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Moin.

Sollte es bereits bekannt sein, kann es verschoben werden.

++ Lahnstein: Bis zu 30.000 Liter Diesel bleiben im Boden ++

Rund 100.000 Liter Diesel sind bei dem Zugunglück am 30. August im Niederlahnsteiner Bahnhof im Boden versickert. Die Sanierung der rund zweieinhalbtausend Quadratmeter großen belasteten Fläche laufen auf Hochtouren. Rund 20.000 Tonnen - und somit fast doppelt so viel wie anfänglich geschätzt – mit Diesel verseuchtes Erdreich musste ausgebaggert und abtransportiert werden. Trotzdem bleibt eine nicht unerhebliche Menge Diesel im Boden: zwischen zehn- und dreißigtausend Liter sind tiefer versickert und können im Moment nicht aufgenommen werden, so der vom Rhein-Lahn-Kreis beauftragte Hydro-Geologe Bernd Kessler gegenüber unserem Sender. Eine Gefahr für das Trinkwasser bestehe ausdrücklich nicht, da in diesem Bereich kein Trinkwasser entnommen würde, so Kessler weiter. Allerdings könne es vor allem bei Niedrigwasser möglich sein, dass Diesel sogar in den Rhein gelange. „Der Bereich muss dauerhaft überwacht werden, möglicherweise für Generationen“, so Kessler.

Zur Meldung: >> hier entlnag; klich mich << Sollte frei lesbar sein; Artikel habe ich oben eingestellt.

Grüße, Krischan.

"Theoretisch müsste ich mich eigentlich aufregen - aber der Gesundheit zu liebe ist es mir völlig egal!"

Schaut doch mal vorbei:
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Christian Snizek schrieb:
Moin.

Sollte es bereits bekannt sein, kann es verschoben werden.

++ Lahnstein: Bis zu 30.000 Liter Diesel bleiben im Boden ++

Rund 100.000 Liter Diesel sind bei dem Zugunglück am 30. August im Niederlahnsteiner Bahnhof im Boden versickert. Die Sanierung der rund zweieinhalbtausend Quadratmeter großen belasteten Fläche laufen auf Hochtouren. Rund 20.000 Tonnen - und somit fast doppelt so viel wie anfänglich geschätzt – mit Diesel verseuchtes Erdreich musste ausgebaggert und abtransportiert werden. Trotzdem bleibt eine nicht unerhebliche Menge Diesel im Boden: zwischen zehn- und dreißigtausend Liter sind tiefer versickert und können im Moment nicht aufgenommen werden, so der vom Rhein-Lahn-Kreis beauftragte Hydro-Geologe Bernd Kessler gegenüber unserem Sender. Eine Gefahr für das Trinkwasser bestehe ausdrücklich nicht, da in diesem Bereich kein Trinkwasser entnommen würde, so Kessler weiter. Allerdings könne es vor allem bei Niedrigwasser möglich sein, dass Diesel sogar in den Rhein gelange. „Der Bereich muss dauerhaft überwacht werden, möglicherweise für Generationen“, so Kessler.

Zur Meldung: >> hier entlnag; klich mich << Sollte frei lesbar sein; Artikel habe ich oben eingestellt.

Grüße, Krischan.
Das wird wohl Wasser auf die Mühlen der Gefahrgutparkplatzgegner in Efringen-Kirchen sein...

Hält das EVU das durch?

geschrieben von: Zahlenmeisterei

Datum: 16.09.20 10:34

Laeger & Wöstenhöfer ist ja nun nicht gerade ein Riese unter den EVU.
Und die Mindestdeckungssumme von 20 Mio. Euro für die Zwangshaftpflicht ist ja auch nicht gerade riesig.

Wenn das mit dem "überhöhte Geschwindigkeit" stimmt und der Tf "schuld" ist, wird bei ihm trotzdem wohl am wenigsten zu holen sein.

Und über welches EVU erbringt die BLS in Zukunft ihre Leistungen in Deutschland?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.09.20 10:36.
Bei diesen "Experten" bekommt man Augentinitus. Man sieht nur Pfeifen. Nach dem Abriss des Barkas-Motorenwerks in Chemnitz war bedeutend mehr verseuchter Erdaushub angefallen und durch Zusatz von speziellen Mikroben war das Problem nach 5 Jahren erledigt und das was da im Boden war war kein Biodiesel sondern alles mögliche was in den Jahren seit 1932 versickern konnte.

Liebe Leute,

Bleibt gesund und wenn es geht daheim!

Interview

geschrieben von: Straktisie

Datum: 16.09.20 10:54

Das Interview worauf dieser kurzer Beitrag basiert, kann man sich auf direkt anschauen
Quelle: YouTube

Re: Hält das EVU das durch?

geschrieben von: Kevin_SG

Datum: 16.09.20 10:56

Zahlenmeisterei schrieb:
Laeger & Wöstenhöfer ist ja nun nicht gerade ein Riese unter den EVU.
Und die Mindestdeckungssumme von 20 Mio. Euro für die Zwangshaftpflicht ist ja auch nicht gerade riesig.

Wenn das mit dem "überhöhte Geschwindigkeit" stimmt und der Tf "schuld" ist, wird bei ihm trotzdem wohl am wenigsten zu holen sein.

Und über welches EVU erbringt die BLS in Zukunft ihre Leistungen in Deutschland?
BLS Cargo fährt unter anderem mit Captrain in Deutschland. Derzeit laufen die Verkehre mit L&W aber weiter. Ich bin tendenziell eher mal gespannt welche Auswirkungen das nun auf Dienstleister haben wird. Dieses Modell ist dem EBA und einigen Verbänden ja schon länger ein Dorn im Auge. Und der Tf kam ja von einem Dienstleister. ;-)
Ladehilfe schrieb:
Bei diesen "Experten" bekommt man Augentinitus. Man sieht nur Pfeifen. Nach dem Abriss des Barkas-Motorenwerks in Chemnitz war bedeutend mehr verseuchter Erdaushub angefallen und durch Zusatz von speziellen Mikroben war das Problem nach 5 Jahren erledigt und das was da im Boden war war kein Biodiesel sondern alles mögliche was in den Jahren seit 1932 versickern konnte.

An anderer Stelle hatte ich zu diesem Thema ja aus eigener Erfahrung schon was geschrieben. Die Schadstoffe im ausgelaufenen Diesel sind Mineralölkohlenwasserstoffe, und die werden in der Tat durch spezielle Mikroben "aufgefressen". Ich hatte einen Fall in Germersheim, als dort die B 9 tiefergelegt wurde, sprudelte das Heizöl nur so aus dem angebaggerten Hang, Verursacher war ein Depot der US-Streitkräfte, wo über längere Zeit der Heizöltank überfüllt worden war. Das belastete Erdreich wurde abgebaggert und in sogenannte Beete im Depot gelagert, dort mit einer die Mikroben enthaltenden Lösung besprüht. Nach reund 3 Jahren war die Belastung unterhalb der Grenzwerte gesunken, so dass das Erdreich als Füllmaterial im Straßenbau verwendet werden konnte. Allerdings war Heizöl auch ins Grundwasser geraten, und das wird auch heute noch über mehrere Brunnen herausgepumpt und durch Aktivkohlefilter gejagt, das gereinigte Wasser kann dann in einen Bach eingeleitet werden.

In einem anderen Fall gab es eine MKW-Belastung an einer ehem. Tankstelle der Amis. Da keine unmittelbare Gefahr für das Grundwasser bestand, wurde kein sofortiger Vollzug angeordnet, so dass das Gelände rund 10 Jahre brach lag. Als es dann einer Nutzung zugeführt werden sollte, wurde erneut die Belastung gemessen, und siehe da, im Lauf der Zeit hatten sich die Schadstoffe so weit verflüchtigt, dass sie unterhalb der Grenzwerte lagen. Da konnte das Gelände für Industriezwecke genutzt werden, ohne dass eine Sanierung notwendig wurde.

Die letzte Entscheidung in solchen Fällen trifft immer die zuständige obere Umweltschutzbehörde, die in Rheinland-Pfalz bei den oberen Wasserbehörden der beiden Struktur- und Genehmigungsdirektionen angesiedelt sind.Hier ist die SGD Nord in Koblenz zuständig, und die habe ich in vielen Fällen als erheblich restriktiver kennengelernt als deren Kollegen von der SGD Süd in Neustadt.

Trotzdem - als ehemaliger langjähriger Lahnsteiner Einwohner ist mir persönlich nicht so wohl bei dem Gedanken, was da für eine Belastung im Boden verbleiben soll. Auch wenn dort unmittelbar kein Trinkwasser gefördert wird, Grundwasser fließt meistens irgendwohin, und dort in der Regel in Richtung zum Rhein. Außerdem liegt der Grundwasserspiegel in unmittelbarer Rheinnähe (vom Bahnhof zum Rheinufer sind es nur wenige 100 m) sehr hoch, m.W. steht das Grundwasser dort nur 3 m unter GOK an. Die Gefahr, dass die Verunreinigung bis zum Rhein ziehen kann, sehe ich daher auch. Und das kann u.U. schneller geschehen, als die Mikroben die MKW-Belastung "aufgefressen" haben. Und trotz Klimaerwärmung tritt der Rhein noch immer von Zeit zu Zeit über die Ufer und reicht dann bis zu der unmittelbar westlich am Bahnhof vorbeiführenden Straße, in Sichtweiter der Unfallstelle. Und letztlich sollte man nicht außer Acht lassen, dass der Gleisbereich des Niederlahnsteiner Bahnhofs überall an Wohngebiete (mit Kleingärten und Spielplätzen) angrenzt, und dort ist in jedem Fall der Gefährdungspfad Boden - Mensch gegeben.

Ich bin gespannt, wie es letztlich weiter geht.

Grüße aus der Pfalz
Hubert

Re: Hält das EVU das durch?

geschrieben von: Clemens2

Datum: 16.09.20 12:40

Interessant wäre ja auch zu erfahren, ob man nicht auch die Personaldienstleister schadenersatzpflichtig machen kann. Nach meinen Kenntnisstand besitzen diese auch (alle) eine Haftpflichtversicherung.

Und überhaupt: Sofern der Tf eine Diensthaftpflicht hat, wäre diese hier eventuell auch zuständig? Nach meinen Kenntnisstand würde bei grober Fahrlässigkeit der Tf mit bis zu 3 Nettomonatsgehälter haften. Übernimmt sowas dann die Diensthaftpflichtversicherung? Und falls nein: Was bringt eine Diensthaftpflichtversicherung überhaupt?
Ladehilfe schrieb:
Bei diesen "Experten" bekommt man Augentinitus. Man sieht nur Pfeifen. Nach dem Abriss des Barkas-Motorenwerks in Chemnitz war bedeutend mehr verseuchter Erdaushub angefallen und durch Zusatz von speziellen Mikroben war das Problem nach 5 Jahren erledigt und das was da im Boden war war kein Biodiesel sondern alles mögliche was in den Jahren seit 1932 versickern konnte.
Ob das denn überhaupt vergleichbar ist? Dort grossflächiger Abriss, mithin also freier Zugang zur Stelle, hier stark belastete Strecke innerhalb eines Bahnhofs, da sind ganz andere Rahmenbedingungen für eine vollständige Sanierung. Sind dir alle Umstände und Zwänge, die in Niederlahnstein gegeben sind, bekannt, so dass du dir ein schnelles Urteil erlauben kannst und genau weisst, wie man es besser machst? Ich bin mir sicher, dass hier niemand leichtfertig zu dem berichteten Ergebnis kommt: möglicherweise findet man noch andere Möglichkeiten, den Schaden zu begrenzen.

Grüsse ins Forum, Frank

Re: Hält das EVU das durch?

geschrieben von: Cobra3001

Datum: 16.09.20 15:25

Kann mir bitte jemand den Link zeigen, wo davon die Rede ist, dass der ganze Unfall ein Versehen des Lf war? Habe bis jetzt im Netz nichts gefunden! Danke

Re: Hält das EVU das durch?

geschrieben von: Polo der schlaue

Datum: 16.09.20 15:52

Cobra3001 schrieb:
Kann mir bitte jemand den Link zeigen, wo davon die Rede ist, dass der ganze Unfall ein Versehen des Lf war? Habe bis jetzt im Netz nichts gefunden! Danke
Einen Link kenne ich auch nicht,
aber in den gut unterrichteten Kreisen, geht das schon so seit 2 Wochen um, und den Führerschein soll das EBA gleich eingezogen haben.

Re: Hält das EVU das durch?

geschrieben von: Marvin K

Datum: 16.09.20 16:11

Polo der schlaue schrieb:
Cobra3001 schrieb:
Kann mir bitte jemand den Link zeigen, wo davon die Rede ist, dass der ganze Unfall ein Versehen des Lf war? Habe bis jetzt im Netz nichts gefunden! Danke
Einen Link kenne ich auch nicht,
aber in den gut unterrichteten Kreisen, geht das schon so seit 2 Wochen um, und den Führerschein soll das EBA gleich eingezogen haben.
Auf Facebook hat der betroffene Tf auch geschrieben das er nach einer Arbeit sucht wofür man keinen Triebfahrzeugführerschein benötigt.

Re: Hält das EVU das durch?

geschrieben von: Kabelcontainer

Datum: 16.09.20 17:02

Also bei der Stadtreinigung? Sorry, wer sich so verhält und denkt, der darf kein Tfz mehr führen.

Gruss Kabelcontainer, Tf bei Cargo, Railion, Railion Logistics, Schenker, Schenker Rail, Cargo 2.0


Die Bahn hat einen Wert von 120 Mrd. und Mehdorn will sie für 7 Mrd unbedingt an den Russen verkaufen. Warum wohl? Schon mal was von streikenden russischen Lokführern gehört? Die werden vorher erschossen und Ruhe ist!

Urban Priol

Re: Hält das EVU das durch?

geschrieben von: Clemens2

Datum: 16.09.20 17:08

Wie muss man sich das eigentlich vorstellen wenn der Tfz-Führerschein eingezogen wird? Steht dann die Bundespolizei vor deiner Wohnungstür?
Palatino schrieb:
An anderer Stelle hatte ich zu diesem Thema ja aus eigener Erfahrung schon was geschrieben. Die Schadstoffe im ausgelaufenen Diesel sind Mineralölkohlenwasserstoffe, und die werden in der Tat durch spezielle Mikroben "aufgefressen". Ich hatte einen Fall in Germersheim, als dort die B 9 tiefergelegt wurde, sprudelte das Heizöl nur so aus dem angebaggerten Hang, Verursacher war ein Depot der US-Streitkräfte, wo über längere Zeit der Heizöltank überfüllt worden war. Das belastete Erdreich wurde abgebaggert und in sogenannte Beete im Depot gelagert, dort mit einer die Mikroben enthaltenden Lösung besprüht. Nach reund 3 Jahren war die Belastung unterhalb der Grenzwerte gesunken, so dass das Erdreich als Füllmaterial im Straßenbau verwendet werden konnte. Allerdings war Heizöl auch ins Grundwasser geraten, und das wird auch heute noch über mehrere Brunnen herausgepumpt und durch Aktivkohlefilter gejagt, das gereinigte Wasser kann dann in einen Bach eingeleitet werden.

Ich bin gespannt, wie es letztlich weiter geht.
Den zuletzt genannten Teil der Verschmutzung wird in Niederlahnstein ohne weitere Maßnahmen der Rhein wegschaffen.
Die Bakterien kann man nicht nur theoretisch in den Boden einbringen ohne ihn abzutragen.

Liebe Leute,

Bleibt gesund und wenn es geht daheim!
Zugunglück? Niederlahnstein? Entgleisung? War da was?


















Ach ja, im Forum 999 ("Betriebseinschränkungen") gab es einen Thread.
Kleine Betriebsstörung, keine News wert.
Eschede wäre heute bestimmt auch dort rein verschoben werden.
Carsten Frank schrieb:
Kleine Betriebsstörung, keine News wert.
Eschede wäre heute bestimmt auch dort rein verschoben werden.
Naja, möglicherweise muss es Tote gegeben haben, damit es für das Newsforum relevant wird. Eventuell ist das der Maßstab?

Ich finde diese Aufteilung und vor allem ihren Umgang damit jedenfalls mehr als unglücklich, gerade in einem Fall wie jetzt diesem Güterzugunfall Niederlahnstein. Und würde subjektiv ja auch nicht sagen, dass das Newsforum aufgrund der 74 neuen Threads pro Tag (die es eben nicht gibt) jemals zu unübersichtlich gewesen wäre.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.09.20 19:11.

News/Betriebsstörungen

geschrieben von: wostei

Datum: 16.09.20 19:24

Hallo,
der Unfall wurde im Forum Betriebsstörungen gemeldet als das ganze Ausmaß noch nicht feststand. Da gab es naturgemäß dann auch die ersten Antworten zu und die Diskussion lief an.
Wenn es eine Kleinigkeit gewesen wäre (Fahrradkette) und das direkt in News gepostet worden wäre hätte man sich auch aufgeregt ... mimimi ... das reicht unter Betriebsstörungen.
Passenderweise sollte in einem solchen Fall wenn er sich zu etwas größerem entwickelt schon ein aussagekräftiger Eintrag unter News erfolgen und dann in Betriebsstörungen verlinkt werden.
Alternativ Verschiebung durch den Admin nach News mit Hinterlassung eines Hinweises bei Betriebsstörungen, das wäre wohl das passendste.
Wolfgang

Re: Forum 999

geschrieben von: HPNuller

Datum: 16.09.20 19:49

wostei schrieb:
Hallo,
der Unfall wurde im Forum Betriebsstörungen gemeldet als das ganze Ausmaß noch nicht feststand. Da gab es naturgemäß dann auch die ersten Antworten zu und die Diskussion lief an.
Wenn es eine Kleinigkeit gewesen wäre (Fahrradkette) und das direkt in News gepostet worden wäre hätte man sich auch aufgeregt ... mimimi ... das reicht unter Betriebsstörungen.
Passenderweise sollte in einem solchen Fall wenn er sich zu etwas größerem entwickelt schon ein aussagekräftiger Eintrag unter News erfolgen und dann in Betriebsstörungen verlinkt werden.
Alternativ Verschiebung durch den Admin nach News mit Hinterlassung eines Hinweises bei Betriebsstörungen, das wäre wohl das passendste.
Wolfgang
Hallo Wolfgang,

auch auf die Gefahr hin, dass ich hier jetzt geteert und gefedert werde (bzw. mit Lösche überschüttet werde): In der Forenliste steht quasi als Definition des (gewünschten) Inhalts des Forums 'Betriebsstörungen':
"Hier landen bitte alle Meldungen zu schwerwiegenden (vor allem länger andauernden) Beeinträchtigungen des Bahnbetriebs."
Und (leider) passt der Unfall in Niederlahnstein wie die Faust aufs Auge auf diese Beschreibung:
- schwerwiegend: Entgleisung mehrerer Wagen, Zerstörung des Oberbaus, Austritt von Gefahrgut
- länger andauernd: Die Reparaturarbeiten sind auch noch nicht beendet, und das 17 Tage nach dem Unfall. Bis der Bf Niederlahnstein wieder vollständig "wiederhergestellt" ist, dauert es mindestens noch eine Woche...

Dem nach gehörten Streckensperrungen wegen PU oder OL-Störung, da ja nur kurzzeitig und i.d.R. nicht schwerwiegend für den Eisenbahnverkehr, ins Forum 'News'.

Es wäre nett, wenn sich die Moderation dazu äußerte, und die Betriebsvorschrift für das Forum 999 entsprechend präzisiert.

Viele Grüße von der Lahn

HPNuller

"Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware, sprich, du kannst sie kostenlos nutzen.
Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen."

PS: Setzt bitte einen passende Themabeschreibung über euren Text!
Ein guter Titel über dem Beitrag ist das Tüpfelchen auf dem i für einen wirklich guten Beitrag oder eine wirklich gute Antwort!

Re: Hält das EVU das durch?

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 16.09.20 20:07

Marvin K schrieb:
Auf Facebook hat der betroffene Tf auch geschrieben das er nach einer Arbeit sucht wofür man keinen Triebfahrzeugführerschein benötigt.
Auch wenn ich diesen Text auch kenne - so was gehört hier nicht her! Du kennst weder den Hergang, noch Ursache oder ggf. persönliche Umstände!

MfG

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

Facebook-Fundstück...

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Re: Hält das EVU das durch?

geschrieben von: Haribo1903

Datum: 16.09.20 21:59

Das geht ganz einfach, die Datenspeicherkasette wird ausgelesen, und wenn es nicht am FDL lag oder Fehler an der Gleisanlage.

Und se weisen Dir überhöhtes Tempo nach kannst deinen Lappen gleich abgeben.

Re: Hält das EVU das durch?

geschrieben von: Oberdeichgraf

Datum: 16.09.20 22:25

Hallo,
die Suche in der Presse ergibt Anhaltspunkte.
Auszug aus einem Bericht:
"Inzwischen bestätigte die Bahn allerdings nach anfänglichem Zögern, dass im Unfallbereich eine sogenannte “Langsamfahrstrecke” mit maximal Tempo 40 eingerichtet war"
Und ein weiterer Bericht:
"Der Güterzug-Unfall im Bahnhof Niederlahnstein vor etwa eineinhalb Wochen wurde nach Angaben der Deutschen Bahn nicht durch einen Defekt an Gleisen oder Weichen ausgelöst.
Zu diesem vorläufigen Ergebnis sei die Bundesstelle für Bahnunfalluntersuchung gekommen, sagte ein Sprecher der Bahn. Als Unfallursache komme nur noch ein Fehler des Zugführers oder ein Schaden am Güterzug selbst in Betracht."
Wie schnell der Zug fuhr, lässt sich wohl rekonstuieren.
Angenommen, der fuhr deutlich zu schnell: Greift da die PZB dann nicht ein?

Re: Forum 999

geschrieben von: wostei

Datum: 16.09.20 22:37

Hi HPNuller,
ist nur das Problem wer weiss schon sofort beim Beginn Störung 100%ig zu beurteilen wie schwerwiegendend diese ist und dementsprechend das Forum auswählen.
Gerade bei Niederlahnstein ist das ja innerhalb von Stunden eskaliert. Erster Tenor aus der Deckung von DB war ja Montags fahren wir wieder. Und dann ganz schnell wieder abgetaucht.
Mal ne ganz ehrliche Frage an dich, so wie es da aussieht glaubst du an "eine Woche", inzwischen kursiert schon "Dezember".
Gruss von der Sieg
Wolfgang

Re: Hält das EVU das durch?

geschrieben von: wostei

Datum: 16.09.20 22:51

Hallo,
ganz wertfrei:
Bei diesem Gleis- und Weichen-Gekröse in der betroffenen Fahrstraße kann ich mir keine "temporäre" Langsamfahrstrecke vorstellen, das müsste schon eine ständige sein.
Ich kenne die Örtlichkeiten nicht genau aber hingen da nicht noch Weichen zu stillgelegten Gleisen des Gbf und zum ungenutzen Gleis 6 drin? In welchem Zustand waren denn diese Weichen, vielleicht Grund für eine ständige Langsamfahrstelle?
Es wurde im Forum auch angesprochen dass das eine "ungewöhnliche" und selten genutzte Fahrstraße ist. Mangelhafte Ortskenntnis oder einfach Unaufmerksamkeit wäre da ja möglich wenn auch nicht entschuldbar.
Sollten da wirklich solche Fallstricke in der Fahrstraße drin gewesen sein stellt sich allerdings auch die Frage warum das nicht über xxx-Hz-Magnete im Zusammenhang mit der Signalisierung abgefangen wurde und keine Zwangsbremsung erfolgte. Da wäre dann wieder der Infrastrukturbetreiber mit im Boot und gefragt.
Also nicht gleich die Keule nur in eine Richtung rausholen.
Wolfgang



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.09.20 23:00.

Re: Forum 999

geschrieben von: HPNuller

Datum: 16.09.20 22:57

Hallo Wolfgang,

mir geht es mit meinem Beitrag genau um die Schwierigkeit dieser Beurteilung. Jede kurzzeitige OL-Störung und jeder PU wird in News gepostet, ohne das die Administration die Beiträge verschiebt.
Aber sobald etwas eskalieren könnte, wird nach Betriebsstörungen verschoben bzw. schon im vorauseilendem Gehorsam in 999 eingestellt.
Mir wäre es am liebsten solche Beiträge blieben in den News stehen, bis die Störung beseitigt ist, oder die Störung zum Normalfall (erklärt) wird. Auch gegen eine Referenzierung in beide Richtungen, ohne dass die Beiträge doppelt erstellt werden müssen, könnte ich mir vorstellen. Das bedeutet, dass ein Beitrag der in 999 steht auch in 01 zu lesen ist, ohne das Forum zu wechseln oder den Beitrag doppelt zu erstellen. Bleibt nur die Frage, wo im Beitragsbaum der Beitrag im referenzierenden Forum angehängt wird. Das ist sicherlich jede Menge Handarbeit... In gewisser Weise ist diese Aufteilung stark willkürlich und nicht logisch. Sollte man deswegen 999 wieder einstampfen?

Viele Grüße von der Lahn

HPNuller

wostei schrieb:
Hi HPNuller,
ist nur das Problem wer weiss schon sofort beim Beginn Störung 100%ig zu beurteilen wie schwerwiegendend diese ist und dementsprechend das Forum auswählen.
Gerade bei Niederlahnstein ist das ja innerhalb von Stunden eskaliert. Erster Tenor aus der Deckung von DB war ja Montags fahren wir wieder. Und dann ganz schnell wieder abgetaucht.
Mal ne ganz ehrliche Frage an dich, so wie es da aussieht glaubst du an "eine Woche", inzwischen kursiert schon "Dezember".
Gruss von der Sieg
Wolfgang

"Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware, sprich, du kannst sie kostenlos nutzen.
Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen."

PS: Setzt bitte einen passende Themabeschreibung über euren Text!
Ein guter Titel über dem Beitrag ist das Tüpfelchen auf dem i für einen wirklich guten Beitrag oder eine wirklich gute Antwort!

Re: Forum 999

geschrieben von: wostei

Datum: 16.09.20 23:04

Nein,
999 einstampfen halte ich nicht für sinnvoll, aber ein Verlinkung würde schon hier helfen. Verschiebung ist aufwändiger.
Wolfgang

Geschwindigkeitsüberwachung

geschrieben von: Zugsicherer

Datum: 17.09.20 05:27

Oberdeichgraf schrieb:
Angenommen, der fuhr deutlich zu schnell: Greift da die PZB dann nicht ein?
Wie denn? PZB kennt die Höchstgeschwindigkeit des Zuges und Beeinflussungen mit 500 Hz, 1000 Hz und 2000 Hz, woraus aber nicht direkt eine zulässige Geschwindigkeit abzuleiten ist. Daraus hat man behelfsweise Geschwindigkeitsprüfabschnitte gebastelt, aber diese sind nicht flächendeckend verbaut und wirken naturgemäß auch nur punktförmig. (Mathematiker würden sagen, dass sie die Durchschnittsgeschwindigkeit über eine kurze Strecke messen, aber das ändert am Prinzip nichts.)

Für kontinuierliche Überwachung gibt es in Deutschland LZB und ETCS. Allerdings muss man auch da Langsamfahrstellen einpflegen, bei L1/LS in der angedachten Form müsste man dazu wahrscheinlich unverlinkte Balisengruppen verlegen.

Gruß,
Sven

Re: Hält das EVU das durch?

geschrieben von: Kabelcontainer

Datum: 17.09.20 07:50

wostei schrieb:
.....
Sollten da wirklich solche Fallstricke in der Fahrstraße drin gewesen sein stellt sich allerdings auch die Frage warum das nicht über xxx-Hz-Magnete im Zusammenhang mit der Signalisierung abgefangen wurde und keine Zwangsbremsung erfolgte. Da wäre dann wieder der Infrastrukturbetreiber mit im Boot und gefragt.

Hallo,

die Fahrstraße, die er wohl genutzt hatte, ist mit 40 Km/h signalisiert ab Einfahrsignal, nämlich Hp2. Der "normale" weg führt mit Hp1 am Einfahrsignal und Vmax 60 Km/h. In den Buchfahrplänen ( je nach aufgeschlagener Seite ) und auch Ebula wird in der Regel 60 Km/h angezeigt. Die 60 Km/ ziehen sich ab der Ausfahrt Koblenz ( ab ca letzte Ausfahrweiche ) über die Hochheimer Brücke bis nach Niederlahnstein rein. Wenn allerdings ein Hp2 signalisiert wird, ohne Zs3 mit Kennziffer 6 und auch ohne zusätzlichen Eintrag im Fahrplan ( bspw. Esig 60 ), bedeutet Hp2 40 Km/h. Das ist kein Fallstrick, sondern Regelwerk. Wenn im Fahrplan Vmax 80 Km/h steht und ich bekomme außerplanmäßig Hp2 in einem Bahnhof, fahre ich keine 80, nur mal so als Beispiel. Und da der betreffende Tf mit ca 63 Km/h in betroffenen Abschnitt eingefahren ist bei Hp2 ohne Zusatzsignalisierung ( siehe Möglichkeiten oben ), ist es einfach nur fahrlässiges Handeln. Selbst wenn es ein Tf ist, der mal wieder "Streckenkunde" von Lübeck bis Basel hat, so bleibt Hp2 immer Hp2 und zumeist 40 Km/h, mit all seinen Außnahmefällen.

Gruss Kabelcontainer, Tf bei Cargo, Railion, Railion Logistics, Schenker, Schenker Rail, Cargo 2.0


Die Bahn hat einen Wert von 120 Mrd. und Mehdorn will sie für 7 Mrd unbedingt an den Russen verkaufen. Warum wohl? Schon mal was von streikenden russischen Lokführern gehört? Die werden vorher erschossen und Ruhe ist!

Urban Priol




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.09.20 07:51.

Re: Hält das EVU das durch?

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 17.09.20 10:33

Oberdeichgraf schrieb:
Angenommen, der fuhr deutlich zu schnell: Greift da die PZB dann nicht ein?
Wie lange textest du hier schon mit? Was heisst wohl das "P" in "PZB"? Und was an so einem 1000Hz-Magnet, je nach Zugart passiert, ist ja auch kein Geheimnis.

MfG

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

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Re: Hält das EVU das durch?

geschrieben von: Bk Isenach

Datum: 17.09.20 10:47

Hallo Kabelcontainer,

am Einfahrsignal könnte auch Hp 1 + Vr 2 signalisiert gewesen sein, wenn es durch Gl. 105 ging. Der Abstand vom Zielsignal bis zur Weiche sollte für einen Durchrutschweg bei 60 km/h ausreichen.
Damit wäre erst am Zwischensignal Hp 2 gewesen. Bis dorthin sind eigentlich 60 km/h erlaubt.
Da der Tf sicherlich mit Ebula gefahren ist, muss man diese Angaben kennen. Ebula bietet manchmal Überraschungen.

Gruß Bk Isenach

Re: Hält das EVU das durch?

geschrieben von: Kabelcontainer

Datum: 17.09.20 12:00

Überraschungen in dem Sinne, dass Geschwindigkeit des Soll-Laufweges abweichen vom Ist-Laufweg "draußen" auf der Strecke.

Ansonsten hast Du Recht damit, dass es beim Unfallzug auch ab dem Zwischensignal Hp2 gegeben haben kann. Am Einfahrsignal ja nur, sofern noch nutzbar und möglich ( was ich jetzt nicht weiß, weil noch nie genutzt ), das äußere rechte nichtdurchgehende Hauptgleis genutzt wird, was nachher ja dann aber über dieselbe Weichenverbindung führt, die der Zug definitiv gefahren ist. Da er allerdings mit "um die" 60 Km/h unterwegs war lässt dies vermuten, dass er erst ab dem Zwischensignal Hp2 bekam. Aber auch hier müssten dann die genannten Beispiele Zs3 mit Kz6, oder aber Eintrag "Zsig 60" im Fahrplan stehen, um die 40 Km/h überschreiten zu dürfen. Und beides ist dort nicht der Fall.

Gruss Kabelcontainer, Tf bei Cargo, Railion, Railion Logistics, Schenker, Schenker Rail, Cargo 2.0


Die Bahn hat einen Wert von 120 Mrd. und Mehdorn will sie für 7 Mrd unbedingt an den Russen verkaufen. Warum wohl? Schon mal was von streikenden russischen Lokführern gehört? Die werden vorher erschossen und Ruhe ist!

Urban Priol




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.09.20 12:01.

Re: Hält das EVU das durch?

geschrieben von: EK-Wagendienst

Datum: 17.09.20 12:31

Ich habe mal bei YouTube nach einer Führerstands Film geschaut, aber in die Richtung nichts gefunden

Re: Hält das EVU das durch?

geschrieben von: Kabelcontainer

Datum: 17.09.20 12:41

[youtu.be]

Gruss Kabelcontainer, Tf bei Cargo, Railion, Railion Logistics, Schenker, Schenker Rail, Cargo 2.0


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Urban Priol

Re: Hält das EVU das durch?

geschrieben von: EK-Wagendienst

Datum: 17.09.20 15:28

Danke,

hatte nach Führerstandsmitfahrt und Koblenz gesucht gehabt,
aber immer nur die andere Richtung was gefunden, und sehr viel linke Rheinseite.