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DB FV im September zu 78,8% pünktlich

geschrieben von: gastronomie1916

Datum: 13.10.20 12:45

Moin,

das sind 1,4 %Punkte mehr als im August 2020:

[www.deutschebahn.com]

Gruß

Re: DB FV im September zu 78,8% pünktlich

geschrieben von: tbk

Datum: 13.10.20 12:48

Zugpünktlichkeit sagt nichts aus, ein besseres kriterium wären die mittleren verspätungsminuten pro beförderungsfall (da schlügen dann auch die geplatzten anschlüsse zu buche).
Wenn alle züge 7 minuten verspätet wären, funktioniert das system wunderbar. Wenn nur jeder zweite zug 7 minuten verspätet ist, gibt es das totale chaos und zigtausende gestrandete fahrgäste, denen der anschluss weggefahren ist.


Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.

Re: DB FV im September zu 78,8% pünktlich

geschrieben von: ChrisTreber

Datum: 13.10.20 13:59

>Zugpünktlichkeit sagt nichts aus, ein besseres kriterium wären die mittleren verspätungsminuten pro beförderungsfall (da schlügen dann auch die geplatzten anschlüsse zu buche).

Exzellenter Input. Wenn ich in Mannheim 2min zu spät ankomme und deswegen 1h auf den nächsten Zug nach Karlsruhe warten muss (das ist mir in 2.5 Jahren auf einem Projekt in Karlsruhe mindestens ein mal pro Monat passiert), dann bin ich 1h zu spät in Karlsruhe, und dass es nur 2min zu spät in Mannheim waren ist mir völlig humpe.

Chuck Norris hat die Gleise der Strecke Hamburg-München in drei Stunden mit einer Handsäge durchtrennt. Der Länge nach.

Re: DB FV im September zu 78,8% pünktlich

geschrieben von: paulmails

Datum: 13.10.20 14:48

Natürlich gäbe es bessere Systeme zur Pünktlichkeitsmessung, aber entscheidend ist doch, dass der Trend insgesamt in die richtige Richtung geht, und das ist sehr erfreulich!

Re: DB FV im September zu 78,8% pünktlich

geschrieben von: DB Regio NRW

Datum: 13.10.20 15:03

tbk schrieb:
Zugpünktlichkeit sagt nichts aus, ein besseres kriterium wären die mittleren verspätungsminuten pro beförderungsfall (da schlügen dann auch die geplatzten anschlüsse zu buche).
Wenn alle züge 7 minuten verspätet wären, funktioniert das system wunderbar. Wenn nur jeder zweite zug 7 minuten verspätet ist, gibt es das totale chaos und zigtausende gestrandete fahrgäste, denen der anschluss weggefahren ist.
Die Idee ist super, nur nicht unsetzbar. Man kann zwar theoretisch erfassen, welche Anschlüsse verlorengegangen sind, aber was bringt das, man müsste schon wissen wieviele Fahrgäste betroffen waren. Und genau da hört es auf, das kannst du in Deutschland mit seinem offenen Bahnsystem nicht erfassen.

Gruß Christian

http://www.sloganizer.net/style1,DB-spc-Regio-spc-NRW.png

*Lieber die Züge benutzen, als Bahn-Bashing betreiben*

Re: DB FV im September zu 78,8% pünktlich

geschrieben von: kmueller

Datum: 13.10.20 15:09

DB Regio NRW schrieb:
tbk schrieb:
Zugpünktlichkeit sagt nichts aus, ein besseres kriterium wären die mittleren verspätungsminuten pro beförderungsfall (da schlügen dann auch die geplatzten anschlüsse zu buche).
Wenn alle züge 7 minuten verspätet wären, funktioniert das system wunderbar. Wenn nur jeder zweite zug 7 minuten verspätet ist, gibt es das totale chaos und zigtausende gestrandete fahrgäste, denen der anschluss weggefahren ist.
Die Idee ist super, nur nicht unsetzbar. Man kann zwar theoretisch erfassen, welche Anschlüsse verlorengegangen sind, aber was bringt das, man müsste schon wissen wieviele Fahrgäste betroffen waren. Und genau da hört es auf, das kannst du in Deutschland mit seinem offenen Bahnsystem nicht erfassen.
Ich bitte dich: die DB hat ein System der Auslastungssteuerung, das mit gezielten Angeboten jeden Sitzplatz bis aufs letzte Zehntel füllt.

Richtig ist, daß man nicht weiß, WER den genau justierten Sparpreis für den letzten Sitzplatz bucht, welcher Zeitkarteninhaber heute um 16 Uhr (und morgen dafür um 18 Uhr) fährt, und wer in Mannheim den Anschluß nach Karlsruhe verpaßt. Aber das alles ist egal für die Verspätungsstatistik.
Hey.

Das wäre doch mal eine CHALLENGE für die Plüschetage. Chief Lutz fährt im Rollbahn-IC mit und liest einige seiner Jubelmeldungen vor!


Schöne Grüße von jörg

Da kommen mir fast die Tränen vor Mitgefühl ...

geschrieben von: bahnratefuchs

Datum: 13.10.20 17:14

Huhu.


DB Regio NRW schrieb:
tbk schrieb:
Zugpünktlichkeit sagt nichts aus, ein besseres kriterium wären die mittleren verspätungsminuten pro beförderungsfall (da schlügen dann auch die geplatzten anschlüsse zu buche).
Wenn alle züge 7 minuten verspätet wären, funktioniert das system wunderbar. Wenn nur jeder zweite zug 7 minuten verspätet ist, gibt es das totale chaos und zigtausende gestrandete fahrgäste, denen der anschluss weggefahren ist.
Die Idee ist super, nur nicht unsetzbar. Man kann zwar theoretisch erfassen, welche Anschlüsse verlorengegangen sind, aber was bringt das, man müsste schon wissen wieviele Fahrgäste betroffen waren. Und genau da hört es auf, das kannst du in Deutschland mit seinem offenen Bahnsystem nicht erfassen.
Das klingt nach: wir würden ja sooooo gerne. Aber leider leider können wir nicht.

Vom RES, dem Reisenden-Erfassungs-System der DB hast du aber schon mal was gehört? Das gibt es seit mindestens 30 Jahren.

Man weiß nun natürlich nicht auf den Fahrgast genau, wieviele Umsteiger am Tag K den Anschluß X zu Y nutzen wollen. Aber im Durchschnitt weiß man das sogar sehr genau!

Diese Datenerfassung kostet reichlich Geld und ist, da noch immer - wie zu Beginn - auf Papier erhoben wird, mit mächtig Aufwand verbunden. Das macht man nun nicht, um Arbeit zu schaffen,sondern das hat neben der Einnahmeaufteilungsgeschichte auch noch andere Nebeneffekte.

So fallen übrigens auch betrügerische Zähler auf. Die DB kennt für jeden ihrer Züge die durchschnittliche Besetzung, die durchschnittlichen Aus- und Einsteiger an jedem Halt und die durchschnittliche Fahrkartenstruktur (SSP, Flex, im NV: Verbund, Semestertickets etc). Wenn dann bei einem Erheber dessen abgelieferten Erkenntnisse regelmäßig erheblich abweichen, fällt das auf. Und dann schaut mal der RES-Kontrolleur, was denn der Erheber da so treibt (falls er auf dem Zug ist und die Zettel nicht daheim ausfüllt; gibt's auch!).

Natürlich hängt die DB dieses Wissen nicht an die große Glocke und geht damit hausieren - "ich weiß was ...". Aber sei mal sicher, dass man durchaus gut informiert ist über Reisendenströme.

Erst recht, wenn man die Daten mit anderen kombiniert.


Schöne Grüße von jörg



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.10.20 17:15.

Re: Tagesschaumeldung zur "guten" Pünktlichkeit

geschrieben von: AAW

Datum: 14.10.20 00:51

gastronomie1916 schrieb:
das sind 1,4 %Punkte mehr als im August 2020:
[www.deutschebahn.com]
Die Tagesschau schreibt sogleich in ihren Neuigkeitenticker zur Coronapandemie folgendes:

Zitat:
DB-Fernzüge in der Krise weiter pünktlicher als sonst

Die Fernzüge der Deutschen Bahn sind in der Corona-Krise nach wie vor pünktlicher unterwegs als im Vorjahr. ... Die hohen Werte aus der ersten Jahreshälfte erreicht das Unternehmen aufgrund der wieder steigenden Auslastung aber nicht mehr.

Weil die Fahrgastzahlen während der Krise massiv eingebrochen waren, hatte die Bahn im Fernverkehr zwischen März und Juni Pünktlichkeitsquoten von bis zu 89 Prozent erreicht. ...

[www.tagesschau.de]

Gruß



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.10.20 00:52.