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Guten Tag zusammen,

nach der Novellierung des Gemeindeverkehrsfinanzierungesetzes (GVFG) stimmte das baden-württembergische Landeskabinett am 13. Oktober 2020 für eine Anhebung der Landes-Fördersätze für Vorhaben, die aus Mitteln des GVFG finanziert werden. Das Landesprogramm ziele insbesondere auf kommunale Vorhaben wie zum Beispiel Stadtbahn-Projekte oder den Ausbau und die Elektrifizierung von Bahnstrecken. Mit der alten Regelung beteiligte sich der Bund mit bis zu 60 % an den zuwendungsfähigen Kosten, während sich das Land Baden-Württemberg unter denselben Bedingungen mit 20 % an den zuwendungsfähigen Kosten beteiligte. Die restlichen Kosten mussten die Kommunen aufbringen. Durch die Neuregelung werden die Kommunen finanziell entlastet, so dass sich auch mehr Projekte umsetzen lassen und auch mehr Mittel aus dem GVFG abgerufen werden können. Damit soll das Baden-Württemberg auch in Zukunft in hohen Maße vom GVFG profitieren.

Neu- und Ausbauvorhaben von kommunalen Straßenbahnen
– Bund fördert 75 % der zuwendungsfähigen Kosten
– Bund fördert Planungskosten pauschal mit 10 % der zuwendungsfähigen Kosten
– Land fördert 50 % der verbleibenden zuwendungsfähigen Kosten und Planungskosten

SPNV-Infrastrukturprojekte
Das Land fördert 57,5 % der nach Abzug der Bundesfinanzhilfen verbleibenden zuwendungsfähigen Kosten und Planungskosten.

Elektrifizierung und Reaktivierung
Bund fördert 90 % der zuwendungsfähigen Kosten
– Land fördert 57,5 % der verbleibenden zuwendungsfähigen Kosen und Planungskosten

Umsteigeanlagen
Bund fördert 60 % der zuwendungsfähigen Kosten
– Land fördert 50 % der verbleibenden zuwendungsfähigen Kosten

Grunderneuerungsvorhaben
Bund fördert 50 % der zuwendungsfähigen Kosten
– Land fördert 25 % der verbleibenden zuwendungsfähigen Kosten

Pressemitteilung des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg

Grüße
die Honigbiene

https://vm.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/_processed_/f/a/csm_Schienenoffensive_2030_edc5b01b4a.jpg
Danke für die Grafik!

Wusste gar nicht, dass die Gaubahn wiederauferstanden ist... ;)
Ich bin etwas verwundert, dass das Land nicht alles zählt?

Bei wem bleibt der Rest hängen?

Die Kommunen in BaWü gelten zwar als ausgesprochen wohlhabend und können sicherlich einiges mitfinanzieren (siehe z.B. Böblingen - Detzenhausen).
Aber gerade was Reaktivierungen oder Elektrifizierungen angeht, ist das originäre Aufgabe der Länder und ich kenne es so, dass das Land den kompletten Rest übernimmt.

Ich BaWü hier ehrlich gesagt etwas knickerig.
Wird Weil der Stadt - Calw jetzt doch nicht reaktiviert? ;-)

Edit: Ach steht ja da, "Reaktivierungsprojekte sind nicht dargestellt". Trotzdem irgendwie komisch wenn Filderstadt-Neuhausen eingezeichnet ist aber die (hoffentlich) früher befahrbare Strecke Weil der Stadt - Calw nicht.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.10.20 19:45.
103612 schrieb:
[...]

Aber gerade was Reaktivierungen oder Elektrifizierungen angeht, ist das originäre Aufgabe der Länder und ich kenne es so, dass das Land den kompletten Rest übernimmt.

[...]
Ja was denn nun? Originäre Aufgabes des Länder und der Bund bezahlt den Rest, oder doch eher umgekehrt? Meines Erachtens ist das Grundgesetz (Art. 87e Abs. 4) hier eindeutig, dass die Länder de jure gar nichts bezahlen müss(t)en:

Zitat
Der Bund gewährleistet, daß dem Wohl der Allgemeinheit, insbesondere den Verkehrsbedürfnissen, beim Ausbau und Erhalt des Schienennetzes der Eisenbahnen des Bundes sowie bei deren Verkehrsangeboten auf diesem Schienennetz, soweit diese nicht den Schienenpersonennahverkehr betreffen, Rechnung getragen wird.
Aber schön zu hören, dass es ein Bundesland mit "Schienenland" tatsächlich ernst nimmt und vergleichbare Begriffe nicht nur - wie weiter östlich - aus Marketinggründen vor sich herträgt...
Nicht eher Schienen- und Autoland Nummer eins?
stellwerk_wf schrieb:
Aber schön zu hören, dass es ein Bundesland mit "Schienenland" tatsächlich ernst nimmt und vergleichbare Begriffe nicht nur - wie weiter östlich - aus Marketinggründen vor sich herträgt...
Ich glaube diese Geschichten, wenn Hochrhein und Bodensee elektrifiziert sind. Da wird schon wieder diverse Jahre geplant, nur um eine Strippe über bestehende Gleise zu spannen, ohne dass die Strippe tatsächlich aufgehängt wird.

Wobei ich diese träge Vorgehensweise nicht nur dem Verkehrsministerium anhängen will. Was da neuerdings in und um Stuttgart gebastelt wird, lässt einen langsam am Verstand zweifeln.

Für mehr Frieden auf Drehscheibe-Online: DSO peacemaker

Re: Baden-Württemberg soll Schienenland Nummer eins werden

geschrieben von: ifra

Datum: 13.10.20 20:17

103612 schrieb:
Ich bin etwas verwundert, dass das Land nicht alles zählt?

Bei wem bleibt der Rest hängen?

Die Kommunen in BaWü gelten zwar als ausgesprochen wohlhabend und können sicherlich einiges mitfinanzieren (siehe z.B. Böblingen - Detzenhausen).
Aber gerade was Reaktivierungen oder Elektrifizierungen angeht, ist das originäre Aufgabe der Länder und ich kenne es so, dass das Land den kompletten Rest übernimmt.

Ich BaWü hier ehrlich gesagt etwas knickerig.
Die richtig Cleverles unter den Kommunen klopfen dann halt bei der Europäischen Union an, beteiligen sich an einem Europäuischen Projekt zur Regionalen Entwicklung und bekommen da dann die letzten Prozente bezahlt, natürlich so es die Förderkriterien gesatten .... aber ich finde, aktiv werden sollten die Kommunen schon, zeigen dass sie die Bahn auch wollen und nicht nur warten bis das Land Schienen vom Himmel rieseln lässt.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.10.20 20:25.
Hallo zusammen,

diesen Plan kann man doch nicht ernst nehmen: Bottwartalbahn (Heilbronn - Marbach) und Zabergäubahn (Lauffen - ...) sind beide in Betrieb (!) und sogar die beiden Orte Lauffen/Neckar und Brackenheim wurden miteinander getauscht. Spätestens jetzt ist der restliche Inhalt nicht mehr glaubwürdig.

MfG,
Ingbert Neumeister
Hallo,

Ich stelle einmal die Gretchenfrage:

Wie wirkt sich das auf Stuttgart 21 aus?

MfG Gitgut

"Giftgüter aus Osterspai"
Guten Abend,

ist ja mal schön, wenn wenigstens 1 von 16 Landesregierungen nicht demonstrativ Desinteresse am Schienenverkehr zur Schau stellt. Jedoch beeindrucken (mich) wohlfeile Worte wenig, es zählen einzig und allein erfahrbare Taten auf dem Gleis. Und zwar bitte nicht erst 2047 ff., sondern jetzt.

"Für den Erfolg gibt es keinen Ersatz!" (in memoriam Dieter Ludwig)

Freundliche Grüße
Tobias

"Ein Nichts zu sein, tragt es nicht länger - alles zu werden, strömt zuhauf!"
(aus "Die Internationale" | Deutscher Text durch Emil Luckhardt, 1910)

Kein Planung mehr

geschrieben von: ThomasR

Datum: 13.10.20 20:43

Benedikt_Hone schrieb:
Wird Weil der Stadt - Calw jetzt doch nicht reaktiviert? ;-)

Edit: Ach steht ja da, "Reaktivierungsprojekte sind nicht dargestellt". Trotzdem irgendwie komisch wenn Filderstadt-Neuhausen eingezeichnet ist aber die (hoffentlich) früher befahrbare Strecke Weil der Stadt - Calw nicht.
Naja, die letztgenannte ist ja auch lange aus der Planung raus. Da stehen die Bagger und buddeln. Das letzte große Los, der Tunnel, wurde neulich angeschlagen.

Baden-Württemberg...

geschrieben von: 38815

Datum: 13.10.20 20:55

...lässt die Pendler zwischen Freiburg, Bad Krozingen, Müllheim, Weil und Basel über die Altstrecke bummeln, damit die Senioren in Bad Bellingen, Efringen-Kirchen und Istein nicht beim Mittagsschlaf gestört werden.

So wird man nicht Schienenland Nummer eins.

Gruß

Kannst du mir das mal erklären

geschrieben von: Christof 421

Datum: 13.10.20 21:00

wenn der RE über die Altstrecke bummelt, dann werden doch grad die Senioren beim Mittagsschlaf gestört.

Im Übrigen glaube ich den schönen Worten vom Land erst dann, wenn auch noch zeitnahe Tatsachen folgen.
Ansonsten halte ich die Vorhaben vom Land nur für heisse Luft.

Unverständliche Grüsse
Christof 421

Du hast recht!

geschrieben von: 38815

Datum: 13.10.20 21:11

Christof 421 schrieb:
wenn der RE über die Altstrecke bummelt, dann werden doch grad die Senioren beim Mittagsschlaf gestört.
Man hätte den RE-Betrieb besser komplett eingestellt und die Bahnstrecke abgetragen!
Dann könnte man in Kleinkrems fast ungestört die Geräuschkulisse der A5 genießen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.10.20 21:12.

Ausbau Karslruhe - Bretten

geschrieben von: Chef de gare

Datum: 13.10.20 21:24

Hallo,

was ist denn zu o. g. Thema konkret geplant? Der Schreibfehler bei Karlsruhe ist übrigens in der Grafik so enthalten.

Und wenn wir schon dabei sind: Was soll zwischen Karlsruhe und Rastatt gemacht werden?


Gruß, Chef de gare

Re: Ausbau Karslruhe - Bretten

geschrieben von: 38815

Datum: 13.10.20 21:41

Chef de gare schrieb:
Hallo,

was ist denn zu o. g. Thema konkret geplant? Der Schreibfehler bei Karlsruhe ist übrigens in der Grafik so enthalten.

Und wenn wir schon dabei sind: Was soll zwischen Karlsruhe und Rastatt gemacht werden?
Das würde mich auch interessieren. Ist ja eines der wenigen Ausbauvorhaben auf badischer Seite.
Das meiste Geld fließt natürlich mal wieder ins Schwabenländle.

Gruß

Re: Baden-Württemberg soll Schienenland Nummer eins werden

geschrieben von: VT

Datum: 13.10.20 21:48

Könnte es sein, dass da auch die neuen Regio Busse drin sind? Fahren da welche?
Walldürn - Hardheim - Tauberbischofsheim war nie durchgehend. Allerdings fehlt dann der Bus von Gerabronn nach Crailsheim. Oder alles nach Künzelsau oder Schramberg.

Generell passiert mir da etwas wenig nördlich von Stuttgart. Sei es die Elektrifizierung Öhringen - Hall oder der Anschluss an die Elektrifizierung der Maintalbahn in Miltenberg.
CaNNibal schrieb:
Danke für die Grafik!

Wusste gar nicht, dass die Gaubahn wiederauferstanden ist... ;)

Auch die Bahnstrecke zum Baden-Badener Stadtbahnhof ist auch wiederauferstanden...

Gruß

Nahne Johannsen

Man kann es auch übertreiben!

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 13.10.20 22:20

38815 schrieb:
Man hätte den RE-Betrieb besser komplett eingestellt und die Bahnstrecke abgetragen!
Dann könnte man in Kleinkrems fast ungestört die Geräuschkulisse der A5 genießen.

Christof 421 schrieb:
Im Übrigen glaube ich den schönen Worten vom Land erst dann, wenn auch noch zeitnahe Tatsachen folgen. Ansonsten halte ich die Vorhaben vom Land nur für heisse Luft.

Na,

da haben sich ja die Richtigen gefunden!

Alle zwei Stunden "bummelt" ein (trotzdem ausgesprochen schneller!) RE wegen eines politischen Kompromisses über die Altstrecke und ist damit vier, fünf Minuten länger unterwegs, als wenn er durch den Tunnel fahren würde.
Und irgendwo im Raum Lörrach passt ein Bus nicht zum Zug.

Beides suboptimal, keine Frage. Das geht besser.

Aber wegen solchen Bagatellen den Untergang des Vaterlandes zu prophezeien oder die fraglosen Verbesserungen ausblenden, ist dann ein Stückweit unredlich. Etwa, dass es den RE überhaupt gibt oder dass im Wiesental die abendlichen Taktlücken geschlossen werden. Und irgendwann wird man dann auch nicht mehr ernst genommen.

Übrigens wäre die Elektrifizierung der Hochrheinstrecke eigentlich ein 100%iges Bundesprojekt, wenn man sich z.B. den Staatsvertrag von 1852 oder die Funktion der Strecke als internationale Verbindung anschaut. Ganz abgesehen davon, dass es sich um eine bundeseigene Schienenstrecke handelt.

Gruß

Heiko

http://www.desiro.net/Signatur-Streik.jpg




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.10.20 22:24.
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