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Die ÖBB hat heute früh auf Twitter den Entwurf des Nightjet-Netzes für die Verbindungen aus Zürich ab 2024 veröffentlicht. Unter anderem soll es zwei seperate Züge ab Berlin und Hamburg geben, sowie einen Zugteil ab Prag über Dresden und Leipzig.
Nett zu sehen sind auch die angeteaserten dünnen grauen Verbindungen, zum Beispiel die Verbindung Berlin-Brüssel.

https://twitter.com/unsereoebb/status/1305782576456622080
Moin,

die SBB haben heute den Plan des Ausbaus des Nachtzugnetztes veröffentlicht. U.a. sollen die Nightjet Zürich - Hamburg / Berlin zukünftig (ab 2023) getrennt geführt werden. Der Berliner Zug soll dann Schlaf-/Liegewagen nach Prag erhalten, die dann u.a. Dresden und Leipzig mit der Schweiz verbinden.

Ich setze hier den Verweis auf das entspr. Thema im Auslandsforum: [www.drehscheibe-online.de]

Gruß

Edit: "jacob" war schneller, darf dann bei Bedarf gerne zusammengeführt werden.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.09.20 11:56.

Re: Nightjet Zürich-Barcelona

geschrieben von: Tz 4683

Datum: 15.09.20 12:45

Finde ich sehr interessant und hoffe das dieser auch kommt!

Gruß
Tz 4683
___________________

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Mein Beitragsverzeichnis: [www.drehscheibe-online.de]

Re: Nightjet Zürich-Barcelona

geschrieben von: Fidelitas

Datum: 15.09.20 12:51

Das sind ja gute Nachrichten, und werden hofftl auch umgesetzt.

Vllt liest ja ein Entscheidungsträger mit?!

Wäre eine Rückverlängerung der Barcelonalinie nach München via Lindau möglich?
München <-> Barcelona über Nacht wäre bestimmt auch lukrativ.

Beste Grüße und allzeit gute Fahrt.
Ich sehe mit Freuden, dass Bremen offenbar in beide NightJet-Verbindungen von Hamburg Richtung Süden einbezogen wird, und zwar in beiden Richtungen.
Das gab es zu Zeiten des NightJets baustellenbedingt nur kurzzeitig in eine Richtung, zu Zeiten der CNL fuhr zumindest der Zürich-Zug zeitweise über Bremen. Noch viel früher fuhr m. W. auch der München-Zug als ICN mal über Bremen.

M.
Bei der NZZ klingt das nicht ganz so euphorisch. Vor allem für die Rom- und die Barcelonaverbindung führe man zunächst einmal Gespräche mit anderen Bahnen.

[www.nzz.ch]
Für mich ist diese Karte ein (verordneter) Wunschtraum der SBB Presseabteilung. Das ist nicht mehr als eine Nebelkerze.

Der Satz sagt doch schon Alles: " Doch sie fordern dafür Geld aus dem Klimafonds."
Es geht doch nur darum, dass die SBB kurzfristig mehr Cash ranholt, um das Coronadefizit zu stopfen.

Schon alleine einen Zug/Kurswagen Zürich-Dresden-Prag halte ich für illusorisch - insb. wenn es parallel noch einen Zürich-Linz-Prag Kurswagen (ein sog. "Super-Ausfaller" wg. Bauarbeiten) geben soll.

Zitat
Eine Verbindung nach Prag wird dabei auch über Berlin geführt, womit direkte Verbindungen nach Leipzig und Dresden möglich werden.
Der Autor zeigt doch hier, dass er oder sie noch nie einen Nachtzug selbst von innen erlebt hat.


Zitat
Vor allem für die Rom- und die Barcelonaverbindung führe man zunächst einmal Gespräche mit anderen Bahnen.
Soll ich darüber lachen? Ist es nicht die Renfe, die den Sud Express Lissabon-Hendaye nicht mehr reaktivieren möchte? Und jetzt will man mit der Renfe über eine (Wieder-)führung eines Zugs Barcelona-Zürich sprechen?

Liebe SBB: " Schuster bleib bei deinen Leisten!"



5-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.09.20 16:03.
warakorn schrieb:
Für mich ist diese Karte ein (verordneter) Wunschtraum der SBB Presseabteilung. Das ist nicht mehr als eine Nebelkerze.

Der Satz sagt doch schon Alles: " Doch sie fordern dafür Geld aus dem Klimafonds."
Bei der NZZ darf man allerdings die seit einigen Jahren zunehmend politisch rechte Ausrichtung nicht vergessen. Damit einher geht auch eine starke Wirtschaftsnähe und die Ablehnung von staatlichen Subventionen, insbesondere in umweltfreundliche Mobilität.

Allerdings ist mir der Satz auch aufgefallen. Später im Artikel heißt es "Schliesslich habe das Parlament letzte Woche der Förderung des internationalen Personenverkehrs und somit auch den Nachtzügen zugestimmt". Ich gehe daher davon aus, dass die Förderung der Nachtzüge durch den Klimafonds bereits beschlossen ist und die SBB daher die Pläne veröffentlicht. Weshalb das in der NZZ (bewusst?) so unklar und schwammig formuliert wurde, ist eine andere Sache...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.09.20 16:54.
warakorn schrieb:Zitat
ZitatZitat:
Vor allem für die Rom- und die Barcelonaverbindung führe man zunächst einmal Gespräche mit anderen Bahnen.
Soll ich darüber lachen? Ist es nicht die Renfe, die den Sud Express Lissabon-Hendaye nicht mehr reaktivieren möchte? Und jetzt will man mit der Renfe über eine (Wieder-)führung eines Zugs Barcelona-Zürich sprechen?
Hallo,

dabei muss man beachten, dass in der Presse sowohl bei EIU als auch bei EVU von "Bahnen" gesprochen wird. Um einen Zug - egal ob nachts oder tagsüber - von der Schweiz nach Barcelona zu betreiben, muss man vorher auch mit RFF und Adif gesprochen haben.

Gruß
westring
warakorn schrieb:
Für mich ist diese Karte ein (verordneter) Wunschtraum der SBB Presseabteilung. Das ist nicht mehr als eine Nebelkerze.

Der Satz sagt doch schon Alles: " Doch sie fordern dafür Geld aus dem Klimafonds."
Es geht doch nur darum, dass die SBB kurzfristig mehr Cash ranholt, um das Coronadefizit zu stopfen.
Corona-Löcher 2024 zu stopfen macht kein Sinn, von daher ist deine Bemerkung eher sonderbar.
Ansonsten: Genau dafür sind doch die Subventionen da?!
Und: Lieber Subventionen in neue Projekte stecken als wie bei der DB um kranke Strukturen aufrecht zu erhalten.

Zitat Facebook Deutsche Bahn Konzern vom 18.3.15: "Der geplante Ausbau des Fernverkehrs, der heute vorgestellt wurde, wird in jedem Fall auch ohne Unterstützung der Länder umgesetzt und ist eigenwirtschaftlich geplant. Es wird also keinen bestellten Fernverkehr geben."

NZZ berichtet differenziert

geschrieben von: 38815

Datum: 15.09.20 18:32

EEiko schrieb:
warakorn schrieb:
Für mich ist diese Karte ein (verordneter) Wunschtraum der SBB Presseabteilung. Das ist nicht mehr als eine Nebelkerze.

Der Satz sagt doch schon Alles: " Doch sie fordern dafür Geld aus dem Klimafonds."
Bei der NZZ darf man allerdings die seit einigen Jahren zunehmend politisch rechte Ausrichtung nicht vergessen. Damit einher geht auch eine starke Wirtschaftsnähe und die Ablehnung von staatlichen Subventionen, insbesondere in umweltfreundliche Mobilität.
Das ist völliger Blödsinn! Die Aspekte werden im Beitrag aufgegriffen. Dem Leser wird hier nur reiner Wein eingeschenkt, dass das eben Geld kostet.
Es ist schade, dass nur wenige Blätter so differenziert berichten, wie die NZZ. Und das ist nicht nur beim Thema Bahn der Fall.

Ich denke da nur an die vielen die-ÖBB-sind-so-toll-Berichte, die komplett außer Acht lassen, wie gering die Bahndichte in bestimmten Teilen Österreichs ist, dass auch der Fern- und Nachtzugverkehr dort bezuschusst wird und wie viele km Strecken jedes Jahr still gelegt werden.

Gruß



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.09.20 18:32.

Re: Nightjet Zürich-Barcelona

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 15.09.20 18:41

Das sind ja gute Nachrichten, und werden hofftl auch umgesetzt. Vllt liest ja ein Entscheidungsträger mit?!

Welcher Entscheidungsträger? Das präsentierte ÖBB/SBB-Vorhaben ist doch bereits die Absichtserklärung der zuständigen Entscheidungsträger.

Ich drücke auch alle Daumen und stets reichlich Kundschaft.


Wer war das noch hier auf DSO, der immer wieder nach internationalem Verkehr für Leipzig gerufen hat? Na bitte, vorgezogene Weihnachtsfreuden in Leipzig!

Gruß, Olaf

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Was ist eigentlich eine Frau: Eine Frau ist ein Raum-Zeit-Kraftwerk, welches gigantische kinetische Energien aufbringt, ihre wahren Maße im Raum zu verbergen oder zu ihrem Vorteil zu krümmen - das machen die.
(Bernhard Hoecker in einer Harald Lesch-Parodie)
Denn daß die ÖBB Nachtzug-MACHER sind und keine Schwärmer oder Schwätzer, das beweisen sie in Sachen Nachtverkehr seit Jahrzehnten, und zwar sehr stetig und verlässlich. Die SBB ist dafür auch nicht bekannt.

Wenn es um weitere öffentliche Gelder geht, dann finde ich es nicht verwerflich auf diese öffentliche Weise etwas Druck zu machen. Und wenn etwas von den Plänen nicht klappen sollte, dann wäre auch jede Form von Häme oder 'ätsch, siehste woll' vollkommen unangebracht. Denn die beiden Bahnen beweisen wenigstens, daß sie gute Visionen und konkrete Ideen haben. Es soll größere Staatsbahnen geben, die haben nicht einmal das...

Gruß, Olaf

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(Bernhard Hoecker in einer Harald Lesch-Parodie)

Re: NZZ berichtet differenziert

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 15.09.20 18:54

Dem Leser wird hier nur reiner Wein eingeschenkt, dass das eben Geld kostet.

Das ist doch jedem Schweizer von Geburt an bekannt.

Gruß, Olaf

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(Bernhard Hoecker in einer Harald Lesch-Parodie)
warakorn schrieb:
Zitat
Vor allem für die Rom- und die Barcelonaverbindung führe man zunächst einmal Gespräche mit anderen Bahnen.
Soll ich darüber lachen? Ist es nicht die Renfe, die den Sud Express Lissabon-Hendaye nicht mehr reaktivieren möchte? Und jetzt will man mit der Renfe über eine (Wieder-)führung eines Zugs Barcelona-Zürich sprechen?
Ein Gespräch mit der RENFE würde ich mir für so einen Zuglauf ehrlich gesagt sparen. Ein Gespräch mit der SNCF scheint mir aber schon sinnvoll. Schließlich bedient der Zug auch Verbindungen wie Zürich - Montpellier oder Zürich - Perpignan, da könnte eine gemeinsame Vermarktung schon sinnvoll sein. Außerdem hat die SNCF ja eine gewisse Neigung, Konkurrenten durch eigene Angebote das Leben schwer zu machen, da kann eine Kooperation auch deshalb sinnvoll sein.

Gruß
X73900

Re: Nightjet Zürich-Barcelona

geschrieben von: Herre Elk

Datum: 15.09.20 20:50

Fidelitas schrieb:
Das sind ja gute Nachrichten, und werden hofftl auch umgesetzt.

Vllt liest ja ein Entscheidungsträger mit?!

Wäre eine Rückverlängerung der Barcelonalinie nach München via Lindau möglich?
München <-> Barcelona über Nacht wäre bestimmt auch lukrativ.

Beste Grüße und allzeit gute Fahrt.
Um bestenfalls halb leere Wagen nach München zu fahren? Das ist ein schlanker Anschluss auf den Takt-EC wohl die bessere Alternative.

Re: Nightjet Zürich-Barcelona

geschrieben von: cargofuzzy

Datum: 15.09.20 21:30

Fidelitas schrieb:
München <-> Barcelona über Nacht wäre bestimmt auch lukrativ.

Nein, das wäre nicht lukrativ. Lukrativ heißt gewinnbringend, und das ist Nachtzugverkehr nur in seltenen Fällen (auch wenn viele hier im Forum das nicht glauben wollen), schon gar nicht zwischen München und Barcelona.
(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
+ Pro Reisekultur und intelligente Netzausbauten

- Contra grell ausgeleuchtete Großräume und Prestigebauten ohne Zielfahrplan

Re: Nightjet Zürich-Barcelona

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 16.09.20 09:00

Ja und nein. Sicher kann man der DB Glauben schenken, daß sich Nachtzugverkehr nicht lohnt, weil die bei NZ nur in 10-, 12- oder 14-Wagenzügen denken kann. Die kriegt man natürlich nur auf wenigen zentralen Hauptrouten voll.

Die ÖBB haben den EN Hans Albers außerhalb der Urlaubszeiten aber auch mit nur vier Wagen von Hamburg nach Wien gefahren: Bm - Bc - Bc - WL = das war's, Ende der Fahnenstange. Vorne eine von der DB gecharterte 101 oder 103 und hinten meist ein einzelner Autotransporter. Ein einzelner! Und trotzdem ist die ÖBB Nacht für Nacht für Nacht gefahren; die DB wäre an sowas einen theatralisch-qualvollen Tod gestorben. Ich möchte der ÖBB weder unterstellen, daß die ihr Nachtzuggeschäft nicht verstehen oder daß die nicht rechnen können. Zumal die oft genannten staatlichen Subventionen innerhalb Österreichs gelten, da bucht aber keiner einen Liege- oder Schlafwagen. Und die Subventionen gab es auch nicht für Hamburg - Passau, das sind viele hundert Kilometer.

Ich laufe deshalb schon lange nicht mehr jedem abwehrenden Huibuh der DB hinterher. Die DB kann ja nicht einmal einen zusätzlichen Wagen anhängen, wenn sie Wochen vorher schon weiß, daß ein sonntäglicher Urlauber-IC von Norddeich nach NRW restlos ausgebucht ist. Das schaffen die einfach nicht. Das ist DB!


schon gar nicht zwischen München und Barcelona

Es fährt nicht jeder Reisende immer bis zur Endstation. Da kann es viele attraktive Reiseziele geben.

Gruß, Olaf

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(Bernhard Hoecker in einer Harald Lesch-Parodie)
warakorn schrieb:
Für mich ist diese Karte ein (verordneter) Wunschtraum der SBB Presseabteilung. Das ist nicht mehr als eine Nebelkerze.

Der Satz sagt doch schon Alles: " Doch sie fordern dafür Geld aus dem Klimafonds."
Es geht doch nur darum, dass die SBB kurzfristig mehr Cash ranholt, um das Coronadefizit zu stopfen.
Klar geht es um politischen Druck. Warum schreibst du das nieder? Ist doch toll, dass die SBB hier vorprescht und politischen Druck aufbaut! Denn eines ist klar: Ohne politischen Rahmen und ohne Subvention wird ein europaweites Nachtzugnetz Stückwerk bleiben.

Traurig, dass manche Eisenbahnfans immer granteln müssen, selbst wenn wqas Hoffnungsvolles präsentiert wird.
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