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Breisgau S-Bahn, Ärger über Züge die Quietschen

geschrieben von: 146 116-9

Datum: 15.09.20 09:30

Hallo zusammen
Nachdem man nun aus dem Münstertal nichts mehr hört, ist nun die DB
mit ihren Alstom Zügen an der Reihe.
Vor allem in Gottenheim Quitschts mit bis zu 114 Dezibel wenn der Zug die dortige Weiche im abzweigenden Strang befährt.

[www.badische-zeitung.de]
Doch auch die Bötzinger Einfahrt hat es wohl in sich.

Grüße Uwe



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.09.20 09:31.
146 116-9 schrieb:
Hallo zusammen
Nachdem man nun aus dem Münstertal nichts mehr hört, ist nun die DB
mit ihren Alstom Zügen an der Reihe.
Vor allem in Gottenheim Quitschts mit bis zu 114 Dezibel wenn der Zug die dortige Weiche im abzweigenden Strang befährt.

[www.badische-zeitung.de]
Doch auch die Bötzinger Einfahrt hat es wohl in sich.

Grüße Uwe
114 Dezibel ist eine Hausnummer, da waren sogar die guten alten n-Wagen leiser.
Hallo zusammen,


114dB - das ist viel und v.a. in einem für das Gehör empfindlichen Frequenzbereich.
Aber naja, die Zahl steht da mal so.
Techniker wissen: wer mißt misst Mist
Akustiker wissen: Die Zahl ist wertlos, wenn nicht dabei steht in welchem Abstand.
Ich kann mir kaum vorstellen, das das auf Entfernungen zutrifft, wo Anwohner sich typischerweise aufhalten.
Wenn ich anlässlich von Baumaßnahmen im Gleisbereich daneben stehe, dann ist das jedoch real meßbar.
NB: wie war das? doppelte Entfernung -3dB?

Meint der Funkentratzer

Re: Breisgau S-Bahn, Ärger über Züge die Quietschen

geschrieben von: bollisee

Datum: 15.09.20 13:19

Na dann schätz Dich mal glücklich, dass Du weder Opa noch Oma mit Hörgerät hast. Selbst ohne die Mörderteile gilt, steigt die Hörschwelle, sinkt gleichzeitig die Schmerzschwelle.

Und es ist im Gegensatz zum Flughafen davon liegt es wohl in der Natur der Sache, dass die Menschen nicht weit entfernt schon weggesperrt werden, sondern auch mal in der Nähe des Gleises aufhalten. Zumal Menschen besten Alter gewöhnlich im Gleisbereich oder Flughafen arbeiten. Die Absenkung einer Schmerzschwelle dürfte also für Dich erst in der Rente eine Rolle spielen. Dennoch kein Grund zu solch zynischer Haltung.


Funkentratzer schrieb:
Hallo zusammen,


114dB - das ist viel und v.a. in einem für das Gehör empfindlichen Frequenzbereich.
Aber naja, die Zahl steht da mal so.
Techniker wissen: wer mißt misst Mist
Akustiker wissen: Die Zahl ist wertlos, wenn nicht dabei steht in welchem Abstand.
Ich kann mir kaum vorstellen, das das auf Entfernungen zutrifft, wo Anwohner sich typischerweise aufhalten.
Wenn ich anlässlich von Baumaßnahmen im Gleisbereich daneben stehe, dann ist das jedoch real meßbar.
NB: wie war das? doppelte Entfernung -3dB?

Meint der Funkentratzer

Einfache Lösung

geschrieben von: Der nachdenkliche Stromrichter

Datum: 15.09.20 13:45

Guten Tag,

na da drängt sich doch die Lösung der Zukunft geradezu auf: wenn es nach der BW-Landtagswahl 2021 vielleicht keine grün angeführte Landesregierung mehr geben sollte, kann die Nachfolgeregierung ja "aus Sparzwängen" wegen der leeren Landeskassen nach CoVid-19 den Betrieb "optimieren" und "behutsam neu gestalten" und einfach nach 20 Uhr und am Sonntag ganztägig alle Züge abbestellen. "Spart" dann Geld und Ruhe ist auch noch. Mehr Straßenverkehr hinterlässt ja keine Emissionen, also alles gut.

Ich bin zynisch? Hoffentlich werden wir uns alle nicht noch wünschen, dass ich nicht Recht gehabt hätte...

Freundliche Grüße
Tobias

"Ein Nichts zu sein, tragt es nicht länger - alles zu werden, strömt zuhauf!"
(aus "Die Internationale" | Deutscher Text durch Emil Luckhardt, 1910)

Re: Breisgau S-Bahn, Ärger über Züge die Quietschen

geschrieben von: leofink

Datum: 15.09.20 13:53

bollisee schrieb:
Na dann schätz Dich mal glücklich, dass Du weder Opa noch Oma mit Hörgerät hast. Selbst ohne die Mörderteile gilt, steigt die Hörschwelle, sinkt gleichzeitig die Schmerzschwelle.

Und es ist im Gegensatz zum Flughafen davon liegt es wohl in der Natur der Sache, dass die Menschen nicht weit entfernt schon weggesperrt werden, sondern auch mal in der Nähe des Gleises aufhalten. Zumal Menschen besten Alter gewöhnlich im Gleisbereich oder Flughafen arbeiten. Die Absenkung einer Schmerzschwelle dürfte also für Dich erst in der Rente eine Rolle spielen. Dennoch kein Grund zu solch zynischer Haltung.

Hallo Sehe ich auch so, Nur schon, weil es technische Möglichkeiten gibt, die das abstellen könnten:
Bern, dessen Gleise in der Kurve liegen hat an einigen, selber gesehen im Gleis 9, so komische Kästchen montiert, die Fett verteilen.
Heute morgen eben wieder mal aufgefallen: weil ich zufälligerweise daneben stand: Der Mutz fährt ein, und bei jeder Achse zischt es ganz leise.
Wenn das Bild stimmt, dann wäre es kein Problem, da eine Schmieranlage einzubauen!
Gruss leo

Eben!

geschrieben von: Peter

Datum: 15.09.20 14:35

Hallo!

Das ist das Erste, was mir als Laien dazu einfaellt: Schmieranlage.

Und Hexenwerk ist das wohl auch nicht, so etwas gibt es doch schon lange und (wenn Fett wg. Umweltschutz nicht geht) sogar auf Wasser-Basis.

Kostet natuerlich alles Geld fuer Planung, Bau und Unterhaltung - weshalb es vermutlich eingespart wird.

Gruss

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.
(Merke: Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer)

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind: Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen - und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Seit einiger Zeit biete ich sogar (gegen einen kleinen Obolus) auch Patenschaften fuer meine Fehler an.

Re: Einfache Lösung

geschrieben von: Dieter Mäurer

Datum: 15.09.20 16:05

Du hast schon bessere Beiträge geliefert...

Dieter Mäurer

Re: Einfache Lösung

geschrieben von: bollisee

Datum: 15.09.20 17:14

Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
Guten Tag,

na da drängt sich doch die Lösung der Zukunft geradezu auf: wenn es nach der BW-Landtagswahl 2021 vielleicht keine grün angeführte Landesregierung mehr geben sollte, kann die Nachfolgeregierung ja "aus Sparzwängen" wegen der leeren Landeskassen nach CoVid-19 den Betrieb "optimieren" und "behutsam neu gestalten" und einfach nach 20 Uhr und am Sonntag ganztägig alle Züge abbestellen. "Spart" dann Geld und Ruhe ist auch noch. Mehr Straßenverkehr hinterlässt ja keine Emissionen, also alles gut.

Ich bin zynisch? Hoffentlich werden wir uns alle nicht noch wünschen, dass ich nicht Recht gehabt hätte...

Freundliche Grüße
Tobias
Stimmt, die haben ja schon Straßen und zu heiß ist es ohnehin am Kaiserstuhl schon. Klimaanlagenzuschuss zwecks Klimaanlagen für alle. Die Grünen können dazu weg, denn energiefressenden Klimaanlagen werden sie nie zustimmen... Wer braucht schon Nahverkehr, der bremst die ICEs ohnehin nur aus...
Vielleicht sollte man ja vielleicht mal schauen, was da quietscht. Ich könnte mir vorstellen, so neu, wie das alles aussieht, dass der Leitflächenabstand im Herzstückbereich und das Stichmass der Radsätze so knapp sind, dass es nun mal quietscht. Da könnte schon etwas Fett an Flügelschiene und Radlenker helfen.
Aber wie gesagt, da sollte sich jemand einfach mal ans Gleis setzen und wenn nötig ein Lärmbild machen. Entsprechende Techniken gibt's ja heutzutage.

Gerald

Re: Einfache Lösung

geschrieben von: 219 003-1

Datum: 15.09.20 18:52

Der nachdenkliche Stromrichter schrieb:
Guten Tag,

na da drängt sich doch die Lösung der Zukunft geradezu auf: wenn es nach der BW-Landtagswahl 2021 vielleicht keine grün angeführte Landesregierung mehr geben sollte, kann die Nachfolgeregierung ja "aus Sparzwängen" wegen der leeren Landeskassen nach CoVid-19 den Betrieb "optimieren" und "behutsam neu gestalten" und einfach nach 20 Uhr und am Sonntag ganztägig alle Züge abbestellen. "Spart" dann Geld und Ruhe ist auch noch. Mehr Straßenverkehr hinterlässt ja keine Emissionen, also alles gut.

Ich bin zynisch? Hoffentlich werden wir uns alle nicht noch wünschen, dass ich nicht Recht gehabt hätte...

Freundliche Grüße
Tobias
Ich hätte eine noch einfachere Lösung parat. Die Schrottkisten abstellen, verbendern und wieder mit den guten und komfortablen Bn-Wagen und 243 fahren.

Gruß, 219 003-1

So weit zurück will ich nicht mehr

geschrieben von: 146 116-9

Datum: 15.09.20 19:02

Hallo
n-Wagen will ich nicht unbedingt haben.
Also für mich wäre die optimale Lösung wenn wir die 146er und die Klimadostos behalten hätten.
Die Desiros, Coradias oder Mireos
überzeugen mich nicht so wirklich.
Hätten sie da wenigstens gute Sitze eingebaut.
Grüße Uwe

Re: Breisgau S-Bahn, Ärger über Züge die Quietschen

geschrieben von: Saxobav

Datum: 15.09.20 19:42

Funkentratzer schrieb:
...
114dB - das ist viel und v.a. in einem für das Gehör empfindlichen Frequenzbereich.
Aber naja, die Zahl steht da mal so.
Techniker wissen: wer mißt misst Mist
Akustiker wissen: Die Zahl ist wertlos, wenn nicht dabei steht in welchem Abstand.
Ich kann mir kaum vorstellen, das das auf Entfernungen zutrifft, wo Anwohner sich typischerweise aufhalten.
Wenn ich anlässlich von Baumaßnahmen im Gleisbereich daneben stehe, dann ist das jedoch real meßbar.
NB: wie war das? doppelte Entfernung -3dB?
Hallo Funkentratzer,
ich teile Dein Herangehen. Auch wenn es eine große Zeitungsmücke ist, muss man keinen Elefanten draus machen.

Unabhängig von der Messmethode ist es laut und störend; also geht man auf Ursachensuche und Abhilfe. Also kann man erstmal mit dem Seifeneimer und Pinsel ausrücken und manuell nach Abhilfe suchen (als mit 20 Personen am Rand wochenlang zeternd zu messen). Ist das Erfolgreich, hat man zumindest die direkten Ursachen. Bei neuem Material sind notwendigerweise noch nicht die späteren Toleranzen vorhanden. Kann man die Folgen so nicht abstellen, wird es komplexer. Dann muss künstlich der Toleranzbereich genutzt werden, an Weichen oder Radsatz. Am Ende sind dann die eigentlichen Ursachen in dem großen Achsabstand der Drehgestelle. Dann hat man die gleiche Situation wie in Bayern, wo man die alten Züge wieder haben will (nicht nur den Kini).

Hier wäre eine teure Abhilfe, die Weichen zu wechseln mit anderer Geometrie. Das Artikelbild schaut in der Teleaufnahme jedenfalls nach sehr geringen Kurvenradien im abzweigenden Bereich aus. Ist das lokal aus Platzgründen nötig oder hat man nur bei der Planung auf die maximal billigen Weichen gesetzt? Ein kleiner Vorteil könnten noch die höheren Fahrgeschwindigkeiten im Abzweig sein.

Schauen wir mal, wie die Nachbesserung erfolgt. Vermutlich hören wir dann nichts mehr im Forum...

Viele Grüße, saxobav.

Re: Breisgau S-Bahn, Ärger über Züge die Quietschen

geschrieben von: De David

Datum: 16.09.20 01:43

Ich frage mich auch was dieses Konstrukt [ais.badische-zeitung.de] dort wieder sollte?
Das Gleis 2 des Bahnhofs Gottenheim liegt in einer Flucht mit der Strecke richtung Freiburg.
Zuvor verschwenkte sich das Gleis um c.a. 4,50 m nach links (und wurde Gleis 1 vom Bf Gottenheim), und Gleis 2 zweigte mit einer Rechtsweiche ab.
Aber daß man da jezt wieser solch enge Bögen einbaut wie ein Weltmeister? Wo doch in dem Bahnhof kein Stein auf dem anderen blieb und sowieso alles komplett neu gemacht wurde. Warum hat man Gleis 2 nicht als gerades durchgehendes Hauptgleis gemacht, und Gleis 1 mit einer 80er Weiche nach Links davon abgezweigt und Gleis 3 mit einer 40er Weiche nach rechts? Statt da solch ein Schlingerkurs ein zu bauen, wo es die Fahrzeuge auch ja mit viel Karacho einmal rechts und einmal links mit den Spurkränzen gegen die Schienen wirft. Hier noch ein Bild davon: [www.bahnbilder.de] und vom alten Zustand: [ais.badische-zeitung.de]

http://www.trainweb.org/railphot/x-hikashi2.gif
Meterspurgleisbauer schrieb:
Vielleicht sollte man ja vielleicht mal schauen, was da quietscht. Ich könnte mir vorstellen, so neu, wie das alles aussieht, dass der Leitflächenabstand im Herzstückbereich und das Stichmass der Radsätze so knapp sind, dass es nun mal quietscht. Da könnte schon etwas Fett an Flügelschiene und Radlenker helfen.
Aber wie gesagt, da sollte sich jemand einfach mal ans Gleis setzen und wenn nötig ein Lärmbild machen. Entsprechende Techniken gibt's ja heutzutage.

Gerald
Auf älteren Bildern sieht man das Früher die Gleise da ganz anders lagen und dadurch weichen mit kleinerem Radius verbaut waren.
Es ging früher mehr gerade auf das Gleis. Jetzt müssen die Züge einen extremen Schlenker machen was natürlich ein Quietschen verursacht.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.09.20 07:05.

Re: Breisgau S-Bahn, Ärger über Züge die Quietschen

geschrieben von: bollisee

Datum: 16.09.20 11:41

Saxobav schrieb:
Hier wäre eine teure Abhilfe, die Weichen zu wechseln mit anderer Geometrie. Das Artikelbild schaut in der Teleaufnahme jedenfalls nach sehr geringen Kurvenradien im abzweigenden Bereich aus. Ist das lokal aus Platzgründen nötig oder hat man nur bei der Planung auf die maximal billigen Weichen gesetzt? Ein kleiner Vorteil könnten noch die höheren Fahrgeschwindigkeiten im Abzweig sein.
Also von höheren Fahrgeschwindigkeiten ist da nichts zu sehen. Wenn man mit Verlaub das Wort Fahrgeschwindigkeit beim Einfahren aus Endingen her überhaupt verwenden kann.

Auch interessant ist, dass in keiner Relation darauf verzichtet wurde, die Fahrgäste nicht durchzuschütteln. Beide Einfahrten von Freiburg und Breisach werden in Gottenheim auf das andere Gleis verschwenkt und in der Verschwenkung liegt die Weiche. So schüttelt man die Fahrgäste grundsätzlich durch, statt dass man die Züge in den Bahnhof gerade einfahren lässt, weil dann die Fahrgäste stehen. Die Motive solcher Gleisplaner werde ich nie verstehen. Wohl wie in der Nullarborwüste eine Kurve verbaut, weil dann die Planung mehr kosten darf...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.09.20 11:42.

Re: Breisgau S-Bahn, Ärger über Züge die Quietschen

geschrieben von: TomyN

Datum: 16.09.20 22:43

Doppelte Entfernung -> -6dB, da zwar der Zug als Linienschallquelle durchgeht, aber eine einzelne Weiche sicher nicht.
Moin David,

so ist es, wenn man Jungplaner eines Ingenieurbüros einen Nebenbahnbahnhof planen lässt! Ich hab auch mal so angefangen. Mit der Zeit lernt man dazu. ;-)
Oft hörte ich von Planungsbüros: Die 190er Weichen (max. 40 km/h im Abzweig) sind doch in eurem Unternehmen Standart. Als ich 500er- (65 km/h) und sogar 760er- (80 km/h) Weichen forderte fielen die Planer fast auf ihre Bildschirme! Völlig unmöglich! Solche Weichen gab es ja bisher bei dem Unternehmen noch gar nicht.

Sie wurden eingebaut.

Es liegt am Infrastrukturbeteiber selbst. Und man muss konsequent vorwärtsdenken und nicht im hier und heute verharren. Wie sagte mal ein Fußballtrainer (Eintracht Frankfurt?) (zwar in einem anderen Zusammenhang): "Lebbe geht weider!"

Gruß aus Mannheim
RZ
Gleis MA 11-12 schrieb:
Moin David,

so ist es, wenn man Jungplaner eines Ingenieurbüros einen Nebenbahnbahnhof planen lässt! Ich hab auch mal so angefangen. Mit der Zeit lernt man dazu. ;-)
Oft hörte ich von Planungsbüros: Die 190er Weichen (max. 40 km/h im Abzweig) sind doch in eurem Unternehmen Standart. Als ich 500er- (65 km/h) und sogar 760er- (80 km/h) Weichen forderte fielen die Planer fast auf ihre Bildschirme! Völlig unmöglich! Solche Weichen gab es ja bisher bei dem Unternehmen noch gar nicht.

Sie wurden eingebaut.

Es liegt am Infrastrukturbeteiber selbst. Und man muss konsequent vorwärtsdenken und nicht im hier und heute verharren. Wie sagte mal ein Fußballtrainer (Eintracht Frankfurt?) (zwar in einem anderen Zusammenhang): "Lebbe geht weider!"

Gruß aus Mannheim
RZ
Als Planer wird man aber auch erzogen. Mit "Luxuslösungen, die die BAst nicht fordert" macht man sich oft genug Arbeit, für die keiner bezahlen will (und da meine ich auch das Planerhonorar und nicht nur die bauliche Umsetzung)...

Ich hab' auch schon mal eine 1200er Bogenweiche als Bauweiche vorgeschlagen: der Fahrplan war von der fahrbaren Geschwindigkeit begeistert; der betrieblichen Infrastrukturplanung ist das Kinn auf die Tischplatte geknallt; und das EBA hat das Projekt zwei Jahre lang mit Nachfragen und Prüfaufträgen eingedeckt, bis die "Baufreigabe in finanzieller Hinsicht" erteilt wurde - im Gegenzug wurde die BifH für die 760er Endzustandsweichen zwei Kilometer weiter (für einen Abzweig auf freier Strecke) verweigert, da wären schließlich 500er ausreichend :-(
Und für die ganzen BifH-Diskussionen und Umplanungen haben wir so viel Arbeitszeit verbraten, dass wir es honorarmäßig mit Mühe und Not - und einem intensiv mit dem Einkauf diskutieren Nachtragshonorar - vermeiden konnten, in die roten Zahlen zu rutschen...
Gleis MA 11-12 schrieb:
Moin David,

so ist es, wenn man Jungplaner eines Ingenieurbüros einen Nebenbahnbahnhof planen lässt! Ich hab auch mal so angefangen. Mit der Zeit lernt man dazu. ;-)
Oft hörte ich von Planungsbüros: Die 190er Weichen (max. 40 km/h im Abzweig) sind doch in eurem Unternehmen Standart. Als ich 500er- (65 km/h) und sogar 760er- (80 km/h) Weichen forderte fielen die Planer fast auf ihre Bildschirme! Völlig unmöglich! Solche Weichen gab es ja bisher bei dem Unternehmen noch gar nicht.

Sie wurden eingebaut.

Es liegt am Infrastrukturbeteiber selbst. Und man muss konsequent vorwärtsdenken und nicht im hier und heute verharren. Wie sagte mal ein Fußballtrainer (Eintracht Frankfurt?) (zwar in einem anderen Zusammenhang): "Lebbe geht weider!"

Gruß aus Mannheim
RZ

Ich glaube, die Märklinweichen in Noh kenne ich aus eigener leidvoller Befahrung.. zum Glück wurde das dann in Ed anders gelöst. ;-)

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An Röhren kann man sehen, wenn sie gehen. Und auch riechen, wenn sie siechen.
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