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Die positive Nachricht in dem Zusammenhang: Auf der Fehmarnsundbrücke sind die Sanierungsarbeiten am Stahlbauwerk an der Westseite in vollem Gange.
Die Fahrbahn ist jetzt sehr schmal, weiterhin zweistreifig befahrbar, aus Sicherheitsgründen aber nur noch mit Tempo 30.
Für Radfahrer und Fußgänger ist ein provisorischer Ersatz für den sogenannten Not- oder Betriebsweg geschaffen worden.
Für Transporte oder Fahrzeuge mit Überbreite gibt es eine Ampelanlage an der Brücke.
Ob es für die Bahn Einschränkungen gibt, weiß ich nicht.
Bei der schmalen Fahrbahn schaut man als Autofahrer lieber sorgfältig nach vorne.

Dass diese Brücke langfristig erhalten bleibt (möglichst mit einem echten Rad-und Fußweg), ist bei allen Beteiligten inzwischen unumstritten.
Für den geplanten Tunnel läuft dagen der Countdown für den Prozess am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, der in knapp einer Woche beginnt.
Auch der angedachte deutsche Fehmarnsundtunnel dürfte in der geplanten Form nur gebaut werden, wenn die Dänen tatsächlich bauen dürfen.
Hier noch mal von dpa die wichtigsten Dinge dazu im Zusammenfassung, bei der "Welt" kostenfrei zu lesen:
[www.welt.de]



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.09.20 10:02.
So sieht die beschriebe Situation auf der Brücke aus, aufgenommen Ende August auf der "Nordfahrt" von Großenbrode zur Insel. Zugverkehr nach Burg und Puttgarden findet statt, allerdings ist seit dem Wegfall der ECs nicht mehr sooo viel los.
(Fehmarn ist seit Jahren unser festes Sommerferien-Ziel, insofern betrachten wir die kommende Baustelle mit durchaus gemischten Gefühlen... ich tue mich schwer, eine Position zu dem Projekt zu finden. Da stehen Argumente pro und contra, die sich kaum gegeneinander aufrechnen lassen.)

Martin

IMG_20200815_142752.jpg
dermartin schrieb:
So sieht die beschriebe Situation auf der Brücke aus, aufgenommen Ende August auf der "Nordfahrt" von Großenbrode zur Insel. Zugverkehr nach Burg und Puttgarden findet statt, allerdings ist seit dem Wegfall der ECs nicht mehr sooo viel los.
(Fehmarn ist seit Jahren unser festes Sommerferien-Ziel, insofern betrachten wir die kommende Baustelle mit durchaus gemischten Gefühlen... ich tue mich schwer, eine Position zu dem Projekt zu finden. Da stehen Argumente pro und contra, die sich kaum gegeneinander aufrechnen lassen.)
Ich glaube, du kannst davon ausgehen, dass du auf > 90 % der Insel weder während der Bauphase noch später durch den Betrieb der FBQ irgendetwas davon mitbekommen wirst, irgendeine Veränderung.
ICE 4 schrieb:

Ich glaube, du kannst davon ausgehen, dass du auf > 90 % der Insel weder während der Bauphase noch später durch den Betrieb der FBQ irgendetwas davon mitbekommen wirst, irgendeine Veränderung.
Hallo,
der Glaube hilft nur in der Kirche.
Eine Großbaustelle, wo man nichts mitbekommen würde, wäre eine ganz neue Erfindung.
Ich war gestern mit dem Auto auf Fehmarn:
Die blauen Kreuze als Zeichen des Widerstandes gegen diese Transitverbindung für den Güterverkehr auf Straße und Schiene waren schon lange vor der Insel zu sehen.
Auch jetzt gab es noch viele Feriengäste auf der Insel.
Bei jahrelangen Großbaustellen von zwei Tunneln auf der Insel dürften die sich überlegen, ob Urlaub da noch einen Sinn macht.
Die Gäste wünschen sich auch langfristig Ruhe und keinen lauten Güterverkehr 24/365.
Die Dauerprediger für dieses Milliardengrab (für den deutschen Steuerzahler) kann ich nicht ernst nehmen.
Das lohnt sich gar nicht zu lesen.
Ach so, den dänischen EC nach Hamburg sehe ich fast immer nur einteilig.
Da fehlt wohl die Nachfrage und ob sich das noch mal gravierend ändert ist eher unwahrscheinlich.
Corona hat die Welt verändert: Immer mehr und weiter reisen ist Schnee von gestern.
Oberdeichgraf schrieb:
ICE 4 schrieb:
Ich glaube, du kannst davon ausgehen, dass du auf > 90 % der Insel weder während der Bauphase noch später durch den Betrieb der FBQ irgendetwas davon mitbekommen wirst, irgendeine Veränderung.
Hallo,
der Glaube hilft nur in der Kirche.
Eine Großbaustelle, wo man nichts mitbekommen würde, wäre eine ganz neue Erfindung.
Ich war gestern mit dem Auto auf Fehmarn:
Die blauen Kreuze als Zeichen des Widerstandes gegen diese Transitverbindung für den Güterverkehr auf Straße und Schiene waren schon lange vor der Insel zu sehen.
Auch jetzt gab es noch viele Feriengäste auf der Insel.
Bei jahrelangen Großbaustellen von zwei Tunneln auf der Insel dürften die sich überlegen, ob Urlaub da noch einen Sinn macht.
Und wie viel bekommst du am Strand von Burg oder in Orth von diesen Baustellen mit? Abgesehen von Fahrten auf der Insel?

Zitat
Die Gäste wünschen sich auch langfristig Ruhe und keinen lauten Güterverkehr 24/365.
Die Dauerprediger für dieses Milliardengrab (für den deutschen Steuerzahler) kann ich nicht ernst nehmen.
Das lohnt sich gar nicht zu lesen.
Ach so, den dänischen EC nach Hamburg sehe ich fast immer nur einteilig.
Und wie viel bekommst du am Strand von Burg oder in Orth von diesem Güterverkehr mit? Abgesehen von Fahrten auf der Insel?
Die großen Ferienunterkünfte in Burg wurden gebaut, als die Güterzüge mit Diesel über die Insel fuhren und in Puttgarden fleissig rangiert wurde. Dieser ganze Krach kommt nicht wieder.

Längere EC werden in absehbarer Zeit kommen, die ersten Loks hierfür wurden gerade überführt.

Grüße aus dem Nordwesten
Sebastian

Re: Fehmarn - Tunnel

geschrieben von: andreas +

Datum: 16.09.20 22:48

Oberdeichgraf schrieb:
Dass diese Brücke langfristig erhalten bleibt (möglichst mit einem echten Rad-und Fußweg), ist bei allen Beteiligten inzwischen unumstritten.
...
Auch der angedachte deutsche Fehmarnsundtunnel dürfte in der geplanten Form nur gebaut werden, wenn die Dänen tatsächlich bauen dürfen.
Der "angedachte" Fehmarnsundtunnel ist schon fest in der Planung! Die Fehmarnsundbrücke steht unter Denkmalschutz und wird auch bei einem Fehmarnsundtunnel (Eisenbahn + Autobahn) unverzichtbar für Fußgänger, Fahrradfahrer und den sonstigen örtlichen Kfz.-Verkehr bleiben.


Oberdeichgraf schrieb:
Zitat:
Hier noch mal von dpa die wichtigsten Dinge dazu im Zusammenfassung, bei der "Welt" kostenfrei zu lesen:
[www.welt.de]
Vor einigen Tagen gab's im Wiesbadener Kurier auch einen Artikel zur Fehmarnbeltquerung:

[www.wiesbadener-kurier.de]

Re: Fehmarnsundbrücke

geschrieben von: andreas +

Datum: 16.09.20 22:55

Oberdeichgraf schrieb:
...
Ob es für die Bahn Einschränkungen gibt, weiß ich nicht.
Was will man bei einem Zug alle zwei Stunden noch weiter einschränken?
Sebastian Berlin schrieb:
Oberdeichgraf schrieb:
ICE 4 schrieb:
Ich glaube, du kannst davon ausgehen, dass du auf > 90 % der Insel weder während der Bauphase noch später durch den Betrieb der FBQ irgendetwas davon mitbekommen wirst, irgendeine Veränderung.
Hallo,
der Glaube hilft nur in der Kirche.
Eine Großbaustelle, wo man nichts mitbekommen würde, wäre eine ganz neue Erfindung.
Ich war gestern mit dem Auto auf Fehmarn:
Die blauen Kreuze als Zeichen des Widerstandes gegen diese Transitverbindung für den Güterverkehr auf Straße und Schiene waren schon lange vor der Insel zu sehen.
Auch jetzt gab es noch viele Feriengäste auf der Insel.
Bei jahrelangen Großbaustellen von zwei Tunneln auf der Insel dürften die sich überlegen, ob Urlaub da noch einen Sinn macht.
Und wie viel bekommst du am Strand von Burg oder in Orth von diesen Baustellen mit? Abgesehen von Fahrten auf der Insel?

Zitat
Die Gäste wünschen sich auch langfristig Ruhe und keinen lauten Güterverkehr 24/365.
Und wie viel bekommst du am Strand von Burg oder in Orth von diesem Güterverkehr mit? Abgesehen von Fahrten auf der Insel?
Die großen Ferienunterkünfte in Burg wurden gebaut, als die Güterzüge mit Diesel über die Insel fuhren und in Puttgarden fleissig rangiert wurde. Dieser ganze Krach kommt nicht wieder.
Hängt vom Lärmschutz & Wind ab.
Burg und Strand von Burg ist ja nun nicht so weit weg.
Puttgarden ist doch noch weiter weg. Diesel dürfte doch erheblich leiser sein, da langsamer.

Höchstgeschwindigkeit gesenkt auf der Fehmarnsundbrücke

geschrieben von: Henrik

Datum: 17.09.20 01:10

andreas + schrieb:
Oberdeichgraf schrieb:
...
Ob es für die Bahn Einschränkungen gibt, weiß ich nicht.
Was will man bei einem Zug alle zwei Stunden noch weiter einschränken?
die Höchstgeschwindigkeit senken
..und ihm wurde diese Frage bereits beantwortet:

Auf dem Kleiderbügel ist seit knapp einem Jahr vmax 140.

[www.drehscheibe-online.de]

Fehmarnsundtunnel

geschrieben von: Henrik

Datum: 17.09.20 01:17

andreas + schrieb:
Oberdeichgraf schrieb:
Dass diese Brücke langfristig erhalten bleibt (möglichst mit einem echten Rad-und Fußweg), ist bei allen Beteiligten inzwischen unumstritten.
...
Auch der angedachte deutsche Fehmarnsundtunnel dürfte in der geplanten Form nur gebaut werden, wenn die Dänen tatsächlich bauen dürfen.
Der "angedachte" Fehmarnsundtunnel ist schon fest in der Planung! Die Fehmarnsundbrücke steht unter Denkmalschutz und wird auch bei einem Fehmarnsundtunnel (Eisenbahn + Autobahn) unverzichtbar für Fußgänger, Fahrradfahrer und den sonstigen örtlichen Kfz.-Verkehr bleiben.
Wozu erwähnst Du das mit dem Denkmalschutz? Das eine hat mit dem anderen nicht zu tun.
Der Denkmalschutz für die Fehmarnsundbrücke gilt für den Betrieb. Entfällt der verkehrliche Sinn der Brücke, so ist auch der Denkmalschutz dahin.
Man hätte sich auch für eine Ersatzlösung entscheiden können, der sämtlichen Verkehr aufnimmt - wurden alle Varianten auch dahingehend untersucht (bzw. umgekehrt, auch mit Erhalt).
Henrik schrieb:
Zitat:

die Höchstgeschwindigkeit senken
..und ihm wurde diese Frage bereits beantwortet:

Auf dem Kleiderbügel ist seit knapp einem Jahr vmax 140.

[www.drehscheibe-online.de]
Hallo,
nur leider geht man jetzt erst zur Sanierung an die rostige Substanz der Brücke.
Zudem wird der optisch abgetrennte Schutzstreifen zur Bahn hin jetzt mit als Fahrbahn genutzt.
Das führt zu einer Verlagerung der Gewichstsbelastung der Brücke.
Auf der spürt man die Vorbeifahrt von LKW deutlich.
Bei 30 km/h auf ganzer Länge für die Straße wäre es ja durchaus denkbar, dass es jetzt auch bei der Bahn eine weitere vorübergehende Geschwindigkeitsreduzierung gibt.
Soll ja bei Baustellen nicht ganz unüblich sein.

Re: Fehmarnsundtunnel

geschrieben von: bauigel

Datum: 17.09.20 08:31

Henrik schrieb:
Wozu erwähnst Du das mit dem Denkmalschutz? Das eine hat mit dem anderen nicht zu tun.
Der Denkmalschutz für die Fehmarnsundbrücke gilt für den Betrieb. Entfällt der verkehrliche Sinn der Brücke, so ist auch der Denkmalschutz dahin.
Letzteres wäre manchmal ganz schön, ist aber falsch!
Der Denkmalschutz gilt für das Bauwerk - ob das in Betrieb ist oder nicht, ist dem Denkmalschutz sowas von piepegal... Deswegen gibt es immer wieder auch Konstellationen wie diese hier .
Henrik schrieb:
Hängt vom Lärmschutz & Wind ab.
Burg und Strand von Burg ist ja nun nicht so weit weg.
Puttgarden ist doch noch weiter weg. Diesel dürfte doch erheblich leiser sein, da langsamer.
Die Dieselloks sind und waren lauter auf Grund ihrer Motoren, das Rollgeräusch der damals eingesetzten Waggons ebenfalls.

Grüße aus dem Nordwesten
Sebastian
Die wenigsten Touristen auf Fehmarn wohnen in Großunterkünften und sind ausschließlich in Burg auf der Breiten Straße und am Südstrand. Da läuft viel mit Urlaub für Familien, Ferien auf dem Bauernhof, Reiten und Fahrradfahren, und für diese Aktivitäten und für die auf der gesamten Insel verteilten Unterkünfte wird die Baustelle schon massive Einschränkungen bringen. Wir sind z.B. seit Jahren jeden Sommer in Presen, das ist Luftlinie ca. 2 km vom Hafen Puttgarden und entsprechend nahe an der geplanten Baustelle. Da verstehe ich die wirklich überall sichtbaren blauen Kreuze schon - denn profitieren wird Fehmarn von der Querung nicht (abgesehen davon, dass die Dänen schneller zum Schnaps kaufen zum Bordershop und Fleggaard kommen), kriegt aber die Lasten der Großbaustelle voll ab.

Es werden für die Baustelle übrigens schon fleißig Leitungen im Boden verlegt bzw. umgelegt. Und rund um die kommende Baugrube bei Puttgarden (zumindest auf der Seite Bannesdorf/Presen/Marienleuchte, wie es auf der anderen Seite der Bahn aussieht kann ich nicht sagen) zieht sich bereits seit über einem Jahr ein Amphibienzaun, damit keine geschützten Molche in die kommende Baugrube einwandern und das Projekt verzögern können. Anhand dieses Zauns kann man ganz gut abschätzen, wie groß die Baustelle wird (nicht wenn es fertig ist, aber im Bau braucht man rund um Puttgarden auch riesige Flächen für Containerwohnungen und -Büros, Aushub, Logistik, ...). Und das wird ziemlich groß.

Während der Bauzeit wird es nicht schön für die Insel, wenn es irgendwann mal fertig ist, wird man vermutlich nicht viel mehr spüren als jetzt/vor der Einstellung des Bahntrajekts. Etwas mehr Güterzüge, dafür vermutlich auch etwas mehr Lärmschutz.

Martin
dermartin schrieb:
Die wenigsten Touristen auf Fehmarn wohnen in Großunterkünften und sind ausschließlich in Burg auf der Breiten Straße und am Südstrand. Da läuft viel mit Urlaub für Familien, Ferien auf dem Bauernhof, Reiten und Fahrradfahren, und für diese Aktivitäten und für die auf der gesamten Insel verteilten Unterkünfte wird die Baustelle schon massive Einschränkungen bringen. Wir sind z.B. seit Jahren jeden Sommer in Presen, das ist Luftlinie ca. 2 km vom Hafen Puttgarden und entsprechend nahe an der geplanten Baustelle. Da verstehe ich die wirklich überall sichtbaren blauen Kreuze schon - denn profitieren wird Fehmarn von der Querung nicht (abgesehen davon, dass die Dänen schneller zum Schnaps kaufen zum Bordershop und Fleggaard kommen), kriegt aber die Lasten der Großbaustelle voll ab.

Es werden für die Baustelle übrigens schon fleißig Leitungen im Boden verlegt bzw. umgelegt. Und rund um die kommende Baugrube bei Puttgarden (zumindest auf der Seite Bannesdorf/Presen/Marienleuchte, wie es auf der anderen Seite der Bahn aussieht kann ich nicht sagen) zieht sich bereits seit über einem Jahr ein Amphibienzaun, damit keine geschützten Molche in die kommende Baugrube einwandern und das Projekt verzögern können. Anhand dieses Zauns kann man ganz gut abschätzen, wie groß die Baustelle wird (nicht wenn es fertig ist, aber im Bau braucht man rund um Puttgarden auch riesige Flächen für Containerwohnungen und -Büros, Aushub, Logistik, ...). Und das wird ziemlich groß.

Während der Bauzeit wird es nicht schön für die Insel, wenn es irgendwann mal fertig ist, wird man vermutlich nicht viel mehr spüren als jetzt/vor der Einstellung des Bahntrajekts. Etwas mehr Güterzüge, dafür vermutlich auch etwas mehr Lärmschutz.

Martin
Moin!

Gerade der letzte Satz trifft es schon ganz gut, wobei Fehmarn meiner Meinung nach auch von der Querung profitieren wird. Natürlich sind Containerdörfer für Bauarbeiter nicht schön - diese Bauarbeiter kaufen aber ebenfalls ihre Lebensmittel auf der Insel und sorgen somit für Umsatz. Und am Ende entfällt eine riesige Brache, die aktuell noch der Fährbahnhof ist.

Grüße aus dem Nordwesten
Sebastian
Okay, die drei Discounter in Burg könnte etwas profitieren, wenn die Bauarbeiter da ihre Brotzeit einkaufen. Mega-Umsätze würde ich aber nicht erwarten, da dürften viele nicht gerade hochbezahlte Arbeiter von irgendwo dabei sein, die sich möglichst günstig verpflegen.
Gleichzeitig fallen aber Einnahmen weg, wenn der Tourismus unter der Baustelle leidet und weniger Ferienwohnungsgäste sich eindecken. Die Bauarbeiter werden auch in keinem Café einkehren, ins Meerescenter gehen oder Fahrräder mieten.

Problematisch dürfte weniger der Anblick der Container sein, sondern vor allem Lärm, Staub, zahlreiche LKW-Fahrten (und die Auswirkungen der Baustelle auf das und im Meer). Und die Insel wird von der Baustelle noch stärker als jetzt durch die B207 und das eine Bahngleis in zwei Hälften geschnitten.

Ob dann am Ende eine dreispurige Bundesstraße oder eine vierspurige Autobahn da ist und ob da selten eine 218 langfährt oder öfter eine Vectron, dürfte nach dem Bau nur für direkte Anwohner der Trasse interessant sein - die geht auf Fehmarn aber nicht direkt durch bewohntes Gebiet, das sieht auf dem Festland bei der Hinterlandanbindung ja anders aus.

Martin
Sebastian Berlin schrieb:
Moin!

Gerade der letzte Satz trifft es schon ganz gut, wobei Fehmarn meiner Meinung nach auch von der Querung profitieren wird. Natürlich sind Containerdörfer für Bauarbeiter nicht schön - diese Bauarbeiter kaufen aber ebenfalls ihre Lebensmittel auf der Insel und sorgen somit für Umsatz. Und am Ende entfällt eine riesige Brache, die aktuell noch der Fährbahnhof ist.
Hallo,
der Rückbau vom Fährbahnhof hat aber mit dem Bau des Tunnels nichts zu tun.
In der Form ist der Fährbahnhof seit der Einstellung des Güterverkehrs mit der Bahn bis auf die zwei Personenzuggleise samt Bahnsteig bereits überflüssig geworden.
Vermutlich aus miltärstrategischen Gründen (Es durfte laut Aussagen von Mitarbeitern aus dem Stellwerk Puttgarden nichts abgerissen und beseitigt werden) hat man die Anlagen weiter vorgehalten.
Inzwischen gibt es aber gute Alternativen für Militärtransporte, wie Lübeck-Skandinavienkai.
Alkso bitte keine Märchen in die Welt setzen, was die "Wohltaten" des Tunnels für die Insel angeht.
Auch wenn der nicht kommt, wird man die Bahnanlagen in Puttgarden auf das notwendige Minimum zurückbauen.
Trajekt für Schnellzüge wäre ja weiterhin möglich, mit der schönen optimierten Bahnstrecke (zumindest) in Dänemark.
Dank Corona und explodierender Staatsverschuldung steigen die Chancen für diese kleine, preiswertere Lösung ja permanent.
Eine neue Fähre für 200 Meter Züge (Länger sind die Triebwagen auf den Zeichnungen der Tunnelplaner auch nicht) wäre von den Kosten her absolut wirtschaftlich, wenn sie auch noch sonstige Fracht transportieren würde.
Unsere Werften warten auf solche Aufträge.
Oberdeichgraf schrieb:
Vermutlich aus miltärstrategischen Gründen (Es durfte laut Aussagen von Mitarbeitern aus dem Stellwerk Puttgarden nichts abgerissen und beseitigt werden) hat man die Anlagen weiter vorgehalten.
Von wann sind diese Aussagen? Das Veränderungsverbot am Stellwerk inklusive aller Außenanlagen beruht nämlich meines Wissens darauf, dass bei jeder Veränderung der Bestandsschutz der überalterten Anlage erlöschen würde und ein Komplettneubau mit Stellbereich von Ratekau bis Puttgarden erforderlich geworden wäre. Da fasst man natürlich lieber keine Weiche und kein Signal an.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.09.20 12:16.

Re: Märchenstunde

geschrieben von: Sebastian Berlin

Datum: 17.09.20 13:15

Oberdeichgraf schrieb:
Sebastian Berlin schrieb:
Moin!

Gerade der letzte Satz trifft es schon ganz gut, wobei Fehmarn meiner Meinung nach auch von der Querung profitieren wird. Natürlich sind Containerdörfer für Bauarbeiter nicht schön - diese Bauarbeiter kaufen aber ebenfalls ihre Lebensmittel auf der Insel und sorgen somit für Umsatz. Und am Ende entfällt eine riesige Brache, die aktuell noch der Fährbahnhof ist.
Hallo,
der Rückbau vom Fährbahnhof hat aber mit dem Bau des Tunnels nichts zu tun.
In der Form ist der Fährbahnhof seit der Einstellung des Güterverkehrs mit der Bahn bis auf die zwei Personenzuggleise samt Bahnsteig bereits überflüssig geworden.
Vermutlich aus miltärstrategischen Gründen (Es durfte laut Aussagen von Mitarbeitern aus dem Stellwerk Puttgarden nichts abgerissen und beseitigt werden) hat man die Anlagen weiter vorgehalten.
Das ist nicht ganz richtig. Zum 40. Jubiläum der Vogelfluglinie hat man noch ein paar Gleise für die Fahrzeugausstellung in Puttgarden gebraucht. Der aktuelle Zustand hat seine Begründung in der Stellwerkstechnik und dem Bestandsschutz.

Zitat
Inzwischen gibt es aber gute Alternativen für Militärtransporte, wie Lübeck-Skandinavienkai.
Du meinst den Bahnhof Lübeck-Skandinavienkai, den es in dieser Form seit 30 Jahren gibt? Ja, den gab es auch schon, als der Güterverkehr über Puttgarden eingestellt wurde, damals sogar noch mit der Möglichkeit, Züge zu verschiffen.

Zitat
Also bitte keine Märchen in die Welt setzen, was die "Wohltaten" des Tunnels für die Insel angeht.
Auch wenn der nicht kommt, wird man die Bahnanlagen in Puttgarden auf das notwendige Minimum zurückbauen.
Ich wäre mir nicht so sicher, ob die Bahnanlagen wirklich zurückgebaut werden, wenn der Tunnel nicht kommt. Die könnten dann auch ohne weiteres weiter vor sich hin gammeln ohne Anschluss an das restliche Netz.

Zitat
Trajekt für Schnellzüge wäre ja weiterhin möglich, mit der schönen optimierten Bahnstrecke (zumindest) in Dänemark.
Dank Corona und explodierender Staatsverschuldung steigen die Chancen für diese kleine, preiswertere Lösung ja permanent.
Eine neue Fähre für 200 Meter Züge (Länger sind die Triebwagen auf den Zeichnungen der Tunnelplaner auch nicht) wäre von den Kosten her absolut wirtschaftlich, wenn sie auch noch sonstige Fracht transportieren würde.
Unsere Werften warten auf solche Aufträge.
Dann bin ich auf die Fähre und den Anleger gespannt, auf den du mit 200m-Zug inkl. Vectron elektrisch fahren kannst. Denn eine extra Rangierlok wird dort keine stationieren. Diese Länge würde aber auch nur passen, wenn die DSB doch noch Steuerwagen zu ihren Zügen erhält. Ansonsten hast du Züge von 220m, die du in einem Stück auf die Fähre kriegen muss, was die Fähren 100m länger machen würde. Ich bin gespannt, welche Werft sich so eine Spezialfähre antun würde bzw. welcher Reeder diese bezahlen möchte. Zudem würden diese Anforderungen auch einen Neubau der Gleisanlagen erfordern (Zugang zum Bahnsteig, Oberleitung, neue Fährbetten) - jeweils in Rødby und Puttgarden. Wer von uns schreibt hier Märchen?

Edit: Die aktuellen Doppelendfähren sind mittlerweile 23 Jahre alt. Man kann gespannt sein, ob und wann sich Scandlines zu Ersatzbauten durchringen wird. Die deutschen Vorgänger Carl Carstens und Deutschland fuhren deutlich kürzer auf der Linie.

Grüße aus dem Nordwesten
Sebastian




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.09.20 13:37.
Sebastian Berlin schrieb:
Henrik schrieb:
Hängt vom Lärmschutz & Wind ab.
Burg und Strand von Burg ist ja nun nicht so weit weg.
Puttgarden ist doch noch weiter weg. Diesel dürfte doch erheblich leiser sein, da langsamer.
Die Dieselloks sind und waren lauter auf Grund ihrer Motoren, das Rollgeräusch der damals eingesetzten Waggons ebenfalls.
Die Motorengeräusche wird man nicht unterscheiden können auf den Abstand.
Rollgeräusch.. der Körperschall ist es, ja.
Einem jeden dort wird einem noch der nächtliche Lärm von vor 1997 im Kopf sein.
In Scharbeutz an der Promenade im Zentrum, am Strand war der Lärm der Güterzüge zu hören.
Lärmschutzwände sind dort bislang nicht vorgesehen. Viel Spaß für den neuen Fuchsberg..
Wenn die Güterzüge in 10 Jahren tatsächlich deutlich weniger Lärm machen als heute ist ja gut.. werden wir ja sehen dann.
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