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Hallo zusammen,

in Zeiten von Hiobsbotschaften bei Abellio und Keolis scheint manchmal in Vergessenheit zu geraten, dass es sie durchaus gibt: Nichtbundeseigene Bahnen, die trotz (oder vielleicht gerade wegen?) Wettbewerbs schwarze Zahlen schreiben.
Dazu zählt in schöner Regelmäßigkeit u.a. auch die Hessische Landesbahn, die 2019 einen Gewinn von 3,2 Mio. € erzielt hat - inkl. der Beteiligung an diversen Joint Ventures sogar in Höhe von 6 Mio. €. Aktuell dürfte man sich wohl an den potenziell neuen Netzen Rheingau und Mittelhessen sowie an der Verteidigung des Netzes Lahntal-Vogelsberg-Rhön versuchen.

Quelle: [www.hlb-online.de] (Anmerkungen/Hervorhebungen in lila von mir)

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Hessische Landesbahn behauptet sich konstant am Verkehrsmarkt

Pressemeldung der Hessischen Landesbahn GmbH
Frankfurt, 13. Oktober 2020

Im Rahmen europaweiter Ausschreibungen vergeben die Bundesländer seit mehr als 20 Jahren Dienstleistungsaufträge im Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Sukzessive konnte die HLB zahlreiche Ausschreibungen gewinnen und hat sich damit als eines der führenden SPNV-Unternehmen in Deutschland etabliert. Nach einem Erfolg in 2019 (Anm.: Zuschlag erfolgte bereits 2015) hat das Unternehmen das neue Netz „Südhessen-Untermain“ mit den Linien RB 58, RE 59 und RB 75 termingerecht in Betrieb genommen. Die rot-gelben Züge des Typs Coradia Continental der HLB verbinden seitdem Wiesbaden, Darmstadt und Aschaffenburg sowie Aschaffenburg über Hanau mit dem Frankfurter Flughafen.

Zu Beginn des Jahres 2020 hat die HLB erneut den Zuschlag für das Netz „Wetterau“ erhalten und bedient die Strecken nun auch ab Dezember 2022 bis Ende 2032 weiter.

Derzeit beteiligt sich das hessische Verkehrsunternehmen an mehreren weiteren SPNV-Ausschreibungen und führt damit den Wachstumskurs weiter fort.

„Auch wenn die Bedingungen für Verkehrsunternehmen auf dem Markt aufgrund der herrschenden Vergabekriterien, gesetzlichen Bestimmungen, Auflagen und Anforderungen im Fahrgastmarkt immer anspruchsvoller werden, haben wir 2019 ein gutes Ergebnis erzielt und werden auch in Zukunft weiter wachsen“, so Veit Salzmann, Geschäftsführer der HLB. Schwerpunkte des Unternehmens seien dabei neben der reinen Betriebsleistung alternative Antriebstechniken, der Schutz der Umwelt sowie die Schonung von Ressourcen und die eigene Ausbildung von qualifiziertem Personal.

2019 hat die HLB mit einem Umsatz von 268 Mio. Euro einen respektablen Gewinn von 3,2 Mio. Euro erwirtschaftet. Mit den Beteiligungsunternehmen cantus Verkehrsgesellschaft mbh, Regionalbahn Kassel GmbH (RBK) und der Süd-Thüringen-Bahn GmbH konnte der HLB Konzern 6 Mio. Euro Gewinn verbuchen. Die Zahl der Mitarbeiter der HLB ist von 1340 auf 1450 gestiegen. Konzernweit arbeiten inzwischen 1940 Mitarbeiter für die HLB und ihre Beteiligungsunternehmen.

„In diesem Jahr hoffen wir, unter anderem auch Dank des funktionierenden Corona-Rettungsschirms, ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen zu können“, teilte Salzmann mit. Geplant war für das Geschäftsjahr 2020 ein Gewinn von 2,5 Mio Euro.
Neben der klassischen Verkehrsleistung beteiligt sich die HLB auch an Projekten und Forschungsvorhaben zum umweltfreundlichen Fahren und Energiesparen z.B. mit E-Busprojekten und mit einem gemeinsamen Forschungsprojekt zur Einsparung von CO2 mit der Technischen Hochschule Mittelhessen THM.
Hallöchen . So ist das . Es gibt EVU denen es soweit ganz gut geht und andere drohen sogar mit Betriebseinstellungen in NRW weil sie sich bei den Ausschreibungen wohl verzockt haben . Eine Schöne Woche noch euch allen ..............
Danke für die Info.

Die Hessenschau (Hessen 3) vom heutigen Dienstag berichtet von deutlichen Fahrgastrückgängen in den Nahverkehrszügen der HLB von etwa 25 %.
Der RMV spricht sogar von bis zu 50 %.

Man geht davon aus, dass sich Corona-bedingt erst in einigen Jahren die Fahrgastzahlen stabilisieren.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.10.20 20:39.
Der Mann aus dem Feld schrieb:Zitat:
Man geht davon aus, dass sich Corona-bedingt erst in einigen Jahren die Fahrgastzahlen stabilisieren.
Ja, zumal der Öffentliche Verkehr nun den Ruf der Virenschleuder bekommt, dieser wird auch nach Corona weiterhin die Fahrgastzahlenentwicklung belasten.

Ich habe im Hinterkopf, dass mittlerweile im RMV rund 65-75% der Fahrgäste wieder unterwegs sind, beim NVV lagen die Zahlen bereits bei 80%. Die sind aber auch noch etwas her. Der Unterschied liegt in der größeren Bedeutung des Schülerverkehrs im ländlicheren Verbundgebiet des NVV begründet.

Die Fahrgastzahlen sind aber in einem Bruttovertragsland, wie es Hessen ist weniger relevant für die Verkehrsunternehmen als wie für die Aufgabenträger.

Ich muss sagen, dass ich - durch die Nutzung der HLB - eine deutlich größere Zuverlässigkeit erlebe als bei DB Regio. Natürlich ist dies auch Netzspezifisch, aber sie ist feststellbar - und wird auch von nicht-Bahnfans unter den regelmäßigen Pendlern bemerkt.

Das Klima kennt Gewinner und Verlierer
Das steht - in meinem Reiseführer
Der Freistaat Sachsen kann sich glücklich schätzen
Gemütlichkeit unter Moskitonetzen
Rainald Grebe - Sachsen

Wer das ganze Lied hören möchte und nicht aus irgendeiner humorbefreiten Zone kommt, kann dem Link folgen: [www.youtube.com]