeiten bleiben als es technisch möglich ist-und dies sind halt die massiven Änderungen durch die Digitalisierung- es wird nichts mehr so sein wie vor Corona.

Re: Nix Schwarzfahrer, sondern für Umme fahren

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 15.10.20 13:09

Frankfurter schrieb:
Zitat:
Ein Schwarzfahrer*/In - oh sorry, ein ÖPNV-Nutzer*/In mit coloriertem Hintergrund - ist einer*/In, der sich ums Bezahlen drückt, obwohl es machbar ist. Da es in Frankfurt immer noch Busse*/In gibt, in denen keine Fahrscheine*/In verkauft werden, hängt dort irgendwo ein Zettel*/In, der darauf hinweist, daß man*/In sich einen Fahrschein*/In beim Umsteigen an einem Automaten*/In oder per Handyäpp*/In besorgen möge.
Ja, wir müssen unterscheiden zwischen Nutzern, die willentlich ohne Fahrkarte fahren und jenen, die keine Möglichkeit haben (abschnittsweise!) eine Fahrkarte zu kaufen. Letztere werden bei den wieder stattfindenden Kontrollen auch nicht bestraft.

Bei anderen Unternehmen ist seit Monaten(!) der Buskassenverkauf wieder möglich, warum das ausgerechnet in Frankfurt noch so lange dauert, können sicher die Frankfurter und Frankfurterinnen von den dortigen Unternehmen Unternehminnen erläutern...
Im Großen und Ganze ist der Verkauf ab Buskasse im gesamten RMV nämlich wieder regulär möglich.

Zudem: Beim Einstieg bzw. Umstieg an Stationen mit Automaten kann/muss die Fahrkarte gekauft werden. Und wenn man durch Frankfurt fährt, fährt man in vielen Fällen sicherlich nicht ausschließlich Bus.


Frankfurter schrieb:
Hatte man immer noch kein RMV-Gratis-Handy mit Handyäpp*/In im Briefkasten*/In oder steigt man*/In nicht um, fährt man*/In NICHT schwarz, sondern einfach für Umme. Rechtlich ist das doch ein Unterschied*/In.
Das natürlich nicht, deswegen hat man ja auch akzeptiert, dass Fahrgäste ohne Fahrkarte den Bus besteigen. Übrigens haben auch Verkaufsstellen teilweise reduzierte Öffnungszeiten oder waren ganz geschlossen.

Aber: Es gibt durchaus Fahrgäste, die ein Smartphone haben und dennoch keine App zum Fahrkartenverkauf verwenden (egal ob RMV, DB oder KVB)... auch das dürfte man mal kritisch kommentieren.

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]

Re: Smartphone ohne App

geschrieben von: HPNuller

Datum: 15.10.20 13:49

Black Eyed schrieb:
Frankfurter schrieb:Zitat:
Hatte man immer noch kein RMV-Gratis-Handy mit Handyäpp*/In im Briefkasten*/In oder steigt man*/In nicht um, fährt man*/In NICHT schwarz, sondern einfach für Umme. Rechtlich ist das doch ein Unterschied*/In.
Das natürlich nicht, deswegen hat man ja auch akzeptiert, dass Fahrgäste ohne Fahrkarte den Bus besteigen. Übrigens haben auch Verkaufsstellen teilweise reduzierte Öffnungszeiten oder waren ganz geschlossen.

Aber: Es gibt durch aus Fahrgäste, die ein Smartphone haben und dennoch keine App zum Fahrkartenverkauf verwenden (egal ob RMV, DB oder KVB)... auch das dürfte man mal kritisch kommentieren.
Es soll auch Fahrgäste geben, die nicht im RMV zuhause sind (für die gibt es den DB Navigator). Oder die mit dem Diensthandy unterwegs sind, auf dem sie keine App installieren können.
Und dann gibt es noch die Gruppe der Senioren, die eigentlich gar kein Smartphone wollen, aber es wegen Whatsapp brauchen. Ohne WA gibt es ja keinen Kontakt mehr zu Kindern und Enkeln oder Freunden...
In Corona-Zeiten sollten wir zwar die persönlichen Kontakte um 50% reduzieren, wie unser Kanzleramtsminister heute Morgen forderte, aber telefonieren geht immer noch.
Vele Senioren möchte sich oftmals gar nicht mit Smartphone und Apps auseinandersetzen: die brauchen nur Whatsapp, alles andere ist "zu kompliziert" - sie sind keine Digital Natives...

Dann gibt es noch die Digitalphobiker oder -verweigerer und jene, die meinen, dass wenn sie ihren Fahrschein mit dem Handy kauften, Ihre Daten gleich bei den five eyes landeten (noch nie was von google gehört?). Deswegen brauchen wir auch noch Bankschalter, damit solche Menschen überall bar bezahlen können. Geld am Automaten abheben ist auch nicht sicher, auch da haben sich die five eyes schon eingehackt, und die Automaten laufen z.T. noch mit Windows XP...

Viele Grüße von der Lahn

"Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware, sprich, du kannst sie kostenlos nutzen.
Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen."

PS: Setzt bitte einen passende Themabeschreibung über euren Text!
Ein guter Titel über dem Beitrag ist das Tüpfelchen auf dem i für einen wirklich guten Beitrag oder eine wirklich gute Antwort!

Re: Smartphone ohne App

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 15.10.20 14:55

Das ist doch klar... amüsant wird es aber, wenn dann per whatsapp oder beim Telefongespräch im gleichen Zuge beschwert wird, dass man keine Fahrkarte kaufen kann.
Wie gesagt: DB Navigator und auch die KVB-App (für Rheinländer) verkaufen reguläre RMV-Fahrkarten.

Das Vorhandensein eines smartphones macht einem deswegen ja nicht zum bewussten Schwarzfahrer. Er bietet aber - in vielen Fällen - die Möglichkeit trotzdem Fahrkarten zu kaufen. Und manche wollen auch einfach keine Fahrkarte kaufen.

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]
Wenn ein Bus von einem Bahnhof oder in der Nähe eines Bahn-Haltepunkts abfährt, dann befindet sich auch keine 50 m von der Bushaltestelle entfernt ein Fahrkartenautomat.
Es ging mir um die Leute, die am Bahnhof in den Bus einsteigen und die Möglichkeit gehabt hätten, eine Fahrkarte am Automaten zu kaufen, dass sie trotzdem ohne Fahrkarte den Bus nutzen.
Für alle anderen planbaren Fahrten kann man bei Gelegenheit, wenn man gerade in der Stadt ist, am Automaten vordatierte Tageskarten z. B. für den nächsten Tag im voraus kaufen. So hat man am nächsten Tag eine Fahrkarte, wenn man in den Bus einsteigt, wo kein Fahrkartenautomat zur Verfügung steht.
Und im NVV gibt es 5er-Tickets, die man auch im voraus an einem Automaten am Bahnhof kaufen kann, die bei Bedarf entwertet werden können.
Mein Blick in die Glaskugel -> viele Unternehmen haben Anfang März 2020 die Mitarbeiter gebeten, im Homeoffice zu arbeiten. Die Erfahrungen zeigen doch auch, dass das funktioniert.
Weiterhin glaube ich, dass sich die Coronalage erst in der 2. Jahrshälfte 2021 entspannen wird, d.h. die Unternehmen werden dann 15+ Monate Erfahrung mit Home Office gesammelt haben.

Ich kann mir gut vorstellen, dass die Unternehmen die Mitarbeiter motivieren, viell. einmal alle zwei Wochen ins Büro zu kommen. Nichtsdestotrotz wird Home Office beibehalten. Der Mitarbeiter hat mehr Frei- bzw. Arbeitszeit, da er sich den täglichen Arbeitsweg spart.

Die Unternehmen sparen massivst Büromiete, Büroausstattung und Kosten für Geschäftsreisen. Das ist ein Riesenbrocken an Geld.

Verlierer werden insb. Airlines mit Fokus Geschäftsreisen (also unsere Lufthansa), Business Hotels, Autovermietungen, Corporate Real Estate (Bürovermieter), Kantinen, Konferenzorganisatoren, teure Restaurants, Kreditkartenanbieter, Geschäfte in bester Innenstadtlage etc. ... sein.
Auch die Zahl der Aboinhaber im ÖPNV wird zurückgehen, da sich eine Monatskarte für 2 oder 3 Fahrten ins Büro pro Monat nicht lohnen wird.

Gewinner des Trends sind übrigens IT-Anbieter von Home Office Lösungen, Telekommunikation, Online-Shopping, Wohnungsvermieter, Wohnhausbauunternehmen (eben weil sich viele Familien jetzt mehr Platz wg. Home Office benötigen).

Wir werden einen großen Umbau unserer Wirtschaft erleben.
Schwarzfahrer74 schrieb:
Wenn ein Bus von einem Bahnhof oder in der Nähe eines Bahn-Haltepunkts abfährt, dann befindet sich auch keine 50 m von der Bushaltestelle entfernt ein Fahrkartenautomat.
Dann finde mal als nicht ortskundiger ÖPNV-Nutzer in Marburg Hauptbahnhof oder Marburg Südbahnhof einen Automaten. Und mit der Entfernung liegst Du für Marburg Hauptbahnhof knapp daneben, es sind zwischen 60 und 120 Meter, je nach Bushalteplatz. Die Automaten stehen am Bahnsteig, also in Marburg Hauptbahnhof einmal durch die Bahnhofshalle am Hausbahnsteig. Am Südbahnhof ist die Situation ähnlich...
Zitat:
Es ging mir um die Leute, die am Bahnhof in den Bus einsteigen und die Möglichkeit gehabt hätten, eine Fahrkarte am Automaten zu kaufen, dass sie trotzdem ohne Fahrkarte den Bus nutzen.
Für alle anderen planbaren Fahrten kann man bei Gelegenheit, wenn man gerade in der Stadt ist, am Automaten vordatierte Tageskarten z. B. für den nächsten Tag im voraus kaufen. So hat man am nächsten Tag eine Fahrkarte, wenn man in den Bus einsteigt, wo kein Fahrkartenautomat zur Verfügung steht.
Im RMV gibt es keine Einzelfahrscheine im Vorverkauf, sondern nur zum sofortigen Fahrtantritt.
Zitat:
Und im NVV gibt es 5er-Tickets, die man auch im voraus an einem Automaten am Bahnhof kaufen kann, die bei Bedarf entwertet werden können.
Die NVV 5er-Tickets sollte es auch im Bus geben - oder hat der NVV das geändert?

Viele Grüße von der Lahn

HPNuller

"Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware, sprich, du kannst sie kostenlos nutzen.
Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen."

PS: Setzt bitte einen passende Themabeschreibung über euren Text!
Ein guter Titel über dem Beitrag ist das Tüpfelchen auf dem i für einen wirklich guten Beitrag oder eine wirklich gute Antwort!
HPNuller schrieb:
Zitat:
Schwarzfahrer74 schrieb:
Zitat:
Wenn ein Bus von einem Bahnhof oder in der Nähe eines Bahn-Haltepunkts abfährt, dann befindet sich auch keine 50 m von der Bushaltestelle entfernt ein Fahrkartenautomat.
Dann finde mal als nicht ortskundiger ÖPNV-Nutzer in Marburg Hauptbahnhof oder Marburg Südbahnhof einen Automaten. Und mit der Entfernung liegst Du für Marburg Hauptbahnhof knapp daneben, es sind zwischen 60 und 120 Meter, je nach Bushalteplatz. Die Automaten stehen am Bahnsteig, also in Marburg Hauptbahnhof einmal durch die Bahnhofshalle am Hausbahnsteig. Am Südbahnhof ist die Situation ähnlich...
Marburg Hbf ist ziemlich banal: IM Bahnhof, hab da auch schon Fahrkarten gekauft...



HPNuller schrieb:
Zitat:
Im RMV gibt es keine Einzelfahrscheine im Vorverkauf, sondern nur zum sofortigen Fahrtantritt.
Das stimmt so nicht. Der RMV hat sehr wohl Einzelfahrkarten im Vorverkauf. Diese kann man allerdings nur in Mainz/Wiesbaden kaufen. Nennt sich "Sammelkarte" (für Erwachsene bzw. Kinder erhältlich) und die ist ebenfalls eine 5er Karte....
Tageskarten/Gruppentageskarten/Hessenticket sind natürlich im Vorverkauf möglich.


HPNuller schrieb:
Die NVV 5er-Tickets sollte es auch im Bus geben - oder hat der NVV das geändert?
Es ging darum, was man kaufen kann, wenn der Verkauf im Bus nicht geht... andernfalls kann man gleich eine normale Einzelfahrkarte kaufen.

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]
Seiten: 1 2 3 All Angemeldet: -