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Pressemitteilung des ZV SPNV-Nord, Koblenz, vom 13. Oktober 2020

Unverständnis beim SPNV-Nord über verspätete Inbetriebnahme der modernisierten Bahnsteige in Oberwinter

Bis vor kurzem war klar: Der RE 5 des Rhein-Ruhr-Express (RRX) kann zusätzlich in Oberwinter ab Mitte Dezember 2020
an den modernisierten Bahnsteigen halten.
Doch nun die schlechten Nachrichten der DB an den SPNV-Nord: Die Baumaßnahmen für den 2. Außenbahnsteig in Ober-
winter können jetzt im Herbst nicht stattfinden und wurden kurzfristig abgesagt. Nach Angaben der DB können verschie-
dene Baumaßnahmen auf der Linken Rheinstrecke doch nicht wie ursprünglich geplant zusammen stattfinden.
Um den Halt doch noch ab Dezember 2020 zu ermöglichen, prüfe man mit Hochdruck den Bau eines Provisoriums.
Sowohl im laufenden als auch im kommenden Fahrplanjahr ist die Wiedereinführung des Halts der Linie RE 5 in Oberwinter
bereits eingearbeitet, weil von der Inbetriebnahme der modernisierten Verkehrsstation Oberwinter ab Oktober 2020 aus-
gegangen wurde.
Der Verbandsvorsteher des SPNV-Nord, Landrat Dr. Jürgen Pföhler, kritisiert die offensichtliche Fehlplanung der verschie-
denen DB-Infrastrukturbereiche: „Eine Absage erst wenige Tage vor der Baumaßnahme ist völlig inakzeptabel. Dies umso
mehr als die Konsequenzen für die Fahrgäste noch nicht abschließend geklärt sind. Eine Fertigstellung in 2021 ist eine
erhebliche Zumutung für die Fahrgäste. Wir erwarten, dass jetzt wenigstens die Herstellung eines provisorischen Bahn-
steigs für den Halt des RRX ab Dezember 2020 durch die DB umgesetzt wird.“
Verbandsdirektor Thorsten Müller ergänzt die Kritik: „Offensichtlich liegen erhebliche Planungsfehler vor. Die Abstimmungs-
probleme betreffen wohl nicht nur beiden bauenden DB Eisenbahn-Infrastrukturunternehmen DB Netz und DB Stationen&
Service sondern auch noch die unterschiedlichen Organisationen aus Frankfurt (Niederlassung Mitte) und Duisburg (Nieder-
lassung West), die über die Landesgrenze hinweg zusammen arbeiten müssen.
Die aktuell laufenden Totalsperrungen zwischen Köln und Bonn für die Arbeiten am neuen Elektronischen Stellwerk (EStw)
sollten für den Bau des 2. Außenbahnsteig in Oberwinter genutzt werden. Jetzt müssen auf der hochbelasteten linken
Rheinstrecke wieder neue Baufenster gefunden werden.“
.
Hallo,

was das nicht die Baumaßnahme wo das Planum des irgendwann mal abgebauten Überholgleises überbaut werden sollte? Möglicherweise ist das dann ja keine klare Fehlplanung sondern man hat sich bewusst dazu entschieden die Bauausführung noch mal in Ruhe zu überdenken. Dass das kommunikationstechnisch natürlich wieder ein Drama ist steht außer Frage.

Gruß Michael

Michael89 schrieb:
Hallo,

was das nicht die Baumaßnahme wo das Planum des irgendwann mal abgebauten Überholgleises überbaut werden sollte? Möglicherweise ist das dann ja keine klare Fehlplanung sondern man hat sich bewusst dazu entschieden die Bauausführung noch mal in Ruhe zu überdenken. Dass das kommunikationstechnisch natürlich wieder ein Drama ist steht außer Frage.

Gruß Michael
Und nochmal in die Finanzierung und die Planfeststellung zu gehen (und damit gleich zwei EBA-Sachbereichen sagen, dass sie Blödsinn genehmigt haben)? Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht!

Der kurze Vorlauf in Verbindung mit der Formulierung betreffend gleichzeitiger Durchführung von Maßnahmen klingt danach, dass da irgendein EVU und/oder die BNetzA wegen der Mehrfachbetroffenheit durch Fahrzeitverluste gekotzt haben.
In solchen Fällen ist es nichts außergewöhnliches, dass der Letztentscheid erst kommt, wenn sämtliche Bauauftragnehmer und -dienstleister (Bauüberwachung, Sicherungsfirma etc., ggf. auch die Busunternehmer für den SEV) schon einige Zeit vertraglich gebunden sind (und damit auch für anderweitig nicht mehr einsetzbare gebundene Kapazitäten Geld zu bekommen haben, auch wenn sie nichts zu tun haben).

[Link] Weitere Infos bei "BI Bahnhof Oberwinter"

geschrieben von: ETLO 528

Datum: 13.10.20 21:11

Weitere Informationen zum bisherigen Baugeschehen und den aktuellen Planungen
auf der Homepage der BI, die beim Blick auf den neuen Jahres- Fahrplan die fehlen-
den RRX-Halte bemerkt hatte:

[www.bahnhof-oberwinter.de]
Michael89 schrieb:
Hallo,

was das nicht die Baumaßnahme wo das Planum des irgendwann mal abgebauten Überholgleises überbaut werden sollte? Möglicherweise ist das dann ja keine klare Fehlplanung sondern man hat sich bewusst dazu entschieden die Bauausführung noch mal in Ruhe zu überdenken. Dass das kommunikationstechnisch natürlich wieder ein Drama ist steht außer Frage.

Gruß Michael
War das Überholgkeis überhaupt legal abgebaut worden? Die Frage ist in der Gegend ja wohl nicht unbegründet.
ThomasR schrieb:
Michael89 schrieb:
Hallo,

was das nicht die Baumaßnahme wo das Planum des irgendwann mal abgebauten Überholgleises überbaut werden sollte? Möglicherweise ist das dann ja keine klare Fehlplanung sondern man hat sich bewusst dazu entschieden die Bauausführung noch mal in Ruhe zu überdenken. Dass das kommunikationstechnisch natürlich wieder ein Drama ist steht außer Frage.

Gruß Michael
War das Überholgkeis überhaupt legal abgebaut worden? Die Frage ist in der Gegend ja wohl nicht unbegründet.
Sind die Überholgleise nicht noch von der Deutschen Bundesbahn abgebaut worden, nach meiner Meinung sind die schon sehr lange nicht mehr vorhanden.
Vielleicht stehen auch einfach nicht genug Baufirmen bereit, so dass man einfach Schwerpunkte setzten musste. Ich denke, dass sich niemand freiwillig diesen Zusatzaufwand antuen würde.
TomyN schrieb:
Vielleicht stehen auch einfach nicht genug Baufirmen bereit, so dass man einfach Schwerpunkte setzten musste. Ich denke, dass sich niemand freiwillig diesen Zusatzaufwand antuen würde.
Für eine gescheitere Ausschreibung ist der Vorlauf zu kurz. Die Firma wird ja nicht heute beauftragt und fängt nächste Woche draußen auf der Baustelle an... Da braucht es zwischen Auftragserteilung und eigentlichen Baubeginn noch einiges an Vorbereitungszeit für solche Dinge wie Werkplanung, Personal- und Materialdisposition (ggf. auch noch Bestellvorlauf).
Wenn das das ausschlaggebende Problem wäre, hätte man spätestens vor drei Monaten formal und mit öffentlicher Bekanntgabe die Ausschreibung aufheben müssen.