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Die ÖBB hat heute früh auf Twitter den Entwurf des Nightjet-Netzes für die Verbindungen aus Zürich ab 2024 veröffentlicht. Unter anderem soll es zwei seperate Züge ab Berlin und Hamburg geben, sowie einen Zugteil ab Prag über Dresden und Leipzig.
Nett zu sehen sind auch die angeteaserten dünnen grauen Verbindungen, zum Beispiel die Verbindung Berlin-Brüssel.

https://twitter.com/unsereoebb/status/1305782576456622080
Moin,

die SBB haben heute den Plan des Ausbaus des Nachtzugnetztes veröffentlicht. U.a. sollen die Nightjet Zürich - Hamburg / Berlin zukünftig (ab 2023) getrennt geführt werden. Der Berliner Zug soll dann Schlaf-/Liegewagen nach Prag erhalten, die dann u.a. Dresden und Leipzig mit der Schweiz verbinden.

Ich setze hier den Verweis auf das entspr. Thema im Auslandsforum: [www.drehscheibe-online.de]

Gruß

Edit: "jacob" war schneller, darf dann bei Bedarf gerne zusammengeführt werden.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.09.20 11:56.

Re: Nightjet Zürich-Barcelona

geschrieben von: Tz 4683

Datum: 15.09.20 12:45

Finde ich sehr interessant und hoffe das dieser auch kommt!

Gruß
Tz 4683
___________________

Mein Youtube-Kanal: [www.youtube.com]

Mein Beitragsverzeichnis: [www.drehscheibe-online.de]

Re: Nightjet Zürich-Barcelona

geschrieben von: Fidelitas

Datum: 15.09.20 12:51

Das sind ja gute Nachrichten, und werden hofftl auch umgesetzt.

Vllt liest ja ein Entscheidungsträger mit?!

Wäre eine Rückverlängerung der Barcelonalinie nach München via Lindau möglich?
München <-> Barcelona über Nacht wäre bestimmt auch lukrativ.

Beste Grüße und allzeit gute Fahrt.
Ich sehe mit Freuden, dass Bremen offenbar in beide NightJet-Verbindungen von Hamburg Richtung Süden einbezogen wird, und zwar in beiden Richtungen.
Das gab es zu Zeiten des NightJets baustellenbedingt nur kurzzeitig in eine Richtung, zu Zeiten der CNL fuhr zumindest der Zürich-Zug zeitweise über Bremen. Noch viel früher fuhr m. W. auch der München-Zug als ICN mal über Bremen.

M.
Bei der NZZ klingt das nicht ganz so euphorisch. Vor allem für die Rom- und die Barcelonaverbindung führe man zunächst einmal Gespräche mit anderen Bahnen.

[www.nzz.ch]
Für mich ist diese Karte ein (verordneter) Wunschtraum der SBB Presseabteilung. Das ist nicht mehr als eine Nebelkerze.

Der Satz sagt doch schon Alles: " Doch sie fordern dafür Geld aus dem Klimafonds."
Es geht doch nur darum, dass die SBB kurzfristig mehr Cash ranholt, um das Coronadefizit zu stopfen.

Schon alleine einen Zug/Kurswagen Zürich-Dresden-Prag halte ich für illusorisch - insb. wenn es parallel noch einen Zürich-Linz-Prag Kurswagen (ein sog. "Super-Ausfaller" wg. Bauarbeiten) geben soll.

Zitat
Eine Verbindung nach Prag wird dabei auch über Berlin geführt, womit direkte Verbindungen nach Leipzig und Dresden möglich werden.
Der Autor zeigt doch hier, dass er oder sie noch nie einen Nachtzug selbst von innen erlebt hat.


Zitat
Vor allem für die Rom- und die Barcelonaverbindung führe man zunächst einmal Gespräche mit anderen Bahnen.
Soll ich darüber lachen? Ist es nicht die Renfe, die den Sud Express Lissabon-Hendaye nicht mehr reaktivieren möchte? Und jetzt will man mit der Renfe über eine (Wieder-)führung eines Zugs Barcelona-Zürich sprechen?

Liebe SBB: " Schuster bleib bei deinen Leisten!"



5-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.09.20 16:03.
warakorn schrieb:
Für mich ist diese Karte ein (verordneter) Wunschtraum der SBB Presseabteilung. Das ist nicht mehr als eine Nebelkerze.

Der Satz sagt doch schon Alles: " Doch sie fordern dafür Geld aus dem Klimafonds."
Bei der NZZ darf man allerdings die seit einigen Jahren zunehmend politisch rechte Ausrichtung nicht vergessen. Damit einher geht auch eine starke Wirtschaftsnähe und die Ablehnung von staatlichen Subventionen, insbesondere in umweltfreundliche Mobilität.

Allerdings ist mir der Satz auch aufgefallen. Später im Artikel heißt es "Schliesslich habe das Parlament letzte Woche der Förderung des internationalen Personenverkehrs und somit auch den Nachtzügen zugestimmt". Ich gehe daher davon aus, dass die Förderung der Nachtzüge durch den Klimafonds bereits beschlossen ist und die SBB daher die Pläne veröffentlicht. Weshalb das in der NZZ (bewusst?) so unklar und schwammig formuliert wurde, ist eine andere Sache...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.09.20 16:54.
warakorn schrieb:Zitat
ZitatZitat:
Vor allem für die Rom- und die Barcelonaverbindung führe man zunächst einmal Gespräche mit anderen Bahnen.
Soll ich darüber lachen? Ist es nicht die Renfe, die den Sud Express Lissabon-Hendaye nicht mehr reaktivieren möchte? Und jetzt will man mit der Renfe über eine (Wieder-)führung eines Zugs Barcelona-Zürich sprechen?
Hallo,

dabei muss man beachten, dass in der Presse sowohl bei EIU als auch bei EVU von "Bahnen" gesprochen wird. Um einen Zug - egal ob nachts oder tagsüber - von der Schweiz nach Barcelona zu betreiben, muss man vorher auch mit RFF und Adif gesprochen haben.

Gruß
westring
warakorn schrieb:
Für mich ist diese Karte ein (verordneter) Wunschtraum der SBB Presseabteilung. Das ist nicht mehr als eine Nebelkerze.

Der Satz sagt doch schon Alles: " Doch sie fordern dafür Geld aus dem Klimafonds."
Es geht doch nur darum, dass die SBB kurzfristig mehr Cash ranholt, um das Coronadefizit zu stopfen.
Corona-Löcher 2024 zu stopfen macht kein Sinn, von daher ist deine Bemerkung eher sonderbar.
Ansonsten: Genau dafür sind doch die Subventionen da?!
Und: Lieber Subventionen in neue Projekte stecken als wie bei der DB um kranke Strukturen aufrecht zu erhalten.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

NZZ berichtet differenziert

geschrieben von: 38815

Datum: 15.09.20 18:32

EEiko schrieb:
warakorn schrieb:
Für mich ist diese Karte ein (verordneter) Wunschtraum der SBB Presseabteilung. Das ist nicht mehr als eine Nebelkerze.

Der Satz sagt doch schon Alles: " Doch sie fordern dafür Geld aus dem Klimafonds."
Bei der NZZ darf man allerdings die seit einigen Jahren zunehmend politisch rechte Ausrichtung nicht vergessen. Damit einher geht auch eine starke Wirtschaftsnähe und die Ablehnung von staatlichen Subventionen, insbesondere in umweltfreundliche Mobilität.
Das ist völliger Blödsinn! Die Aspekte werden im Beitrag aufgegriffen. Dem Leser wird hier nur reiner Wein eingeschenkt, dass das eben Geld kostet.
Es ist schade, dass nur wenige Blätter so differenziert berichten, wie die NZZ. Und das ist nicht nur beim Thema Bahn der Fall.

Ich denke da nur an die vielen die-ÖBB-sind-so-toll-Berichte, die komplett außer Acht lassen, wie gering die Bahndichte in bestimmten Teilen Österreichs ist, dass auch der Fern- und Nachtzugverkehr dort bezuschusst wird und wie viele km Strecken jedes Jahr still gelegt werden.

Gruß



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.09.20 18:32.

Re: Nightjet Zürich-Barcelona

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 15.09.20 18:41

Das sind ja gute Nachrichten, und werden hofftl auch umgesetzt. Vllt liest ja ein Entscheidungsträger mit?!

Welcher Entscheidungsträger? Das präsentierte ÖBB/SBB-Vorhaben ist doch bereits die Absichtserklärung der zuständigen Entscheidungsträger.

Ich drücke auch alle Daumen und stets reichlich Kundschaft.


Wer war das noch hier auf DSO, der immer wieder nach internationalem Verkehr für Leipzig gerufen hat? Na bitte, vorgezogene Weihnachtsfreuden in Leipzig!

Gruß, Olaf

(,“)
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_/\_
Was ist eigentlich eine Frau: Eine Frau ist ein Raum-Zeit-Kraftwerk, welches gigantische kinetische Energien aufbringt, ihre wahren Maße im Raum zu verbergen oder zu ihrem Vorteil zu krümmen - das machen die.
(Bernhard Hoecker in einer Harald Lesch-Parodie)
Denn daß die ÖBB Nachtzug-MACHER sind und keine Schwärmer oder Schwätzer, das beweisen sie in Sachen Nachtverkehr seit Jahrzehnten, und zwar sehr stetig und verlässlich. Die SBB ist dafür auch nicht bekannt.

Wenn es um weitere öffentliche Gelder geht, dann finde ich es nicht verwerflich auf diese öffentliche Weise etwas Druck zu machen. Und wenn etwas von den Plänen nicht klappen sollte, dann wäre auch jede Form von Häme oder 'ätsch, siehste woll' vollkommen unangebracht. Denn die beiden Bahnen beweisen wenigstens, daß sie gute Visionen und konkrete Ideen haben. Es soll größere Staatsbahnen geben, die haben nicht einmal das...

Gruß, Olaf

(,“)
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Was ist eigentlich eine Frau: Eine Frau ist ein Raum-Zeit-Kraftwerk, welches gigantische kinetische Energien aufbringt, ihre wahren Maße im Raum zu verbergen oder zu ihrem Vorteil zu krümmen - das machen die.
(Bernhard Hoecker in einer Harald Lesch-Parodie)

Re: NZZ berichtet differenziert

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 15.09.20 18:54

Dem Leser wird hier nur reiner Wein eingeschenkt, dass das eben Geld kostet.

Das ist doch jedem Schweizer von Geburt an bekannt.

Gruß, Olaf

(,“)
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Was ist eigentlich eine Frau: Eine Frau ist ein Raum-Zeit-Kraftwerk, welches gigantische kinetische Energien aufbringt, ihre wahren Maße im Raum zu verbergen oder zu ihrem Vorteil zu krümmen - das machen die.
(Bernhard Hoecker in einer Harald Lesch-Parodie)
warakorn schrieb:
Zitat
Vor allem für die Rom- und die Barcelonaverbindung führe man zunächst einmal Gespräche mit anderen Bahnen.
Soll ich darüber lachen? Ist es nicht die Renfe, die den Sud Express Lissabon-Hendaye nicht mehr reaktivieren möchte? Und jetzt will man mit der Renfe über eine (Wieder-)führung eines Zugs Barcelona-Zürich sprechen?
Ein Gespräch mit der RENFE würde ich mir für so einen Zuglauf ehrlich gesagt sparen. Ein Gespräch mit der SNCF scheint mir aber schon sinnvoll. Schließlich bedient der Zug auch Verbindungen wie Zürich - Montpellier oder Zürich - Perpignan, da könnte eine gemeinsame Vermarktung schon sinnvoll sein. Außerdem hat die SNCF ja eine gewisse Neigung, Konkurrenten durch eigene Angebote das Leben schwer zu machen, da kann eine Kooperation auch deshalb sinnvoll sein.

Gruß
X73900

Re: Nightjet Zürich-Barcelona

geschrieben von: Herre Elk

Datum: 15.09.20 20:50

Fidelitas schrieb:
Das sind ja gute Nachrichten, und werden hofftl auch umgesetzt.

Vllt liest ja ein Entscheidungsträger mit?!

Wäre eine Rückverlängerung der Barcelonalinie nach München via Lindau möglich?
München <-> Barcelona über Nacht wäre bestimmt auch lukrativ.

Beste Grüße und allzeit gute Fahrt.
Um bestenfalls halb leere Wagen nach München zu fahren? Das ist ein schlanker Anschluss auf den Takt-EC wohl die bessere Alternative.

Re: Nightjet Zürich-Barcelona

geschrieben von: cargofuzzy

Datum: 15.09.20 21:30

Fidelitas schrieb:
München <-> Barcelona über Nacht wäre bestimmt auch lukrativ.

Nein, das wäre nicht lukrativ. Lukrativ heißt gewinnbringend, und das ist Nachtzugverkehr nur in seltenen Fällen (auch wenn viele hier im Forum das nicht glauben wollen), schon gar nicht zwischen München und Barcelona.
(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
+ Pro Reisekultur und intelligente Netzausbauten

- Contra grell ausgeleuchtete Großräume und Prestigebauten ohne Zielfahrplan

Re: Nightjet Zürich-Barcelona

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 16.09.20 09:00

Ja und nein. Sicher kann man der DB Glauben schenken, daß sich Nachtzugverkehr nicht lohnt, weil die bei NZ nur in 10-, 12- oder 14-Wagenzügen denken kann. Die kriegt man natürlich nur auf wenigen zentralen Hauptrouten voll.

Die ÖBB haben den EN Hans Albers außerhalb der Urlaubszeiten aber auch mit nur vier Wagen von Hamburg nach Wien gefahren: Bm - Bc - Bc - WL = das war's, Ende der Fahnenstange. Vorne eine von der DB gecharterte 101 oder 103 und hinten meist ein einzelner Autotransporter. Ein einzelner! Und trotzdem ist die ÖBB Nacht für Nacht für Nacht gefahren; die DB wäre an sowas einen theatralisch-qualvollen Tod gestorben. Ich möchte der ÖBB weder unterstellen, daß die ihr Nachtzuggeschäft nicht verstehen oder daß die nicht rechnen können. Zumal die oft genannten staatlichen Subventionen innerhalb Österreichs gelten, da bucht aber keiner einen Liege- oder Schlafwagen. Und die Subventionen gab es auch nicht für Hamburg - Passau, das sind viele hundert Kilometer.

Ich laufe deshalb schon lange nicht mehr jedem abwehrenden Huibuh der DB hinterher. Die DB kann ja nicht einmal einen zusätzlichen Wagen anhängen, wenn sie Wochen vorher schon weiß, daß ein sonntäglicher Urlauber-IC von Norddeich nach NRW restlos ausgebucht ist. Das schaffen die einfach nicht. Das ist DB!


schon gar nicht zwischen München und Barcelona

Es fährt nicht jeder Reisende immer bis zur Endstation. Da kann es viele attraktive Reiseziele geben.

Gruß, Olaf

(,“)
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Was ist eigentlich eine Frau: Eine Frau ist ein Raum-Zeit-Kraftwerk, welches gigantische kinetische Energien aufbringt, ihre wahren Maße im Raum zu verbergen oder zu ihrem Vorteil zu krümmen - das machen die.
(Bernhard Hoecker in einer Harald Lesch-Parodie)
warakorn schrieb:
Für mich ist diese Karte ein (verordneter) Wunschtraum der SBB Presseabteilung. Das ist nicht mehr als eine Nebelkerze.

Der Satz sagt doch schon Alles: " Doch sie fordern dafür Geld aus dem Klimafonds."
Es geht doch nur darum, dass die SBB kurzfristig mehr Cash ranholt, um das Coronadefizit zu stopfen.
Klar geht es um politischen Druck. Warum schreibst du das nieder? Ist doch toll, dass die SBB hier vorprescht und politischen Druck aufbaut! Denn eines ist klar: Ohne politischen Rahmen und ohne Subvention wird ein europaweites Nachtzugnetz Stückwerk bleiben.

Traurig, dass manche Eisenbahnfans immer granteln müssen, selbst wenn wqas Hoffnungsvolles präsentiert wird.

Vergrößerung Nightjet-Netz - Frage Fahrzeuge?

geschrieben von: 1.Klasse

Datum: 16.09.20 10:19

Welche Fahrzeuge kommen hier in Frage? Haben die ÖBB bis dahin ausreichend Neufahrzeuge?
Diese werden es werden: [www.nightjet.com] (Nachbestellung gab's auch schon)

Re: NZZ berichtet differenziert

geschrieben von: 38815

Datum: 16.09.20 10:23

Alibizugpaar schrieb:
Dem Leser wird hier nur reiner Wein eingeschenkt, dass das eben Geld kostet.

Das ist doch jedem Schweizer von Geburt an bekannt.
Was soll eigentlich nur dieses NZZ-Bashing. Die SBB haben gestern eine Pressemitteilung abgegeben, die folgendes enthält:

Zitat
Die SBB und die ÖBB verstärken im internationalen Personenverkehr ihre langjährige Zusammenarbeit. Die beiden Bahnen wollen das bereits bestehende Angebot im Nachtzugverkehr von sechs auf zehn Linien ausbauen. Geplant sind neue Nachtzüge ab der Schweiz nach Amsterdam, Rom und Barcelona. Die SBB und die ÖBB haben heute ihre Ausbaupläne vorgestellt und eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Der geplante Ausbau kann nur mit finanzieller Unterstützung aus dem Schweizer Klimafonds sichergestellt werden.
Der NZZ-Autor schreibt:

Zitat
Doch sie fordern dafür Geld aus dem Klimafonds.
Das ist eine neutrale Wiedergabe.
Zu betonen, dass man mit dem Geld, das es braucht, um dieses Nischenangebot betreiben zu können, so und so viele ICE/TGV als Tagzüge betreiben könnte, die mehr Fahrgäste ansprechen als der eine Nachtzug, der für 90% der Insassen an deren Start-, bzw. Zielort zu einer suboptimal Zeit abfährt, bzw. ankommt, zu langsam ist und für die außenstehenden Fahrgäste (in Deutschland) eine nächtliche Tariflücke darstellt (DB-Tarif).

Und letzteres schreibt der NZZ-Autor gar nicht, sondern ich. Der Artikel ist ein schöner, differenzierter Beitrag zum Thema.

Gruß

Re: NZZ berichtet differenziert

geschrieben von: Logital

Datum: 16.09.20 15:50

Schade, dass eine Linie ab Berlin auf direkten Wege nach Tirol (Österreich) nicht in Planung ist.

Re: Nightjet Zürich-Barcelona

geschrieben von: Falk12

Datum: 16.09.20 17:56

Alibizugpaar schrieb:
Das sind ja gute Nachrichten, und werden hofftl auch umgesetzt. Vllt liest ja ein Entscheidungsträger mit?!

Welcher Entscheidungsträger? Das präsentierte ÖBB/SBB-Vorhaben ist doch bereits die Absichtserklärung der zuständigen Entscheidungsträger.

Ich drücke auch alle Daumen und stets reichlich Kundschaft.


Wer war das noch hier auf DSO, der immer wieder nach internationalem Verkehr für Leipzig gerufen hat? Na bitte, vorgezogene Weihnachtsfreuden in Leipzig!
Hallo,

danke, hoffen wir mal das es so kommt. Bedauerlich, das erst ausländische Bahnen kommen müssen um dies zu realisieren, scheinbar rechnet es sich für diese schon im Gegensatz zur DB AG, sonst würden sie es ja wohl nicht machen.

Re: NZZ berichtet differenziert

geschrieben von: Elztalbahn

Datum: 16.09.20 19:09

Logital schrieb:
Schade, dass eine Linie ab Berlin auf direkten Wege nach Tirol (Österreich) nicht in Planung ist.
Das wissen wir nicht. Artikel und Karte befassen sich nur mit Nachtzügen mit Halt in der Schweiz. Ob es also ÖBB-Planungen zu weiteren Linien ohne Schweizberührung gibt, lässt sich daraus nicht erkennen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.09.20 19:28.

Für Passau-Wien gibt es einen staatlichen Auftrag

geschrieben von: 38815

Datum: 16.09.20 19:27

Hallo,

Zitat
Die ÖBB haben den EN Hans Albers außerhalb der Urlaubszeiten aber auch mit nur vier Wagen von Hamburg nach Wien gefahren: Bm - Bc - Bc - WL = das war's, Ende der Fahnenstange. Vorne eine von der DB gecharterte 101 oder 103 und hinten meist ein einzelner Autotransporter. Ein einzelner! Und trotzdem ist die ÖBB Nacht für Nacht für Nacht gefahren; die DB wäre an sowas einen theatralisch-qualvollen Tod gestorben.
Schon mal daran gedacht, dass eine Einkürzung auf Passau-Wien kein Geld eingespart hätte? Dann hätte man so gut wie alle Fahrgäste und deren Erlöse verloren.
Die ÖBB haben einfach durch den innerösterreichischen Verkehrsdienstvertrag, der Sitz-, Schlaf- und Liegewagen vorsieht, eine solide finanzielle Grundlage, die kein anderer Nachtzugbetreiber hat.
Ein Nachtzugverkehr nur innerhalb Österreichs wäre grotesk. Du willst jetzt ernsthaft als Argument vorbringen, dass sich die ÖBB nicht genau darauf reduziert haben?

Zitat
Ich laufe deshalb schon lange nicht mehr jedem abwehrenden Huibuh der DB hinterher. Die DB kann ja nicht einmal einen zusätzlichen Wagen anhängen, wenn sie Wochen vorher schon weiß, daß ein sonntäglicher Urlauber-IC von Norddeich nach NRW restlos ausgebucht ist
Der Hamburg-Zürcher Nightjet ist auch ständig ausgebucht und ich bekomme keinen Platz. "Die können ja nicht einmal einen zusätzlichen Wagen anhängen..."

Gruß

Re: Nightjet Zürich-Barcelona

geschrieben von: TomyN

Datum: 16.09.20 20:11

Alibizugpaar schrieb:
Es fährt nicht jeder Reisende immer bis zur Endstation. Da kann es viele attraktive Reiseziele geben.
Das ist aber doch das Basisproblem des Nachtzugs. Es gibt ein relativ beschränktes Einstiegszeitfenster und ein relativ beschränktes Ausstiegszeitfenster, d.h. niemand will erst um 23:50 oder um 17:30 losfahren und kaum einer schon um 4:45 oder erst um 9:50 am Ziel sein.
Daher sind Nachtzuglinien eher Punkt - Punkt Verbindungen, bei denen die Stärke ist/wäre, dass der Zug, zumindest am Zielort, längere Zeit steht.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.09.20 20:13.

Re: Nightjet Zürich-Barcelona

geschrieben von: Güterboden

Datum: 16.09.20 20:50

TomyN schrieb:
Das ist aber doch das Basisproblem des Nachtzugs. Es gibt ein relativ beschränktes Einstiegszeitfenster und ein relativ beschränktes Ausstiegszeitfenster, d.h. niemand will erst um 23:50 oder um 17:30 losfahren und kaum einer schon um 4:45 oder erst um 9:50 am Ziel sein.
Daher sind Nachtzuglinien eher Punkt - Punkt Verbindungen, bei denen die Stärke ist/wäre, dass der Zug, zumindest am Zielort, längere Zeit steht.

Darf ich widersprechen.
Der Vorteil des Nachtzuges ist ganz einfach eine eingesparte Hotelübernachtung.
Und wenn der Reisende in etwa auf 8h Schlaf kommt ist alles gut.
Auch eine Ankunft gg. 5 Uhr ist ok, wenns eine sinnvolle Anschlußverbindung gibt.
Im Übrigen: Bahnsteigkanten über Stunden zu belegen, damit Du auschlafen kannst, ein schöner aber nicht realistischer Traum.
Gute Nacht!

Re: Nightjet Zürich-Barcelona

geschrieben von: AK1

Datum: 16.09.20 21:00

Güterboden schrieb:
TomyN schrieb:
Im Übrigen: Bahnsteigkanten über Stunden zu belegen, damit Du auschlafen kannst, ein schöner aber nicht realistischer Traum.
Gute Nacht!
Komisch, früher mal war das möglich. Der IntercityNight ist am Zielbahnhof länger gestanden... Es gibt nunmal Bahnhöfe, die großzügige Kapazitäten hatten oder auch noch haben.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.09.20 20:07.

Re: Nightjet Zürich-Barcelona

geschrieben von: Felin

Datum: 17.09.20 10:42

TomyN schrieb:
Alibizugpaar schrieb:
Es fährt nicht jeder Reisende immer bis zur Endstation. Da kann es viele attraktive Reiseziele geben.
Das ist aber doch das Basisproblem des Nachtzugs. Es gibt ein relativ beschränktes Einstiegszeitfenster und ein relativ beschränktes Ausstiegszeitfenster, d.h. niemand will erst um 23:50 oder um 17:30 losfahren und kaum einer schon um 4:45 oder erst um 9:50 am Ziel sein.
Daher sind Nachtzuglinien eher Punkt - Punkt Verbindungen, bei denen die Stärke ist/wäre, dass der Zug, zumindest am Zielort, längere Zeit steht.
Dem möchte ich widersprechen - außer ich bin niemand. ;-) Als Abfahrt finde ich alles von 20:00 bis 1:00 durchaus gut (aber 23:00 - 0:30 wäre mein Optimum), die Ankunft ab 7:30 bis open End (Optimum: 8:30 - 10:00). Alle früheren Ankünfte sind eine Qual für mich, da ist der Tag danach für mich gelaufen. Ich bin einfach ne Nachteule, und komm da auch net raus, und seit ich das akzeptier und meinen Schlafrhythmus danach richte, gehts mir auch viel besser.

Re: Nightjet Zürich-Barcelona

geschrieben von: Martin Sch.

Datum: 17.09.20 11:46

Felin schrieb:
TomyN schrieb:
Alibizugpaar schrieb:
Es fährt nicht jeder Reisende immer bis zur Endstation. Da kann es viele attraktive Reiseziele geben.
Das ist aber doch das Basisproblem des Nachtzugs. Es gibt ein relativ beschränktes Einstiegszeitfenster und ein relativ beschränktes Ausstiegszeitfenster, d.h. niemand will erst um 23:50 oder um 17:30 losfahren und kaum einer schon um 4:45 oder erst um 9:50 am Ziel sein.
Daher sind Nachtzuglinien eher Punkt - Punkt Verbindungen, bei denen die Stärke ist/wäre, dass der Zug, zumindest am Zielort, längere Zeit steht.
Dem möchte ich widersprechen - außer ich bin niemand. ;-) Als Abfahrt finde ich alles von 20:00 bis 1:00 durchaus gut (aber 23:00 - 0:30 wäre mein Optimum), die Ankunft ab 7:30 bis open End (Optimum: 8:30 - 10:00). Alle früheren Ankünfte sind eine Qual für mich, da ist der Tag danach für mich gelaufen. Ich bin einfach ne Nachteule, und komm da auch net raus, und seit ich das akzeptier und meinen Schlafrhythmus danach richte, gehts mir auch viel besser.
Das mag für Dich gut sein, für Familien ist eine so späte Abfahrt sinnlos.

M.

Re: Nightjet Zürich-Barcelona

geschrieben von: Lalu

Datum: 17.09.20 12:18

[i
Falk12 schrieb:[/i]]
... Bedauerlich, das erst ausländische Bahnen kommen müssen um dies zu realisieren, scheinbar rechnet es sich für diese schon im Gegensatz zur DB AG, sonst würden sie es ja wohl nicht machen...
Hallo,

das rechnet sich eben nicht, sofern alle anfallenden Kosten berücksichtigt werden. Deshalb bedarf es auch zusätzlicher Unterstützung aus anderen „Töpfen“. Der Unterschied zu Deutschland ist allerdings, dass diese Unterstützung in den Nachbarländern politische Unterstützung findet. Deutschland hat diese Unterstützung abgelehnt [www.rnd.de] Es ist unredlich der DB AG mangelnden Willen zu unterstellen.

Freuen können sich jetzt deutsche Reisende, dass die Steuerzahler seiner Nachbarländer ihm attraktive Bahnverbindungen ermöglichen. Und durch die Zahlung von Nutzungsentgelten Arbeitsplätze in Deutschland gesichert werden.

Grüße,
Lalu



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.09.20 12:19.

Re: Nightjet Zürich-Barcelona

geschrieben von: HSB Tw 44

Datum: 17.09.20 13:02

Martin Sch. schrieb:
Felin schrieb:
TomyN schrieb:
Das ist aber doch das Basisproblem des Nachtzugs. Es gibt ein relativ beschränktes Einstiegszeitfenster und ein relativ beschränktes Ausstiegszeitfenster, d.h. niemand will erst um 23:50 oder um 17:30 losfahren und kaum einer schon um 4:45 oder erst um 9:50 am Ziel sein.
Dem möchte ich widersprechen - außer ich bin niemand. ;-) Als Abfahrt finde ich alles von 20:00 bis 1:00 durchaus gut (aber 23:00 - 0:30 wäre mein Optimum), die Ankunft ab 7:30 bis open End (Optimum: 8:30 - 10:00). Alle früheren Ankünfte sind eine Qual für mich, da ist der Tag danach für mich gelaufen. Ich bin einfach ne Nachteule, und komm da auch net raus, und seit ich das akzeptier und meinen Schlafrhythmus danach richte, gehts mir auch viel besser.
Das mag für Dich gut sein, für Familien ist eine so späte Abfahrt sinnlos.
Sorry, aber das ist zu pauschal – Familien sind dann doch etwas komplexere Gebilde als „Mama, Papa, 6 Jahre altes Kind, das um punkt 20:00 im Bett sein muß“. Bei langen Flügen kann ein Kind auch mal bis nach dem Start um 23:00 wach sein – ein grundlegendes Problem ist das nicht.
Den relevanten Punkt habt ihr beide gestreift:

Was gute Abfahrt und Ankunft sind (und wie es dazwischen aussehen muß und was die akzeptierten Kosten sind), ist sehr individuell (und kann sich auch zwischen einzelnen Fahrten ändern!).

Für mich ist der Nachtzug auf meiner Pendelstrecke keine Option. Ich kann nur recht kurzfristig buchen, daher sind Schlafwagen idR ausgebucht, außerdem zu teuer (damals BC100 + ÖC, nach der Preiserhöhung jetzt BC100 und VC), wenn man an beiden Enden ein eigenes Bett hat. Die späte Abfahrt ist für mich in Ordnung, die Ankunft in Wien aber fast zu früh (insbesondere, da man schon vor Wels geweckt wird, weil der Liegewagen ab Linz offizieller Sitzwagen des Tagverkehres ist).

Für eine Urlaubsfahrt z.B. nach Italien sieht das Ganze schon wieder ganz anders aus. Da kann ich eher planen und früher buchen und es zieht das Argument der entfallenen Hotelübernachtung. Bei Tagesausflügen kann die frühe Ankunft sogar hilfreich sein, weil man einen ganzen Tag hat, ohne ein Hotel zu brauchen.

Familien sind, wie gesagt, auch sehr unterschiedlich. Die einen haben ein Kind, das um 17:00 schläft bis morgens um 4:00. Andere haben ein Kind, das eh frühstens um 22:00 müde wird (das war bei mir schon im Kindergarten so) und nicht vor 6:30 zum Aufstehen zu bewegen ist.

So verschieden sind die Bedarfe und der Nachtzug hat halt hier das Problem, daß er schon per se höhere Gestellungskosten hat und man nicht einfach einen Zweistundentakt nachts anbieten kann, solange das nicht staatlich subventioniert wird (wobei auf bestimmten Relationen ein solcher Takt vielleicht sogar einen Versuch wert wäre, gerade auch als Kombi aus Schlaf-, Liege- und Sitzwagen mit Arbeitsmöglichkeit. Ich denke, das Konzept des Nachtzuges ist hier noch gar nicht ausgereizt, es Bedarf aber besserer Unterstützung der Politik. Gerade für grenzüberschreitende Verkehre muß man hier der EU auf die Füße steigen, gerade auch nach den gestern verschärften Klimazielen.

---
Die EU-Bildungsminister: Lesen gefährdet die Dummheit

Re: Nightjet Zürich-Barcelona

geschrieben von: Elztalbahn

Datum: 17.09.20 13:07

Martin Sch. schrieb:
Felin schrieb:
TomyN schrieb:
Alibizugpaar schrieb:
Es fährt nicht jeder Reisende immer bis zur Endstation. Da kann es viele attraktive Reiseziele geben.
Das ist aber doch das Basisproblem des Nachtzugs. Es gibt ein relativ beschränktes Einstiegszeitfenster und ein relativ beschränktes Ausstiegszeitfenster, d.h. niemand will erst um 23:50 oder um 17:30 losfahren und kaum einer schon um 4:45 oder erst um 9:50 am Ziel sein.
Daher sind Nachtzuglinien eher Punkt - Punkt Verbindungen, bei denen die Stärke ist/wäre, dass der Zug, zumindest am Zielort, längere Zeit steht.
Dem möchte ich widersprechen - außer ich bin niemand. ;-) Als Abfahrt finde ich alles von 20:00 bis 1:00 durchaus gut (aber 23:00 - 0:30 wäre mein Optimum), die Ankunft ab 7:30 bis open End (Optimum: 8:30 - 10:00). Alle früheren Ankünfte sind eine Qual für mich, da ist der Tag danach für mich gelaufen. Ich bin einfach ne Nachteule, und komm da auch net raus, und seit ich das akzeptier und meinen Schlafrhythmus danach richte, gehts mir auch viel besser.
Das mag für Dich gut sein, für Familien ist eine so späte Abfahrt sinnlos.

Klar ist so eine späte Abfahrt nicht für jeden das richtige. Aber Felin antwortete ja auf die Beahuptung "niemand will erst um 23:50 oder um 17:30 losfahren". Die hat er mit seinem Gegenbeispiel wiederlegt.

Mit Reisen ohne Kinder gibt es eben durchaus auch Nachfrage nach späten Abfahrtszeiten.
Und abgesehen von jenen mit frühen Terminen (seien es Geschäftstermine oder Anschlusszüge) dürfte auch eine Ankunft "um 9:50" annehmbar sein.

Ich denke auch, dass man mit mehreren Halte zum Einstieg im Zeitraum 8 bis 24 Uhr, Ankunftshalten im Zeitraum 6 bis 11 Uhr durchaus Kundschaft findet. Nicht jede Zeit passt für jeden, aber zu jeder Zeit findest sich jemand, für den die Zeit passt.

Gibt es eigentlich Strecken, auf denen die Nachtzugnachfrage so hoch ist oder wahr, dass ein einzelner Zug nicht ausreicht? Dann würde es sich ja anbieten, diese z.B. um 2 Stunden versetzt fahren zu lassen, um mehrere Abfahrts- und Ankunftszeiten abzudecken.

Re: Nightjet Zürich-Barcelona

geschrieben von: Freak-City Hbf

Datum: 17.09.20 13:33

Elztalbahn schrieb:
[...]Gibt es eigentlich Strecken, auf denen die Nachtzugnachfrage so hoch ist oder wahr, dass ein einzelner Zug nicht ausreicht? Dann würde es sich ja anbieten, diese z.B. um 2 Stunden versetzt fahren zu lassen, um mehrere Abfahrts- und Ankunftszeiten abzudecken.
Da fällt mir spontan die Relation Bratislava - Košice ein. Hier gibt es auf zwei verschiedenen Routen insgesamt bis zu vier verschiedene Direktverbindungen mit teils Kurswagen ab Bratislava hl.st. am Abend. Mit der Einschränkung, dass ich nicht zu sagen vermag, ob die Auslastung/Nachfrage wirklich alljährlich bei überall nahe 100% ist.

Da ist dann tatsächlich für nahezu jeden Geschmack etwas dabei, sei es für Spätstarter, frühe Vögel oder Langschläfer. Dabei ist die Entfernung von etwa 450 km mit Tageszügen auch in unter 5 Stunden zu bewältigen. In dieser Intensität dürfte ein solches Angebot im Nachtreiseverkehr in Europa ziemlich beispiellos sein, obwohl sich sicherlich mehr Relationen ähnlicher Art dafür anbieten würden, die hierfür günstige Konstellation (Reiseströme, Geschwindigkeiten, Nachfrage etc.) vorausgesetzt. Ich denke da an beispielsweise Berlin-Wien oder Hamburg-München, wo bei entsprechend gewachsener und gepflegter Tradition mehr ginge: auf die innerslowakische Verbindung konnte ich mich als Kunde eben schon seit Ewigkeiten einigermaßen verlassen, während viele Nachtzugrelationen mit den Jahren mal wackelten, mal abgeschafft wurden, wiederauferstehen, sich die Zeiten signifikant veränderten, sich die Preise massiv ändern usw.

Viele Grüße
Stefan

Re: Nightjet Zürich-Barcelona

geschrieben von: Martin Sch.

Datum: 17.09.20 16:32

Elztalbahn schrieb:
Gibt es eigentlich Strecken, auf denen die Nachtzugnachfrage so hoch ist oder war, dass ein einzelner Zug nicht ausreicht? Dann würde es sich ja anbieten, diese z.B. um 2 Stunden versetzt fahren zu lassen, um mehrere Abfahrts- und Ankunftszeiten abzudecken.
Das gab es früher auf der Brennerachse. Es gab in den 90er Jahren von München einen Zug nach Neapel (Abfahrt gegen 2100), einen nach Bologna/Venedig/Mailand (Abfahrt gegen 2340) und einen nach Pescara (Abfahrt irgendwo dazwischen). Da wurden einige Relationen mehrfach bedient. An Spitzentagen fuhren dann auch regelmäßig Vorzüge.

M.