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S-Bahn Berlin: Neuigkeiten vom Fahrgastsprechtag

geschrieben von: La-Stelle

Datum: 11.10.20 15:27

Am Mittwoch Abend war der Fahrgastsprechtag S-Bahn, veranstaltet von der IGEB - wie seit vielen Jahren.

Dieses Jahr erstmals online: [www.drehscheibe-online.de]

Inzwischen stehen die Folien/ Charts online:
[www.igeb.org]
bzw. direkt: [igeb.org] [PDF; 7,6 MB; 55 Seiten]

Daraus einige Neuigkeiten:

Corona-Pandemie:

- Einnahmeausfälle durch Corona-Pandemie: im April im Bartarif rd. 85%, im August weiterhin rd. 30% (S. 5)

- Abo-Zahlen im September erstmals rückgängig (-2,5% ggü. Vorjahresmonat) ; vorher Abnahme des Zuwachs (S. 6)

- aber da die S-Bahn Berlin GmbH einen Bruttovertrag hat, leidet sie darunter wenig

Qualitätsoffensive S-Bahn PLUS:

- 450 neue Tf seit 2016, bei 60% Bestehensquote (also rd. 750 Teilnehmer*innen) (S. 9)

- Beispiele für erfolgreiche Maßnahmen: 150 Standardisierte Störfallkonzepte, Signalkabelverteilerkästen-Tausch, Schulungsfilme, Stabilisierung ZBS durch neue Ringkernspulen, Graffiti-Schutz an Stationen, RAM-Standardnachrüstung für Weichen (S. 10)

- Pünktlichkeit entwickelt sich weiter erfreulich, sowohl im Gesamtnetz (S. 12) als auch in den Teilnetzen (S. 13); Stadtbahn hat sich seit Abschluss der Arbeiten im Bereich Ostkreuz/ Warschauer Straße auf ein ähnlich gutes Niveau entwickelt wie das Nord-Süd-System

- Zuverlässigkeit leicht verbessert (ohne Corona-Ausfälle); Fahrzeug- und LST-Störungen gehen zurück, Störungen durch Fremdeinwirkung steigen (S. 14)

Fahrplan und Baumaßnahmen

- Betrieb zum BER inkl. Fahrplan ab 26.10. (S. 17/ 18)

- im Fahrplan 2021 gibt es auf dem Ring am Wochenende endlich etwas Verstärkung! Jeweils von ca. 12-20 Uhr eine Zuggruppe mehr, dadurch aber leider einen Hinke-Takt: 5/ 5/ 10. Trotzdem bin ich heilfroh über diese dringend notwendige Verstärkung! (S. 19)

- ansonsten kleinere Verbesserungen im Fahrplan 2021:
* S 5: Betriebsbeginn Montag - Freitag erfolgt 20 Minuten früher
* S 75: Verbesserung der Anschlüsse im Spätverkehr ab 21:30 Uhr in Warschauer Straße von der S 3 aus der Innenstadt kommend
* S 85: Montags bis Samstags ist die S85 abends 20 Minuten länger unterwegs
(S. 20)

- Baumaßnahmen im Jahre 2021:

02.11. - 09.11.20 S41/42/45/46/47 Tempelhof – Hermannstraße und Baumschulenweg – Neukölln Restleistung Gleiserneuerung
09.11. - 28.11.20 S1/S8 Hohen Neuendorf/Birkenwerder – Oranienburg u.a. Gleis- und Weichenerneuerung
08.01. - 25.01.21 S5 Friedrichsfelde Ost – Strausberg Nord IBN ESTW S5 Ost
26.01. - 31.01.21 S5 Hoppegarten – Strausberg Nord IBN ESTW S5 Ost
19.03. - 12.04.21 S41/42 Halensee – Beusselstraße Gleis- und Weichenerneuerung
05.04. - 12.04.21 S5/S7/S75 Ostkreuz - Lichtenberg Gleiserneuerung
07.06. - 09.08.21 S3 Friedrichshagen/Rahnsdorf - Erkner Gleis- und Weichenerneuerung
24.06. - 09.08.21 S2 Südkreuz – Blankenfelde Bauvorhaben Dresdner Bahn
24.06. - 02.08.21 S25/26 Südkreuz – Lichterfelde Ost Gleis- und Weichenerneuerung
13.09. - 20.09.21 S41/S42 Westend - Gesundbrunnen Gleis- und Weichenerneuerung
01.10. - 15.11.21 S5 Strausberg – Strausberg Nord Gleis- und Weichenerneuerung
03.10. - 25.10.21 S25 Schönholz – Hennigsdorf IBN ESTW S25 Nord
08.10. - 25.10.21 S41/42 Greifswalder Straße – Landsberger Allee u.a. Gleiserneuerung
(bessere Tabelle S. 21)

Ertüchtigung Bestandsflotte

- BR 485: Revision und Ertüchtigung an der Flotte abgeschlossen, Fahrzeuge können bis Ende 2023 stabil eingesetzt werden (S. 23)

- BR 480: Gesamte Flotte von 70 Fahrzeugen aktuell im Betriebseinsatz, Umrüstung auf ZBS in Vorbereitung, um Züge bis ca. 2028 einsetzen zu können; sollen künftig im Netz Stadtbahn verkehren, wegen des Tunnelverbots. Letzteres denkt man zwar, dass man es aufgehoben bekäme, aber wegen des Aufwands der dafür notwendigen Gutachten etc. verzichtet man darauf (S. 23/ 24)

- BR 481: aktuell 27 VZ umgebaut; bis Jahresende sollen es 50 Vz sein; aktuell 1 Vz pro Woche; 2. Fertigungslinie wird bei MSG in Ammendorf aufgebaut, um künftig 2 Vz pro Woche fertig zu stellen, um bis Ende 2024 alle geplanten Umbauten geschafft zu haben [nicht die ganze Flotte, so weit ich mich entsinne] (S. 25-27)

- größere Investitionen in S-Bahn Werkstätten (S. 28-30)

Neubaufahrzeug/ BR 483/ 484

- Dauertestbetrieb erfolgreich abgeschlossen, Zulassung im 4. Quartal wird erwartet, Betrieb soll wie geplant am 1.1.21 auf der S 47 starten (S. 32-34)

- Serienfertigung hat begonnen (Vz 6 und Hz 6 in Bau) (S. 35)

- S 47 verkehrt weiterhin nur bis Hermannstraße; für die Verlängerung nach Tempelhof wäre ein weiteres Blocksignal notwendig: Bau in Altbautechnik (Streckenblock) nicht mehr zulässig, mit ZBS könnten die BR 480/ 485 nicht mehr fahren
-> Maßnahme verschoben auf die Zeit nach 2023...

- BR 483/ 484 hat keine WLAN-Repeater: Aufgabenträger haben angesichts der hohen Verbindungskosten darauf verzichtet, da zugleich das öffentliche Netz in Berlin relativ gut ist

- ab Sommer 2021 kommt die Linie S 15 von Gesundbrunnen zum Hauptbahnhof, mit Halbzügen der BR 483/ 484, im 10 Min-Takt
Erst ab 2026, mit Inbetriebnahme des regulären Bahnsteigs, wird auch die Kurve Richtung Westhafen befahren... (!) (S. 37)

Vertrieb und Kundeninformation

- EBE seit einem Jahr bei Kontrolleuren nur noch bargeldlos, u.a. um Betrugsversuche zu unterbinden (S. 42)

- neue S-Bahn-App "S-Bahn Berlin Connect": Ziel: weniger, aber nützlichere Funktionen (S. 44)

- seit Ende Juli 2020 Podcast „Geschichten machen Station“ (u.a. im Youtube-Kanal) (S. 45)

- Youtube-Kanal der S-Bahn einerseits mit S-Bahn-Infos, andererseits mit einer kleinen Serie, die nebenbei auf die S-Bahn aufmerksam machen soll (Youtube-Kanal unter: [www.youtube.com] ) (S. 46-49)

- Fahrplanauskunft jetzt auch mit multi-mobiler Routenberechnung mit Fahrrad, eigenem Auto und Sharing-Fahrzeugen (S. 50)

- weiterhin umfangreiche Bauinfos auf vielen Kanälen (S. 51-53); S-Bahn-Chef hat den Eindruck, dass die Papier-Flyer sich langsam überholen

Danke für die Mühe! (o.w.T)

geschrieben von: Streckenrangierbezirk

Datum: 11.10.20 19:21

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)

Re: S-Bahn Berlin: Neuigkeiten vom Fahrgastsprechtag

geschrieben von: AAW

Datum: 11.10.20 22:09

Danke für die Zusammenfassung!

La-Stelle schrieb:
- S 47 verkehrt weiterhin nur bis Hermannstraße; für die Verlängerung nach Tempelhof wäre ein weiteres Blocksignal notwendig: Bau in Altbautechnik (Streckenblock) nicht mehr zulässig, mit ZBS könnten die BR 480/ 485 nicht mehr fahren
-> Maßnahme verschoben auf die Zeit nach 2023 ...
Da wird man wohl die Erneuerung des ESTW abwarten wollen. Bin mir nicht sicher, ob es ob seines Alters (müßte noch eine Reichsbahnplanung sein) überhaupt ZBS-kompatibel ist.

Zitat:
... S-Bahn-Chef hat den Eindruck, dass die Papier-Flyer sich langsam überholen
Von der Art der Informationen (oft sehr textlastig) wundert mich das nicht, daß Ottonormalfahrgast lieber gleich die Verbindungsauskunft bemüht.
Für die S-Bahn nur von Vorteil ...

Gruß



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.10.20 22:11.
AAW schrieb:
La-Stelle schrieb:
- S 47 verkehrt weiterhin nur bis Hermannstraße; für die Verlängerung nach Tempelhof wäre ein weiteres Blocksignal notwendig: Bau in Altbautechnik (Streckenblock) nicht mehr zulässig, mit ZBS könnten die BR 480/ 485 nicht mehr fahren
-> Maßnahme verschoben auf die Zeit nach 2023 ...
Da wird man wohl die Erneuerung des ESTW abwarten wollen. Bin mir nicht sicher, ob es ob seines Alters (müßte noch eine Reichsbahnplanung sein) überhaupt ZBS-kompatibel ist.

Da ja dort die ZBS erprobt (übrigens mit Zügen der BR 485) wurde kann man davon ausgehen, daß ESTW und ZBS vertragen. Was an dem Streckenblock nun alt sein soll ist mir unklar. Sollte da noch der alte Zentralblock 65 verbaut sein? Sonst wurde eigentlich der heute noch aktuelle Zentralsblock ZBS 600 verbaut.

Re: S-Bahn Berlin: Neuigkeiten vom Fahrgastsprechtag

geschrieben von: AAW

Datum: 12.10.20 01:25

Knut Ochdorf schrieb:
Zitat:
Da wird man wohl die Erneuerung des ESTW abwarten wollen. Bin mir nicht sicher, ob es ob seines Alters (müßte noch eine Reichsbahnplanung sein) überhaupt ZBS-kompatibel ist.
Da ja dort die ZBS erprobt (übrigens mit Zügen der BR 485) wurde kann man davon ausgehen, daß ESTW und ZBS vertragen.
Mir wurde mal berichtet, daß ältere Ausprägungen des SIMIS C nicht für das jetzige ZBS hergerichtet werden können, dürfen oder sollen (abgekündigt ist die Stellwerksbauform wohl zudem) ...

Gruß

Re: S-Bahn Berlin: Neuigkeiten vom Fahrgastsprechtag

geschrieben von: bsbw

Datum: 12.10.20 23:00

"- EBE seit einem Jahr bei Kontrolleuren nur noch bargeldlos, u.a. um Betrugsversuche zu unterbinden (S. 42)"

> Betrugsversuche der Kontrolleure sind gemeint?

> Vielleicht sollten bestimmte vertrauensvolle Aufgaben auch durch Personen erbracht werden, welche dieses Vertrauen verdienen....

Man soll ja nicht aus der Art und Weise eines Menschen seine Vorurteile füttern. Aber gefühlt die Hälfte derer, welche mich meist gegen 19 Uhr auf der Stadtbahn kontrollieren, möchte ich nicht Näher kennenlernen.

Gab es schon zu Zeiten der DB oder DR ein so erwähnenswertes Problem mit den Mitarbeitern aus dem Kontrolldienst?
Vielleicht ist es nur nie nach außen getragen worden?

In diesem Sinne
Bodo Schulz

Re: S-Bahn Berlin: Neuigkeiten vom Fahrgastsprechtag

geschrieben von: bsbw

Datum: 12.10.20 23:04

"Erst ab 2026, mit Inbetriebnahme des regulären Bahnsteigs, wird auch die Kurve Richtung Westhafen befahren... (!) (S. 37)"

Ziemlich bescheuert noch so viele Jahre ins Land ziehen zu lassen.
Ich würde gern von der U7 Jungfernheide meinen Weg zum Alex abkürzen wollen.
Von Jungfernheide zum Hauptbahnhof fährt aber aktuell die Regionalbahn nur zweimal in der Stunde und dann zeitlich auch noch kurz hintereinander. Was für ein Unfug.

Re: S-Bahn Berlin: Neuigkeiten vom Fahrgastsprechtag

geschrieben von: bsbw

Datum: 12.10.20 23:10

"- 450 neue Tf seit 2016, bei 60% Bestehensquote (also rd. 750 Teilnehmer*innen) (S. 9)"

Wie darf es verstanden werden?
Der Staatsbetrieb mit GmbH Titel nimmt in die Ausbildung 750 Personen, wovon am Ende 450 die Prüfung bestehen.

Bei uns im Betrieb liegt die Abschlussquote bei etwa 90 %.
Vielleicht fehlt mit da der Überblick was "normal" ist.

Ist dies im Eisenbahnwesen und anderen Mitbewerbern (BVG, ODEG) ähnlich?

Re: S-Bahn Berlin: Neuigkeiten vom Fahrgastsprechtag

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 13.10.20 00:05

Richtig, was für ein Unfug. Was soll von der U7 erst auf dir S-Bahn umzusteigen um am Hbf nochmal umzusteigen?

Re: S-Bahn Berlin: Neuigkeiten vom Fahrgastsprechtag

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 13.10.20 00:08

bsbw schrieb:
"- 450 neue Tf seit 2016, bei 60% Bestehensquote (also rd. 750 Teilnehmer*innen) (S. 9)"

Wie darf es verstanden werden?
Der Staatsbetrieb mit GmbH Titel nimmt in die Ausbildung 750 Personen, wovon am Ende 450 die Prüfung bestehen.

Bei uns im Betrieb liegt die Abschlussquote bei etwa 90 %.
Vielleicht fehlt mit da der Überblick was "normal" ist.

Ist dies im Eisenbahnwesen und anderen Mitbewerbern (BVG, ODEG) ähnlich?
Der Job ist eben nicht so leicht, und wir sprechen da auch nicht von normalen Atubis, sondern von Umschulungen. Da sind eben nicht nur Leute dabei die für den Beruf brennen.

Re: S-Bahn Berlin: Neuigkeiten vom Fahrgastsprechtag

geschrieben von: Wolfram D.

Datum: 13.10.20 10:29

La-Stelle schrieb:
...
- ab Sommer 2021 kommt die Linie S 15 von Gesundbrunnen zum Hauptbahnhof, mit Halbzügen der BR 483/ 484, im 10 Min-Takt
...
Sofern da nichts mit Dampf- oder Dieselantrieb nachgeschoben wird, würde ich da eine ganze Menge dagegen wetten...

Ansonsten passt die vorgezogene Inbetriebnahme dieser Strecke besser dahin: [www.drehscheibe-online.de]

Gruß
Wolfram

Re: S-Bahn Berlin: Neuigkeiten vom Fahrgastsprechtag

geschrieben von: Baron

Datum: 13.10.20 11:23

Ich wundere mich auch, warum auf der Strecke weder Schienen noch Strommaste aufgebaut werden. Nicht mal die Straßenquerung Tegeler Weg scheint voran zu gehen. Hier hat man, wie man das so gerne macht, eine Straße einfach für den Durchgang gesperrt, ohne das nennenswerte Bautätigkeit einsetzt. Zugegeben, der Abschnitt ist ja nicht lang, das ließe sich sicher fix aufbauen. Aber wenn man noch etwas Zeit will, um alles auszuprobieren, wird die Zeit langsam knapp. Wenn ich dieses Jahr zwei Bauarbeiter mit Akkubohrern auf dem Viadukt gesehen habe, war das schon ein Höhepunkt der Aktivität.

"Die Eisenbahn ist eine heilige Fackel, die ein Land mit dem Licht der Zivilisation und des Wohlstandes erleuchtet." Mustafa Kemal A., Flugverweigerer

Re: S-Bahn Berlin: Neuigkeiten vom Fahrgastsprechtag

geschrieben von: bauigel

Datum: 13.10.20 15:37

bsbw schrieb:
Zitat:
Betrugsversuche der Kontrolleure sind gemeint?
Nein, es geht um Betrugsversuche durch falsche Kontrolleure als "Trittbrettfahrer" (die gerne offensichtliche Touristen wegen angeblich 'falschem/ungültigem Ticket' abkassieren).

bsbw schrieb:
Gab es schon zu Zeiten der DB oder DR ein so erwähnenswertes Problem mit den Mitarbeitern aus dem Kontrolldienst?
Vielleicht ist es nur nie nach außen getragen worden?
Probleme gab es immer und überall, wo mit Geld hantiert wurde - ob die alle "erwähnenswert" waren, ist Einschätzungssache (mir ist nur ein Fall bekannt, da ging es um einen Beamten, bei dem es zu 'Mindereinnahmen' in vierstelliger Höhe gekommen ist - in die Presse hat des der Vorfall trotzdem nicht geschafft...)
bsbw schrieb:
"- EBE seit einem Jahr bei Kontrolleuren nur noch bargeldlos, u.a. um Betrugsversuche zu unterbinden (S. 42)"

> Betrugsversuche der Kontrolleure sind gemeint?

> Vielleicht sollten bestimmte vertrauensvolle Aufgaben auch durch Personen erbracht werden, welche dieses Vertrauen verdienen....

Man soll ja nicht aus der Art und Weise eines Menschen seine Vorurteile füttern. Aber gefühlt die Hälfte derer, welche mich meist gegen 19 Uhr auf der Stadtbahn kontrollieren, möchte ich nicht Näher kennenlernen.

Gab es schon zu Zeiten der DB oder DR ein so erwähnenswertes Problem mit den Mitarbeitern aus dem Kontrolldienst?
Vielleicht ist es nur nie nach außen getragen worden?

In diesem Sinne
Bodo Schulz
Fremdfirmen macht die Kontrollen, Ärger gabs da schon immer. Ungepflegtes Erscheinungsbild, keine Fremdsprachenkenntnisse (nicht mal englisch), pampiges Auftreten, teilweise
Unkenntniss über die Geltung von Fernfahrkarten und Ausnahmeregelungen bei SEV. Auch bei der BVG geben die Subs oft ein tolles Bild ab.

Sowas gehört nicht in die Hände von Subunternehmen.

MfG die Nordsüd S-Bahn
Hallo zusammen,

ja, in der Tat gab es dieses Jahr so gut wie keine Baufortschritte bei der S21 (im Sinne von nördlich des Hauptbahnhofs*). Ein paar Leitungsarbeiten in der Tegeler Straße und auf dem Brückenzug wurden die Geländer und zuletzt die Fahrbahnübergangskonstruktionen errichtet. Die Weichen zur Ringbahn wurden kürzlich eingebaut, nachdem zuvor schon eine dafür vorgesehene Sperrpause ergebnislos verstrichen war. Extrem mager und enttäuschend.

Es fehlen die Dammschüttungen und die Hinterfüllung der Rampe, sowas muss sich nach Errichtung erstmal setzen. Dann natürlich der Gleisbau, wobei das noch alles einigermaßen zügig geht. Richtig aufwendig wird es bei der Ausrüstung mit Leit- und Sicherungstechnik sowie insbesondere der technischen Ausstattung der Tunnelstrecke sowie dem Innenausbau der provisorischen Station Hauptbahnhof.

Auch wenn der Innenausbau der Station von der Gestaltung her aufgrund des Provisoriums sicherlich auf ein Minimum reduziert bleibt, kann man bei der technischen Ausstattung schon allein aus Sicherheitsgründen keine nennenswerten Abstriche machen. Und wenn man einen Seitenblick auf die Dauerbaustelle Bahnhof Warschauer Straße wirft, ist man ohnehin jeglicher Hoffnung und Illusionen beraubt.

Von daher wundere ich mich sehr darüber, dass nach wie vor von einer Inbetriebnahme im Sommer 2021 die Rede ist. Wenn man sich zum Beispiel ansieht, wie viel Zeit für die technische Ausrüstung und den Innenausbau beim U5-Lückenschluss benötigt wurde (und dort wurde äußerst zügig gearbeitet), dann halte ich den Eröffnungstermin für völlig illusorisch.

Was den West-Ast in Richtung Jungfernheide angeht, sehe ich nicht, wie darauf mit der provisorischen Station am Hauptbahnhof ein sinnvoller Betrieb abgewickelt werden könnte. Erstens gibt es dort nur eine Bahnsteigkante, zweitens passen nur Halbzüge (vier Wagen) hinein. Welchen Takt könnte man dann anbieten, wohin sollen diese Kurzzüge in westlicher Richtung fahren? Richtigerweise soll ein solcher Verkehr auch nicht angeboten werden.

* Im Bereich des endgültigen Tiefbahnhofs am Hauptbahnhof geht es inzwischen voran. Nachdem dort lange Zeit aufgrund der unzulänglichen Bauvorleistungen nicht klar war, wie man den Bau technologisch überhaupt realisieren kann (Unterfangung der Humboldthafenbrücke), entsteht dort nun tatsächlich die Baugrube. Man ist aktuell dabei, die erste Lage Aussteifungen einzubauen.

Viele Grüße
Manuel

Re: S-Bahn Berlin, Dritte und erfolgreicher Abschluss in %

geschrieben von: Pio

Datum: 13.10.20 19:20

Punkt andere Mitbewerber.
An der Küste sind die Pegelstand anders.
Da berschwert man sich von der auserkorenen Bahn, direkt beim Netzbezirksleiter, warum den der dreiste FDL es sich erlaubt, den hoch verehrten Herrn Tf., wegen dessen Unkenntnis, über die Bedeutung von Vorsignalen und ihrer direkte Beziehung zum zugehörigen Hauptsignal aufzuklären. Von diesem Netzvorgesetzen wird anschließend der erfahrene FDL zurechtgewiesen. Schöne Bahnlandschaft die hier geschaffen wird. Und für mich ein eindeutiges Zeichen wie ich mich dort in der Zukunft fortbewegen werde.
Und ich bin froh, das die S-Bahn Berlin bei ihrer Beförderungsmenge und Zugdichte, ein hohes Ausbildungsniveau mit entsprechender Prüfungngskultur beibehält. Ein anderer Weg, nur um entstandene Engpässe zu beseitigen währe fatal. Und ja, nicht jeder der zu einer Bildungsmaßnahme geschickt wird, die medizinischen Tests besteht, schließt diese Ausbildung auch ab. Die Erfolgsquote wird ja nicht nur von durchgefallenen Auszubildenden bestimmt, sondern auch von Abbrechern aus den unterschiedlichsten Gründen. Wer meint Abiturienten mit guten Abschlüssen einzustellen, der muß damit rechnen, das diese eventuell nach einer gewissen Zeit einen Studienplätze bekommen oder sich zu anderem berufen fühlen.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.10.20 11:26.

Re: S-Bahn Berlin: S21 und es wird gebaut.

geschrieben von: Pio

Datum: 13.10.20 19:45

Beton in größeren Dimensionen benötigt gewisse Abbinde-/Austrocknungszeiten bevor er gegen eindringendes Wasser abgedichtet werden kann. Und wo Feuchtigkeit nicht rein soll, da kommt sie auch nach Abdichtung auch nicht gut raus. Dem aufmerksamen Betrachter wird aber aufgefallen sein, das wohl Planumsarbeiten durchgeführt werden. Schüttungen und Setzungen dieser, werden durch maschinelle Verdichtung durchgeführt. Bei Brücken und Bauwerken muß hier auf die Intensität dieser Verdichtung geachtet werden, im Grenzfällen durch extrem dünne Schüttungs-/Verdichtungsdicken. LST/Stromversorgung kann vorinstalliert werden und ist nach dem legen der Gleise, sowie anbauen der Stromschienen rellativ zügig anschließbar. Die meiste Zeit wird meist für alle Prüfungs-/Zulassungsschritte benötigt. Man wird in keiner PK/PM Termine verkünden, die von vornherein nicht einzuhalten sind. Ob in die Kalkulation der für die Eisenbahn meist plötzlich und unerwartet, evtl. trotz Klimaerwärmung, eintretenden Winter mit eingerechnet ist? Aber am dem Thema Winter sind ja schon ganz andere Größen der Weltpolitik gescheitert. Hoffen wir mal auf eine nach jetzigen Vorstellungen planmäßigen Betriebsbeginn.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.10.20 11:28.

Re: S-Bahn Berlin: Neuigkeiten vom Fahrgastsprechtag

geschrieben von: bsbw

Datum: 13.10.20 22:52

MrEnglish schrieb:
Richtig, was für ein Unfug. Was soll von der U7 erst auf dir S-Bahn umzusteigen um am Hbf nochmal umzusteigen?
Wer ist MrEnglish? Wer will für mich entscheiden was Unfug ist? Darf ist selbst entscheiden wie ich fahren will?

Ich schrieb "Von Jungfernheide zum Hauptbahnhof fährt aber aktuell die Regionalbahn nur zweimal in der Stunde und dann zeitlich auch noch kurz hintereinander. Was für ein Unfug."
Gäbe es eine S-Bahn von Jungfernheide direkt nach Hbf. tief, so würde ich dadurch rund 10 Minuten Fahrzeit einsparen.
Ich praktiziere es ja gelegentlich mit der Regionalbahn. Aber dieser fährt wie ich schrieb in der Stunde nur zweimal diese Strecke, und dann auch nur zeitlich kaum auseinander.

Re: S-Bahn Berlin: Neuigkeiten vom Fahrgastsprechtag

geschrieben von: bsbw

Datum: 13.10.20 23:10

Nun kenne ich MrEnglish nicht, und kann daher nicht einschätzen ob hier eine fachlich fundierte Person Aussagen trifft. Wenn diese aber zutreffen, so läuft was schief.

Also 40 % bestehen die Prüfung nicht. Und dies wird so hingenommen? Ein besseres Ergebnis vielleicht auch nie erwartet? So etwas kann sich auch nur eine GmbH erlauben, welche fast ausschließlich aus Steuergeldern finanziert wird. Vielleicht ist dies auch ja wieder so eine verkorkste Maßnahme um die Arbeitslosenzahlen positiver aussehen zu lassen. Umschulungen sind an sich eine gute Maßnahme. Wenn der Mensch den es betrifft dies auch mitträgt. Sonst ist es Geldverschwendung. Und eigentlich auch Verschwendung wertvoller Lebenszeit. Vielleicht wäre eine andere Fachrichtung für den "Azubi" dann doch besser gewesen. Mich macht es als Steuerzahler nicht glücklich. Die S Bahn macht es vielleicht glücklich, wenn ein Dritter die Kosten übernimmt. Wobei ich nicht der Ausbilder von Leuten sein möchte, welche am gewählten Beruf kein Interesse haben. Und letztlich wird auch dem "Arbeitslosen in Umschulung" nicht geholfen sein.



MrEnglish schrieb:
bsbw schrieb:
"- 450 neue Tf seit 2016, bei 60% Bestehensquote (also rd. 750 Teilnehmer*innen) (S. 9)"

Wie darf es verstanden werden?
Der Staatsbetrieb mit GmbH Titel nimmt in die Ausbildung 750 Personen, wovon am Ende 450 die Prüfung bestehen.

Bei uns im Betrieb liegt die Abschlussquote bei etwa 90 %.
Vielleicht fehlt mit da der Überblick was "normal" ist.

Ist dies im Eisenbahnwesen und anderen Mitbewerbern (BVG, ODEG) ähnlich?
Der Job ist eben nicht so leicht, und wir sprechen da auch nicht von normalen Atubis, sondern von Umschulungen. Da sind eben nicht nur Leute dabei die für den Beruf brennen.

Re: S-Bahn Berlin: Neuigkeiten vom Fahrgastsprechtag

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 15.10.20 07:48

bsbw schrieb:
Wer ist MrEnglish? Wer will für mich entscheiden was Unfug ist? Darf ist selbst entscheiden wie ich fahren will?

Ich schrieb "Von Jungfernheide zum Hauptbahnhof fährt aber aktuell die Regionalbahn nur zweimal in der Stunde und dann zeitlich auch noch kurz hintereinander. Was für ein Unfug."
Gäbe es eine S-Bahn von Jungfernheide direkt nach Hbf. tief, so würde ich dadurch rund 10 Minuten Fahrzeit einsparen.
Ich praktiziere es ja gelegentlich mit der Regionalbahn. Aber dieser fährt wie ich schrieb in der Stunde nur zweimal diese Strecke, und dann auch nur zeitlich kaum auseinander.
Ich kann dir natürlich nicht vorschreiben, dass du nicht mit zwei Umstiegen über die neue S-Bahnstrecke fahren sollst, statt einfach direkt von der U7 zur Stadtbahn umzusteigen. Muss ich aber auch nicht, denn das übernimmt ja der Aufgabenträger indem er diesen Verkehr nicht bestellt. Und er bestellt diesen Verkehr nicht, weil er keinen ausreichenden Nutzen für den Aufwand sieht.
bsbw schrieb:
"- EBE seit einem Jahr bei Kontrolleuren nur noch bargeldlos, u.a. um Betrugsversuche zu unterbinden (S. 42)"

> Betrugsversuche der Kontrolleure sind gemeint?

> Vielleicht sollten bestimmte vertrauensvolle Aufgaben auch durch Personen erbracht werden, welche dieses Vertrauen verdienen....

Man soll ja nicht aus der Art und Weise eines Menschen seine Vorurteile füttern. Aber gefühlt die Hälfte derer, welche mich meist gegen 19 Uhr auf der Stadtbahn kontrollieren, möchte ich nicht Näher kennenlernen.

Gab es schon zu Zeiten der DB oder DR ein so erwähnenswertes Problem mit den Mitarbeitern aus dem Kontrolldienst?
Vielleicht ist es nur nie nach außen getragen worden?

In diesem Sinne
Bodo Schulz
Also, ein Teil der Billettkontrollen bei BVG und S-Bahn wird eben nicht durch BVG- bzw.S-Bahn-Personal selber erbracht, sondern durch die WISAG. Da war ja schon mehrfach zu lesen, dass einige WISAGer sich selber versuchten zu bereichern. Aber bei einigen Kontrolleuren habe ich immer wieder das Gefühl gehabt, dass die Leute nicht wirklich Ahnung haben, bzw. auch sonst nicht die sympatischsten Leute sind. Einige haben sich da ein bisschen aufgespielt. Wenn man sie etwas gefragt hat, hatten sie oftmals keine Ahnung.

Zu DDR-Zeiten gab es ja immer wieder mal das Phänomen, dass vor allem bei Westlern irgendetwas beanstandet wurde und dann Westgeld kassiert wurde, ohne Beleg versteht sich.
In Osteuropa kam es früher auch nicht selten vor, dass man sich vom Zugpersonal gegen Handgeld mitnehmen liess.

Zu DDR-Zeiten wurde ich hingegen in S- wie U-Bahn nur ein einziges Mal kontrolliert. Erst nach der Wende erlebte ich immer wieder Kontrollen. Diese sogar regelmässig und auch mit System. Die Kontrolleure betraten einen Wagen an allen vier Türen gleichzeitig. Ob es da noch Probleme damit gab, dass die Personale das EBE selber einsteckten, weiss ich nicht.

Ich habe aber davon gelesen, dass in letzter Zeit wieder verstärkt falsche Kontrolleure aufgetreten sein sollen. In Osteuropa wurde ja immer vor falschen Kontrolleuren gewarnt, nach der Wende aber auch. Deshalb zeigten ja die "richtigen" Kontrolleure bei den Kontrollen immer gleich von selber ihren Ausweis.

Herzliche Grüsse
Martin
bsbw schrieb:
"- 450 neue Tf seit 2016, bei 60% Bestehensquote (also rd. 750 Teilnehmer*innen) (S. 9)"

Wie darf es verstanden werden?
Der Staatsbetrieb mit GmbH Titel nimmt in die Ausbildung 750 Personen, wovon am Ende 450 die Prüfung bestehen.

Bei uns im Betrieb liegt die Abschlussquote bei etwa 90 %.
Vielleicht fehlt mit da der Überblick was "normal" ist.

Ist dies im Eisenbahnwesen und anderen Mitbewerbern (BVG, ODEG) ähnlich?
Ich höre immer wieder, dass die Auslese bei den TF im Allgemein ziemlich gering ist. Zahlreiche Bewerber fliegen aufgrund irgendwelcher Sachen aus dem Rennen. Es kann eben nicht jeder einfach so Züge fahren. Das ist leider so. TF zu sein ist sehr anspruchsvoll, TF zu werden auch. Nur wer alles erfolgreich meistert, wird es. Das ist leider so. Busunternehmen suchen ja auch händeringend Fahrer und bilden diese selber aus. Nicht selten werden sogar Leute aus anderen Bereichen herausgenommen und zu Busfahrern umgeschult, weil ihnen das Personal fehlt. Ein Busfahrer hat mir sogar erzählt, dass er ursprünglich für die Verwaltung angestellt wurde und dann noch zum Busfahrer ausgebildet wurde und deshalb teils im Büro und teils hinter dem Steuer sitzt. In Westfalen, wo ich wohnte, gab es mehrere Leute, die nicht nur fuhren sondern eben auch in der Verwaltung, im Reisebüro oder in der Werkstatt mitarbeiteten. Manche Leute fuhren dann hauptsächlich die Schülerkurse und sassen ansonsten im Büro oder in der Verwaltung.

Herzliche Grüsse
Martin