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Wieso kein Desiro HC? 4-Teiler mit 400 Plätzen und 76er Einstieg. Warum einfach wenn es auch anders geht.
JanH schrieb:
Laufacher schrieb:Zitat:
Zum Gefälle bzw. Steigung gibt es eigentlich eine klare Regelung:
In den Landesbauordnungen der Bundesländer wird für öffentlich zugängliche Gebäude gefordert: Statt notwendiger Treppen können Rampen mit flacher Neigung gestattet werden.
Rampen im öffentlichen Bereich sind immer nach DIN 18040-1 mit max. 6% und ohne Quergefälle auszuführen!
Link:
[www.stmb.bayern.de]
Ganz so eindeutig dann auch nicht: Ist die Rampe tatsächlich offiziell eine Rampe, sind alle sechs Meter Zwischenpodeste erforderlich. Wird die Rampe dagegen als Teil eines Gehweges umdeklariert, sind Zwischenpodeste auf einmal nur noch alle zehn Meter erforderlich. Bei der Eisenbahn ist das insofern relevant, als dass ich mit einem als Gehweg deklarierten Bahnsteigzugang [1] einen 55 cm-Bahnsteig von SO-Höhe aus noch in einem Rutsch ohne Zwischenpodest anbinden kann. Auch wenn ein Zwischenpodest erstmal nur 1,5 m an zusätzlicher Länge sind, kann das bei beengten Verhältnissen durchaus den entscheidenden Unterschied ausmachen, zumal mit Zwischenpodest die Rampenlänge 10 m überschreitet, und damit bei einer alternativen Anordnung der Rampe parallel zum Bahnsteig eine größere Bahnsteigmindestbreite neben der Rampe erforderlich ist, da für Hindernisse bis und ab 10 m Länge unterschiedliche Abstandsmaße gelten.
Weiterhin sind die Zwischenpodeste eigentlich wohl erstmal eben gedacht, im Außenbereich sind dann aber aus Entwässerungsgründen auch für die Zwischenpodeste dann doch Längsneigungen bis 3 % zulässig.

Und wenn ich über die Grenze in die Schweiz gehe, sind dann auf einmal bei Rampen bis 10 % Längsneigung zulässig, mit zwingenden Zwischenpodesten nur bei größeren Richtungsänderungen und ansonsten alle 2 m Höhenunterschied bei Neigungen über 6 % (bei 10 % also alle 20 m) – letzteres aber offiziell wohl nur als Empfehlung, und ich kenne mindestens eine vergleichsweise neue Unterführung, die bei gerader Führung in der Tat ohne Zwischenpodeste ausgeführt wurde.

[1] Und laut DB-Planungsrichtlinie scheint dies auch tatsächlich so vorgesehen zu sein, erst bei einer Verbindung komplett unterschiedlicher Höhenebenen wie etwas an Über- oder Unterführungen kommen offiziell Rampen ins Spiel.
Und so einfach ist es dann doch nicht.

Für die Zulassung der Fahrzeuge gilt die TSI PRM. Und diese hat den Stellenwert eines Gesetzes! Man kann mehr fordern. aber nicht weniger. Und an der Gestaltung der TSI PRM waren auch die Behindertenverbände beteiligt!
Welchen Sinn hat dann noch eine TSI-PRM, wenn ihre Einhaltung nicht zur Zulassung reicht bzw den Behindertenverbänden zuwenig ist?

Und dann 3 Jahre nach der Bestellung die Anforderungen ändern ist schon heftig. Das sollten sich die damals unterlegenen Bieter mal genau ansehen. Evtl wäre ein damals teureres Fahrzeug unter den neuen Bedingungen günstiger gewesen als die jetzige Lösung, oder das Stadlerangebot wäre teurer geworden um diese Bedingungen zu erfüllen.
Zum Beispiel hat beim Desiro HC der Rollstuhlfahrer beim 76cm Bahnsteig keine Rampe bis zu seinem Platz. Da würden diese nachträglichen Kosten nicht anfallen.

Btw: Baunormen haben in Schienenfahrzeugen keine Gültigkeit!

Es gab keine Mitbewerber!

geschrieben von: BR146106

Datum: 13.10.20 19:58

Moin,

DB Regio war einzig und alleine als Bieter aufgetreten, also sollten all diese Bedenken nicht zum Zuge kommen, hinzu kommt noch, das alle Beteiligten, sprich auch das Land als Aufgabenträger zugestimmt hat, steht übrigens mit im Ursprungstext.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]

Re: Es gab keine Mitbewerber!

geschrieben von: UK

Datum: 13.10.20 20:05

BR146106 schrieb:
Moin,

DB Regio war einzig und alleine als Bieter aufgetreten, also sollten all diese Bedenken nicht zum Zuge kommen, hinzu kommt noch, das alle Beteiligten, sprich auch das Land als Aufgabenträger zugestimmt hat, steht übrigens mit im Ursprungstext.

gruß carsten
Und die DB hat ohne Ausschreibung bei Stadler geordert?

Man wird wohl Angebote gehabt haben für die Fahrzeuge

geschrieben von: BR146106

Datum: 13.10.20 20:18

Moin,

Upps, habe ich dich ein wenig Falsch verstanden? Für den Betrieb gab es keinerlei Mitbewerber, bei der Fahrzeugvergabe kann es natürlich anderes gewesen sein. Allerdings wird man entsprechende Kostensätze gekannt haben, weil man sonst ein Angebot, nur schwer machen kann. Denn es gab ja entsprechende Vorgaben für die Hersteller, und somit auch die Kenntnis zum Thema Rollirampe und deren Vorgaben. Ob es beim Desiro besser gelöst ist, ist schwer zu beurteilen, in NRW müsste der aber auch auf 76cm gebaut worden sein.

gruß carsten

Für Aktuelle Verkehrsmeldungen der Bahn AG im Störungsfall:[www.bahn.de]
Hallo,

Errel schrieb:
Riba1414 schrieb:
die RB81 Hamburg - Ahrensburg - Bad Oldesloe wird weiterhin mit 112/146.3 und 5 Dostos gefahren, bis dann irgendwann die S4 kommt.
Die Stadler KISS sind lediglich für die RE-Leistungen (RE8 und RE80) gedacht und sollen überwiegend in Doppeltraktion (8 Wagen) verkehren.

Grüße

Moin

Ah, okay. Das mit der RB war mir noch nicht soo präsent. Danke für diese Info.

Gruß Ralph
es rumort sogar dass, wegen der stärkeren Beschleunigung 146er, auf der RB81 dann 6-Wagen-Züge eingesetzt werden sollen.

Herzliche Grüße
BR146106 schrieb:
Ob es beim Desiro besser gelöst ist, ist schwer zu beurteilen, in NRW müsste der aber auch auf 76cm gebaut worden sein
Der Desiro ML ist mit 800mm Fußbodenhöhe die Basis vom Desiro HC, also beide sind für 760 mm Bahnsteige gebaut. Dadurch das der VRR 83 Züge als Entwicklungsauftrag und -beschaffung geordert hat, wurde die Basis für dieses Modell HC geschaffen.
Durch die Vollverantwortung von Siemens zur Bereitstelung des Zuges wurde viele Überwachungssysteme eingebaut. Die Tür meldet sich rechtzeitig in der Werkstatt in Eving zur Wartung bevor sie ausfällt.
Daher ein ziemlich störungsfreier Betrieb von neuen Fahrzeugen wovon SH träumen kann.

Aber wenn der Preis das entscheidene ist, bezahlt der Kunde mit der Realität.
Beim RRX ging es auch alleine um den Preis, nur ist die Verantwortung für Missstände anders verteilt.

Bei schlechter Verfügbarkeit muss Siemens viel Jahre direkt blechen und hat daher ein Interesse gute Qualität hinzustellen.
In SH mit einer traditionellen Ausschreibung kauft das EVU so billig es geht ist dann aber selbst für die Qualität verantwortlich.
Hallo,

das man auf diese Dostotriebwagen setzt hat, mit der Flügelbarkeit zu tun. Geplant ist in Lübeck zu flügeln. Ein Zeil soll nach Travemünde fahren. Ein anderer Teil nach Fehmarn. Allerdings ist bis jezt noch kein Spatenstich für die Strecke erfolgt. Wann die jemals kommt, weiß keiner. Persönlich finde ich die jetzige Variante mit 146 und Dosto auch besser.

Re: Sammelantwort

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 14.10.20 08:24

Ronald Kretzschmar schrieb:
10.-12.10. war ich (erstmals) in Kiel. Da haben wir also 4-Wagen-Züge, Tiefeinstieg-Twindexx - Hocheinstieg-Dosto - Hocheinstieg-Dosto - Tiefeinsteig-Twindexx. In die "Mittelwagen" muß man von jedem Bahnsteig hochsteigen (geht soweit in Ordnung - dadurch viele Sitzplätz), die 55cm-Twindexxe für Rollis, Rollatoren, Kinderwagen, ...) sind aber niedriger als die Bahnsteige - tolle Barrierefreiheit. Was soll der Blödsinn? Die Fahrgäste gegen Dosto aufbringen? Hat ja scheinbar funktioniert.
Es ist ja schön, dass du in Kiel warst. Trotz alledem wäre es idiotisch, auf der Strecke Hamburg - Lübeck nun auf einmal mit Fahrzeugen zu fahren, die ausschließlich über 55cm-Einstiege verfügen. Denn die dortigen Bahnhöfe, abgesehen vom Abschnitt Bad Oldesloe - Bargteheide haben seit mindestens 50 Jahren, wenn nicht schon seit ihrer Eröffnung durch die LBE, höhere Bahnsteige. Aber vielleicht liegt das ja auch daran, dass die ursprünglich dort eingesetzten Doppelstockwagen im tiefen Westen (Breslau und Görlitz) gebaut wurden.

Gegen die Doppelstockwagen wurden zudem bisher keine Fahrgäste in Schleswig-Holstein aufgebracht. Schließlich hat man es diesen Fahrzeugen zu verdanken, dass mittlerweile deutlich mehr Kapazität zur Verfügung steht.
Am Beispiel der Strecke Hamburg - Lübeck:
218 + 5 n-Wagen im Regelverkehr
218 + 5 n-Wagen + 2 n-Wagen (Verstärkung) + 218 in der HVZ

Dann kamen:
218 + 5 Dosto im Regelverkehr
218 + 5 Dosto + 2 Dosto (Verstärkung) + 218 in der HVZ

Jetzt fahren:
112 oder 146 + 7 Dosto im Regelverkehr

Taktverdichtungen wie der mitterlweile ganztags gefahrene Halbstundentakt einmal außen vor. Und auch die RB zwischen Hamburg und Ahrensburg/Bargteheide/Bad Oldesloe wurden ursprünglich mit 5 n-Wagen gefahren, jetzt mit 5 Dosto. Bis die Fahrgäste dort keine Doppelstockwagen mehr wollen, muss schon einiges passieren.

Grüße aus dem Nordwesten
Sebastian
103612 schrieb:
Beim RRX ging es auch alleine um den Preis, nur ist die Verantwortung für Missstände anders verteilt.

Bei schlechter Verfügbarkeit muss Siemens viel Jahre direkt blechen und hat daher ein Interesse gute Qualität hinzustellen.
In SH mit einer traditionellen Ausschreibung kauft das EVU so billig es geht ist dann aber selbst für die Qualität verantwortlich.
Moin!

Diese Problematik ist der DB Regio ggf. mit den Twindexx im Netz Mitte auf die Füße gefallen. Aber sind die Stadler Kiss solche "Billigfahrzeuge"? In anderen Netzen wird diese Plattform, wenn auch nicht 1:1 in der nun geforderten Ausführung, ja erfolgreich eingesetzt. Zudem soll es ja sogar eine eigene Werkstatt geben, damit die Verfügbarkeit höher ist.
Gibt es hierzu eigentlich schon genauere Pläne, wie die besagte Werkstatt in Lübeck aussehen soll?

Grüße aus dem Nordwesten
Sebastian
Moin,

die kleben sich dann von alleine in die Türe, bevor diese defekt geht. Ja, auch diese Fahrzeuge haben ab und an Probleme, oder schließt sich die Türe sogar selber ab? Denn auch rot leuchtende Türtaster habe ich schon öfters bemerkt.

gruß carsten

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